weitblick INHALT 04/11 Liebe Leserinnen, liebe Leser, VORWORT Vorwort 1 Chartüberblick 6 Buch Empfehlung 9 Leitthema 3-4 Focus 8 Impressum 10

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1 INHALT 04/11 Vorwort 1 Chartüberblick 6 Buch Empfehlung 9 Leitthema 3-4 Focus 8 Impressum 10 VORWORT Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir begrüßen Sie zur neuesten Ausgabe unseres WEITBLICK NEWSLETTERs, den wir, die SWISS FINANCE ASSET MANAGEMENT & TRUST, wöchentlich für Sie veröffentlichen. China steht 2011 weiterhin im Mittelpunkt exzellenter Rendite-Chancen. Das gilt nicht nur für führende deutsche Autokonzerne, die inzwischen längst eigene Werke im ehemals roten Riesenreich gebaut haben oder dies kurzfristig planen, sondern für nahezu alle Produktsparten, weil der Faktor Marktsättigung, der das alte Europa immer wieder lähmt, in China noch in weiter Ferne liegt. Der chinesische Markt besteht immerhin aus 782 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter. Deshalb haben wir in der Vorwoche ausdrücklich auf das Entwicklungspotential von Aktien hingewiesen, die den zügigen Ausbau der chinesischen Datenautobahn und den hohen Nachholbedarf bei Smartphones zum Thema haben. Weil China aktuell dabei ist, die weltweit führende Wirtschaftsmacht USA vom ersten Platz zu verdrängen, stellen wir dieses Wettrennen heute in den Mittelpunkt unseres LEITTHEMAs. In unserem heutigen FOKUS befassen wir uns wieder mit ETFs (Exchange Traded Funds) und beleuchten eine konkrete Strategie anhand von Dax- und Staatsanleihen-ETFs. Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 1

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3 LEITTHEMA Die Volksrepublik China auf dem Weg an die Weltspitze Als der chinesische Staatschef Hu Jintao dieser Tage zu Besuch bei seinem Kollegen Barack Obama in Washington war, sang nicht nur Barbra Streisand zum Mittagessen. Sondern der Regierungschef aus Fernost wurde auch von Journalisten zur Menschenrechtsbilanz seines Landes befragt. Doch Hu ignorierte die Frage mit der Bemerkung, er verstehe die Übersetzung nicht. Schließlich hatte die chinesische Delegation ein imposantes Gastgeschenk im Gepäck: Aufträge im Wert von 45 Milliarden US-Dollar, die in Amerika an die Arbeitsplätze sichern werden. Allein deswegen waren die Gastgeber bemüht, diplomatische Misstöne zu vermeiden: Asiaten lieben nichts so sehr wie betonte Höflichkeit im Umgang. Längst sind die Rollen zwischen den USA und China verteilt: Die Amerikaner sind die Schuldner, die Chinesen fungieren quasi als Gläubigerbank der USA. US-Devisen von 2,9 Billionen Dollar sowie US-Staatsanleihen im Wert von weiteren 900 Milliarden Dollar haben die Chinesen mittlerweile in ihrem Portfolio angehäuft. Die Amerikaner haben 2010 kräftig Geld gedruckt und sitzen inzwischen auf einem Schuldenberg von 14 Billionen Dollar. Auch die Handelsbilanz der USA ist negativ. Einfuhren von 1,9 Billionen Dollar stehen Exporte von lediglich 1,27 Billionen Dollar gegenüber. China dagegen importiert für 1,3 Billionen Dollar und setzt auf dem Weltmarkt Exporte von 1,5 Billionen Dollar ab. Beim BIP sind allerdings die drastisch unterschiedlichen Bevölkerungszahlen zu berücksichtigen. In China kommt bei 1,33 Milliarden Bewohnern ein Pro-Kopf-BIP von 7400 Dollar zustande, während die 310 Millionen Amerikaner mit einem Pro-Kopf-BIP von Dollar immer noch an der Weltspitze liegen. Aber Amerika hatte seit seiner Gründung eine freie Wirtschaft, die einwohnerzahlenmäßig mehr als viermal stärkeren Chinesen waren jahrzehntelang dazu vergattert, in einem Arbeiter- und Bauernstaat zu leben. Doch die Aufholjagd der Chinesen geht rasant weiter. In den letzten zwei Jahren hat die Volksrepublik China die Weltbank als Kreditgeber für Entwicklungsländer überholt hauptsächlich durch Unterbietung der Weltbank-Konditionen. Insbesondere Entwicklungsund Schwellenländer bekamen von China Billigkredite, wenn sie im Gegenzug Öl-, Erdgas-, Rohstoff- und Kupferlieferungen anbieten konnten. Der Westen hatte bei diesen Geschäften das Nachsehen. Die Federführung bei der chinesischen Offensive haben stets die beiden staatlichen Institute China Development Bank und die Export-Import Bank of China, die zuletzt 110 Milliarden Dollar an die Dritte Welt vergaben, während die Weltbank mit 100,3 Milliarden Dollar hinten lag. Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 3

