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1 Hauszeitung der init AG Karlsruhe für Kunden, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter und Freunde Dubai setzt Maßstäbe. Modernstes Nahverkehrssystem der Welt. 2/3 4/5 Innovativ > Schnittstellen in München Informativ > Working Group ITCS: INIT Kunden definieren das ITCS der Zukunft 4/2007 Mehr Service, mehr Komfort, mehr Information und ein Maßstäbe setzendes Telematiksystem so stellt sich das Emirat Dubai den verkehrspolitischen Herausforderungen seines ungeheuren Wachstums. Mit dem Aufbau eines Beförderungsangebotes, das so komfortabel ist, dass es den Vergleich mit dem Individualver- außerdem allen Verkehrsteilnehmern ein schnelleres Vorankommen ermöglicht, soll es gelingen, einen großen Teil des täglichen Verkehrsaufkommens auf Bus und Bahn zu verlagern. Dazu setzt Dubai auf einen erstklassigen Service, gute Verkehrsanbindungen und das integrierte Telematiksystem MOBILE von INIT. 6 > Anwendertagung kehr nicht zu scheuen braucht und Mehr dazu auf Seite 10 Planungssysteme in Gotha 7 > New York City: 7 INIT erhält Folgeauftrag > INIT-Bordrechner in Museumsfahrzeug Liebe LeserInnen, in dieser Ausgabe der INITiativ dreht sich vieles, aber nicht alles um unser Inter- ihren Anwendern die Working Group ITCS. Hierbei handelt es sich um eine International modal Transport Control System MOBILE- ITCS. Arbeitsgruppe, in der sich unsere Kunden über ihre Erfahrungen und Lösungsan- 8/9 10/ > Stockholm, Schweden: Weltweit größtes MOBILE-ITCS in Betrieb > Dubai, VAE: Wachstum erfordert neue Verkehrsinfrastruktur Interessant > INIT gründet Tochtergesellschaft in Australien > Termine Impressum Inhalt Dazu stellen wir Ihnen das weltweit größte MOBILE-ITCS in Betrieb vor. Das in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner AB Storstockholms Lokaltrafik im Großraum Stockholm realisierte Projekt zeigt anschaulich, wie dank der Nutzung technologischer Standards ein modernes und leistungsfähiges ITCS installiert werden konnte. Damit dies auch in Zukunft der Fall sein wird, organisiert INIT in Kooperation mit sätze austauschen und gemeinsam mit Editorial INIT die Anforderungen an das Intermodal Transport Control System der Zukunft definieren. Darauf aufbauende Neu- und Weiterentwicklungen des MOBILE-ITCS kommen dann nicht nur neuen Anwendern, sondern auch den momentanen Nutzern des Systems zugute. Ich bin sehr stolz, zu unseren Neukunden nun auch unseren ersten Partner im arabischen Raum zählen zu dürfen. Für die Road and Transport Authority Dubai werden wir zusammen mit unserem Kooperationspartner Electrical Contracting Co. L.L.C. Dubai ein Projekt realisieren, das voraussichtlich zum größten Einzelauftrag der Firmengeschichte werden wird. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen! > Achim Becker, Vorstand, Telematic Software and Services Achim Becker

2 Ein intermodales Leitsystem für Busse und Trams. Datenaustausch über standardisierte Schnittstellen nach VDV 453/454 ermöglicht Datenaustausch zwischen verschiedenen Verkehrsträgern in München. auf ganz Bayern ausgedehnt werden. Der Münchener Ansatz hat also Pilotcharakter. Lückenlose Fahrgastinformation. > Übersicht der DEFAS-Schnittstellen für das Intermodal Transport Control System (ITCS). Die Münchener Verkehrsgesellschaft GmbH (MVG) bietet ihren Fahrgästen ein hochmodernes Verkehrsangebot, das von über 440 Millionen Fahrgästen pro Jahr genutzt wird. Rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 hat die MVG ihr Verkehrsleit- und Managementsystem erneuert, um den erwarteten Massenansturm an Besuchern ohne Komfortverluste für die Fahrgäste bewältigen zu können. Bei Bussen und Trambahnen setzt die MVG seitdem auf das Intermodal Transport Control System MOBILE-ITCS von INIT. und zu dem Leitsystem der Münchner S-Bahn gab es keine Schnittstelle. Um diese Lücke zu schließen, hat die bayerische Landesregierung das Projekt DEFAS (Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformationsund Anschlusssicherungssystem) ins Leben gerufen. Damit soll den Fahrgästen mit Hilfe des leitsystemübergreifenden Datenaustausches eine einheitliche und verkehrsmittelübergreifende