Jahresbericht 2007 der Bayerischen Versorgungskammer

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1 Jahresbericht 2007

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3 Jahresbericht 2007 der Bayerischen Versorgungskammer JAHRESBERICHT

4 Impressum Herausgeber: Bayerische Versorgungskammer Denninger Straße München Tel.: (089) Fax: (089) Konzeption und Redaktion: Susanne Obermaier Tel.: (089) Stefan Müller Tel.: (089) Petra Stessun Tel.: (089) Gestaltung: Steinlein Werbeagentur GmbH Am Anger Wörthsee Druck: Color-Offset GmbH Geretsrieder Str München Anmerkung: Alle im Inhalt erwähnten Personen tragen Titel- und Funktionsbezeichnungen, die sie im Jahr 2007 inne hatten. 2 JAHRESBERICHT 2007

5 Liebe Leserin, lieber Leser, die Funktionsfähigkeit eines Systems lässt sich am besten dann abschätzen, wenn es sich in Krisenzeiten bewährt und darüber hinaus auch in der Lage ist, sich an wechselnde Anforderungen anzupassen. Insoweit hatten die bei der Bayerischen Versorgungskammer verwalteten Systeme der Altersversorgung, die in besonderer Weise auf Nachhaltigkeit und Vertrauen bauen, im zurückliegenden Jahr 2007 zahlreiche Gelegenheiten, ihre Solidität, aber auch ihre Flexibilität in Zeiten sich ändernder Rahmenbedingungen zu beweisen. Ein Beispiel dafür war die bereits im August beginnende Subprime-Krise, die noch immer erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Kapital- und Finanzmärkte hat. Hier bewährte sich die vorsichtige und risikoorientierte Anlagestrategie der Versorgungskammer, die in diesem Segment nicht investiert. Auch den mittelbaren Folgen dieser Krise konnten wir mit dem Ausbau der Diversifikationsstrategie u. a. durch Erschließen alternativer Anlagesegmente weitgehend vorbeugen. Die breite Streuung und Diversifizierung der Kapitalanlagen sorgt in Extremsituationen für einen positiven Ausgleichs- und Dämpfungseffekt. So konnten mit alternativen Anlagen Renditen in einer Höhe erzielt werden, die wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase im festverzinslichen Bereich, dem Hauptanlagesegment der Versorgungseinrichtungen, zurzeit nicht denkbar sind. Im Jahr 2007 erhielt die Bayerische Versorgungskammer daher auch einmal mehr eine Auszeichnung für ihr Kapitalanlagemanagement, diesmal für ihre Anlage in Rohstoffe als Best Commodities Investment in Europe. Die Bayerische Versorgungskammer lebt von dem Vertrauen und der Zufriedenheit ihrer Mitglieder und Versicherten; so ist es nicht nur unser Anliegen, eine sichere Versorgung mit hoher Rendite zu gewährleisten, sondern auch im Alltagsbetrieb Transparenz und Kommunikation sicherzustellen und, wo es geht, noch zu verbessern. Nachdem die Übertragung der EDV-Anwendungen der Bayerischen Versorgungskammer auf eine neue, zukunftsfähige Plattform im Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurden nunmehr erste Überlegungen für die Einführung eines Mitglieder-Online-Portals angestellt und ein Pilotprojekt bei der Bayerischen Ärzteversorgung gestartet; das Mitglieder-Online-Portal wird den Versicherten und Leistungsempfängern einen neuen Kommunikationsweg in allen Fragen ihrer persönlichen Altersversorgung eröffnen; zum einen soll es sämtliche Informationen aus dem Versichertenverhältnis, zum anderen zahlreiche Simulationsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, so dass unsere Versicherten sich jederzeit ein genaues Bild über ihre Altersversorgung und mögliche freiwillige Mehrzahlungen und deren Auswirkung machen können. Implementiert wird das Portal zunächst für die Bayerische Ärzteversorgung im Jahr Darüber hinaus wurde im Bereich der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden und des Bayerischen Versorgungsverbands ein Konzept zur Marketing- und Vertriebsoptimierung entwickelt, das die Kommunikation mit den Kunden verbessern und intensivieren soll. Unser Ziel ist es dabei, für unsere Mitglieder und Versicherten das Optimum an Altersversorgung zu gewährleisten und davon unsere Mitglieder und Versicherten auch zu überzeugen. Dass wir auch im Jahr 2008 wieder auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken können, ist in erster Linie auf ein erfolgreiches Teamspiel zurückzuführen. Zu danken ist dabei zu einem guten Teil den Selbstverwaltungsgremien, die in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung den Erfolg begleitet haben, zum anderen Teil aber vor allem dem unermüdlichen Leistungswillen und Engagement jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters. Dieser Einsatz sowohl bei der Bewältigung der Kernaufgaben als auch beim Anpacken und Umsetzen von Zukunftsprojekten ermöglicht es der Versorgungskammer, die Geschäfte in guter Tradition und mit Blick in eine sichere Zukunft nachhaltig zu führen und das Vertrauen der Versicherten und Mitglieder in die Solidität und Flexibilität ihres Altersversorgungssystems zu bestätigen. Lothar Panzer Daniel Just Reinhard Graf Gerhard Raukuttis Reinhard Dehlinger JAHRESBERICHT

