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1 Der grosse Mobilfunk- Netztest Oft kopiert, nie erreicht: Zum 16. Mal in Folge testet connect die Qualität der Mobilfunknetze. Wer versorgt in Zeiten rasanten LTE-Ausbaus seine Kunden am besten mit Sprach- und Datendiensten? 26 1/2014

2 E ndlich ist es soweit: Die Netzbetreiber statten ihre Netze großflächig mit LTE aus, der deutsche Anbieter E-Plus ist die einzige Ausnahme in der D-A-CH-Region. Smartphones mit dem neuen Funkstandard gibt es mittlerweile reichlich zu kaufen, bis zu 70 Prozent soll der Marktanteil der Neuverkäufe bei manchem Netzbetreiber nach Insider-Informationen ausmachen. Grund für connect, den diesjährigen Netztest komplett mit modernen LTE- Smartphones und -Tablets durchzuführen (mehr dazu auf Seite 42). Daten mit Smartphone und Tablet Die Datenmessungen erfolgten mit acht in zwei getrennten Fahrzeugen montierten, leistungsfähigen Smartphones. Die stellten sicher, dass auf den Straßen in und rund um Städte sowie auf Verbindungsstraßen zwischen diesen die Netze ihre durch LTE stark gestiegene Maximalgeschwindigkeit ausspielen konnten. Zusätzlich erfassten beide Wagen in regelmäßigen Abständen die Versorgungslage an stark frequentierten Plätzen in den Städten. In den belebten Zentren war zusätzlich ein Team zu Fuß unterwegs. Mit vier automatisiert messenden Tablets prüften die Netztester auf diese Weise unter anderem auch die Indoor-Versorgung. Hürde Sprache Bei LTE ist, wie Fachleute wissen, gerade die Sprache eine hohe Hürde. Weil weder Netze noch Endgeräte zur Zeit die Telefonie über LTE erlauben, muss das Telefon vor Gesprächsbeginn auf einen älteren Funkstandard heruntergeschaltet werden, Mobilfunktechniker nennen das Circuit Switched Fallback (CSFB). Dazu muss natürlich erst ein 2G- oder 3G-Netz gefunden werden. Dadurch dauert es naturgemäß länger, bis ein Ruf aufgebaut ist, auch die Fehleranfälligkeit steigt. Wir haben unsere Testbedingungen angepasst und lassen bei den Rufaufbauzeiten zum Erreichen einer bestimmten Punktzahl im Mittel 2,5 Sekunden mehr Zeit zu als im Vorjahr. Das scheint für erheblich gestiegene Datenraten ein erträglicher Kompromiss. Ohne Komprommisse bleiben wir bei der Erfolgsrate: Geht in den Städten ein Anruf von zehn Versuchen schief, heißt das Resultat wie im Vorjahr null Punkte. Österreich und Schweiz mit dabei Annähernd zeitgleich waren weitere, gleich ausgestattete Testteams auch in Österreich (Seite 38) und der Schweiz (Seite 40) unterwegs. Lesen Sie im Folgenden, wie die einzelnen Anbieter im Detail abgeschnitten haben. Und wo im LTE-Zeitalter im Vergleich zu den Alpenrepubliken aufgestellt ist denn die waren im Mobilfunk bislang stets überlegen. Bernd Theiss Fotos: Peter Fenyvesi (10) 27

3 Telefonie LTE fordert den Netzen für schnell aufgebaute, zuverlässige Telefonate viel ab. Leidet die Qualität dieses Jahr darunter? GSM und UMTS nutzen zur Telefonie die Leitungsvermittlung: Für jede Sprachverbindung wird ein separater Datenkanal mit reservierter Bandbreite freigehalten auch wenn die Gesprächspartner schweigen. LTE hingegen ist als reines All-IP-Netzwerk konzipiert. Die Sprache wird in Datenpaketen verschickt und braucht keine reservierten Ressourcen mehr. Da der in Mobilnetzen oft nötige Wechsel zwischen beiden Verfahren sehr kompliziert ist, ist Telefonie über LTE heute noch nicht realisiert. Wird ein LTE-Gerät angerufen, muss es ein 2G- oder 3G- Netz suchen, in dieses wechseln und kann erst dann den Anruf entgegennehmen. Kein Wunder, dass einige Netzbetreiber unserem Voice-Test mit LTE-Geräten zunächst kritisch gegenüberstanden. Zwei eher störende Phänomene konnten bei einzelnen Netzbetreibern im Vorfeld beobachtet werden. Die maßgebliche ETSI-Norm definiert die Rufaufbauzeit als Zeit zwischen Wahl und erstem Klingeln. Doch in manchem Netz klingelt es zunächst nur beim Anrufer, obwohl der Angerufene noch gar nicht erreicht wurde. Um dem Rechnung zu tragen, misst connect die Zeit, bis die Verbindung wirklich steht. Zudem halten einige Netzbetreiber auch dann die Verbindung, wenn über mehrere Sekunden keine oder keine verständliche Sprachübertragung erfolgt. connect berücksichtigt dies mit der Bewertung der durchgehend akzeptablen Verbindungen, bei denen es keine längere Phasen mit nicht vorhandener oder unverständlicher Sprachübertragung gibt. Sprache in Städten Innerhalb der deutschen Städte erzielte die Telekom die besten Ergebnisse. Mit Erfolgsraten um 98 Prozent und mit für Messungen aus dem LTE-Netz hervorragenden Rufaufbauzeiten um 6,5 Sekunden lässt es sich entspannt telefonieren. Auch E-Plus zeigt bei der Telefonie in den Städten ein hohes Niveau. Nur in der an sich guten Sprachqualität müssen sich die Grünen der Telekom und Vodafone geschlagen geben, die beide mit hohem HD-Voice- Anteil in eine andere Klangdimension vorstoßen. Doch rund 6 Prozent fehlerhafter Gespräche und Rufaufbauzeiten von knapp 10 Sekunden bei Voda fone zeigen, dass LTE seinen Tribut fordert. Bei einer reinen UMTS-/GSM-Messung hätte das Ergebnis vermutlich ganz anders ausgesehen, wie die Stabilität einmal aufgebauter Verbindungen andeutet. O2 liegt in Zuverlässigkeit und Die Messaustattung eines der beiden Fahrzeuge, zwischen denen die bewerteten Telefonie- Verbindungen laufen. Sprachqualität näher an E-Plus, ohne ganz mithalten zu können. Das gilt umso mehr, als 1 Prozent der Verbindungen mit störenden Unterbrechungen behaftet war. In der langen Rufaufbauzeit entlarvt sich das noch junge LTE-Netz. Sprache auf Transferrouten Auf den Transferrouten büßt die Telekom am wenigsten gegenüber der innerstädtischen Performance ein. E-Plus kann seinen zweiten Platz in dieser Disziplin mit Abstand behaupten. O2 hat zwar eine ein paar Zehntel höhere Erfolgsrate, doch dafür müssen die Blauen wieder mit deutlich mehr Störungen während des Gespräches kämpfen. Vodafone ist beim Telefonat stabiler, scheint aber erneut und hier noch mehr unter den typischen LTE- Schwächen zu leiden. >> ANBIETER Telekom Vodafone O2 E-Plus TELEFONIEREN (STADT & UMLAND) Erfolgsrate (%) 98,0 94,1 97,2 97,9 Rufaufbauzeit (s) 6,3 9,8 10,4 6,5 