Mile Widziany! Herzlich willkommen!

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1 Möglichkeiten, Unternehmensformen und Förderung in Brandenburg Mile Widziany! Herzlich willkommen! 1

2 AGENDA 1. Wege in die Selbständigkeit 2. Businessplanung 3. Formalitäten 4. Förderung und Finanzierung 5. Zusammenfassung 2

3 Wege in die Selbständigkeit Neugründung Umsetzen eigener Ideen Nachfolge Übernahme oder Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen (www.nexxt-change.org) Franchising Gründen nach einem erprobten Unternehmenskonzept gegen Gebühr 3

4 Wege in die Selbständigkeit gewerbetreibend Handwerk Freiberufler 4

5 Gewerberecht Erlaubnis- und Meldepflicht 1 der Gewerbeordnung (GWO) sagt aus: Der Betrieb eines Gewerbes ist jedermann gestattet, soweit nicht durch dieses Gesetz Ausnahmen oder Beschränkungen vorgeschrieben oder zugelassen sind regeln, welche Gewerbe einer Erlaubnispflicht unterliegen (Spielbanken, Bewachungsgewerbe, Pfandleihe, Versteigerer, Makler/ Bauträger, Versicherungsvermittler...) 38.. regelt die überwachungsbedürftigen Gewerbe (An- und Verkauf hochwertiger Konsumgüter, Altmetalle, Reisebüros, Eheanbahnung...) 5

6 Gewerberecht Erlaubnis- und Meldepflicht Eine Anmeldung in diesen Branchen setzt ggf. voraus: Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (keine Vorstrafen, keine Insolvenzverschleppung) Nachweis der fachlichen Eignung (Sach- und/oder Fachkundenachweise) Nachweis der Erlaubnis (zum Beispiel Konzessionen bei Spielhallen oder Registrierung im Vermittlerregister bei Versicherungsvermittlern) Nachweis finanzieller Sicherheiten (zum Beispiel im Güterverkehr oder Bewachungsgewerbe) 6

7 Freiberufler oder Gewerbetreibender Weitere rechtliche Einschränkungen Gewerbetreibende sind alle Selbstständigen, die keine Freiberufler und nicht in der Land-, Forst- und Urproduktion tätig sind ( 6 GewO) Freiberufler ( 18 EStG) in selbständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeiten (Tätigkeitsberufe) in den sogenannten Katalogberufe wie Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte, Beratungsunternehmen (nicht bei GmbH) in den Katalogberufen ähnlichen Berufe (Analogberufe), wie Baustatiker, Ambulante Krankenpflege, Designer unterliegen nicht der Gewerbeordnung 7

8 Handwerksordnung Weitere rechtliche Einschränkungen selbständigen gewerbliche Ausübung einer handwerklichen Tätigkeit setzt die Eintragung in die Handwerksrolle Abteilung A zulassungspflichtig Meisterprüfung (Maurer, Maler, Installateur, Elektrotechniker, Bäcker ) Abteilung B1 zulassungsfrei e Handwerke (Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, Raumausstatter ) Abteilung B2 handwerksähnliche Gewerbe (Bodenleger, Holz- und Bautenschutz, Einbau genormter Baufertigkeiten, Änderungsschneider ) 8

9 AGENDA 1. Wege in die Selbständigkeit 2. Businessplanung 3. Formalitäten 4. Förderung und Finanzierung 5. Zusammenfassung 9

10 Businessplanung Der Businessplan Eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens Für: 1. den Gründer 2. Eigenkapitalgeber 3. Banken 4. Geschäftspartner 5. Grundlage für Stellungnahmen 10

11 Businessplanung 2 Ansätze Businessplan Schriftliches Dokument, das die Realisierungsstrategie der Unternehmensziele mit allen wesentlichen Voraussetzungen, Planungen und Maßnahmen in einem Zeithorizont von drei bis fünf Jahren darstellt. Business Modell Canvas Konzept mit deren Hilfe Geschäftsmodelle beschrieben, visualisiert bewertet und Veränderungen aufgezeigt werden. Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nachdem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst. 11

12 Businessplan Gliederung I Deckblatt Unternehmen und Gründer, Kontaktdaten, Gründungstermin Zusammenfassung Kurzaussagen zu Unternehmen und Gründer, Kurzdarstellung von Produkten/Leistungen, Alleinstellungsmerkmal, Zielgruppe, Markt, Gesamtkapital, zeitlicher Rahmen Geschäftsidee Genaue Beschreibung der Geschäftsidee kurz- und langfristige Unternehmensziele Produkte und Leistungen Genaue Beschreibung der Produkte und Leistungen Marktübersicht Kunden, Konkurrenz, Standort 12

13 Businessplan Gliederung II Marketing Produkt, Preis, Vertrieb, Werbung Unternehmensorganisation Gründerperson: Organisationsform? Qualifikationen? Erfahrungen? Zulassungen? Branchenkenntnisse? Kaufmännisches Wissen? Rechtsform: Welche? Warum?, Organisation: Wer macht was? Controlling?, Mitarbeiter: Wie viele? Wann? Kenntnisse, Qualifikation? Chancen und Risiken Mögliche Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Unternehmens Planungsrechnung Investitionen, Finanzierungsplan, Umsatz, Rentabilität, Liquidität Unterlagen Lebenslauf/beruflicher Werdegang, Zeugnisse, Vertragsentwürfe, Analysen, Tragfähigkeitsprüfung 13

14 Businessplan Erstellung Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplans! 14

15 Businessplan - Business Modell Canvas 15

16 AGENDA 1. Wege in die Selbständigkeit 2. Businessplanung 3. Formalitäten 4. Förderung und Finanzierung 5. Zusammenfassung 16