6 Inhalt Vorwort Seite 3 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund 2007 ein Geschäftsjahr mit respektablen Ergebnissen 6 Vorstandsmitglied Reinhard Dehlinger im Interview 13 Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zur Altersvorsorge in Deutschland 14 Kammerrat geht in die dritte Amtszeit 16 Vorstandsvorsitzender Lothar Panzer feiert 60. Geburtstag 18 Innenstaatssekretär Georg Schmid zu Besuch 19 Bundestagsabgeordneter Max Straubinger in der BVK 20 Aktualisierung der Rechtsgrundlagen für Aufsicht und Rechnungslegung 21 AKA e.v. baut Geschäftsführung in München weiter aus 22 Die BVK zukunftssicher, bedarfsgerecht, kundenorientiert Rekordbeitrag zur Bayerischen Ärzteversorgung 23 Pluspunktrente noch attraktiver 24 Internetportal für Mitglieder der Versorgungswerke der BVK 25 Marketing- und Vertriebsoptimierung bei der Zusatzversorgungskasse und dem Bayerischen Versorgungsverband 26 Die BVK optimale Rendite mit Sicherheit Ausgezeichnete Kapitalanlage 27 Anteil Alternativer Investments bei der BVK wächst 28 Stark umkämpfter Gewerbeimmobilienmarkt 30 4 JAHRESBERICHT 2007

7 Die BVK leistungsstark und kostenbewusst Projekt neue Versorgungssoftware erfolgreich abgeschlossen 32 Konzept Standortbelegung umgesetzt 33 Prüfungsteam macht sich mit der BVK vertraut 34 Workshops zur Korruptionsprävention 35 Personalwechsel bei der Internen Revision 36 Intranet im Wandel 37 Mitarbeiterbefragung Gesundheit 38 BVK schafft Ausbildungsplätze 39 Die Versorgungseinrichtungen Themen des Geschäftsjahres 40 Kennzahlen 2007 Organigramm Anhang Anhang JAHRESBERICHT

8 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund 2007 ein Geschäftsjahr mit respektablen Ergebnissen Bayerische Versorgungskammer Geschäftsvolumen Versicherte/Mitglieder und Versorgungsempfänger, Beiträge und Versorgungsleistungen IST Geschäftsjahr 1) Versicherte/Mitglieder Versorgungsempfänger Gesamt (Versicherungsverhältnisse) Veränderungen (1995 = 100 %) Versicherte/Mitglieder % % % % % % % % % % Veränderungen (1995 = 100 %) Versorgungsempfänger % % % % % % % % % % (Werte in T ) Beiträge Veränderungen (1995 = 100 %) % % % % % % % % % % (Werte in T ) Versorgungsleistungen (ohne Reg.-Aufw.) Veränderungen (1995 = 100 %) Versorgungsleistungen (ohne Reg.-Aufw.) 100 % % % % % % % % % % Erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 Geschäftsentwicklung 2007 Im Berichtsjahr konnten die von der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) verwalteten Versorgungseinrichtungen erneut mit respektablen Ergebnissen aufwarten. In der Gesamtbetrachtung aller Versorgungseinrichtungen haben sich die wesentlichen Geschäftszahlen wie folgt entwickelt: Insgesamt haben wir im Berichtsjahr Versicherte und Leistungsempfänger betreut (Vorjahr: ). Das Beitragsaufkommen stieg auf Mio. Euro (Vorjahr: Mio. Euro) und legte damit im Vergleich zum Vorjahresaufkommen um 4,8 Prozent zu. Im Jahr 2007 haben wir Versor- gungsleistungen in Höhe von rund Mio. Euro an Versorgungsempfänger erbracht. Der Kapitalanlagenbestand aller Versorgungseinrichtungen stieg um 8,17 Prozent auf Mio. Euro. Der Vorjahresbestand lag bei Mio. Euro. 6 JAHRESBERICHT 2007

