Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Masterstudium Kulturwissenschaft und Kulturmanagement Sommersemester 2013

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1 Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Masterstudium Kulturwissenschaft und Kulturmanagement Sommersemester 2013 Termine und Fristen im Sommersemester 2013 Alle regelmäßigen Veranstaltungen finden ab Montag, den 15. April 2013 statt; vorlesungsfrei ist vom 21. bis 24. Mai 2013; Ende der regelmäßigen Veranstaltungen ist am Dienstag, den 16. Juli Am Mittwoch, den 17. Juli 2013 finden wegen Teilnahme am Lernfestival an der PHL keine Veranstaltungen mehr statt. Einführung in das Semester (Prof. Dr. Knubben) Dienstag, 16. April Uhr bis Uhr in Raum Die Zulassung zu den Modulprüfungen kann vom 1. bis 16. Juli 2013 beantragt werden. Abgabe der Modulhausarbeiten/Fallanalysen, zu denen Sie zugelassen wurden, und der Portfolio- Leistungen ist vom 16. Juli bis spätestens 2. September 2013 möglich. Einzelklausuren: Gesellschaftsrecht Mittwoch, 10. Juli 2013 Steuerrecht Montag, 15. Juli Uhr Uhr Modulklausuren (Anmeldung erforderlich): Modul 4 Kulturpolitik Montag, 22. Juli Uhr Modul 12 Personalmanagement Mittwoch, 24. Juli Uhr Modul 13 Kulturmarketing Montag, 29. Juli 2013 Modul 10 Rechnungswesen Mittwoch, 31. Juli Uhr Uhr

2 Montag Modul 19 (Pflichtmodul) Teamlabor Kulturbetrieb Koordination: Dr. Petra Schneidewind / Yvonne Pröbstle M.A. Übung Mo Uhr Raum und Kulturmanagement bezeichnet einer allgemeinen Definition zufolge einen Komplex von Steuerungsaufgaben zur Hervorbringung und Sicherung kultureller Angebote in arbeitsteiligen Systemen. Dazu braucht es Ideen, Ressourcen, Verfahren, Techniken und ein Team. Das Teamlabor Kulturbetrieb, zu dem sich jeweils vier bis fünf Studierende für mehrere Semester als Unternehmensgründer zusammenfinden, bietet den Ort und die Chance, viele Elemente des Kulturmanagements an einem konkreten, wenn auch fiktiven Beispiel zusammenzufassen und durchzuspielen. Welche Voraussetzungen muss ich als Gründer eines Kulturbetriebs erfüllen? Welche Unternehmensideen sind attraktiv? Wie plane ich mein eigenes Unternehmen? Wie erstelle ich einen Businessplan? Wie treffe ich strategische Entscheidungen, wie agiere ich operativ erfolgreich? Wie bilde ich ein schlagkräftiges Team? Wie funktioniert die Finanzierung, wie das Marketing, wie die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit? Die notwendigen Bausteine zur Beantwortung all dieser Fragen liefert das Lehrangebot des Studiengangs. Der Transfer in die Praxis des Kulturbetriebs kann dann in der Eigenregie der Studierenden im Teamlabor erfolgen. Die theoretischen und praktischen Anforderungen im komplexen System des Kulturbetriebs werden so spielerisch eingeübt. Zugleich eröffnen sich Chancen der Verbindung von kreativem Denken und geschäftstüchtigem Rechnen. In diesem Semester stehen als Projektaufgaben an: Wahl der Rechtsform, Weiterentwicklung der strategischen Geschäftsfelder, Personalplanung, Weiterentwicklung des Marketing- und Kommunikationskonzeptes sowie die Kapitalbedarfsplanung. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist für alle Studierenden Pflicht.

3 Modul 6 (Pflichtmodul) Musikwissenschaft II: Musik im Schatten Beethovens Prof. Dr. Hartmut Flechsig Vorlesung/Seminar Raum Mo Uhr Heimlich im Stillen hoffe ich wohl selbst noch etwas aus mir machen zu können, aber wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen? Mit diesem Ausspruch des (damals wahrscheinlich) achtzehnjährigen Schubert ist ein Problem des ganzen 19. Jahrhunderts benannt; sich mit ihm auseinanderzusetzen, kann auch zu einem gegenwärtigen Musikverständnis beitragen. Hörbeispiele werden ergänzt durch Interpretation von Texten und Bildzeugnissen. de LaMotte-Haber, Helga / Eckhard Tramsen (Hrsg.) (2004): Musikästhetik. Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft, Bd. 1, Laaber. Geck, Martin (1993): Von Beethoven bis Mahler: die Musik des deutschen Idealismus, Stuttgart u. Weimar. Brzoska, Matthias / Michael Heinemann (Hrsg.) (2004): Die Geschichte der Musik, Band 2 ( Die Musik der Klassik und Romantik ), 2. Aufl., Laaber. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an zwei Seminaren aus je zwei Fachrichtungen erforderlich. Nachdem die Teilnahme an zwei Seminaren nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden. Die ECTS-Punkte werden jedoch erst nach der Teilnahme an allen Seminaren und der bestandenen Modulhausarbeit vergeben.

