Volksbank Überlingen Immenstaad Markdorf Stockach

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1 Bericht über das Geschäftsjahr 2006 Volksbank Überlingen Immenstaad Markdorf Stockach 1

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4 Ihre Info-Hotline:

5 Aus dem Inhalt Seite 7 Seite 8-9 Seite Seite Seite 19 Seite Seite 22 Seite Seite Seite Seite Seite 33 Volksbank aktuell Der Vorstand Vorwort des Vorstands Der Aufsichtsrat Bericht des Aufsichtsrats Wirtschaftspolitik 2006 im Rückblick Fakten Fakten Fakten TÜV Note 1,84 FitchRatings Standard & Poor s A+ Messe-Impressionen: 6. Bau-Messe Zweirad-Messe Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis unseres Erfolgs Unsere Förderbilanz 2006 Malerei, Skulptur, Klangerlebnis die Volksbank-Galerie Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2006 Kurzfassung des Jahresabschlusses Aktiva & Passiva Gewinn- und Verlustrechnung Wir sind für Sie da unsere Filialen 5

6 Ihre Info-Hotline: Überlingen Landungsplatz Überlingen Tel Fax Immenstaad Meersburger Straße Immenstaad Tel Fax Markdorf Hauptstraße Markdorf Tel Fax Stockach Hauptstraße Stockach Tel Fax Hotline Bankleitzahl Internet: BIC: Geno DE 61 UBE 6

7 Volksbank aktuell Aus dem zarten Pflänzchen»Hoffnung«zu Jahresbeginn wurde zum Jahresende die sichere Gewissheit: die anfänglich zögernde Wirtschaft bommte im Jahr 2006 förmlich und bescherte auch unserer Region einen starken konjunkturelle Aufschwung. Dieser wirtschaftlich positive Trend spiegelte sich in der erfreulichen Entwicklung unseres Hauses wider. Über 40 Mio oder 23% der neu vergebenen Kredite flossen in regionale Unternehmen. Mit Mrd Bilanzsumme sind wir genau die 100 größte Volksbank in der Republik. Erfreulicherweise hielt auch das wiedererstarkte Vertrauen in die Aktienmärkte deutlich an. Der DAX schnellte zum Jahresende von Punkten auf Punkte. Die Union Investment GmbH, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken, feierte ihr 50 jähriges Bestehen und brachte innovative Fonds-Produkte auf den Markt. Fazit: im Wertpapiergeschäft erzielten wir hervorragende Ergebnisse. Und selbst das gute Bausparergebnis vom Vorjahr konnte in 2006 übertroffen werden. Unsere Versicherungstochter R+V, einer der größten und immer wieder mit Bestnoten ausgezeichneten Versicherer, wettete mit unseren Kunden, dass ihre KFZ- Versicherung günstiger ist, als die einer anderen Versicherung in Deutschland. Der Wetteinsatz von einer Flasche Sekt mußte trotz der enormen Zahl von Anfragen mit nur zwei Kartons Sekt eingelöst werden. Der Bedarf für eine private Vorsorge stösst auf immer grösseres Interesse in der Bevölkerung. Wir sehen es als eine unserer Hauptaufgaben, die Kunden über die Problematik des deutschen Rentensystems zu informieren. Der Schwerpunkt unserer Beratung lag dabei auf den Fördermöglichkeiten in Form der Riesterrente. Rund Kunden entschieden sich alleine im letzten Jahr für den Abschluss einer Riesterrente bei uns. Und auch in 2007 wird»riester«wieder ein grosses Beratungsthema in unserem Hause sein. Kundenzufriedenheit ist eines unserer wichtigsten Unternehmensziele. Deshalb stellten wir uns im letzten Jahr erneut der kritischen Jury unserer Kunden. Knapp Kunden waren mittels Fragebogen aufgerufen, unsere Servicequalität zu beurteilen und zu bewerten. Für uns besonders erfreulich: wir verbesserten uns zur Befragung von 2004, erhielten die Traumnote von 1,84 und dürfen für weitere zwei Jahre das begehrte Qualitätssiegel»TüV Service tested«tragen. Damit bestätigt sich, dass unser Bemühen um Zuverlässigkeit, Beratungskompetenz, Vertrauen, Freundlichkeit und schnelle Entscheidungswege von den Kunden positiv wahrgenommen wird. A propos Service: in diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass unser Mitte 2005 gegründetes zentrales Telefon-Service-Team schon über Anrufe im letzten Jahr entgegengenommen hat. Dabei erledigten die freundlichen Telefon-Service-Mitarbeiter nahezu alle Kundenwünsche schnell, kompetent und zur vollen Zufriedenheit der Anrufer. Über die Aktualität des Genossenschaftsgedanken berichteten wir bereits im letzten Geschäftsbericht. Unser Verband rief das Jahr 2006 als das Jahr des Mitglieds aus. Alleine bei uns haben über Kunden eine Mitgliedschaft. Neben der attraktiven Verzinsung der Mitgliedsanteile bieten wir diesem Personenkreis Sonderpreise für unterschiedliche Versicherungsprodukte an. Und noch eine weitere gute Nachricht zum Schluss: das Institut für Weltwirtschaft (IFW) in Kiel hat seine Wachstumsprognose für 2007 deutlich nach oben korrigiert. Die Ökonomen rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft um 2,8 % wachsen wird. Das wäre ein noch stärkeres Wachstum als im Aufschwungjahr