9 Wesentliche Anstrengungen haben wir in den vergangenen Jahren in die Entwicklung einer modernen und flexiblen Software zur Bestandsverwaltung investiert. Im Berichtsjahr konnten wir die neuen EDV-Anwendungen bei weiteren drei Versorgungseinrichtungen in Betrieb nehmen und damit das Projekt erfolgreich abschließen. Neben der Betreuung der Versicherten und Versorgungsempfänger, die naturgemäß im Zentrum unseres Handelns steht, gehörten im Berichtsjahr auch die stete Beobachtung des politischen Umfelds und die Reaktion auf der sich ändernden Rahmenbedingungen, insbesondere auch im Berufsrecht der einzelnen Versorgungseinrichtungen, wieder zu einer unserer wichtigsten Aufgaben. Mit Wirkung vom 1. Juni 2007 ist das Aufsichts- und Rechnungslegungsrecht der Versorgungseinrichtungen, die der Gesetzgebungskompetenz des Freistaats Foto: Photocase.com sushi 100 stalten der deutschen Bühnen und Kulturorchester an die landesgesetzlichen Regelungen angepasst. So ist gewährleistet, dass wir auch weiterhin unsere verschiedenen Einrichtungen hinsichtlich Kapitalanlage und Rechnungslegung einheitlich handhaben können. Bis dahin ermöglicht und Zinsen die tägliche Börsenberichterstattung. Gedämpft wurde die positive Entwicklung lediglich durch erhöhte Rohstoffpreise. In der zweiten Jahreshälfte hingegen bestimmte die US-Hypothekenkrise nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Richtung an den Neues Aufsichts- und Rechnungslegungsrecht Bayern unterliegen, neu geregelt worden. Die gesetzlichen Neuerungen erlauben erweiterte Anlagemöglichkeiten, modernisieren die Rechnungslegungsvorschriften und stärken das Selbstverwaltungsrecht der Versorgungseinrichtungen. In einem nächsten Schritt werden die bundesrechtlichen Aufsichtsbestimmungen für die Versorgungsan- eine Übergangsregelung im Versorgungsgesetz die Einheitlichkeit. In der Kapitalanlage kennzeichneten starke Schwankungen an den Rentenmärkten sowie überwiegend freundliche, jedoch volatile Aktienmärkte das Berichtsjahr, wobei die Jahreshälften sehr unterschiedlich verliefen. In den ersten Monaten beherrschten steigende Aktienkurse Finanzmärkten. Zugleich wurden die Märkte deutlich volatiler. JAHRESBERICHT

10 In diesem insbesondere aufgrund der nach wie vor niedrigen Zinsen schwierigen Umfeld konnten wir die Nettoerträge aus den Kapitalanlagen aller Versorgungseinrichtungen dennoch deutlich steigern. sind, mehr als 50 Managementmandate vergeben. Im Berichtsjahr haben wir erstmals Zuführungen zu dem neu aufgelegten Private-Equity-Masterfonds vorgenommen. Dabei haben wir tienfondanteile reduziert. So konnten wir stille Reserven realisieren. Die freien Mittel haben wir in festverzinsliche Papiere sowie in Absolute-Return-Produkte investiert. Unabhängig davon wollen wir Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die positiven Ergebnisse in allen Masterfonds, die allerdings bedingt durch die allgemeine Lage teilweise hinter den Vorjahresergebnissen zurückblieben. Aktuell haben wir im Rahmen von acht Masterfonds, in denen auf Basis der Buchwerte rund 18 Prozent der Kapitalanlagen investiert ausschließlich Manager dotiert, die sich zu einer so genannten Ethical Guideline verpflichtet haben, d.h., dass die von ihnen getätigten Investitionen hohen ethischen Standards genügen. Jeweils nach dem positiven Börsenverlauf im ersten Halbjahr und zum Jahresende haben wir unsere Ak- langfristig die Abhängigkeit unserer Rendite von der Zinsentwicklung weiter vermindern und verstärkt in die Masterfonds investieren. Die festverzinslichen Rententitel stellen auch weiterhin das Basisinvestment dar. Ihr Anteil an den gesamten Kapitalanlagen beläuft sich auf rund 76,8 Prozent. Dementsprechend stark belastet das auch im Vergleich zum Rechnungszins 8 JAHRESBERICHT 2007

