Das Magazin von und mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten gemeinnützige GmbH

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Das Magazin von und mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten gemeinnützige GmbH"

Transkript

1 Nr. 6 Sommer 2011 Das Magazin von und mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten gemeinnützige GmbH Liebe Leserinnen und Leser, Der Sommer ist da und mit ihm ein neues Exemplar der Werkstattzeitung. Ganz leicht war es diesmal nicht, denn der Computerraum, in dem wir arbeiten, ist umgezogen, sodass wir einige Male etwas improvisieren mussten. Dabei haben wir uns bemüht, ein Heft zu machen, das so bunt ist wie unser Leben sowohl innerhalb als auch außerhalb der Werkstätten. Wir sind dieses Mal oft ins Kino gegangen, in das eine Kino, das es neben dem großen kommerziellen Lichtspielhaus am Bahnhof noch gibt - vor nicht allzulanger Zeit gab es insgesamt noch drei alternative Kinos in Göttingen. Ansonsten haben wir die Werkstattmesse in Nürnberg besucht, eine Klinik bei München, den Inklusionstag in Göttingen und uns mit den Themen Wo kann ich als behinderter Mensch in Göttingern arbeiten? und Was nützt mir eigentlich ein Schwerbehindertenausweis? auseinandergesetzt. Bei aller Buntheit haben wir auch ernste und traurige Themen ansprechen müssen. Aber auch das gehört zum Leben dazu. Wir wünschen Ihnen ebenso viel Spaß beim Lesen wie wir ihn auch beim Erstellen unserer Zeitung hatten und hoffen, dass Ihnen unsere Arbeit gefällt. Einen schönen Sommer wünscht Die Redaktion Antoine findet schnell Freunde. Vorurteile abbauen Im Rahmen des bundesweiten Filmfestivals Ueber Mut wurde im Frühjahr 2011 der Dokumentarfilm Antoine im Göttinger Programmkino Lumiere gezeigt. Ueber Mut ist das vierte Festival von Aktion Mensch. Diese Aktion plädiert für das gemeinsame Diskutieren über eine lebenswerte, gerechte und menschenwürdige Gesellschaft. Unabdingbar ist dabei, dass man Behinderten und Nichtbehinderten gegenüber Vorurteile und Ressentiments abbaut. Der Protagonist des Films ist der sechsjährige kanadische Junge Antoine Hoang, der seit seiner Geburt blind ist. Er hat vietnamesische Wurzeln und besucht in Montreal eine Regelschule. Antoine macht einen sehr interessierten und aufgeweckten Eindruck. Das führt auch dazu, dass er sich schnell mit anderen Kindern anfreundet. Zudem hat er viel Phantasie: Mit seiner Freundin Maella braust er als Privatdetektiv im Auto über die Landstraße, auf der Suche nach der mysteriösen Madame Foto: Aktion Mensch Rouski, die sich beim Duschen in tausend Tropfen aufgelöst hat. Ein absolutes Highlight für Antoine ist die Reise in seine eigentliche Heimat Vietnam. Es beeindruckt zu sehen, dass ein blinder Mensch wie Antoine genau das gleiche tun kann wie ein Sehender. Der Filmvorführung im etwas spärlich gefüllten Kinosaal schloss sich ein interessantes Gespräch mit einer blinden Lehrerin der Heinrich-Böll-Schule in Göttingen an. Vera Scharwächter ist als Kind völlig erblindet, hat es aber geschafft, ein relativ normales Leben zu führen. Der Film hatte viele Fragen aufgeworfen, die von ihr allesamt geduldig beantwortet wurden. Frau Scharwächter ist an dieser Schule die einzige blinde Lehrkraft, was aber in keinerlei Weise von Nachteil ist. Es ist allerdings notwendig, dass sich die Umwelt auf sie einstellt. Beispielsweise ist es günstig, wenn Sehende die Blindenschrift erlernen, was auch gar nicht so schwer ist. Jan Hendrik Gotthardt

