Sehr geehrte Mitglieder, liebe Fliegerfreunde!

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1 Inhalt AOPA Intern Seite Einladung zur Jahreshauptversammlung 3 Übersicht über Service und Preise für die Flugwetterberatung beim Deutschen Wetterdienst 4 Von welchem Flugplatz fliegen Sie? 4 Parlamentarischer Abend: Die AL als Motor der regionalen Entwicklung 5 Schengen Flüge nach Frankreich 5 Bericht des Schatzmeisters 6 Programm Fluglehrer Fortbildung 8 Nord-Ost Trainigscamp in Stendal 8 Sea Survival in Nordholz 9 Trainingscamp Eggenfelden 10 Fotowettbewerb -letzter Aufruf- 34 AOPA Info Diamonds neue DA42 Twin Star 9 Aviation Day in Brüssel 10 Rückblick auf die ILA Motorvision plant Flugmagazin im dt. Fernsehen 12 Bericht über den Airbus FAA Flugzeug-Registrierung - FAR Part Proteste erfolgreich: Frankreich ändert Flugbeschränkungsgebiete 15 Serie: Ultraleicht: Spielzeug oder Flugzeug? Happy landings im Nirgendwo 16 Abgrenzung Kunstflug und Trudeln 18 AEROMARKT vergibt erstmalig Innovationspreis bei der ILA 20 AOPA Recht Haftungsrechtliche Aspekte des Vereinsvorstandes IAOPA News AOPA Internet Termine Airport News Arbeitskreise Reisebericht Australien aus der Luft -selbstfliegend Sehr geehrte Mitglieder, liebe Fliegerfreunde! Als erste Fachzeitschrift haben wir bereits im letzten Sommer gemeldet, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) für seine telefonischen Beratungsdienste Gebühren erheben will. Unserer deutlichen Kritik an der diskriminierenden Gebühren- und Steuerbelastung der Allgemeinen Luftfahrt (AL) konnte man im Verkehrsministerium (BMVBW) nicht widersprechen. Schliesslich erhält die AL von den von ihr gezahlten 60 Mio. Steuern auf Treibstoff von Finanzminister Eichel nichts mehr im Umlageverfahren zurück, ganz im Gegensatz zum Autofahrer, der für seine Steuern auf den Sprit ohne weitere Kosten die Strasseninfrastruktur benutzen darf. Jedoch war der Druck durch den Bundesrechnungshof und das Finanzministerium auf BMVBW und DWD angesichts erschreckend leerer Staatskassen (Gesamtschulden in Höhe von derzeit Mrd. ) so gross, dass sich die Einführung der sog. Mehrwertdienste nicht mehr vermeiden liess. Ernste Anstrengungen die grossen Geldlöcher unseres Staates zu schliessen lassen sich nicht erkennen, stattdessen stürzt man sich auf die letzte noch verbliebene Subvention der AL, das Budget des DWD in Höhe von ca. 7 Mio., das bislang noch aus der Staatskasse bezahlt wird. Auf Grund der vorgetragenen Kritik konnte zumindest erreicht werden, dass die Gebühren relativ niedrig ausfallen (etwa im Vergleich zu Grossbritannien mit umgerechnet ca. 25,- pro Beratung), auch die früher geplante immens teure VFR-Vignette ist vom Tisch. In welcher Höhe zukünftig Gebühren berechnet werden, und wie die neuen Nummern lauten, finden Sie in der nachstehend abgedruckten Tabelle auf Seite 4. Skandalös ist vor allem auch der Umstand, dass von unseren Gebühren den DWD nur ca. 50% erreichen, die andere Hälfte geht an die Telefongesellschaften als Service-Provider, die neben den einschlägigen Telefonsex-Hotlines offensichtlich eine weitere Einnahmequelle erschliessen konnten. Ausserdem nehmen wir mit Erschrecken Planungen zur Kenntnis, dass beim DWD die Anzahl der Wetterberater immer weiter abgebaut werden soll, von 124 in 1995 bis auf nur noch 68 im Jahr Bei kritischen Wetterlagen wird absehbar, dass Flüge nicht mehr durchgeführt werden können, weil den Piloten die dann verstärkt notwendige unmittelbare telefonische Beratung durch Spezialisten nicht mehr in der benötigten Anzahl zur Verfügung stehen wird. Zwar werden Anrufer ab Juli automatisch an freie Wetterberatungszentralen weitergeleitet, aber die Kapazitäten werden zu kritischen Zeiten einfach nicht mehr ausreichen. Hier rechnen wir auch auf Unterstützung vom DWD, in dem ganz offensichtlich noch grosses Verantwortungsbewusstsein existiert. Auch die Meteorologen können diese fortschreitenden Tendenzen zur erzwungenen Selbstverstümmelung ihres Dienstes und damit zur Reduzierung der Flugsicherheit durch sachunkundige Finanzbürokraten offenbar nicht mit ihrem professionellen Gewissen vereinbar- 2