11 niedrige Zinsniveau der Rentenmärkte unser Anlageergebnis. Zugleich vermindern die niedrigen Zinsen die Risikotragfähigkeit unserer Anlagen. Dieser Effekt wird dadurch noch verstärkt, dass sich die Durchschnittsverzinsung des Bestandes weiter reduzieren wird, weil höher verzinsliche langfristige Anlagen auslaufen. So werden unsere Möglichkeiten, in chancensichere und damit auch volatilere Anlageklassen zu investieren, weiter eingeschränkt. Daher sind die in den Spezialfonds aufgelaufenen Reserven als Kompensation zum niedrigen Zins aus der festverzinslichen Anlage von entscheidender Bedeutung. 200 % 180 % 160 % 140 % 120 % Index: Versicherte/Mitglieder und Versorgungsempfänger, Beiträge und Versorgungsleistungen Veränderungen gegenüber Basis 1995 = 100% Versicherte/Mitglieder Versorgungsempfänger Beiträge Versorgungsleistungen (ohne Regulierungsaufwendungen) 100 % IST Geschäftsabläufe und Rahmenbedingungen Zum vierten Mal in Folge konnten wir uns in einem starken Umfeld großer europäischer Pensionsfonds mit unserer Kapitalanlagestrategie behaupten und einen der begehrten IPE-Awards gewinnen. Ausgezeichnet wurde 2007 unser Anlagekonzept Jahr 2005 mit einem IPE-Award ausgezeichnet wurde. Risikobericht Risikomanagement Die Bayerische Versorgungskammer verfügt über ein einheitliches Risikomanagementsystem, das an den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ausgerichtet ist. Hierdurch erfassen wir sämtliche Risiken und bewerten sie hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Verlustpotenzials. Zudem beschreiben wir Sicherungsmaßnahmen und überprüfen sie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit. In unsere regelmäßigen Risikoberichte fließen die Erkenntnisse aus versicherungsmathematischen Berechnungen (u. a. Simulationen mit verschiedenen Szenarioannahmen) sowie aus Asset-Liability-Untersuchungen ein. Zusätzlich besteht ein umfangreiches Berichtswesen in den Bereichen des Controllings, der Internen Revision und der Kapitalanlagen. Zinsentwicklung an den Rentenmärkten im Rohstoffsegment. In der Kategorie Best Commodities Investment überzeugten wir mit klar strukturierten und erfolgreich umgesetzten Rohstoff-Investments. Nachweislich haben unsere Investitionen in Commodities das Rendite-Risiko-Profil der gesamten Kapitalanlage nachhaltig verbessert. Diese Rohstoffanlagen tätigen wir über eine Hedgefonds-Investitionsplattform, die im Aktuelle Entwicklungen etwa im Bereich der Gesetzgebung oder der Technologie beobachten wir kontinuierlich, um auf Veränderungen rechtzeitig und angemessen reagieren zu können. Diese Aufgabe erfolgt durch die Fachkräfte der Bereiche Mathematik, Kapitalanlagen, Informationsverarbeitung und Service. Diese dezentrale Risikoverantwortung der operativen JAHRESBERICHT

12 Einheiten ermöglicht es, die einzelnen Risiken sehr differenziert zu betrachten. Zugleich gibt die unternehmensweite Koordination der Risikoberichtserstattung durch das Controlling einen guten Überblick über die gesamte Risikosituation. Die technische Unterstützung insbesondere bei der Berichterstattung werden wir im Jahr 2008 durch die Auswahl eines modernen Standard- IT-Tools weiter verbessern. Versicherungstechnische Risiken Die satzungsrechtlichen bzw. gesetzlichen Leistungsverpflichtungen binden unsere Versorgungseinrichtungen langfristig. Die Rahmenbedingungen aber können sich immer wieder ändern und von den Annahmen des versicherungstechnischen Geschäftsplans abweichen. Die sich daraus ergebenen Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, ist ein wichtiger Teil des Risikomanagements. Sollten die entwicklung laufend beobachten und gegebenenfalls die Rechnungsgrundlagen zur Berücksichtigung aktueller Entwicklungen anpassen. Sollten die gewonnenen Ergebnisse dies erfordern, werden die versicherungstechnischen Rückstellungen entsprechend erhöht. Kapitalanlagerisiken Zinsrisiken und deren mögliche Auswirkungen auf den Kapitalertrag versuchen wir, frühzeitig auf der Basis von Asset-Liability-Untersuchungen abzuschätzen. Hierzu führen unsere Experten der Bereiche Kapitalanlagen und Mathematik Sensitivitätsanalysen durch. Im Rahmen unserer Risikobudgetierung stellen wir sicher, dass die Risikotragfähigkeit der Versorgungseinrichtungen nicht überschritten wird. Dabei setzen unsere Fachleute spezielle Verfahren ein und führen sowohl strategische als auch taktische Planungen durch. Risiken einzelner Kapitalanlagen können vor allem in einem dauerhaften Wertverlust einer Anlage von stillen Reserven und Abschreibungen. Hierbei führen unsere Experten Szenarioberechnungen sowohl für einen kurz- als auch für einen langfristigen Zeitraum durch. Namenspapiere und Schuldscheindarlehen werden zum Nennwert bilanziert. Ändert sich der Marktzins, wirkt sich dies nicht auf die Bilanzierung dieser Anlagepositionen aus. Da sie einen besonders hohen Anteil an unserem Portfolio ausmachen, hat die Verschiebung der Zinsstrukturkurve um einen Prozentpunkt nach unten bzw. oben nur unwesentliche Auswirkungen auf den Gesamtbuchwert unseres Direktbestandes. Emittenten der von uns gehaltenen Schuldscheine und Namenspapiere sind zum überwiegenden Teil Bund, Länder, öffentlich-rechtliche sowie privatrechtliche Kreditinstitute innerhalb der EU, wobei der Anteil deutscher Emittenten dominiert. Auch im Bereich der sonstigen Ausleihungen und der festverzinslichen Wertpapiere birgt die derzeitige Entwicklung unserer Masterfonds tatsächlichen Entwicklungen insbesondere der Kapitalrendite, der Lebenserwartung und der Bestandsentwicklung von den Rechnungsgrundlagen abweichen, sind mittelfristig Korrekturen des Verhältnisses von Beiträgen und Leistungen erforderlich. Biometrischen Risiken tragen wir Rechnung, indem wir die Bestands- liegen, ausgelöst durch negative Entwicklungen auf den Kapitalmärkten (Marktrisiko) oder bei einzelnen Emittenten (Bonitätsrisiko). Unsere Kapitalanlagenexperten steuern diese Risiken durch eine Reihe von Maßnahmen. Dazu zählen die Optimierung der Assetklassen, die genaue und ständige Analyse der Kapitalmärkte sowie Simulationsrechnungen zur Entwicklung Portfoliostruktur kein erhöhtes Risiko, da auch hier der Anteil der Emittenten mit guter und sehr guter Bonität überwiegt. Operative Risiken Als einer unserer maßgeblichen Erfolgsfaktoren muss die Informationstechnologie ein angemessenes, bedarfsorientiertes Sicherheitsniveau aufweisen und künftigen 10 JAHRESBERICHT 2007