Echtzeit-Information mit integrierter Anschlusssicherung geboten werden. Langfristig soll das DEFAS-System Das INIT-ITCS ist über die VDV- Schnittstellen 453/454 mit dem betriebsübergreifenden Informationsmanagement-System (IMS) verbunden, das Daten zwischen allen angeschlossenen Umsystemen übermittelt. So ist das ITCS der MVG auf der einen Seite Datenlieferant für das DEFAS: Die Zwischengeschossanzeigen der U-Bahn werden nun zusätzlich zu den Daten von U- und S-Bahn auch mit Echtzeitinformationen der Busse und Trams des ITCS versorgt. Auf der anderen Seite abonniert das ITCS Ankunftsund Abfahrtszeiten von den U- Bahnen, um diese auf den eigenen Fahrgastinformationsanzeigern darzustellen und betriebsübergreifende Anschlüsse zu sichern. Damit wird sichergestellt, dass Fahrgäste der MVG beim Aussteigen aus Bus und Tram über die nächsten Abfahrten der U- oder S-Bahn informiert werden. Und auf dem Weg zurück gewährleistet eine leitsystemübergreifende Anschluss- Innovativ Anschlusssicherung und Echtzeitauskunft über IMS/DEFAS. Eines der wichtigsten Argumente für die Systemerneuerung war die Interoperabilität des INIT-Systems. So basiert der Solldatenimport in das INIT-ITCS auf dem VDV- Standard 452. Aber auch die vom VDV standardisierten Echtzeitschnittstellen 453 und 454 werden im Münchner ITCS intensiv genutzt. Bislang bestand zwischen dem Leitsystem der MVG für Busse und Trambahnen und dem Leitsystem der U-Bahn nur eine Schnittstelle für die Anschlusssicherung. Für die dynamische Fahrgastinformation > Betriebsübergreifende Anschlüsse werden am Disponentenarbeitsplatz in der Anschlussdarstellung mit aufgelistet. 2 4/2007

3 sicherungsfunktion, dass abbringende Busse und Trams auf die Passagiere der U-Bahn warten. Von ständig wachsender Bedeutung ist die betriebsübergreifende echtzeitbasierte Fahrgastinformation im Internet. Auch hierfür liefert MOBILE-ITCS über eine Standard- Schnittstelle die erforderlichen Ist- Daten der im Leitsystem georteten Busse und Bahnen. Um das Datenaufkommen zu den Hauptverkehrszeiten zu reduzieren, wird in den frühen Morgenstunden der gesamte tagesaktuelle Fahrplan an das Informationsmanagementsystem übertragen. Tagsüber werden nur noch relevante Verfrühungen, Verspätungen oder Fahrtänderungen einzelner Fahrzeuge übermittelt. Weitere betriebsübergreifende Anwendungen. Neben der Fahrgastinformation an Haltestellen und im Internet sowie Anschlusssicherungsfunktionen bietet eine betriebsübergreifende Kommunikation weitere Vorteile. So können sich die Disponenten der MVG, soweit vertraglich vereinbart, auch Fremdfahrzeuge an ihren Arbeitsplätzen darstellen lassen, z. B. der U-Bahn an den Bus- bzw. Tramarbeitsplätzen. Über Meldungen mit fest definiertem Format werden zudem Nachrichten, z. B. über den Ausfall einzelner Linien oder Betriebsstörungen leitsystemübergreifend ausgetauscht und zur Fahrgastinformation genutzt. Dadurch ist es möglich, auf wetterbedingte Ausnahmezustände, besondere betriebliche Erfordernisse bei Großveranstaltungen oder auch auf Unfälle zu reagieren, wenn von diesen Ereignissen mehrere Verkehrsträger betroffen sind. Erfahrungen und Ausblick. Der Datenaustausch über VDV 453/ 454 hat sich bewährt: Notwendige Absprachen zwischen den beteiligten Verkehrsbetrieben lassen sich durch die Standardisierung auf ein Minimum reduzieren. Die Integration weiterer Kommunikationspartner, wie aktuell des Münchner S-Bahn-Systems, ist jederzeit problemlos möglich. Nach allen bisherigen Erfahrungen funktioniert der Datenaustausch zwischen den kommunizierenden Systemen zuverlässig. Durch die Verwendung standardisierter Schnittstellen lassen sich mit begrenztem Resourceneinsatz erhebliche Komfortsteigerungen für die Fahrgäste und auch für die Disponenten erzielen. Das erklärt den Erfolg der VDV 453/454 Schnittstellen innerhalb des deutschen ÖPNV aber auch im europäischen Ausland: Die Überführung der VDV 453/454 in den europäischen CEN- Standard SIRI (Service Interface For Real Time Information) ist inzwischen erfolgt. Doch der Standardisierung wird weiter voranschreiten und eine zunehmend breite Palette an Kommunikationsmöglichkeiten sowie auszutauschenden Dateninhalten