4 Modul 10 (Wahlpflichtmodul) Internes Rechnungswesen und Controlling Dr. Petra Schneidewind Seminar Raum Mo Uhr Das Management jedes Unternehmens wird durch die Controllingfunktion unterstützt. Längst ist die betriebswirtschaftliche Servicefunktion fester Bestandteil des Führungssystems in Unternehmen. In den Kulturbetrieben sieht es anders aus. Theoretisch setzt man sich mit der Controllingfunktion seit ca auseinander, die praktische Umsetzung ist jedoch nicht sehr weit entwickelt. In der Zukunft wird die Qualität der Führungssysteme in Kulturbetrieben stark an Bedeutung gewinnen. Im Wettbewerb um Ressourcen werden diejenigen mit einer guten zielorientierten Steuerung ihre Existenz sichern können. Im Seminar soll geklärt werden, was hinter dem Controllingbegriff steckt und wie die spezielle Ausgestaltung in den Kulturbetrieben aussieht. Das richtige Controllingverständnis ist wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung. Die Controllingfunktion wird der betriebswirtschaftlichen Teilfunktion Rechnungswesen zugeordnet, ihre Beziehung zu den anderen Teilfunktionen des Rechnungswesens, dem externen Rechnungswesen und der Kosten- und Leistungsrechnung wird Gegenstand der Untersuchung sein. Beim Überblick über die Instrumentarien des Controllings werden vor allem die Instrumente der Kosten- und Leistungsrechnung vertieft. Fragen der Einführung und Konzeption von Controllingkonzepten werden anhand von konkreten Fachbeispielen erläutert. Horvàth & Partner (Hrsg.) (2006): Das Controllingkonzept. Der Weg zu einem wirkungsvollen Controllingsystem, München. Schneidewind, Petra (2012): Controlling im Kulturmanagement. Eine Einführung, Wiesbaden. Schneidewind, Petra (2006): Betriebswirtschaft für das Kulturmanagement, Bielefeld. Schneidewind, Petra (2000): Entwicklung eines Theater-Management-Informationssystems, Frankfurt/M. Vollmuth, Hilmar (2003): Controlling Instrumente von A-Z, Planegg/München. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an einem weiteren Seminar erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulklausur beantragt werden.

5 Modul 15 (Wahlpflichtmodul) Steuerrecht Prof. Margarete Berndt Vorlesung Raum Mo Uhr Steuerrechtliche Aspekte spielen im heutigen Kulturbetrieb eine immer größere Rolle. Das gilt nicht nur für den privatwirtschaftlichen Bereich, wo selbstverständlich eine Steuerpflicht besteht, sondern auch für den öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen Bereich, wo durch eine Tätigkeit außerhalb des Zweckbetriebs durchaus eine Steuerpflicht entstehen kann. Es ist deshalb sowohl aus strafrechtlicher Sicht (Steuerhinterziehung) als auch mit Blick auf die Kulturfinanzierung (Kostenfaktor Steuern) unumgänglich, dass Kulturmanager zumindest über Grundkenntnisse des Steuerrechts verfügen. Das Seminar wird in die Grundlagen des deutschen Steuerrechts einführen und anschließend die wichtigsten Steuerarten (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer) vorstellen, soweit sie für die Arbeit im Kulturbetrieb von besonderem Interesse sind. Stolz, Hansjörg (1999): Die Kunst im Steuerrecht, Heidelberg. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an einer Klausur am Ende des Seminars erforderlich.

