Innungs-News. Offizielles Mitteilungsblatt der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker Hannover

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1 Innungs-News Offizielles Mitteilungsblatt der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker Hannover Ausgabe Nr. 1 03/2008 Protokoll der Innungsversammlung Seite 6-8 Sozialversicherung Tipps und Trends Seite Jungunternehmer-Treffen 2008 Seite 14-15

2 Eine gute Verbindung Zwei, die zusammen gehören. Das Handwerk und die IKK! Als Ihr Partner in Sachen Gesundheit bieten wir Ihnen die richtige Basis für Ihren Versicherungsschutz. Kompetente Beratung und umfassende Leistungen sind für uns genau so selbstverständlich wie unser Service-Plus Ihr Extra an Vorteilen: 24-Stunden-Telefon-Service IKKmed das medizinische Beratungsangebot 48-Stunden-Bearbeitungsservice Online-Service unter IKK-Bringdienst IKKimpuls-Gesundheitskurse IKK Zahngesundheit-Servicehotline mit Biss und vieles mehr! Sprechen Sie mit uns. Wir beraten Sie gern! Wir sind für Sie da und das 24 Stunden täglich! ServiceCenter Hannover Herrenstraße Hannover Telefon 05 11/

3 Editorial Liebe Kollegen/innen, liebe Leser/innen, Neue Besen kehren gut?! Wer von uns hat diesen Spruch nicht schon mal gehört oder gelesen? Nun, es ist natürlich nicht so, dass ich das mir seit dem 01. Januar 2008 übertragene, ehrenvolle Amt des Obermeisters unserer Innung bekleide um zukünftig alles verändern zu wollen. Aber dennoch habe ich mir zum Ziel gesetzt, als Obermeister unserer Innung, zusammen mit dem Vorstandsteam und vor allem mit Ihnen, verehrte Kolleginnen und Kollegen, noch effektiver und auf die Zukunft ausgerichtet, die zu bewältigenden Probleme zu meistern. Das Handwerk und unsere Innung müssen sich in ihre Selbstund Außendarstellung, ihre Stärken wie Individualität, Gestaltungsspielraum, schöpferische Arbeit, Selbstständigkeit, Karrierechancen, Möglichkeiten der Selbstverwirklichung sowie familiäre und soziale Bezüge sehr viel stärker und offensiver als bisher herausstellen. Ich bin überzeugt, dass gerade dem Handwerk auch im globalisierten Wettbewerb die Zukunft gehört. Gefragt ist vor allem der Handwerksunternehmer als Manager, der Markttrends erkennt und umsetzt. Hierbei sollte die Innung wertvolle Unterstützung leisten! Letztlich ist es die persönliche Qualifizierung die für den Unternehmer als auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zentrale Stärke im Handwerk ist. Hiermit fordere ich Sie zur konstruktiven Zusammenarbeit auf, denn gemeinsam sind wir stark! Nach Ende meiner Amtszeit möchte ich dann an den hoffentlich verwirklichten Zielen gemessen werden. In der Hoffnung, dass dieser neue Besen die Probleme gut kehren wird, verbleibe ich mit handwerklichem Gruß. Euer/Ihr Obermeister Frank Gödeke v.l.n.r. Lehrlingswart Michael Gleue, Rechnungsführer Sascha Kuni, stellv. Obermeister Thomas Diedrich, Obermeister Frank Gödeke, stellv. Obermeister Eric Ostermeyer, Schriftführer Helfried Schwonberg Seite 3

4 Namen und Nachrichten Innungsmitgliedschaft II. Quartal Mai 25 Jahre Karl-Heinz Maske passives Mitglied Geburtstage II. Quartal April 84 Jahre Friedrich Pietsch passives Mitglied 28. April 70 Jahre Friedrich Deppe Fritz Deppe Blechbearbeitung Inh. Friedrich Deppe e.k. 15. Mai 65 Jahre Prof. Dr. Heinrich Köstermann passives Mitglied 17. Mai 75 Jahre Heinrich Carnehl Heinrich Carnehl Fahrzeugbau 03. Juni 60 Jahre Wilfried Afemann Wilfried Afemann GmbH Bauschlosserei 07. Juni 70 Jahre Hans-Jürgen Rieke passives Mitglied Juni 50 Jahre Peter Müller Werkstatt für Mechanik Fr. Kutschera & Co. Nachf. Peter Müller Innungsveranstaltungen II. Quartal 2008 Dienstag, 13. Mai Seniorenfahrt Besuch Historisches Museum und Neues Rathaus in Hannover Freitag, 23. Mai Spargelessen Freitag, 06. Juni bis Eurotour 2008 Budapest Flug und Rundfahrt Montag, 09. Juni Vorankündigungen 2008 In Planung Donnerstag, 10. Juli Samstag, 20. September Dienstag, 09. Dezember Gildentag auf dem Schützenfest Familienfahrt Fahrradtour Senioren-Weihnachtsfeier Seite 4

5 Freisprechungsfeier Winterprüfung 2007/2008 Die Freisprechungsfeier fand in diesem Jahr am Dienstag, den 12. Februar 2008, im großen Saal der Handwerkskammer Hannover statt. Nach der Begrüßung durch unseren Obermeister Frank Gödeke nahm unser Lehrlingswart Michael Gleue die Freisprechung vor. Insgesamt wurden 79 Auszubildende geprüft. Davon: 45 Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik 14 Feinwerkmechaniker Fachrichtung Feinmechanik 15 Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau 5 Feinwerkmechaniker Fachrichtung Werkzeugbau Die Prüfung haben nicht bestanden 2 Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik 1 Feinwerkmechaniker Fachrichtung Feinmechanik 1 Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau Auszeichnungen für die besten Prüfungsergebnisse (siehe Bild): Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik Oktawiusz Twardowski Bestes Gesellenstück mit 249,34 von möglichen 300 Punkten Ausbildungsbetrieb: Bildungswerk Nds. Volkshochschulen GmbH Ausbildungswerkstatt Fabrik Langenhagen Sören Zingler Beste Gesamtnote gut mit 81,39 Punkten Ausbildungsbetrieb: Adolf Schwonberg GmbH & Co. Stahl- und Metallbau Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau Lars Weiland Beste Gesamtnote 2,2 Ausbildungsbetrieb: Eilhauer Maschinenbau GmbH Olaf Wiecha Beste Gesamtnote 2,2 Ausbildungsbetrieb: Eilhauer Maschinenbau GmbH Feinwerkmechaniker Fachrichtung Feinmechanik Axel Witt Beste Gesamtnote 1,6 Ausbildungsbetrieb: Universität Hannover Vielleicht sollten wir noch erwähnen, dass in diesem Jahr drei junge Damen an der Prüfung teilgenommen und auch bestanden haben, während wir im letzten Jahr lediglich eine Prüfungsteilnehmerin hatten. Inhaltsverzeichnis Editorial 3 Namen und Nachrichten 4 Freisprechungsfeier Winterprüfung 2007/ Innungsversammlung Protokoll 6-8 Chinesisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen 9 Dankeschön an die Sponsoren 9 Sozialversicherung Tipps und Trends zum Jahr Innungsvergnügen im GOP Jungunternehmer-Treffen Impressum 16