ermöglichen. Autoren: Kurt Stern, München Bettina Lisbach, Karlsruhe Auszug aus Verkehr + Technik 10/07 > Ihre Ansprechpartnerin: Bettina Lisbach Tel Standardisierte Schnittstellen VDV 453 und 454. VDV 453 DFI Dynamischer Fahrgastinformationsdienst VDV 453 ANS Anschlusssicherungsdienst VDV 453 VIS Visualisierungsdienst VDV 453 AND Allgemeiner Nachrichtendienst VDV 454 AUS/AUSREF Auskunftsdienst Echtzeit-Fahrgastinformation an Haltestellen Betriebsübergreifende Anschlusssicherung Monitoring von Fremdfahrzeugen (z. B. im Netzplan, Stadtplan und Liniendarstellung) Austausch von Nachrichten (z. B. Statusmeldungen, Freitextaufträge für Fremdanzeiger) Übertragung des tagesaktuellen Soll-Fahrplans (AUSREF) und Fahrplanabweichungen (AUS) Anzeigerbereich, Fahrt, Linie, Richtung, Ankunft (Plan), Ankunft (Ist), Abfahrt (Plan), Abfahrt (Ist) Nachricht vom Zubringer zum Abbringer: Anschlussbereich, Fahrt, Linie, Richtung, Ankunft (Plan), Ankunft (Ist) Visualisierungsbereich, Fahrt, Linie, Richtung, letzte Haltestelle, nächste Haltestelle, Distanz, Longitude, Latitude, Stauindikator Kanal, Meldungs-ID, Textinformation Linie, Richtung, Fahrt, Haltestelle/n mit Ankunft (Plan), Ankunft (Ist), Abfahrt (Plan), Abfahrt (Ist) Innovativ > Überblick über die in den VDV-Schriften 453 und 454 spezifizierten Dienste, ihren Einsatz bei der MVG sowie die übermittelten Echtzeitdaten. 4/2007 3

4 Experten aus 12 Verkehrsunternehmen treffen sich in der Working Group ITCS. Betrieblicher Alltag und der Austausch über bewährte Lösungen stehen im Vordergrund. Informativ > Fachleute aus verschiedenen europäischen Ländern bringen ihre Erfahrungen in die Working Group ITCS ein. Es war ein Kundenwunsch aus dem Teilnehmerkreis der letzten INIT- Anwendertagung in Karlsruhe, der zur Gründung der Working Group ITCS führte. Hintergrund für diese Anregung war der Wunsch der Anwender nach einer noch stärkeren Zusammenarbeit untereinander. Von diesem Bestreben überzeugt, erklärte sich INIT spontan bereit, die Arbeitsgruppe auszurichten und organisatorisch zu begleiten. So möchte man es den Kunden zum einen ermöglichen, von ihren Erfahrungen und Best-Practise Lösungen zu profitieren, und zum anderen künftige Weiterentwicklungen konsequent an den Anforderungen der Kunden ausrichten. Als unabhängiger Leiter der Gruppe konnte Martin Brodwurm, ehemaliger Systembetreuer des rechnergesteuerten Betriebsleitsystems (RBL) der VAG Nürnberg, gewonnen werden. In der Arbeitsgruppe arbeiten Disponenten und Systembetreuer zusammen, also diejenigen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die direkt und täglich mit dem ITCS arbeiten und sich damit den Herausforderungen des Betriebsalltages stellen. Bereicherung durch internationalen Teilnehmerkreis. Der Teilnehmerkreis spiegelt das internationale Kundenspektrum von INIT wider. So nehmen neben Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum auch Anwender aus den Niederlanden, Schweden und Norwegen teil. Die sich daraus ergebende Problematik der Tagungssprache konnte dank dem Einsatz des von den Anwendertagungen bekannten Simultan-Dolmetscher- Teams optimal gelöst werden. Zur ersten Arbeitssitzung am 24./ trafen sich zwölf Teilnehmer aus acht Verkehrsbetrieben in Karlsruhe. Dr. Gottfried Greschner definierte das Ziel der Arbeitsgruppe in seiner Begrüßung zur Auftaktsitzung: Die Working Group ITCS soll zum einen dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander und zum anderen der Entwicklung gemeinsamer Anforderungen an ein ITCS System dienen. Wir sind der festen Überzeugung, dass Sie als unsere Kunden nicht zuletzt wegen der internationalen Ausrichtung unserer Arbeitsgruppe von Ihren Erfahrungen und Lösungsstrategien wechselseitig profitieren können. Die Arbeitsgruppe stellte sich folgende Zielsetzungen, um im Betriebsalltag optimal vom Intermodal Transport Control System MOBILE-ITCS zu profitieren: > Effizienzsteigerung der Disponentenarbeit > Verbesserung der Systembedienung > Einbringen neuer Ideen > Vorgaben und Vorschläge an die Systementwickler > Standardisierung der ITCS Systeme 4 4/2007 > Die MVG München lud die Teilnehmer der Working Group ITCS zur Besichtigung ihrer Leitzentrale ein.