Sprachqualität (MOS-LQO) 3,2 3,1 2,6 2,7 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,6 99,7 99,0 99,7 TELEFONIEREN (AUTOBAHNEN) Erfolgsrate (%) 96,1 91,5 93,7 93,5 Rufaufbauzeit (s) 8,7 11,0 9,5 7,3 Sprachqualität (MOS-LQO) 2,7 2,6 2,5 2,6 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,0 98,7 97,8 98,5 Fazit Die Deutsche Telekom zeigt mit höchster Stabilität und schnellem Verbindungsaufbau, dass LTE-Netz und gute Sprachtelefonie zusammengehen, zudem bietet sie in den Städten häufig mit HD-Voice ein besonders gutes Klangerlebnis. Doch E- Plus bleibt ihr mit dem reinen 2G-/3G- Netz hart auf den Fersen und liefert besonders im innerstädtischen Bereich eine tadellose Performance ab. O2 und Vodafone haben hingegen offensichtlich noch mit den Tücken der Umschaltung zwischen LTE und UMTS respektive GSM zu kämpfen dem Circuit Switched Fallback (CSFB). Hier könnten die Techniker mit weiterer Optimierung noch deutlich mehr herausholen. 28 1/2014

4 Daten auf Smartphones in Städten Smartphones in Städten mit Daten zu versorgen gehört zu den gefragtesten Aufgaben der Netzbetreiber. Wie gut sind sie? Der Netzausbau in den Städten ist ein Wettrennen. Denn immer mehr Menschen greifen mit immer mehr Diensten auf die sich ständig weiterentwickelnden Netze zu. Da sich alle Nutzer vor Ort die vorhandene Bandbreite ihres Anbieters teilen, muss dieser versuchen, den Ansprüchen der Kunden immer einen Schritt voraus zu sein. Dazu verfolgen die Netzbetreiber unterschiedliche Strategien. So forciert die Deutsche Telekom in den Städten den Ausbau von LTE bei 1800 MHz, mit im Vergleich zu LTE 800 doppelter Bandbreite. Bei 800 MHz trieb Vodafone sehr früh den Ausbau voran und rühmt die physikalisch bedingt bessere Versorgung innerhalb von Gebäuden. Der kleinere Netzbetreiber O2 ließ sich mit dem LTE-Ausbau etwas mehr Zeit, und E-Plus fühlt sich mit einer weitreichenden Modernisierung auf DC-HSPA+ und verfügbarer Bandbreite von 42 Mbit/s gut aufgestellt. Web-Browsing Wie s tatsächlich aussieht, zeigen die Performance-Tests beim Surfen im Internet. Hierzu riefen die Testgeräte die zehn beliebtesten deutschsprachi - gen Webseiten auf; zusätzlich musste die standardisierte, sogenannte Kepler-Seite geladen werden. E-Plus konnte seine Fehlerrate vom Vorjahr fast halbieren: Über 98 Prozent der aufgerufenen Webseiten landeten bei ordentlichen Ladezeiten fehlerfrei auf dem Smartphone. Doch die Mitbewerber können es besser. Durchschnittlich lagen ihre Erfolgsraten bei 99,5 Prozent. Das heißt, nur eine von 200 Internetseiten verursachte Probleme. Bei den Ladezeiten war die Deutsche Telekom, dicht gefolgt von Vodafone, im Schnitt um ein bis zwei Sekunden schneller als E-Plus. O2 reihte sich zwischen die beiden Großen und E-Plus ein. Dateiübertragung Die Dateiübertragungen geben ein deutliches Bild vom Stand des LTE-Ausbaus. So macht sich bei der Telekom das breitbandigere LTE-1800-Netz mit rund doppelt so schnellen Downlad-Raten wie bei Vodafone bemerkbar, während die Roten O2 durch deutlich breitflächigeren Ausbau distanzieren. E-Plus kann sich trotz Verzicht auf LTE beim Download nah an O2 halten. Bemerkenswert ist, dass schon E-Plus in 90 Prozent der Fälle durchaus die als zügig empfundenen 2,6 Mbit/s überschreitet, und die Telekom mit gleichem Anteil über 13 Mbit/s sogar in die Leistungsklasse von DSL-Verbindungen vorstößt. Beim Upload liegt O2 deutlich vor E-Plus. Doch auch die Münchner bleiben klar hinter den überlegen nah beieinander ins Ziel einlaufenden Großen, Vodafone und Telekom. Youtube Während Youtube in einfacher Auflösung (SD) mehr (Telekom, O2) oder minder (Vodafone, E-Plus) problemlos läuft, zeigt sich dem Videodienst in High Definition nur die Deutsche Telekom auf Festnetzniveau gut gewachsen. >> ANBIETER Telekom Vodafone O2 E-Plus DATEN SMARTPHONE (STADT & UMLAND) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 99,6/99,5 99,5/99,4 99,6/99,2 98,4/97,3 Ladezeit (s/s) 3,4/1,0 3,8/1,2 4,4/1,8 5,2/3,0 Erfolgsrate (%) 99,9 99,4 99,5 98,2 Ladezeit (s) 1,6 2,8 5,1 6,2 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,7 99,8 99,4 98,5 Ladezeit (s) 2,1 2,6 4,9 10,2 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 99,3 97,3 99,0 97,9 Startzeit (s) 1,0 1,8 1,6 2,2 unterbrechungsfreier Anteil (%) 99,5 99,6 99,0 98,0 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 99,3 94,1 90,4 89,4 Startzeit (s) 1,2 2,3 3,1 4,4 unterbrechungsfreier Anteil (%) 99,4 95,9 89,0 87,6 Fazit Dem Anspruch, Internetseiten zügig und zuverlässig darzustellen, werden alle Netzbetreiber auf gutem bis sehr gutem Niveau gerecht. Auch wenn ab und zu Apps oder Musiktracks zu laden oder Mails zu verschicken sind, bieten sie meist mehr als genug Bandbreite. Doch wer öfter größere Datenmengen etwa Kartenmaterial, Dokumente oder Multimedia-Dateien zu verschicken hat oder laden muss, der kommt mit der Deutschen Telekom am schnellsten ans Ziel, auch Vodafone sieht beim Datentransfer sehr gut aus. Die größten Unterschiede offenbaren sich bei Youtube in High Definition, wo nur die Telekom eine über jeden Zweifel erhabene Performance zeigt. 30 1/2014

5 Daten auf Tablets... Mit Tablets messen die Tester in Städten, wie gut die Netze im öffentlichen Nah verkehr und in Gebäuden sind. Dazu waren die Tester von P3 communications mit ihren Tablets überwiegend in öffentlich zugänglichen Gebäuden unterwegs. Dabei konnte Vodafone den angesichts des breitflächigen LTE-800-Ausbaus zu erwartenden Zuverlässigkeitsvorteil beim Download wirklich einfahren, der Telekom stand in 4 Prozent der Messungen nur GSM/EDGE zur Verfügung. Bei O2 und mehr noch E-Plus muss man für guten Empfang öfter ans Fenster treten. ANBIETER Das gilt noch mehr für den Upload, der bei der Deutschen Telekom im Mittel fünf Mal... und zwischen den Städten Abseits der großen Städte ist der Netzausbau weniger lukrativ. Liefern die Betreiber trotzdem gute Arbeit ab? ANBIETER Webstreaming, Online-Navigation oder die Suche eines netten Restaurants abseits der Strecke durch den Beifahrer es gibt eine Menge Gründe, auch auf der Fahrt zwischen den Städten auf das mobile Internet zu