Erfolgreich in die Selbständigkeit. Fragen und Anregungen adressieren Sie bitte an

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1 Erfolgreich in die Selbständigkeit Fragen und Anregungen adressieren Sie bitte an

2 Kernthemen der Gründerberatung Bin ich ein Unternehmer-Typ? Freiberufler oder Gewerbetreibender? Woher kommt die zündende Geschäftsidee? Berater, Experten und öffentliche Anlaufstellen Der Geschäftsplan nur ein notwendiges Übel? Finanzierung und Förderprogramme Rechtsformen und Versicherungen Und schließlich die konkrete Umsetzung 2

3 Der Unternehmer Persönliche Eigenschaften und Potenziale z.b. Kreativität, Gesundheit, Ausdauer, Begeisterungs- Fähigkeit, Risikofreudigkeit Persönliche Anforderungen z.b. arbeiten Sie lieber im Team oder allein, können Sie sich/ihr Unternehmen Verkaufen oder brauchen Sie hier Unterstützung? Unternehmer die zentrale Frage lautet nicht, ob Sie ein Unternehmertyp sind, sondern was für ein Unternehmertyp Sie sind. Fachliche Fähigkeiten Kenntnisse Erfahrungen z.b. was aus Ihrer bisherigen Laufbahn kann einfließen, was müssen Sie sich neu aneignen? Anforderungen Ihrer Aufgabe und Rolle im Unternehmen z.b. sind Sie Geschäftsführer, Mitarbeiter oder übernehmen Sie alle Aufgagen in Personal- Union? Anforderungen Ihres Marktes z.b. welch ein Typ kommt in Ihrer Branche an? Anforderungen aus Ihrem privaten Umfeld z.b. Familie, wirtschaftliche Rahmenbedingungen 3 ipp: Nutzen neben Gesprächen mit Ihrem Berater, die Möglichkeit von Persönlichkeits- und Potenzialanalyse

4 Der teure Unterschied Freiberufler oder Gewerbetreibender? Freiberufler sind Heilberufe Rechts-u. wirtschaftsberatende Berufe Technisch-wissenschaftliche Berufe Medienberufe Solche Berufe, die diesen Katalogberufen ähnlich sind, z.b. Logopäden, Hebammen, Unternehmensberater, EDV- Berater Die wesentlichen Vorteile auf einen Blick: die jährliche Einnahmenüberschussrechnung ist einfacher und meist ohne Steuerberater zu erstellen Sie zahlen keine Gewerbesteuer Sie können sich unabhängig vom Jahresumsatz für die Ist- Besteuerung entscheiden, d.h. die Umsatzsteuer ist erst dann fällig, wenn Ihr Kunde gezahlt hat Tipp: Melden Sie nicht automatisch ein Gewerbe an. Der Schritt zurück ist nicht so einfach. 4

5 Gewerbliche Tätigkeiten Vollständige Neugründung >damit bleiben alle Rechte und Pflichten bei Ihnen< Tipp 1: Machen Sie Kosten geltend, die bereits vor der Unternehmensgründung anfallen, z.b. für Fortbildung. Wichtig ist es, hierfür entsprechende Belege/Bestätigungen aufzuheben Tipp 2: Melden Sie Ihr Unternehmen nicht vor Beantragung entsprechender Fördergelder an (z.b. Überbrückungsgeld, gilt auch für Freiberufler) Franchising >für viele ein schneller und unkomplizierter Einstieg in die Selbständigkeit< Franchising beruht auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens. Franchise Nehmer erhält: - Eingeführte Marke/Produkt - Bewährte Vertriebsstrategie - Zentrales Marketing - Gute Einkaufskonditionen - Beratung, Training Franchise Nehmer gibt: - Notwendiges Startkapital - Meist monatliche Gebühr - Engagement u. Initiative - Repräsentation des Franchise- Nachfolge/ Unternehmenskauf >nur jedes 2. Unternehmen wird in die Hände der Kinder übergeben eine Chance für Ihre Selbständigkeit< Im Gegensatz zu Neugründungen Gilt es bei Übergaben eingefahren Strukturen, fertig entwickelte Produkte und möglicherweise auch Mitarbeiter zu über- Nehmen. Tausende kleine Familienunternehmen suchen in den nächsten Jahren aus gesundheitlichen oder Altersgründen neue Inhaber 5