8 Ihre Info-Hotline: Der Vorstand Walter Mauch Vorstandsvorsitzender Vorstand Produktion und Stab Hermann-Josef Schwarz Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Vorstand Vertrieb Siegfried Endres Vorstand Vertrieb Jürgen Unold Vorstand Steuerung und Produktion 8

9 Die Volksbank eg Vorwort des Vorstands Was lange währt, wird endlich gut sagt ein bekanntes Sprichwort. Die Fahrt in der dunklen Konjunktur-Röhre ist zu Ende. Noch vor einem Jahr nährte Licht am Ende des Tunnels das zarte Pflänzchen Hoffnung. Jetzt ist daraus Gewissheit geworden: die Wirtschaft im Land brummt wie lange nicht mehr. Wir freuen uns mit: im zurückliegenden Jahr haben wir praktisch alle unsere Ziele und Erwartungen getroffen, teilweise auch übertroffen. Ob bei den Kundeneinlagen (z. B. im Vorsorgebereich), im Kundenkreditgeschäft (deutlich verstärkte gewerbliche Nachfrage) oder im Verbundgeschäft: wir sind mit unserer Entwicklung zufrieden. Das gilt auch für unsere Region: Der Schwung hat nahezu alle Branchen erfasst. Die Kapazitätsauslastung nähert sich 100 %, die Stimmung ist hervorragend. Endlich trägt auch der Inlandsmarkt dauerhaft zum Aufschwung bei. Dienstleister zeigen sich euphorisch, das für unsere Bodenseeregion bedeutsame Hotel- und Gaststättengewerbe ist zufrieden. Und die erneute TÜV-Bestätigung der Zufriedenheit unserer Kunden mit ihrer Bank zeigt: wir sind auf dem richtigen Weg. Für die gute Zusammenarbeit bedanken wir uns bei allen unseren Mitgliedern, Kunden und Geschäftsfreunden. Und die heimische Bauwirtschaft, in den letzten Jahren nicht eben gesegnet, hat endlich Grund zur Freude. Selbst das Wetter spielte mit praktisch keine Winterpause, die Auftragsbücher sind gefüllt. Besonders positiv: Der Höhenflug ist inzwischen am Arbeitsmarkt angekommen. Ein Drittel der Unternehmen ist auf Personalsuche. Gute Voraussetzungen für uns als in der Region verwurzelte Bank, die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen. Jetzt noch vernünftige politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um den Aufschwung abzusichern und möglichst dauerhaft zu erhalten. Dass es so kommt, wünschen wir Ihnen und uns gemeinsam für das vor uns liegende neue Jahr Walter Mauch, Hermann-Josef Schwarz, Siegfried Endres, Jürgen Unold 9

10 Ihre Info-Hotline: Der Aufsichtsrat V.l.n.r.: Heinrich Besserer, Horst Rudy, Siegfried Heger, Hartmut Hueber, Friedrich Dandler, Klaus Munding, Erika Seige, Florian Hildebrand, Ewald Grundler, Rolf Reiter. Erika Seige Betriebswirtin im Handwerk, Vorsitzende, Überlingen Friedrich Dandler Kaufmann, stellv. Vorsitzender, Stockach Heinrich Besserer Rechtsanwalt, Überlingen Siegfried Heger Dipl.-Ingenieur, Immenstaad Hartmut Hueber Glasermeister, Überlingen Ewald Grundler Kaufmann, Stockach Florian Hildebrand Dipl.-Ingenieur, Bod.-Ludwigshafen Klaus Munding Kaufmann, Überlingen Rolf Reiter Steuerberater, Salem Horst Rudy Dipl.-Betriebswirt, Bod.-Ludwigshafen 10

11 Neues aus dem Aufsichtsrat Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2006 die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung vorgeschriebenen Aufgaben erfüllt und die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse gefasst. Die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllt. Den umfangreichen Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses unter Einbeziehung des Gewinnvortrages entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat und die einzelnen Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand kontinuierlich und detailliert über die Geschäftsabwicklung, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage, über etwaige Kreditrisiken, über besondere Ereignisse und die Erfolge den neuen Unternehmenskonzepts informiert. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresabschlusses zu beschließen. Mit Beendigung der Vertreterversammlung am 15. Mai 2007 scheiden turnusgemäß Herr Siegfried Heger, Herr Hartmut Hueber, Herr Klaus Munding und Herr Rolf Reiter aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl aller ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern seinen besonderen Dank und seine Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2006 hervorragende Leistung aus. In einem schweren wirtschaftlichen Umfeld haben sich der Vorstand und die Mitarbeiter besondere Verdienste für das Unternehmen erarbeitet. Überlingen, im April 2007 Die vom BaFin (Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen) gewünschten Tagungen und Schulungen für Aufsichtsräte wurden vom Aufsichtsrat wahrgenommen. Aufsichtsratsvorsitzende Erika Seige Der Jahresabschluss 2006 mit Lagebericht wurde vom Badischen Genossenschaftsverband e. V., Lauterbergstraße 1, Karlsruhe geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. 11