13 Entwicklungen standhalten. Daher haben wir für die meisten unserer Versorgungseinrichtungen mit Unterstützung eines kompetenten Softwarehauses eine neue moderne IT-Technologie entwickelt, die nun die tradierte Großrechnersoftware ablöst. Den Risiken eines Systemausfalls sowie eines Ausfalls technischer Einrichtungen begegnen wir u. a. durch regelmäßige Datensicherung und den Betrieb eines Backup- Rechenzentrums, das die schnelle Wiederherstellung von Daten und Anwendungen ermöglicht. Zudem sind Daten und Anwendungen durch Zugriffsberechtigungen umfassend geschützt. Und nicht zuletzt sichern Firewall- und Intrusion-Prevention-Systeme unsere IT- Infrastruktur gegen externe Angreifer. Einheitliche Standards für Überwachungs- und Kontrollprozesse wie etwa das Vieraugenprinzip gewährleisten auch für die organisatorischen Abläufe unseres Unternehmens ein hohes Sicherheitsniveau. Rechtliche Risiken Auch die grundlegenden Änderungen im Bereich der Altersversorgungspolitik haben Einfluss auf unsere Versorgungseinrichtungen. Daher beobachten wir Entwicklungen der Gesetzgebung und Rechtsprechung kontinuierlich und systematisch, um frühzeitig auf Änderungen reagieren zu können. Zudem setzen wir uns über unsere Mitgliedschaften in der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV) e. V. und der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersver- sorgung (AKA) e. V. im politischen Meinungsbildungsprozess aktiv für die Interessen unserer Mitglieder und Versicherten ein. JAHRESBERICHT

14 Aufwendungen BVK Plan 2008 Aufw. -Erhöhung vers. techn. Rückstellungen Versorgungsleistungen (ohne Regul.) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,001 % Sonst. vers. techn. Aufwendungen 0,05 % Steuern 0,009 % Gesamtverwaltungskosten 1,62 % Abschreibungen Kapitalanlagen 0,66 % Instandhaltung/Betriebskosten Gebäude 0,63 % Beitragsüberleitung (einschl. Regul.) 0,38 % Moderne IT-Technologien Foto: Photocase.com NATOR 12 JAHRESBERICHT 2007