2 2 Leben & Gesellschaft Die kleine Puppe voller Angst Am Anfang steht das Schicksal einer kleinen Puppe oder eines kleinen Mädchens? In einer kleinen Stadt irgendwo in Deutschland fand einmal ein Flohmarkt statt. Auf diesem Flohmarkt stand eine hässliche unscheinbare Kiste. Die Leute gingen achtlos an ihr vorbei. In dieser Kiste befand sich allerhand Krimskrams, den niemand zu brauchen schien, denn keiner, der an der Kiste vorbeiging, interessierte sich für ihren Inhalt. Aber befand sich in der Kiste nur irgendwelches Zeug, das zu nichts mehr zu gebrauchen war? Die Händlerin hatte die Dinge achtlos in die Kiste geworfen. Sie war schlecht gelaunt, denn die Geschäfte liefen denkbar schlecht. Aber war in Kiste wirklich nur alter Kram? Nein wirklich nicht. Wenn man nur ganz genau hinschaute, konnte man genau sehen, dass sich in der Kiste eine kleine Puppe befand, die ihre kleinen schmutzigen Beine mit ebenso schmutzigen Füßchen in die Luft streckte. Die kleine Puppe, die keinen Namen hatte, fror entsetzlich. Sie weinte still vor sich hin. Sie hatte Angst, weil sie doch so allein war. Was würde mit ihr geschehen? Da auf einmal beugte sich ein riesiges Ungeheuer über die Kiste, das seine großen Klauen in die Kiste steckte und ihren Inhalt durchwühlte. Hoffentlich werde ich nicht erschlagen!, dachte die kleine Puppe voller Angst. Das Ungeheuer hatte auch schon ihre Füße erwischt und zog sie in die Höhe. Die kleine Puppe wurde ganz starr vor Angst und dachte nun habe ihr letztes Stündlein geschlagen. Das Ungeheuer war eine gute Frau, die der kleinen Puppe helfen wollte, aber das wusste die kleine Puppe in dem Moment noch nicht. Die Frau kaufte die kleine Puppe von der Händlerin. Sie wickelte die völlig verängstigte Puppe in ihr Taschentuch und steckte das kleine Paket in ihre Manteltasche, denn sie wollte nicht, dass die kleine Puppe sich erkältet. Erst als die Frau mit ihrer kostbaren Fracht zu Hause angekommen war, öffnete die kleine Puppe vorsichtig ihre Augen. Sie atmete auf und schlief erschöpft ein. Als sie wieder aufwachte, ließ die gute Frau ein warmes Bad für sie ein. So etwas Schönes hatte sie schon lange nicht mehr gehabt. Sie lag lange in der Badewanne und wusch sich die Spuren ihrer schier endlos langen Odyssee von der Haut. Sie wusste nicht, wie lang diese Irrfahrt gedauert hatte. Es mögen zwanzig Jahre gewesen sein, oder länger? Die gute Frau trocknete sie liebevoll ab und kämmte ihre langen blonden Haare, bis sie golden glänzten. Sie bekam auch neue Kleider und lernte auch neue Freunde kennen, denn die Wohnung der Frau wurde auch noch von anderen Puppenkindern bewohnt. Sie traf auch ihre Zwillingsschwester und ihren Bruder wieder. Böse Ungeheuer hatten sie auseinandergerissen, aber nun haben sie sich wieder gefunden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann toben sie noch immer fröhlich lachend durch ihre Wohnung. Hör mal ganz genau hin, dann hörst du sie auch! Kristina Schulz Filmfestival der Aktion Mensch: Monica & David Monica und David heiraten. Die Zeremonie ist romantisch, wie aus einem Hochzeitsmagazin. Dass die junge Frau und ihr Freund sich das Jawort geben, ist außergewöhnlich: Beide haben das Down-Syndrom. Ein intimes, unverkrampftes Porträt zweier Menschen, die ihr eigenes Leben gestalten auch wenn sie immer auf fremde Hilfe angewiesen sein werden. Menschen mit dieser Behinderung heiraten selten. Die Cousine der Braut, Alexandra Codina, hat einen Film über das erste Ehejahr der beiden gedreht. Sie begleitet das Paar bei der Jobsuche und beim Umzug, dokumentiert Monicas Ordnungsfimmel und Davids Eifersucht auf ihren Ex. Alexandra Codina hat ca. vier Jahre als Managerin und Programmverantwortliche für das Miami International Film Festival gearbeitet. Dort hat sie Filmprogramme und -workshops mit Dokumentarfilmern wie Frederick Wiseman geleitet. Nach ihrem Studium am Bowdoin College in Maine machte sie ein Praktikum bei Big Mouth Productions. Monica und David ist Alexandra Codinas Regiedebüt. Zurzeit dreht sie einen Kurzdokumentarfilm

3 Leben & Gesellschaft Ein ernstes Thema: Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen mit Behinderung ist Machtausübung. Sie wird von Personen, die den Mädchen nahe stehen ausgeübt. Was können wir dagegen tun? Wir können die Mädchen stark machen. Gefahrensitua- Die kleine Puppe hat Glück gehabt. Mädchen, die missbraucht werden, haben das nicht. Aber vielleicht hat die kleine Puppe dasselbe durchgemacht. Die Dunkelziffer ist hoch und es steht niemandem auf der Stirn geschrieben. Betroffen sind Mädchen in jedem Alter. Man geht allgemein davon aus, dass jedes dritte Mädchen betroffen Foto: ua über eine 96-jährige Landwirtin in Connecticut. Daneben engagiert Alexandra Codina sich ehrenamtlich für The Women s Fund of Miami-Dade, eine Organisation, die Projekte von Frauen fördert, und für Coconut Grove Cares, die Kindern aus armen Familien hilft. Vor 14 Jahren hat sie angefangen, ihre Cousine Monica im Rahmen eines Programmes für Erwachsene mit Behinderung zu begleiten. Daraus ist auch ihr Film Monica und David entstanden. Der Film lief im Rahmen des Filmfestivals Ueber Mut der Aktion Mensch im Lumiere in Göttingen. Die Vorstellung wurde auch von einer Gruppe von Leuten ist. Da in den Statistiken nur die angezeigten Fälle auftauchen und die Schwelle für eine Anzeige und die Scham recht hoch sind, kann man eigentlich nicht genau sagen, wie oft es geschieht. Mädchen mit einer geistigen Behinderung sind bei der Erstattung einer Anzeige stark benachteiligt, weil sie sich nicht so gut ausdrücken können haben Wissenschaftlerinnen festgestellt, dass jede zweite Frau sexuelle Gewalt in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung erfahren hat (Noack, C./Schmid, H.J. Sexuelle Gewalt gegen Menschen mit geistiger Behinderung. Eine verleugnete Realität, Stuttgart 1996). Sie stellen fest, dass sexualisierte Gewalt im sozialen Nahbereich stattfindet. Ein hohes Gefahrenpotential stellen Pflegesituationen und medizinische Untersuchungen dar. Das Motiv besucht, die in ambulant betreuten Wohngemeinschaften der Göttinger Werkstätten leben. Ihr einhelliges Foto: Aktion Mensch Credo war: Wie gut, dass wir ei- genständiger leben als Monica und David... Kristina Schulz 3 tionen wie z.b. Pflegesituationen entschärfen durch Schulung des Pflegepersonals. Auch Mädchen mit einer geistigen Behinderung müssen aufgeklärt werden, damit sie nicht durch Missbrauch aufgeklärt werden. In der Werkstatt läuft ein Selbstsicherheitstraining für Frauen mit geistiger Behinderung. Der Berufsbildungsbereich arbeitet mit Pro Familia zusammen, um aufzuklären. Außerdem setzt sich der Werkstattrat dafür ein, eine Frauenbeauftragte zu benennen, damit Frauen in heiklen Situationen einen weiblichen Ansprechpartner haben. Die Opfer leiden oft ein Leben lang. Die Therapie von traumatisierten Mädchen mit einer geistigen Behinderung steckt noch in den Kinderschuhen. Die Symptomatik wird oft fehlinterpretiert als Folge der Behinderung. Deshalb kann das nur heißen Dranbleiben, wie das Motto einer Podiumsdiskussion vom Frauennotruf Hannover 2010 lautete. Kristina Schulz