5 Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) statt. Mit den wechselnden Tagungsorten schafft man die Voraussetzungen für einen breit angelegten Erfahrungsaustausch, der es den Teilnehmern auch ermöglicht, die Arbeitsweise in den Leitzentralen der gastgebenden Betriebe live mitzuerleben. Die Working Group wird die ersten Zwischenergebnisse ihrer Arbeit auf der nächsten INIT-Anwendertagung, die am 3. April 2008 in Karlsruhe stattfindet, vorstellen. > Die Working Group gewann interessante Einblicke in die Leitzentrale der VAG Nürnberg. Aus den Themenfeldern grafische und tabellarische Darstellungen, Bedienbarkeit, Dispositive Maßnahmen, Berichtswesen, Systembetreuung und Systemhandling entschied sich die Gruppe, zunächst das Thema Dispositive Maßnahmen zu bearbeiten. Die praktische Arbeit steht im Vordergrund. Inzwischen haben drei weitere Verkehrsunternehmen die Working Group verstärkt und es fanden ein weiteres Treffen in Karlsruhe sowie je eine Sitzung bei der Münchner > Ihr Ansprechpartner: Dirk Hotfilter Tel Vernetzung mit den amerikanischen INIT-Kunden. Nicht nur in Europa, sondern auch selnden Betrieben eines der vor- in den USA trafen sich die INIT- Kunden. Das erste Arbeitstreffen fand bei der INIT Innovations in Transportation Inc. in Chesapeake/ VA statt. Auch dort waren Dispositive Maßnahmen ein Thema, man entschied sich aber, zunächst die Bereiche System Performance und Berichtswesen zu bearbeiten und sich danach den Themen Anschlusssicherung und Verkehrsmeister auf der Strecke ( supervisor ) zu widmen. Da auch für die amerikanische Working Group der Erfahrungsaustausch durch Sitzungen bei wech- dringlichen Ziele ist, fand die zweite Sitzung Ende Oktober in Champaign-Urbana/IL statt. Beide Arbeitsgruppen werden ihre Ergebnisse austauschen, um von ihrem jeweiligen Know-how zu profitieren und die insgesamt zu diskutierenden Themen schneller und effizienter zu bearbeiten. Die Dauer der Arbeitsgruppen ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt. Am Ende sollen die gesammelten Ergebnisse veröffentlicht werden. > Erstes Treffen der Nordamerikanischen Working Group ITCS. Informativ 4/2007 5

6 Neues aus dem Bereich Planungssysteme. Anwendertagung Planungssysteme in Gotha fand großen Zuspruch. > Eine Vielzahl von Teilnehmern war bei der Anwendertagung Planungssysteme im November in Gotha mit dabei. Informativ 6 4/2007 Am 19. und 20. November 2007 fand in Gotha die Anwendertagung Planungssysteme statt. 51 Anwender aus 29 Verkehrsbetrieben wollten sich austauschen und Neuigkeiten über INIT und deren Planungssystem MOBILE-PLAN erfahren. Und Neuigkeiten gab es bei dieser Veranstaltung einige. Schon in der Begrüßung kündigte Achim Becker, Vorstand der init AG, Neues an: Er stellte Ulrich Schmidt als neuen Bereichsleiter Planungssysteme vor und informierte die Tagungsteilnehmer, dass dieser Bereich zum in eine eigene Gesellschaft (INITplan) ausgegliedert wird. Mehr dazu in der nächsten INITiativ. Weitere Neuigkeiten gab es bei den Vorträgen von Angelika Köhnlein und Heiner Rehmann, die über die Umlauf- und Dienstbildung berichteten. Neu daran ist nicht nur die betriebstagsunabhängige und tagesübergreifende Planung sondern auch die grafische Oberfläche des Programms. Verkehrsbetriebe, die Fahrten unterschiedlicher Gültigkeiten haben, planten die Umläufe und Dienste hierfür in unterschiedlichen Betriebstagen. Dies bedeutete, dass wegen geringer Abweichung an einzelnen Wochentagen die gesamte Fahrtmasse mehrfach in Betriebstagen verplant werden musste. Nun können die Fahrten im neuen Umlaufeditor analog zur regionalen Dienstbildung mit individuellen Gültigkeiten gebildet werden. Durch diesen betriebstagsunabhängigen Ansatz kann die Anzahl der