Globale Märkte im Fokus

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1 DEZEMBER 2013 Einschätzungen der Franklin Templeton Fixed Income Group Christopher Molumphy Michael Materasso Roger Bayston Michael Hasenstab John Beck UA BEREITEN ICH AUF DROELUNG DER LOCKEREN GELDPOLITIK VOR CHINA BECHLEUNIGT FINANZIELLE LIBERALIIERUNG DIE WEITEREN AUICHTEN FÜR EUROPA UA BEREITEN ICH AUF DROELUNG DER LOCKEREN GELDPOLITIK VOR Anfang Dezember wurde die Prognose der U- Regierung für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal scharf nach oben korrigiert - von ursprünglich 2,8% auf annualisiert 3,6%. Erwartungsgemäß wird das BIP-Wachstum im vierten Quartal niedriger sein. Dies liegt u.a. daran, dass sich die Zahlen für das dritte Quartal auf einen hohen, möglicherweise nicht nachhaltigen, Anstieg der Bestände zurückführen lassen. Außerdem muss auch die teilweise Einstellung des Regierungsbetriebs im Oktober berücksichtigt werden. Trotzdem sieht es so aus, als ob die U-Wirtschaft Fahrt gewinnt. Das Wachstum im U-Fertigungssektor beschleunigte sich im November. Der Anstieg des Einkaufsmanagerindex (PMI) des Institute of upply Management zeigt z. B., Unternehmen vertrauen nach wie vor auf eine weitere Erholung. Das Verbrauchervertrauen ist ebenfalls gestiegen, u.a. auch aufgrund verbesserter Beschäftigtenzahlen. Laut U-tatistikamt stiegen die Beschäftigtenzahlen ohne Landwirtschaft im November stärker als erwartet um Die Arbeitslosenquote sank von 7,3% auf 7%, dem niedrigsten tand seit fünf Jahren. Die tatistiken zeigen auch, die Kürzungen bei den Beschäftigungszahlen im öffentlichen Dienst überschatten die relativ hohe Arbeitsplatzschaffung im Privatsektor. Grafik 1: U-Arbeitslosenquote (%) Januar November 2013 Quelle: U Bureau of Labor tatistics. Daten zum tand vom Die Aussichten scheinen sowohl in politischer Hinsicht, als auch was den Arbeitsmarkt betrifft, positiver zu werden. Im Kongress wurden in Hinsicht auf eine Einigung der beiden Parteien über den Bundeshaushalt für die nächsten zwei Jahre wichtige Fortschritte erzielt. Die langfristigen chuldenprobleme des Landes sind zwar noch nicht gelöst, doch die Einigung über die Ausgabenpolitik senkt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Einstellung des Regierungsbetriebs im Januar erheblich und beseitigt somit eine gewisse Anlegerunsicherheit. Generell solide Daten setzten die Zinsen für U- chatzanleihen und die Marktzinsen unter Aufwärtsdruck. Anfang Dezember kam es auch wieder zu pekulationen, ob die U-Notenbank Federal Reserve (Fed) doch früher mit einer Reduzierung ihres Anleihenankaufprogramms (Tapering) in Höhe von monatlich 85 Mrd. U-Dollar beginnen werde.

