Das Backup. 1 Einführung Backupmedien Mögliche Strategien Backup Varianten Gewählte Strategien...8

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2 Inhalt 1 Einführung Backupmedien CDs und DVDs Festplatten Magnetbänder Lochstreifen Server Mögliche Strategien Cold Backup Hot Backup Raid Backup Varianten Differentielles Backup Inkrementelles Backup Vollbackup Gewählte Strategien Aufgaben der Mitarbeiter Notfallplan bei unabsichtlicher Löschung oder Hardwaredefekten Abbildungsverzeichnis...10 NN 2 von

3 1 Einführung Spätestens wenn der Bildschirm erst mal schwarz bleibt oder kratzende und klackernde Geräusche aus dem Inneren des PCs zu hören sind, wenn der eilends herbeigerufene Servicetechniker bedauernd den Kopf schüttelt und die berühmten Worte: "Da kann man nichts mehr machen." ausspricht, dann erschallt der Ruf nach einer umfassenden Datensicherung. Der routinierte und erfahrene User geht jetzt an den Schrank, öfnet eine Klappe, entnimmt eine wohl gefüllte Flasche Hochprozentiges und sagt sich: "Es waren ja nur Einsen und Nullen", und ertränkt die Erinnerung an viele lustige Filme und schöne Musik, oder auch an die verlorene Arbeit. Weicheier haben an Stelle der Flasche jedoch zb eine externe Festplatte zur Hand, die regelmäßig (zuletzt diese Nacht) am Rechner angeschlossen war und den gesamten Datenbestand beinhaltet, das B a c k u p, j e n e s sagenumwobene Softwarespiel das keiner macht aber jeder haben will. Nun könnte man auf die Idee kommen, alle Daten, falls es s i ch um Te x t handelte, a u s z u d r u c k e n u n d z u archivieren. Wie die Graphik zeigt, käme das allerdings Abbildung 1: Preise von Flüssigkeiten unter Umständen ganz schön teuer. Vielleicht möchte man aber auch seine Daten lieber digital sichern, zb auf Festplatten oder anderen Medien. Hier gibt es verschiedene Varianten NN 3 von

4 2 Backupmedien Die Datensicherung kann auf verschiedenen Medien erfolgen. Wie wir im Kapitel 1 gesehen haben, ist das A u s d r u c k e n e h e r n i c h t s o z u empfehlen, es gibt aber allerlei andere Möglichkeiten. Mit der Auswahl der richtigen Hardware steht und fällt der Erfolg eines Projektes. Im Beispiel sehen wir, wie m i t e i n e r n i c h t a u f d a s Z i e l ausgerichteten Strategie der Erfolg einer Unternehmung gefährdet sein kann, die Lust und Freude an der Arbeit wird einem genommen. Das Abbildung 2: Ungeeignete Hardwareauswahl soll nicht sein und darum werden hier nun einige unterschiedliche Hardwaremedien vorgestellt, um die Auswahl zu erleichtern. 2.1 CDs und DVDs Für den privaten Bereich bietet sich die Sicherung auf DVDs oder CDs an. Eine einfache Möglichkeit ein recht gutes Backup zu erstellen, ist die Anlage von mindestens zwei Sicherungen im regelmäßigen Abstand auf physikalisch unabhängigen Datenträgern. So kann auch auf frühere Stände zurückgegrifen werden. NN 4 von

5 2.2 Festplatten Externe Festplatten sind eine Möglichkeit Daten unabhängig vom Computer aufzubewahren, gegebenenfalls auch örtlich getrennt, falls zb ein Meteor auf das Haus fällt oder die Firma abbrennt. 2.3 Magnetbänder Mittlerweile haben Festplatten die Magnetbänder an Speicherkapazität überholt, bis vor wenigen Jahren waren Magnetbänder eine günstige Speichervariante. 2.4 Lochstreifen Sieht man allenfalls noch in James Bond Filmen. Da machen sie sich aber außerordentlich gut. 2.5 Server Der Backupserver ist die Zentrale Sammelstelle für Daten. Damit hat man die Gewähr, dass bei einem Datenverlust auf dem eigenen Rechner (z.b. durch versehentlich gelöschte Daten oder Plattendefekt) eine Sicherheitskopie in Form eines Backups oder eines angelegten Archivs noch auf dem Server verfügbar ist und von dort zurückgespeichert werden kann. Abbildung 3: Platzfüllsel NN 5 von

6 3 Mögliche Strategien 3.1 Cold Backup Ein Cold Backup ist eine Sicherung eines Echtzeit-Systems, die erstellt wird, während das System nicht aktiv ist. Dadurch wird erreicht, dass die Daten in einem konsistenten Zustand gesichert sind. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, auf ein Zeitfenster ohne Aktivität angewiesen zu sein. Für hochverfügbare Dienste ist sie also ungeeignet, um Backups von Umgebungen zu machen, die beispielsweise nur tagsüber verfügbar sein müssen bietet es sich hingegen an. Dabei kommen den IT-Heinis (im weiteren auch Admins genannt) auch die Arbeitszeiten (abends ab acht) sehr entgegen.die Daten des aktuellen Tages befnden sich, wenn jemand so richtig paranoid ist, auf der externen Festplatte am Rechner, die von einer im Hintergrund laufenden Software ständig oder alle 5 Minuten mit den aktuellen Änderungen der Dateien aktualisiert wird. 3.2 Hot Backup Ein Hot Backup ist eine Sicherung eines Systems (beispielsweise einer Datenbank), die möglichst aktuell gehalten wird im Idealfall ist sie auf dem gleichen Stand wie das Live-System. Vorteil dieser Methode ist das Vorhalten eines aktuellen Ersatz-Datenbestandes, der im Fall eines Systemabsturzes sofort einsatzbereit ist. In Firmen läuft so was in der Regel über das Netzwerk und obliegt der Aufsicht versierter Admins. Wir nennen Admins immer versiert, denn wir wollen ja auch morgen noch Zugrif auf unseren kompletten Datenbestand haben 1. 1 Siehe dazu BOfH, eine lehrreiche Lektüre aus den Anfangszeiten der Computervernetzung. NN 6 von