4 LEITTHEMA Die Volksrepublik China auf dem Weg an die Weltspitze Das innovative China leistet nicht nur Aufbauhilfe in der Dritten Welt, es verwirklicht ferner weltweit gigantische Infrastrukturprojekte: Straßenbau, Errichtung von Flughäfen und Überseehäfen, Bau von Schulen, Krankenhäusern und kompletten Industrieanlagen, Bau von Raffinerien, Verlegung von Pipelines. Weltweit investierten chinesische Unternehmen im vorigen Jahr 50 Milliarden Dollar. Neuerdings greifen sie sogar nach dem deutschen Fußball: Gerade erst wurde Chinas Solarhersteller Yingli Sponsor bei Bayern München. In Afrika treten die Chinesen quasi als neue Kolonialherren auf, namentlich in Angola, Gabun oder Sierra Leone, wo es gilt, insbesondere Erdöl- und Erdgasvorkommen auszubeuten. Beeindruckend und inzwischen legendär war auch der Abbau der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund durch die Chinesen. Binnen drei Jahren zerlegten die Mitarbeiter des Bergwerkskonzerns Yankuang die fast neue, jedoch obsolet gewordene Anlage im Ruhrgebiet und setzten die Millionen Einzelteile anschließend in ihrer Provinz Shandong wieder zusammen. Grund für den Ortswechsel: ThyssenKrupp gab den Stahlstandort Dortmund auf und zog nach Duisburg. Über die spektakuläre Aktion wurde ein abendfüllender Doku-Film gedreht, der 2007 in die Kinos kam, Titel: Losers and Winners. Beim Wirtschaftsaustausch mit China liegen folgende Länder an der Spitze: Südkorea, Taiwan, Australien, Japan, USA, Brasilien, Saudi-Arabien, Indien. Nur diese Nationen weisen prozentual zweistellige Zahlen am Außenhandel Chinas auf, während Deutschland gerade mal auf einen Anteil von 6,1 Prozent kommt. Bemerkenswert ist der hohe Anteil von 22,1 Prozent, den Taiwan an Chinas Außenwirtschaftsaktivitäten hat: Beide Länder bedrohen sich sonst immer wieder mit Krieg. Frieden soll das chinesische Neujahrsfest bringen: Am 3. Februar beginnt für alle Asiaten astrologisch das Jahr des Hasen. Die Menschen öffnen Fenster und Türen, sie lassen das Licht brennen, um dem Glück den Weg ins Haus zu leuchten und um böse Geister zu vertreiben. Ferner kaufen sie am Neujahrstag keine Schuhe oder Bücher, sie lassen sich die Haare nicht schneiden und verrichten keinen Hausputz, weil das Unglück bringt. Das Glück für die Gesundheit fördern die Chinesen, indem sie ein Bad in Pampelmusenblättern nehmen. Landesweite Großfeuerwerke dürfen nicht fehlen. Schließlich haben die Chinesen die Pyrotechnik erfunden. Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 4