2 Grafik 2: Zinsen Tagesrenditen 10-jähriger U-chatzanleihen (%) November November 2013 Quelle: Bloomberg, Daten zum tand vom Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Am 18. Dezember entschied die Fed ihr Ankaufprogramm ab Januar von monatlich 85 Mrd. U-Dollar auf 75 Mrd. U-Dollar zu reduzieren. Die Reduzierung wird gleichmäßig zwischen hypothekenbesicherten Papieren (MB) und chatzanleihen aufgeteilt. Nach kurzer, auf die Ankündigung folgender, Volatilität schienen Risikowerte sich wieder zu fangen. Das entspricht genau der Ansicht, die wir schon seit langem vertreten - die Folgen einer Drosselung der lockeren Geldpolitik für die Finanzmärkte in den UA sollten nicht überbewertet werden. In der Tat schlossen Aktienindizes, wie der &P 500, den 18. Dezember deutlich höher ab. Verluste bei U-taatsanleihen zu Beginn des Tages wurden schnell aufgefangen. Die Zinsen über zwei und zehn Jahre stiegen im Tagesverlauf relativ moderat um drei Basispunkte. Die Zinsen für zehnjährige U-chatzanleihen erreichten zum Börsenschluss am 18. Dezember bis zu 2,89% (von 2,71% einen Monat zuvor und 1,60% Anfang Mai). Die Aktienindizes in aller Welt setzten am Folgetag, dem 19. Dezember, ihre Zugewinne fort. Die Anleihenmärkte kamen zur Ruhe. Die Märkte hatten die Maßnahme der Fed nicht nur bereits eingepreist, sie begrüßten auch das Engagement der Fed die Zinsen noch für längere Zeit niedrig zu halten. Außerdem wirkte das Vertrauen der Notenbank, die U- Wirtschaft befinde sich auf einem sicheren Weg einer progressiven Verbesserung des Wirtschaftswachstums, positiv. Zu diesen Faktoren für eine positive Reaktion des Marktes kam noch die Erleichterung über das Ende der Ungewissheit, die von den endlosen pekulationen über den Zeitplan der Drosselung seit Mitte 2013 hervorgerufen worden war. Diese pekulationen hatten zu phasenweisen Kursverlusten in bestimmten Märkten beigetragen, insbesondere bei Aktien und Währungen von chwellenmärkten. Wir glauben, Renditen von chatzanleihen dürften, nach verhaltenem Anstieg 2013, 2014 weiter steigen. Ist dies so, muss diese Entwicklung unserer Meinung nach als eine Normalisierung angesehen werden, die den Optimismus über die laufende, eher unspektakuläre Erholung der U-Wirtschaft und eine unwahrscheinliche Erhöhung der Kurzfristzinsen in absehbarer Zeit zum Ausdruck bringt. Volatilitätsindikatoren deuteten in letzter Zeit nicht auf einen Ausbruch bei langfristigen Anleihenrenditen hin. Letztlich dürften die Zinsen für langfristige Anleihen die Erwartungen für das langfristige Wirtschaftswachstum und die Inflation reflektieren. Es gibt zwar Hinweise auf ein sich erholendes Wirtschaftswachstum. Die Inflationsmaßnahmen bleiben jedoch trotz der Reduzierung der Ankäufe der Fed zurückhaltend. Das wird die Entwicklung des Langfristzins möglicherweise einschränken. Uns fällt auf, dass die Fed sich die Möglichkeit offen hält, die monatlichen Anleihenankäufe wieder zu erhöhen, falls die Wirtschaft sich nicht erwartungsgemäß bessert. Die Fed folgt keinem vorgezeichneten Kurs. Die U-Notenbank beabsichtigt insbesondere die Inflation zu beobachten. Die liegt beharrlich unter dem Ziel von 2%, was eine Gefahr für die Wirtschaftsleistung darstellt. Unserer Meinung nach wird die Fed aber wahrscheinlich das Volumen der monatlichen Ankäufe weiter schrittweise reduzieren bis sie Ende 2014 ganz eingestellt werden können, sofern die Wirtschaft sich bis dahin auf einem soliden und nachhaltigen Weg der Erholung befindet. Ein Ende des Ankaufprogramms der Fed würde bedeuten, die U-Wirtschaft hat es endlich geschafft den größten Teil des chadens, den die Finanzkrise angerichtet hat, wieder zu beheben. Gleichzeitig könnte die Ankündigung der Fed bzgl. niedriger Zinsen in Kombination mit verstärktem Wachstum, niedriger Inflation und der Einigung im Kongress über den Bundeshaushalt Anleger weiterhin in Risikowerte treiben. CHINA BECHLEUNIGT FINANZIELLE LIBERALIIERUNG In den letzten Wochen gab es einige gute Nachrichten für die Weltwirtschaft. Der globale PMI für den Fertigungssektor