12 Ihre Info-Hotline: Wirtschaftspolitik 2006 im Rückblick Fakten Fakten Fa 1. Januar Österreich übernimmt die Präsidentschaft des Rats der Europäischen Union. 4. Januar Der DAX setzt die Rekordjagd des abgelaufenen Jahres fort und durchbricht die Grenze von Punkten. 9. Januar Gold wird im Londoner Handel zu 544,60 US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Das ist der höchste Wert seit Januar Der DAX erreicht im Verlauf des Tages mit Punkten ein 4-Jahres-Hoch. 10. Januar Der Konjunkturerwartungsindex des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) setzte seinen Anstieg von Dezember fort. Er liegt mit 71,0 Punkten deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt von 34, Januar Die Europäische Zentralbank hält ihre erste Ratssitzung im neuen Jahr. Eine Zinsänderungsentscheidung wird nicht getroffen. Das Statistische Bundesamt berichtet in einer Schnellschätzung, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2005 um real 0,9 Prozent gestiegen ist. 16. Januar EU-Währungskommissar Joaquin Almunia stellt Deutschland vor die Alternative, das Finanzierungsdefizit schon in 2006 unter die Grenze von 3 Prozent zu drücken oder ein verschärftes Strafverfahren zu akzeptieren. 18. Januar Es kommt zu Turbulenzen am japanischen Aktienmarkt. Auslöser sind Ermittlungen der Tokioter Staatsanwaltschaft gegen das Internetunternehmen Livedoor. Der Gesellschaft wird vorgeworfen, gegen Wertpapiergesetze verstoßen, Bilanzen gefälscht und Behörden getäuscht zu haben. Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung München steigt kräftig auf 102,0 Punkte. Im schweizerischen Davos beginnt das Weltwirtschaftsforum. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Eröffnungsrede. 31. Januar Die Amtszeit des amerikanischen Noten- bankgouverneurs Alan Greenspan endet mit der heutigen Sitzung des Offenmarktausschusses. Ben Bernanke wird sein Nachfolger. Die Leitzinsen werden auf 4,5 Prozent angehoben. Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Januar witterungsbedingt wieder über die 5-Millionen- Grenze. Der DAX erreicht mit Punkten ein neues Jahreshoch. 1. Februar Die Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld 1 wird bei unter 55-jährigen Personen auf zwölf Monate begrenzt. Auf Drängen Franz Münteferings beschließt das Kabinett, die gesetzliche Grenze für den Ruhestand bereits bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben. 2. Februar Der Anstieg der Renditen am deutschen Rentenmarkt setzt sich fort. Die Umlaufrendite erreicht mit 3,43 Prozent den höchsten Stand seit März Februar Zum ersten Mal wird in Deutschland die Vogelgrippe nachgewiesen. In ganz Deutschland gilt Stallpflicht für Geflügel. 16. Februar Nach fünfjährigem Ringen einigen sich Bund und Länder auf die Einzelheiten der Föderalismusreform. Die Zahl der vom Bundesrat zustimmungspflichtigen Gesetze wird damit von derzeit etwa 60 auf nur noch 30 bis 40 Prozent sinken. Die Länder erhalten in vielen Bereichen mehr Kompetenzen. 17. Februar Der DAX erreicht erstmals seit August 2001 die Schwelle von Punkten. 22. Februar Das Bundeskabinett beschließt den Haushalt 2006 und die Planung und damit die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 Prozent auf 19 Prozent zum 1. Januar Februar Die Zinssätze auf Termingelder steigen an. Jahresgelder verteuern sich auf 2,96 Prozent und erreichen damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. 27. Februar Der DAX durchbricht zum ersten Mal seit Juli 2001 die Marke von Punkten. 2. März Die Europäische Zentralbank erhöht den 12