4 4 Arbeit & Leben Impressionen von der Werkstattmesse in Nürnberg Dieses Jahr fand die 30. Werkstätten Messe in Nürnberg in der Frankenhalle statt. 235 Aussteller aus Werkstätten aus dem In- und Ausland stellten ihre Produkte aus. Zufriedene Aussteller, beeindruckte Besucher und eine an allen vier Tagen volle Halle was will man mehr?, sagt Friedrich Lenz, Leiter des CCN-West und denkt laut über eine Erweiterung der Messe in eine weitere Halle nach. Auch die Werkstatträte hatten einen eigenen Stand, um die Besucher über ihre Arbeit zu informieren. Der Aufbau einer bundesweiten Organisation der Werkstatträte schreitet immer mehr voran. Es freut uns besonders, dass die Messe auch als Marktplatz für Bildungs-, Qualifizierungs- und Rehabilitationsangebote genutzt wird, so äußerte sich Martin Berg vom Vorstand der BAG:WfbM. Werkstätten entwickeln sich weiter, das zu zeigen ist uns wichtig. Wir konnten deutlich machen, dass Werkstätten etwas zu sagen und beizusteuern haben, wenn es um die Zukunft sozialpolitischer Fragen in Deutschland geht. Die viertägige Messe begeisterte mehr als Besucher, die sich über die Leistungen aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) informierten (2010 waren es ) und deren hochwertige Produkte kauften. Neben der großen Ausstellung nutzten viele Besucher auch das reiche Programm von Fachvorträgen. Zu den über 90 Vorträgen kamen rund Teilnehmer. Leider richteten sich nur wenige Vorträge an Beschäftigte und Mitarbeiter in Werkstätten gemeinsam. Hier hätte Verkaufsgespräche auf der Werkstattmesse. man die Idee der Inklusion praktisch umsetzen können. Positiv in dieser Hinsicht fiel der Vortrag von Dr. Harald Weber von der TU Kaiserslautern auf, der die Aussagen der UN-Konvention im Bezug auf die berufliche Bildung auf den Punkt brachte. Er selbst sagte allerdings mit einem Augenzwinkern, dass er eigentlich kein Mensch ist, der sich durch eine einfach zu verstehende Sprache auszeichnet... Kristina Schulz Foto: Uwe Niklas Arbeiten: Welche Möglichkeiten haben wir? Fast jeder Werkstattbeschäftigte hat sich bestimmt schon einmal gefragt, ob er nicht auf dem regulären Arbeitsmarkt tätig werden könnte. Bevor sich der Beschäftigte überhaupt um ein Betriebspraktikum oder einen Außenarbeitsplatz bemüht, sollte er nicht nur für sich klären, ob für ihn eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorstellbar und möglich ist, sondern sich auch mit Art oder Schwere seiner Behinderung auseinandersetzen und fragen, ob er den körperlichen und psychischen Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes gewachsen ist. Vor allem, wenn es darum geht, eine langfristige Beschäftigungsperspektive anzustreben, ist die gesundheitliche Stabilität von Bedeutung. Praktika Sehr häufig kann die Belastbarkeit durch interne Vorbereitung auf eine betriebliche Erprobung überprüft werden. Das Training beginnt mit zusätzlichen Aufgaben in der Gruppe bis hin zu Praktika (internes Praktikum) in der WfbM, eventuell mit einem Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich der Göttinger Werkstätten (zum Beispiel von der W 1 in die W 3). Auf der Suche nach einem geeigneten Betriebspraktikum oder Außenarbeitsplatz orientieren sich die Göttinger Werkstätten an den Fähigkeiten, Vorstellungen und Interessen des jeweiligen Beschäftigten. Ist erst einmal eine Beschäftigungsmöglichkeit gefunden, werden die Ansprüche des Unternehmens mit denen des Teilnehmers verglichen. Das Betriebspraktikum soll dem Beschäftigten einen Einblick in den betrieblichen Alltag geben und die Möglichkeit bieten, sich unter den Anforderungen und Belas- Fortsetzung auf Seite 5

5 Fortsetzung von Seite 4 Aus der Werkstatt 5 tungen des Betriebes zu erproben. Dem Praktikumsbetrieb entstehen keine finanziellen Verpflichtungen. Das Betriebspraktikum findet nicht im Gebäude der Göttinger Werkstätten, sondern im Unternehmen statt. Für den Beschäftigten bietet ein Außenarbeitsplatz letztendlich genauso viel Sicherheit wie der reguläre Werkstattarbeitsplatz. Beschäftigungsmöglichkeiten Solch eine Beschäftigungsmöglichkeit kann für jeden gefunden werden, mündet aber nicht immer in ein Arbeitsverhältnis. Der Übergang von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt funktioniert nur bei sehr wenigen Beschäftigten. Aus diesem Grunde richtet sich das Angebot besonders an motivierte Beschäftigte. Sie vergessen dabei oft, dass das Risiko für längere Zeit in der Erwerbslosigkeit zu verbleiben höher ist als für Nicht- bzw. Leichtbehinderte. Solch ein Job passt zwar gut in den Lebenslauf, gleichwohl ist kein Arbeitgeber gezwungen, behinderte Beschäftigte bei gleicher Eignung bevorzugt einzustellen. Finanzielle Anreize Finanzielle Anreize dienen lediglich dazu, dem Arbeitgeber die Entscheidung über die Einbindung behinderter Menschen in betriebliche Abläufe zu erleichtern. Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Beschäftigung eines behinderten Arbeitnehmers ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes. Er muss in diesem Fall an die behinderte Person angepasst sein. Oft handelt es sich um Nischenarbeitsplätze, die auf dem Arbeitsmarkt nicht angeboten werden. Anspruchsvolle Teamarbeit in autonomen Fertigungszentren mit industrialisierten Arbeitsabläufen, Schicht- und Akkordarbeit würde viele Angestellte mit verminderter Leistungskraft überfordern. Häufig werden Arbeitsplätze im Gastronomiebereich angeboten, so wie hier auf Werkstattmesse in Nürnberg. Foto: Uwe Niklas Arbeitsmarkt Die Arbeitsüberlastung wirkt sich negativ auf die Unterstützungsbereitschaft der gesunden Arbeitskollegen aus. Das bedeutet in Zeiten des Arbeitskräfteüberschusses gehören behinderte Menschen in den strukturschwachen Regionen schon immer zu der Gruppe, die besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Zumal seit dem 1. Mai 2011 der deutsche Arbeitsmarkt für acht osteuropäische Länder geöffnet wurde und die Diskussion über Lohndumping und Mindestlohn neu entfacht wurde. Außenarbeitsplätze Der Beschäftigte auf einem Außenarbeitsplatz hat immer die Möglichkeit Kontakt zur Werkstatt aufzunehmen, weil ein fester Ansprechpartner ihn nach Bedarf und Erfordernis, begleitet. An Firmen mit überzogenen Erwartungen wird nicht mehr vermittelt. Im Klartext heißt das: Es finden jährlich ca Praktika statt, ca. 25 Werkstattbeschäftigte sind auf Außenarbeitsplätzen beschäftigt und die Vermittlungsrate in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit liegt bei etwa einem Beschäftigten pro Jahr. Kein Werkstattbeschäftigter wird dazu gedrängt, einen Außenarbeitsplatz aufzunehmen. Seit 1. April 2011 wird die Betreuung der Außenarbeitsplätze für die Regionen Göttingen und Hann. Münden getrennt durchgeführt. In der Betriebsstätte Gimte übernehmen Daniel Compagnone und Marion Knoop die Vermittlung/Betreuung der Werkstattbeschäftigten des Arbeitsbereiches und Birgit Brecht begleitet den Berufsbildungsbereich. In Göttingen sind Eva-Lucie Müller-Eidam für den Arbeitsbereich und Barbara Nehls für den Berufsbildungsbereich zuständig. Somit gibt es zwei Arbeitsgruppen mit Außenarbeitsplätzen für ca Werkstattbeschäftigten. Viele Werkstattbeschäftigte fühlen sich auf den Außenarbeitsplätzen wohler als in der Werkstatt. Ein Grund dafür ist, dass sie sich auf dem Außenarbeitsplatz wie vollwertige Arbeitskräfte behandelt fühlen. Eine echte berufliche Integration liegt nur dann vor, wenn ein gemeinsames Arbeiten von behinderten und nichtbehinderten Beschäf- Fortsetzung auf Seite 6

