Gesundheit im Alter: Welche Rolle spielen Funktionseinschränkungen?

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1 Gesundheit im Alter: Welche Rolle spielen Funktionseinschränkungen? Judith Fuchs Markus Busch Christa Scheidt-Nave DEGS-Symposium Fuchs

2 Selbsteinschätzung der Gesundheit Prozentuale Anteile von Personen, die ihre Gesundheit in BGS98 und DEGS1 als sehr gut oder gut einschätzen 100% 90% 80% BGS98 DEGS1 70% 60% Prozent 50% 40% 30% 20% 10% 0% unter Jahre DEGS-Symposium Fuchs 2

3 Aspekte der Gesundheit im Alter Subjektive Gesundheit Fehlen von Erkrankungen und körperlichen Einbußen Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit Umgang mit eingetretenen Erkrankungen Lebenszufriedenheit Selbstständigkeit und Selbstbestimmung in der Lebensführung DEGS-Symposium Fuchs 3

4 Erfasste Aspekte in DEGS1 Alle Zusätzlich für Personen ab 65 Jahren Subjektive Gesundheit, Lebensqualität Erkrankungen, Beschwerden Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit Selbstständigkeit und Selbstbestimmung in der Lebensführung Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen x x x x x Stürze/Sturzangst Knochenbrüche Funktionstests Pflege/ Unterstützungsbedarf Wohnort (Privathaushalt, Einrichtung) DEGS-Symposium Fuchs 4

5 Ältere Teilnehmende in DEGS1 Frauen Männer Altersgruppe Untersucht und befragt Nur befragt Gesamt Jahre Jahre Jahre Gesamt Jahre Jahre Jahre Gesamt Gesamt Frauen Jahre Männer Jahre DEGS-Symposium Fuchs 5

6 Eingesetzte Tests in DEGS1 Messung der isometrischen Greifkraft: Handkraft Timed-Up & Go-Test: Mobilität Chair-Rise-Test: Beinkraft Balancetests: Erfassung des statischen Gleichgewichts Zahlen-Symbol-Test: Messung zur Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit DEGS-Symposium Fuchs 6

7 Isometrische Greifkraftmessung Verwendetes Messgerät: Smedley, S Dynamometer, Scandirect, Denmark, 100 kg, jeweils zwei Messungen rechts und links DEGS-Symposium Fuchs 7

8 Greifkraft Stärke des Händedrucks für viele alltägliche Funktionen bedeutsam, z.b. Hochziehen des Körpers Halten schwerer Gegenstände Objektives allgemeines Gesundheitsmaß im Querschnitt und prognostischer Faktor für Behinderung und Gebrechlichkeit akute Ereignisse Verlust der unabhängigen Lebensführung Sterblichkeit DEGS-Symposium Fuchs 8

9 Teilnahme am Greifkraft-Test Teilnahme möglich n = Greifkraft-Test durchgeführt 96,1% n = Greifkraft-Test nicht durchführbar 3,9% n = 56 Häufige Gründe: Starke Schmerzen (21) Testrelevante Erkrankung (13) Akute Entzündung/ Schwellung (5) DEGS-Symposium Fuchs 9

10 Maximale Greifkraft (Mittelwerte) Maximale Greifkraft in kg Männer Frauen * 85-89* Jahre * nicht repräsentativ, da nur erneut Teilnehmende aus BGS98 DEGS-Symposium Fuchs 10

11 Maximale Greifkraft (Mittelwerte) nach Altersgruppe, Geschlecht und Körpergröße Maximale Greifkraft in kg < und mehr Körpergröße in cm Männer J. Männer J. Männer J. Frauen J. Frauen J. Frauen J. DEGS-Symposium Fuchs 11

12 Durchführung des Timed-Up & Go-Test (TUG) Durchführung nach Podsiadlo & Richardson 1991 DEGS-Symposium Fuchs 12

13 Timed-Up & Go-Test (TUG) Test zur Messung der Gehfähigkeit und zur Erfassung von funktioneller Mobilität (Gehgeschwindigkeit unter Alltagsbedingungen) und Hinweis auf Mobilitätseinschränkungen Bei älteren Personen: Gangstörungen im Sinne von funktioneller Einschränkung Prädiktor für Stürze DEGS-Symposium Fuchs 13

14 Teilnahme am TUG-Test Teilnahme möglich n = TUG durchgeführt 98,2% (n = 1.795) TUG nicht durchführbar 1,8% (n = 34) Häufige Gründe: Nicht gehfähig (9) Testrelevante Erkrankung (7) Blind/nahezu blind (2) DEGS-Symposium Fuchs 14

15 Benötigte Zeit für den TUG-Test Sekunden ,7 10,3 10,5 11,0 11,4 12,0 12,5 14,3 13,8 18, * 85-89* Jahre Männer Frauen * nicht repräsentativ, da nur erneut Teilnehmende aus BGS98 DEGS-Symposium Fuchs 15

16 Mobilitätseinschränkungen nach TUG 100% 90% 80% 38,6% 70% 60% 47,5% 58,2% 49,4% 60,0% 66,6% 52,7% Bis 10 Sekunden: völlig uneingeschränkt Sekunden: weniger mobil, aber noch uneingeschränkt 50% 20 Sekunden und mehr: eingeschränkte Mobilität 40% wegen Einschränkung nicht teilnahmefähig 30% 20% 10% 59,6% 47,5% 36,7% 47,5% 37,6% 25,0% 43,3% 0% Männer Frauen Gesamt DEGS-Symposium Fuchs 16

17 Zusammenfassung Funktionsfähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab Geplante Analysen Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen, Behinderung im Alltag und Funktionseinschränkungen Zusammenhang mit Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen Berechnung von Referenzverteilungen für Deutschland Basiserhebung für Längsschnittauswertungen, z.b. zur Ermittlung des Risikos für Stürze, Demenz oder Krankenhauseinweisungen aufgrund von Funktionseinschränkungen DEGS-Symposium Fuchs 17

18 Ausblick Ausbau des Gesundheitsmonitorings für Ältere Umfassende Einschätzung der gesundheitlichen Potenziale für gesundes Älterwerden Ableiten zielgruppenspezifischer Präventionsmaßnahmen Beitrag zum Nationalen Gesundheitsziel Gesund älter werden DEGS-Symposium Fuchs 18

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Korrespondenz: DEGS-Symposium Fuchs

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