Im Fokus: Organspende Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung

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1 Im Fokus: Organspende Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung Stichprobe:.000 Menschen ab Methode: Computergestützte telefonische Interviews (CATI) Zeitraum:. bis. Januar 0 BARMER GEK Hauptverwaltung Abteilung 00 Team Marktforschung Januar 0

2 Auffälligkeiten Auf einen Blick 9 von 0 Befragten haben in letzter Zeit etwas zum Thema Organspende in ihrem Umfeld wahrgenommen. Der Austausch zum Thema Organspende findet vor allem im familiären Umfeld und unter Freunden und Bekannten statt. Für % der Befragten kommt eine Organspende eher nicht oder bestimmt nicht in Frage. Ein Viertel der Befragten besitzt bereits einen Organspendeausweis. Den meisten (%) ist bekannt, dass die Entscheidung für die Spendenbereitschaft rückgängig gemacht werden kann. Aber dass der Organspendeausweis auch dazu dient, sich klar gegen eine Spende zu entscheiden, weiß nur die Hälfte der Befragten. Es zeigt sich ein sehr positives Stimmungsbild zur Informationspflicht der Krankenkassen. Lediglich % finden es eher weniger gut oder gar schlecht, von der Krankenkasse regelmäßig zum Thema Organspende informiert zu werden. % der Befragten würden sich zuerst an die Krankenkasse wenden, um sich über das Thema Organspende zu informieren. Die BZgA wäre nur für % die erste Anlaufstelle. Jeder Zweite ist der Überzeugung, dass die Krankenkasse positiv auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung einwirken kann. Im Fokus: Organspende 0 Seite

3 Wahrnehmung»Organspende«I Das Thema Organspende ist in aller Ohren oder Augen. Fast 9 von 0 Befragten können sich an eine Meldung in den üblichen Medien erinnern. Dabei stehen an erster Stelle die verschiedenen Organspendenskandale. Haben Sie in letzter Zeit etwas zum Thema Organspende gehört, gelesen oder gesehen? Was haben Sie zum Thema Organspende gehört, gelesen oder gesehen? Falls ja Organspende-Skandal % 9 Organspende (-ausweis) Medien % % Allgemein Eigene Meinung zum Thema Transplantationen % % % ja nein weiß nicht / keine Angabe Sonstiges % Mehrfachnennungen möglich Im Fokus: Organspende 0 Seite

4 Wahrnehmung»Organspende«II Die Wahrnehmungen sind vielfältig und mit hohem Detaillierungsgrad geäußert... Organspende-Skandal % Organspende (-ausweis) % Medien % Skandal/ Organspende-Skandale,9 % Aufruf zur Organspende allgem., % Im Fernsehen etwas dazu gesehen 9, % Handel mit Organen/ Missbrauch bei der Vergabe/ Mauscheleien,0 % Man soll sich einen Organspendeausweis zulegen, % Zeitung / Zeitschrift, % Rückgang der Bereitschaft zur Organspende / weniger Menschen mit Organspendeausweis Korrupte Ärzte/ Manipulationen durch Ärzte Wartelisten werden gefälscht/ Manipulation von Listen Orte, in denen Skandale aufgedeckt wurden (München, Leipzig, Göttingen) Falsche Diagnosen werden gestellt um vorrangig eine Transplantation durchzusetzen, %, %, %, % 0,9 % Organspendeausweis Man kann sich dafür oder dagegen entscheiden (neue) Gesetzeslage / Transplantationsgesetz / jeder kommt grundsätzlich in Frage Krankenkassen rufen zur Organspende auf Es sollte mehr aufgeklärt werden / mehr Infos Organspende sollte zur Pflicht werden, %, %, %, % 0, % 0, % In den Medien allgemein Radio Internet Im Büro / in der Schule Sonstiges zu den Medien (Messestand ), %,9 % 0, % 0, %,0 % Im Fokus: Organspende 0 Seite

5 Wahrnehmung»Organspende«III Allgemein % Eigene Meinung zum Thema % Transplantationen % Ganz allgemein: Diskussionen,/ Berichte über das Thema Organspende (das "Für und "Wider")/ Informationen zum Thema Krankenkassen verschicken Briefe/ Informationen/ Broschüren an Mitglieder zum Thema Organspende 9, %, % Ich halte Organspende für sinnvoll/ würde ich jedem raten/ man kann andere damit retten / bin Organspender Die Organspenden sollen besser überwacht/ kontrolliert/ überprüft werden,0 % 0, % Nierenspende Ich habe im eigenen Umfeld eine Transplantation mitbekommen (z.b. bei Bekannten/ Mitschülern/ Kollegen/ Freunden/ Familienangehörigen) Ich habe von einer Transplantation bei einer mir nicht bekannten Person gehört /gelesen 0,9 % 0, % 0, % Knochenmarkspende 0, % Sonstige Organe genannt 0, % Im Fokus: Organspende 0 Seite