15 Vorstandsmitglied Reinhard Dehlinger im Interview Die BVK vereinigt eine große Anzahl sehr kompetenter Fachleute Herr Dehlinger, Sie sind seit 1. Mai 2006 als Mitglied des Vorstands der Bayerischen Versorgungskammer für die Ressorts Bayerische Ärzteversorgung und Mathematik zuständig. Wie ist Ihr Interesse am Thema Versicherung und Altersversorgung entstanden, das Sie nun in Ihrem Berufsleben begleitet? Nach meinem Studium habe ich mich vor 28 Jahren vor allem bei Versicherungsunternehmen beworben, weil Mathematiker dort schon immer verantwortungsvolle Aufgaben übernahmen, während sie in anderen Branchen als Programmierer und Spezialisten für komplexe Berechnungen tätig waren. Ich habe mich dann während meiner Berufslaufbahn intensiv mit der Produktentwicklung für private Rentenversicherungen beschäftigt. In die Altersvorsorge bin ich nach meinem Wechsel zur Heubeck AG, einem führenden Pensionsberatungsunternehmen, eingestiegen. Sie sind als Diplom-Mathematiker und Aktuar über 20 Jahre in leitenden Positionen bei Lebensversicherungen sowie in einem Beratungsunternehmen tätig gewesen. Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich aus Ihrer Tätigkeit bei der Bayerischen Versorgungskammer? Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Doppelfunktion der Bereichsleitung für die Bayerische Ärzteversorgung und die Ressortleitung Mathematik auf der einen Seite und der Vorstandstätigkeit auf der anderen Seite. Einerseits bringe ich die Interessen der Ärzteversorgung und des ärztlichen Berufsstandes in die Vorstandsarbeit ein, andererseits trage ich Verantwortung für alle Versorgungseinrichtungen. Die Hauptaufgaben meiner Tätigkeit sind, daran mitzuarbeiten, die Versorgungseinrichtungen dauerhaft zu erhalten, die Versorgungsleistungen zu dynamisieren, die Satzungen laufend an veränderte Bedingungen anzupassen, die Kapitalanlage bei der Optimierung der Rendite zu unterstützen, Bilanzlösungen für den niedrigen Marktzins und die zunehmende Langlebigkeit zu finden, Sicherheitskapital nach dem neuen Versorgungsgesetz aufzubauen, die IT-Systeme weiterzuentwickeln, eine kostengünstig und gleichzeitig serviceorientierte Verwaltung sicherzustellen und vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren. Was ist für Sie am wichtigsten für die tägliche Zusammenarbeit in der BVK? Kooperation und Teamarbeit auf allen Ebenen ist mir ein besonderes Anliegen. Sehr wichtig für mich ist die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsausschuss der Ärzteversorgung und seinem Vorsitzenden, Dr. Lothar Wittek, sowie die Kooperation im Vorstand. Im Vorstand werden die zu treffenden Entscheidungen sachlich aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert, um zu der besten Lösung zu gelangen. Die laufende Abstimmung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Ressorts und die gegenseitige Information über neue Entwicklungen ist ebenfalls bedeutsam. In bestimmten Fachfragen, z. B. im Risikomanagement, suche ich auch die Zusammenarbeit in bereichsübergreifenden Teams. Welche Chancen sehen Sie nach Ihrer Ansicht durch die spezifischen Stärken der BVK für deren Zukunft? Für die BVK ergeben sich im Vergleich zu einzelnen Versorgungseinrichtungen spezifische Stärken aus ihrer Größe. Die Kapitalanlage, die letzten Endes über die Höhe der Versorgungsleistungen entscheidet, kann unter einem Dach unter Berücksichtigung von Risikobudgets für jede Versorgungseinrichtung optimiert werden. Außerdem vereinigt die BVK eine große Anzahl sehr kompetenter Fachleute, die ihr nach außen politisches Gewicht verschaffen. Eine weitere Stärke ist die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem traditionsreichen Arbeitgeber. Ich denke, das ist die richtige Basis dafür, dass wir für unsere Mitglieder und Versicherten auch in Zukunft der gewohnt attraktive Partner bleiben. Und wenn es uns wie in der Vergangenheit gelingt, auch in Zukunft den ein oder anderen Bestand hinzuzugewinnen und das Geschäft zu arrondieren, dann kann uns das nur guttun. JAHRESBERICHT

16 Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zur Altersvorsorge in Deutschland Am 23. Januar 2007 hielt der Freiburger Finanzwissenschaftler und Kenner der Sozialsysteme, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, im Rahmen der Veranstaltungsreihe BVK im Dialog, einen furiosen Vortrag zur Zukunftsfestigkeit der Rentenreformen in Deutschland; hinsichtlich der gesetzlichen und berufsständischen Altersvorsorge fand er Fragestellung Altersvorsorge in Deutschland? Wie zukunftsfest sind die Reformen? statt. Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Lothar Panzer, versprach Bernd Raffelhüschen, im Unterschied zu der ZDF-Fiktion Aufstand der Alten, eine reale Darstellung der Lage im Jahr 2030 zu liefern, die richtiger mit dem Titel Von der bestehenden Dönerstruktur werde man sich bis 2031 zu einer Pilzstruktur auswachsen, die dann 2070 in einer Urnenstruktur ende. Diese Entwicklung sei keineswegs fiktiv, da die Rentenempfänger und Erwerbstätigen von morgen bereits alle auf der Welt seien. Die Versorgung der heute 30- bis 50- Jährigen im Jahr 2031 sei das zu BVK im Dialog beruhigende Worte, während die Versorgung der Beamten noch ein dramatisches ungelöstes Problem darstellt. Zum vierten Mal fand sich das Publikum zahlreich zu der Vortragsreihe BVK im Dialog in der Bayerischen Versorgungskammer ein. Diese Vortragsreihe behandelt strategische und aktuelle Themen der Altersvorsorge und fand diesmal unter der Aufstand der Jungen versehen wäre. Er führte aus, dass bereits 2015 die Alten keinen Aufstand mehr proben müssten, weil die Empfänger sozialer Transferleistungen zu diesem Zeitpunkt schon die politische Mehrheit bildeten. Die Entwicklung der demographischen Struktur erläuterte Bernd Raffelhüschen mit deutlichen Bildern: lösende Problem und Anlass der Reformen gewesen. Diese Rohrkrepierer seien auch die Ursache des Problems gewesen: Sie sind ihrer doppelten Bringschuld Kinder zu bekommen und ausreichend in die Rentenversicherung einzuzahlen nicht nachgekommen. 14 JAHRESBERICHT 2007