6 Protokoll der Innungsversammlung vom Die erste Innungsversammlung im Jahr 2008 fand im Courtyard by Marriott Hotel am Maschsee in Hannover statt. Die Versammlung wurde um Uhr durch Obermeister Frank Gödeke eröffnet. Der Obermeister begrüßte die zahlreichen Anwesenden, namentlich die Ehrenobermeister Walter Dempewolf, Robert Vogel und Hans- Norbert Kuni und das Ehrenmitglied Georg Krumfuß. Das Ehrenmitglied Udo Diedrich ließ sich wegen eines Arztbesuches entschuldigen. Als Referenten begrüßte er Herr Prof. Dr. Kuscher von der SLV Hannover und Herr Labodt sowie Herr Hille von der Firma Ravené Schäfer GmbH Braunschweig, die als Sponsor der Innungsversammlung auftrat. Als Gäste begrüßte der Obermeister Herrn Carsten Cohrs und Frau Karin Saubert von der AOK sowie Frau Dagmar Gieseke und Herrn Andreas Bley von der Bley- Wirtschaftsberatung. Nach der Begrüßung machte der Obermeister eine Anmerkung zu den Parkausweisen, welche an der Rezeption getauscht werden konnten, um den Anwesenden kostenloses Parken zu ermöglichen. Hiernach bedankte sich der Obermeister im Namen des Vorstandes bei seinem Vorgänger im Amt des Obermeisters Helfried Schwonberg für die geleistete Arbeit in den letzten drei Jahren. Als nächstes beantragte der Obermeister eine Änderung der Tagesordnung: Der Tagesordnungs-punkt 4 wurde gesplittet in Teil a und b, da 2 Vorträge dargeboten wurden. Unter TOP 4a - Die Vorstellung der Fa. Ravene Schäfer, unter TOP 4b der Vortrag von Herr Prof. Dr.-Ing. Gerd Kuscher. Die Änderung der Tagesordnung wurde ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig angenommen. Unter TOP 2 stellte der Obermeister die Beschlussfähigkeit fest. Anwesend waren 17 stimmberechtigte Mitglieder. Anschließend wurde unter TOP 3 die Genehmigung des Protokolls der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 13. November 2007 beantragt und zur Abstimmung gestellt. Das Protokoll wurde in der InnungsNews 4/2007 abgedruckt. Der Obermeister wies daraufhin, dass die Ausgaben der Innungsnews auf jeden Fall lesenswert sind und diese als Mitteilungsblatt auch genutzt werden sollen. Wiederum wurde der Genehmigung ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig zugestimmt. Es folgte der Vortrag der Fa. Ravené Schäfer. Herr Labodt stellte sich vor und berichtete über die Historie, aus der die heutige Firma hervorgegangen ist. Die Firma liegt in Braunschweig direkt an der Stadtautobahn. Gegründet wurde sie 1951 als Bredemeier Stahlhandel. Der damalige Inhaber führte die Firma bis 1989 und verkaufte sie aus Altersgründem an die Possehl-Gruppe. Der Name änderte sich in Bredemeier-Possehl GmbH. Im Jahr 2004 kam es erneut zum Verkauf, da sich die Possehl-Gruppe umstrukturierte auf den Bereich der Elektronik. Der Käufer war die französisch-luxemburgisch-spanische Arcelor-Gruppe, die sich 2001 aus mehreren Produzenten gebildet hatte. Der Name änderte sich wieder in Ravené-Schäfer GmbH Niederlassung Bredemeier fusionierte Arcelor mit dem indischen Stahlproduzenten Mittal zu Arcelor-Mittal. Anfang 2008 wurde der Name abermals geändert in Arcelor-Mittal Stahlhandels GmbH Niederlassung Bredemeier. Die Gruppe expandiert sehr stark durch Zukäufe in Deutschland und Europa. In Deutschland gibt es mittlerweile 16 Standorte (Braunschweig, Hannover, Bad Oldesloh, Eberswalde, Berlin, Jena, Leipzig, Halle/Westfalen, Osnabrück, Ratingen, Olpe, Chemnitz, Regensburg, Neckarsulm, etc.) mit ca 900 Mitarbeitern. An den verschiedenen Standorten lagern schwerpunktmäßig verschiedene Metalle. In Braunschweig wird mit 48 Mitarbeitern in 3 Schichten von Montag 0 Uhr bis Freitag 18 Uhr gearbeitet. Die Auslieferung erfolgt mit eigenem Furhpar in einem Radius von ca. 125 Km um Braunschweig. Ein modernes Hochregallager beinhaltet hauptsächlich schwarze Bleche, Stab- und Formstahl in der Qualität S 235. Pro Jahr werden ca t umgeschlagen. Es folgte eine rege Diskussion zum Thema Qualitätssicherung. Mehrere Mitglieder schilderten Ihre Erfahrungen mit mangelhaften Produkten. Herr Labodt sicherte zu, dass es zu seinen Produkte mindesten ein 2.2 Zeugnis gibt. Wenn ein 3.1 Zeugnis benötigt wird, muß das bei der Bestellung angegeben werden. Nach Beantwortung der Fragen beendete Herr Labodt seinen Vortrag und Seite 6