6 Modul 13 (Pflichtmodul) Online-Kulturmarketing Andreas Schoenrock M.A. Seminar Raum Mo, außer /13.05./20.05./ Uhr Kompakttermin am : Uhr Das Internet eröffnet durch die vielfältigen Möglichkeiten der Online-Präsentation und Kommunikation neue Wege, um Interessierten Zugang zu Kunst und Kultur zu verschaffen. Neben der Schaffung neuer Kunstformen haben sich vor allem die Möglichkeiten des Austausches über Kunst und Kultur verändert. Die gestiegene Bedeutung der neuen Kommunikationsformen hat aber vor allem dazu geführt, dass Online-Marketing inzwischen auch für Kulturbetriebe zu einem unverzichtbaren Instrument geworden ist. Nachdem in einem Überblick zunächst Ziele und Grundlagen des Internet-Marketings vorgestellt werden, stehen vor allem der konzeptionelle Umgang mit den Werkzeugen und Instrumenten digitaler Marketingmaßnahmen und deren praktische Umsetzung im Fokus des Seminars. In Gruppen werden konkrete Lösungsstrategien für reale Problemstellungen konzipiert und (möglichst) weitreichend umgesetzt. Die eingesetzten Mittel können dabei von klassischen Web 1.0 -Elementen (Suchmaschinenmarketing, Newsletter, Bannerwerbung etc.) über Web 2.0 -Werkzeuge (Soziale Netzwerke, Blogs, Feeds etc.) bis hin zu mobilen Anwendungen (Augmented Reality, Location Based Services etc.) reichen. Der Kompakttermin dient der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema, der eigenständigen Problemfindung und der Entwicklung einer (Online-)Marketingstrategie. Diese wird in den weiteren Sitzungen umgesetzt werden. Bitte bringen Sie spätestens ab dem Kompakttermin ihre Laptops inklusive VPN-Client mit, sodass Sie die Möglichkeit haben, online zu arbeiten. Alby, Tom (2010): Web 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien, München. Frank, Simon A. (2011): Kulturmarketing im Internet. In: Klein, Armin (Hrsg.): Kompendium Kulturmanagement, 3. Aufl., München. Hörner, Thomas (2006): Marketing im Internet. Konzepte zur erfolgreichen Online-Präsenz, München. Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hg.) (2011): Jahrbuch für Kulturpolitik. Thema: Digitalisierung und Internet. Essen. Back, Andrea (Hg.) (2008): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis: Grundlagen, Fallstudien und Trends zum Einsatz von Social Software. München. Fischer, Mario (2009): Website Boosting 2.0. Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing. Heidelberg. Kielholz, Annette (2008): Online-Kommunikation: Die Psychologie der neuen Medien für die Berufspraxis. Heidelberg. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an einem weiteren Seminar erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulklausur beantragt werden.

7 Dienstag Modul 1 (Pflichtmodul) Kulturtheorie der Moderne Prof. Dr. Thomas Knubben Vorlesung Raum Di Uhr Welche Vorstellungen, welche Konzepte und welche Kritiken verbinden sich mit der Moderne und welche Bedeutung kommt dabei der Kultur zu? Was berechtigt überhaupt, von der Moderne als einem eigenen Zeitalter zu sprechen? Und wann kann ihr Beginn verortet werden, wann gegebenenfalls ihr Ende? Das sind Leitfragen, mit denen sich die Vorlesung beschäftigt. Anhand von ausgewählten Texten von der Aufklärung bis zur Postmoderne werden zentrale Stationen und Positionen der Kulturtheorie der Moderne vorgestellt und diskutiert. Böhme, Hartmut / Peter Matussek / Lothar Müller (2002): Orientierung Kulturwissenschaft, 2. Aufl., Reinbek b. Hamburg. Fuchs, Max (2008): Kultur Macht Sinn. Einführung in die Kulturwissenschaft, Wiesbaden. Hansen, Klaus P. (2003): Kultur und Wissenschaft, 3. Aufl., Tübingen u. Basel. Hofmann, Martin Ludwig / Tobias F. Korta / Sibylle Niekisch (2004/2006): Culture Club. Klassiker der Kulturtheorie, Frankfurt/N. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an zwei Seminaren erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden.

8 Modul 6 (Pflichtmodul) Literaturwissenschaft II: Die literarische Moderne Dr. Christiane Dätsch Vorlesung/Seminar Raum Di Uhr Das Seminar behandelt den historischen Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. Dabei stehen zentrale Texte der literarischen Moderne von Autoren wie Hofmannsthal, Rilke, Schnitzler, Kafka, Benn, Roth, Döblin oder Brecht im Mittelpunkt. Eine konzentrierte Auswahl an Texten wird im Seminar besprochen. Thematisches Zentrum bildet die Anverwandlung der Diskurse der ästhetischen Moderne in der literarischen Moderne. In Auseinandersetzung mit dem Naturalismus artikulieren die Autoren eine Radikalisierung der Subjektivität (empfunden als Ich-Krise ). Sie entwerfen eine Metaphysik des Lebens (als Alternative zum Vernunftkonzept der Aufklärung und zu den Heilsversprechen des Christentums) und beleben die Idee der Erneuerung der Gesellschaft durch die Kunst (angesichts des empfundenen Werteverlusts und einer durch Krieg real bedrohten Gesellschaftsordnung). Zugleich sehen sich die Autoren Entfremdungserfahrungen ausgesetzt; in ihren Texten endet die Teleologie häufig in Apokalypsen. Insgesamt radikalisiert die literarische Moderne die ästhetischen Verfahrensweisen der Literatur des 19. Jahrhunderts. Die Regeln des Realismus werden angezweifelt; nicht nur der Glaube an das Gelingen von Kommunikation, auch das (Sprach-) Material selbst steht zur Disposition. Zugleich lenkt der Verlust von Sinn die Aufmerksamkeit auf den Prozess: Produktion und (subjektive) Rezeption rücken als Elemente der Literatur ins Zentrum. Eine ausführliche Literaturliste wird vor Seminarbeginn in sisyphos eingestellt. Einführende Lektüre: Ajouri, Philipp (2009): Literatur um 1900: Naturalismus - Fin de Siècle Expressionismus, Berlin. Anz, Thomas (2010): Literatur des Expressionismus, 2., aktual. Aufl., Stuttgart. Becker, Sabina / Helmut Kiesel (Hrsg.) (2007): Die literarische Moderne. Begriff und Phänomen, Berlin. Horkheimer, Max / Theodor W. Adorno (1944/97): Die Dialektik der Aufklärung, Frankfurt/M. Lahn, Silke / Jan Christoph Meister (2008): Einführung in die Erzähltextanalyse, Stuttgart. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an zwei Seminaren aus je zwei Fachrichtungen erforderlich. Nachdem die Teilnahme an zwei Seminaren nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden. Die ECTS-Punkte werden jedoch erst nach der Teilnahme an allen Seminaren und der bestandenen Modulhausarbeit vergeben.