6 Franchising Bevor Sie sich entscheiden prüfen Sie ob der Franchisegeber Transparenz über seine eigenen Geschäftsverhältnisse bietet Mitglied in einem Fachverband ist (DFV) schon länger im Geschäft ist marktübliche Franchise- Gebühren verlangt Referenzen und erfolgreiche Pilotprojekte vorweisen kann offen für kritische Fragen ist Wichtige Adressen: Deutscher Franchiseverband e. V. Luisenstraße Berlin Tel. 030 / Fax 030 / Mail: Web:

7 Die Geschäftsidee Voraussetzungen des Gründers z.b. Kenntnisse, familiäre u. finanzielle Situation, persönliche Eignung Voraussetzungen des Marktes + + z.b. Wachstumsmarkt, boomende Marktnische, Wachsen gegen den Trend Voraussetzungen des Standorts z.b. Kundennähe, Flughafennähe, Gewerbegebiete, Stadtmitte, regionale Besonderheiten Oft reicht eine gute Idee allein nicht aus! Sie muss an der Realität des Gründers, des Marktes und des Standorts geprüft werden. Tipp: der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG bietet in Ihrer Veröffentlichung Die Geschäftsidee praxiserprobte und weltweit recherchierte Ideen 7

8 Ihr Team Berater/Coach: koordiniert mit Ihnen den Gesamtprozess und hilft den Blick fürs Wesentliche zu behalten, unterstützt und berät Sie persönlich, z.b. bei Themen wie Work-Life Integration, Ihrer spezifischen Aufgabenbewältigung als Unternehmer und Zeitmanagement, arbeitet mit Ihnen am Geschäftsplan und an dessen Umsetzung. Berät und unterstützt in der Anlaufphase Ihrer Selbständigkeit, hilft Hürden zu überwinden. Bei spezifische Fragestellungen sprechen Sie mit Spezialisten Steuerberater Hilft u.a. bei der Auswahl der geeigneten Rechtsform z.b. IHK, BDU, DIHT, Internetforen,.. 8 Versicherungsmakler Findet mit Ihnen den optimalen Versicherungsmix Notar u. Anwalt Berät zu Rechtsfragen, meldet beim Handels- Register an Bank u. Geldgeber Klären über Förderprogramme auf, helfen bei Finanzierungsfragen Öffentliche Stellen z.b. Agentur für Arbeit (Überbrückungsgeld u. ICH-AG) Finanzamt, Gewerbeamt Kammern, Verbände, Netzwerke, Branchen- Kontakte

9 Businessplan Muss das denn sein? Der Businessplan ist nicht nur ein notwendiges Übel zum Erhalt des Überbrückungsgeldes sowie notwendiger Finanzierungs- und Fördermittel. Er zwingt den Gründer beim Niederschreiben seine Gründeridee von Anfang bis zum Ende zu durchdenken. Es gibt viele Möglichkeiten einen Geschäftsplan zu gestalten und es gibt eine ganze Reihe von Internetseiten, die hier Unterstützung bieten. Die Google-Suche bringt mehrere hundert Treffer, z.b Vorlagen sind hilfreich und geben Anhaltspunkte. Verlieren Sie sich jedoch nicht im korrekten Ausfüllen der Vorlage. Passen Sie den Geschäftsplan an Ihre konkrete Situation an und füllen Sie den Plan mit Leben. Unabdingbar ist es den Geschäftsplan entweder mit Ihrem Berater oder einem anderen neutralen Ratgeber durchzusprechen. So kommen Sie Ungereimtheiten und Lücken auf die Spur. Zudem ist dies eine gute Übung für anstehende Gespräche mit Banken oder anderen Geldgebern. 9

10 Was gehört in den Geschäftsplan? Wichtige Bausteine Executive Summary Produkt/Dienstleistung Gründerteam Marktanalyse Marketing Chancen und Risiken Unternehmen u. Organisation Finanzplanung Anhang Häufige Fehler Kundennutzen bleibt unklar Business Plan ist zu lang, zu viel Text, zu wenig Grafik Plan ist nicht knackig, zu viele Details Es sind Fehler enthalten Zu viel Optimismus, Risikoabschätzung nicht oder unzureichend gemacht Plan ist zu ungenau, z.b. bei Marktanalyse Plan wurde zu spät begonnen (das Schreiben ist nicht die Hauptarbeit sondern die unternehmerischen Hausaufgagen vorher) 10