6 6 Aus der Werkstatt Fortsetzung von Seite 5 tigten am gemeinsamen Gegenstand realisiert wird. Alle Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten nach derselben Werkstättenverordnung, egal ob es die Göttinger Werkstätten oder die my.worx ggmbh in Göttingen sind. Es kommt durchaus vor, dass die Beschäftigten wechselseitig ein Praktikum im anderen Unternehmen machen. Eine Kooperation zwischen beiden Unternehmen gibt es nicht. My.worX ggmbh ist anerkannte Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung und bietet zurzeit 60 Plätze zur beruflichen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben für seelisch behinderte Ein schönes Miteinander Auch im letzen Jahr fand im Bürgerhaus Bovenden der Ball der Lebenshilfe Göttingen statt, auf dem 83 Mitarbeiter für langjährige Beschäftigung in den Göttinger Werkstätten geehrt wurden. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. In den Pausen der Band bekamen die Beschäftigten und Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit von der Geschäftsleitung eine Urkunde mit einer Rose überreicht und viel Beifall von den Gästen. Die früher übliche Geldprämie gibt es nicht mehr als Bargeld in einem Umschlag, sondern wie bei der Lohnabrechnung auf das Konto aus rein steuerlichen Gründen. Das gefällt nicht allen Beschäftigten. Denn Gelder, die auf dem Konto landen, werden auf das Einkommen angerechnet. Von 100 Euro bleiben den Die geehrten Mitarbeiter und Beschäftigten. Beschäftigten weniger als 10 Euro. Unter anderem wurde der Gruppenleiter der Druckerei der Göttinger Werkstätten, Peter Förstermann, für 30 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt. Förstermann freute sich. Es war ein sehr festlicher Rahmen: Zu schöner Musik der Band wurde kräftig das Tanzbein schwungen. ge- Laut Peter Förstermann war es nach der Karnevalsveranstaltung ein schöner zweiter Tanzabend in den Werkstätten. So ein gelungener Abend sei immer hervorragend für eine Party behinderter und nichtbehinderter Mitmenschen geeignet. Nebenbei ist es auch noch eine schöne Werbung für unser Haus, sagte Förstermann. Ursula Schreiber Fotos: Von Roden Menschen an. Ihre Berufsbildungsund Arbeitsbereiche sind speziell auf die Belange psychisch kranker Menschen zugeschnitten. Die Werkstatt my.worx ggmbh hat wie die Göttinger Werkstätten zum Ziel, ihre Beschäftigten beruflich und sozial zu integrieren. Marcus Urban Karneval Die fünfte Jahreszeit findet bundesweit statt. Also regieren die Narren auch in Göttingen. Die Regierung wird abgesetzt und das Zepter geht an den Prinzen und seinen Hofstaat über. Die Zeit der Monarchie stellt alles auf den Kopf. Alle die uns regieren werden auf die Schippe genommen. Die einzige Zeit in der das nicht möglich war, war die NS-Zeit. Die haben sich überall eingemischt, auch in den Karneval. Glücklicherweise ist diese Zeit vorbei. Auch in der Werkstatt sind die Narren los. Seit dem 19. Jahrhundert beginnt der Karneval in vielen Gegenden am 11. November um 11:11 Uhr. Der offizielle Höhepunkt ist der Rosenmontag. Dieses Jahr hat uns der Prinz und sein Hofstaat besucht. In der Nacht zu Mittwoch um Punkt Mitternacht endet der Karneval. Danach beginnt die Fastenzeit. An die sich kein Mensch mehr wirklich hält. Kristina Schulz