9 Modul 4 (Pflichtmodul) Kulturpolitik im internationalen Vergleich Prof. Dr. Thomas Knubben Seminar Raum Di Uhr Andere Länder, andere Formen des Kulturmanagements. So sehr allenthalben von Globalisierung und unvermeidbarer Angleichung der Lebensstile die Rede ist, so sehr behaupten sich doch unterschiedliche historische, rechtliche, finanzielle und mentale Strukturen in der Gestaltung der Kulturpolitik und des Kulturmanagements in den verschiedenen Ländern. Unterschiedliche Auffassungen von den kulturellen Aufgaben des Staates und den Anteilen privater Träger können dabei ebenso zum Tragen kommen wie Differenzen in der mal zentralistischen, mal föderalistischen Gestaltung der Kulturpolitik. Auch wenn sich manche Strukturen als außerordentlich zählebig erweisen und Übertragungen zumeist nur modifiziert erfolgen können, bietet die Kenntnis unterschiedlicher Kulturverständnisse und Verfahrensweisen doch auch Ansatzpunkte und Hilfestellungen zur Weiterentwicklung der eigenen Verhältnisse. In den Blick genommen werden durch Vergleichsuntersuchungen u. a. das Kulturmanagement in den USA, Frankreich, England, Skandinaviens, der Schweiz und Österreich. Österreichische Kulturdokumentation. Internationales Archiv für Kulturanalysen (Hrsg.) (1995): Kulturpolitik und Kulturadministration in Europa. 42 Einblicke, Wien. Heinrichs, Werner (1997): Kulturpolitik und Kulturfinanzierung, München. Dokumentation des Europarates im Internet: culturalpolicies.net. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an einem weiteren Seminare erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulklausur beantragt werden.

10 Mittwoch Modul 4 (Pflichtmodul) Medienpolitik und Medieninstitutionen Dr. Christiane Dätsch Seminar Raum Mi Uhr Nach einer einführenden Übersicht über verschiedene Aspekte der Medienkunde konzentrieren wir uns auf Fragen der Medienpolitik. Untersucht werden u. a. die wichtigsten Aussagen der Presse- und Mediengesetze auf Länderebene sowie die entscheidenden Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts. Auch staatliche Fördermaßnahmen, Steuerprivilegien und Fusionsauflagen spielen bei der Rahmensicherung politischer Meinungsvielfalt und kultureller Qualität eine Rolle. Um einen Überblick über die bundesdeutsche Medienlandschaft zu gewinnen, untersuchen wir die Bereiche Presse, Hörfunk und Fernsehen sowie Film und Buchverlag. Auf welcher finanziellen Basis arbeiten die verschiedenen Medien, und wie sind sie rechtlich verfasst? Welche Organisationsstrukturen sind für die Programmplanung typisch? Gibt es externe Beeinflussungsversuche oder Kontrollorgane für das inhaltliche Angebot? Solche Fragen sollen in Übersichtsdarstellungen (durch Kurzreferate und Thesenpapiere) geklärt und fallweise am Einzelbeispiel (Exkursion oder Gastgespräch) erörtert werden. Hachmeister, Lutz (Hrsg.) (2008): Grundlagen der Medienpolitik. Ein Handbuch, München. Hans-Bredow-Institut (Hrsg.) (2006): Medien von A bis Z, Wiesbaden. Puppis, Manuel (2010): Einführung in die Medienpolitik, 2. vollst. überarb. Aufl., Konstanz. Schrag, Wolfram (2007): Medienlandschaft Deutschland, Konstanz. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an einem weiteren Seminare erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulklausur beantragt werden.