11 Gründerwettbewerbe Wenn die ersten Überlegungen zur Unternehmensgründung stehen und Sie sich an den Geschäftsplan setzen, kann sich eine Teilnahme an einem Gründerwettbewerb lohnen! Neben Preisgeldern gibt es auch oft weitere Unterstützung beim Aufbau der Neugründung. Tipp: besuchen Sie auch Gründerportale Überblick über einige Wettbewerbe nach Zielgruppen Start2grow bundesweit, branchenunabhängit, Preisgeld EUR Science4Life bundesweit, für Gründer der Branchen Life Sciences und Chemie, Preisgeld EUR BPW-Nordbayern GmbH Nordbayern, Preisgelde EUR BPW-Berlin-Brandenburg Berlin und Brandenburg, Preisgeld EUR Münchner Business Plan Wettbewerb München, High-Tech- Gründer, Preisgeld EUR Start Up Deutscher Gründerpreis Berlin Idee Förderpreis nur für Frauen, Preisgeld EUR Gründerwettbewerb Multimedia Multimedia Branche, Preisgeld EUR Start Up Wettbewerb, alle Branchen auch Nachfolge, Preisgelder unterschiedlich nach Region 11

12 Die passende Finanzierung Es gibt viele Möglichkeiten zu unterschiedlichen Kosten und Konditionen Eigenkapital Bankkredit Fördermittel Leasing Venture Capital Business Angels Mezzanine-Kapital (Mischform aus Kredit und Eigenkapital) Stille Beteiligung Genussscheine Nachrangdarlehen Finanzierung muss sowohl zu Ihrem Unternehmen als auch zu Ihrer persönlichen Situation passen. Entscheidung nie ohne Steuerberater treffen! 12

13 Förderprogramme Neben bekannten öffentlichen Fördermitteln, z.b. Überbrückungsgeld gibt es eine Vielzahl von Fördertöpfen der Länder, des Bundes und der EU. Nahezu 1500 Förderprogramme stehen zur Verfügung. Man kann sich selbst auf den Weg durch den Dschungel machen und z.b. bei IHK, Banken und Internet mit der Suche beginnen. Mittlerweile gibt es auch Anbieter, wie z.b. die MMVg Management Medien Verlagsgesellschaft, die gegen Bezahlung einen Fördermittelcheck durchführt. (Fragebogen unter ). 13

14 Welche Rechtsform? Die Wahl der passenden Rechtsform muss sowohl zu Ihnen persönlich als auch zu Ihrem Unternehmen passen. Drei Aspekte stehen im Vordergrund: Haftung gegenüber Gläubigern Kreditwürdigkeit Steuern Entscheidung immer mit Steuerberater und bei Bedarf sogar mit Rechtsanwalt treffen! Nationale Rechtsformen sind zum Beispiel: GmbH, OHG, KG, GmbH&CoKG, PartG, Einzelunternehmen, Ich-AG, AG, GbR, Stille Beteiligung Der europäische Markt eröffnet neue Möglichkeiten, zum Beispiel Limited oder Limited & CoKG 14

15 Wie versichern? Als Faustregel gilt Tragbare Risiken können versichert werden Existenzgefährdende Risiken sollten versichert werden Existenzzerstörende Risiken müssen versichert werden Das eigentliche Unternehmer-Risiko ist nicht versicherbar! Sprechen Sie auch mit Leitern ähnlich gelagerter Unternehmen, holen Sie sich Referenzen ein, z.b. beim Bunddesverband der Versicherungsmakler Unternehmen: Unternehmer: Betriebs-Haftpflicht Anlagenversicherung Fahrzeugversicherung Diebstahl-, Einbruch-, Raubversicherung Versicherung gegen Betriebsunterbrechung Rentenversicherung/Altersvorsorge privat, fondsgebunden, Rürup Kranken- u. Pflegeversicherung Unfallversicherung private Haftpflichtversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Risiko-Lebensversicherung 15

16 Gründungsfahrplan Analysieren/ Informieren Planen/ Vorbereiten Durchstarten/ Umsetzen Kontrollieren/ Steuern Risikobereitschaft Persönliche Situation Formen der Selbständigkeit Geschäftsidee Marktanalyse Standort Geschäftsplan Finanzierungsplan Rechtsform Organisationsplan Versicherungen Kapitalsicherung Fördermittel Umsetzungsplan Selbständigkeit anmelden (Finanzamt/Gewerbeamt) Geschäftsräume Lieferanten Marketingkonzept Akquise Außenauftritt/ Werbung Eröffnung bekanntgeben Regelmäßig Geschäftserfolge messen Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit kontrollieren Unternehmerische Entscheidungen treffen 16

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