Umläufe und Dienste im System erheblich reduziert werden. Die tagesübergreifende Planung ist von Vorteil für Betriebe, die durchgehende Nachtlinien betreiben. Hier ist es wünschenswert, Umläufe zu bilden, die die Tagesgrenze überschreiten. Der neue Umlaufeditor ermöglicht es, Fahrten in Umläufen am Vortag oder am Folgetag zu verplanen. > In der Marienglashöhle wurde um 1800 Gipskristall als Glasersatz für Marienbilder abgebaut. Die Grafische Oberfläche des neuen Umlaufeditors hat durch die grundlegende Überarbeitung an Funktionalität und Leistungsfähigkeit erheblich gewonnen. Zusätzliche Icons und Darstellungen erleichtern die Arbeit und verbessern die Übersichtlichkeit. Neue Wege für anwendergerechte Layouts zeigten Jürgen Heinrichsmeyer und Harald Hellwig in ihrem Vortrag über MOBILEpublish. Damit soll die bekannt schnelle und sorgfältige Druckaufbereitung aus MOBILE-PLAN nochmals aufgewertet werden. Durch die angedachte Vorgehensweise, die sich an bereits etablierten Standards bzw. Prozessabläufen orientiert und in branchenfremden Unternehmen seit Jahren im Einsatz ist, können in der Druckvorstufe erhebliche Kosten eingespart werden. Besonderes Augenmerk wird auch darauf gelegt, dass die Daten, die veröffentlicht werden, in einem offenen Format vorliegen und somit jederzeit veränderbar sind. H. Opitz und H. Würtz berichteten in ihren Vorträgen über Auswertungen / Statistiken mit MS Access sowie über das neue Modul Linienversionierung. Weiteres hierzu in der nächsten Ausgabe der INITiativ. > Ihr Ansprechpartner: Ulrich Schmidt Tel

7 INIT erhält Folgeauftrag aus New York City. MTA New York City Transit rüstet 500 weitere Fahrzeuge mit INIT-Technologie aus. Als Beleg der Leistungsfähigkeit und technologischen Überlegenheit ihres Telematiksystems wertet INIT den neu erhaltenen Auftrag der MTA New York City Transit (NYCT) zur Ausrüstung weiterer 500 Fahrzeuge. Dieser schließt sich an den Anfang 2006 geschlossenen Vertrag über die Ausrüstung von Access-A- Ride Fahrzeugen für den Paratransit-Service der MTA mit einem intelligenten Telematiksystem an. Mit Hilfe des INIT Systems können die Disponenten das Betriebsgeschehen effizient überwachen und optimieren. Der Access-A-Ride Service befördert anspruchsberechtigte Personen mit Mobilitätseinschränkungen von Tür zu Tür, die den Öffentlichen Nahverkehr nicht eigenständig benutzen können. Bei der Abarbeitung ihrer Fahraufträge werden die Fahrer von COPILOTtouch, einem Bordrechner der PC-Generation, mit 8,4 großem Fahrdisplay unterstützt. Er navigiert sie von einem Haltepunkt zum nächsten. Am Bordrechner bestätigt der Fahrer außerdem sowohl die Abholung der Fahrgäste als auch das Erreichen des Fahrziels. Mit Hilfe der Neuentwicklung GPSgo, einem GPS-Empfänger mit integriertem Gyroskop-Sensor konnte INIT die Herausforderung, in New York eine zuverlässige Ortung und Navigation zu installieren, eindrucksvoll lösen. Zusätzlich zu den um Fahrtstrecke und -richtung korrigierten GPS-Koordinaten gleicht ein einzigartiger Algorithmus die berechnete Position des Fahrzeugs mit den hinterlegten Straßennetzdaten ab. So kann INIT auch in den Straßenschluchten New Yorks mit ihrem eingeschränkten oder reflektierenden GPS-Empfang höchste Ortungsgenauigkeit garantieren. Die Standortinformationen werden in die Leitzentrale übertragen, wo die Disponenten jetzt immer den Überblick über ihre Flotte haben und den Paratransit-Service in Reaktion auf neue Fahrtwunschanforderungen oder die Verkehrssituation optimieren können. Mit dem neuen Auftrag entschied sich die MTA, ihre gesamte Fahrzeugflotte mit über Paratransit-Fahrzeugen mit INIT- Technologie auszurüsten. > Ihr Ansprechpartner: Norbert Trembacz Tel Die wahrscheinlich älteste mit einem Bordrechner