11 Modul 17 (Wahlpflichtmodul) Kultur und Tourismus Yvonne Pröbstle M.A. Seminar Raum Mi Uhr Stell Dir vor, es gibt Kultur und Touristen gehen hin! Besucherentwicklung findet vielerorts längst nicht mehr nur in einem regional oder gar lokal begrenzten geographischen Raum statt. Ein reisefreudiges Kulturpublikum rückt zunehmend in den Fokus des Kulturbetriebs. Dabei handelt es sich jedoch keinesfalls um einen Alleingang der Kulturakteure. Mittlerweile setzen zahlreiche Kommunen im deutschsprachigen Raum auf kulturelle Sehenswürdigkeiten und Events in Form von Sonderausstellungen und Festivals, Tourismusorganisationen bauen in ihren Marketingkonzeptionen auf den Attraktivitätsfaktor Kultur, einzelnen Akteure zielen auf eine kulturtouristische Vernetzung und Spezialanbieter profilieren sich mit kulturtouristischen Nischenprodukten. Kulturtourismus ist folglich nicht auf dem Kulturbetrieb beschränkt, sondern setzt vielmehr die Kooperation mit Tourismusakteuren voraus. Kulturmanager können diese Zusammenarbeit initiieren und koordinieren. Das Seminar beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen des Tourismus. Darauf aufbauend wenden wir uns dem Kulturtourismus im Speziellen zu. Neben Erscheinungsformen und Akteuren beschäftigen wir uns mit den Merkmalen der kulturtouristischen Nachfrage. In weiteren Sitzungen werden u. a. die verschiedenen Kooperationsformen zwischen Kultur und Tourismus behandelt und Spezifika eines Kulturtourismusmarketings vorgestellt. Freyer, Walter (2011): Tourismus. Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 10. Aufl., München u. Wien. Pröbstle, Yvonne (2011): Kulturtourismus als Handlungsfeld im Kulturbetrieb: eine vermeintliche Baustelle? In: Klein, Armin (Hg.): Taten.Drang.Kultur. Kulturmanagement in Deutschland , Wiesbaden, S Steinecke, Albrecht (2012): Management und Marketing im Kulturtourismus. Basiswissen Praxisbeispiele Checklisten, Wiesbaden. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an vier Seminaren erforderlich. Nachdem die Teilnahme an zwei Seminaren nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden. Die ECTS-Punkte werden jedoch erst nach der Teilnahme an allen Seminaren und der bestandenen Modulhausarbeit vergeben.

12 Kompaktveranstaltungen Modul 18 (Wahlmodul, unbenotet) Kreatives Schreiben: Von der Idee zum Text zum guten Text Tilman Rau Kompaktseminar Raum Do / Fr / jeweils Uhr Schreiben ist ein Prozess, ein Weg. Ganz gleich, für welche Form man sich entscheidet, es sind immer dieselben Stationen, die es abzuschreiten gilt. Am Anfang steht eine Idee, aus der meist intuitiv eine erste Textversion entsteht. Doch damit ist die Arbeit nicht getan. Erst die (selbst)kritische und gründliche Überarbeitung macht aus einem Entwurf einen fertigen und runden Text. Das erfordert Geduld und Technik. Und manchmal auch Mut. Im Seminar wird, praktisch und theoretisch, der gesamte Weg beschritten. Es werden Werkzeuge zur Themengenerierung vorgestellt und ausprobiert, anschließend entstehen Texte, die diskutiert und redigiert werden. Ziel ist, eigene Schreibpotentiale zu erkennen und zu nutzen, Techniken einzusetzen und das Wechselspiel aus Thema, Form und Sprache zu beherrschen. Alle TeilnehmerInnen werden zwischen den Seminartagen Texte verfassen, an denen dann gearbeitet wird. Dieser Aufwand ist zwingend erforderlich. Das Seminar ist ohne Benotung. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist der Seminarbesuch ausreichend. Das Seminar ist ohne Benotung. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist der Seminarbesuch ausreichend.