2 en. Die AOPA-Germany geht wie folgt vor, um die Kostenbelastung für die AL so gering wie möglich zu halten: 1. Wir haben uns an das BMVBW gewandt, um ab 2002 zumindest GAFOR als Grundversorgung für den VFR Piloten kostenfrei zu belassen. Für viele jugendliche Luftsportler und kostensensible Wenigflieger muss dieser Weg zur kostenlosen und legalen Wetterberatung frei bleiben. 2. Wir prüfen weiterhin, ob auf der europäischen Ebene eine Klage gegen die diskriminierend hohe Steuerbelastung und daraus resultierende Wettbewerbsverzerrung erfolgversprechend ist. 3. Wir empfehlen allen Flugplätzen, Piloten als Serviceleistung über pc-met die benötigten Wetterinformationen zur Verfügung zu stellen. 4. Wir raten unseren Piloten mit Internet-Anschluss, das Programm pc-met des DWD anzuschaffen, das ständig weiterentwickelt wird und heute wirklich beachtliche Leistungen und gesicherte Qualität für einen fairen Preis bietet. 5. Schauen Sie doch einmal im Internet nach, was hier für den Piloten alles kostenlos angeboten wird. Z.B. unter finden Sie hier hervorragende Wetterkarten der Militärs, Niederschlagsradar, METARs, TAFs, Satellitenbilder und vieles mehr, mit denen Sie sich einen guten ersten Überblick über die allgemeine Wetterlage verschaffen können. Wir werden uns weiterhin für unsere Interessen stark machen und Sie informiert halten. Wenn Sie sich auch genauso ärgern wie wir, bitte verzichten Sie auch zukünftig nicht auf die in 3a der LuftVO vorgeschriebene Wetterberatung. Denken Sie daran: Safety First. Herzlichst, Ihr Einladung zur Jahreshauptversammlung am Samstag den 10. August 2002 Sehr geehrte Mitglieder, der Vorstand lädt Sie hiermit für Samstag, den 10. August 2002 um 11 Uhr zur Jahreshauptversammlung der AOPA- Germany, Verband der Allgemeinen Luftfahrt e. V., im Hotel Bachmeier, Schönauer Str. 2, Eggenfelden ein. Programm 10:00 Uhr Einlaß zur Registrierung 11:00 Uhr Beginn der Jahreshauptversammlung Tagesordnung Top 1 Top 2 Top 3 Top 4 Top 5 Top 6 Top 7 Top 8 Feststellung der Beschlußfähigkeit Genehmigung der Tagesordnung Anfrage zur Tagesordnung Geschäftsbericht des Präsidenten Rechnungsbericht des Schatzmeisters Entlastung des Vorstandes Anträge von Mitgliedern Verschiedenes Anträge zur Tagesordnung sind schriftlich bis zum in der Geschäftsstelle einzureichen. Die Anträge sollen im AOPA-Letter 4/2002 veröffentlicht werden. Ihre Anmeldung zur Jahreshauptversammlung teilen Sie bitte der Geschäftsstelle mit, um uns die Planung zu erleichtern. Einen Anmeldecoupon finden Sie nachfolgend. Wir freuen uns über Ihre rechtzeitige Anmeldung, selbstverständlich können Sie aber auch ohne vorherige Anmeldung teilnehmen. Ihr Vorstand Dr. Michael Erb Anmeldecoupon zur Jahreshauptversammlung am um 11 Uhr im Hotel Bachmeier, Schönauer Str Eggenfelden Per Fax an oder AOPA-Germany Verband der Allgemeinen Luftfahrt e.v. Außerhalb Egelsbach Name: Vorname: Straße: PLZ/Ort: ID.No.: Ich nehme an der Jahreshauptversammlung teil Ich nehme am Camp-Abschlußfest am mit Personen teil. Kostenbeteiligung 25,- pro Person gilt nur für diejenigen, die nicht an der Campwoche teilgenommen haben. Unterschrift:

3 Übersicht über Service und Preise für die Flugwetterberatung beim Deutschen Wetterdienst individueller Telefonservice Fax Telefonansage, 0,62 /Minute (Abrechnung im 6-Sekundentakt) Flugwetterberatung INFOMET Schaltung zur nächsten Flugwetterberatung Flugwetterwarte Hamburg Luftfahrtberatungzentrale Nord Flugwetterwarte Bremen Luftfahrtberatungzentrale Ost Flugwetterwarte Hannover Luftfahrtberatungzentrale West Flugwetterwarte Berlin-Tempelhof Luftfahrtberatungzentrale Mitte Flugwetterwarte Berlin-Tegel Luftfahrtberatungzentrale Süd Flugwetterwarte Berlin-Schönefeld Luftfahrtberatungzentrale Südost Flugwetterwarte Köln/Bonn Luftfahrtberatungzentrale Südwest Flugwetterwarte Düsseldorf ,05 pro Gespräch plus 0,12 /Min. Flugwetterwarte Münster Flugwetterwarte Leipzig Ballonwetterbericht Flugwetterwarte Frankfurt Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Flugwetterwarte Saarbrücken Hamburg und Bremen Flugwetterwarte München Mecklenburg-Vorpommern, Flugwetterwarte Stuttgart Brandenburg und Berlin Flugwetterwarte Nürnberg Nordrhein-Westfalen und 0,77 pro Gespräch plus 0,12 /Min. nördliches Rheinland-Pfalz Hessen, südliches Rheinland-Pfalz und Saarland Da die 0190-er Nummern aus dem Ausland oder dem Mobilfunknetz nicht erreichbar sind, werden vorüber- Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gehend zusätzlich folgende Telefonnummern geschaltet: Bayern Luftfahrtberatungzentrale