13 Konjunktur 2006 kten Fakten Fakten Fakten Fakten Fakte Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent. Der DAX fällt daraufhin unter Punkte. 3. März Der Euro festigt sich, nachdem in den vergangenen Tagen positive Konjunkturdaten für den Euroraum, aber ein schwaches Verbrauchervertrauen in den USA veröffentlicht wurden. Er liegt bei 1,20 US- Dollar. Das statistische Bundesamt teilt mit, dass von den Amtsgerichten im vergangenen Jahr Unternehmensinsolvenzen gemeldet wurden 6 Prozent weniger als Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg um 40,3 Prozent auf März Der Dow-Jones-Index steigt auf den Jahreshöchststand von ,65 Punkten. 26. März Die Ergebnisse der Landtagswahlen in drei Bundesländern werden als Bestätigung für die große Koalition interpretiert. Verlierer sind die kleinen Parteien. In ihren Hochburgen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz können CDU und SPD ihren Vorsprung verteidigen. In Sachsen-Anhalt verliert die CDU-FDP-Regierung ihre Mehrheit und wird durch eine Koalition zwischen CDU und SPD abgelöst. 28. März Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung München ist im März zum vierten Mal in Folge gestiegen. Obwohl allgemein mit einer Korrektur nach unten gerechnet worden war, steigt der Index auf den höchsten Stand seit April Die US-Notenbank setzt ihren Zinserhöhungskurs unter ihrem neuen Vorsitzenden des Offenmarktausschusses, Ben Bernanke, fort. Der Leitzins steigt um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent. 30. März Durch saisonbedingten Abbau sinkt die Arbeitslosigkeit im März wieder unter die Marke von 5 Millionen. Saisonbereinigt hat sie im Durchschnitt der vergangenen Monate abgenommen. 31. März Die Edelmetallmärkte verbuchen steigende Kurse. Gold erreicht im Terminhandel für kurze Zeit einen 25-Jahre-Höchststand. 3. April Der DAX überwindet die Marke von Punkten. 5. April In Sachsen wird die Vogelgrippe in einem Nutztierbestand nachgewiesen Puten, Gänse und Hühner müssen sofort getötet werden. 6. April Die EZB lässt den Leitzins auf ihrer Sitzung erwartungsgemäß unverändert. Spekulationen über eine Erhöhung im Mai tritt EZB-Präsident Jean-Claude Trichet entgegen. Stattdessen signalisiert er eine Anhebung im Juni. Der Euro, der vor der Sitzung auf 1,23 US-Dollar angestiegen ist, gibt daraufhin wieder nach. 7. April Der BND-Untersuchungsausschuss des Bundestags trifft sich zu seiner konstituierenden Sitzung. Er soll sich mit der internationalen Kooperation der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden nach dem 11. September 2001 und während des Irak-Krieges befassen. 10. April Matthias Platzeck gibt den SPD-Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen auf. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck wird sein Nachfolger. 13. April Im Verlauf der letzten Tage steigt der Preis für Brentöl erstmals über 70 Dollar je Barrel. Dies drückt den DAX auf Punkte. 21. April Der US-Dollar verliert gegenüber dem Euro, da sich Hinweise verdichten, dass ein Ende der Zinserhöhung in den USA bevorsteht. Der Euro liegt bei 1,2315 US-Dollar. Der DAX erholt sich aufgrund von guten Unternehmensdaten. Trotz eines Anstiegs des Ölpreises von Brentöl auf über 75 US-Dollar im Verlauf der Woche überwindet er zwischenzeitlich die Marke von Punkten. Der Dow Jones schließt mit Punkten. 25. April Der ifo-geschäftsklimaindex steigt erneut an. Die fünfte Erhöhung in Folge deutet auf eine weiterhin robuste Konjunkturentwicklung hin. Zuvor hatte sich der ZEW-Konjunkturerwartungsindex erneut leicht nach unten bewegt. 26. April Der DAX erreicht mit Punkten einen neuen Jahreshöchststand. 13

14 Ihre Info-Hotline: en Fakten Fakten Fakten Fakten Fakten 28. April Im Zuge der Zinserhöhungspolitik der Europäischen Zentralbank steigen die Terminsätze am Geldmarkt. Der 12-Monatseuribor liegt bei 3,32 Prozent und damit auf dem höchsten Niveau seit September Die Umlaufrendite liegt bei 3,92 Prozent. Der Euro notiert bei 1,2537 US-Dollar der höchste Stand seit September Mai Der Koalitionsausschuss beschließt die Einführung von Elterngeld und Reichensteuer. Danach können vom kommenden Jahr an Eltern nach der Geburt eines Kindes bis zu 14 Monate lang eine Unterstützung in Höhe von 67 Prozent des letzten Nettogehaltes in Anspruch nehmen. Im Zuge der Reichensteuer sollen ab 2007 Höchstverdiener mit mehr als Euro (Verheiratete Euro) im Jahr in der Spitze eine um 3 Punkte höhere Einkommensteuer zahlen. 4. Mai Im Anschluss an die EZB-Ratssitzung, auf der weitere Zinserhöhungen für den Euroraum in Aussicht gestellt wurden, stieg der Euro auf 1,27 US-Dollar. Das ist der höchste Stand der vergangenen 12 Monate. 9. Mai Der DAX erreicht mit Punkten ein neues Jahreshoch. 10. Mai Die US-Notenbank hebt den Leitzins auf 5,0 Prozent an. Entgegen der allgemeinen Erwartung wurde kein Signal für eine Zinspause gegeben. Die wegen der Vogelgrippe verhängte Stallpflicht für Geflügel wird durch zahlreiche Ausnahmen aufgelockert. 11. Mai Das Statistische Bundesamt gibt bekannt, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 0,4 Prozent gewachsen ist. Die Wirtschaftsleistung der Eurozone wuchs um 0,6 Prozent. Der Arbeitskreis Steuerschätzung ermittelt, dass die Steuereinnahmen im Jahr 2006 etwa 8,1 Milliarden Euro höher ausfallen als in der Steuerschätzung vom November veranschlagt. 12. Mai Der DAX rutscht unter die Marke von Punkten, der Euro erreicht mit 1,29 US-Dollar einen neuen Jahreshöchststand. Die Umlausrendite steht bei 3,99 Prozent. Die Rendite für 10-jährige Staatsanleihen klettert auf 4,08 Prozent in Deutschland und 5,24 Prozent in den USA. 16. Mai Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex fällt deutlich um 12,7 auf 50,0 Punkte. 19. Mai An den Aktienmärkten setzt eine verstärkte Kurskorrektur ein, vorangetrieben durch Meldungen über die hoch ausfallende Inflation in den USA. Der DAX liegt bei Punkten, der Dow Jones bei Punkten. 24. Mai Der ifo-index gibt nach mehrmonatigem Anstieg leicht nach. Während die aktuelle Lage besser eingeschätzt wurde, trüben sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate ein. 29. Mai Der Konsumklimaindex der Marktforschungsgesellschaft GfK zeigt, dass sich die Konsumstimmung der Verbraucher erheblich verbessert hat. Der Indikator für die Neigung, in nächster Zeit größere Anschaffungen zu tätigen, steigt auf ein Rekordhoch. 13. Juni Der DAX rutscht mit einem Stand von Punkten auf einen Jahrestiefstand. Ursache sind vor allem Ängste vor einer steigenden Inflation und weiteren Zinserhöhung der Notenbank. 16. Juni Der Bundesrat billigt das Haushaltsbegleitgesetz, das neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007 um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent auch die Erhöhung der Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent umfasst. Weitere Inhalte sind u. a. die Erhöhung der pauschalen Abgabe für Minijobs und die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 4,5 Prozent. 23. Juni Der Bundestag verabschiedet den Haushalt Wieder überschreitet die Neuverschuldung die Investitionen, sodass eine Störung des gesamtwirtschaftli- Fak14