setzen. Doch man sollte sich nicht allzu sehr auf stabile Verbindungen verlassen. Immerhin absolvierte die Telekom 97 bis 98 Prozent der Dateitransfers und Internet-Seitenaufrufe stabil. Mit einem halben bis anderthalb Prozent mehr Schwund zeigte auch Vodafone noch ein höchst respektables Ergebnis, zumal auch der Speed nah an den von der Telekom gezeigten Werten lag, in einigen Fällen sogar darüber. E-Plus kann hier nicht mehr mithalten und verliert etwa eine Telekom so schnell erfolgte wie bei dem hier auch spürbar unzuverlässigeren Netzbetreiber E-Plus. Vodafone blieb der Telekom von zehn Verbindungen. Die Geschwindigkeit beim Internetsurfen und bei den Downloads ist bei den Grünen aber okay. Das gilt auch für O2, wobei sich die Blauen etwas höhere Fehlerraten leisten und hinter E- Plus bleiben. Youtube-Videos auf Autobahnen sind Vodafone O2 E-Plus DATEN SMARTPHONE (AUTOBAHN) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 98,0/97,3 96,9/95,6 88,1/85,1 91,7/87,5 Ladezeit (s/s) 4,7/2,3 4,7/2,1 7,0/4,6 7,0/4,8 Erfolgsrate (%) 97,0 96,5 89,9 88,7 Ladezeit (s) 7,0 9,8 26,3 18,1 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 98,4 96,7 90,2 89,5 Ladezeit (s) 7,1 7,5 15,4 14,6 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 95,0 92,0 82,8 85,6 Startzeit (s) 2,5 3,0 7,6 6,0 unterbrechungsfreier Anteil (%) 96,1 95,2 86,2 88,0 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 92,8 84,2 63,9 72,4 Startzeit (s) 3,1 3,8 7,1 7,5 unterbrechungsfreier Anteil (%) 94,0 89,3 68,4 73,2 Telekom beim Upload dicht auf den Fersen, O2 ordnete sich einmal mehr zwischen E-Plus und Vodafone ein. Vodafone O2 E-Plus DATEN TABLET (STADT) Erfolgsrate (%) 98,6 99,1 97,5 97,0 Ladezeit (s) 3,2 2,7 5,4 8,3 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 98,4 98,0 96,5 95,8 Ladezeit (s) 2,6 3,6 6,6 14,0 90 % schneller als (kbit/s) für die Netzbetreiber nach wie vor eine Herausforderung. Das ist an den gegenüber anderen Datendiensten deutlich höheren Fehlerraten zu merken. >> Der Messaufbau in den Autos bietet immer wieder Anlass für angeregte Diskussionen. Fazit Bei den Tablet-Messungen in Städten zeigt Vodafone im Mittel die schnellsten Downloads, während die Telekom die höchsten Spitzengeschwindigkeiten erreicht. Da kommt O2 mit seinem nicht ganz so gut ausgebauten LTE- Netz nicht mit. E-Plus wird durch UMTS 2100 ausgebremst; das dringt nicht so gut in die Häuser wie LTE 800. Auf den Transferrouten haben die Telekom und Vodafone gegenüber dem Vorjahr, in dem alle Anbieter nah beieinander lagen, massiv zugelegt sie spielen nun in einer eigenen Liga. Doch auch E-Plus gelang ganz ohne LTE ein Sprung nach vorn beim Datentransfer außerhalb geschlossener Ortschaften landen die Grünen sogar vor O /2014

6 So läuft der Netztest Kurzfristig dient der Netztest den Kunden zur Orientierung, langfristig kann er die Netzqualität heben. Doch dazu ist Transparenz nötig. Direkt nach jedem Netztest halten P3 communications und connect eine Telekonferenz ab, um Leser- und Netzbetreiber-Feedback zu diskutieren. Dabei wird auch geklärt, welche Entwicklungen im nächsten Jahr im Mobilfunkmarkt zu berücksichtigen sind. So stand schon 2012 fest, dass 2013 bevorzugt mit LTE getestet wird. Im Februar werden dann die Eckpunkte wie Testequipment, zu testende Netzeigenschaften, mögliche Orte und mehr vereinbart. Auch der Messzeitraum wird grob abgesteckt. Die Detailarbeit ist bis Mai abgeschlossen. Information an die Netzbetreiber Über das grobe Konzept werden dann die Technikchefs (CTOs) der Netzbetreiber informiert (Infopräsentation unter testplanung). Die Vorab-Information gibt den CTOs die Möglichkeit, Feedback zu geben. Unfair wäre ein Vergleich etwa, wenn genau im Testzeitraum in einem Netz zentrale Netzwerkkomponenten umgebaut würden. So wird auch sichergestellt, dass das ausgewählte High-End- Smartphone in allen Netzen perfekt funktioniert. Nicht zuletzt geben die Spezialisten der Netzbetreiber gerne ihre Kommentare zur Testmethodik ab, schließlich sind sie intime Kenner der Materie. Die Testspezialisten von P3 communications und connect schätzen die lehrreichen, leidenschaftlichen Diskussionen, doch letztlich bleibt die Entscheidung über den Test bei connect. Nachdem die Details geklärt sind, bekommen die Netzbetreiber im Juli eine abschließende Vorabinformationen (www.connect. de/netztestplanung). Im Vorfeld des Netztests finden in jedem Quartal Pre-Tests statt, in denen die Messmethodik geprüft und verfeinert wird. Die Messwerte dieser Quartals-Benchmarks, aber nicht die von connect vorgenommenen Bewertungen, werden seit 2011 regelmäßig von den Netzbetreibern eingekauft. Oberstes Prinzip Transparenz Durch die vorab ausgegebenen Informationen haben die Netzbetreiber die Möglichkeit, ihr Netz entsprechend zu verbessern. Das wurde connect von vermeintlichen Insidern schon zum Vorwurf gemacht, selbst anonyme Androhungen der Aufdeckung gab es. Natürlich können die Mobilfunkanbieter ihre Netze für den connect-test optimieren, doch da der Netztest relevante Kriterien an für die Mobilfunknutzung relevanten Orten erfasst, nutzt das allen. So zeigten die Tests zum Teil noch katastrophale Auswirkungen des Circuit Switched Fallbacks (CSFB) bei LTE auf Telefonie-Stabilität und Rufaufbauzeiten. Das fiel zu Anfang des Jahres kaum jemandem auf, da nur wenige Nutzer LTE-Smartphones mit entsprechenden Verträgen im Einsatz hatten. Doch das Wissen um den anstehenden connect-netztest mit LTE zwang die Netzbetreiber früh, CSFB-Parameter zu optimieren. Von der hiervon im Laufe des Jahres deutlich gestiegenen Qualität profitieren am Ende alle Nutzer nicht nur die, die an den von connect getesteten Orten leben. >> Die Zeitachse Jahreswechsel 12/13 Abschluss-Telekonferenz zum letztjährigen Netztest von P3 communications und connect mit Festlegung der Schwerpunktthemen für den kommenden Test. Februar 2013 Erstes großes Meeting von P3 communications und connect zum Netztest. Klärung der neuen Anforderungen und Möglichkeiten. Die Planung beginnt. Mai 2013 Die erste abgestimmte Vorabinformation wird an die Netzbetreiber geschickt. LTE als gleichberechtigt genutzter Funkstandard und das Samsung Galaxy SIII LTE stehen als Basis der Tests seit Januar fest, Mess-Szenarien sind nun definiert, ebenso für die Messungen in Frage kommende Städte. Um Feedback wird gebeten. Juli 2013 Die zweite, überarbeitete Vorabinformation an die Netzbetreiber wird verschickt. Für die Tests verwendete Tarife und die Firmware- Versionen der Smartphones werden verkündet. Ein präziser Zeitrahmen wird festgelegt. September 2013 Die Netzbetreiber werden informiert, dass zu frühe Klingelzeichen durch eine veränderte Messmethode nicht zu einer Verbesserung der wertungsrelevanten Rufaufbauzeit führen und dass zu lange gehaltene, unverständliche Gespräche in den Messungen erkannt werden und zur Abwertung führen. 