von JPMorgan deutet eine Erholung der Aktivität im Fertigungssektor im November an. Ausgelöst wurde sie von der steigenden globalen Nachfrage. Dahinter stehen die Industriemärkte. Die JPMorgan Erhebungen zeigen einen starken Anstieg bei den Neuaufträgen aufgrund verbesserter Marktbedingungen. Mittelfristig dürfte die Weltwirtschaft auch von einem Anfang Dezember in Bali unterzeichnetem globalen Handelsabkommen profitieren. Dieses hat die Förderung der Wirtschaft durch Reduzierung der Bürokratie im grenzüberschreitenden Verkehr zum Ziel. Die chwellenmärkte gaben 2013 jedoch etwas nach. Dies lag zum Teil an normalen, zyklusbedingten Einbußen bei den Unternehmensgewinnen. Während Leitzinsen in Europa und den UA auf Tiefststände fielen, mussten einige Länder in Asien und Lateinamerika sie inflationsbedingt anheben. Oder - wie China - überschüssige Barmittel aus dem Finanzsystem abziehen, um Blasenbildungen zu vermeiden. Im dritten Quartal ging die Wirtschaftsleistung in Australien, Brasilien und FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 2

3 Russland (alle drei große Rohstoffexporteure) weiter zurück. Obwohl die Wirtschaft in Indien Anzeichen einer Erholung aufwies, lag das auf das Jahr gerechnete Wachstum dort immer noch weit unter den Werten, die zuvor während dieses Jahrzehnts verzeichnet wurden. Japans Wirtschaft verlangsamte sich im dritten Quartal viel stärker als erwartet - ein Besorgnis erregendes ignal vor der für April 2014 geplanten Erhöhung der Umsatzsteuer. Der Konjunkturabschwung lässt sich grundsätzlich - trotz mehrerer unternehmensfreundlicher Finanzreformen, die von der Regierung Premierminister hinzo Abes umgesetzt oder versprochen wurden - auf den Rückgang bei den Unternehmensinvestitionen zurückführen. Japanische Verbraucher sind von einem schwächer werdenden Yen, steigenden Preisen und der bevorstehenden Umsatzsteuererhöhung betroffen. Das vorsichtige Investitionsverhalten der Unternehmen muss daher als ein wesentliches Abwärtsrisiko für die japanische Wirtschaft im kommenden Jahr gewertet werden. Allerdings wird ihm wahrscheinlich durch weitere, lockere geldpolitische Maßnahmen der Bank of Japan entgegen getreten werden. Demgegenüber konnte die chinesische Wirtschaft sich wieder erholen. Chinesische Exporte übertrafen im November die Konsenserwartungen. Auch die Einzelhandelsumsätze legten zu. Gleichzeitig ging im November die Inflation in China (ebenso wie die Importe) zurück. Hintergrund waren die Bestrebungen der Behörden das Kreditwachstum in chranken zu halten. Dies gab der Regierung pielraum, eine Reihe umfassender Finanzreformen voran zu treiben. Diese Reformen laufen bereits seit zwei Jahren. Hierzu gehört z. B. auch die Lockerung der Beschränkungen für Kreditzinsen. Ein weiterer chritt in Richtung finanzielle Liberalisierung wurde im Dezember ergriffen. Grafik 3: China - Exporthandel Im Jahresvergleich 31. Dezember November 2013 Quelle: Bloomberg LP, Customs General Administration of China, Daten zum tand vom Es ist Banken nun möglich über Einlagezertifikate Einlagen zu marktbestimmten Zinsen untereinander zu handeln. Die Regelungen für Börsenzulassungen wurden geändert. Kapitalkontrollen wurden behutsam gelockert. Bei fortschreitender Deregulierung der Zinsen in China könnten diese steigen. olange die Inflation aber unter Kontrolle ist, hat die Regierung die Möglichkeit über eine gezielte Ausgabenpolitik dafür zu sorgen, dass das Wachstum nicht zu sehr zurückgeht. Wie es scheint wird Chinas Wirtschaft wahrscheinlich nicht mehr zweistellig wachsen, wie es im letzten Jahrzehnt der Fall war. Wir halten das für eine willkommene Entwicklung. Die Politik versucht das Land von der übergroßen Abhängigkeit von Anlageinvestitionen weg zu führen. tattdessen fördert sie die Binnennachfrage, um ein ausgewogeneres Wachstum zu erzielen. Die laufende, schrittweise Deregulierung in China führte außerdem zu Kursgewinnen des Renminbi. Die Währung könnte weiter steigen, wenn die chinesische Führung sich weiterhin - wie behutsam auch immer - einer