7 Leben & Gesellschaft Aktionstag: Inklusion beginnt im Kopf... Am Freitag, dem sechsten Mai, fand die Göttinger Version des Europäischen Aktionstag der Inklusion am Wochenmarkt statt. Die Eröffnungsrede hielt Frau Dagmar Schlapeit Beck. Sie brachte unter anderem den dringend benötigten Einbau eines Aufzug am Alten Rathaus zur Sprache: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Doch ist dieser Wille auch stark genug, um sich über die Interessen der Denkmalschutzbehörde hinwegzusetzen? Mit leckeren selbstgebackenen Kuchen, Waffeln und Kaffee wurde für das leibliche Die Gute Laune Band der Göttinger Werkstätten. Wohl der Gäste gesorgte. Die Fotos: Timo Loth Bioküche Leinetal war mit ih- sortiment zum Stöbern und Staunen vorgerufen wurde - gerade weil der rer Kantine vertreten. Auch für ein. Doch sobald die Montessorischu- Sänger eine Behinderung hat. Die buntbemalte Kindergesichter le mit ihrem Musikprogramm begann, Göttinger Trabanten Volkstanzgrupwurde gesorgt. vergaßen die meisten Besucher die pe stand im krassen Gegensatz zu Die Selbsthilfe Körperbe- Informationsangebote und erfreuten den Breakdancegruppen. hinderter Göttingen e.v., die sich an dem buntgemixten Musikpro- Eine musikalische Reise über Lebenshilfe Göttingen, IFAS gramm. die Kontinente machten wir mit der und der Behindertenbeirat Göt- Die Primetime Bandits spiel- Gute Laune Band der Göttinger tingen waren auch mit diversen ten einige Lieder von der deutschen Werkstätten die für den Inklusionstag Ständen vertreten. Band Madsen und von den Beatles: gegründet wurde. Den musikalischen Es gab die Möglichkeit, Yellow Submarine. Der Sänger der Abschluss bildete die Big Band der Rollstühle auf einem Parcours Gruppe legte viel Herz und Seele in IGS. Das Wichtigste das Inklusionstaauszuprobieren. Hier war gut die Lieder! Sein Gesang hat mich tief ges habe ich bei den Besuchern beobzu beobachten, wie viel Problemit berührt. Als ich ins Publikum schau- achtet: Ob jung, ob alt: die Menschen me die Besucher damit hatten. te, sah ich gerade in den Gesichtern hatten eine Menge Spaß - ob mit oder Das Christophorus-Haus lud der jugendlichen Besucher eine Nach- ohne Behinderung. Keiner hat sich einem großen Flohmarkt- denklichkeit, die durch den Text her- unwohl gefühlt. Timo Loth 7 Junge Breakdancer am Aktionstag Inklusion beginnt im Kopf...

8 8 Aus der Werkstatt Aktivposten geht in den Unruhestand Zunächst arbeitete der 1949 in Northeim geborene Peter Förstermann als gelernter Buch- und Offsetdrucker bei Hubert & Co in Göttingen und besuchte in den Jahren 1978 bis 1980 die Abendschule. Zu dieser Zeit hatte er Kontakt zu einem gelernten Schriftsetzer, der zuvor als Zivildienstleistender in den Göttinger Werkstätten beschäftigt war. Der Kollege erzählte ihm, dass die Göttinger Werkstatt für behinderte Menschen einen Gruppenleiter für die stilliegende Druckerei suchte. So bewarb sich Peter Förstermann im August 1980 in den Göttinger Werkstätten. Die Verantwortlichen der Werkstatt führten mit ihm ein Vorstellungsgespräch. Am Ende wurde er ausgewählt. Im November begann er seine Arbeit mit der Motivation in den Göttinger Werkstätten für behinderte Menschen genau so eine Druckerei aufzubauen wie mit sogenannten normalen Menschen. Nach seiner Vorstellung sollte die allgemeine Gesellschaft sehen, dass behinderte Menschen fit genug sind, um in einer Druckerei zu arbeiten. Zu den Arbeiten gehören Stanzen, Nuten, Schneiden, Falzen, Heften, Lochen, Laminieren, Bohren, Zusammentragen, Kuvertieren, usw. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Göttinger Werkstätten noch in der Stresemannstraße. Derzeit befindet sich die Druckerei der Göttinger Werkstätten im Phywe-Gebäude, schräg gegenüber dem Hauptgebäude der Werkstätten. Wenn ich das richtig angehe, kann ich mit den behinderten Menschen jegliche Druckarbeit schaffen, beschreibt Peter Förstermann sein Vorhaben. Der routinierte Drucker weiß, wovon er spricht. Der resolute Buchdrucker hat das Druckereigeschäft von der Pike auf gelernt und konnte sein Wissen an die Ein Portrait über Peter Förstermann behinderten Menschen weitergeben. Unter seiner Leitung wurde die Druckerei zu dem was sie heute ist. Mit seinem Vorhaben lag er also genau richtig. Ihm ist es auch zu verdanken, dass ich seit drei Jahren in der digitalen Druckvorstufe weitestgehenst selbständig arbeiten kann. In der Druckerei können die behinderten Beschäftigten einer sinnvollen Arbeit nachgehen, sagt der altgediente Werkstattmitarbeiter im Hinblick auf die Arbeitsmarktlage. Durch die Arbeit sollen die behinderten Menschen mehr Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl bekommen. Die schönste Erfahrung ist für mich, wenn meine Leute mit einem lachenden Gesicht zur Arbeit kommen und mit einem zufriedenen Gesicht Feierabend machen, erzählt der Gruppenleiter, es war mir immer wichtig, einen menschlichen Bezug zu den Mitarbeitern und den Beschäftigten mit Behinderung zu haben. Das Schöne an Peter ist seine Ruhe und Ausgeglichenheit im Umgang mit den behinderten Menschen, so lautet die einhellige Meinung seiner Gruppe. Als Gruppenleiter war Peter Förstermann auch im Produktionsprozess tätig, ebenso war er für die technische Umsetzung von Kun- Peter Förstermann mit einem Teil der Beschäftigten in der Stresemannstraße Foto: privat

