NEWS + NEWS + NEWS + NEWS RESÜMEE: ESSSTÖRUNGSKONGRESS 2013 IN LÜBECKER. Impressum. Input wurde auch dem gesellschaftlichen

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1 Ausgabe: 1/2013 erscheint 3-mal jährlich NEWS + NEWS + NEWS + NEWS Der Verband der Einrichtungen im Essstörungsbereich Pilotystr. 6/Rgb München + Tel: Fax: RESÜMEE: ESSSTÖRUNGSKONGRESS 2013 IN LÜBECKER Essstörung und Komorbidität Unter diesem Schwerpunktthema veranstaltete und organisierte erstmalig die Universität Lübeck und ihre sechs Kooperationspartner den Essstörungskongress 2013 in Lübeck. DIE KOOPERATIONSPARTNER Input wurde auch dem gesellschaftlichen Aspekt Rechnung getragen. Der Unichor Lübeck stimmte die Besucher in einen geselligen Abend ein, dieser wurde durch ein reichhaltiges Buffet und Tanzmusik abgerundet. Schritt für Schritt gemeinsam aus der Essstörung Prof. Ulrich Schweigert (Universität Lübeck), Dr. Elisabeth Rauh (BFE Vorstand), Dr. Valerija Sipos (Universität Lübeck), Dipl.-Psych. Andreas Schnebel (BFE Vorstandsvorsitzender), die Organisatoren des Essstörungskongresses. RESÜMEE Durch neuste Erkenntnisse zur Emotionsregulation, zur Selfish Brain Theory und zum Umgang mit der chirurgischen Behandlung von Übergewicht (bariatrische Chirurgie) ist es möglich, schwer kranken Patientinnen und Patienten bei der Behandlung von mit Mehrfachdiagnosen, psychotherapeutische wirksam zu behandeln. Erfahrungsaustausch zur Implementierung neuer psychotherapeutischer Methoden und neuer psychopathologischer Konzepte im Bereich der Essstörungsbehandlung. Dies wurde durch entsprechende Vorträge und Workshops untermauert. Veranstaltungsort war das Alte Kesselhaus auf dem Gelände der Universität Lübeck Jeder Vortrag und Workshop war ein Höhepunkt für sich und begeisterte das Fachpublikum. Unter einem besonderen Fokus stand aber der Vortrag von Prof. Janet Treasure über die Rolle emotionaler Faktoren in der Entstehung und Aufrechterhaltung von. Sie ist eine der führenden internationalen Expertinnen für und Verfasserin des Leitfadens für Betroffene, Freunde und Angehörige Gemeinsam die Magersucht besiegen bekannt. Da sich der Kongress an Praktiker aber auch an Wissenschaftler aus dem Bereich Psychotherapie richtete, war ein kompetentes Publikum aus Psychologen, Psychiater, Ärzte, Sozialpädagogen sowie Patientinnen und Patienten aus Selbsthilfegruppen auf dem Kongress zu gegen. Nach vielen Stunden fachlichem und kompetentem Der BFE möchte sich herzlich bei Frau Dr. Sipos, Herrn Prof. Schweiger, Frau Benkwitz und Frau Fedder für diesen gelungenen Kongress bedanken. Wir hoffen auf ein Wiedersehn im nächsten Jahr! Dr. Elisabeth Rauh im Gespräch mit Prof. Janet Treasure, Psychiaterin am King s College und am Maudsley Hospital in London Impressum Herausgeber: fachverband e.v, Pilotystr. 6, München. Verantwortlich für den Inhalt: fachverband e.v Gesamtgestaltung: Sabine Dohme, Planegg/München Verteilung: BFE-Mitglieder und Freundeskreis. Seite 1