7 bedankte sich für die Aufmerksamkeit.Der Obermeister bedankte sich nochmals für das Sponsoring der Innungsversammlung und den Vortrag. Auch diese Form Vorträge, also das Bekanntmachen von Firmen, Dienstleistern und Lieferanten, ist Innungsarbeit zum Vorteil der Mitglieder. Im Anschluß folgte der Vortrag von Herr Prof. Dr.-Ing. Gerd Kuscher. Herr Kuscher stellte sich kurz vor. Er ist seit 1980 bei SLV Hannover tätig und ist stellvertretender Leiter der SLV und leitet die Abteilung Qualitätsicherung. Außerdem hat Herr Kuscher seit ein paar Jahren einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Hannover. Herr Kuscher leitete über zum Thema seines Vortrages, Änderungen in der Europäischen Schweißordnung. Herr Kuscher präsentierte Beispiele von Schadensfällen. In Deutschland ist der Stahlbau schon seit Anfang der 1930er Jahre geregelt. Die DIN 4100 kam 1931 heraus wurde Sie geändert in DIN 18800, Teil 7 mit einem Umfang von 9 Seiten. Die Norm wurde 2002 überarbeitet zur DIN Teil mit einem Umfang von 43 Seiten. Die europäische Norm EN kommt dieses Jahr heraus, wird aber erst 2010 in Deutschland eingeführt. Diese umfasst dann 202 Seiten. Aus dem ursprünglichen Ziel, alles zu vereinfachen, ist nichts geworden. Es wird mehr reguliert und geregelt, was sich schon am Umfang der Normen ersehen lässt. Die neue Norm gliedert sich in die Teile CE-Zeichen-Regelung, Stahlbau und Aluminiumkonstruktionen. Jedes Bauwerk wird zukünftig eingestuft. Dazu gibt es 3 Kriterien: 1. die Schadensfolgeklasse (was passiert bei Versagen des Bauwerks?). Es gibt 3 Klassen: C1 als niedrigste Anforderung, C3 für höchste Anforderung. 2. die Bauwerkskategorien SC1 für statische Belastungen, SC2 für teilweise dynamische Belastungen. 3. die Fertigungskategorie Daraus ergibt sich die Herstellerqualifikation, EXC1 EXC4 (Executionclass), z.b. EXC2 ist für vorwiegend ruhende Belastung, also Geländer oder Hallen und entspricht in etwa dem bisherigen kleinen Nachweis nach DIN Teil 7. EXC3 für dynamische Belastungen wie Kranbau, EXC4 für dynamische Belastungen mit dem Zusatz Brückenbau. Der ausführende Betrieb hat zukünftig qualitätssichernde Maßnahmen nachzuweisen. Dies muss dann gemäß DIN EN 3834 zum Zwecke der Rückverfolgbarkeit dokumentiert werden. Herr Kuscher erläuterte an Hand von Beispielen die Tabelle und erklärte, dass der bisherige kleine Nachweis aufgewertet wurde. Die neue Norm umfasst auch die Voraussetzungen zur Verarbeitung von Edelstählen. Ca 90% der in Deutschland zugelassenen Edelstähle dürfen mit der Herstellerqualifikation EXC2 verarbeitet werden. Gleichzeitig fordert die Norm aber auch einen erhöhten Prüfaufwand. Herr Kuscher wies noch auf die neue Stahl-Norm DIN EN hin. Bisher gab es für jede Stahlsorte eine Norm. Diese wurden jetzt in der neuen Norm zusammengefasst. Nicht enthalten sind die nichtrostenden Stähle. Stähle für den Maschinenbau sind mit dem Buchstaben E gekennzeichnet, sind aber keine geregelten Bauprodukte. Anhand von Beispielen erläuterte Herr Kuscher, dass auch die Werke, die nach DIN 9001 zertifiziert sind, nicht immer fehlerfreie Produkte liefern. Er zog als Resümeè: Vieles wird komplizierter, aber der bisherige kleine Nachweis wurde erheblich aufgewertet. Auch zu diesen Vortrag gab es eine angeregte Diskussion mit mehreren Mitglieder. Der Obermeister bedankte sich bei dem Vortragenden und entließ die Versammlungsteilnehmer in die Pause. Nach der Pause mit einem Imbiss machte der Obermeister auf einen Fehler in der Tagesordnung aufmerksam. Der TOP 8 Verabschiedung des Haushaltsplanes 2008 musste heißen TOP 6 Abschluß Haushalt Es folgte der Bericht des Obermeisters. Er berichtete über die Tätigkeiten des Innungsvorstandes und die durchgeführten Veranstaltungen seit der letzten Innungsversammlung. Speziell hervorgehoben wurde das Innungsvergnügen 2008 im GOP am Die Veranstaltung war ausverkauft. Die Varietévorführung ist sehr gut angekommen, lediglich der Ablauf des gemeinsamen Essens in der Gondel war nicht optimal. In welcher Form diese Veranstaltung im nächsten Jahr durchgeführt wird steht noch nicht fest. Der Obermeister bat die Mitglieder um Verbesserungsvorschläge. Danach berichtete er über die Freisprechung der Gesellen am und über die noch folgenden Innungstermine. Der Landesverbandstag findet dieses Jahr in Harburg statt, mit einem Besuch des Hamburger Hafengeburtstages. Wieder bat der Obermeister um rege Teilnahme, wobei erwähnt wurde, dass die diesjährige Veranstaltung bereits ausgebucht ist. Auch für den Metallerstammtisch bat der Obermeister um mehr Akzeptanz. Neben den monatlichen Vorstandsitzungen erläuterte der Obermeister noch den Stand der Schulprojekte. Das Projekt mit der IGS List soll in der bisherigen Form nicht weitergeführt werden, da die Mitarbeit von Schülern und auch die Beteiligung der Lehrerschaft nur sehr eingeschränkt stattfindet. Die Motivation unserer ehrenamtlich tätigen Kollegen ist auf dem Nullpunkt. Das Projekt soll zum Schuljahresende auslaufen. Die Zusammenarbeit mit den Schulen soll sich dann auf schulinterne Projekttage und -wochen sowie auf Betriebsbesichtigungen beschränken. Dieses Angebot soll auch anderen Schulen angeboten werden. Die Erfahrungen mit dem Projekt an der Heinrich-Heine-Schule sind sehr ermutigend. Dem stimmte auch Ehrenobermeister Walter Dempewolf zu. Diese Projekte sollte auch in andere Gewerke übergreifend (z.b. Maler, Elektro, Zimmerleute) angeboten werden. Der Obermeister verlas noch die Ergebnisse der Gesellenprüfung Winter 2007/2008 und bedankte sich bei den Prüfungsausschüssen für die geleistete Arbeit. Seite 7