Nord Baden-Württemberg Luftfahrtberatungzentrale Ost Luftfahrtberatungzentrale West Segelflugwetterbericht Luftfahrtberatungzentrale Mitte Schleswig-Holstein, nordwestliches Luftfahrtberatungzentrale Süd Niedersachsen, Hamburg und Bremen Luftfahrtberatungzentrale Südost Lüneburger Heide und das Luftfahrtberatungzentrale Südwest östliche und südliche Niedersachsen Flugwetterwarte Hamburg Mecklenburg-Vorp., Brandenburg und Berlin Flugwetterwarte Bremen Nordrhein-Westfalen Flugwetterwarte Hannover Flugwetterwarte Düsseldorf Flugwetterübersichten Flugwetterwarte Münster Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Flugwetterwarte Leipzig Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Flugwetterwarte Dresden sowie die mittlere Ostsee + Pommern Flugwetterwarte Erfurt Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Flugwetterwarte Frankfurt sowie Schlesien und Tschechien Flugwetterwarte Saarbrücken Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Flugwetterwarte München sowie Belgien und Niederlande Flugwetterwarte Stuttgart Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Flugwetterwarte Nürnberg sowie Luxemburg, Nordelsass und Nordlothringen Flugwetterübersicht für die GAFOR-Gebiete Von welchem Flugplatz fliegen Sie? GAFOR Bereich Nord Bereich Süd Telefax VFR Berichte, GAFOR, Wetterkarten, Pakete für VFR, Segelflug und Ballonfahrer 0,77 / Verbindung plus 0,12 /Minute plus Durchwahlnr. Übersicht der Durchwahlnummern individueller Telefonservice Flugwetterberatung INFOMET Unsere Flugplatzbeauftragten baten uns zu fragen, welche AOPA-Mitglieder von ihrem Flugplatz fliegen. Wenn man die Namen wüsste, könnte man gemeinsame Aktivitäten viel leichter organisieren, z.b. gesellige Fliegerstammtische oder die Diskussion von Problemen am Platz. Das AOPA-Leben würde so sicherlich viel lebendiger. Wenn Sie uns einfach Ihre ID-Nr. und den ICAO Code Ihres Heimatflugplatzes telefonisch, per , per Fax oder per Post mitteilen könnten, dann wäre uns sehr geholfen. 4

4 Parlamentarischer Abend Die Allgemeine Luftfahrt als Motor der regionalen Entwicklung Gemeinsam mit dem Forum Luft- und Raumfahrt hat die AOPA-Germany am 15. Mai 2002 einen parlamentarischen Abend zum Thema Die Allgemeine Luftfahrt als Motor der regionalen Entwicklung in der Hessischen Landesvertretung in Berlin veranstaltet. Der Einladung folgten 75 Gäste, darunter viele Bundestagsabgeordnete, Industrievertreter, Mitarbeiter der Luftfahrtverwaltung, Vertreter von Flugplätzen und in der Allgemeinen Luftfahrt (AL) engagierte Unternehmer. Kurt J. Rosmanith, Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luftund Raumfahrt und Staatssekretär Dr. Johannes Beermann, Bevollmächtigter des Landes Hessen in Berlin, begrüssten zunächst die Anwesenden. Den einleitenden Vortrag zum Thema lieferte der Geschäftsführer der AOPA Dr. Michael Erb. Er stellte zunächst vor, wie durch die fortschreitende europäische Integration die räumliche Polarisierung fortschreitet. Die Metropolen mit ihren internationalen Flughäfen gewinnen als Standorte immer mehr an Bedeutung, die ländlichen Regionen mit schlechter Infrastruktur werden als Unternehmensstandorte zunehmend weniger attraktiv. Diese ständig weiter wachsende Polarisierung versucht die Politik mit einer Vielzahl von aufwendigen Programmen einzudämmen, mit bislang mässigem Erfolg. Erb zeigte auf, wie die Infrastrukturnachteile der Regionen im Bereich des Geschäftsreiseverkehrs durch kleine Flugplätze der AL aufgehoben werden und wie Unternehmen in einem nächsten Schritt die Standortvorteile in den dezentralen Regionen, wie z.b niedrige Kosten für Grund und Boden, nutzen können. Dr. Martin Viessmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Viessmann Werke mit Beschäftigten, der übrigens mit einer Cessna Citation innerhalb von nur einer Stunde Reisedauer aus seiner Unternehmenszentrale in Allendorf/ Eder über Tempelhof anreiste, lieferte den Hauptvortrag des Abends. Aus Sicht des Praktikers schilderte er überaus überzeugend und eindrucksvoll, wie er innerhalb seines Unternehmensverbunds Geschäftsreiseflugzeuge effektiv zur Verbindung seiner zehn Standorte im In- und Ausland einsetzt. Ohne Geschäftsreiseflugzeuge und unseren eigenen Flugplatz könnten wir den Standort im nordhessischen Allendorf/ Eder in dieser Form nicht halten, da wir von hier aus eine