vollständigen Konvertierbarkeit annähert. Eine Wertsteigerung des Renminbi bedeutet, bei eingedämmter Inflation mehr Geld in den Taschen chinesischer Verbraucher. Langfristig dürfte ein Erfolg der chinesischen Führung bei der Förderung der Binnennachfrage - und die steigenden Umsatzzahlen im Einzelhandel im November sind insofern vielversprechend - für Exporte aus dem Rest der Welt nach China förderlich sein. Das wäre ein entscheidender Beitrag zur Neujustierung der Weltwirtschaft. DIE WEITEREN AUICHTEN FÜR EUROPA Die Wirtschaftslage in Europa hat sich weiter verbessert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hob daher ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für Die Notenbank erwartet nun für 2014 ein BIP-Wachstum von 1,1% nach einem Rückgang um 0,4% 2013 sowie eine weitere Erholung in Die Daten für den Fertigungssektor der Eurozone für November erreichten den höchsten tand seit Juni Dabei übertrafen einige Zahlen auf nationaler Ebene die Erwartungen. Die PMI-Werte für den Dienstleistungssektor waren ebenfalls weitgehend positiv, was das wachsende Vertrauen bei Unternehmen unterstreicht. Die Arbeitslosigkeit - die in vielen Ländern nach wie vor hoch ist - ging in der Eurozone im Oktober insgesamt leicht zurück. Was die individuellen europäischen Volkswirtschaften betrifft, hielten die jüngsten Verluste bei der Dynamik einiger zukunftsgerichteter Indikatoren die Bundesbank nicht davon ab, ihre Prognose für das BIP-Wachstum in Deutschland auf 0,5% für 2013 und 1,7% für 2014 anzuheben. Deutschlands Handelsüberschuss ging im Oktober zurück, da das Importwachstum weit über dem der Exporte lag. Das ist möglicherweise eine positive Entwicklung. Dies insbesondere, da Deutschland dafür kritisiert wurde, zu sehr vom Außenhandel abhängig zu sein und einen unverhältnismäßig hohen Handels- und Leistungsbilanzüberschuss zu erwirtschaften. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, Frankreich, litt weiter unter der strukturellen Unbeweglichkeit, die einen alarmierenden Verfall der Wettbewerbsfähigkeit verursacht. Allerdings strukturieren viele französische FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 3

4 Unternehmen um. Und dies, vielleicht überraschenderweise, ohne die Arbeitskämpfe oder unbeholfenen staatlichen Interventionen, die man aus der Vergangenheit kennt. Die timmung unter französischen Unternehmen wies im November eine unerwartete Verbesserung auf. Die Banque de France korrigierte Anfang Dezember ihre Prognosen für das BIP-Wachstum im vierten Quartal nach oben. Unterdessen bewegte sich die spanische Wirtschaft zielstrebig auf einen Leistungsbilanzüberschuss zu. Das Land kam im dritten Quartal aus der Rezession. Italien wies im dritten Quartal immer noch negatives Wachstum auf. Es sieht aber so aus, als könne das Land in den kommenden Quartalen ein (wenn auch unzureichendes) Wachstum erzielen. Außerhalb der Eurozone hob das Office for Budgetary Responsibility in Großbritannien seine Wachstumserwartungen für 2013 von 0,6% auf 1,4% und für 2014 von 1,8% auf 2,4%. Mit den verbesserten Aussichten für die britische Wirtschaft ging eine automatische Reduzierung des Haushaltsdefizits und der chuldenprognosen einher. Tabelle 1: Makroökonomische Ergebnisse und Prognosen für den Euroraum Jährliche Veränderungen in % Dezember (E) 2014 (E) Reales BIP -0,6-0,4 1,1 Privatkonsum -1,4-0,6 0,7 taatsausgaben -0,6 0,1 0,3 Beschäftigung -0,6-0,8 0,2 Arbeitslosenquote 11,4 12,1 12,0 Harmonisierte Verbraucherpreisindizes 2,5 1,4 1,1 Leistungsbilanz (in % des BIP) 1,4 2,0 2,2 E: Einschätzung. Quelle: Europäische Zentralbank, Von Experten des Eurosystems erstellte gesamtwirtschaftliche Projektionen für das Euro-Währungsgebiet, Dezember Es gibt keine Garantie dafür, dass sich eine Einschätzung bewahrheitet. Der Euroraum besteht aus 18 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Euro als ihre Gemeinschaftswährung übernommen haben. Die Anlegerstimmung in Hinsicht auf üdeuropa und Irland hat sich immens verbessert. Langfristige Zinsen für