5 weitblick Ausgabe: 04/

6 CHARTÜBERBLICK DAX VOLKSWAGEN Markt: DAX Skalierung: 5 Minuten Zeitraum: 1 Monat Chart: Candlestick Indikatoren: keine Durchschnittslinien: keine Tagesspanne: 7.000, ,39 52W Spanne: 29,93-56,98 Wochentendenz: abwärts Markt: VOLKSWAGEN Skalierung: 5 Minuten Zeitraum: 1 Monat Chart: Candlestick Indikatoren: keine Durchschnittslinien: keine Tagesspanne: 109,40-115,60 52W Spanne: 55,00-139,45 Wochentendenz: aufwärts EUR/USD CONTINENTAL AG Markt: EUR/USD Skalierung: 5 Minuten Zeitraum: 1 Monat Chart: Candlestick Indikatoren: keine Durchschnittslinien: keine Tagesspanne: 1,3541-1, W Spanne: 1,1876-1,4282 Wochentendenz: aufwärts Markt: CONTINENTAL AG Skalierung: 5 Minuten Zeitraum: 1 Monat Chart: Candlestick Indikatoren: keine Durchschnittslinien: keine Tagesspanne: 55,47-58,51 52W Spanne: 31,86-68,53 Wochentendenz: abwärts Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 6

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8 Focus Wann endet an der Börse ein Trend, wann beginnt ein neuer Zyklus? In der vorigen Woche haben wir an dieser Stelle Exchange Traded Funds (ETFs) im Kurzporträt vorgestellt. Heute konkretisieren wir das Thema, indem wir eine Langfrist-Strategie aus Dax-ETF und Staatsanleihen-ETF mit der durchschnittlichen Performance der realen 30 Dax-Konzerne vergleichen. Vorweg das Resultat: Wer Anfang 2000 in die erwähnten ETF s investierte, kam Ende 2010 auf einen Ertrag von 83,21 Prozent, also immerhin 5,8 Prozent pro Jahr. Im gleichen Zeitraum machte der Dax ein Minus von vier Prozent. Grundlage für den Erfolg ist die 200-Tage-Linie-ETF-Strategie, die erfahrene Charttechniker methodisch zu nutzen wissen. Im vorigen Jahrzehnt gab es nur vier Dax-Signale, die es zu beachten galt: Nach dem Verkaufssignal vom Herbst 2000 verlor der Dax bis Anfang 2003 mehr als 60 Prozent an Wert. Wer jedoch das anschließende Dax-Kaufsignal richtig erkannte, konnte in den folgenden fünf Jahren rund 160 Prozent Rendite erwirtschaften. Anfang 2008 signalisierte der Dax dann die Trendwende in Form eines bevorstehenden Kurssturzes. Die folgende scharfe Talfahrt war das dritte Dax-Signal des Jahrzehnts. Das vierte Signal war wiederum die Trendwende vom Frühjahr 2009, die ein unmissverständliches Kaufsignal war. Es lag ziemlich genau auf der 200- Tage-Linie. Diese 200-Tage-Linie besteht aus dem Durchschnittskurs der vorangegangen 200 Handelstage. Kreuzen sich deren Wege, steht meist eine Trendwende bevor, in Form von steigenden oder fallenden Kursen. Wenn der Dax seine 200-Tage-Linie von unten nach oben schneidet, ist der Kauf der deutschen Blue Chips angesagt. Im umgekehrten Fall verkaufen Charttechniker die deutschen Standardwerte. Ist Verkauf das Gebot der Stunde, wird häufig in deutsche Staatsanleihen umgeschichtet. Die Anlagemöglichkeit dazu bietet etwa der Indexfonds ETFLab. Er basiert auf dem Index EurGov- Germany, der von der Deutschen Börse berechnet wird. Wer das Risiko eines Zinsanstieg vermeiden will, bedient sich eines Geldmarkt-ETF, etwa Comstage, der nach dem Eonia- Index der Commerzbank und dem Tagesgeldzinssatz der EZB berechnet wird. Damit haben wir die beiden führenden Dax-ETF-Anbieter genannt: Comstage und ETFlab. Commerzbank-Comstage bildet den Dax anhand von Swaps ab, ETFlab kauft - im Unterschied zu Comstage - die im Dax enthaltenen Aktien direkt. Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 8