7 3.3 Raid Eine weitere Realisierungsmöglichkeit ist ein Festplattenverbund im RAID 1. Das hieße die Spiegel-Festplatte wird vom System getrennt, an einem alternativen Platz eingebunden, die Daten auf Konsistenz geprüft, auf ein drittes Laufwerk gesichert und danach der Spiegel wieder im laufenden System eingesetzt und mit aktuellen Daten versehen. 4 Backup Varianten 4.1 Diferentielles Backup Bei einer diferentiellen Datensicherung werden alle seit der letzten Komplettsicherung geänderten oder neu hinzugekommenen Daten jedes mal erneut gesichert. Nachteil: erhöhter Platzbedarf 4.2 Inkrementelles Backup Bei einer inkrementellen Datensicherung werden nur die Daten gesichert, die sich seit der letzten Datensicherung geändert haben. Eine Datei die täglich geändert wird und Teil der Datensicherung ist, wird bei täglichem inkrementellem Backup im Laufe eines Monates also bis zu 31-mal abgelegt und gesichert. Abbildung 4: garstiger Fehlerteufel NN 7 von

8 4.3 Vollbackup Bei einem Vollbackup werden jedes mal alle Daten auf dem Backup-Medium in regelmäßigen Abständen gesichert. Da das Vollbackup einen sehr großen Speicherbedarf auf dem Backup-Medium erfordert und eine regelmäßige Datensicherung selbst bei mittleren Datenmengen (>5GB) bereits sehr zeitaufwändig werden kann, kann das Komplettbackup nur bei relativ kleinen Datenmengen als praktikabel empfohlen werden. 5 Gewählte Strategien Die Auswahl der Strategie hängt unter Anderem von folgenden Faktoren ab Art der Daten Datenmenge Häufgkeit der Änderungen Zeitaufwand zur Verfügung stehender Speicherplatz 6 Aufgaben der Mitarbeiter Nerven behalten und im Notfall den fatternden hysterischen Admins nicht im Wege stehen und gegebenenfalls Kafee kochen oder Valium reichen. Hilfreich sind auch Ausrufe, wie 'Ach du Schande' und 'Das war's jetzt!!!!' oder auch 'Dauert das noch lange?' NN 8 von

9 7 Notfallplan bei unabsichtlicher Löschung oder Hardwaredefekten Nicht alle Katzen beherrschen den Umgang mit dem Computer so gut wie d i e s e r K a t e r. D a s r e s u l t i e r t i m schlimmsten Fall im Datenverlust, wenn z B v e r s e h e n t l i c h d i e Fe s t p l a t t e formatiert wird 2. Man stelle sich den Ä r g e r v o r, w e n n n a c h e i n e m arbeitsreichen Tag, einer Woche oder gar einem Monat, all die schöne bereits g e l e i s t e t e A r b e i t d u r c h e i n unglückliches Missgeschick oder a n d e r e u n e r b a u l i c h e U m s t ä n d e zunichte gemacht würde! Unvorstellbar, Abbildung 5: Franz, König der Tasten wenn man, nicht auszudenken!!! gar selber den Datenverlust verursacht hätte!! Der Feierabend wäre im Eimer!!! DIE KATASTROPHE WÄRE PERFEKT!!!!! Hat man jetzt ein Backupangelegt, kann man mit mehr oder minder Aufwand, die verlorenen Daten wieder aufspielen. Die in Kapitel 1 genannten klackernden Geräusche deuten auf einen Hardwaredefekt der Festplatte hin,d.h. die Festplatte ist möglicherweise hin. Das kann immer mal vorkommen und ist recht ärgerlich. Manchmal lassen sich aber die Daten mit diversen Maßnahmen wiederherstellen oder wir greifen auf unser Backup zurück, welches wir nach der Lektüre dieser Schrift anzulegen erwogen haben. Eine andere 2Nebenbei bemerkt ist es aber schon ärgerlich genug, wenn an Dokumenten unbemerkt Änderungen vorgenommen werden oder unverhoft eine Palette Thunfschflets in feiner Soße ins Haus fattert, von deren Bestellung man keine Ahnung hatte. In diesem Fall nützt zugegebenermaßen ein Backup wenig. Man wird wohl oder übel die beigelegte Rechnung bezahlen, schon um den Hausfrieden nicht zu gefährden. Da man der Katze selbstverständlich nicht böse sein kann, hat man für diesen Fall vorzubeugen versucht und ein kleines Notpölsterchen angespart und Stauraum im Keller eingeplant. NN 9 von

10 Möglichkeit bietet die in Kapitel 1 genannte Flasche, die auf dem Bild origineller weise noch voll ist, obwohl drei Gläser gefüllt sind. Vermutlich handelt es sich um eine Zauberfasche. Abbildung 6: Notfallmaßnahme bei Datenverlust und fehlendem Backup 8 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Preise von Flüssigkeiten...3 Abbildung 2: Ungeeignete Hardwareauswahl...4 Abbildung 3: Platzfüllsel...5 Abbildung 4: garstiger Fehlerteufel...7 Abbildung 5: Franz, König der Tasten... 9 Abbildung 6: Notfallmaßnahme bei Datenverlust und fehlendem Backup...10 NN 10 von

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