2./8./10. Oktober 2013 Ankündigung des Starts des connect-netztests in, Österreich und der Schweiz. 3. Oktober 2013 Feststellung und Behebung eines Problems im Routing des Mess- Servers, der als Gegenstelle für die Datenmessungen dient. Ansonsten hätte der Fehler zur Benachteiligung eines Betreibers geführt. Für die Fehlerbehebung wurde die Messung kurzzeitig unterbrochen. 24. Oktober 2013 Ankündigung, dass der avisierte Messzeitraum um zwei Tage überschritten wird. 24./28. Oktober 2013 Nachricht, dass der connect- Netztest in Österreich und der Schweiz respektive beendet ist. 34 1/2014

7 Einzelkritik Nach den vielen Einzelwerten steht die Frage im Raum, wie sich die deutschen Mobilfunkanbieter in der Gesamtbetrachtung darstellen. Deutsche Telekom Ohne Abstriche setzt sich die Deutsche Telekom an die Spitze des Testfeldes. Vodafone Bei Daten zeigt das Vodafone-Netz Potenz, bei der Telefonie aber noch Optimierungsbedarf. Nun ist der Deutschen Telekom der Titel-Hattrick gelungen, der dritte Netztestsieg in Folge. Das ist umso erstaunlicher, da in einem guten LTE-Netz zwar die Daten flutschen, die Telefonie aber in Sachen Stabilität und Rufaufbauzeit kritisch ist, weil vor dem Gespräch das Netz gewechselt werden muss. Bei der Telekom mit über 80 Prozent LTE-Anteil ist davon fast nichts zu merken. Sie kommt innerstädtisch auf ein Zehntel ans LTE-freie Vorjahr heran, auch auf den Transferstrecken steigt nur die Rufaufbauzeit minimal. Bei den Daten beschleunigt LTE die Geschwindigkeit um das Drei- bis Vierfache, beim Datei-Download erreicht die Telekom sogar einen mittleren Durchsatz von 36 Mbit/s, und selbst bei Youtube-HD-Videos liegt die Erfolgsrate jenseits der 99 Prozent. Die Telekom baut dabei den Abstand zu den Mitbewerbern noch aus und zeigt, dass CTO Bruno Jacobfeuerborn die höheren Preise auch nutzt und geschickt in Technik anlegt. Gratulation nach Bonn! -Urteil sehr gut (454 Punkte) Dass der LTE-Ausbau den schnellen und zuverlässigen Verbindungsaufbau bei der Telefonie nicht leichter macht, zeigt Vodafone. Eine Leitung zu schalten dauert im Schnitt zwei bis drei Sekunden länger als bei der Telekom, und Fehler treten häufiger als beim Testsieger auf. Wenn die Verbindung steht, liegen Telefonate klanglich und von der Stabilität auf dem hohen Niveau der Telekom, das spricht für die Qualität der 2G- und 3G-Sprachdienste. Bei Datendiensten ist Vodafone wohl auch dank einem LTE-Anteil von 75 Prozent klare Nummer zwei. Dabei liegt die Telekom zwar teilweise deutlich vorn, doch auch mit einer Vodafone- SIM-Karte sind passionierte Mobilsurfer bestens bedient über den mittleren Durchsatz von knapp 20 Mbit/s wäre auch heute noch mancher DSL-Nutzer glücklich. Wenn Vodafone sein Netz weiter optimiert, wie zuletzt beobachtet, werden im nächsten Jahr die Karten womöglich völlig neu gemischt. -Urteil gut (383 Punkte) O2 Beim LTE-Ausbau muss O2 noch aufholen, das spiegeln die Ergebnisse klar wieder. E-Plus Ohne LTE zeigt E-Plus ein starkes Ergebnis in der Telefonie, bei Daten ist Luft nach oben. Mit 65 Prozent LTE-Ausbau entlang der Routen lag O2 spürbar hinter den beiden großen Netzbetreibern das ist dem späteren Start des LTE-Rollouts geschuldet. Die längeren Rufaufbauzeiten und die nicht ganz so hohe Klangqualität lassen sich dadurch erklären, dass O2 für die Telefonie von LTE häufiger nach GSM wechselt als nach UMTS. Auch bei den Erfolgsraten war O2 anno 2012 um einen halben bis einen Prozentpunkt besser als dieses Jahr, unterm Strich kommt O2 bei der Telefonie hinter der Telekom und E-Plus als Dritter ins Ziel. Das gilt auch für die Datendienste, bei denen O2 in den Städten hinter der Telekom und Vodafone landet und gegenüber Vorjahr deutlich zugelegt hat, teilweise haben sich die Geschwindigkeiten verdoppelt. Ein mittlerer Durchsatz von 15,5 Mbit/s beim Downlad großer Dateien ist für die meisten Anwendungen mehr als genug. Außerhalb der Städte fällt O2 in der Zuverlässigkeit der Datendienste ab. -Urteil befr. (349 Punkte) Noch ist der LTE-Ausbau bei E- Plus für das Jahr 2014 angekündigte Zukunftsmusik. Stattdessen wurde das Netz auf den letzten Stand der UMTS-Technik gebracht. Der Fortschritt ist ganz deutlich bei den Telefonie-Messungen zu merken, wo sich E-Plus auch Dank einer Verbesserung gegenüber Vorjahr knapp hinter der Telekom auf dem zweiten Platz einreiht. Wer schnell, zuverlässig und preiswert telefonieren möchte, sollte E-Plus bei der Netzbetreiberwahl berücksichtigen. Auch bei den Datendiensten hat E-Plus durch konsequenten 3G-Netzausbau spürbar zugelegt. So dauert der Upload einer 3-MB- Datei statt im Mittel 22 nur noch 6 Sekunden. Auch die anderen Kenndaten sind bei E-Plus in diesem Jahr auf einem für die normale Nutzung des mobilen Internets akzeptablen Niveau. Doch die anderen Netzbetreiber sind besser Telekom und Vodafone bieten zudem auf den Transferrouten höhere Zuverlässigkeit. -Urteil befr. (339 Punkte) >> 36 1/2014