ausgestattete Straßenbahn der Welt. COPILOT ist künftig bei Museumsfahrten mit an Bord. Das historische Straßenbahndepot Seebener Straße in Halle lädt seine Besucher zu einem Streifzug durch die Geschichte der halleschen Straßen- und Überlandbahn ein. Die Sammlung historischer Fahrzeuge wird von den Mitgliedern des Vereins Hallesche Straßenbahnfreunde e.v. in ihrer Freizeit betreut. Regelmäßig wird für Sonderfahrten von den Straßenbahnfreunden der Triebwagen 4 aus dem Jahr 1894 genutzt. Mit einem ähnlichen Fahrzeug wurde am 24. April 1891 in Halle (Saale) das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas eröffnet. Um bei künftigen Ausfahrten eine automatische Weichensteuerung vornehmen zu können, installierten die Vereinsmitglieder in dem historischen Fahrzeug den INIT Bordrechner COPILOT. Damit ist der TW 4 nun das älteste Fahrzeug der Welt, das mit INIT Technologie ausgestattet ist. > Die Aufnahme entstand am Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Stuttgarter Museumsfahrzeuges TW 222 weilten einige Gastfahrzeuge in Stuttgart - darunter auch die TW 4 der HAVAG. Informativ 4/2007 7

8 Weltweit größtes MOBILE-ITCS in Betrieb. Ein Telematiksystem, das mehr kann dank der Nutzung technologischer Standards. > Die Interoperabilität des MOBILE-ITCS erlaubt die Anbindung zahlreicher Drittsysteme ebenso, wie die Integration unabhängiger Verkehrsbetreiber. Bereits seit mehr als 15 Jahren ver- werden über das Planungs- und auch die Sprech- und Datenfunk- traut AB Storstockholms Lokaltrafik Datenmanagement MOBILE-PLAN kommunikation mit dem Intermodal (SL) auf die Leistungsfähigkeit der freigegeben und mit dem eigens Transport Control System und der Telematiksysteme von INIT dafür entwickelten Intelligent Leitzentrale. Der Fahrer kann alle begann die erfolgreiche Zusammen- Messaging System MOBILE-IMS auf Funktionen ganz komfortabel über arbeit mit dem Aufbau eines VMS- die Fahrzeuge geladen. Hierzu sind das Bordrechnerbedienteil mit basierten Rechnergesteuerten Be- alle Depots mit WLAN ausgerüstet Touchscreen TOUCHit bedienen. International triebsleitsystems für ca. 140 Busse auf vier High-Quality Linien im Innenstadtbereich (Stomnät). Danach realisierte INIT Mitte der Neunzigerjahre erfolgreich ein System zur dynamischen Fahrgastinformation für die Stockholmer Stadtbahnen. Im Jahr 2005 begann INIT mit der Installation eines flächendeckenden Leitsystems (Intermodal Transport Control System) für alle Busse im Großraum Stockholm. Mit Unterstützung durch das Intermodal Transport Control System MOBILE-ITCS und ein TETRA-Funksystem managt SL heute die mit über Fahrzeugen größte echtzeitgesteuerte Busflotte der Welt. Intelligent Messaging System. Eine besondere Herausforderung ist die Datenver- und -entsorgung der mittlerweile Busse, deren Versorgungsstationen über insgesamt 28 Depots im Stadtgebiet verteilt sind. Die benötigten Daten worden. Im Gegenzug werden die Betriebsdaten aus den Fahrzeugen über MOBILE-IMS an die zentralen Statistikserver übermittelt. Technische Störungen in den Fahrzeugen werden als Alarme gemeldet und zentral in der IMS-Bedienoberfläche angezeigt. Mehr Komfort für die Fahrer. Als Bordrechner kommt der von INIT gemeinsam mit SL entwickelte COPILOTpc zum Einsatz. Die Fahrzeug-IT Plattform bietet Verkehrsbetrieben völlig neue Möglichkeiten und hat in der Branche Maßstäbe gesetzt (Vgl. INITiativ 2/2007). In Stockholm übernimmt der COPILOTpc z. B. die Ansteuerung der klassischen Peripheriegeräte, wie Innen- und Außenanzeigen oder Innen- und Außenansagen über den VDV-Wagenbus und proprietäre Schnittstellenprotokolle (RS232/ RS485). Der Bordrechner steuert Aufgrund der Nutzung internationaler Standards und des Betriebssystems Windows XP