Zentrum für Selbständigkeit, ethnisches Gewerbe und Diversity GbR. Existenzgründungen durch Migranten, Abgeordnetenhaus Berlin,

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1 Zentrum für Selbständigkeit, ethnisches Gewerbe und Diversity GbR Existenzgründungen durch Migranten, Abgeordnetenhaus Berlin,

2 Ausgangslage in Berlin mehr als Bestandsunternehmen von Selbständigen mit Migrationshintergrund (IHK, HWK, eigene Berechnungen) ca. 50% der Gewerbeanmeldungen werden von dieser Personengruppe realisiert. Enorme Wachstumsdynamik und Motivation! Hohen Wachstumsraten, aber auch zum Teil vermeidbare hohe Konkurs- und Insolvenzraten! Saldo/Überschuss Gründungen deutlich positiv!

3 Situationsanalyse I Fehlen kaufmännischer Kenntnisse unzureichender Selbsteinschätzung mangelnde Vorbereitung, oft fehlender Businessplan wenig Informationen über Fördermöglichkeiten Unkenntnis über Risiken einer unternehmerischen Laufbahn wenig systemisches Wissen* bürokratische Hürden: Ermessensspielraum wird nicht ausgeschöpft restriktive institutionelle Rahmenbedingungen * Karin Weiss, Ethnische Ökonomie in der BRD und in Brandenburg

4 Situationsanalyse II Viele junge Unternehmen (< 5 Jahre) Relativ geringeres Nettoeinkommen Geringere Betriebsgröße Relativ hohe Imitationseffekte

5 Aktuelle Unterstützungsstrukturen projektgebunden, d.h. zeitlich befristet (max.1-2 J) nicht ganzheitlich (nur Organisation (ZIZ) oder Qualifizierung (BWK/IBB)) nicht prozessabdeckend (nur Orientierungsberatung) i.d.r. keine Reflektion der Zielgruppe beim Träger Beratungsmöglichkeiten divers, nicht abgestimmt Lokale Projekte (Neukölln, Spandau etc.) Diverse JobCenter Maßnahmen ESF bedingtes Auslaufen einiger Projekte in 2013 (ZIZ, KFW etc.)

6 Empfehlungen I Stabilisierung der Unternehmen durch: Institutionelle und qualifizierte Beratung Coaching Kredite (niederschwellig) Verbesserung der Rahmenbedingungen: Zugang zu Ressourcen schaffen Vernetzung stärken Vergaberecht ändern Strukturelle Benachteiligung reduzieren Echte Öffnung der Institutionen in allen Bereichen: (IHK, IBB, KFW, Agenturen etc.)

7 Empfehlungen II Einbettung der Unternehmen in etablierte Informationszirkel und institutionelle Förderstrukturen! Informationsveranstaltungen und Weiterbildungsangebote Imagekampagne für und mit ethnischen Unternehmen, Sensibilisierung / Qualifizierung der Verwaltung für Belange der ethnischen Unternehmen Stärkung der Standorte (Aufwertung) Kultur- und herkunftssensible Herangehensweise Nutzung vorhandener Netzwerke

8 Ergebnis / Konsequenz

9 1. Schritt: Zentrale Lotsenstelle -> Orientierungsberatung sollte: vernetzt mit den Selbstorganisationen vernetzt mit Regelinstitutionen (IHK, IBB, Wifö u.a.) die Sprache / Kultur der KundInnen verstehen (dt, tr, engl) Schnelles Reaktionsmanagement bieten Kopplung an ergänzende Fördermöglichkeiten kulturnah sein

10 2. Schritt: Aufbau Gründungszentrum EM Informationsveranstaltungen zum Thema Existenzgründung u. Unternehmensführung individuelle bzw. passgenau Einzelberatungen Informationen zu Finanzierungs- u. Fördermöglichkeiten Informationen zu Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten und Aufbau von Unternehmer/innen-Netzwerken muss bei Bedarf begleitend sein (One-Stop-Agency ) kann auch aufsuchend sein

11 Präsident IHK Berlin u. DIHK Dr. Eric Schweitzer: Rund 90% der Berliner Unternehmen türkischer Herkunft haben noch nie ein Service- oder Beratungsangebot der Wirtschaftsförderinstitutionen, der Kammern oder der Wirtschaftsverbände in Anspruch genommen

12 Ausblick Demographie (43% der Berliner <18 J. haben MH) EM ist Bestandteil des Ganzen In den USA werden 2/3 der innovativen start ups von EinwanderInnen gegründet. Deutschland muss für gebildete EinwanderInnen attraktiver sein! Einwanderung dauert an, steigend! Innovationspotential wird nicht ausgeschöpft Kulturelle und soziale Bereicherung durch EM

13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Zentrum für Selbständigkeit, ethnisches Gewerbe und Diversity GbR Cetin Sahin / Diplom Ökonom Tel.: 030 / Potsdamer Str. 69 / Berlin / 13

14 Gesellschafter SEGUD: Gönül Nar Business Coaching (Dipl. Pädagogin, Diplombetriebswirtin, gelistet bei KfW, testiert durch LONEX). GUWBI e.v., Gesellschaft für Urbane Wirtschaft, Beschäftigung und Integration e.v. Günel Consulting (Dipl. Wirtschaftsingenieur, gelistet bei KfW, BAFA, testiert durch LONEX), Sahin Beratung (Dipl. Ökonom, gelistet bei KfW, BAFA, testiert durch LONEX).

15 Intercultural City The Intercultural City does not simply cope with diversity but uses it as a source of dynamism, innovation, creativity and growth. It accepts diversity as a norm and helps people from all groups minorities as well as the majority benefit from it. Quelle: Council of Europe, The Intercultural City, what it is and how to make it work

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