15 Konjunktur 2006 Fakten chen Gleichgewichts festgestellt werden muss, um die Verfassungskonformität zu gewährleisten. lasten den Aktienmarkt, der DAX fällt auf Punkte. Japans Zentralbank hebt erstmals seit sechs Jahren 27. Juni Der ifo-geschäftsklimaindex ist nach einem den Leitzins an. Der Tagesgeldsatz wird von faktisch Null leichten Rückgang im Mai erneut gestiegen. Ein höheres Niveau hatte der Index zuletzt 1991 unter dem Einfluss auf 0,25 Prozent erhöht. Der Euro gab daraufhin leicht nach und liegt nun bei 1,2666 Dollar. der Wiedervereinigung. Die Umlaufrendite erreicht mit 17. Juli In St. Petersburg geht der G-8-Gipfel zu Ende. 4,02 Prozent einen neuen Jahreshöchststand. Die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen liegen bei 4,06 Prozent Themen waren Energiepolitik und die stockenden WTO- Verhandlungen. in Deutschland und 5,31 Prozent in den USA. 19. Juli Die Europäische Kommission will das Defizitverfahren 29. Juni Der Bundestag verabschiedet das Gesetz gegen Deutschland ruhen lassen, da die deutsche»zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft«, das beispielsweise Erleichterung bei der Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge Finanzplanung ein Unterschreiten des Maastricht-Kriteriums von drei Prozent des nominalen Bruttoinlandprodukts spätestens im nächsten Jahr vorsieht. beinhaltet. Die US-Notenbank erhöht 24. Juli Vertreter von USA, EU, Indien, Brasilien, Japan die Zinsen auf 5,25 Prozent. Es handelt sich um die 17. Erhöhung in Folge. Weitere Zinsschritte sollen in Anpassung und Australien können sich nicht auf die Eckpunkte eines neuen Handelsabkommens im Rahmen der WTO einigen. an die konjunkturelle Datenlage erfolgen. 27. Juli Der Konsumklimaindex der Marktforschungs- 30. Juni Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 gesellschft GfK steigt erneut an. Die Indexverbesserung beschließt der Bundestag u. a. die Reichensteuer, die resultiert aus der gestiegenen Neigung der Verbraucher, Kürzung der Pendlerpauschale und eine Zahlung des ten Kindergeldes nur noch bis zum 25. Lebensjahr. Die Aktienkurse erholen sich. Den Zinsängsten stehen hohe Erwartungen an aktuelle Fusionen und Übernahmen gegenüber. Der DAX schließt mit Punkten, der Dow Jones mit Punkten. 1. Juli Finnland übernimmt turnusgemäß die EU- Ratspräsidentschaft. 2. Juli Der Koalitionsausschuss left Eckpunkte zur Unternehmenssteuerreform fest. Danach soll die nominale Belastung von Körperschaften zukünftig unter 30 Prozent liegen. Die Reform darf die öffentlichen Haushalte mit maximal 5 Milliarden Euro belasten. Zur Gegenfinanzierung wird eine Erweiterung der Bemessungsgrundlage beispielsweise auf Zinsen vorgeschlagen. 14. Juli Wachsende Spannungen im Nahen Osten be- in der nächsten Zeit größere Anschaffungen zu tätigen. Der entsprechende Teilindikator steigt zum dritten Mal in Folge auf Rekordhöhe. 27. Juli Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hellt sich nach positiven Unternehmensmeldungen der letzten Tage und Aussichten auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA auf. Der DAX steigt innerhalb einer Woche um 4,7 Prozent auf Punkte. Der Dow Jones erhöht sich im selben Zeitraum um 3,2 Prozent auf Punkte. 1. August In der Arbeitsmarktpolitik treten Neuerungen in Kraft: Missbrauchsmöglichkeiten von Arbeitslosengeld-II-Empfängern werden eingeschränkt. Die Existenzgründungsinstrumente Ich-AG und Überbrückungsgeld werden zum Gründungszuschuss zusammengefasst. Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bessert 15