Anleihen liegen weit unter den Höchstwerten, die Mitte 2012 verzeichnet wurden. Irland - Aushängeschild der europäischen parpolitik - konnte den internationalen Rettungsschirm am 14. Dezember ohne Antrag auf eine Kreditlinie als icherheitsnetz verlassen. Anfang Dezember stufte die unabhängige Kreditratingagentur Moody's den Ausblick für panien von negativ auf stabil hoch. Moody's nannte als Grund hierfür die verbesserte Finanzlage des Landes. paniens geplanter Exit aus dem Bankenrettungsprogramm im Januar dürfte das Anlegervertrauen weiter stärken. Moody's stufte Ende November auch das Rating Griechenlands um zwei tufen herauf. Grund sind, trotz Rezession und fragiler politischer tabilität, die Fortschritte des Landes bei der Konsolidierung seiner Finanzlage. Die Ratingagentur tandard & Poor's stufte demgegenüber Frankreich im November herab und entzog den Niederlanden einen Monat später ihr Triple-A Rating. Ebenfalls Anfang Dezember konnte Portugal in 2014 und 2015 fällige taatsanleihen im Wert von 6,6 Mrd. Euro gegen Anleihen mit längerer Laufzeit umtauschen. Trotzdem glauben wir, Europa wird sich im kommenden Jahr weitere Herausforderungen stellen. Dies sowohl politischer, als auch wirtschaftlicher Art und was die regulative Richtung betrifft. Die EZB dürfte insbesondere über die Gefahr besorgt sein, dass die steigenden Zinsen für U-chatzanleihen sich auch auf die Zinsen in den europäischen Märkten auswirken. Aber auch ohne diese Gefahr bleibt die europäische Konjunkturerholung anfällig. Dies belegen die trüben Zahlen aus der Industrieproduktion im Oktober. parmaßnahmen bleiben - obwohl sie in einigen Ländern reduziert wurden - Alltag. Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch, das Kreditklima schlecht. Als Folge davon liegt die Inflation weit unter der Zielvorgabe der EZB. Das wiederum belastet das nominale BIP und führt zu steigenden Realzinsen. EZB- Präsident Mario Draghi verfügt nach wie vor über Mittel mehr Liquidität ins ystem zu pumpen und die Zielinflation zu erreichen. Der Widerstand aus Deutschland und gleichgesinnten Ländern ist jedoch hoch. Viele Analysten kritisieren auch die unausgeglichene Konjunkturerholung in Großbritannien. ie weisen darauf hin, dass viele britische Haushalte in große chwierigkeiten geraten könnten, sollten die Zinsen stark steigen. Ein großer Teil des impulsiven Wachstums in Großbritannien ist mit dem Eigenheimmarkt verbunden. Das zwingt die Behörden zum Einschreiten, um eine Blase zu vermeiden. Gleichzeitig müssten die Unternehmensinvestitionen noch erheblich steigen, bevor eine umfassendere Konjunkturerholung gewährleistet wäre. In Deutschland, so scheint es, würde die Große Koalition aus Christ- und ozialdemokraten, die sich auf eine Regierungsbildung einigen konnte, den Vorschlag einer Vergemeinschaftlichung der öffentlichen chulden der Eurozone (d. h. finanziell besser gestellte Länder, wie Deutschland, würden Länder der Eurozone mit schwächeren Finanzen unterstützen) ablehnen. Die Fortschritte bei der Findung einer gemeinsamen Lösung zum Umgang mit in chwierigkeiten geratenen Banken in Europa waren - sofern es überhaupt welche gab - träge. Das wirft die Frage auf, wie effektiv die europäische Bankenunion sein wird. Für europäische Banken finden 2014 weitere tresstests statt. Es besteht die Gefahr, dass diese tresstests die Notwendigkeit einer dringenden Rekapitalisierung einiger Banken offenbaren. Dieses Ergebnis würde das Bankkreditgeschäft, das nach wie vor auf schwachen Füßen steht, zusätzlich belasten. Demgegenüber könnten positive tresstests - soweit sie als glaubhaft gelten - zu einem größeren Vertrauen in das Banksystem und somit zu einer höheren Kreditaktivität führen. Die die taatsschulden betreffenden pannungen könnten sich wieder verschärfen wenn Griechenlands (zweites) Rettungsprogramm in Höhe von 240 Mrd. Euro im Juni 2014 FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 4