2 IM OKTOBER FEIERT DAS THERAPIE-CENTRUM FÜR ESSSTÖRUNGEN (TCE) JUBILÄUM 20 Jahre Therapeutische Wohngruppen am TCE Das erapie-centrum für (TCE) besteht als Tagklinik bereits seit Im Oktober 1993 kamen die erapeutischen Wohngruppen (TWG) hinzu, so dass wir in diesem Jahr deren 20-jähriges Bestehen feiern können. Die TWGs waren das erste störungsspezifische Wohnkonzept für junge Menschen mit einer in Deutschland und haben sich von Beginn an als essentieller Baustein unseres Behandlungskonzepts erwiesen. Das Therapie-Centrum für wurde 1989 als erste Tagklinik für in Europa eröffnet, basierend auf dem von Frau Dr. Monika Gerlinghoff und Herrn Dr. Herbert Backmund entwickelten Konzept einer störungsspezifischen, zeitlich und inhaltlich klar strukturierten Gruppentherapie. Vier Jahre später, im Oktober 1993, kamen die Therapeutischen Wohngruppen unter Trägerschaft des Vereins Psychiatrie 2000 e.v. hinzu, die sich schon bald als wesentlicher Bestandteil der Therapie erweisen sollten. In den Wohngruppen konnten die Patientinnen mit therapeutischer Begleitung üben, die in der Tagklinik erlernten Strategien in einer alltagsnahen Lebenssituation umzusetzen. Es handelte sich um das erste störungsspezifische Wohnprojekt für junge Menschen mit einer Essstörung in Deutschland. Allerdings unterscheiden wir uns bis heute von allen sonstigen Wohngruppen für durch die Kombination des therapeutischen Wohnens mit einer tagklinischen Therapie. Inhaltlich hat sich das Konzept beständig weiterentwickelt und sich jeweils den neuesten wissenschaftli- chen Erkenntnissen angepasst. Das bewährte Prinzip des therapeutischen Wohnens blieb jedoch all die Jahre bestehen und gewann sogar an Bedeutung. Handelte es sich anfangs noch um einen optionalen Therapiebaustein, sind die Therapeutischen Wohngruppen heute ein integrierter Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Seit Oktober 1993 haben 816 junge Frauen und 12 junge Männer in der TWG gewohnt. Demgegenüber wurden nur 20 Patientinnen rein tagklinisch am TCE behandelt; zumeist handelte es sich dabei um Wiederaufnahmen ehemaliger Patientinnen. Im Durchschnitt wohnten unsere Patientinnen und Patienten 6,9 Monate bei uns in der TWG. Einladung für BFE-Mitglieder Unser 20-jähriges Jubiläum wollen wir im Herbst dieses Jahres gebührend feiern. Einerseits veranstalten wir am Donnerstag, den 10. Oktober 2013, im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit einen Tag der offenen Tür und zum anderen planen wir am Freitag, den 22. November 2013, ein Fachsymposium zum Thema. Das genaue Programm werden wir rechtzeitig bekannt geben. Zu beiden Veranstaltungen sind alle Mitglieder des BFE herzlich eingeladen. Es berichtet Dr. phil. Karin Lachenmeir Psychologische Psychotherapeutin, Leitung TCE DAS KÜCHENSTUDIO POHL MACHTE DEN BEWOHNERINNEN DER JUGENDHILFE BETHEL IN BIELEFELD EINE GROSSE FREUEDE Viel Spaß haben die Bewohnerinnen der Jugenhilfe Bethel an der neuen Küche. V. l. n. r.: Markus Pohl, Michael Walde, Sabine Pohl- Löckmann, Monika Hasse und die Bewohnerinnen und Köchinen Katharina Kuhlmann, Anja Johannismeier und Sabrina Böttcher Das Küchenstudio Pohl aus Bielefeld hatte zu ihrem 40- jährigen Firmenbestehen eine besonders gelungene Idee. Die Jugendhilfe Bethel erhielt eine Spende von Euro in Form einer kompletten Kücheneinrichtung inklusive Aufbau und Montage. Eine wirklich sehr sinnvolle Spende, weiß Monika Haase, Bereichsleiterin des Angebots junge Menschen mit zu berichten: Essen soll für die Jungen Menschen wieder zu einem natürlichen Erlebnis werden. Neun junge Bewohnerinnen bedankten sich auch gleich mit einem Drei-Gänge- Menü gekocht, natürlich in der neuen Küche bei den Spendern Sabine Pohl- Löckmann, Markus Pohl und Bereichsleiter Michael Walde.