embedded konnten aber auch Fremdapplikationen sehr einfach integriert werden. Z. B. die Intelligent Speed Adaption Applikation (ISA), welche die Stockholmer Busfahrer vor Geschwindigkeitsübertretungen warnt. Die von einer schwedischen Firma entwickelte Applikation läuft direkt auf dem COPILOTpc und wird von diesem permanent mit den augenblicklichen GPS-Koordinaten versorgt. Sie gleicht die aktuelle Standortinformation mit einer GIS- Karte und den dazu in einer Datenbank gespeicherten Informationen ab und gibt die aktuell zulässige Höchstgeschwindigkeit an den COPILOTpc zurück. Die an seiner gegenwärtigen Position erlaubte Höchstgeschwindigkeit wird dem Fahrer auf dem Bordrechnerbedienteil TOUCHit klar dargestellt. Sollte er die zulässige Geschwindigkeit überschreiten, wird er mittels optischer und akus- 8 4/2007

9 tischer Warnsignale darauf auf- 18 Straßenbahn-, drei S-Bahn- und direkt aus dem Sprechfunksystem merksam gemacht. So leistet der sieben U-Bahnlinien informieren. auf der Stadtplandarstellung des COPILOTpc einen wesentlichen Die dazu erforderlichen prognosti- MOBILE-ITCS anzeigen lassen. Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die erforderlichen Geoinformationen werden übrigens auch über das MOBILE-IMS versorgt. Vernetzte Fahrgastinformation. Die vorhandenen Fahrgastinformationsanzeigen wurden in das neue MOBILE-ITCS integriert. Während der Migrationsphase ermöglichte INIT dabei durch die Installation einer entsprechenden Schnittstelle einen Parallelbetrieb des alten Stomnät-RBL und des neuen MOBILE-ITCS. So konnte ein durchgehender Betrieb aufrechterhalten und eine zuverlässige Information der Fahrgäste gewährleistet werden. Zur Zeit wird in Stockholm eine verkehrsmittelübergreifende Informationsplattform aufgebaut. Diese umfasst z. B. einen Reiseplaner auf der SL Homepage, den SL-Kundendienst, einen Telefonservice, Anzeigen und Ansagen an den Haltestellen sowie einen SMS-Dienst. So können sich die Fahrgäste künftig jederzeit und überall über die tatsächlichen Abfahrtszeiten von hunderten Bus-, zierten Ankunftszeiten berechnet das MOBILE-ITCS und stellt sie den genannten Services über verschiedene Schnittstellen zur Verfügung. Darüber hinaus empfängt das Intermodal Transport Control System über die in Skandinavien weit verbreitete PubTrans Schnittstelle Informationen des schienengebundenen Verkehrs und ermöglicht so die verkehrsmittelübergreifende Anschlusssicherung. Diese bedeutet ein deutliches Plus an Servicequalität für die Stockholmer Fahrgäste. Schutz sensibler Daten. Ein Mehr an Komfort bietet das neue Intermodal Transport Control System auch den Disponenten in den Stockholmer Leitzentralen. Durch die Verknüpfung der Sprechfunk- Applikation mit dem MOBILE-ITCS können sie Standardbedienungen jeweils auch für die andere Applikation ausführen. So kann die Sprechfunkaufschaltung z. B. direkt aus der Bedienoberfläche des MOBILE-ITCS erfolgen oder der Disponent kann sich ein Fahrzeug, von dem ein Sprechwunsch eingeht, Insgesamt kontrollieren und steuern Disponenten an elf Standorten das Betriebsgeschehen. Die eigentliche Verkehrsleistung erbringen derzeit zwei unabhängige Busunternehmen. Dadurch ist es erforderlich, den Zugriff auf die teils sensiblen Daten durch entsprechende Zugriffsrechte zu regeln. Die Benutzerverwaltung von MOBILE-ITCS erlaubt jedem Disponenten lediglich den Zugriff auf die für ihn und sein Unternehmen freigegebenen Daten und ermöglicht so einen für die Fahrgäste vernetzten Service bei gleichzeitiger Wahrung der Unternehmensinteressen der Busbetreiber. Mit über ausgerüsteten Bussen und 28 angeschlossenen Depots ist in Stockholm das weltweit größte digitalfunkbasierte MOBILE-ITCS in Betrieb. > Ihre Ansprechpartnerin: Simone Kulke Tel International > Das neue ITCS erleichtert den Disponenten in der Stockholmer Leitzentrale die Arbeit. 4/2007 9