8 Austria Österreich Zweimal in Folge konnte der kleinste Netzbetreiber Drei in Österreich den großen connect-netztest gewinnen. Gelingt ihm in diesem Jahr der Titel-Hattrick oder konnten andere den Rückstand aufholen? Der Mobilfunkmarkt in Österreich ist in Bewegung wie kein anderer in der D-A-CH- Region. Da ist der vergleichsweise kleine Netzbetreiber Drei, der im August den zweiten kleinen Mobilfunkanbieter Orange übernommen hat. Damit liegt Drei nun nach Kundenzahl ungefähr auf Augenhöhe mit A1 Telekom Austria und T-Mobile Austria, hat aber noch viel technische Integrationsarbeit zu leisten, bevor die Netze zusammengewachsen sind. Als wäre das nicht kompliziert genug, fand die Versteigerung der bei LTE für die Flächenversorgung so wichtigen 800-MHz-Frequenzblöcke erst im September statt. Auch 800- und 1900-MHz-Blöcke wurden in diesem Rahmen neu vergeben. Durch die späte 800- MHz-Frequenzvergabe hinkt Österreich beim 4G-Ausbau hinterher, auch LTE-Angebote für Smartphones sind bisher nur bei einem Anbieter zu finden. Telefonie A1 Telekom Austria erreichte aber immerhin schon einen CSFB-Anteil von rund 60 Prozent. Das heißt, vor mehr als 60 Prozent der Telefonate befand sich das Smartphone zunächst im LTE-Modus und musste ein 2G- oder 3G-Netz finden. Das hinderte den größten Netzbetreiber Österreichs nicht, eine Erfolgsrate von 98 Prozent zu erzielen, die Rufaufbauzeit liegt mit 6,6 Sekunden auf sehr gutem Niveau. Hinzu kommt ein MOS-Wert von 3,3, die meisten Gespräche werden in brillanter HD-Voice- Qualität geführt und laufen fast völlig unterbrechungsfrei. Da dürfte es A1 auch nicht stören, dass T-Mobile und Drei ohne LTE-Bürde noch ein wenig zuverlässiger und schneller sind und öfter HD-Voice bieten; zumal der ehemalige Staatsbetrieb auf den Transferstrecken in Sachen Telefonie endgültig die Nase vorn hat. Doch auch T- Mobile und A1 gelingt es, sämtliche deutschen Netzbetreiber zu distanzieren. In Österreich muss mobiles Telefonieren viel Spaß machen. Daten im Stadtbereich Bei den Smartphone-Datenmessungen, die ohne ständige Funkstandardwechsel auskommen, ist A1 Telekom Austria mit einem LTE-Anteil von knapp 80 Prozent endgültig gegenüber den Mitbewerbern im Vorteil, die für Smartphones kein LTE anbieten es gibt in den Städten kaum eine Disziplin, in der A1 die Konkurrenz nicht um den Faktor zwei bis drei oder noch mehr distanziert. Das gipfelt in der bei großen Dateien im Download gemessenen mittleren Datenrate von fast 44 Mbit/s da kann kein anderer Netzbetreiber der D-A-CH-Region mithalten. Im Upload unter gleichen Bedingungen sind es auch rund 27 Mbit/s, zehnmal mehr als T-Mobile Austria bietet und immer noch etwa doppelt so viel wie s Primus Telekom. Drei und vor allem T-Mobile Austria bieten trotz Verzicht auf LTE ebenfalls eine gute Performance. Nur bei großen Dateien und hier vor allem beim Upload und bei Youtube- Videos zeigen sich die Grenzen der auf 3G beschränkten Smartphone-Messungen. A1 Telekom Austria brilliert hingegen sowohl bei einfacher Auflösung (SD: Standard- Definition) als auch im anspruchsvolleren High-Definition-Format. Bei den Tablet-Messungen sind dann auch T-Mobile Austria und Drei mit LTE dabei. Die von diesen beiden Betreibern angebotenen Verträge schließen nur die für Smartphones wichtige Sprachoption aus, was den Schwierigkeiten des hier nötigen Circuit Switched Fallback geschuldet ist. Bei T-Mobile Austria sieht man sofort einen Leistungssprung, in hätten die Resultate der durch einen hohen In door-anteil erschwerten Messungen für Platz eins gereicht, in Österreich macht erneut A1 Telekom Austria klar, wie Spitzenleistung aussieht. Dagegen können die Ergebnisse von Drei bei den Tablet-Messungen nicht überzeugen. Fehlerraten von knapp 5 Prozent beim Down- und 7,5 Prozent beim Upload sowie vergleichsweise niedrige Datenraten sprechen im Indoor- Bereich nicht für ungetrübtes Vergnügen. Daten auf den Transferrouten Doch dafür legt Drei bei den Smartphone- Messungen auf den Transferrouten jenseits der Städte ordentlich zu. Beim Websurfen Österreich ANBIETER A1 Telekom Austria T-Mobile TELEFONIEREN (STADT & UMLAND) Erfolgsrate (%) 98,8 99,3 99,2 Rufaufbauzeit (s) 6,3 5,0 4,5 Sprachqualität (MOS-LQO) 3,3 3,2 3,3 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,8 99,8 99,6 TELEFONIEREN (AUTOBAHNEN) Erfolgsrate (%) 97,5 96,5 97,1 Rufaufbauzeit (s) 5,5 5,6 4,8 Sprachqualität (MOS-LQO) 3,1 3,0 3,1 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,3 98,4 99,1 Drei 38 1/2014

9 kann Drei in Sachen Stabilität hier sogar die zuverlässige A1 hinter sich lassen, die in erwartbarer Weise in Sachen Geschwindigkeit wieder die Nase vorn hat. Auch bei kleinen Dateien liefert sich Drei mit A1 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei großen Dateien lag sie dank überlegener Geschwindigkeit wieder klar vorn. Youtube in einfacher Auflösung führt bei beiden Netzbetreibern zu störenden Fehlerraten, bei HD bricht Drei stärker ein. T- Mobile Austria zeigt bei Youtube wie auch beim Internet-Seitenaufruf abseits der Städte die höchsten Fehlerraten und verliert in dieser Disziplin einige Punkte auf Drei, ohne dadurch seinen zweiten Platz bei Daten und insgesamt in Österreich zu gefährden. Bemerkenswert ist, dass es T-Mobile Austria mit reinem 3G-Smartphone-Betrieb gelingt, im länderübergreifenden Vergleich den deutschen 4G-Anbieter O2 bei den Datenmessungen auszustechen. >> Fazit Österreich zeigt einmal mehr, wie gut Mobilfunkversorgung sein kann. Mit 472 von möglichen 500 Punkten spielt A1 Telekom Austria das zweitbeste Ergebniss aller Zeiten und das mit Abstand beste in diesem D-A-CH-Netztest ein. Gratulation an Technikvorstand Marcus Grausam. Auch T-Mobile erreicht mit sehr guter Sprachqualität und besonders in den Städten überzeugenden Datendiensten ein sehr gutes Netztest-Ergebniss. Und selbst der durch die Übernahme von Orange vermutlich nur vorübergehend geschwächte Netzbetreiber Drei ist insgesamt gut und bei Sprache sogar knapp der beste Netzbetreiber im Test. Österreich ANBIETER A1 Telekom Austria T-Mobile Drei DATEN SMARTPHONE (STADT & UMLAND) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 99,6/99,6 99,1/98,9 99,6/99,8 Ladezeit (s/s) 2,8/0,9 4,0/2,1 4,8/3,2 Erfolgsrate (%) 98,8 99,2 99,7 Ladezeit (s) 1,5 4,3 7,0 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,3 99,7 99,9 Ladezeit (s) 2,0 6,3 6,6 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 99,6 98,5 99,2 Startzeit (s) 1,0 1,9 2,6 unterbrechungsfreier Anteil (%) 99,7 98,7 98,8 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 99,0 