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1 Seite 1 von 5 Keine Bilder? Hier klicken Newsletter bestellen Adresse ändern Abmelden Weiterempfehlen Impressum Ausgabe 118 November 2011 > Leser Bestellen Weiterempfehlen PDF-Version drucken Alexandre Farto pfeift auf die Nachwelt. Der in London lebende Portugiese - besser bekannt als der Performancekünstler Vhils - zerstört, um etwas zu kreieren. Ganz konkret: Vhils sprengt Portraits in Hauswände. Seine Arbeitsflächen sind Abrisshäuser, deren Wände er so lange bearbeitet, bis eindrucksvolle Reliefs entstehen, die sich auf atemberaubende Weise zu Gesichtern zusammenfügen, wenn man sie aus der Ferne betrachtet. Grandios! "Die Autoren erwecken den Leser mit verbalen Tritten in den Allerwertesten. Belebend, erfrischend, motivierend." Harvard Business Manager Hin und wieder wird er von Hausbesitzern eingeladen, eine Außenwand oder Garagenmauer umzugestalten. Manche von ihnen behalten das Kunstwerk so lange, bis das Wetter die restlichen Putzbrocken von der Wand spült. Andere reißen die Wände einfach ab oder verputzen sie neu. Eigentlich weiß Vhils gar nicht, welche seiner Arbeiten überhaupt noch existieren. Seine Kunst ist explosiv, spektakulär und... sehr vergänglich. Moment mal: Will nicht jeder Künstler Werke für die Ewigkeit schaffen? Diese ephemere Qualität gehört zum Arbeiten auf der Straße, sagt Vhils. Du behältst immer im Hinterkopf, dass das, was du produzierst, morgen schon wieder verschwunden sein kann. Vhils Aussage hat geradezu philosophische Qualität. Und er legt den Finger in die Wunde. Durch seine Kunst sagt er: Hört doch auf, euch was vorzumachen! Wir können nichts für die Ewigkeit schaffen. Alles auf der Welt ist mit einem Verfallsdatum versehen. "Best of Business: So leicht und so atemlos hat sich selten ein Buch dieses Genres gelesen. Jede Seite macht Hunger auf das, was noch kommt" Financial Times Vergänglich sind nicht nur Häuserwände oder Kunst auf Häuserwänden, sondern schlicht alles, was Menschen in die Welt setzen. Geniale Teams, geniale Unternehmen, Menschen, die wirklich Großes leisten? Ja, gibt es. Solange sie funktionieren, solange sie sich halten, solange sie noch wirken oder in Erinnerung bleiben. Aber eben auch nur so lange! Und lange ist relativ. Wenn also ohnehin jeder relativ geniale Versuch, relativ großer Menschen, relativ bedeutende Werke zu schaffen am Ende in relativ kurzer Zeit restlos zu Staub und Asche wird, wieso um alles in der Welt sollten wir uns dann krumm legen, ewig Haltbares und absolut Unkaputtbares zu schaffen? Warum sollten wir dann uns überhaupt noch um etwas bemühen? Vhils gibt uns eine Antwort. Eine bemerkenswerte Antwort. Klar, Langlebigkeit ist gut. Nachhaltigkeit ist das Gebot unserer Zeit. Aber wir dürfen darüber nicht den Moment vergessen! Den Augenblick, die Gegenwart: Die Explosion ist für mich wichtiger als die fertige Arbeit, sagt Vhils. Eigentlich sind doch alle Build-to-last-Strategien Augenwischerei, denn sie streben