3 Der Verband der Einrichtungen im Essstörungsbereich ANAD-Dialog so intensiv kann niederschwellig sein ANAD e.v. war vor zwei Jahren angetreten eine online Plattform zu entwickeln, die Betroffenen, Eltern und Partnern rund um das ema Information und Hilfe bieten soll. Die Idee war ein möglichst niederschwelliges Angebot im Internet zu etablieren. Hier der erste Zwischenstand. Neben sozialen Kontakten und Informationsbeschaffung finden auch im weltweiten Netzt statt. Betroffene organisieren sich auf ProAna- und ProMia-Seiten, chatten, twittern und stellen Bilder online. Für ANAD war es wichtig der nahezu grenzenlosen Datenflut ein kompetentes, professionelles und direktes Angebot entgegenzustellen. So konnte mit Hilfe der Aktion Mensch das Projekt ANAD-Dialog geboren werden. Nach einer intensiven Recherche, Konzeption und Planung wurden zuerst Informationen für Betroffene, Eltern, Partner und Lehrer überarbeitet, optisch aufbereitet und strukturiert, so dass unter umfangreiches Material gefunden werden kann. ANAD-Dialog präsent im mobilen Zeiten Seit August 2012 gibt es auch einen ANAD-Dialog facebook-account (www.facebook.com/anad.muc). Hier werden Neuigkeiten und Interessantes rund um das Thema platziert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde noch keine Werbung für die Präsenz im sozialen Netzwerk gemacht und trotzdem gibt es bereits rund 150 Freunde, welche die Nachrichten verfolgen und kommentieren. Neben der klassischen beratung ist die Beratungsplattform ANAD-Dialog seit November 2012 in ihrer ganzen technischen Raffinesse online. Besonderheit dabei ist das sogenannte Responsive Design. Dies bedeutet, dass die Seite erkennt mit welchem Endgerät der Nutzer die Seite aufruft. ANAD- Dialog ist dann in der Lage entsprechend das Layout der Seite so zu verändern, dass, egal ob Tablett-PC, Smartphone oder normaler Computer, die Seite optimal angezeigt wird. Ein Service, der ANAD als zwingend notwendig erschien, denn wie die Statistik bestätigt gehen rund ein drittel der Klienten über ihr Handy auf die ANAD-Dialog Seite. Es kommt erstens anders Wie bei jeder soliden Konzeption, stützte sich auch des Projektteam um Dipl. Oecotrophologin Petra Erhart auf vorhandene Studien, Erfahrungswerte aus vergleichbaren Bereichen und eine gesunde Portion Bauchgefühl. Doch entgegen der ursprünglichen Annahme, dass ein besonders niederschwelliges Angebot notwendig sei mit kurzen Kontakten zu den KlientInnen, stellte sich im Laufe der Beratungsarbeit heraus, dass die Anfragen eine intensivere therapeutische Herangehensweise nötig machten. Eine Herausforderung, die das qualifizierte Team gerne annahm. Und so wurde aus der anfänglichen Idee eines schnellen und unverbindlichen Kontakts als Entscheidungshilfe für weitere Schritte, eine intensive, hochqualifizierte Beratung. Für das ANAD- Dialog Team und die ANAD Geschäftsleitung eine sehr positive Erkenntnis, denn die Entwicklung zeigt, dass ANAD gewohnte Professionalität und Kompetenz aus dem Therapielalltag in den Wohngruppen auch auf das Medium Internet übertragen konnte. Und die hohe Anzahl an Beratungen (wöchentlich zwischen 60 und 100 Neuanfragen) im Netz und am Telefon lassen darauf schließen, dass die Niederschwelligkeit im Sinne einer geringen Hemmschwelle beim Erstkontakt mit Sicherheit gegeben ist. Im Versuchsstadium befindet sich zur Zeit die persönliche Beratung über den Internettelfonanbieter Skype. Hierzu können noch keine Erkenntnisse veröffentlicht werden. Expertenforum Service von Experten für Experten Auch für Experten wie Ärzten, Therapeuten, Lehrer und Menschen, die mit Essgestörten arbeiten, soll ANAD-Dialog eine kompe- tente Anlaufstelle werden. Im Expertenforum beantworten Dr. Nina Buschek schriftliche Anfragen, deren Antworten dann im Forum allen Interessierten zu Verfügung stehen. Dr. Lisa Pecho übernimmt einen monatlichen Telefonservice. Das Forum ist ab jetzt kostenfrei nutzbar, die Kolleginnen freuen sich auf regen Zulauf. Vernetzung mit Hindernissen Eine weitere Idee war, die stärkere Vernetzung von nationalen Angeboten für Menschen mit einer Essstörung. Vereinzelt konnten Klienten an Beratungsstellen, Online- Bulimie Programme, Kliniken und Therapeuten weitergeleitet werden. In der Mehrzahl trägt der Kontakt mit den Beraterinnen von ANAD-Dialog zur Orientierung, Information und Entscheidungsfindung bei. Die meisten Klienten nehmen den Rat dankbar an, informieren das Team jedoch nicht über ihre nächsten Schritte. Daher ist es momentan nicht möglich nachzuvollziehen inwieweit die Weiterempfehlung funktioniert. Zusammenfassend ist das ANAD-Dialog Team und die Geschäftsleitung mit der Entwicklung des Portals sehr zufrieden und hochmotiviert weitere Optimierungen und Ideen umzusetzen.