9 Aus der Werkstatt 9 denanfragen verantwortlich. Darüber hinaus koordinierte der Gruppenleiter die Auftragsabwicklung und besaß ein sehr gutes Verhandlungsgeschick bei Kunden wie Lieferanten. Nebenher legte er großen Wert darauf, dass seine Gruppe fehlerfreie Arbeiten ablieferte. Im Rahmen seines Aufgabengebietes standen die behinderten Menschen an erster Stelle und wurden individuell gefördert. Dabei musste Peter Förstermann nicht nur Schlüsselqualifikationen vermitteln, sondern auch lebenspraktische Fähigkeiten fördern und die berufliche Förderung der Beschäftigten im Blick haben. Schwierigkeiten gab es immer nur dann, wenn seine Auffassung von Arbeit mit Behinderten nicht mit der Meinung anderer konform war. Am 31. Mai 2011 ging Peter Förstermann nach über dreißigjähriger Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand. Wenn es nach mir ginge, würde ich hier gern noch fünfzehn Jahre arbeiten, sagt Peter Förstermann. Mit ihm gehen viele Jahrzehnte Berufserfahrung, aber auch viele Erinnerungen. In den Augen seiner Beschäftigten ist er noch lange kein Rentner, sondern der beste Gruppenleiter der Göttinger Werkstätten. Liebend gerne hätte Peter Förstermann seinen Nachfolger eingearbeitet, doch das war leider nicht möglich. Für ihn war die Druckerei sein Lebenstraum, den er nur sehr ungern aus der Hand gab. Die Beschäftigten aus seiner Gruppe hoffen, dass schnellstmöglich ein neuer Bewerber seine Nachfolge antritt. An seinem letzten Arbeitstag feierte er mit den Gruppen der Druckerei und geladenen Gästen seinen Ausstand. Damit sein Weggang für uns nicht zu schmerzhaft ist, hatte er an seinen letzten Arbeitstag einen kaltwarmen Abschiedsimbiss organisiert. In gemütlicher Runde wurde Peter Förstermann in einen langen und gesunden Ruhestand verabschiedet. Die Druckerei und zahlreiche Kollegen bedankten sich auf ihre Weise für die kollegiale Zusammenarbeit mit ihm. Marcus Urban Von der Ostsee an die Leine : Barbara Nehls Babara Nehls ist unsere neue Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin und seit Mitte Juni 2010 bei uns. Vor 29 Jahren wurde sie im schönen Wismar an der Ostsee geboren. Ihre Wahlheimat ist heute Hannover, außerdem ist sie unverheiratet. In Hannover geht sie ihrer großen Leidenschaft dem Theaterspielen nach. In ihrem Büro hängt eine Auswahl an Plakaten von Stücken, in denen sie mitgespielt hat. Als Kind wollte sie Bäckerin oder Erzieherin werden. Schon sehr früh wusste sie, dass die Arbeit mit behinderten Menschen das Ziel ihrer Ausbildung sein soll. Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres arbeitete sie in Bielefeld bei der Wohngruppe Bethel. In der Zeit ihres Studiums begleitete sie eine Rollstuhlfahrerin zwei Jahre lang. Außerdem betreute sie autistische Kinder im Rahmen einer Theatergruppe. Ihr Anerkennungsjahr absolvierte sie in Hannover. Sie ist für den Sozialdienst der Göttinger Werkstatten tätig und hat bis zu zwanzig Beschäftigte, für die sie bis zu 27 Monate zuständig ist. Ihre Hauptaufgabe ist die berufliche Rehaplanung und die gemeinsame Auswertung des Eingangsverfahrens mit dem zuständigen Unterweiser. Im Moment verbringt sie viel Zeit mit der Umsetzung eines Barbara Nehls in ihrem Büro. neuen Konzeptes der Agentur für Arbeit, wonach zwei bis drei Bereiche (Arbeitsgruppen) pro Teilnehmer im Eingangsverfahren durchlaufen werden sollen. Timo Loth Foto: Timo Loth

10 10 Leben & Gesellschaft Menterschwaige: Die etwas andere Psychiatrie Die Dynamisch-Psychiatrische Klinik Menterschwaige liegt im Südwesten von München. Sie wurde 1979 vom Arzt und Psychoanalytiker Prof. Dr. Günter Ammon gegründet, der im Jahr 1995 starb. Der Ansatz der Klinik war und ist, dass psychische Erkrankungen durch das soziale Umfeld entstehen und auch dadurch geheilt werden. Ich hatte mir im Mai 2010 die Klinik angesehen und gewann einen positiven Eindruck. Dann begann der Kampf mit der Krankenkasse, da ein Besuch in der Klinik für mich als nicht zwingend notwendig erachtet wurde. In dem Krankenhaus gibt es viele musisch-kreative Angebote: Tanzen, Malen, Musizieren und Theaterspiel. Man versucht, mit möglichst wenigen Medikamenten zu behandeln. Im Gegensatz zu vielen anderen psychiatrischen Kliniken gibt es dort nur ganz selten Suizidfälle. Sollte es vorkommen, dass ein Patient suizidale Gedankengänge äußert, wird er schlimmstenfalls in eine geschlossene Anstalt überstellt. Das Klinikkonzept ist folgendes: Die Patienten werden nicht nur in ihren kranken, sondern auch in ihren gesunden Anteilen verstanden. Außerdem werden sehr viele Gruppen angeboten, weil kommunikativer Kontakt der Schlüssel zur Heilung ist. Ferner ist die Klinik eine psychoanalytische Einrichtung, d. h., dass die Ursachen psychischer Erkrankungen hauptsächlich in der (frühen) Kindheit gesucht werden. Zweimal pro Woche hat man Einzel- und Gruppentherapie. Die Teilnahme an diesen Therapien ist nicht unbedingt verbindlich; man sollte nur an den Therapien teilnehmen, für die man vom Arzt angemeldet wurde. Die Klinik verfügt über 56 Betten und ist fast immer voll belegt. Outdoor-Schachspiel der Klinik. Es gibt keine Stationen, sondern so genannte Milieugruppen. Eine Gruppe hat ca. 15 Mitglieder. Jede Gruppe hat einen eigenen Raum. Unter einem Milieu versteht man das Lebensumfeld jedes Patienten und die Planung und Verwirklichung eines milieutherapeutischen Projektes. Die vier Milieugruppen heißen Aurora, Sarazenen, Drachen und Zugvögel. Vor gut 20 Jahren wurden von Patientenhand ein Schachfeld und entsprechende Figuren erschaffen und im Herbst 2010 errichteten die Sarazenen die Wippe des Vertrauens. Darunter versteht man eine handelsübliche Kinderspielplatzwippe. Diese Wippe ist so gedacht, dass man zu zweit oder zu dritt draufsteht, um nicht hinunterzufallen. Die Finanzierung solcher Projekte läuft über die Milieukasse, die ein Patient verwaltet. Allgemein muss man aber sagen, dass die Ammonsche Psychologie auch viele Kritiker und Skeptiker hat. Beispielsweise hat der renommierte Psychiater und Angstforscher Prof. Foto: privat Dr. Borwin Bandelow von der Universität Göttingen keine besonders gute Meinung über dieses Krankenhaus: Er stempelt es als spinnert ab. Das hat den Hintergrund, dass die Göttinger Universitäts-Psychiatrie eine verhaltenstherapeutische Einrichtung ist, d.h. sie arbeitet nicht tiefenpsychologisch-psychoanalytisch. Außerdem setzt man an der Göttinger Klinik bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen verstärkt auf die Einnahme von Medikamenten. Der Direktor der Göttinger Klinik, Prof. Dr. Peter Falkai, zeigte sich schon etwas moderater im Umgang mit München: Er hält die Ammonsche Psychologie lediglich für etwas ungewöhnlich. Ich selbst wurde auf die Klinik vor gut zehn Jahren über einen guten Bekannten aufmerksam. Mich machte neugierig, dass diese Einrichtung so ein alternatives Konzept hat. Ich wollte nicht mehr mit so vielen starken Medikamenten behandelt werden. Trotz dieser Um- Fortsetzung auf Seite 11

