ERKENNEN VON BIENENVERGIFTUNGEN

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1 ERKENNEN VON BIENENVERGIFTUNGEN

2 Die Grundproblematik Weitreichende Vergiftungsfälle in der Vergangenheit Grundproblem: Immer komplexer wirkende Pflanzenschutzmittel Zulassungskriterien nicht praxisgerecht Klassifizierungen B1- B4 sagen immer weniger aus Bienen fliegen in gefährliche Trachten (Mais etc.) Anbauflächen nehmen zu Immer weiter reichende, langfristigere Folgen von Vergiftungen Vergiftungen selbst nicht immer erkennbar

3 Phasen der Vergiftung 1 Unmittelbare Vergiftungserscheinungen 2 Nachgelagerte Auswirkungen 3 Spätfolgen im Folgejahr

4 Beispiel: Kontakt mit dem Mais Über den Pollen Wasserholerinnen (Guttationswasser) Bei Zulassung nicht berücksichtigt

5 Schlechte Landwirtschaftliche Praxis

6 Schlechte landwirtschaftliche Praxis Ohnehin unzulängliche Anwendungsvorschriften werden in der Praxis nicht beachtet Oftmals keine fachgerechte Anwendung Spritzen durch Lohnunternehmer zur falschen Zeit Mischung verschiedener Substanzen Spritzen in die Blüte Abdrift wird nicht vermieden

7 1. DIREKTE ANZEICHEN

8 Erste Vergiftungserscheinungen (1) Massenhaft tote Bienen vor den Beuten

9 Erste Vergiftungserscheinungen (2) Massenhaft tote Bienen vor den Beuten

10 Erste Vergiftungserscheinungen (3) Rausgestreckter Rüssel Zittern

11 2. SPÄTERE WIRKUNGEN

12 Vergleich geschädigte/intakte Brut Dunkel gefärbte Zelldeckel Streifiges Auftreten

13 Brutschäden Ausräumen geschädigter Brut Auffällige, dunkle Zelldeckel Verwechselung mit Varroa- Schäden

14 Brutschäden

15 Vergiftungsschäden Königinnenzucht Großer Teil einer Serie schlüpft nicht Missbildungen Verlängerte Entwicklungszeit

16 Schäden in der Königinnenzucht Fehlende/ missgebildete Flügel Speckiger Hinterleib

17 Missgebildete Bienen Bienen nicht voll ausgebildet Verwechslungsgefahr mit Varroaschäden

18 Fortlaufende Brutschäden Fortlaufende Brutschäden auch fünf Wochen nach der Vergiftung

19 Lückenhaftes Brutnest Auffallend lückenhaftes Brutnest

20 Brutschäden Ausgeräumte Brut vor dem Flugloch

21 FAZIT

22 Fazit Vergiftungen wirken in Phasen: Innerhalb des Volkes SOWIE auf dem Feld Kurz- und langfristig Zu unterscheiden Akute Vergiftungen Verzögerte Vergiftungen (Brutschäden, alter Pollen unter Winterfutter) Latente Vergiftungen durch subletale Dosen Pflanzenschutzmittel wirken immer komplexer Insb. spätere Vergiftungssymptome erkennen lernen Auf Vergiftungen vorbereitet sein JEDEN Verdacht melden - Untersuchungen sind kostenlos

23 Bei aller Kritik nicht vergessen: Imkerei und Landwirtschaft kann nur gemeinsam funktionieren, daher: Mit den Landwirten in s Gespräch kommen/bleiben Keine bloßen Schuldzuweisungen Sensibilisieren und erklären Erreichbar sein Im Flugbereich eigener Bienen so gut es geht Bescheid wissen

24 Probenahme

25 Beschreibung Probenahme (1) Fotos und Notizen machen (tote Bienen, Beute, beflogene Kulturen, etc.) Entnahme von Probenmaterial innerhalb von 24 Stunden Bei der Probenahme vermeiden: Verunreinigungen mit Erde, Gras usw. Probenentnahme an den Rändern vermeiden (Abdrift) Eine Bienenprobe muss etwa tote Bienen (Gewicht ca. 100 g) enthalten

26 Beschreibung Probenahme (2) Pflanzenprobe von allen Teilen der Kulturpflanzen (Blüten, Blätter) je etwa 100g (Handschuhwechsel nicht vergessen) Bienen- und Pflanzenproben kennzeichnen und sorgfältig voneinander getrennt verpacken Abfüllen der Proben in Gläser (z.b. Honiggläser), Alufolie und PE-Beutel Verderb des Materials vermeiden, unverzüglich verschicken oder tiefgefroren lagern

27 Bei Vergiftungsverdacht Proben sichern und an das JKI senden Anzeige bei Polizei und Pflanzenschutzdienst Meldung an Datenbank ( Julius Kühn-Institut Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen Messeweg Braunschweig Telefon: 0531 /

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