13 Modul 12 (Wahlpflichtmodul) Theorie und Praxis des Networking Klaus Gasteiger M.A. Kompaktseminar Raum Do Uhr Fr Uhr Das Denken und Handeln in Netzwerken gilt mittlerweile als Grundlage für erfolgreiches Management. Die Halbwertszeit des Wissens verkürzt sich ständig, der Wettbewerb nimmt zu und die Komplexität der zu bewältigenden Herausforderungen steigt. In einem derartigen Umfeld ist sowohl der Zugang als auch das gekonnte Bewegen und Agieren in Netzwerken von entscheidender Bedeutung. Intelligentes Beziehungsmanagement hilft dabei nicht nur die eigene Karriere zu befördern, sondern ist vor allem eine wichtige Managementfunktion. Das Seminar legt anhand einschlägiger Netzwerktheorien eine Basis, um die Struktur und die Funktionsweisen unterschiedlicher Netzwerke erklären. Auf dieser Grundlage werden Strategien und Möglichkeiten vorgestellt, ein eigenes Netzwerk aufzubauen und bestehende Netzwerke zu pflegen also Networking zu betreiben. Praktische Übungen ausgehend von der Analyse des eigenen bestehenden Netzwerkes jedes Teilnehmers begleiten das Seminar. Aderhold, Jens / Matthias Meyer / Ralf Wetzel (Hrsg.) (2005): Modernes Netzwerkmanagement: Anforderungen Methoden Anwendungsfelder, Wiesbaden. Helmcke, Martina (2008): Handbuch Netzwerk- und Kooperationsmanagement, Bielefeld. Reiners, Felix (2008): Networking in Organisationen, München u. Mering. Rifkin, Jeremy (2000): Access, Das Verschwinden des Eigentums, Frankfurt/Main u. New York. Röthlingshöfer, Bernd (2008) Mundpropaganda-Marketing. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht, München. Sydow, Jörg (2006): Management von Netzwerkorganisationen, Wiesbaden. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an einem weiteren Seminar erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulklausur beantragt werden.

14 Modul 19 (Pflichtmodul) Kultur vor Ort: Paris Prof. Dr. Thomas Knubben / Dr. Clemens Klünemann / Dr. Christiane Dätsch Exkursion vom 21. bis 25. Mai 2013 Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris. Das Bonmot, dem Dichter Heinrich Heine ( ) zugeschrieben, stimmt ein auf die Architektur jener Stadt, die in diesem Jahr Ziel der Sommerexkursion ist. Paris, Hauptstadt des 19. Jahrhunderts (Walter Benjamin), hatte und hat eine nicht zu überschätzende Bedeutung für die europäische, ja internationale Kultur. Dies trifft auf einzelne Künste Literatur, bildende Kunst, Musik oder Theater ebenso zu wie auf die Weltkultur als solche. Ob Kulturerbe oder Kulturaustausch: In Paris befinden sich bedeutende Kultur- und Kunstinstitutionen, in denen Kulturmanager in unterschiedlichsten Funktionen arbeiten. Anlass für die Wahl des Exkursionszieles ist die 50-jährige Wiederkehr der Unterzeichnung des Elysée- Vertrags, der die deutsch-französischen Beziehungen auf besondere Art und Weise festschrieb und festigte - auch in der gemeinsamen Kulturpolitik. Nicht zuletzt dank zahlreicher Institutionen sind diese deutsch-französischen Beziehungen bis heute äußerst lebendig. Darüber hinaus widmet sich die Exkursion dem internationalen Kulturaustausch und der Weltkultur, die in Paris durch Kolonisation und Migration ihren besonderen Ausdruck findet, ebenso wie dem Thema des (Welt-)Kulturerbes (UNESCO) sowie der modernen Kunst- und Kulturlandschaft in der Metropole. Das detaillierte Programm wird zu Beginn des Sommersemesters vorliegen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist für alle Studierenden des 2. Semesters Pflicht.

15 Modul 15 (Wahlpflichtmodul) Gesellschaftsrecht Prof. Dr. Simone Grimm Seminar Raum Do Uhr Fr Uhr In dem Seminar werden die verschiedenen gesellschaftsrechtlichen Rechtsformen, wie der Verein, die BGB-Gesellschaft, die Partnerschaftsgesellschaft, die GmbH, die Aktiengesellschaft und die eingetragene Genossenschaft vorgestellt. Ziel des Seminars ist es, den Entscheidern im Kulturbereich Grundlagen für die Organisation und Rechtsformenwahl zu vermitteln. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an einer Klausur am Ende des Seminars erforderlich.

16 Modul 6 (Pflichtmodul) Kunst- und Bildwissenschaft I: MenschenBilder in der historischen und zeitgenössischen Kunst Prof. Dr. Bettina Uhlig Vorlesung/Kompaktseminar Raum Do Uhr Fr/Sa 21./ jeweils Uhr Die Vorlesung befasst sich mit den Grundlagen der Kunst- und Bildwissenschaft. Die inhaltliche Klammer ist die Frage nach spezifischen Menschenbildern und deren Wirkung auf den Betrachter. Wir werden uns am Beispiel künstlerischer Positionen der Gegenwartskunst und historischen Kunst, aber auch aktueller Bilderwelten mit dem Begriff des Menschenbildes auseinandersetzen; Menschenbilder im Hinblick auf soziale, kulturelle, geschlechterspezifische, ethische u. a. Aspekte untersuchen; Zusammenhänge, Parallelen, Differenzen feststellen und diskutieren. Ein integraler Schwerpunkt der Vorlesung sind spezifische kunst- und bildwissenschaftliche Methoden in Theorie und Anwendung. Boehm, Gottfried (Hrsg.) (1994): Was ist ein Bild? München. Bätschmann, Oskar(2001): Einführung in die kunstgeschichtliche Hermeneutik, 5. Aufl., Darmstadt. Sowa, Hubert / Bettina Uhlig (2006): Bildhandlungen und ihr Sinn. In: Niesyto, Horst / Winfried Marotzki (Hrsg.): Bildinterpretation und Bildverstehen, S Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an zwei Seminaren aus je zwei Fachrichtungen erforderlich. Nachdem die Teilnahme an zwei Seminaren nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden. Die ECTS-Punkte werden jedoch erst nach der Teilnahme an allen Seminaren und der bestandenen Modulhausarbeit vergeben.