Stunde bis zur nächsten Autobahn benötigen, der ICE und ein grosser Flughafen sind noch weiter entfernt. Seit 1965 setzt man bei Viessmann Flugzeuge im Werksverkehr ein, innerhalb von einer Stunde sind Ziele wie Breslau, Paris und Prag von Allendorf aus zu erreichen. Zwar sind kleine Jets teurer als Autos, sie ermöglichen aber grosse Reisezeitersparnisse und die Nutzung der günstigen Standortkosten im Nordhessischen, so dass sich ihre Anschaffung wirtschaftlich rechnet. Aus Sicht von Dr. Viessmann sollte die Politik endlich beginnen, die AL als gleichberechtiges Verkehrssystem zu behandeln, noch viel zu oft würden Flugzeuge als exotische Verkehrsmittel ohne ökonomische Bedeutung abqualifiziert. Dr. Martin Viessmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Viessmann Werke, überzeugte Parlamentarier und Wirtschaftsvertreter mit seinem Vortrag in Berlin Schengen-Flüge nach Frankreich Zwar hat Frankreich das Schengener Abkommen bereits 1995 ratifiziert, für die Allgemeine Luftfahrt aber nicht umgesetzt. Während man z. B. mit dem Zug oder Auto problemlos einreisen darf, war dies Flügen der Allgemeinen Luftfahrt nur gestattet, wenn der Zielflughafen ein Zollbüro hatte oder der Flug vorher bei der zuständigen Präfektur angemeldet wurde. Die AOPA-Germany setzt sich, zusammen mit der AOPA- Frankreich und anderen Organisationen, seit Jahren für eine Änderung dieser Regelung ein: Zum Beispiel haben wir den Protesflug nach Colmar im Juli vergangenen Jahres mit organisiert und aktiv daran teilgenommen. Nun zeigt sich der Erfolg der gemeinsamen Bemühungen: Laut Erlaß vom 18 April 2002 sind Flüge nach Frankreich aus Schengen-Staaten ohne Landung auf einem Zollflugplatz oder vorherige Anmeldung möglich. Bis diese Regelung in der französischen AIP veröffentlicht ist, raten wir dazu, sich an die alte Regelung zu halten und den Flug vorher anzumelden. 5

5 Bericht des Schatzmeisters Sehr geehrte Damen und Herren, nachfolgend habe ich die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 2001 in Form einer Einnahmeüberschußrechnung aufgelistet. Auf Bitten der Mitglieder in der letzten Jahreshauptversammlung habe ich die einzelnen Positionen der Überschußrechnung neu gegliedert, so daß Sie diese besser vergleichen können. Die Auflistung der Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 2001 wurde noch in DM erstellt und zur besseren Vergleichbarkeit in EURO umgerechnet, so daß in der zweiten Spalte die dem DM-Betrag entsprechende EURO-Summe enthalten ist; der Haushaltsentwurf dritte Spalte - enthält nur noch Angaben in EURO. Wie auch in den vergangenen Jahren hat unser Wirtschaftsprüfer die Buchhaltung geprüft und die entsprechende Ergebnisrechnung nach 4 Abs. 3 EStG ermittelt. Hierüber wurde am 17. Mai 2002 ein entsprechendes Testat für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Buchhaltung bezüglich des Jahresergebnisses 2001 erstellt. Da der Verband umsatzsteuerpflichtig ist, und zwar teilweise eine entsprechende Steuer mit 16 % bzw. 7 % berechnen muß, ist aus dem Gesamtbudget anteilig ein dem Jahresergebnis entsprechender Betrag für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zu errechnen gewesen. Aus dieser Tatsache ergibt sich die Haushaltsposition für die von uns gezahlte Mehrwertsteuer mit etwas über ,00 DM. Die aus unserem Haushalt aufzuwendenden Beträge sind aus den einzelnen Ausgabenpositionen, so wie sie aufgeführt sind, zu entnehmen. Die Personalkosten enthalten dabei sämtliche Ausgaben für die in der Geschäftsstelle beschäftigten Personen sowie Steuern und sonstige Nebenkosten. Gegenüber dem Haushaltsjahr 2000 ergibt sich dort eine leichte Erhöhung, was aber daraus resultiert, daß sich der Vorstand entschlossen hatte, innerhalb der Geschäftsstelle Umstrukturierungen vorzunehmen und z.b. die Erstellung des Letters sowie der weiteren Druckwerke aus Kostengründen selbst vorzunehmen, das Layout zu fertigen und insgesamt die gesamte Zeitschrift wie auch die übrigen Druckwerke druckreif in der Geschäftsstelle selbst herzustellen. Des weiteren sind die Lohn- wie auch die Lohnnebenkosten angestiegen, so daß sich eine Erhöhung um rund 8 % für diese Position ergibt. Unter der Position Letter und Sonderdrucke sind nunmehr sämtliche Ausgaben für den Letter sowie die in Auftrag gegebenen Sonderdrucke gebucht bzw. aufgelistet. Die Ausgaben