16 Ihre Info-Hotline: Fakt ist eine Einnahmensteigerung von 3,2 Prozent und eine sich. Die Zahl der Arbeitslosen verringert sich im Juli gegenüber Juni überraschend um August Die Europäische zentralbank hebt den Leitzins wie allgemein erwartet um 25 Basispunkte auf 3,0 Prozent an. 8. August Angesichts des verlangsamten US-Wirtschaftswachstums lässt die US-Notenbank den Leitzins nur leichte Ausgabensteigerung von 0,6 Prozent. Es ergibt sich eine Defizitquote in Höhe von 2,5 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts. 25. August Der Zins auf Jahresgelder verringert sich auf 3,61 Prozent, nachdem sich die Konjunkturaussichten für die kommenden Monate abgeschwächt haben. Auch unverändert. Damit unterbricht sie ihre zweijährige Zinserhöhungsphase erstmals seit Mai Anleiherenditen gehen zurück. So sinkt die Umlaufsrendite im Wochenvergleich um 13 Basispunkte auf 3, August Der DAX schließt mit leichter, nachdem Prozent, 10-jährige deutsche Staatsanleihen um 14 Basiske Rohöl der Sorte Brent in den letzten Tagen die Marpunkte auf ebenfalls 3,76 Prozent. von 78 US-Dollar pro Barrel erreichte. Der Dow Jones 28. August Das Wachstum der Geldmenge M3 verminderte sich auf Punkte. schwächt sich im Juli unerwartet ab. Es stieg saisonbereinigt 14. August Das Statistische Bundesamt meldet, dass mit einer Jahresrate von 7,8 Prozent nach 8,5 Pro- sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und zent im Juni. Der Zuwachs der Geldmenge M1 liegt mit 7,4 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. kalenderbereinigt um 0,9 Prozent erhöht hat. 31. August Aufgrund von Zinsspekulationen klettert 18. August Das novellierte Genossenschaftsgesetz der Euro auf ein Allzeithoch gegenüber dem japanischen tritt in Kraft. Von nun an können bereits drei Personen Yen. Ein Euro kostet 150,56 Yen. eine Genossenschaft gründen. Das 6. September Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen Gleichbehandlungsgesetz, das eigentlich schon Anfang August hätte starten sollen, tritt nach administrativen liegt im ersten Halbjahr 2006 mit um 15,1 Prozent unter der Zahl des ersten Halbjahres Die Zahl der Schwierigkeiten nun in Kraft. Der DAX erhöht sich Verbraucherinsolvenzen erhöhte sich um 41,5 Prozent aufgrund des guten Wirtschaftswachstums und gesunkener Ölpreise auf Punkte. Der Dow Jones steigt auf September Der Beginn der Gesundheitsreform auf Punkte. wird vom 1. Januar 2007 auf den 1. April 2007 verschoben. 21. August Der Euro erreicht mit 1,2919 US-Dollar Dadurch soll mehr Zeit für ausführliche Beratungen den höchsten Stand seit Mai zur Verfügung stehen. 22. August Der ZWE-Konjunkturerwartungsindex 8. September Nachlassende Sorgen vor einer Eskalation fällt zum ersten Mal seit Juli 2001 in den negativen Bereich (-5,6 Punkte). im Atomstreit mit dem Iran und steigende Benzin- bestände drücken auf die Rohölpreise. Rohöl der Sorte 24. August Der ifo-geschäftsklimaindex verringert Brent kostet nur noch knapp 65 US-Dollar pro Barrel. sich trotz des einsetzenden Konjunkturpessimismus für 17. September Bei den Landtagswahlen in Berlin und 2007 nur leicht. Das Finanzierungsdefizit des Staats in Mecklenburg/Vorpommern bleibt die SPD stärkste liegt für das erste Halbjahr 2006 bei 28,2 Milliarden Euro nach 40,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr Grund Partei. In Mecklenburg/Vorpommern zieht zum ersten Mal die rechtsextremistische NPD in den Landtag ein. 16