17 Wahl der Rechtsform Rechtsform definiert gesetzlichen Rahmen der unternehmerische Tätigkeit (BGB, HGB, GmbH-Gesetz) Haftung Möglichkeiten der Geschäftsführung Beteiligung an Gewinn und Verlust Anforderungen an die Rechnungs- und Bilanzregelung Auflagen für den Firmennamen steuerliche Belange (Gewerbesteuer, Bilanzierungspflicht etc. ) 17

18 Rechtsformen in Deutschland Einzelunternehmen Personengesellschaften Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaft (OHG), Kommanditgesellschaft (KG) Kapitalgesellschaften Sonstige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Unternehmergesellschaft (UG) Aktiengesellschaft (AG) Mischformen (GmbH & Co. KG, KGaA) Stiftungen, etc. 18

19 Unternehmen nach zusammengefasster Rechtsformen in D 19

20 Wahl des Firmennamens Einzelunternehmen / Einzelfirma Vor- und Zuname des Inhabers, Sach- oder Fantasie-Bezeichnungen bei Einzelkaufleuten im HRG: eingetragener Kaufmann e.k. Personengesellschaften Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Vor- und Zunamen der Gesellschafter + GbR, ohne HR-Eintrag Kapitalgesellschaften Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Unternehmergesellschaft haftungsbeschänkt Fantasie-Bezeichnung üblich, klare Abgrenzung zu anderen Firmennamen, Prüfung durch IHK vor Eintragung ins Handelsregister (IHK nimmt Stellung) 22

21 Anmeldung beim Gewerbeamt erfordert: Personalausweis oder Reisepass ggf. Erlaubnis (z.b. Makler) Handwerkerkarte Vorlage gewerberechtlicher Genehmigungen (Sach- und Fachkundenachweis) Handelsregistereintrag Zu informieren sind weiterhin: Finanzamt (Steuernummer), Berufsunfallkasse, Krankenkasse Agentur für Arbeit 23

22 Beschäftigung von Arbeitnehmern Betriebsnummer von der zuständigen Agentur für Arbeit einholen Führung von Lohn- und Gehaltskonten (auch für mitarbeitende Familienangehörige) Abführung der Sozialversicherungsbeiträge Meldung zur Berufsgenossenschaft binnen einer Woche verschiedene Formen der Beschäftigung: Vollzeit/Teilzeit, befristet /unbefristet geringfügige Beschäftigung (bis 450 ) Gleitzone (451 bis 850 ) Zeitarbeit gesetzlicher Mindestlohn 8,50 seit Infoveranstaltung für Existenzgründer 24

23 AGENDA 1. Wege in die Selbständigkeit 2. Businessplanung 3. Formalitäten 4. Förderung und Finanzierung 5. Zusammenfassung 25

24 Förderung und Finanzierung - Finanzierungsquellen Eigenkapital und verfügbare Kapitalanlagen Kredite durch Verwandte oder Bekannte crowdsourcing Vorhandene Sachmittel (Büro, Computer, Fahrzeug) Nutzung von Förderprogrammen: Zuschüsse, Kredite, Bürgschaften, Beratungshilfen Berücksichtigung steuerlicher Förderungen: Abschreibungen Bankdarlehen 26

25 Förderung und Finanzierung Hausbankprinzip Grundsätzlich gilt in Deutschland das Hausbankprinzip. Das heißt dass der Zugang eines Unternehmers zu einer Gründungs-, Wachstums- oder sogar Brückenfinanzierung in der Regel über die Hausbanken, d.h. über Banken, Sparkassen oder auch Genossenschaftsbanken erfolgt. 27

26 Förderung und Finanzierung Arten der Förderung Beratungskosten Weiterbildung Bürgschaften zinsverbilligte Darlehen tilgungsfreie Darlehenslaufzeiten Investitionszuschüsse Beteiligungskapital Markterschließung Personalkosten Soziale Absicherung des Unternehmers Steuerliche Förderung Forschung und Entwicklung 28

27 Förderung und Finanzierung Förderfibel Übersicht über die aktuellen Fördermöglichkeiten bietet die Förderfibel: 29

28 AGENDA 1. Wege in die Selbständigkeit 2. Businessplanung 3. Formalitäten 4. Förderung und Finanzierung 5. Zusammenfassung 30

29 Zusammenfassung weitere Schritte 1. Businessplanung beginnen mit der Vorhabensbeschreibung, Zeitplan und Finanzbedarf 2. vereinbaren eines persönlichen Beratungsgesprächs bei: Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Rentenversicherung Arbeitsagentur Krankenversicherung Nutzung weiterer Hilfen bei der Businessplanerstellung: Gründungswerkstatt Berlin-Brandenburg Businessplanwettbewerb Berlin- Brandenburg 31

30 Ihre Ansprechpartner IHK Ostbrandenburg, Existenzgründunge & Unternehmensförderung Existenzgründungsberatung, Krisenmanagement Beratung zu Finanzierung und Fördermöglichkeiten, Bearbeitung von Förderanträgen gewerberechtliche Stellungnahmen Uta Häusler Telefon Raum 2. A 33 Teamleiterin, Schwerpunkt: Handel Sylvia Lehmann Telefon Raum 2. A 31 Schwerpunkte: Versicherungsvermittler, Handelsvertreter Christian Wolf Telefon Raum 2. A 30 Schwerpunkte: Industrie, produktionsnahe Dienstleistungen Annett Schubert Telefon Raum 2. A 32 Schwerpunkt: Dienstleistungen Manuela Neumann Telefon Geschäftsstelle Rüdersdorf Schwerpunkt: Tourismus und Gastgewerbe 32

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