96,0 88,9 Startzeit (s) 1,2 3,0 4,7 unterbrechungsfreier Anteil (%) 99,4 95,4 84,0 DATEN TABLET (STADT) Erfolgsrate (%) 99,6 99,2 95,4 Ladezeit (s) 1,6 3,7 7,1 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,6 99,5 92,5 Ladezeit (s) 2,8 4,3 8,5 90 % schneller als (kbit/s) DATEN SMARTPHONE (AUTOBAHN) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 97,6/96,6 96,2/96,3 98,1/97,9 Ladezeit (s/s) 4,2/2,9 5,4/3,7 5,4/3,9 Erfolgsrate (%) 98,3 96,7 97,2 Ladezeit (s) 16,6 14,6 13,5 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 97,7 100,0 98,7 Ladezeit (s) 8,1 12,8 9,2 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 94,7 91,0 94,4 Startzeit (s) 3,5 3,8 3,8 unterbrechungsfreier Anteil (%) 95,3 91,2 94,4 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 91,6 84,2 87,4 Startzeit (s) 2,9 5,6 5,5 unterbrechungsfreier Anteil (%) 95,1 83,4 85,0 A1 Telekom Im Ländervergleich der LTE-Smartphone-Netze zeigt A1 Telekom Austria bei der Telefonie die höchste Zuverlässigkeit, die Rufaufbauzeit ist kurz und der Klang fast überall hervorragend. Aber am meisten beindrucken die sauschnellen, zuverlässigen Datendienste, die auch in die höchste gemessene Datenrate von 96 Mbit/s münden. Performance hat im Netztest 2013 einen Namen: A1 Telekom. T-Mobile Österreich fordert Mobilfunkanbieter, das zeigt T-Mobile Austria. Zuverlässigkeit und schneller Rufaufbau werden auch durch LTE-Verzicht bei Phones bedingt, die tolle Klangqualität beruht auf Engagement. Die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit bei Smartphone-Daten zeigt, dass T-Mobile Austria mit 3G zum Teil deutlich mehr erreicht, als andere mit LTE. Das ist insgesamt sehr gut. Drei Zwei Jahre in Folge war Drei die Nummer eins im connect-netztest, diesmal reicht es nur für Platz drei. Das liegt wohl auch an den Problemen, die eine Übernahme wie die von Orange Austria nun einmal mitbringt. Und an der Leistungsdichte im Land, die sich auch daran zeigt, dass Österreichs Nummer drei die Nummer eins bei Telefonie im D-A-CH- Gebiet ist und mit 400 Punkten ein überzeugendes Gut erreicht. 39

10 Schweiz Schweiz Im letztjährigen Netztest war LTE in der Schweiz noch Zukunftsmusik, in diesem Jahr ist der Standard fester Bestandteil des Angebots. Wie ist der Umstieg gelungen? Während vor allem die Deutsche Telekom und Vodafone ihr LTE-Netz in besonders früh ausgebaut haben, ist die breitflächige Einführung von LTE in der Schweiz noch nicht so weit fortgeschritten. So lag der LTE-Anteil vom nach Kunden größten Netzbetreiber Swisscom bei den Datenmessungen bei rund 70 Prozent und damit knapp über dem von O2, Sunrise rangiert sogar mit einem ähnlich großen Abstand dahinter. Nur Orange überschritt mit einer fast explosionsartigen Freischaltung von LTE innerhalb der Städte bereits dieses Jahr die 80-Prozent-Marke und stieß damit in die Größenordnung vor, in der sich die Deutsche Telekom und Vodafone bewegen. Ob sich das gelohnt hat? Telefonie Bei allen Netzbetreibern der Schweiz sind Smartphone-Verträge mit LTE verfügbar. Das verspricht schnellen Datentransfer, doch zuverlässig und schnell geschaltete Telefonie ist hier eine besondere Herausforderung. Die bewältigen Swisscom und Sunrise in den Städten sehr zuverlässig, wie Erfolgsraten von 98 Prozent dieser jeweils von Smartphone zu Smartphone in den beiden Testfahrzeugen geführten Gespräche beweisen. Orange liegt mit 97,3 Prozent nicht weit dahinter, und zeigt mit einem MOS-Wert von 3,3 zudem die hohe Klangqualität von HD Voice, mit der auch die Swisscom mit einem MOS-Wert von 3,2 auftrumpft. Bei der Rufaufbauzeit ist Orange mit 5,9 Sekunden trotz höherem LTE-Anteil sogar schneller als die Swisscom mit immer noch vertretbaren 6,8 Sekunden, das verdient Lob. Die unterbrechungsfreie Aufrechterhaltung eines Gespräches gelingt den drei Netzbetreibern auf annähernd gleich hohem Niveau. Auf den Transferrouten leidet die Zuverlässigkeit sichtlich. Eindeutiger Spitzenreiter bei Telefonaten abseits der Städte ist die Swisscom mit 95 Prozent Erfolgsrate und 99,3 Prozent Gesprächen ohne Aussetzer. Zum Vergleich: Der Schweizer LTE- Primus Orange kommt auf 90,7 Prozent erfolgreiche Anrufe, von denen 1,9 Prozent mit größeren Unterbrechungen oder zumindest unverständlichen Phasen belastet sind. Für den Rufaufbau braucht die Swisscom erneut am längsten, während Sunrise Schnellster ist. HD-Voice-Qualität ist bei keinem der Netzbetreiber der Schweiz abseits der Städte etablierter Standard, Sunrise verzichtet auch in den Städten auf die gesteigerte Klangqualität. Daten im Stadtbereich Während der Test bei der Telefonie eindeutig zugunsten von Swisscom ausgeht, hat Orange den hohen LTE-Anteil bei den Datenmessungen auf seiner Seite. Bei dem Aufruf von einem Mix aus beliebten Internetseiten kommt das allerdings nicht zum Tragen. Die Swisscom ist im Bereich von Zehntelsekunden und -prozentpunkten zuverlässiger und schneller. Sunrise ordnet sich knapp dahinter ein. Ähnlich sehen die Kräfteverhältnisse beim Download kleiner und großer Dateien aus. Beim Upload kleiner und großer Dateien kann sich Sunrise dann aber sehr deutlich vor Orange schieben, muss sich jedoch der Swisscom klar geschlagen geben. Youtube in Standard-Auflösung bringen alle Netzbetreiber auf akzeptablem Niveau ans Laufen, wobei die Swisscom erneut das beste Ergebnis zeigt. Das tut sie auch bei Youtube in hoher Auflösung, wobei hier die Qualität insgesamt niedrig ist. Bei den Tablet-Messungen kann dann Sunrise eine Disziplin für sich gewinnen: In den Download-Messungen distanziert sie in der Geschwindigkeit die Swisscom, während sie mit Orange fast gleichauf liegt. Bei den Uploads ist es genau umgekehrt, sodass Sunrise am Ende mit einem Punkt Vorspung die Tablet-Disziplin gewinnt. Daten auf den Transferrouten Auf den Transferrouten braucht die Swisscom im Schnitt etwa eine Sekunde mehr zum Aufruf der Test-Internetseiten und verliert auch ein Prozent an Zuverlässigkeit. Damit liegt sie auch im D-A-CH-Vergleich gut im Rennen, zumal die beiden Kontrahenten bei leichten Verlusten an Geschwindigkeit in der Zuverlässigkeit deutlich einbüßen. Schweiz ANBIETER Swisscom Sunrise Orange TELEFONIEREN (STADT & UMLAND) Erfolgsrate (%) 98,0 98,0 97,3 Rufaufbauzeit (s) 6,8 5,4 5,9 Sprachqualität (MOS-LQO) 3,2 2,7 3,3 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,2 99,6 99,2 TELEFONIEREN (AUTOBAHNEN) Erfolgsrate (%) 95,0 94,0 90,7 Rufaufbauzeit (s) 6,2 5,2 5,9 Sprachqualität (MOS-LQO) 2,8 2,7 2,6 durchgehend akzeptable Verbindung (%) 99,3 97,3 98,1 40 1/2014