liegen dort höher als im Jahr 2000, was jedoch daran liegt, daß von den 6 Heften in 2001 nur 2 in einem Umfang von 36 Seiten hergestellt wurden und sämtliche anderen Hefte entweder mit 52 oder mit 68 Seiten zum Druck kamen. Insgesamt sind in dieser Position aber nicht nur die Kosten für den Letter, sondern auch mehrere Sonderdrucke bezüglich der Allgemeinen Luftfahrt, die wir haben anfertigen lassen, enthalten. In der Rubrik Veranstaltungen sind die Kosten für die aus dem Haushalt 2001 aufzuwendenden Beträge für die Messe in Friedrichshafen, die Kosten für das Trainingscamp Süd (Eggenfelden), für das Trainingscamp Nord (Sea Survival) und die Ancharterung für die Luftfahrzeuge für das Trainingscamp in Eggenfelden enthalten. Entsprechende Einnahmen zumindest aus der Vercharterung der Flugzeuge während des Trainingscamps Süd in Eggenfelden sowie die gezahlten Teilnehmergebühren stehen den oben genannten Ausgaben als Einnahmen gegenüber. In der Position Öffentlichkeitsarbeit sind nicht nur die Beträge für das Bonner Büro, sondern auch für sonstige Werbemaßnahmen, die Kosten für Anzeigen und alle anderen mit der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang stehenden Kosten enthalten. Trotz einiger Erhöhungen in den einzelnen Positionen haben wir durch Kostenreduzierungen in dem Haushaltsjahr 2001 einen leichten Überschuß erwirtschaftet. Dieser soll im wesentlichen den Positionen Öffentlichkeitsarbeit wie auch einer Erhöhung der Werbeetats zugute kommen. Wir gehen für das Jahr 2002/2003 davon aus, daß der Verband auch von Strukturänderungen, insbesondere aufgrund der vorhandenen Alterspyramide, nicht verschont bleiben wird. Wir haben uns daher entschlossen, Kosteneinsparungen auch in diesem Jahr weiterhin durchzuführen. So soll z. B. die Anzahl der Druckseiten im Letter auf 36 Seiten begrenzt bleiben. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß wir, in dem allgemeinen Trend liegend, die Refinanzierung des Letters wahrscheinlich nicht mehr ohne weiteres durch Anzeigenaufträge in voller, evtl. übersteigender Höhe durchführen können. Ich gehe daher davon aus, daß sich im Jahre 2002 die Einnahmen aus den Anzeigen zunächst reduzieren werden und wir weitere Anstrengungen unternehmen, das wirtschaftliche Ergebnis aus der Anzeigenwerbung zu verbessern. Insbesondere im Hinblick auf die im Verband vorherrschende Altersstruktur ist ein Teil unserer Mitglieder altersbedingt ausgeschieden. Somit ist nicht - wie in den letzten Jahren - ein deutlicher Zuwachs an Mitgliedern, sondern eine Stagnation festzustellen. Auch die in den letzten Monaten deutlich spürbare Rezession hat einige Mitglieder dazu bewogen, bei einem nachhaltig über 1,50 liegenden Preis pro Liter AVGAS die Fliegerei aufzugeben, was wir ebenfalls zur Kenntnis nehmen mußten. Hier werden wir weiterhin Maßnahmen treffen, insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, einen weiteren kontinuierlichen Mitgliederzuwachs zu erreichen. Barenberg, Schatzmeister 6

6 Jahresergebnis 2001 und Haushaltsentwurf Ausgaben DM EUR EUR Personalkosten , , ,94 Letter u. Sonderdrucke , , ,86 Öffentlichkeitsarbeit + Werbekosten , , ,38 Veranstaltungen , , ,40 (Camp Nord + Süd + div. Camps) Fremdarbeiten, Honorare , , ,92 Miete inkl. Umlagen und Raumkosten , , ,43 Reisekosten , , ,51 IAOPA , , ,68 Gezahlte Umsatzsteuer , , ,50 Kauf Anlagevermögen , , ,84 Telefon, Telefax , , ,42 AOPA-Pilot , , ,42 Porto , , ,84 Prozess- Inkasso und sonstige Kosten , , ,30 Einkauf Crew-Cards , , ,38 Kfz-Kosten , , ,50 Einkauf AOPA-Shop , , ,50 Steuerberatungskosten 9.956, , ,92 Wartungs- und Instandhaltungskosten 8.929, , ,63 IAOPA-Weltkonferenz 8.592, , ,92 Büromaterial 6.928, , ,04 Miete Telefonanlage 5.949, , ,75 Versicherungen 5.795, , ,75 Nebenkosten Geldverkehr 5.696, , ,75 EDV-Kosten 5.182, , ,46 Beiträge 4.860, , ,33 Zinsabschlagsteuer 4.817, , ,33 Repräsentations- und Bewirtungskosten 3.840, , ,17 Fachliteratur 3.824, , ,91 Spenden 3.100, , ,88 Arbeitskreise 716,50 366,34 306,78 Solidaritätszuschlag auf Zinsen 264,91 135,45 153,38 Zinsaufwand kurzfr. Verbindlichkeiten 149,77 76,58 102,26 Jahresüberschuß , ,00 0,00 Summe , , ,08 Einnahmen Mitgliedsbeiträge , , ,66 Anzeigen und Beilagen AOPA-Letter , , ,03 Teilnehmergebühren / Veranstaltungen , , ,27 (Camp Nord + Süd + div. Camps) Mitgliedsbeiträge für Vorjahre 2.110, , ,23 Sonstige Einnahmen , , ,55 AOPA-Shop , , ,09 AOPA-Pilot Abonnements , , ,42 Erlöse VIP Cards , , ,13 Zinsen Festgeld und sonstige Zinseinnahmen , , ,92 Provision Karten 1.930,69 987,15 766,94 Erlöse Messe u. Jahrestagung 1.806,00 923,39 766,94 Steuererstattung Vorjahr 564,38 288,56 0,00 Spenden, Beitragsmehrzahlungen 503,12 257,24 357,90 Summe , , ,08 7