17 Konjunktur 2006 n 19. September Der Konjunkturerwartungsindex des Deutschland ZEW sinkt erneut kräftig von minus 5,6 auf minus 22,2 Punkte. Neben negativen Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung sehen die befragten Experten eine Schwächung des Exports durch die Abkühlung der US- Wirtschaft und verteuerte Investitionen durch die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank. 20. September Vor dem Hintergrund der abgeschwächten Inflation in den USA lässt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank den Zinssatz unverändert bei 5,25 Prozent. Der Bundestag stimmt der Entsendung von Marinesoldaten vor die Küste des Libanon zu. Die Marine übernimmt die Führung der seeseitigen Überwachung der libanesischen Grenzen im Rahmen der Unifil-Mission. 27. September Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eröffnet die erste Deutsche Islam-Konferenz. Eingeladen wurden Vertreter der Muslime und des Staats. 29. September Der DAX überwindet erneut die Punkte-Marke. Er wurde unterstützt durch niedrige Inflation in Deutschland, positive Entwicklung bei Einzelwerten sowie gesunkene Rohölpreise. Der Bundestag beschließt das Elterngeld. 4. Oktober Für ein Barrel des Nordseeöls Brent müssen weniger als 56 US-Dollar gezahlt werden, das sind über 20 US-Dollar weniger als vor zwei Monaten. 5. Oktober Die Europäische Zentralbank hebt den Leitzins wie erwartet auf 3,25 Prozent an. Die Koalitionsparteien einigen sich auf die Ausgestaltung und den Zeitplan der Gesundheitsreform. Die Zusatzbeiträge der Kassen sollen ein Prozent nicht übersteigen. Der Start des Gesundheitsfonds wird auf den 1. Januar 2009 verschoben. 10. Oktober Der EU-Finanzministerrat Ecofin stimmt der Empfehlung der Europäischen Kommission zu, das Defizitverfahren gegen Deutschland auszusetzen. wird 2006 eine Nettoverschuldung von voraussichtlich 2,6 Prozent des Bruttosozialprodukts melden. 19. Oktober Der Dow Jones überwindet zum ersten Mal in der Geschichte die Marke von Punkten. In ihrem Herbstgutachten prognostizieren die führenden deutschen Konjunkturforschungsinstitute für 2006 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Der aktuelle Aufschwung wird neben weiter kräftigen Exporten zunehmend von der Inlandsnachfrage getragen. Für 2007 wird ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet. 23. Oktober Die Koalitionsarbeitsgruppe»Rentenversicherung«vereinbart Einzelheiten zur Rente mit 67. Die Regelaltersgrenze soll von 2012 an beginnend mit dem Jahrgang 1947 bis zum Jahr 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden. 25. Oktober Das Bundeskabinett verabschiedet die Gesundheitsreform. Der ifo-geschäftsklimaindex steigt überraschend an; die befragten Unternehmen beurteilen zum ersten Mal nach drei Monaten auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate besser. 2. November Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und der hessische Ministerpräsident Roland Koch präsentieren die Ergebnisse der Arbeitsgruppe»Reform der Unternehmenssteuer in Deutschland«. Die Steuerbelastung für Körperschaften wird auf unter 30 Prozent gesenkt. Auch Gewinne von Personengesellschaften sollen mit maximal 29,8 Prozent besteuert werden, wenn sie nicht ausgeschüttet werden. Eine Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne soll ab 2009 in Kraft treten. Der Euro profitiert von schwachen US-Konjunkturdaten und steigt auf 1,2767 Dollar. 3. November Die aktuelle Steuerschätzung ergibt, dass die Steuereinnahmen in 2006 voraussichtlich um 19,4 Milliarden Euro höher ausfallen als vor einem halben Jahr vermutet. Der Schätzansatz für 2007 wurde um 20,1 Milliarden Euro angehoben. 17

18 Ihre Info-Hotline: Konjunktur 2006 Fakten Fakten Fakten 8. November Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veröffentlicht sein Jahresgutachten. Er prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent für 2006 und 1,8 Prozent für November Der Bundestag beschließt das Jahressteuergesetz 2007, welches u. a. Regelungen zur Pauschalierung der Einkommensteuer und Anpassung bei der Rürup-Rente vorsieht. 14. November Das Statistische Bundesamt meldet, dass sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2006 gegenüber dem Vorquartal preis-, saisonund kalenderbereinigt um 0,6 Prozent erhöht hat. 22. November Der DAX erreicht mit Punkten einen neuen Jahreshöchststand. Der Dow Jones steht bei Punkten. 23. November Der ifo-geschäftsklimaindex steigt wieder auf seinen Höchststand von Juni. Neben der Lageeinschätzung verbessern sich auch die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate. 24. November Die Terminsätze entwickeln sich uneinheitlich. Am kurzen Ende kommt es zu Erhöhungen: Der 3-Monatseuribor steigt auf 3,62 Prozent. Am langen Ende gehen die Zinssätze zurück: Der 12-Monatseuribor fällt auf 3,86 Prozent. 28. November Das GfK-Konsumklima deutet weiter auf konsumfreudige Verbraucher hin. Es steht auf seinem höchsten Stand seit November November Das Düsseldorfer Landgericht stellt den Prozess um die umstrittenen Prämien bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone gegen eine Zahlung von 5,8 Millionen Euro ein. Josef Ackermenn, Chef der Deutschen Bank, Klaus Esser, ehemaliger Mannesmann-Vorstandschef, und die weiteren Angeklagten sind somit nicht vorbestraft. Das Bundeskabinett beschließt die Rente mit 67, den Riester-Bonus für Berufs- anfänger unter 21 Jahren und die Initiative»50plus«, die u. a. einen Kombilohn für ältere Bezieher von Arbeitslosengeld II vorsieht. Der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales bringt Beitragssatzänderungen auf den Weg. Der Beitrag zur Rentenversicherung soll von 19,5 auf 19,9 Prozent steigen, der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,2 Prozent sinken. 30. November Die Zahl der Arbeitslosen sinkt unter die 4-Millionen-Grenze. Die gute konjunkturelle Lage und die milde Witterung wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. 1. Dezember Der Euro gewinnt gegenüber dem Dollar und steigt auf 1,3244 US-Dollar. Der Kursverfall des Dollar drückt auf die Aktienkurse. Der DAX steht bei 6,241 Punkten, der Dow Jones bei Punkten. 7. Dezember Die Europäische Zentralbank hebt den Leitzins wie allgemein erwartet auf 3,5 Prozent an. 12. Dezember Der Offenmarktausschuss der US- Notenbank lässt den Leitzins unverändert bei 5,25 Prozent. Die Konjunkturaussichten für Deutschland für das kommende Jahr verbessern sich weiter: Der Konjunkturerwartungsindex des ZEW erhöht sich spürbar um 9,5 Punkte und steht nun bei 19 Punkten. Die im Zentralen Kredtitausschuss (ZKA) vertretenen Spitzenverbände legen ein Gutachten zu den Bürokratiekosten in der Kreditwirtschaft vor. Die spezifischen Belastungen der Branche liegen bei jährlich 3,1 Milliarden Euro. 18