8 Die Metallbauer, FR Konstruktionstechnik hatten 45 Prüflinge, davon haben 3 nicht bestanden. Die Feinwerkmechaniker hatten 45 Prüflinge, davon haben 3 nicht bestanden. Der Obermeister übergab das Wort an den Kassenwart Sascha Kuni, der den Haushalt 2007 als TOP erläuterte. Durch die Prüfungsarbeit und die gestiegene Anzahl der Prüflinge in den Gesellenprüfungen hatte die Innung Mehreinnahmen, wodurch das Ergebnis des Haushaltsjahres 2007 sich besser darstellt, als im Voranschlag ausgewiesen. Das Plus beläuft sich auf Dazu tragen auch die erhöhten Zinserträge bei. Auch hier gab es vermehrt Fragen aus den Reihen der Mitglieder, die alle ausgiebig diskutiert und vom Kassenwart detailliert beantwortet wurden. Durch den schnellen Eingang der Mitgliedsbeiträge konnte der Beitrag an den Landesverband mit Skonto bezahlt werden, ohne Rückgriff auf die Festgeldkonten. Auch hierfür bedankte sich der Obermeister bei den anwesenden Mitgliedern. Der Rechnungsprüfer sicherte den Mitglieder zu, die Möglichkeit der Skontoziehung weiterhin zu nutzen. Unter TOP 7 wurde der Bericht der Rechnungsprüfung durch den Rechnungsprüfer Georg Lüderitz vorgestellt. Die Rechnungsprüfung wurde am durchgeführt und ergab keinerlei Beanstandungen. Daraufhin beantragte der Obermeister unter TOP 8 die Entlastung des Vorstandes. Die Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes wurde ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig angenommen. TOP 9 behandelte eingegangene Anträge. Heinz Bruns vom FBZ der Handwerkskammer beantragte die Wahl zur Aufnahme von Joachim Knigge in den Gesellenprüfungsausschuss der Metallbauer. Herr Knigge führt die Lehrgänge Schließ- und Sicherungstechnik durch und ist dadurch auch an den Prüfungen beteiligt. Michael Helbig brachte den Einwand, dass Herr Knigge als Arbeitnehmervertreter über den Gesellenausschuß gewählt werden müßte. Der stellvertretende Obermeister Thomas Diedrich erklärte, dass der Einwand richtig sei, die bisherige Vorgehensweise aber überdacht werden muss, da dies nicht konform mit den Vorstellungen der Handwerkskammer geht. Herr Knigge wurde in den Gesellenausschuß ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig gewählt. Unter TOP 10 wurde der Antrag des Kollegen Manfred Ebeling über die Verwendung des Innungsvermögens behandelt. Hierzu gab es eine Tischvorlage, in der der Antrag begründet wurde. Der Vorschlag des Kollegen Ebeling zielte auf die vermehrte Verwendung des Innungsvermögens zur verbesserten Aus- und Weiterbildung von unseren Lehrlingen. Der Vorschlag einer eigenen Ausbildungswerkstatt wurde aus Kostengründen verworfen. In der angeregten Diskussion wurden durch mehrere Mitglieder Vorschläge zur besseren Ausbildung unserer Lehrlinge / Junggesellen gemacht. Der Obermeister schlug vor, dieses Thema als TOP auf die nächste Innungsversammlung zu verschieben, damit die Diskussion auf einer breiteren Grundlage geführt wird und weiteren Vorschlägen aus den Reihen der Mitglieder kommen können. Der Obermeister machte die Zusage, dass im Vorstand ebenfalls Vorschläge erarbeitet werden, die dann auf der nächsten Versammlung vorgestellt werden. Als weiterer Vorschlag wurde die Bezuschussung von Lehrgängen und erweiterter Ausbildung vorgeschlagen. Auch der Austausch von Lehrlingen untereinander oder die Ausbildung zum geprüften Schweißer wurde angeregt. Der Kassenwart wies auf die Kostenbelastung eines Lehrgangs bei Beteiligung von ca. 100 Auszubildenden hin. Die derzeitigen Zinseinkünfte der Innung würden etwa für einen halben Lehrgang reichen, was letztlich dazu führen würde, daß man dauerhaft das Innungsvermögen minder würde. Schriftführer Helfried Schwonberg reagierte auf den Einwand von Ehrenobermeister Hans-Norbert Kuni, dass die Schulpartnerschaften zurückgefahren werden und gleichzeitig über die Verwendung des Innungsvermögens und der Überschüsse diskutiert wurde, und rechtfertigte das Vorgehen des Vorstandes. Als Vorschlag zur Weiterbildung wurde auch die Möglichkeit der Ausbildung zum Mechatroniker angeregt. Wenn diese Möglichkeit nur den Auszubildenden der Innung zu Gute käme, würde dies auch den Ruf der Innung in der Öffentlichkeit heben und bessern. Der stellvertretende Obermeister Thomas Diedrich warf ein, dass noch vor kurzer Zeit Lehrgänge aus Kostengründen verkürzt wurden, auch auf Verlangen der Betriebe. Ehrenobermeister Walter Dempewolf berichtete, dass in der Vergangenheit mehrere Obermeister versucht haben, eine Ausbildungswerkstatt zu gründen. Dies ist aber immer an den Kosten gescheitert. Klaus Raebsch berichtete aus der Schulpraxis, dass Betriebe aus dem Umland Lehrlinge nicht zu Lehrgängen schicken mit der Begründung, dass die betriebliche Ausbildung dieses besser kann. Er vermutete aber, dass die wirklichen Gründen die Lehrgangsgebühren sind. Auch die Inhalte und Form der Lehrgänge sollten daraufhin überprüft werden, ob diese noch auf dem aktuellen Stand sind. Abschließend wurde das Thema auf die nächste Versammlung vertagt. Der Kollege Michael Helbig kritisierte den veralteten Internetauftritt der Innung. Der Obermeister versprach, dies gleich in der nächsten Vorstandssitzung auf die Tagesordnung zu setzen und kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Es gab keine weiteren Wortmeldungen mehr. Der Obermeister schloß die Innungsversammlung um Uhr. H. Schwonberg Schriftführer Seite 8