2 Seite 2 von 5 Unmögliches an. Und sie sind auch dröge. Unternehmen, die ihr 200. Jubiläum feiern, ohne jemals auch nur etwas ansatzweise Aufregendes gemacht zu haben, finden wir todlangweilig. Build to last oder Build to impact? Was uns antreibt ist definitiv das Zweite. Eine Förster & Kreuz-Akademie gründen, um unser Gedankengut in die Welt zu tragen und auch dann weiterzuverbreiten, wenn wir nicht mehr da sind? Nichts auf der Welt könnte uns ferner liegen. Uns geht es nicht darum, etwas für die Ewigkeit aufzubauen, wir wollen JETZT etwas bewegen. Indem wir Menschen zeigen, dass es auch anders geht, leisten wir unseren bescheidenen Beitrag dazu, dass die Welt sich ein kleines bisschen verändert. Wir machen unser Ding so gut wir können. Bis zum letzten Atemzug. Und das war s dann... Flüchtige Grüße, Anja Förster & Peter Kreuz Wirtschaftsbuch d. Jahres "Ein Streichholz, das andere entzündet." Financial Times 4 Kommentare - Kommentar jetzt schreiben / Facebook-Kommentare Let's do it again Erinnern Sie sich noch an unsere Tournee 30-Gigs-in-30-Tagen? Schön war s. Anstrengend war s. Und wunderbar vielfältig. Wir hatten eine riesige Nachfrage, aber nur 30 Tage zu vergeben. Für alle, die im Mai nicht zum Zug gekommen sind: Die Tour geht weiter in 2012 in neuem Format. Jeden Monat in 2012 gibt es EINEN kostenlosen Vortrag für ein Unternehmen, einen Verband oder einen Kongress. Alles, was Sie tun müssen: Sie übernehmen die Reisekosten und erwerben 300 Exemplare des Buchs "NUR TOTE BLEIBEN LIEGEN" von uns. Interessiert? Dann bewerben Sie sich jetzt. Nur zwölf Termine werden vergeben. Kontakt: Petra Steurer iphone bei Nokia Warum Neugier anziehend wirkt Microsoft-Chef Steve Ballmer sprang bei einer der legendären Mitarbeiterversammlungen in Redmond wie ein Gummiball durch den Raum, klatschte und ließ sich beklatschen, zog eine riesige Show ab bis er in einer der ersten Reihen einen Mitarbeiter erspähte, der mit einem iphone ein Foto von ihm schoss. Was tat Ballmer? Er riss dem verdutzten Mann das iphone aus der Hand, zog es durch den Kakao bis alle Jünger buhten, dann warf er es zu Boden und trampelte darauf herum zumindest tat er so. Auf der großen Leinwand war nur noch sein riesiger roter Kopf zu sehen, aus dem Publikum stieg eine dicke Denkblase auf: Wird der unglückliche Apple-User wohl gleich oder erst am Ende der Veranstaltung exkommuniziert?

3 Seite 3 von 5 Aber Apple ist nicht nur für Microsoft der Konkurrent Nummer Eins. Ebenfalls bei einer Mitarbeiterversammlung stellte auch der neue Nokia-Chef Stephen Elop die Gretchenfrage: Wer in diesem Raum benutzt ein iphone? Dabei schaute er streng in die Runde. Angesichts der desolaten Lage des einstigen Marktführers wäre ein Coming-out in diesem Moment etwa wie in ein rotes Tuch gehüllt auf einen verwundeten Stier zuzulaufen. Aber einige Mutige hoben trotzdem die Hand. That upsets me!, blaffte Elop stinksauer, nachdem er um die sieben Leute gezählt hatte. Not because some of you are using iphones, but because only a small number of people are using iphones. I d rather have the intellectual curiosity to understand what we re up against. Zwei Weltkonzerne, zwei Unternehmenschefs und zwei völlig unterschiedliche Haltungen zum Wettbewerb. Spannend! Während wir Steve Ballmers kriegerisches Brusttrommeln einfach nur unsympathisch und von gestern finden, überraschte uns die um Lichtjahre intelligentere Haltung des ersten nicht-finnischen Nokia-Chefs. Angestellte von American Airlines, die auch privat nur mit American Airlines reisen. Angestellte von Accor, die nur in Accor-Hotels übernachten. Angestellte von BMW, die selbst nur noch BMW fahren. Und das vom Unternehmen gewollt, als Firmenpolitik, gefördert mit Inhouse-Rabatten. Was auf den ersten Blick logisch klingt, ist auf den zweiten Blick ein Innovationskiller. Das Angebot der Mitspieler komplett zu ignorieren, sich nicht dafür zu interessieren oder deren Erfolg herunterzuspielen, ist kein Zeichen der Loyalität gegenüber der eigenen Firma. Im Gegenteil: Die