4 ZUSAMMENFASSUNG EINES VORTRAGS VON VIOLA KAPPL, DIPL.-PSYCH., KJP CHARITE BERLIN Beitrag von Dr. med. Wally Wünsch-Leiteritz, Vorstandsmitglied des BFE Cognitive Remediation Therapie (CRT): Ein neuer Ansatz in der Behandlung von Bei Patientinnen mit einer Anorexia nervosa ist immer wieder auffällig und typisch, wie eingeengt im Denken und wie unflexibel die Betroffenen sind. Gleichzeitig sind sie perfektionistisch, vernünftig und regelorientiert, haben eine Vorliebe für Ordnung und Symmetrie. Diese Eigenschaften werden einer Untersuchung von Anderluh (2003) zufolge, schon im Kindesalter als typische Persönlichkeitsmerkmale späterer Anorexien beschrieben. Viele Eigenschaften sind dabei positiv, wie z.b. präzise, Detail focussiert und ehrgeizig sein zu können; eine erhöhte Vulnerabilität besteht aber durch eine übersteigerte Ausprägung dieser Eigenschaften. Unterernährung beeinflusst zudem das Denken und Verhalten in die gleiche Richtung; Perfektionismus und Zwanghaftigkeit erschweren Therapieprozesse und Erfolge. Studien (u.a. von Lask, Kaye, Tantschuria u.a.) zeigen, dass Pat. mit AN und BN neurobiologische Auffälligkeiten haben: 1. Kognitive Flexibilität (AN/ BN): vermindert 2. Zentrale Kohärenz (AN/ BN): vermindert 3. Visuell-räumliche Verarbeitung (AN,BN): vermindert 4. Impulsivität (erhöht) und Inhibitionskontrolle (vermindert) BN/BE Kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit zur Variation im Denken und Handeln, sie ermöglicht eine Anpassung an Umweltbedingungen durch Entscheiden, flexibles Lernen und Umlernen. Die Schwächen in der kognitiven Flexibilität scheinen dabei auch nach Gewichtsnormalisierung fortzubestehen (wohl da schon vorher vorhanden) und wurden in Familienuntersuchungen auch bei gesunden Geschwistern gefunden. Eine niedrige kognitive Flexibilität beinhaltet ein Festhalten an vertrauten Denkund Wahrnehmungsmustern mit einer Neigung zu betont regel-gebundenem Verhalten mit festen Regeln und Routinen. Essensrituale, ein monotoner Tagesablauf und tägliche Rituale mit einem rigiden Beibehalten, auch wenn dies hinderlich wird (damit keine flexible Anpassung an die Umwelt) findet sich bei unseren Patientinnen/Patienten. Der Beschäftigung mit Details, Ordnung und Symmetrie entspricht auf der Essenseite der Fokus auf Kalorien, Fett, Gewicht und sportlichen Routinen, was wiederum auch zur Beibehaltung der essgestörten Symptomatik beiträgt. Zentrale Kohärenz: Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht Unter zentraler Kohärenz versteht man den globalen kognitiven Verarbeitungs stil einer Person im Sinne von Zusammenhänge erkennen, Prioritäten setzen, wobei eine schwache zentrale Kohärenz einen detailfokussierten Verarbeitungsstil meint, so dass Details nicht in den Kontext integriert werden. Dazu gehört sich in Details verzetteln, Ordnung und Symmetrie übertreiben; Nächste BFE-Mitgliederversammlung am 8. November 2013 in Kassel. Einladung folgt im Oktober! auf das Essen bezogen einen extremen Fokus auf Kalorien, Anordnung des Essens, Anzahl von Essensbestandteilen, etc. und dies auf Kosten von Nährwert und Genuss. Auf den Körper bezogen findet sich das in einer Fokussierung auf bestimmte Körperteile, auf das Spiegelbild, dann auch auf den Sport, auf die Arbeit, die Schule mit stundenlangen Hausaufgaben oder Überstunden, alles bis zur (vermeintlichen) Perfektion. Die Fähigkeit, innerlich einen Schritt zurück zu treten gibt es nicht oder geht verloren. Fazit aus dieser neurobiologischen Basis: Verminderte kognitive Flexibilität und zentrale Kohärenz kommen sowohl bei Anorexie- als auch Bulimiepat. vor und sind unabhängig vom BMI. Somit können diese Faktoren zum einen als entwicklungsbedingte Grundlagen für angesehen werden, aber auch als Faktoren, die zur Aufrechterhaltung einer Essstörung beitragen. Eine ver- Fortsetzung nächste Seite