17 Modul 17 (Wahlpflichtmodul) Musikland Deutschland Musikbetrieb Christian Lorenz Kompaktseminar Raum Do /04.07./ jeweils Uhr Kultur ist kein Ornament. Sie ist das Fundament auf dem unsere Gesellschaft steht und auf das sie baut. Es ist Aufgabe der Politik, dieses zu sichern und zu stärken. So lautet die Devise, die dem Abschlussbericht der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages 2007 vorangestellt ist. Der Kulturinfarkt lautet dagegen der Titel eines Gemeinschaftswerkes von Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz. Das Spannungsfeld, das in diesen Überschriften zum Ausdruck kommt, bildet die Folie, vor der im Seminar die Kunstsparte Musik in Deutschland untersucht, analysiert und diskutiert werden soll. Es geht um die Bedingungen der Produktion und Vermarktung von Musik, die Frage nach kulturellem Erbe oder Wirtschaftsgut, den Unterschied von E- und U-Musik, die Betrachtung aktueller sich wandelnder - Strukturen und die Formulierung von Zukunftsperspektiven. Im Seminar wird das Musikland Deutschland vorgestellt und in Gruppenarbeiten in einzelnen Aspekten vertieft. Schwerpunkte werden sein: Musikausbildung, Musikwirtschaft, Orchestermanagement, Konzert- und Festivalmanagement, Agenturwesen, Verwertungsgesellschaften. Anschließend sollen verschiedene Musikinstitutionen besucht werden, um die erworbenen Kenntnisse an realen Gegebenheiten und aktuellen Herausforderungen des Musikmanagements zu überprüfen und zu erweitern. Abschließend soll die Lektüre des Buches Die Leichtigkeitslüge Ausgangspunkt für die Formulierung von Zukunftsperspektiven sein. Literaturhinweise: Moser, Rolf / Scheuermann, Andreas (Hrsg.) (2003): Handbuch der Musikwirtschaft, 6. Aufl., Starnberg. Richter, Klaus Peter (1997): So viel Musik war nie, München. Mertens, Gerald (2010): Orchestermanagement, Wiesbaden. Berndorff, Gunnar & Barbara / Knut Eigler (Hrsg.) (2004): Musikrecht, 4. Aufl., Bergkirchen. Schneider, Beate / Stefan Weinacht (Hrsg.) (2007): Musikwirtschaft und Medien, München. Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme an vier Seminaren erforderlich. Nachdem die Teilnahme an zwei Seminaren nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung und die Ausgabe eines Themas für die Modulhausarbeit beantragt werden. Die ECTS-Punkte werden jedoch erst nach der Teilnahme an allen Seminaren und der bestandenen Modulhausarbeit vergeben.