Schere im Kopf bremst die Entwicklung des gesamten Unternehmens. Stephen Elop dagegen fordert von seinen Leuten, ihre Augen offenzuhalten und Konkurrenzprodukte zu testen. Er ruft dazu auf, den Erfolg der Konkurrenz wahrzunehmen und anzuerkennen. Er verlangt Neugier, Offenheit, Forschergeist. Denn schließlich beginnt jede Innovation mit Fragen wie: Was wäre, wenn wir ein Handy entwickeln würden, das... Und um eine Vorstellung von diesem idealen Handy zu haben, müssen die Ingenieure wissen, was die Handys, die es heute gibt, eben nicht leisten. Neugierde, Offenheit und Unabhängigkeit: Das sind nicht nur die Eigenschaften starker Marken, sondern auch die Eigenschaften starker Persönlichkeiten. Wer jeden Morgen seinen Lieblingstee trinkt, seine Stammzeitung durchblättert, wie gewohnt den kürzesten Weg zur Arbeit nimmt, und jedes Jahr im gleichen toskanischen Dorf Urlaub macht, der weiß anscheinend ganz genau, was er will und führt ein völlig selbstbestimmtes Leben. Aber leider auch ein völlig uninteressantes Leben. Wer nie links und rechts des Wegesrandes schaut, der funktioniert wunderbar für seine Mitmenschen ist er aber ein lebendes Fossil: Verlässlichkeit ist eine wunderbare Eigenschaft, aber warum sollte man auf die Dauer Zeit mit einem Menschen verbringen, der nie, nie, nie etwas Neues, Überraschendes tut und der sich darum nicht weiterentwickelt? Albert Einstein hat gesagt: Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig. Echte Unabhängigkeit macht Menschen zu interessanten Gesprächspartnern, Offenheit macht attraktiv, Neugierde lässt Menschen ihr Potenzial entfalten. [11 Kommentare - Kommentar jetzt schreiben / Facebook-Kommentare] Die geniale Stunde

4 Seite 4 von 5 Wie kleine Vorhaben Großes bewirken Stimmt, wir sollten das machen!, hören wir ständig. Einen Tag pro Woche für die Weiterbildung der Mitarbeiter reservieren, wie es das Softwarehaus Intemis mit dem Wissens-Freitag macht? Oder einmal im Quartal den Mitarbeitern die Narrenfreiheit geben, eine ganz eigene, tagesgeschäftunabhängige und innovative Projektidee zu entwickeln, wie Atlassian mit dem Fed-Ex-Day? Klar doch, können wir auch! Müssen wir machen! Dass Mitarbeiter Freiräume brauchen, um ihre Kreativität zu entfalten, damit ist jeder Vorstand, CEO und Unternehmer sofort einverstanden. Wenn die guten Vorsätze trotzdem am nächsten Tag oder spätestens in der nächsten Woche vergessen sind, kann das nur einen Grund haben: Der Berg ist zu steil. Mitarbeitern, die immer getan haben, was von ihnen verlangt wurde, von heute auf morgen 20 Prozent der Arbeitszeit zu schenken, um rumzuprobieren, sich weiterzubilden und Innovationen zu entwickeln, ist wie einen Schwimmanfänger mitten auf dem Ozean vom Deck zu schubsen und dann wegzusegeln. Schon ein Tag selbstbestimmter Arbeiten pro Quartal kann am Anfang restlos überfordern. Aber dies allein ist noch lange kein Grund, das Vorhaben sein zu lassen. Sondern eher ein Grund, kleiner anzufangen. So wie Jen Shefner. Die Verantwortliche für den Online- und Telefonservice bei der Columbia Credit Union Bank in Vancouver hat ein so einfaches wie geniales Konzept entwickelt: Eine Stunde pro Woche darf und soll jeder Mitarbeiter an neuen Ideen tüfteln. Das Ziel der sogenannten genialen Stunde : Innovation fürs Unternehmen und Weiterbildung der Mitarbeiter. Und wer übernimmt bitteschön die 24/7-Service-Hotline, während die Mitarbeiter ihrer Leidenschaft nachgehen? Der Büronachbar? Ein Kollege aus einer anderen Abteilung? No way! Die Chefin