10 Enormes Wachstum macht Ausbau der Verkehrsinfrastruktur dringend erforderlich. Dubai entschied sich für State-of-the-Art Leit- und Informationssystem von INIT. Fortsetzung von der Titelseite International > Hohes Verkehrsaufkommen herrscht in Dubai rund um die Uhr. Ein attraktives Nahverkehrsangebot soll hier Abhilfe schaffen. Im September 2007 gewann der Karlsruher Telematikspezialist INIT zusammen mit seinem lokalen Kooperationspartner Electrical Contracting Co. L.L.C. Dubai die Ausschreibung der Roads and Transport Authority (RTA), Dubai zum Aufbau eines Leit- und Informationssystem, die auch die Ausrüstung von Bussen umfasst. Die RTA ist von der Regierung ausdrücklich beauftragt, bis zum Jahr 2010 ein öffentliches Verkehrssystem aufzubauen, das in Qualität und Service nicht nur internationalen Standards genügen, sondern selbst einen Maßstab für die Welt setzen soll. Der Gewinn der Ausschreibung ist für INIT daher eine eindrucksvolle Bestätigung der technologischen Leistungsfähigkeit ihrer Produkte. Mit Hilfe des Intermodal Transport Control Systems MOBILE-ITCS werden die Disponenten in der Leitzentrale der RTA künftig das aktuelle Betriebsgeschehen immer im Griff haben. Übersichtliche Darstellungen verschaffen ihnen alle erforderlichen Informationen und einen schnellen Überblick - so können Störungen und Überlastungen schnell erkannt und Gegenmaßnahmen, mithilfe Dispositiver Maßnahmen, sofort eingeleitet werden. In der bestmöglichen Information ihrer Disponenten sieht man in Dubai einen der Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Betrieb eines attraktiven und leistungsfähigen Busservices. Deshalb setzt die RTA hier auf den neuesten Stand der Technik. > Achim Becker erhält den letter of intent. So wird INIT in Dubai zum ersten Mal ihre neue 3-D-GIS (Geographical Information System) in das Leitsystem integrieren. Dabei werden auf der Stadtplandarstellung nicht nur die bekannten flachen Straßen-, Linien- und Haltstelleninformationen angezeigt, sondern auch perspektivische Informationen über die Bebauung. So entsteht auf dem Bildschirm des Disponenten ein realistisches Bild der Vor-Ort- Situation, die ihm wichtige Zusatzinformationen für seine Entscheidungen liefern kann. Das gilt auch für den Echtzeit-Einblick in die Haltestellen. Dazu rüstet INIT die wichtigsten Haltestellen mit Digitalkameras aus und überträgt die aufgezeichneten Bilder über Ethernetanbindung auf die zentrale Videowand in der Leitzentrale der RTA. Dies verschafft nicht nur den Disponenten zusätzliche Informationen über das Verkehrsgeschehen, sondern auch den Fahrgästen ein deutliches Mehr an Sicherheit. Modernste Technologie in den Fahrzeugen. Mehr Sicherheit bietet die RTA auch in ihren Bussen. Dazu werden die Fahrzeuge mit Überwachungskameras ausgerüstet, die den Fahrgastraum im Blick haben. Bemerkt der Fahrer einen Vorfall, löst er über einen Notfallbutton die Übertragung von Einzelbildern in die Zentrale aus, die damit über das Geschehen informiert wird und entsprechend eingreifen kann. Kameras kommen auch zum Einsatz, um dem Fahrer die Arbeit zu erleichtern, denn spezielle Rückfahrkameras unterstützen ihn bei Rangiervorgängen. Ihre Bilder werden ihm per Monitorfunktion direkt auf sein Bordrechnerbedienteil übertragen, sobald er den Rückwärtsgang einlegt. Der 8,4 große Touchscreen mit Farbgrafikdisplay erlaubt darüber hinaus eine übersichtliche und leicht erfassbare Darstellung aller notwendigen Informationen und Anweisungen und gestattet so die komfortable Bedienung aller Funktionen. 10 4/2007

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