9 DVD Empfehlung Dieses Mal ist alles anders Acht Jahrhunderte Finanzkrisen Dieses Mal ist alles anders, dieses Mal kann es gar nicht so schlimm werden wie beim letzten Mal. Denn dieses Mal steht die Wirtschaft auf soliden Füßen und außerdem gibt es diesmal viel bessere Kontrollmechanismen als beim letzten Mal. Wann immer es in der Geschichte der Menschheit zu Krisen kam, diese oder ähnliche Sätze waren jedes Mal zu hören. Doch was ist dran an derartigen Behauptungen? Nicht besonders viel, haben Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart herausgefunden. In akribischer Arbeit haben die beiden Autoren die Finanzkrisen der letzen acht Jahrhunderte in über 66 Ländern analysiert. In sechs Abschnitten stellen Reinhart und Rogoff ihre Untersuchungsergebnisse vor, begin-nend bei den zugrundeliegenden theoretischen Ansätzen. Darauf basieren dann auch die folgenden Kapitel, in denen Auslands- und Inlandsschuldenkrisen sowie Bankenkrisen abgehandelt werden. Der vier-te Abschnitt widmet sich dann auch der US-Subprimekrise und zeigt eindrucksvoll die Parallelen zu den vorhergegangenen Kapiteln. Zum Schluss ziehen die beiden Autoren die Lehren aus ihrer Untersuchung und kommen zu dem Ergebnis: Es ist dieses Mal eben doch nicht anders. Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 9

10 IMPRESSUM Herausgeber: Swiss Finance Asset Management & Trust AG Regulierter Schweizer Vermögensverwalter und Treuhänder Hauptsitz Schweiz: Baarerstrasse Zug Schweiz Telefon: Telefax: Selbstständige Niederlassung Rumänien : Swiss Finance Asset Management & Trust SRL Str. Arhivelor 2 RO Sibiu/ Hermannstadt Rumänien Telefon : Repräsentanz Deutschland: Swiss Finance Asset Management & Trust SRL Flingerstr Düsseldorf Deutschland Der Weitblick-Newsletter ist eine kostenlose Publikation der Swiss Finance Asset Management & Trust AG und erscheint wöchentlich auf der Homepage im PDF- Format. Chefredakteur: Tamara Gruznova Redaktion: Bernd Theisen Erscheinung: wöchentlich Bezug: kostenfreies -abonnement Sämtliche Inhalte dieses Newsletters sind urheberrechtlich geschützt und nicht zur weiteren Vervielfältigung bzw. Verbreitung frei. Sämtliche Informationen im Weitblick-Newsletter werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert - leider kann seitens der Herausgeber bzw. der Redaktion keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen gegeben werden. Die Analysen und Berichte im Weitblick-Newsletter sowie sämtliche Inhalte der Website stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von jeglichen Finanzinstrumenten dar. Eine Haftung für eventuelle Vermögensschäden, die durch Anwendung von Analysen und Berichten des Weitblick-Newsletters oder der Website aufgetreten sind, wird sowohl seitens der Herausgeber bzw. der Redaktion kategorisch ausgeschlossen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Inhalten sämtlicher externer Websites, auf die im Rahmen des Weitblick- Newsletters oder der Website verwiesen wird. Jegliche Haftung für Inhalte extern verlinkter Websites ist somit kategorisch ausgeschlossen. Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf einer Website liegen bei der Swiss Finance Asset Management & Trust AG. Alle Rechte vorbehalten. Swiss Finance Asset Management & Trust AG Der Weitblick Newsletter ist eine wöchentlich erscheinende Publikation der SFAM & Trust AG Seite 10

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