7 AOPA-Trainingscamp Eggenfelden Fluglehrer Fortbildung im Hotel Bachmeier Die AOPA-Fortbildung beinhaltet eine Einweisung für Fluglehrer in relevante Teile von JAR-FCL und JAR-OPS nach JAR-FCL (b). Da Fluglehrerfortbildungen schon seit mehreren Jahren Themen zur Einweisung in relevante Teile von JAR-FCL und JAR-OPS enthalten, viele Teilnehmer auch schon eine Bescheinigung zur Umschreibung erhalten haben, ist für diese Teilnehmer nur der erste Teil EINFÜHRUNG JAR-FCL Teil der Fortbildung Pflichtteil, die weiteren Teile sind obligatorisch für alle Teilnehmer, die eine Bescheinigung benötigen. FREITAG, 02. AUGUST : 45 BEGRÜSSUNG 09 : 00 EINFÜHRUNG JAR-FCL (1:30) 10 : 30 KAFFEEPAUSE 11 : 00 MENSCHLICHES (1:00) LEISTUNGSVERMÖGEN (HPL) EINFÜHRUNG PSYCHOLOGIE Karsten SEVERIN; LFT BREMEN 12 : 00 MITTAGESSEN 13 : 00 MENSCHLICHES (1:00) LEISTUNGSVERMÖGEN (HPL) UNTERRICHTSBEISPIELE Karsten SEVERIN; LFT BREMEN 14 : 30 MENSCHLICHES (0:30) LEISTUNGSVERMÖGEN (HPL) WER UNTERICHTET? Karsten SEVERIN; LFT BREMEN 15 : 00 KAFFEEPAUSE 15 : 00 JAR-FCL ABSCHNITTE B BIS G (2:00) JAR-OPS 1 ÜBERSICHT 17 : 00 KAFFEEPAUSE 17 : 30 JAR-FCL ABSCHNITTE H BIS I (1:30) - ABSCHLUSSTEST - 19 : 00 Abendessen Samstag, 03. AUGUST : 30 GPS TRAININGSPROGRAMM (0:45) AOPA EGGENFELDEN 09 : 15 GPS TRAININGSINHALTE EINES (0:45) CHECKFLUGES IFR Dr. Dirk BRUNNER; FCS 10 : 00 KAFFEEPAUSE 10 : 30 MENSCHLICHES (1:30) LEISTUNGSVERMÖGEN (HPL) PHYSIOLOGIE FÜR PILOTEN 12 : 00 MITTAGESSEN 13 : 00 LUFTRAUM UND FLUGVERFAHREN (1:30) Andreas MEVENKAMP; DFS 15 : 00 KAFFEEPAUSE 15 : 00 FLUGMETEOROLOGIE (1:30) Andreas BECK; DWD 16 : 30 KAFFEEPAUSE 17 : 00 DIE ENTWICKLUNG DER (1:30) ALLGEMEINEN LUFTFAHRT Thomas NEULAND; AOPA GERMANY Andreas BECK; DWD Andreas MEVENKAMP; DFS Dr. Dirk BRUNNER; FCS 18 : 30 Ende der Veranstaltung Nord-Ost-Trainingscamp in Stendal Die AOPA-Germany plant vom Oktober 2002 in Stendal ein Flugsicherheits-Camp, mit dem die AOPA- Trainingsprogramme erstmals auch für die neuen Bundesländer und Norddeutschland angeboten werden. Mit dieser Veranstaltung wird das traditionelle AOPA-Camp im bayerischen Eggenfelden nicht ersetzt, sondern das Angebot erweitert. Die Anreise der Teilnehmer sollte - soweit zeitlich möglich - bereits am Abend des 16. Oktobers erfolgen. Das Trainingscamp wird sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfassen. Die Theorie wird von Donnerstag bis Samstag in jeweils ca. zwei Stunden pro Tag Themen wie JAR-FCL, GPS-Nutzung, Flugplanung, Aerodynamik und Human Factors behandeln. Bei der Praxis werden wir auf die in Eggenfelden bewährten Programmelemente Basic, Advanced, Kunstflug/ Außergewöhnliche Fluglagen, Nachtflug und IFR-Checkflüge zurückgreifen. Die Teilnehmer können diese praktischen Auffrischungsprogramme entweder auf dem eigenen Flugzeug, oder aber auf von der AOPA angemieteten Maschinen absolvieren. Das Camp wird nicht nur AOPA-Mitgliedern offenstehen, sondern bewußt auch Nichtmitgliedern als AOPASchnupperprogramm. Interessenten werden gebeten, sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen und bis zum 15. März die Teilnahme zu bestätigen. Voraussetzung für das Stattfinden der Veranstaltung ist eine Mindestanzahl von 15 Teilnehmern. Die Camppauschale beträgt für Mitglieder 100,-, für Nichtmitglieder 150,-. Die Ancharterung der Flugzeuge und der Fluglehrer für die praktische Ausbildung ( 25,-/h) wird separat in Rechnung gestellt. Sehr günstige Unterkünfte ( 25,- für das Doppelzimmer/Nacht), in einem Hotel mit sehr gepflegten und geräumigen Zimmern stehen ebenfalls zur Verfügung. 8