9 Chinesisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen Der wachsenden Bedeutung der chinesisch-deutschen Wirthaftsbeziehungen hat die Firma Albrecht als Handwerksunternehmen Rechnung getragen, indem im Jahr 2005 das Projekt Chinesenausbildung der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker im Betrieb in Hannover integriert wurde. Die Ausbildung, so war angedacht, sollte in Form eines 2- jährigen Volontariats durchgeführt und mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Mittler war seinerzeit die Firma Via Scientiae, die jedoch im Jahr 2006 in Insolvenz ging und damit waren die noch in Hannover verbliebenen Chinesen auf sich allein gestellt. Ausdauer bewiesen lediglich zwei, einer im Metallbau und Herr Wang, der bei Albrecht-Kuni GmbH, untergekommen war. Herr Wang war sehr ehrgeizig und wurde von der Geschäftsleitung Albrecht unter anderem darin unterstützt, dass ihm ein Sprachkurs bezahlt wurde und er an einer überbetrieblichen Fortbildung im Metallbau teilnehmen konnte. Wissen, das sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab das ist die Devise von Herrn Wang. Inzwischen beherrscht Herr Wang unsere deutsche Sprache gut in Wort und sehr gut in Schrift, besser als mancher deutsche Staatsbürger. Seine handwerklichen Ausarbeitungen sind immer akkurat und sehr sauber in der Ausführung, sodass nach Besprechungen mit der Berufsschule, Herrn Raebsch, der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker sowie der Handwerkskammer, der Volontärsvertrag bis zum Prüfungstermin im Januar 2008 verlängert wurde und Herr Wang an der Abschlussprüfung der Metallbauer teilnehmen konnte. Damit hält er einen deutschen Gesellenbrief in den Händen. Das eröffnet ihm in seiner Heimat garantiert einen sehr guten Start in das Berufsleben. Herr Wang wird Ende April die Firma Albrecht und Deutschland verlassen um wieder bei seiner Familie in Shanghai zu leben. Redaktion Wir bedanken uns bei allen Sponsoren Feuerverzinkung Hannover GmbH & Co. KG Frankenring Langenhagen Tel.: 0511 / Fax: 0511 / Ansprechpartner: Jürgen Stegen (Verkaufsleiter) (0511 / ) P.H. Brauns Eisen & Stahl GmbH & Co. KG Grambartstr Hannover Tel.: 0511 / Fax: 0511 / Ansprechpartner: Burkhard Müller (GF) (0511 / ) Franz Jasinski Schweisstechnik (FJS) Bernd-Rosemeyer-Str Laatzen Tel.: / 841 Fax: / Ansprechpartner: Gerhard Daniel (Inhaber) (0171 / ) LotZe Arbeitssicherheit Schweriner Str Wunstorf Tel.: / Fax: / Ansprechpartner: Lothar Zerull (Inhaber) Bley Wirtschaftsberatung Otternhagener Str Neustadt, Tel.: Fax: Ansprechpartner: Andreas Bley Seite 9

10 Sozialversicherung Tipps und Trends zum Jahr 2008 Zum Jahreswechsel wurden wieder etliche Regelungen in der Sozialversicherung geändert. Über die neuesten Fakten, die jeder Arbeitgeber kennen sollte, informiert die AOK Niedersachsen. Erstattung von Rentenversicherungsbeiträgen In der Vergangenheit musste immer wieder eine bestehende Versicherungspflicht rückwirkend aufgehoben werden. Insbesondere sogenannte Finanzdienstleister haben mit einem besonders einfachen aber wirkungsvollen Konzept solche rückwirkenden Entscheidungen bewirkt. Der Finanzdienstleister berät beschäftigte Ehefrauen, Familienangehörige und weitere Personen die zu einem Arbeitgeber in einem entsprechend engen Verhältnis stehen. Als Ziel wird dabei die rückwirkende Versicherungsfreiheit verfolgt. Die daraufhin vom Rentenversicherungsträger erstatteten Beiträge, werden über den Finanzdienstleister in eine private Altersvorsorge investiert. Dabei ist die spätere Auszahlung in der Regel deutlich höher als bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Neues seit 1. Januar 2008 Weil die Versicherten bis zur Erstattung der Rentenversicherungsbeiträge auf die Versicherungspflicht vertraut haben, ist seit 1. Januar 2008 eine Erstattung für den Teil der Beiträge ausgeschlossen, der bereits verjährt ist. Der Erstattungsanspruch verjährt vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Beiträge entrichtet worden sind. Solche dem Grund nach zu Unrecht entrichteten Rentenversicherungsbeiträge gelten nach Ablauf der Verjährungsfrist als zu Recht entrichtete Beiträge. Damit ist eine Erstattung außerhalb dieses Zeitraumes nicht mehr möglich. (Beispiel 1) Beispiel 1 Die Beiträge für April 2003 waren am fällig; sie wurden am Fälligkeitstag gezahlt. Das Jahr wird bei der Frist nicht berücksichtigt. Die Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 sind somit maßgebend. Mit Ablauf des verjähren demzufolge Ansprüche auf Erstattungen für im Jahr 2003 zu Unrecht entrichtete RV-Beiträge. Solche zu Unrecht entrichteten RV-Beiträge gelten nach Ablauf der Verjährungsfrist als zu Recht entrichtete Beiträge. Eine Erstattung außerhalb dieses Zeitraumes ist damit nicht möglich. Seite 810