17 Wenn sie sich im Spiegel bayerisch mit Grüß Gott, Problem! begrüßten und mit einer Peitsche geißelten, träfen sie jedenfalls den Richtigen. Bernd Raffelhüschen besänftigte die Betroffenen anschließend aber wieder; die Lösung des Problems sei politisch schon bewerkstelligt: Durch die Rente mit 67, die modifizierte Bruttolohnanpassung und den Nachhaltigkeitsfaktor sei ein Rentenbezug für die heute 30- bis 50-Jährigen in Höhe von 40 Prozent ihres Nettolohns gesichert. So hätte sich die größte Rentenkürzung der deutschen Geschichte in aller Stille vollzogen. Wer mehr wolle, müsse privat vorsorgen. Vorstandsvorsitzender Lothar Panzer begrüßt die Gäste: Vertreter der Gremien, Politik und Ministerien und Führungskräfte der BVK. Bezüglich der Pensionsverpflichtungen der Länder im Rahmen der Beamtenversorgung war Bernd Raffelhüschen allerdings weniger zuversichtlich; dort seien die Hausaufgaben noch nicht gemacht; die Subpopulation der Beamten weise eine demographische Tretminenstruktur auf. Im Moment werden die Pensionsrückstellungen im Haushaltsplan aber gar nicht ausgewiesen, obwohl sie mit vier Fünfteln den größten Teil der öffentlichen Verpflichtungen im Jahr 2030 ausmachen werden. Das sichtbare Fünftel der sonstigen Verpflichtungen sei nur die Spitze des Eisbergs. Die Spitze sei aber bekanntermaßen nicht die Ursache für das Sinken der Titanic gewesen. Die Einrichtung eines Beamtenpensionsfonds begrüßte Bernd Raffelhüschen ausdrücklich als eine sinnvolle und wichtige Maßnahme im Rahmen eines Gesamtkonzepts. Aufmerksame Zuhörer (v. l.): Michael Schwarz (Präsident der Bayer. Zahnärztekammer), Heidi Aschl (Präsidentin der Bayer. Ingenieurekammer-Bau), Daniel Just (stellv. Vorstandsvorsitzender BVK), Johannes Metzger (Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer), Lothar Panzer (Vorstandsvorsitzender BVK). Zum Schluss ging Bernd Raffelhüschen noch kurz auf die Gefahr einer Einbeziehung der berufsständischen Versorgungswerke in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Eine solche sei angesichts des hohen Eigentumsschutzes in der Bundesrepublik weder wahrscheinlich noch wirtschaftlich sinnvoll. JAHRESBERICHT

18 Kammerrat geht in die dritte Amtszeit Mitglieder des Kammerrats im Juni 2007 (v. l.): Erwin Beyhl, Robert Wieser, Dr. Jürgen Busse, Rolf Sennewald, Rudolf Fürst (verst. 12. November 2007), Prof. Dr. Theodor Mantel, Johannes Metzger, Dr. Günter Schneider, Dr. Lothar Wittek, Rolf Bolwin, Hans Herdlein, Hans-Günther Beyerstedt, Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, Rudolf Winter und Sascha Schweizer. Foto: Staudinger Am 28. Juni 2007 hat sich der Kammerrat mit der Wahl des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden neu konstituiert. Das Gremium, das im Zuge der Kammertrennung 1995 eingerichtet worden ist, geht damit in seine dritte Kammerrats einstimmig bestätigt. Ebenfalls einstimmig wurde auch Dr. Lothar Wittek, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung, erneut der stellvertretende Vorsitz für das Gremium übertragen. Amtszeit, die offiziell bereits am 8. März 2007 begonnen hatte und bis 7. März 2013 andauern wird. Johannes Metzger, Vorsitzender des Landes- und Verwaltungsausschusses der Bayerischen Apothekerversorgung, wurde dabei auch für die neue Amtsperiode in seiner Funktion als Vorsitzender des Damit liegen sowohl Vorsitz als auch stellvertretender Vorsitz des Kammerrats in altbewährten Händen. Anders als den Gremien der einzelnen Versorgungsanstalten bei der Bayerischen Versorgungskammer, aber auch der Bayerischen Versorgungskammer selbst, kommt dem Kammerrat keine Organfunktion zu. Der Kammerrat ist als Beirat bei der Versorgungskammer ausgestaltet, der in Geschäftsführungsangelegenheiten, die alle Versorgungsanstalten betreffen, beratend mitwirken soll und Empfehlungen aussprechen kann. Nach dem Versorgungsgesetz berät und beschließt der Kammerrat insbesondere über die Wirtschaftsplanung der gemeinsamen Dienste, die Bestellung des Wirtschaftsprüfers, wichtige Investitionsentscheidungen für die gemeinsamen Dienste, aber auch die Aufstellung von Grundsätzen zur Personalbewirtschaftung und der Entwicklung von Personalkonzepten, insbesondere zur Vergütung. Darüber hinaus setzt die Besetzung des Vorstands durch die Bayerische Staatsregierung die Herstellung das Benehmens des Kammerrats voraus. Auch wenn die Beschlüsse des Kammerrats letztlich ganz überwiegend nur empfehlenden Charakter haben und dem Kammerrat auch keine eigenen Aufsichtsbefugnisse zustehen, kommt diesem Gremium faktisch eine ganz erhebliche Bedeutung zu. Dies nicht zuletzt deshalb, da ihm wichtige Meinungsführer der einzelnen Versorgungseinrichtungen, in weiten Teilen sogar die Gremienvorsitzenden der einzelnen Versorgungseinrichtungen selbst, angehören. 16 JAHRESBERICHT 2007