18 Modul 11 (Pflichtmodul) Europäische Kulturförderung Sabine Bornemann Kompaktseminar Raum Do Uhr Fr Uhr 2014 startet unter dem Namen Kreatives Europa ein neues Rahmenprogramm für die Kulturförderung der Europäischen Union. Um hierfür erfolgreiche Anträge stellen zu können ist es wichtig, nicht nur dessen formale Kriterien zu kennen. Ein zusätzliches Verständnis für den kulturpolitischen Hintergrund trägt dazu bei, interessante und in die Philosophie des Programms passende Projekte zu konzipieren. Praxisnahe Hinweise aus der langjährigen Beratungspraxis der nationalen Kontaktstelle für die EU- Kulturförderung erhöhen die Bewilligungs-Chancen zusätzlich. In einführenden Informationsteil geht es vorrangig um folgende Fragen: Nach welchen Kriterien sollte ein Kooperationsprojekt geplant werden, was steigert die Aussicht auf Bewilligung und was sollte man besser unterlassen? Wer kann sich bewerben und unter welchen Voraussetzungen? Wo findet man die erforderlichen Kooperationspartner, wer hilft bei der Antragstellung? Was sind die rechtlichen Grundlagen und in welchem kulturpolitischen Kontext steht die Förderung der EU? Wie sollten Projekte präsentiert werden bei der Antragstellung, im Verwendungsnachweis und hinsichtlich einer wirkungsvollen Öffentlichkeitsarbeit? Welche Möglichkeiten haben Kulturprojekte, die (noch) nicht diesen relativ hohen Anforderungen genügen, aber durchaus transnational arbeiten wollen? Wo finden sich weitere Informationen und welchen Service leistet der Cultural Contact Point Germany als Nationale Kontaktstelle? Im anschließenden Trainingsteil werden modellhaft Projektkonzepte erarbeitet, die anschließend im Plenum vorgestellt und gemeinsam bewertet werden. So wird das Kernstück der Antragstellung, die Kurzbeschreibung des Projekts, konkret geübt. Da die EU-Kommission zunehmend Wert auf die Sichtbarkeit der von ihr geförderten Projekte legt und europäische Kulturkooperationen ein hohes Potenzial besitzen Bilder von Europa zu vermitteln und an der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Kulturraums mitzuwirken, ist diese Übung auch für andere EU-Programme wichtig und für die eigene Öffentlichkeitsarbeit eine sinnvolle Hilfestellung. Zur Vorbereitung wird die Website des Cultural Contact Points Germany empfohlen: Für den Erwerb von ECTS-Punkten in diesem Modul ist die Teilnahme am Grundlagen-Seminar und an zwei weiteren Seminaren erforderlich. Nachdem die erforderliche Anzahl von Seminarbesuchen nachgewiesen wurde, kann die Zulassung zur Modulprüfung (eine Fallanalyse) beantragt werden.

19 Modul 19 (Pflichtmodul) Hans Fähnle. Maler aus Flein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit der Gemeinde Flein Prof. Dr. Thomas Knubben Termine n. V. Der Maler Hans Fähnle, 1903 in Flein geboren und 1968 in Stuttgart gestorben, zählt zu der Generation von Künstlern in Deutschland, die aufgrund ihrer lebensgeschichtlichen Bedingungen als verschollen bezeichnet wurde zu jung, um vor der nationalsozialistischen Diktatur ihren künstlerischen Durchbruch zu erleben, und zu alt, um nach dem Zweiten Weltkrieg gegen neue Kräfte und Tendenzen nachhaltig bestehen zu können. Zugleich hat diese Generation aber auch ein Werk hinterlassen, das durch seinen unbedingten Willen und seine malerischen Qualitäten noch immer besticht. Wie aber kann es einem wenig informierten, durch die Fülle von Ausstellungsangeboten gar übersättigten Publikum nahe gebracht werden? Die Gemeinde Flein wird ihrem Maler Hans Fähnle im Herbst 2013 eine umfassende Retrospektive widmen, für die auf fast das ganze hinterlassene Werk des Künstlers zurückgegriffen werden kann. Getragen wird das Projekt von der Gemeinde, den Bürgern von Flein und einem Netzwerk von Fachleuten. Zentrale Aufgabe der Studierenden wird vor allem das Marketing und die Vermittlung der Ausstellung sein, die von 25. Oktober bis 15. Dezember 2013 gezeigt wird. Literatur: Cäsar, Volker (2010): Der Maler Hans Fähnle in Überlingen verschollen? In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege, 39. Jg., Heft 1, S (als pdf. erreichbar über Kunststiftung Hohenkarpfen und Stadt Überlingen (1999): Hans Fähnle Ein Maler der verschollenen Generation, Ausstellungskatalog, Hausen ob Verena und Überlingen. Zimmermann, Rainer (1994): Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation, München. Internet: Website des Fördervereins der Galerie Fähnle in Überlingen Die Teilnahme wird als Projekt im Sinne des Moduls 19 angerechnet und im Wintersemester 2013/14 abgeschlossen.

20 Modul 19 (Pflichtmodul) Social Media Prof. Dr. Armin Klein Projekt Zeit und Ort n. V. In den letzten Jahren haben die Instrumente des Social Media Marketing ihren Siegeszug auch im Kulturbetrieb angetreten: Facebook, Twitter und wie die Instrumente des Empfehlungsmarketings heißen mögen sind der neue Hype im Kulturmarketing. Doch werden diese tatsächlich von den Kulturnutzern verwendet. Zugespitzt könnte man die These aufstellen: Wer sich für die eher traditionellen Formen der Kultur (Theater, Konzerte, Ausstellungen usw.) interessiert, ist eher weniger internetaffin und wird durch dieses eher weniger erreicht. Umgekehrt heißt dies: Wer im Internet lebt, orientiert sich eher weniger an klassischen Kulturangeboten. Diese These, die ich in dem Aufsatz Hybrides Kulturmarketing (geht den Seminarteilnehmern vor Projektbeginn zu) entwickelt habe, bedarf indes der empirischen Überprüfung. Diese soll in dem Forschungsprojekt geleistet werden. Die Teilnahme wird als Projekt im Sinne des Moduls 19 angerechnet.

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