11 Kein Wahlrecht bei Rabattfreibetrag Erhält ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber verbilligt Waren, Dienstleitungen oder sonstige Sachbezüge, unterliegen diese geldwerten Vorteile der Steuer- und der Beitragspflicht zur Sozialversicherung. Für die Bewertung der Sachbezüge kommen grundsätzlich zwei Methoden in Betracht: Sachbezüge werden entweder grundsätzlich mit dem um den üblichen Preisnachlass geminderten Endpreis am Abgabeort bewertet. Um Sachbezüge aus der Produktpalette des Arbeitgebers zu bewerten, wird der Preis angesetzt, zu dem die betreffenden Waren, fremden Endverbrauchern im allgemeinen Geschäftsverkehr angeboten werden also der Peis vor Gewährung von etwaigen Preisnachlässen. Zwar dürfte der Preis nach der zweiten Methode im Regelfall höher als der nach der ersten Methode ermittelte Wert sein. Allerdings wird der so errechnete geldwerte Vorteile um einen Bewertungsabschlag in Höhe von 4% sowie um einen Rabattfreibetrag von EUR reduziert. Nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums ist die zweite Methode allerdings nur zulässig, wenn es sich bei dem Empfänger der Sachbezüge um eigene Mitarbeiter handelt. Ein Wahlrecht ist in diesen Fällen nicht möglich selbst dann nicht, wenn es zu einer günstigen Besteuerung führen würde. Übernahme von Verwarnungsgeldern Zum Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung gehören laufende und einmalig Einnahmen unmittelbar aus dem Beschäftigverhältnis. Außerdem zählen dazu Vorteile, die aufgrund der Sozialversicherungsentgeltverordnung dem Arbeitsentgelt zugerechnet werden. Kein Arbeitsentgelt dagegen sind einmalige Einnahmen, laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse sowie ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen oder Gehältern gewährt werden, soweit sie lohnsteuerfrei sind. Bezahlt beispielweise ein Paketzustelldienst die Verwarnungsgelder, die gegen seine Mitarbeiter wegen Verletzung des Halteverbotes verhängt worden sind, handelt es dabei nicht um Arbeitslohn. Vielfach vertreten nun Arbeitgeber die Auffassung, dass auch die Übernahme von anderen Verwarnungs- oder Bußgeldern, die zum Beispiel wegen Überschreitens der Lenkzeit verhängt werden, beitragsfrei seien. Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung haben in ihrer Besprechung am 11. Juli 2007 diese Problematik aufgegriffen. Nach Auffassung der Spitzenorganisationen handelt es sich um betriebspflichtiges Arbeitsentgelt, wenn der Arbeitgeber andere gegen seine Fahrer verhängte Verwarnungs- und Bußgelder übernimmt. Eine Ausnahme stellen lediglich weiterhin die vom Arbeitgeber übernommenen Verwarnungsgelder wegen Verletzung des Halteverbots dar. GmbH-Reform Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2008 soll die Reform des GmbH- Rechts in Kraft treten. Der hierzu bereits im Frühjahr vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf sieht unter anderem die Gründe einer sogenannten Mini-GmbH vor, die eine Alternative zur englischen Limited darstellt. Eine Vielzahl von Erleichterungen und der Wegfall zahlreicher Formalitäten sollen die Gründung der Mini-GmbH deutlich vereinfachen. Die Gründung einer Mini-GmbH ist bereits mit einem Stammkapital von 1 EUR möglich und kann innerhalb eines Tages erfolgen. Bei Standardgründungen wird zukünftig der Gang zum Notar zwecks notarieller Beurkundung nicht mehr notwendig sein. Haftungsbeschränkung Eine GmbH die mit einem Stammkapital von unter EUR (=neuer Mindestkapitaleinsatz für eine reguläre GmbH) gegründet wird, muss zum Schutz der Gläubiger den Zusatz UG (= haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft) erhalten. Allerdings muss der Zusatz UG nicht dauerhaft geführt werden. Nach den gesetzlichen Regelungen sind die Gesellschafter der Mini-GmbH verpflichtet, jedes Jahr mindestens 25% ihres Gewinns in eine Kapitalrücklage einzuzahlen. Ist der Schwellwert von EUR erreicht, kann eine Umwandlung erfolgen und der geschäftshindernde Zustand UG entfällt. Verdeckte Sacheinlagen Künftig sollen auch sogenannte verdeckte Sacheinlagen zulässig sein, wenn zwar formell eine Bareinlage geschuldet, durch die Koppelung an ein Verkehrsgeschäft (z. B. Verkauf eines Grundstücks durch den Gesellschafter an die Gesellschaft) faktisch aber eine Sacheinlage bewirkt wird. Kann der Gesellschafter nicht beweisen, dass der Wert der verdeckten Sacheinlage den Betrag der geschuldeten Bareinlage erreicht hat, muss er die Differenz ausgleichen. Zahlungsunfähige und überschuldete GmbHs werden verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen, auch wenn die Gesellschaft keine Geschäftsführung mehr hat. Damit Klagen und Vollstreckungsbescheide zugestellt werden können, muss für eine GmbH im Handelsregister eine zustellungsfähige Geschäftsanschrift eingetragen werden. Neu ist zudem, dass deutsche GmbHs ihren Verwaltungssitz ins Ausland verlegen können. Initiative 50plus Mit der Initiative 50plus ist zum 1.Mai 2007 ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Beschäftigungschancen Älterer in Kraft getreten. Unter anderem wird Personen ab Seite 11