6 Auseinandersetzung mit dem Thema»Organspende«% aller Befragten haben sich intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigt. Tendenziell gilt: Je älter, desto wahrscheinlicher die Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende. Gleiches gilt für die Abiturienten / - Absolventen im Vergleich zu anderen Bildungsgruppen. Haben Sie sich mit dem Thema Organspende schon einmal beschäftigt? Würden Sie sagen, Sie haben sich mit dem Thema Organspende intensiv, ein bisschen oder gar nicht beschäftigt? bis - über intensiv % 0 0 ein bisschen % 0 0 gar nicht % Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

7 Austausch im Umfeld zum Thema»Organspende«Ein Austausch zum Thema Organspende findet vor allem im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis statt. Mit wem haben Sie sich über das Thema Organspende schon einmal unterhalten? bis - über Familie / Verwandte % 0 0 Freunde / Bekannte % Arbeitskollegen % Arzt / Hausarzt % 9 mit anderen Personen % 9 mit niemandem 9% weiß nicht/ keine % Angabe Mehrfachnennungen möglich Im Fokus: Organspende 0 Seite

8 Persönliche Bereitschaft zur»organspende«trotz aller Skandale und Diskussionen ist eine Bereitschaft zur Organspende gegeben. Etwa jeder. Befragte (%) hat diese Frage mit bestimmt oder wahrscheinlich ja beantwortet. Tendenziell steigt die Bereitschaft mit dem Bildungsniveau. Wären Sie persönlich zur Organspende bereit? Würden Sie sagen? bis - über bestimmt % 9 wahrscheinlich ja % 9 9 Top % Top 9% 9 Top % eventuell % eher nicht % bestimmt nicht 0% bin unentschlossen % weiß nicht/ keine Angabe % Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

9 Besitz eines»organspende-ausweis«ein Viertel der Befragten besitzt bereits einen Organspendeausweis. Tendenziell steigt mit dem Bildungsniveau der Anteil an Organspendeausweis-Besitzern. Haben Sie selbst einen Organspende-Ausweis? bis - über ja % 9 nein % Weiß nicht / keine Angabe 0% Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite 9

10 Detailwissen zum Thema»Organspende«I in % Rund dreiviertel der Befragten wissen, dass die Entscheidung für eine Spendenbereitschaft nicht endgültig und jederzeit revidierbar ist. Allerdings weiß nur die Hälfte, dass man sich mit dem Organspendeausweis auch gegen eine Spendenbereitschaft aussprechen kann. Wussten Sie, dass? die Entscheidung für eine Spendenbereitschaft jederzeit rückgängig gemacht werden kann - also nicht endgültig ist? man den Angehörigen im Ernstfall die Entscheidung für oder gegen eine Organspende abnimmt, wenn man einen Spenderausweis hat? man die persönliche Spendenbereitschaft z. B. auf ein bestimmtes Organ beschränken kann? es auch die Möglichkeit von Gewebespenden gibt, wie z. B. Haut? man sich mit einem Organspende-Ausweis nicht nur für, sondern auch konkret gegen eine Entnahme von Organen festlegen kann? ja nein weiß nicht / keine Angabe Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite 0

11 Detailwissen zum Thema»Organspende«II Verteilung der Ja -Antworten in % Über die Möglichkeit zur Gewebespende sind besser informiert als und tendenziell steigt auch mit dem Bildungsniveau der Anteil an Informierten. Das Wissen um die Möglichkeit zur Einschränkung der Spendenbereitschaft auf ein bestimmtes Organ nimmt mit steigendem Alter tendenziell eher ab. Wussten Sie, dass? bis - über die Entscheidung für eine Spendenbereitschaft jederzeit rückgängig gemacht werden kann - also nicht endgültig ist? man den Angehörigen im Ernstfall die Entscheidung für oder gegen eine Organspende abnimmt, wenn man einen Spenderausweis hat? 0 9 man die persönliche Spendenbereitschaft z. B. auf ein bestimmtes Organ beschränken kann? es auch die Möglichkeit von Gewebespenden gibt, wie z. B. Haut? 9 man sich mit einem Organspende-Ausweis nicht nur für, sondern auch konkret gegen eine Entnahme von Organen festlegen kann? 9 0 Im Fokus: Organspende 0 Seite