11 Leben & Gesellschaft Schnupfen im Kopf : Ein Leben mit Psychose Ein Film über ein Leben mit Psychose. Die Regisseurin Gamma Bak hat sich in diesem Film als verrückt geoutet. Sie beschreibt ihr Leben mit ihrer Erkrankung. Als Filmemacherin hat sie über viele Jahre immer wieder sich selbst gefilmt. Ein Glücksfall für diesen Film, weil er ihre persönliche Entwicklung dokumentiert. Zehn Jahre lang begleitete sich die an Psychose erkrankte Gamma Bak mit der Kamera, befragte Freunde und Familie. Sie habe mit ihrem Dokumentarfilm ein Tabu in der Gesellschaft aufbrechen wollen, über die Geisteskrankheit zu reden, sagt sie hierzu selbst. Oft wird ihr die Frage gestellt, wie es zu dem Titel für ihren Film gekommen ist. Bak sagt hierzu: Es ist eine einfache Erklärung. Als ich den Film gemacht habe, sagte mein Freund nach der zweiten Krise zu mir : Ach Gamma, das wird schon wieder vergehen, das ist doch bloß wie ein Schnupfen im Kopf. Und jetzt ist es für mich immer das Synonym dafür, wenn es mir gerade mal nicht gut geht, sage ich zu meinen Freunden: Oh, der Schnupfen ist wieder da. Es ist natürlich ein Spiel, eine sehr ernste Erkrankung mit so einer leichten Erkrankung zusammenzubringen. Es ist aber auch ein Versuch, zu sagen: Hey, Leute, das Ganze ist vielleicht gar nicht so bedrohlich und 11 so ernst, wie ihr denkt! Wir leben, wir leben okay, mit euch in der Gesellschaft! Schaut es euch an! Ein Thema, auf das sie oft angesprochen wird, ist die Ausgrenzung, mit der psychisch erkrankte Menschen leben. Gamma Bak sagt hierzu: Ach, wissen Sie, ich lebe ja seit 15 Jahren mit der Erkrankung, das heißt, ich lebe auch mit der Ausgrenzung, die damit zusammenhängt, und mit den Möglichkeiten, die mir gegeben sind, damit umzugehen. Ich glaube, der Film zeigt auch, dass ein angenehmeres wie auch lebenswertes Leben doch möglich ist, trotz der Einschränkungen mit den Medikamenten, trotz der Einschränkung durch die Krisen. Und gerade in den letzten Jahren, auch in der Zeit, als ich den Film fertiggemacht habe, konnte ich sehen, dass ich mich eigentlich immer um meine Integration bemüht habe, also immer drin zu bleiben in meinem Fach, dranzubleiben an meiner Arbeit. Vielleicht hat mir das auch ein bisschen geholfen. Der Film lief im Lumiere, einem Kino, das dafür bekannt ist, etwas andere Filme zu zeigen. In der ersten Vorstellung war Gamma Bak selbst anwesend, um Fragen zu ihrem Film zu beantworten. Kristina Schulz Filmszene aus Schnupfen im Kopf. Fortsetzung von Seite 10 stände dauerte es bis Spätsommer 2010, bis ich mich dort einweisen lassen konnte. Der Hauptgrund dafür war die große Entfernung. Ich war für insgesamt gut vier Monate dort. Die Klinik ist in den Krankenhausbedarfsplan des Freistaates Bayern aufgenommen worden; d. h., dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen, so dass ich nichts dazubezahlen musste. Insgesamt Foto: Verleih muss ich aber sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Meine Kindheitstraumata wurden nur am Rande behandelt. Zudem wurde ich im Laufe der Therapie immer depressiver. Ich denke, dass ich in der Göttinger Uni-Psychiatrie besser aufgehoben bin und wahrscheinlich nicht noch einmal nach München fahre. Jan Hendrik Gotthardt Termine: 25. bis 27. Juli E.A.S.I. Cup 2011 in Göttingen 19. und 20. August: Open Air Festival im KWP Bis 27. August: Open Air Kino im Freibad Brauweg 9. September: Sommerfest der Göttinger Werkstätten im Elliehäuser Weg 20

