Stressmanagement und Extremereignisse. Teil 1: Stressmanagement

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1 Stressmanagement und Extremereignisse Teil 1: Stressmanagement

2 Agenda. Ú Vorstellungsrunde Ú Erwartungen Ú Einführung ins Thema Stressmanagement Ú Stress und seine Auswirkungen Ú Stressbewältigung Ú Erfahrungsaustausch

3 Aufgabe. Ú Welche Erwartungen habe ich an den Kurs Stress & Extremereignisse? Ú Welche Fragen möchte ich nach dem Kurs beantwortet haben? Ú Auf farbige Kärtchen aufschreiben Ú Zeit: 5 min.

4 Auch Helden leiden...

5 Warum Thema Stress? Ú Im Berufsalltag gibt es häufig betriebliche Störungen, die zu Stressreaktionen führen können Ú Stressmanagement als Präventionsmassnahme Ein tiefer Stresspegel schützt vor Trauma Ú Die Reaktionen nach einem traumatischen Ereignis sind nicht anderes als extreme Stressreaktionen

6 Was hat Stress mit einem Extremereignis zu tun? Ú Ein Extremereignis löst eine starke Stressreaktion aus.

7 Was ist Stress? Ú Ist die individuelle Reaktion auf psychische Belastungen Ú Eustress (positiver Stress) = Herausforderung Distress (negativer Stress) = Überforderung Ú Mobilisiert Energiereserven des Körpers für Kampf und Flucht Ú Stress kennzeichnet ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen von Aussen und den persönlichen Möglichkeiten, diese zu bewältigen.

8 Die Alarmreaktion. (Darstellung: U. Braun) Stimulus Gefahr Adrenalin Noradrenalin Blutdruck Puls Verdauung Sexualfunktionen Immunabwehr Kognitive Leistungsfähigkeit

9 Wie reagiert der Körper bei Stress? Ú Erhöhter Herzschlag Ú Erhöhter Blutdruck Ú Schweissausbrüche Ú Verspannungen Ú Magenschmerzen Ú Kreislaufprobleme Ú Schlafstörungen Ú usw.

10 Wie wirkt sich Stress in den Gedanken aus? Ú Unkonzentriertheit Ú Vergesslichkeit Ú Negative Gedanken Ú Entscheidungsprobleme Ú Mühe mit Neuem Ú usw.

11 Wie äussert sich Stress in Gefühlen? Ú Ärger, Wut Ú Angst Ú Unzufriedenheit Ú Nervosität Ú Gereiztheit Ú usw.

12 Wie handelt man im Stress? Ú Vereinfachtes Handeln Ú Nur das Wichtigste wird beachtet Ú Routine geht gut Ú Komplexes Problemlösen geht schlecht Ú Im Extremfall: Zielloses Agieren, Blockierung

13 Wie verhält man sich im Stress? Ú Sozialverhalten: Weniger Hilfe, Rückzug, gereizte Reaktionen, mehr Konflikteskalation, schlechtere Kommunikation Ú Führung: Schlechtes Delegieren Ú Gesundheit: Rauchen, Alkohol, Schlafmangel Ú Entscheidung: das Nächstliegende, kurzfristige Perspektive Ú Arbeitsstrategien: Routineverfahren, weniger Kontrolle, Wartung, Pflege

14 Langfristige Auswirkungen von Stress. Ú Schädigung des Immunsystems Und dadurch anfällig für grippale Infekte und andere Erkrankungen Ú Psychosomatische Beschwerden und Erkrankungen Z.B. muskuläre Verspannungen, Magen- und Darmbeschwerden, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen Ú Beeinträchtigtes Gesundheitsverhalten Z.B. Rauchen, Ernährung, Alkohol, Drogen

15 Langfristige Auswirkungen von Stress. Ú Störungen des Wohlbefindens Ú Geringere Arbeitsleistung und -zufriedenheit Ú Im Verhalten Stress als Auslöser für Risikoverhalten / Beeinträchtigung der Arbeitssicherheit und dadurch Gefährdung von Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden und der eigenen Person

16 Stressoren im Lokführerberuf. Ú Störungen an der Lok Ú Störungen, die kommen und wieder verschwinden Ú Personen, die nahe am befahrenen Gleis stehen Ú Verspätungen mit wenig Zeit für den Führerstandwechsel Ú Knappes Zeitmanagement Ú Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten Ú Gedanken an familiäre und private Probleme Ú Unzuverlässige Vorbereitung eines Zuges (im Team sehr selten)

17 Kurzfristige Stressbewältigung. Ú Tief durchatmen Ú Muskelentspannung: sich recken und strecken Ú Überlegen: Was habe ich vor der Störung gemacht? Ú Verlangsamen Blick Ú Bei Stillstand: Ú Sitzplatz verlassen Ú Sicherungskasten anschauen und überlegen

18 Individuelles Stressmanagement (nach G. Kaluza, 2004) Stressor z.b.: Zeitplanung, sich abgrenzen («Nein» sagen lernen), Prioritäten setzen, KVP Individuelle Stressverstärker: Motive Einstellungen Bewertungen z.b.: Einstellungsänderung, Relativieren, Sinngebung Stressreaktion z.b.: Entspannungsverfahren, körperliche Aktivität, Freizeitgestaltung, sich verwöhnen, Ablenkung

19 Langfristige Stressbewältigung. Ú Zeitmanagement und ökonomisches Arbeiten Ú Erweitern persönlicher Fähigkeiten Ú Persönliche Einstellungsänderung Ú Systematische Problemlösung Ú Entspannungsverfahren Ú Gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit Ú Körperliche Fitness Ú Gesunde Ernährung

20 Unterschiedliche Stressniveaus. Stress Extremereignis Beziehungsprobleme, Konflikt mit Arbeitgeber, Krankheit usw. Alltagsstress/Alltagsbelastungen Zeit

21 Zusammenfassung. Ú Das aktuelle Stressniveau spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Extremereignissen. Ú Vielfältige psychische Belastungen als Lokführer können zu Stress führen. Ú Stress wird individuell erlebt und kann negative und positive Auswirkungen haben. Ú (Negativen) Stress erkennt man anhand verschiedener Signale, die auf der Ebene von Körperreaktionen, Gefühlen und Verhalten auftreten können. Ú Stress sollte durch geeignete Bewältigungsmassnahmen abgebaut werden.

22 Gruppenarbeit. Ú Welches sind für mich typische Stresssituationen? Ú Wie bewältige ich den Stress? Zeit: 10 min. Ein Beispiel im Plenum vorstellen

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