12 Erste Anlaufstelle»Organspende«Jede/r Zweite würde sich bei seinem Arzt/seiner Ärztin zum Thema Organspende Informieren. An zweiter Stelle liegt das Internet als Informationsquelle. Dabei zeigt sich folgender Trend: Mit steigendem Bildungsgrad, steigt auch die Bedeutung des Internets als Informationsquelle zum Thema Organspende. Angenommen Sie wollten sich über das Thema Organspende informieren: An wen würden Sie sich zuerst wenden? bis - über Arzt/ Ärztin 9% 9 Internet: Recherche, Communities, Blogs % 9 Krankenkasse % Familie/Verwandte % 9 BzGA % Freunde/ Bekannte/ Kollegen % 0 Sonstiges % weiß nicht/ keine Angabe % Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

13 Stimmung Krankenkasseninformation»Organspende«Der Großteil der Befragten beurteilt die künftige Information durch die Krankenkasse zum Thema Organspende sehr positiv. Vor allem und höher gebildete Personen sind von dieser Vorgehensweise überzeugt. Wie finden Sie es, dass Sie künftig regelmäßig von Ihrer Krankenkasse/-versicherung über das Thema Organspende informiert werden? Finden Sie das bis - über sehr gut % 0 gut % 0 Top % Top % Top % Top % Top 0% eher gut % 0 9 eher weniger gut 0% 9 schlecht % Weiß nicht / keine Angabe % Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

14 Wahrscheinlichkeit der Kontaktaufnahme bei Bedarf Rund ein Drittel der Befragten würde von sich aus Kontakt zur Krankenkasse aufnehmen, um sich zum Thema Organspende zu informieren. Vor allem und ältere Personen würden von sich aus eher seltener den Kontakt zur Krankenkasse suchen. Würden Sie im Zusammenhang mit dem Thema Organspende von sich aus Kontakt zu Ihrer Krankenkasse/-versicherung aufnehmen? Würden Sie sagen bis - über bestimmt % 9 0 wahrscheinlich ja % Top % Top % Top % Top % Top % eventuell % eher nicht % 9 bestimmt nicht % 9 Weiß nicht / keine Angabe % Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

15 Meinung zur Einflussnahme durch Krankenversicherer Jede/r Zweite ist davon überzeugt, dass die Krankenkassen positiv auf die Organspendenbereitschaft in der Bevölkerung einwirken können. Vor allem und Personen mit höherem Bildungsniveau sehen die Rolle der Krankenkassen in diesem Zusammenhang durchaus positiv. Können Krankenkassen/-versicherungen generell die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung positiv beeinflussen? Würden Sie sagen bis - über bestimmt % 0 wahrscheinlich ja % 9 0 Top % Top % 9 Top % eventuell % 0 eher nicht % bestimmt nicht % Weiß nicht / keine % Angabe Abweichungen zu 00%, sind durch Rundungen bedingt Im Fokus: Organspende 0 Seite

16 Fazit Trotz der negativen Berichterstattung zum Thema Organspende steht die Bevölkerung dem Thema sehr offen gegenüber. Die Bereitschaft, selbst Organspender zu werden, ist gegeben. Lediglich % der Befragten würden eher nicht oder bestimmt nicht spenden und rund ein Viertel der Befragten besitzt sogar bereits einen Organspendeausweis. Die Rolle der Krankenkassen zum Thema Organspende wird sehr positiv wahrgenommen. Die Informationspflicht wird von vielen geschätzt und die Krankenkasse wird neben Ärzten und dem Internet als wichtige Informationsquelle gesehen. Jede/r Zweite ist sogar der Meinung, dass die Krankenkassen positiven Einfluss auf die Organspendenbereitschaft in der Bevölkerung ausüben können. Generell lässt sich festhalten, dass die Mehrheit über das Thema Organspende bereits gut informiert ist. Dennoch wissen manche zu den Details der Organspende noch nicht ganz so gut Bescheid und % der Befragten haben sich mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt. Vor allem eher jüngere und Personen mit geringerem Bildungsgrad haben sich tendenziell weniger mit der Organspende beschäftigt. Es besteht also durchaus noch Informationsbedarf. Im Fokus: Organspende 0 Seite

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