Weißt du Mama, eigentlich habe ich mir einen Hund viel leichter vorgestellt sagte Thea beim Heimweg zu ihrer Mutter.

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1 Weihnachtswunsch Mama, ich möchte zu Weihnachten nichts anderes haben, aber bitte bitte schenk mir einen Hund sagte die kleine Thea, als sie mit ihrer Mutter gemütlich in der Kuschelecke auf der Bank saßen. Thea war gerade mal 7 Jahre alt und fand einen kleinen süßen Kuschelhund sooooo lieb. Die Mutter wusste, dass sie diesen Wunsch nicht erfüllen konnte, andererseits wollte sie ihre Tochter nicht vor den Kopf stoßen. Es gab zu viele Gründe, nicht auf die Bitte einzugehen! 1. war die Mutter berufstätig und es war tagsüber niemand für den Hund da. 2. die Wohnung war viel zu klein. Abgesehen von den beiden wichtigen Gründen, wuchs die kleine Thea ohne Vater auf. Dieser starb leider schon als das Madl sehr klein war. Aus den Erzählungen der Schwiegermutter, war dieser auch immer allergisch gegen Hunde. So, was jetzt tun? Bis Weihnachten sind fast noch 2 Monate Zeit, also musste sie überlegen, wie sie ihrem geliebten Kind den Wunsch ausreden konnte, ohne als böse Mutter da zu stehen. Ok sagte

2 sie: wir machen einen Versuch. Aber nur unter einer Bedingung, du bist für das Tier verantwortlich Ja Mama, ich liebe Hunde und werde aaallleeesss tun, damit ich einen eigene Hund bekomme OK, dann gehen wir morgen ins Tierheim und du suchst dir einen Hund aus, der dir gefällt! Ich werde dann die Heimleitung bitten, uns den Hund für 2 Tage auszuleihen, damit wir sehen, ob alles passt Gesagt, getan, die kleine Thea war voll glücklich und konnte die ganze Nacht kaum schlafen. Am nächsten Tag gingen die 2 also ins örtliche Tierheim. Der Heimleiter war sehr kooperativ und zeigte dem Madl die bei ihnen lebenden Hunde. Thea konnte gar nicht genug bekommen, so viele süße Hunde! Als sie dann vor der Box von 5 Labradorwelpen standen, konnte sich Thea nicht zurück halten. Mama, Mama, schau der braune schaut mich so lieb an! Bitte den möchte ich haben Also nahmen sie ihn, mit Einverständnis der Heimleitung für 2 Tage mit! Auf der Fahrt nach Hause saß der kleine Hund bei dem Madl hinten auf der Rückbank. Weil er das Autofahren noch nicht gekannt hat, war er voll aufgeregt und es passierte, was passieren musste! Er musste sich übergeben und das ausgerechnet mitten auf das Lieblingskuscheltier von Thea, ohne das sie nie

3 schlafen konnte. Aber ok, dachte sie, dafür habe ich jetzt einen Hund. Zuhause angekommen, lief der Hund geradewegs ins Wohnzimmer und machte erst einmal seine Notdurft mitten auf dem weißen Teppich. Die Mutter gab Thea Reinigungsmittel und Kübel um alles zu entsorgen. Jetzt war sie schon etwas sauer, aber immerhin war jetzt ein Hund im Haus. Nach dem Abendessen und als auch der Hund versorgt war, glaubte Thea jetzt ihre Lieblingssendung im Fernsehen schauen zu können, aber da kam ihr die Mutter dazwischen. Thea, es ist Zeit noch einmal mit dem Hund Gassi zu gehen! Aber weil du so klein bist, begleite ich dich! Mama wenn du eh mitgehen willst, kannst du doch gleich allein gehen, damit ich inzwischen fernsehen kann Auf den Deal ließ sich die Mutter natürlich nicht ein, also hatte Thea keine Chance ihre Sendung zu schauen. So jetzt war es so weit, schlafen zu gehen! Bitte, bitte Mama, darf der Hund bei mir im Zimmer schlafen jammerte das Madl. Ok, dachte die Mutter, das ist sicher gut so. Thea war von den Aufregungen des Tages schon sehr müde, aber der kleine Hund wollte das nicht einsehen. Rein ins Bett, raus aus dem Bett, auf dem Teppich kratzen, wieder ins Bett, die Kuscheltiere durch die Gegend werfen, dann die kleine Thea

4 abschlecken, wieder aus dem Bett und schnell mal auf den Teppich pinkeln! Das Kind war bald überfordert und rief die Mutter um Hilfe. Diese blieb aber hart und sagte, dass sie damit leben muss. Irgendwann schlief die kleine Thea dann übermüdet ein. Als sie dann am nächsten Tag erwachte, konnte sie kaum aufstehen, sie war soooo schlapp, ihre Nase lief wie verrückt, der Hals kratzte und eigentlich war alles nicht so wie früher. Komm Thea, der Hund muss raus rief die Mutter. Nein, nein, siehst du nicht wie schlecht es mir geht, dachte Thea. Aber die Mutter blieb hart! Nach dem Frühstück und nachdem der Hund wieder im Tierheim abgebeben wurde, ging die Mutter mit dem Madl zum Arzt, weil sie sich selbst schon Sorgen machte. Dieser stellte dann fest, dass die kleine Thea die Allergie von ihrem Vater geerbt hatte. Weißt du Mama, eigentlich habe ich mir einen Hund viel leichter vorgestellt sagte Thea beim Heimweg zu ihrer Mutter. Auf der Fahrt blieben sie noch kurz bei der Oma stehen um eine warmen Kakao zu trinken. Thea, das freut mich aber, dass du mal wieder zu mir kommst sagte die Oma. ich habe auch eine tolle Überraschung für dich! Du weißt doch, dass ich

5 mich oft so einsam fühle, deshalb habe ich mir einen kleinen Pudel gekauft! Magst du ihn mal sehen Oh dann geht es mir ja wieder schlecht, dachte das Kind, aber die Neugier war stärker. Oh war der Hund süß und so kuschelig! Thea musste nicht einmal niesen. Seit dem besucht sie ihre Oma mindestens zweimal in der Woche, hat einen Hund und doch keinen Stress und Oma freut sich auch, dass sie sich nicht mehr so einsam fühlen muss!

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