11 Beim Datei-Download ist Swisscom im Schnitt über 60 Prozent schneller als der schnellste Kontrahent Sunrise. Noch beeindruckender ist, dass 90 Prozent der Messungen über 2250 kbit/s kommen, bei Sunrise liegt dieser Wert bei 685 kbit/s. Ähnlich geht es bei den anderen Up- und Downloads weiter, wobei die Unterscheide zu größeren Dateien noch wachsen. Orange kann bei diesen Messungen in der Geschwindigkeit zum überwiegenden Teil noch gut mithalten, büßt jedoch an Zuverlässigkeit teilweise ordentlich ein. Das macht sich sehr deutlich bei den Youtube-Sterams bemerkbar, wo Swisscom bei einfacher Auflösung noch eine 96-prozentige Erfolgsrate erzielt, während diese bei Orange schon auf unter 85 Prozent abgefallen ist. Youtube in HD-Qualität läuft bei den Schweizern außerhalb der Städte sehr holprig, hier bleibt noch viel Raum für Verbesserungen. >> Fazit In der Schweiz ist die Sache klar: Die Swisscom ist bei Sprache und Daten sehr gut und gewinnt drei von vier Teildisziplinen sehr überlegen. Damit ist ihr der Netztestsieg Schweiz nicht mehr zu nehmen, herzlichen Glückwunsch an Heinz Herren, den Leiter des Geschäftsbereichs Netz und IT bei Swisscom. Doch auch wenn der Sieg eindeutig ist, spielen Sunrise und Orange gute Ergebnisse ein. Wobei besonders Sunrise bei der Telefonie in den Städten und bei der mit Tablets getesteten Versorgung von Gebäuden mit der Swisscom auf Augenhöhe liegt und so dokumentiert, dass sich die Schweizer Nummer eins nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen darf. Schweiz ANBIETER Swisscom Sunrise Orange DATEN SMARTPHONE (STADT & UMLAND) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 99,5/99,3 99,1/99,4 99,4/98,7 Ladezeit (s/s) 3,7/1,3 4,3/2,0 3,8/1,6 Erfolgsrate (%) 99,7 99,4 99,4 Ladezeit (s) 3,0 6,2 3,2 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,8 99,2 98,2 Ladezeit (s) 2,6 4,7 8,0 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 98,6 97,3 98,5 Startzeit (s) 1,3 2,1 1,6 unterbrechungsfreier Anteil (%) 98,7 97,4 98,6 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 93,8 90,1 91,5 Startzeit (s) 2,2 3,8 2,7 unterbrechungsfreier Anteil (%) 93,1 89,9 89,9 DATEN TABLET (STADT) Erfolgsrate (%) 99,8 99,4 99,8 Ladezeit (s) 5,0 3,2 2,4 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,9 99,3 98,7 Ladezeit (s) 2,6 2,6 5,3 90 % schneller als (kbit/s) DATEN SMARTPHONE (AUTOBAHN) INTERNET-SEITENAUFRUF (Live/Statisch) Erfolgsrate (%/%) 98,2/97,3 96,4/95,4 96,8/93,4 Ladezeit (s/s) 4,5/2,5 5,3/4,1 5,2/5,6 Erfolgsrate (%) 98,8 97,7 93,4 Ladezeit (s) 9,4 16,2 20,5 90 % schneller als (kbit/s) Erfolgsrate (%) 99,3 95,9 93,6 Ladezeit (s) 7,6 10,4 12,2 90 % schneller als (kbit/s) DATEI-DOWNLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) DATEI-UPLOAD (10 MB) Mittlerer Durchsatz (kbit/s) % schneller als (kbit/s) YOUTUBE (SD) Erfolgsrate (%) 96,0 92,3 84,6 Startzeit (s) 2,8 4,3 5,0 unterbrechungsfreier Anteil (%) 95,8 92,8 85,6 YOUTUBE (HD) Erfolgsrate (%) 88,3 62,5 58,7 Startzeit (s) 3,6 9,0 8,5 unterbrechungsfreier Anteil (%) 87,8 58,7 60,3 Swisscom Sie hat eine makellose Bilanz: Seit 2009 testet connect die Netze in Österreich und der Schweiz. Und nur die Swisscom hat jedes Mal in ihrem Land den ersten Platz belegt. Das ist auch in diesem Jahr so, wo die Swisscom nur in einer von 20 Testkategorien den Mitbewerbern unterlegen ist und mit 36 Punkten Vorsprung als einzig sehr guter Schweizer den Test abschließt. Sunrise In der wohl wichtigsten Kategorie Telefonie in der Stadt kann Sunrise mit der Swisscom gleichziehen, beim wichtigen Internetsurfen verliert sie nur einen Punkt auf die Nummer eins. Bei den auch für die Indoor- Versorgung maßgeblichen Tablet-Messungen sticht sie Swisscom sogar aus. Das bringt Sunrise mit 405 Punkten vom letztjährigen dritten auf einen guten zweiten Platz. Orange In der Telefonie in den Städten und bei den Smartphone-Datendiensten liegt Orange fast auf Augenhöhe mit Sunrise. Auch Tablets werden von Orange gut, im Download in der Schweiz sogar bestens versorgt. Doch wenn es um Mobilfunk auf viel befahrenen Straßen geht, verliert Orange den Anschluss und muss sich mit immer noch guten 385 Punkten mit Platz drei zufrieden geben. 41

12 So testet connect Wie im Vorjahr schickte connect-messtechnikpartner P3 communications erneut zwei Messfahrzeuge auf die Strecke. Diese waren diesmal mit jeweils zehn Smartphones vom Typ Samsung Galaxy SIII LTE bestückt, je nach Land kamen davon sechs bis acht Stück zum Einsatz. Die verwendete Firmware entsprach jeweils der originalen Netzbetreiberversion. Gab es eine solche nicht, kam die aktuelle Samsung-Firmware zum Einsatz. Zusätzlich zu den beiden Messfahrzeugen war noch ein Test-Team mit vier Samsung-LTE-Tablets zu Fuß unterwegs. Smartphone-Telefonie Je die Hälfte der in den beiden Fahrzeugen eingesetzten Smartphones wurden für Telefoniemessungen von Wagen zu Wagen (mobile-to-mobile) eingesetzt, im Hintergrund fand auf einer Teilnehmerseite gleichzeitiger Datenverkehr (Multi RAB) statt. Die Sprachqualität wurde mit dem POL- QA-Wideband-Verfahren bewertet, um die zunehmend zum Einsatz kommende HD- Voice-Übertragung zu würdigen. Alle Telefone waren bei Netzbetreibern mit LTE- Smartphone-Tarifen auf LTE bevorzugt konfiguriert, mussten also für die eigentliche Telefonie nach 2G oder 3G zurückschalten. Machte ein Netzbetreiber kein LTE-Angebot für Smartphones, so erfolgte auch die Datenmessung maximal im 3G-Netz, denn das ist bei solchen Anbietern ohne den sogenannten Circuit Switched Fallback die übliche Betriebsart. Smartphone-Daten Messungen mit Datenstick konnten sich P3 communications und connect in diesem Jahr sparen, die zum Test eingesetzten Samsung-Smartphones und -Tablets unterstützen