19 Die Mitglieder des Kammerrats: Johannes Metzger Ehrenpräsident Bay. Landesapothekerkammer Bayerische Apothekerversorgung Dr. Lothar Wittek Facharzt für Allgemeinmedizin Bayerische Ärzteversorgung Dr. Günter Schneider Zahnarzt Bayerische Ärzteversorgung Prof. Dr. Theodor Mantel Präsident der Bay. Landestierärztekammer Bayerische Ärzteversorgung Rudolf Fürst (verst ) Architekt Bayerische Architektenversorgung Erwin Beyhl Mitglied des Vorstands der Bayerische Rechtsanwalts- und Steuerberaterkammer München Steuerberaterversorgung Dipl.-Ing. Rolf Sennewald Bauingenieur Bayerische Ingenieurversorgung Dr. Jürgen Busse Geschäftsführendes Präsidialmitglied Bayerischer Versorgungsverband des Bayerischen Gemeindetags Dr. Armin Augat Geschäftsführer des Kommunalen Arbeit- Zusatzversorgungskasse der geberverbands Bayern e. V. bayerischen Gemeinden Harald Seiter Bürgermeister der Stadt Wörth am Rhein Zusatzversorgungskasse der bay. Gem. Rudolf Winter Stadtsparkasse München Zusatzversorgungskasse der bay. Gem. Robert Wieser Gewerkschaftssekretär ver.di Zusatzversorgungskasse der bay. Gem. Rolf Bolwin Geschäftsführender Direktor Versorgungsanstalt der des Deutschen Bühnenvereins deutschen Kulturorchester Kammerrat neu gewählt Hans Herdlein Präsident der Genossenschaft Versorgungsanstalt der Deutscher Bühnenangehöriger deutschen Bühnen Hans-Günther Beyerstedt Präsident des Bundesverbandes des Versorgungsanstalt der deutschen Schornsteinfegerhandwerks Bezirksschornsteinfegermeister Sascha Schweizer Schornsteinfegermeister Versorgungsanstalt der Kaminkehrergesellen Prof. Dr. Peter Paul Gantzer II. Vizepräsident des Bayerischen Landtags Versorgungswerk des Bayerischen Landtags JAHRESBERICHT

20 Vorstandsvorsitzender Lothar Panzer feiert 60. Geburtstag Der stellvertretende Kammerratsvorsitzende Dr. Lothar Wittek dankte Lothar Panzer für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Foto: Weber Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (l.) stieß mit dem Jubilar an. Am 21. Dezember 2007 wurde Lothar Panzer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Versorgungskammer, 60. Im Duktus kammereigener Bescheidenheit fanden die Feierlichkeiten im hauseigenen Casino statt. Foto: Weber Staatsminister Joachim Herrmann betonte in seinem Geburtstagsgruß, dass der Freistaat voll hinter dem bayerischen Modell der berufsständischen und kommunalen Altersvorsorge stehe: Er verwies auf die Erfolgsbilanz der Kammer und würmenarbeit und führte aus, dass die Selbstverwaltung in der berufsständischen und kommunalen Altersvorsorge sowohl durch das Grundgesetz als auch durch die Bayerische Verfassung verbürgt und damit ein Gut von höchstem Rang ist. Lothar Panzer dankte für die Glückwünsche, darüber hinaus aber insbesondere auch für die Unterstützung durch Familie, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Kollegen, für die gute Zusammenarbeit mit den Gremien- Wenn es die Versorgungskammer nicht gäbe, müsste man sie so erfinden. Staatsminister Joachim Herrmann Neben Staatsminister Joachim Herrmann und Vertretern der Innenministerien in Bayern und Rheinland-Pfalz erschienen sowohl viele Repräsentanten der Berufskammern und Berufsstände, der Kommunen und Kirchen als auch Verbandsvertreter und Geschäftspartner, um dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Versorgungskammer zu gratulieren. digte die persönlichen Verdienste Lothar Panzers; zum Schluss überreichte er dem Jubilar den Vertrag für die zweite fünfjährige Amtszeit. Dr. Lothar Wittek, der stellvertretende Kammerratsvorsitzende, dankte dem bisherigen und künftigen Vorstandsvorsitzenden im Namen aller berufsständischen und kommunalen Versorgungseinrichtungen ebenfalls für die gute und konstruktive Zusam- vertretern; dem Staatsministerium des Innern dankte er für die politische Unterstützung und die guten politischen Rahmenbedingungen. Das Vertrauen der Versicherten sei insbesondere durch die fast einhundertjährige Tradition dabei die oberste Verpflichtung der Geschäftsführung. 18 JAHRESBERICHT 2007

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