19 Die Volksbank eg TÜV Note 1,84 Im Jahr 2006 erhielt die Volksbank wieder glänzende Noten bei der TÜV Befragung zur Kundenzufriedenheit. Stolz konnten wir aus den Händen von Thomas Fischmann vom TÜV Saarland die Urkunde mit der Zertifizierung»TÜV Service tested«entgegennehmen. Nach der Note 1,98 im Jahr 2004 konnten wir eine deutlich Steigerung auf die Note 1,84 erzielen. Um das TÜV-Saarland- Siegel zu bekommen, muss auf einer Notenskala mindestens die Durchschnittsnote 2,25 erreicht werden; dies haben wir bei weitem übertroffen. Von Haushalten von Kunden wurden nach einem Zufallsverfahren Personen ausgewählt. In den Bereichen Zuverlässigkeit, Beratungskompetenz und Vertrauen zum Berater wurden wir sogar mit den Noten 1,6 und besser bewer- tet. Besonders erfreut sind wir natürlich über die Traumnote 1,3 bei der Kundenbewertung für Freundlichkeit. Besonders erwähnenswert ist auch, dass die positive Beurteilung insbesondere auch von Freiberuflern, Geschäftsleuten und leitenden Angestellten mitgetragen wurde. Wir werden uns aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn wir wollen dieses Ergebnis nicht nur halten, sondern wir wollen das Ergebnis weiter steigern. FitchRatings Standard & Poor s»a+«die Volksbank Überlingen gewinnt durch»a+«rating des genossenschaftlichen FinanzVerbundes! Die Rating Agentur Standard & Poos's Ratings Services hat dem genossenschaftlichen FinanzVerbund das hervorragende Langfristrating A+ erteilt. Schon jetzt profitieren damit auch alle unsere Kunden, da wir Mitglied des so positiv gerateten genossenschaftlichen FinanzVerbundes sind. Nach dem A+ Rating der Agentur FitchRatings bestätigt nun auch Standard & Poos's die Vitalität und finanzielle Stabilität des Geschäftsmodells der genossenschaftlichen Bankengruppe. Das hervorragende Ratingergebnis ist Spiegelbild für den engen Zusammenhalt des gesamten FinanzVerbundes und der starken genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung noch nie in der Geschichte der Sicherungseinrichtung haben Kunden einer angeschlossenen Bank einen Verlust ihrer Einlagen erlitten. Beide Ratings gelten für die Volksbank Überlingen. In der Begründung würdigten die Ratingagenturen die Solidität und Rentabilität des FinanzVerbundes, dessen komfortable Eigenkapitalsituation, den engen Zusammenhalt der genossenschaftlichen Bankengruppe und die Stärke der Sicherungseinrichtung. Auch langfristig sieht FitchRatings die Gesamtsituation stabil. Standard & Poor's verweist zudem in seiner Entscheidung auf die sehr starke Marktposition der Mitgliedsbanken des genossenschaftlichen FinanzVerbundes im Retailgeschäft. 19

20 Ihre Info-Hotline: Baumesse 2006 Die bereits im 6. Jahr stattfindende BauMesse der Volksbank Überlingen ließ auch im Jahr 2006 wieder Bauherrenträume wahr werden. Alles übers Bauen, Wohnen, Immobilien, Gärten, Solarenergie und Modernisieren zeigten über 60 Aussteller in Überlingen im Kursaal, in der ehemaligen Kapuzinerkirche und in einem extra Zeltanbau. Mit mehr als interessierten Besuchern wurde die Zahl des Vorjahres weit übertroffen. Oberbürgermeister Volkmar Weber zollte der Volksbank Überlingen als Veranstalter Respekt und hob die Bedeutung der Messe für die Region hervor. Im Zentrum der Fachvorträge standen die energetische Gebäudesanierung, Energiesparen und deren Fördermöglichkeiten, biologisches Bauen und Solaranlagen, Erdwärmepumpen und Blockheizkraftwerke. VORSCHAU 7. BauMesse 13. und 14. Okt Überlingen Kursaal Thema: ENERGIESPARMESSE 20

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