8 AOPA Info Sea Survival in Nordholz Auch dieses Jahr fand wieder unser Sea-Survival-Lehrgang beim Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz statt. 16 Teilnehmer fanden am Sonntag den 7. April bei bestem Wetter den Weg nach Nordholz-Spieka, wo in den Räumen der Sportfluggruppe Nordholz das schon traditionelle Fischerfrühstück serviert wurde (es schmeckt übrigens gerade als Abendessen ganz hervorragend). Vom Flugplatz ging es dann per Shuttle zur Marinefliegerkaserne, wo die Lehrgangsteilnehmer wie auch in den Vorjahren in spartanisch eingerichteten Räumen übernachteten. Der Luxus hörte schlagartig nach dem Abendessen auf, eine gute Einstimmung auf das bevorstehende Programm. Nach dem Frühstück fand die theoretische Einweisung in das Überleben auf See statt. Filme zeigten alarmierend deutlich, welche fatalen Auswirkungen kaltes Wasser schon nach kurzer Zeit auf den menschlichen Organismus hat. Auch der Umgang mit den verschiedenen Rettungsmitteln wurde ausführlich erläutert. Nachmittags stand dann der praktische Teil im Schwimmbad auf dem Plan: Wie verwende ich meine Schwimweste, wie wird eine Rettungsinsel aufgeblasen, wie komme ich hinein, wie wird sie nach dem Kentern wieder aufgerichtet? Lehrreiche und wichtige Lektionen, im Chaos eines Notfalls sollten die Handgriffe möglichst automatisch ablaufen. Wer erst im Notfall anfängt darüber nachzudenken was zu tun ist, hat im kalten Wasser nur geringe Chancen zu überleben wenn nur Kleinigkeiten schieflaufen. Angst vor dem Wasser ist nicht angebracht, aber Respekt. Höhepunkt und Abschluss des Lehrgangs war wieder der Übungsblock im UWAT Unterwassertrainer, ein Flugzeugcockpit wird unter Wasser gedrückt, die Besatzung muss sich unter Wasser orientieren und aus dem Cockpit befreien. Eine gefährliche Übung, wenn die Profi- Rettungsschwimmer vom Marinefliegergeschwader nicht da wären, die sofort routiniert eingreifen, noch bevor ein Problem entsteht. Hoffen wir, dass keiner der Teilnehmer das gelernte jemals in der Praxis einsetzen muss. Vielen Dank an die Mannschaft von Korvettenkapitän Evers, auch nächstes Jahr sind wir wieder gerne dabei. Ein besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an Frau Spleet, die das Essen organisiert hat, an die Sportfluggruppe für die gastfreundliche Bewirtung in ihre Räumen und an Siegfried Maske, der den Lehrgang schon seit vielen Jahren betreut und uns zwei Fahrzeuge als Shuttle zur Verfügung stellte. Diamonds neue DA42 TwinStar mit Dieselantrieb Eine der Hauptattraktionen der ILA war zweifellos der erste Prototyp der Diamond DA 42 TwinStar, die noch im Jahr 2003 zugelassen werden soll. Im Bereich der Einmotorigen konnten sich in den letzten Jahren bereits mehrere Flugzeugtypen aus Verbundwerkstoffen durchsetzen, wie z.b. die DA 20 und 40, die Cirrus SR 20, die Grobs, die Aquila und die Grob 400. In der viersitzigen DA 42 wird dieser Werkstoff jetzt erstmals auch im Bereich der leichten Zweimotorigen verwendet. Angesichts der präsentierten Daten der TwinStar und des Erfolgs der bisherigen Diamond-Produkte ist das Erwartungsniveau des Marktes wieder ausserordentlich hoch. Die TwinStar wurde sowohl für die Schul-, als auch für die Privatreise- und die Geschäftsfliegerei entwickelt. Die beiden Thielert-Triebwerke mit jeweils 135 hp Leistung verbrennen sowohl Diesel als auch Jet A1. Bekannte Diamond- Merkmale finden sich auch in diesem Flugzeug wieder: Doppelte Kontrollknüppel, niedrige Stallgeschwindigkeit und sehr gute Aussensicht. Der Verbrauch wird bei 180 Ktas mit niedrigen 35 Litern pro Stunde (für beide Triebwerke zusammen!) angegeben, der Einstiegspreis für eine IFR-ausgerüstete Maschine soll zudem USD nicht überschreiten. Angesichts der niedrigen Kosten wird klar, dass als Zielgruppe auch die bisherigen Betreiber von schnellen Einmotorigen anvisiert werden, die mit der DA42 den Sicherheitsvorteil von zwei Triebwerken realisieren können. Die Handhabung der Triebwerke ist denkbar einfach: Ein einziger Hebel für die gewünschte Leistung wählt auch gleich die dazu passende Drehzahl, auch das Leanen gehört dank der automatischen Triebwerksregelung der Vergangenheit an. Der Erstflug ist für den September 2002 geplant, die ersten Auslieferungen der auch mit Sauerstoff- und Enteisungsanlage erhältlichen Maschine für Frühjahr