5 Der Verband der Einrichtungen im Essstörungsbereich minderte Impulskontrolle kommt dabei zusätzlich bei den Bulimiepat. dazu, ebenso wie als einzigem dieser Auffälligkeiten bei Binge Eating Störungen. Dieser neue Therapieansatz (CRT) ist als eine add-on Therapie (also als eine zusätzliche Therapiemaßnahme) zu verstehen, die nicht die bisherigen Therapiestrategien ersetzen soll, sondern diese ergänzt. Es soll dabei zusätzlicher Fokus auf die Art des Denkens unserer Patientinnen/ Patienten gelegt werden. Prof. Bryan Lask, London beschreibt das so: Nicht was denkt die Pat./der Pat., sondern wie denkt sie/er?, ist das, was uns zusätzlich beschäftigen sollte. Andreas Schnebel (BFE) mit Barbara Sturm (Waage e.v.) COGNITIVE REMEDIATION THERAPIE IM ÜBERBLICK Die 3 Bausteine von CRT 1. Kognitive Übungen/Spiele 2. Reflektion eigener Denkmuster 3. Anwenden im Alltag, um Gewohnheiten und Automatismen zu verändern und daraus folgend die kognitive Flexibilität zu stärken und zu erweitern, was neuronale Regelkreise verstärken und Verhalten verändern kann Ziel der CRT Kognitive Flexibilität stärken Perspektive wechseln Vorplanen versus spontan sein Hineinversetzen in Andere Schnell sein versus genau sein neue bzw. andere Regeln erkennen und anwenden Details versus das große Ganze sehen Aufgaben einteilen (Schritt für Schritt) Lernen und Erinnern neuer Informationen Abschiedsfeier von barbara sturm, WAAge e.v. hamburg Es wird nicht nur gelacht sondern auch geweint, wenn eine liebe Kollegin nach Jahrzehnten gemeinsamer, erfolgreicher und intensiver Zusammenarbeit in den verdienten Ruhestand geht. BARBARA STURM, Lehrerin, Psychotherapeutin, Gründerin der Waage e.v. Hamburg, Gründungsmitglied des BFE und Sprecherin des Fachausschusses sagt: Tschüß aber nicht Lebewohl". Eine Mischung aus Kompetenz und Menschlichkeit gepaart mit viel Energie, Lebensfreude und Freude an klaren Worten zeichnen den Lebensweg der Feministin aus. Was bleibt: Natürlich eine große Lücke aber auch die Früchte ihrer Arbeit ein echte Schatzkiste HERZLICHEN DANK und AUF WIEDERSEHN! Mechanismen der Veränderung Lernen, wie eigene Denkmuster das Leben beeinflussen und leichter oder schwerer machen. Verstehen, wie Denkmuster zu krankheitsrelevanten Entscheidungen beitragen. Verhaltensexperimente ermöglichen neue Erfahrungen und langfristig neue Verknüpfungen im Gehirn. Rubrik Fünf 5 Fragen 5 Antworten an Frau Dr. Doris Weipert Forum für Ess-Störungen, Wiesbaden 5 Fragen 5 Antworten Zum Thema Esssen. Gefragt und beantwortet mit einem Augenzwincken! Frau Weipert, hier kommen Ihre 5 Fragen : 1. Mit welcher Person des öffentlichen Lebens würden Sie gerne einmal Essen gehen? Peggy Claude Pierre, - eine kanadische Psychologin, die gemeinsam mit ihrem 2. Ehemann (Arzt) die Montreux- Klinik für schwerkranke Anorexie-Patienten 1990 eröffnete. Ihre beiden Töchter sind nach einander an Magersucht erkrankt 2. Warum haben Sie sich für Peggy Claude Pierre entschieden? Sie hat sehr intensiv die Denkmuster der Magersüchtigen studiert und sich mit deren kognitivem Verarbeitungsmodus beschäftigt, vieles davon wird heute in der Psychotherapie mit diesen Patienten bearbeitet. 3. Welches Restaurant würden Sie für das Treffen wählen?. In einem Restaurant mit herrlichem Blick in Vancouver 4. Was werden Sie bestellen? Gegrillten Fisch aus dem Pazifik mit Ofenkartoffeln und Creme fraiche. 5. Was wird Ihr»Bauch«nach diesem Essen sagen? Ich bewundere den Mut dieser Frau, sich so intensiv mit dieser Krankheit beschäftigt zu haben, sie war erapeutin für andere und Angehörige von Betroffenen zugleich.