12 50 Jahren ein Kombilohn angeboten, wenn ihr Nettoentgelt niedriger ist als vor der Arbeitslosigkeit. Diesen Arbeitnehmern wird von der Agentur für Arbeit ein Teil der Differenz zwischen dem früheren und dem neuen Nettolohn ausgeglichen. Im ersten Jahr beträgt der Zuschuss 50%, im zweiten Jahr 30% der Nettodifferenz. Arbeitgeber, die 50-jährige und ältere Arbeitnehmer einstellen, können bis zu drei Jahre lang von der Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss in Höhe von 30% bis 50% des Arbeitslohns erhalten. Für Arbeitnehmer ab 45 Jahren und Betrieben mit bis zu 250 Beschäftigten können über die Agentur für Arbeit Weiterbildungsmaßnahmen finanziert werden, wenn der Arbeitgeber in dieser Zeit das Entgeld fortzahlt, und nicht zuletzt können mit Arbeitnehmern ab 52 Jahren unter erleichterten Bedingungen befristete Arbeitsverträge geschlossen werden. Perspektiven für Langzeitarbeitslose Mit dem Zweiten Gesetzt zur Änderung des SGB II Perspektiven für Langzeitarbeitslose mit besonderen Vermittlungshemmnissen Job- Perspektive soll den zahlreichen arbeitsmarktfernen Personen geholfen werden, die neben der Langzeitarbeitslosigkeit weitere Vermittlungshemmnisse aufweisen. Hierzu gehören zum Beispiel fehlende berufliche Qualifikation, gesundheitlichen Einschränkungen oder Schuldenprobleme. Arbeitgeber können seit 1. Oktober 2007 zur Eingliederung dieser Personen einen Beschäftigungszuschuss erhalten. Der Lohnkostenzuschuss beträgt bis zu 75% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts (dass ist das tarifliche oder ortsübliche Arbeitsentgelt). Der Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag wird in einer pauschalierten Form ausgeglichen allerdings ohne den Beitrag zu Arbeitsförderung. Zudem sieht das neue Recht pauschalierte Kostenzuschüsse bis zur Höhe von 200 EUR monatlich für besondere Aufwände der Arbeitgeber vor. Die Agentur für Arbeit kann einmalige Zuschüsse für Arbeitgeber in besonders begründeten Einzelfällen gewähren, die den Aufwand beim Aufbau von Beschäftigungsmöglichkeiten ausgleichen sollen. Neu: Die AOK-Onlinegeschäftsstelle Mit 120 Geschäftsstellen ist die AOK in Niedersachsen vertreten. Eine weitere ist ab sofort sogar rund um die Uhr geöffnet: aok24, das neue Portal im Internet für Firmenkunden und Versicherte. Das Online-Portal bietet Ihnen eine große Auswahl an Serviceangeboten für die tägliche Arbeit im Personalbüro. Damit sparen Sie Zeit und Geld. Die Vorteile im Überblick: Jederzeit abrufbar aok24 informiert Sie über Daten Ihrer AOK-versicherten Mitarbeiter. Sie erhalten detaillierte Angaben zu Versicherungszeiten und Entgeltdaten. Mit aok24 können Sie prüfen, ob für die aktuelle Arbeitsfähigkeit einer Ihrer Mitarbeiter bereits vorherige Erkrankungen auf die Entgeltfortzahlung anrechenbar sind. Sie erhalten umgehend ein gesichertes Ergebnis. Außerdem können Sie Ihre aktuellen Buchungen für einen ausgewählten Zeitraum mit Ihren Beitragsnachweisen, Einzahlungen und Erstattungen abgleichen. Individuell und aktuell Ob Anschrift, Telefonnummer, E- Mail-Adresse oder Bankverbindung über das Online-Portal können Sie Ihre Stammdaten direkt in unserem Datenbestand ändern. Regional und umfangreich Sie haben Zugriff auf den umfangreichen Seminar-Service der AOK Niedersachsen. Einfach online anmelden. Praktisch und schnell Erstellen und übermitteln Sie Ihre Meldungen und Beitragsnachweise ganz einfach online. Die Daten sind sofort sichtbar. Und nutzen Sie unseren Formular-Pool: Laden Sie die wichtigsten Formulare auf Ihren PC, z.b. Entgeltbescheinigungen für Krankengeld oder Erstattungsaufträge für Entgeltfortzahlung. Garantiert sicher aok24 garantiert den sicheren Versand von Sozialdaten. So gelangen Ihre Informationen inklusive Dateianlagen schnell und verschlüsselt an Ihren persönlichen Ansprechpartner. Interesse? Über die Internet-Adresse www. aok-business.de/niedersachsen gelangen Sie direkt zum Online-Portal mit dem Symbol aok24 und dem Link zur Anmeldung. Sie erhalten dann eine gesonderte Registrierung von Ihrem persönlichen AOK-Firmenkundenberater. Seite 12

13 Innungsvergnügen im Willkommen, hieß uns das GOP Varieté-Theater am um 18:00 Uhr sogleich am Eingang mit einem Glas Alkoholischem oder Nicht- Alkoholischem. Es wurde in diesem Jahr nicht das Tanzbein geschwungen, sondern 180 Personen, Innungsmitglieder, Gäste sowie Lieferanten fanden sich zum Amüsieren im GOP ein. Schon im Eingangsbereich herrschte eine lockere, fröhliche Stimmung und nach dem Empfang im Foyer nahmen alle erwartungsfroh ihre Sitzplätze ein. Ludger K., der Stand-up Kabarettist, führte launig durch das Programm, erlaubte sich auch mal völlig spontan und tagespolitisch aktuell, aus dem Stegreif zu moderieren. Charmant, sarkastisch und pointenreich warf er zudem einen Blick auf deutsche Befindlichkeiten. Ob Gulnara am Trapez, Benni M. mit seiner Diabolo-Jonglage, Basile Dragon mit seiner Choreografie aus Tanz und Jonglage, Cellistin Rebecca Carrington mit ihrem Mix aus Comedy und Cellomusik oder die beiden Vollblutakrobaten mit ihrer aussergewöhnlichen und rasanten Rollschuhakrobatik - alle waren begeistert. Damit uns der Magen nicht zu laut knurrte, bekamen wir zu Beginn der Show eine Suppe serviert und ließen uns nach dem Varieté Besuch im Restaurant Gondel kulinarisch verwöhnen. Die kreative Küche der Gondel konnten wir im Anschluss an das Showerlebnis genießen. Jeder stellte sich geduldig am Büfett an, suchte sorgfältig aus den frischen und exquisiten Zutaten aus was er essen wollte und mochte, und freute sich über das was er nach kurzer Zeit an Kreation auf dem Teller serviert bekam. Jedes Gericht war somit eine eigene und einzigartige Kreation. Die Stimmung war sehr gut und infolge dessen währte der Aufenthalt in der Gondel bis zum nächsten Morgen. Der Georgspalast -kurz GOP- eine Institution in Hannover, wurde bereits für das Jahr 2009 wieder für unser Vergnügen im Februar vorreserviert. Renate Kuni Seite 13