5 ausläuft. Auch Portugal könnte für Volatilität sorgen. Das internationale Rettungsprogramm für das Land läuft Mitte 2014 aus. Neben dem anhaltenden Risiko politischer und sozialer Instabilität in den einzelnen Ländern könnten auch die Wahlen für das Europäische Parlament im Mai 2014 für Unruhe sorgen. Diese Wahlen werden Europäern die Möglichkeit geben ihrem Unmut über Probleme, wie die Auswirkungen der parmaßnahmen, Masseneinwanderung und die mangelnde Rechenschaftspflicht europäischer Behörden, Ausdruck zu verleihen. Es wird erwartet, populistische, zumeist rechtsextreme Parteien, die sich gegen eine weitere europäische Integration stellen, könnten in vielen Ländern Erfolge haben, sofern sich keine entscheidende Umkehr in den Geschicken Europas erreichen lässt. Das würde die politische timmung wahrscheinlich zusätzlich trüben und die Entwicklung konstruktiver politischer Maßnahmen auf europäischer Ebene noch schwieriger gestalten. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, inklusive des möglichen Verlusts der Anlagesumme. Anlagen in ausländische Wertpapiere sind mit besonderen Risiken verbunden wie Währungsschwankungen, wirtschaftliche Instabilität und politische Entwicklungen. Anlagen in chwellenländern sind in Bezug auf dieselben Faktoren mit erhöhten Risiken verbunden. Hinzu kommen die durch ihre kleinere Größe, ihre geringere Liquidität und den nicht so fest gefügten rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmen zur tützung der Wertpapiermärkte bedingten Gefahren. olche Anlagen können in jedem Jahr erheblicher Kursvolatilität ausgesetzt sein. FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 5

6 EUROLAND MACROECONOMIC DATA Eurozone Real GDP, Y/Y (%) FINAL OUTPUT Gross Domestic Product (GDP) 1 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 GDP, Y/Y (%) Private Consumption, Y/Y (%) Gross Fixed Capital Formation, Y/Y (%) ECONOMIC INPUT 1 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Retail ales, Y/Y (%) Unemployment Rate (%) Industrial Production, Y/Y (%) INFLATION & WAGE PREURE Inflation Indicators¹ AUG 13 EP 13 OCT 13 NOV 13 Consumer Price Index (CPI), Y/Y (%) Core CPI, Y/Y (%) FINANCIAL MARKET AUG 13 EP 13 OCT 13 NOV 13 Dow Jones EURO TOXX 50 Price Index EUR, Trailing P/E Ratio ECB Refinance Rate (%) Year Yield German Bunds (%) BALANCE OF PAYMENT 1 Trade Balance JUN 13 JUL 13 AUG 13 EP 13 Billion Euro Current Account Balance 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 % GDP ource: European Union , as at eptember Past performance does Consumer Price Index, Y/Y (%) ource: European Union , as at November Past performance does External Trade Balance, GDP (%) JAPAN MACROECONOMIC DATA FINAL OUTPUT Gross Domestic Product (GDP) 4 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 GDP, Q/Q ar (%) Private Consumption, Q/Q ar (%) Fixed Capital Formation, Q/Q ar (%) ECONOMIC INPUT JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Unemployment Rate (%) Industrial Production, Y/Y (%) Tertiary Index, Y/Y (%) Corporate Activities 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 Corporate Profit Growth (%) Tankan Quarterly urvey (index level) INFLATION Inflation Indicators 5 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Consumer Price Index (CPI), Y/Y (%) CPI ex-fresh Food, Y/Y (%) FINANCIAL MARKET 2 AUG 13 EP 13 OCT 13 NOV 13 Nikkei 225, Trailing P/E Ratio Month Yield JGBs (%) Year Yield JGBs (%) BALANCE OF PAYMENT Monthly Trade Balance 7 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Billion Yen Current Account Balance 9 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 % GDP Abbreviations: Q/Q ar: Quarter-over-quarter annualised rate. Y/Y: Year-over-year. 1. ource: European Union ource: Bloomberg. P/E ratios of Dow Jones EURO TOXX 50 Price Index and Nikkei-225 tock Average as calculated by Bloomberg. 3. ource: European Central Bank. 4. ource: Economic and ocial Research Institute (ERI), Cabinet Office, Government of Japan. 5. ource: Ministry of Internal Affairs and Communications, Japan. 6. ource: Ministry of Economy, Trade and Industry, Japan. 7. ource: Ministry of Finance, Japan. 8. ource: Bank of Japan. 