6 KBV-INNOVATIONSMESSE VOM 16. BIS 17. APRIL 2013 IM DBB FORUM BERLIN Anreizmodelle für kooperative Versorgung Beitrag von Dr. Doris Weipert, Vorstandsmitglied des BFE BUCHTIPP WER BIN ICH? ICH BIN WER! verstehen, verhindern und überwinden Doris Weipert, BFE Vorstand (l.) Dipl. Med. Regina Feldmann, KBV (m.) im Gespräch mit dem Gesundheitsminister Daniel Bahr(r.) Am Info-Stand des BFE. Thema: Qualitätssicherung ambulante Versorgung von Patienten mit. Die jährliche Veranstaltung der Kassenärztlichen vereinigung hat das Ziel neue Versorgungsstrukturen für bestimmte Herausforderungen unseres Gesundheitssystems vorzustellen. Dabei geht es meistens um Netzwerke, die für Betroffene eine deutliche Verbesserung ihrer besonderen Problematik darstellen, z.b. ambulante und stationäre Palliativversorgung, Betreu- KLEIN aber FEIN der BFE-Infostand auf der KBV-Messe. Dieses Schema stammt aus einer Präsentation von Andrea Frewer und Beate Ebert ung von Versicherten mit langen Arbeitsunfähigkeitszeiten, psychiatrische Netzwerke für chronisch kranke Patienten, Früherkennung von Entwicklungsverzögerungen bei Säuglingen etc. Der 2011 von der KBV vorgestellte Vertragsentwurf für die qualitätsgesicherte ambulante Versorgung für Patienten mit ist aus Sicht des BFE ein sehr konstruktiver Vorschlag für die Verbesserung der aktuellen Situation. Dieser Vertrag muss nur noch vor Ort in den jeweiligen regionalen KVen umgesetzt werden. Der BFE Info-Stand auf der Messe wurde von Sabine Dohme und Dr. Doris Weipert betreut. Zusätzlich kam auch noch die Kollegin Dipl.Psych. Betinna Scheuring, die auch im letzten Jahr uns diesbezüglich unterstützt hat. Herr BM für Gesundheit Daniel Bahr ging in Begleitung von Dr. Bernhard Gibis (KBV) über die Messe, um Ein interdisziplinäres AutorInnenteam beschreibt neue geschlechtersensible Konzepte zur Prävention, Beratung und Therapie von. Kriterien gelingender Prävention und praxiserprobte Methoden aus der präventiven Arbeit mit Mädchen und Jungen werden vorgestellt. Die Motivation und Ambivalenz in der Beratung mit Mädchen sind ebenso Thema, wie Ansätze der ambulanten und stationären Therapie und Ernährungsberatung. Die Beiträge geben Fachkräften, Betroffenen und Angehö- sich entsprechend zu informieren. Im Gespräch mit Doris Weipert (siehe Foto) wurde die Zurückhaltung der Kostenträger in Bezug auf den Vertragsentwurf der KBV diskutiert. Dr. Doris Weipert hat innerhalb des Fachforums 2 (psychische Erkrankungen) einen Vortrag gehalten mit dem Titel: Die Umsetzung der S 3-Leitlinien in der ambulanten Behandlung von am Beispiel des multimodalen Konzeptes innerhalb der IGV 7 Jahre Erfahrung mit den BKKS in einer Modell-Praxis in Wiesbaden. rigen einen Einblick in die verschiedenen Hilfesettings. Hrsg.: Katharina Zeller, Eva Lohner, Regine Kottmann ISBN Tübingen 2012, dgvt Verlag Zu diesem Vortrag wurden Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung vorgestellt. Fazit: Die multimodale Behandlung hilft den Patienten sich selbst mehr zu akzeptieren und damit neue Erfahrungen zu machen, die für die Genesung bedeutsam sind. 20 Jahre BFE Im November 2014 feiert der fachverband sein 20-jähriges Bestehen. Um Anregungen für unsere Feier wird gebeten! Kontakt: Sabine Dohme

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