14 1. Jungunternehmer-Treffen 2008 vom in Osnabrück Wir blicken auf Traditionen und Generationen zurück Jungunternehmer besichtigen Osnabrücker Metallbaubetriebe Vom Februar 2008 haben sich die Jungunternehmer des Landesverbandes Metall in Osnabrück getroffen. Ein abwechslungsreiches Programm stand auf der Tagesordnung. Den Abend des Anreisetages, Donnerstag 14. Februar, nutzten die Jungunternehmer zu einem gemütlichen Erfahrungsaustausch. Am Freitagmorgen ging es dann direkt nach Bersenbrück, um dort 3 Betriebe des Metallhandwerks zu besichtigen. Die Firmen Wiegmann GmbH, Wurst Stahlbau GmbH und Hülsmann GmbH & Co. KG hatten ihre Pforten geöffnet, um den wissenshungrigen Jungunternehmern Einblicke in ihre Standorte zu gewähren. Die Wiegmann-Gruppe wird mittlerweile von den drei Junioren geführt und präsentierte zunächst einmal die Vielfalt ihrer Tätigkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe Wiegmann. Industriebau, Pulverbeschichtung, WC-Trennwände sowie Bauen mit Stahl und Aluminium wurde den interessierten Jungunternehmern anschaulich, auf einer riesigen Betriebsfläche vorgeführt. Vorteilhaft war, dass die Gruppe in mehrere kleinere Gruppen aufgeteilt wurde, so konnten auch gleich individuelle Fragen vor Ort beantwortet werden. Nach anderthalbstündiger Betriebsbesichtigung ging es in den Seite 14

15 Nachbarbetrieb: die Firma Wurst Stahlbau GmbH. Dort empfing der Präsident des Landesverbandes Metall Niedersachsen/ Bremen, Herr Friedmut Wurst, die Jungunternehmer und ließ das Unternehmen durch seine drei Junioren kompetent vorstellen. Neben einem Film über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, wurde auch ein aktueller Bericht über den Stand des Bau-Projektes Neumayer III den interessierten Teilnehmern übermittelt. Auch hier - aufgeteilt in mehrere Kleingruppen - verfolgten dann die Teilnehmer die Ausführung bei der Betriebsbesichtigung. Anschließend folgten die Teilnehmer der Einladung der Firma Wurst, um sich mit einem gemeinsamen Mittagessen für den Nachmittag zu stärken. Am frühen Nachmittag folgte die dritte und letzte Betriebsbesichtigung, die ebenfalls in Bersenbrück ansässig ist und hier schwerpunktmäßig im Edelstahlbereich ihre Arbeiten ausführt. Auch hier konnten sich die Teilnehmer einen Überblick über die Betriebsstruktur und organisation verschaffen. Es war sehr interessant, diese drei Betriebe im Vergleich an einem Tag einmal zu beobachten. Anschließend ging es nach Osnabrück, wo am Nachmittag die Thematik Kapitalanlagen und Altersvorsorge unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer auf dem Programm stand. Hierzu waren extra aus München drei Referenten der Ergin-Finanzberatung AG angereist. Die Ergin-Finanzberatung AG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut und Vermögensverwalter mit ihrem Sitz in München, die im Jahr 2007 zum fünften Mal in Folge beim Wettbewerb Finanzberater des Jahres 2007 des Wirtschaftsmagazins EURO den Sprung in die Top-Rankings geschafft hatte. Die Referenten erklärten alternative Anlageformen für die Altersversorgung, auch unter Berücksichtigung der eingeführten Abgeltungssteuer. Am Freitagabend stand dann als kultureller Höhepunkt eine nächtliche Stadtführung durch Osnabrück auf dem Programm, wobei die in Original-Kleidung aufgetretenen Nachtwächter aus Osnabrück einen kurzweiligen Rundgang durch die Stadt organisierten. Der Samstag stand ganz im Zeichen Betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Die Jungunternehmer hatten vorab die Aufgabe bekommen, anhand von wesentlichen Kennzahlen ihres Betriebes, diesen vorzustellen und im ERFA-Austausch mit den Teilnehmern zu erörtern. Trotz des großen Portfolios der anwesenden Betriebe wurde deutlich, wie die Zahlen miteinander verglichen werden können und welche Aussagekraft mit ihnen verbunden ist. Es wurde aber auch deutlich, dass zur entsprechend sinnvollen Beurteilung auch alle Informationen auf den Tisch gelegt werden müssen, da ansonsten falsche oder verschobene Bilder entstehen können. Aufgrund der lebhaften Diskussion wurde deutlich, wie dringend dieses Thema behandelt werden musste. Insgesamt eine Super-Veranstaltung, die Mitte September in die zweite Runde geht. Auch hier steht wieder eine Betriebsbesichtigung auf dem Plan, so dass wir schon heute mit zahlreichem Erscheinen unserer Jungunternehmer-Gruppe rechnen! RA Frank Niemann Landesverband Metall Niedersachsen/Bremen Seite 15

16 Impressum Redaktion: Der Vorstand Erscheinungsweise: 4x jährlich Satz und Layout: Wirkunxgrad Werbeagentur GmbH Druck: KLARtext Direct Communications GmbH Hinweis: Die Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Bei Zusendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zum Druck vorausgesetzt. Nachdruck nur mit Genehmigung der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker Hannover möglich. Information für Anzeigenkunden: Büro der Innung der Metallbauer und Feinwerkmechaniker Hannover Walderseestraße Hannover Tel / Fax /

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