höchstpersönlich! Während sich ihre Leute an die Denkarbeit machen, setzt sich Shefner einfach selbst hin und hütet das Telefon. Unbürokratisch und ohne mit der Wimper zu zucken. Das ist ein Signal an die Mitarbeiter! Eine Stunde pro Woche ist nicht viel Zeit. Aber es ist eine Stunde mehr als die allermeisten Mitarbeiter mit selbstinitiierten Projekten verbringen. Und trotz der extrem kurzen Zeit haben Jens Leute in wenigen Monaten eine Innovation nach der anderen rausgehauen darunter sogar Ausbildungstools für fremde Branchen! Warum die geniale Stunde Früchte trägt? Erstens, weil das Projekt so klein ist, dass es sofort umsetzbar ist. Zweitens, weil die Chefin mit ihrem Einspringen den Wert und die Ernsthaftigkeit der Veranstaltung deutlich macht. Und drittens: Weil es im Kalender steht! Was organisiert wird, das wird auch gemacht. Das gilt übrigens nicht nur in Unternehmen, sondern auch für jedes private Vorhaben. Wenn Ihnen eine Sache wichtig ist, dann hören Sie auf mit dem Wunschdenken! Sätze wie Mache ich noch, wenn ich diese Woche mal Zeit habe sind die größten Umsetzungsverhinderer, die es gibt. Halten Sie das Vorhaben lieber klein, und organisieren Sie es umgehend und fix! Wir machen es genauso: Was uns wichtig ist, steht im Kalender. Alles andere eben nicht. So einfach ist es. [9 Kommentare - Kommentar jetzt schreiben / Facebook-Kommentare] Gewinnen Sie eine Freikarte für die "Innovation 2011" im Wert von Euro

5 Seite 5 von 5 Am 21. und 22. November findet in München die Jahrestagung Innovation 2011 statt, der Leitkongress für Innovation im deutschsprachigen Raum. Spannende Referenten und viele Best Practice Beispiele von Adidas, BMW, Fraunhofer, Hilti, NASA u.a.m. sind dabei. Mit dabei ist auch Anja, die am Montagabend die Abschlusskeynote hält. Auf unserer Facebook-Seite verlosen wir zwei Freikarten im Wert von Euro für die Teilnahme an beiden Tagen. PS: Unsere Facebook-Seite hat eine Community mit über spannenden Menschen und vielen guten Diskussionen. Förster & Kreuz: Up to Date Das heute (!) stattfindende Führungskräfteforum in Witten verspricht ein echtes Highlight zu werden. Die Referenten sind spannend: Neben Anja referieren Dr. Markus Merk und Prof. Franz Josef Radermacher. Wer sich beeilt, kann noch mit dabei sein. Es geht heute um 14 Uhr los. Was gibt's sonst noch Neues? Bis Anfang Dezember sind wir auf Tour. Unter anderem in Köln, Berlin, Potsdam, München, Frankfurt, Bern und Zürich. Alle Details dazu gibt es in unserem Tourkalender. Wenn wir nicht unterwegs sind, arbeiten wir am Konzept für unser neues Buch und genießen die schönen Herbsttage in unserem Haus in Frankreich. Anja Förster und Peter Kreuz zeigen, dass es auch anders geht. Auf allen fünf Kontinenten spüren sie Menschen und Organisationen auf, die den Mut haben, Unkonventionelles zu denken und durchzusetzen. Ihre Vorträge und Bücher sind ein leidenschaftliches und erfrischendes Plädoyer dafür, tradierte Denkmuster erfolgreich zu hinterfragen und mutig vom Mainstream abzuweichen - und dabei jede Menge Spaß zu haben. Förster & Kreuz sind Querdenker, Redner und Bestsellerautoren. Vorträge l Bücher l Free Stuff l Cool Friends l Tourkalender l Feedback von Kunden, Lesern & Zuhörern l Kontakt Dieser Newsletter wurde an [ ] gesendet. Dieser Newsletter wird Ihnen ausschließlich mit Ihrem Einverständnis zugesandt. -Adresse ändern Von dieser abmelden Impressum Copyright ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ

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