9. ource: Bloomberg Indexes. Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. ource: European Union , as at eptember Past performance does Japan Real GDP, Q/Q ar (%) ource: ERI, Cabinet Office, Government of Japan, as at eptember Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. Consumer Price Index, Y/Y (%) ource: Ministry of Internal Affairs and Communications, Japan, as at October Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. Visible Trade Balance, GDP (%) ource: Ministry of Finance, Japan and Economic and ocial Research Institute, Cabinet Office, Government of Japan, as at 30 eptember Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 6

7 Gross Domestic Product (GDP), Q/Q ar (%) U MACROECONOMIC DATA FINAL OUTPUT Gross Domestic Product (GDP) 1 2Q13 3Q13 4Q13E 2 1Q14E 2 Q/Q ar (%) ECONOMIC INPUT CONUMPTION/FINAL DEMAND Income/avings 1 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Consumer pending, Y/Y (%) Personal Income, Y/Y (%) avings Rate (%) Employment AUG 13 EP 13 OCT 13 NOV 13 Unemployment Rate (%) Participation Rate (%) Nonfarm Payrolls (in thousands) Jobless Claims, 4-wk average (in thousands) Housing 5 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Existing Home ales (in millions) Y/Y Change (%) INVETMENT Corporate Earnings 6 2Q13 3Q13 4Q13E 1Q14E Earnings, Y/Y (%) Production & Utilisation 7 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Industrial Production, Y/Y (%) Capacity Utilisation (%) Nonresidential Fixed Investment 1 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 Y/Y (%) INFLATION & PRODUCTIVITY Inflation Indicators JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Personal Consumption Expenditure (PCE), Y/Y (%) Core PCE, Y/Y (%) Consumer Price Index (CPI), Y/Y (%) Core CPI, Y/Y (%) Producer Price Index (PPI), Y/Y (%) Core Producer Prices, Y/Y (%) Productivity 3 4Q12 1Q13 2Q13 3Q13 Productivity, Q/Q ar (%) Unit Labour Costs, Q/Q ar (%) FINANCIAL MARKET Valuation OCT 13 NOV 13 DEC 13E JAN 14E P/E &P Fed Funds Rate 7, BALANCE OF PAYMENT U Monthly Trade Deficit 1,9 JUL 13 AUG 13 EP 13 OCT 13 Billion UD U Current Account Deficit 3Q12 4Q12 1Q13 2Q13 Quarterly (in UD billion) Annualised (% GDP) Abbreviations: Q/Q ar: Quarter-over-quarter annualised rate. Y/Y: Year-over-year. E: Estimate. 1. ource: U Bureau of Economic Analysis, as at 30/11/ ource: Bloomberg Economic Forecasts, as at 30/11/ ource: U Bureau of Labor tatistics. 4. ource: U Department of Labor. 5. ource: Copyright National Association of Realtors. Reprinted with permission. 6. ource: Bloomberg. Corporate Earnings and P/E &P 500 represented by Bloomberg s calculation of the earnings of &P 500 Index components, as at 30/11/13. tandard & Poor s, &P and &P 500 are registered trademarks of tandard & Poor s Financial ervices LLC. 7. ource: U Federal Reserve. At the 16 December 2008 meeting, the Federal Reserve cut the main U interest rate to a target rate between zero and 0.25%. 8. ource: Chicago Board of Trade (30-Day Federal Funds Futures Rate for December 2013 and January 2014), as at 30/11/ ource: U Census Bureau. 10. ource: Bloomberg Indexes. Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. ource: U Bureau of Economic Analysis, as at eptember Past performance does Personal Income & Expenditures, Y/Y (%) ource: U Bureau of Economic Analysis, as at October Past performance does Nonfarm Payrolls & Unemployment Rate ource: U Bureau of Labor tatistics, as at November All figures seasonally adjusted. Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. Consumer Price Index, Y/Y (%) ource: U Bureau of Labor tatistics, as at October Past performance does Productivity & Unit Labour Costs, Q/Q ar (%) ource: U Bureau of Labor tatistics, as at eptember Past performance does U Annualised Trade Deficit, GDP (%) ources: U Census Bureau and U Bureau of Economic Analysis, as at June Past performance does not guarantee future results, and results may differ over future time periods. FRANKLIN TEMPLETON INVETMENT 7

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