LTE bis zur Kategorie 3 und UMTS bis DC-HSPA+, mehr können Sticks zur Zeit auch nicht aus den Netzen holen. Bei den Datenmessungen werden mehrere nach dem sogenannten Alexa-Ranking populäre und zur Messung geeignete dynamische Seiten mit dem realen Geräte-Browser heruntergeladen. Zusätzlich kommt die als Kepler-Seite bekannte ETSI-Referenz (Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen) zum Einsatz. Daneben werden 3 und 1 MB große Dateien herunter- respektive hochgeladen, hier wird die Leistungsfähigkeit für kleine Übertragungen ermittelt. Um sich der maximalen Leistungsfähigkeit der Netze zu nähern, wird zusätzlich die Geschwindigkeit innerhalb einer 10-Sekunden-Periode beim Up- und Download großer Dateien bestimmt. Sehr praxisnah sind die mit dem im Smartphone integrierten Player bestimmten Youtube-Messungen in einfacher Auflösung (360p, 2,7 MB, 30 sec) und in High Definiton (720p, 11,9 MB, 30 sec.). Für die Messungen sind alle Smartphones über einfache Indoor-Verhältnisse simulierende 12-dB- Dämpfungsglieder mit Antennen in den Dachboxen der Autos verbunden, wobei für LTE und DC-HSPA natürlich zwei Antennen pro Smartpho- ne zum Einsatz kommen Smartphone-zu-Smartphone-Anrufe mit Sprachsamples bilden die Basis für die Telefonie-Bewertung in. Zusätzlich sorgen der Aufruf von Live-Webseiten und Datei-Übertragungen dafür, dass der connect-netztest auch bei Daten eine sichere statistische Grundlage hat. Mit Tablets in die Gebäude Doch damit nicht genug: Mit einem etwas abgespeckten Messprogramm waren Testteams auch zu Fuß unterwegs. Je vier () oder drei (Österreich, Schweiz) Tablets vom Typ Samsung Galaxy Note 10.1 LTE nutzten hier den höchsten vom Betreiber angebotenen Mobilfunkstandard. Gemessen wurde in oberirdischen öffentlichen Verkehrsmitteln, aber vor allem auch in Land Anbieter Telefonieren max. 190 Stadt und Umland 125 Autobahnen 65 Smartphone Daten (Stadt und Umland) max. 160 Internet-Seitenaufruf 56 Datei-Download 32 Datei-Upload 32 Youtube 40 Tablet Daten (Stadt) max. 80 Datei-Download 40 Datei-Upload 40 Smartphone Daten (Autobahn) max. 70 Internet-Seitenaufruf 25 Datei-Download 14 Datei-Upload 14 Youtube 18 URTEIL max /2014

13 Gebäuden, etwa in Cafés, Museen, Bahnhofshallen oder Flughafenterminals. Logistik Während der Messungen befanden sich die Fahrzeuge zwar in derselben Stadt, jedoch nicht am selben Ort, damit nicht ein Fahrzeug die Messungen des anderen verfälscht. Beide fuhren eine ganze Reihe von in kurzen Abständen vorgegebenen Zielen ab. Daneben standen auch etwa einstündige Pausen in sogenannten Areas of Interest mit ausgeprägtem Publikumsverkehr auf dem Programm. Als Ziel für die stationären Messungen dienten Verkehrsknotenpunkte wie Hauptbahnhöfe und Flughäfen, aber auch gern genutzte Erholungsgebiete und dicht besiedelte Wohngegenden. Hier müssen sich die Test-Smartphones Datenkapazitäten mit normalen Nutzern der Mobilfunknetze teilen. Das entspricht dem üblichen Konkurrenzkampf um die mehr oder minder knappe Ressource Bandbreite. Die Städte, in denen gemessen wurde, sollten für einen möglichst großen Teil der Bevölkerung repräsentativ sein. Gesetzt waren in die vier größten, in Österreich und der Schweiz jeweils die fünf größten Städte. Darüber hinaus wurden in weitere 19 der 50 größten Städte gemessen, in der Schweiz und in Österreich waren es zusätzlich zehn, respektive zwölf der 25 größten Städte. Zwischen diesen Stationen waren die Testwagen, wie der normale Verkehr auch, überwiegend auf Autobahnen unterwegs, zum Teil wurde auch auf National- oder Landstraßen gefahren. Gesamtfazit Bernd Theiss, connect-redakteur LTE ist eine Herausforderung, der die Netzbetreiber auf unterschiedliche Weise begegnen. Hierzulande preschten Vodafone und die Deutsche Telekom vor auch am internationalen Maßstab gemessen. O2 zieht langsam nach, und E-Plus nutzt eine Netzmodernisierungsinitiative, um UMTS in die höchste Klasse zu hieven und sich auf LTE vorzubereiten. Im Netztest profitiert E-Plus von der abwartenden Haltung mit dem zweitbesten Angebot in der ohne LTE einfacheren Telefonie. In der Datengeschwindigkeit haben die Grünen ordentlich zugelegt, doch mit LTE sind die Ansprüche gestiegen. Daher kann sich E-Plus beim Punktestand nur leicht verbessern. LTE-Anbieter O2 muss bei der Telefonie Federn lassen, auch bei den Datendiensten auf den Transferrouten sind die Blauen noch hinterher. Doch die durch LTE gesteigerte Datenperformance in den Innenstädten reicht, um vor E-Plus den dritten Platz einzufahren. Vodafone büßt sogar noch etwas mehr bei der Telefonie ein, hier ist die Optimierung noch nicht beendet. Doch bei den Daten zeigt Vodafone ein breit ausgebautes Netz, ist der Deutschen Telekom dicht auf den Fersen und streicht dafür ein Gut im Gesamtergebnis ein. Die Telekom ist mit der Optimierung ihres auf Geschwindigkeit gezüchteten Netzes weit fortgeschritten, hier liegen Daten und Telefonie auf Topniveau, was in den sehr guten Testsieg in mündet. Dass es noch perfekter geht, zeigt die A1 Telekom Austria, die mit Topwerten in allen Bereichen auf fast schon überragende 472 Punkte kommt. Auch die anderen fünf Netzbetreiber aus Österreich und der Schweiz zeigen sich allen deutschen Mobilfunkanbietern außer der Telekom überlegen das hat Vorbildcharakter. Österreich Schweiz Telekom Vodafone O2 E-Plus A1 Telekom Austria T-Mobile Drei Swisscom Sunrise Orange % 60 % 73 % 86 % 96 % 98 % 98 % 87 % 87 % 83 % 81 % 56 % 59 % 65 % 92 % 82 % 91 % 78 % 62 % 53 % % 90 % 86 % 72 % 96 % 85 % 82 % 95 % 93 % 94 % 98 % 93 % 85 % 78 % 96 % 90 % 73 % 94 % 87 % 92 % 96 % 95 % 91 % 57 % 98 % 87 % 85 % 95 % 91 % 62% 96 % 76 % 65 % 55 % 96 % 78 % 52 % 77 % 58 % 68% % 95 % 79 % 68 % 98 % 94 % 63 % 91 % 96 % 99 % 92 % 90 % 73 % 56 % 97 % 96 % 52 % 99 % 96 % 91 % % 88 % 54 % 65 % 91 % 86 % 92 % 93 % 85 % 84 % 94 % 93 % 36 % 48 % 94 % 79 % 92 % 97 % 82 % 68 % 88 % 82 % 54 % 47 % 72 % 69 % 75 % 83 % 60 % 50 % 84 % 65 % 22 % 28 % 81 % 51 % 62 % 74 % 37 % 25 % sehr gut gut befriedigend befriedigend sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut 43

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