9 AOPA Info Aviation Day in Brüssel Am 12. April 2002 fand in der Brüsseler Zentrale von Eurocontrol der sog. Aviation Day statt, der gemeinsam von Eurocontrol und der IAOPA-Region Europa organisiert wurde. Ziel der allgemein zugänglichen Veranstaltung war es, den Gedankenaustausch zwischen Eurocontrol und seinen Kunden aus dem Bereich der Allgemeinen Luftfahrt zu fördern. Wolfgang Philipp, Senior Director von Eurocontrol, begrüsste die ca. 100 Teilnehmer aus 12 Ländern und wünschte allen einen offenen und konstruktiven Dialog. Philipp betont, dass sich zwar die wesentlichen Veränderungen bei den Verfahren und Avionikanforderungen zunächst an den Wachstumsbedürfnissen der Grossluftfahrt orientieren, dass Eurocontrol aber stets ein offenes Ohr für die Belange der Allgemeinen Luftfahrt hat. Phil Boyer, Präsident der IAOPA und der AOPA-USA, stellte in seinem einführenden Vortrag die Frage, ob sich die AL die Single Sky-Initiative der Eurocontrol angesichts schwindender Freiräume und ständig steigender Kosten für Avionik und Gebühren überhaupt leisten kann. Wenn die gleichen Standards von der Großluftfahrt ungeprüft auf die AL übertragen würden, so würde das mit Sicherheit das wirtschaftliche Aus für die AL bedeuten. In mehreren Fachvorträgen stellte Eurocontrol anschliessend vor, welchen Herausforderungen man sich derzeit gegenüber sieht, mit welchen Massnahmen man das erwartete drastische Wachstum im Luftverkehr bewältigen will. Dazu zählen: Eine europaweite Harmonisierung und Vereinfachung des Luftraums mit nur noch drei Luftraumkategorien ab 2010 und zwei ab 2015 Eine horizontale Ausdehnung von Gebieten mit der Anforderung an Funkgeräte 8,33KHz Frequenzen rasten zu können (bislang nur über FL 245 in sieben Staaten seit 1999) Neue Anforderungen an Navigationssysteme und - verfahren. NDBs und VORs sollen bis 2010 ausgemustert werden, stattdessen soll Area-Navigation (RNAV) ab 2010 eingeführt werden, auch mit höherer Präzision als heute (Precision Area Nav/P-RNAV) Die Einführung neuer Transpondersysteme, die eine umfangreichere Datenübertragung erlauben als die derzeitigen Systeme (Elementary und Enhanced Mode S), und auch radarunabhängige Systeme wie ADS-B werden derzeit geprüft. Ausserdem stellte die JAA, vertreten durch Luis Cardoso Ribeiro, die neuesten Entwicklungen in Sachen JAR- FCL vor und der Flughafen Zürich präsentierte, wie man dort den AL-Verkehr erfolgreich an einem internationalen Verkehrsflughafen integriert. Im Anschluss an die Vorträge entwickelten sich sehr angeregte und kritische Diskussionen über das Für und Wider der verschiedenen Planungen. Die vorgetragene Kritik zielte vorrangig auf die neuen Navigationssysteme und -verfahren sowie auf die Mode S Entwicklung ab, die AL würde durch die Einführung der vorgestellten, unüberschaubar teuren Avionik wirtschaftlich einfach völlig überfordert. Wenn RNAV geflogen werden soll, dann braucht man ein Ersatzsystem für das störempfindliche GPS (und später auch für Galileo). DME/ DME ist in kleinen Flugzeugen derzeit technisch nicht möglich und auf Jahre nicht bezahlbar, Loran C ist mit geringen Kosten auszubauen, hat aber keine Lobby. Von der AOPA-Germany wurde die Frage gestellt, warum über den Mode S Datenkanal nicht die über Radar ermittelte Position des Flugzeugs gemeinsam mit einem Luftlagebild nach oben geschickt wird, so hätte man ein RNAV-Backup für GPS, sobald man von Radar erfasst wird und obendrein noch Verkehrsinformationen auch ohne TCAS und Anweisungen vom Controller. Notwendig wäre hierzu lediglich ein Softwareupdate beim Radarcomputer, die entsprechende bodenseitige Hardware wird bereits von den Flugsicherungsanstalten angeschafft, die bordseitige Hardware gibt es ebenfalls bereits zu kaufen. Die AOPA-USA bestätigte, dass die FAA bereits vor einigen Jahren Mode S Versuche mit dieser Zielstellung erfolgreich abgeschlossen hat. Eurocontrol zeigte sich von diesen Ansätzen überrascht und versprach sie zu prüfen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der gute Wille der Flugsicherer durchaus vorhanden ist, dass aber sehr oft das Verständnis für die Kleinen fehlt. Ebenso ist es auch umgekehrt, kaum ein AL-Pilot kann sich in die Situation der ATC-ler versetzen. Deshalb sind solche Veranstaltungen wie der Aviation Day überaus hilfreich für den Abbau von Informationsdefiziten auf beiden Seiten und eine wesentliche Ergänzung der Mitarbeit in den verschiedenen Themengruppen. Trainingscamp in Eggenfelden Vom 3. bis 10. August findet in Eggenfelden unser 24. Trainingscamp statt. Kurzentschlossene können sich noch bis zum 1. Juli anmelden. Formulare hierzu finden Sie in der Letter-Ausgabe 2/2002, im Internet unter oder wir senden Sie Ihnen auf Anfrage aus der Geschäftsstelle zu. 10

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