12 12 Aus der Werkstatt Jörg, unser Prinz ist tot. Plötzlich und unerwartet für uns alle starb er in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai Seit dem letzten Karneval kannten wir ihn alle, denn er war der erste Prinz, der aus der Werkstatt kam. Als erster Karnevalsprinz mit einem Handicap ging er durch die Medien. Sein größter Wunsch ging so in Erfüllung. Er war ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die irgendwie nicht so inklusiv Karneval war sein Leben Prinz Hörg. Foto: Christian Mühlhausen ist, wie sie sein sollte. Für seine Kollegen und Kolleginnen in der Werkstatt wird er unvergessen bleiben. Und er wird immer dazu gehören. Unvergessen sind auch seine Auftritte im Werkstattkarneval. Er wird allen fehlen, die sich regelmäßig am Karneval in der Werkstatt aktiv beteiligen. Unser Beileid gilt auch seiner Familie, die ihn in der Umsetzung seines Traums tatkräftig unterstützt hat. Kristina Schulz Thema: Schwerbehindertenausweis Liebe Kollegen, durch viele Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern musste ich feststellen, dass, obwohl wir in einer WFB arbeiten, es doch mehr von Euch ohne Schwerbehindertenausweis gibt, als ich das immer angenommen hatte. Vielleicht habt Ihr Angst, Nachteile zu bekommen, oder Eure Betreuer haben den Schwebi nicht beantragt. Zuerst der einzige Nachteil, den ich kenne. Einige Firmen stellen keine Mitarbeiter ein, die eine Behinderung haben. Doch selbst dazu lässt sich sagen, dass viele Firmen zum Beispiel ihren Pförtnerposten eher mit Menschen mit einer Behinderung besetzen, um die gesetzliche Quote zu erfüllen, da es ein Gesetz gibt, das besagt, dass Firmen ab einer bestimmten Größe einen behinderten Mitarbeiter einstellen müssen, da sie sonst ein Strafgeld zu zahlen haben, mit dem sie sich freikaufen können. Eine andere Möglichkeit ist, Behindertenwerkstätten an der eigenen Produktion teilhaben zu lassen. Der Ausweis ist kein Stigma, er bietet viele Vorteile. Er wird meistens vom Versorgungsamt auf Antrag ausgestellt, wenn der Grad der Behinderung mehr als 50 Prozent beträgt. Der Inhaber ist durch ihn berechtigt, Nachteilsausgleiche und besondere Rechte einzufordern, die ihm per Gesetz zustehen. Zwei wichtige Vorteile sind ein besonderer Kündigungsschutz und zusätzliche Urlaubstage. Der Inhaber eines Ausweises mit einem Grad von 70 Prozent und dem Merkzeichen B erhält entweder einen Steuererlass bei der Fahrzeugsteuer oder durch den Erwerb einer Wertmarke die Berechtigung, ein Jahr lang Busse kostenlos zu benutzen. Ohne Wertmarke kann nur die Begleitperson kostenlos mitfahren. Außerdem können der Metronom und die Regionalbahn je nach Verkehrsverbund kostenlos genutzt werden. Durch das Merkzeichen B im Ausweis (Die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist nachgewiesen) muss die Begleitperson bei Kinobesuchen, Schwimmbad und Sauna, vielen kulturellen Ereignissen und natürlich auch einigen sportlichen Veranstaltungen keinen Eintritt zahlen. Timo Loth Impressum Herausgeber : Elliehäuser Weg 20, Göttingen Telefon : 0551 / Fax : 0551 / Homepage : Vi.S.d.P.: Holger Gerken Geschäftsführer Redaktion: Udo Angerstein (Leitung), Jan Hendrik Gotthardt, Timo Loth, Ursula Schreiber, Kristina Schulz, Marcus Urban Gestaltung, Layout, Satz: Marcus Urban und Udo Angerstein Druck: Götinger Werkstätten gemeinnützige GmbH Auflage: 800 Stück Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder der Göttinger Werkstätten ggmbh wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen, Überarbeitung und (auszugsweise) Abdruck von eingesendeten Beiträgen. Kopie und Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.

Leit-Bild. Elbe-Werkstätten GmbH und. PIER Service & Consulting GmbH. Mit Menschen erfolgreich

Leit-Bild. Elbe-Werkstätten GmbH und. PIER Service & Consulting GmbH. Mit Menschen erfolgreich Leit-Bild Elbe-Werkstätten GmbH und PIER Service & Consulting GmbH Mit Menschen erfolgreich Vorwort zu dem Leit-Bild Was ist ein Leit-Bild? Ein Leit-Bild sind wichtige Regeln. Nach diesen Regeln arbeiten

Mehr

Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen

Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen Seite 2 Inhaltsverzeichnis Seite 4 6 Vorwort von Olaf Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales

Mehr

Meine eigene Erkrankung

Meine eigene Erkrankung Meine eigene Erkrankung Um ein Buch über Hoffnung und Wege zum gesunden Leben schreiben zu können, ist es wohl leider unabdingbar gewesen, krank zu werden. Schade, dass man erst sein Leben ändert wenn

Mehr

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun!

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun! unseren Vorstellungen Angst. Ich liebe, was ist: Ich liebe Krankheit und Gesundheit, Kommen und Gehen, Leben und Tod. Für mich sind Leben und Tod gleich. Die Wirklichkeit ist gut. Deshalb muss auch der

Mehr

Dissertationsvorhaben Begegnung, Bildung und Beratung für Familien im Stadtteil - eine exemplarisch- empirische Untersuchung-

Dissertationsvorhaben Begegnung, Bildung und Beratung für Familien im Stadtteil - eine exemplarisch- empirische Untersuchung- Code: N03 Geschlecht: 8 Frauen Institution: FZ Waldemarstraße, Deutschkurs von Sandra Datum: 01.06.2010, 9:00Uhr bis 12:15Uhr -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mehr

Aktions-Plan der gesetzlichen Unfall-Versicherung

Aktions-Plan der gesetzlichen Unfall-Versicherung Aktions-Plan der gesetzlichen Unfall-Versicherung Inhalt Einleitung 2 Teil 1: Das macht die gesetzliche Unfall-Versicherung 3 Teil 2: Warum gibt es den Aktions-Plan? 5 Teil 3: Deshalb hat die gesetzliche

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

In leichter Sprache Gewalt beim Pflegen und Betreuen Was Sie darüber wissen sollten

In leichter Sprache Gewalt beim Pflegen und Betreuen Was Sie darüber wissen sollten Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung Wer sind wir? Wir sind Menschen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, weil sie beruflich, ehrenamtlich oder privat damit zu tun haben. Wir treffen uns

Mehr

Walliser Milchverband (WMV), Siders //

Walliser Milchverband (WMV), Siders // Walliser Milchverband (WMV), Siders // Arbeitgeber Olivier Jollien, Verantwortlicher HR und Finanzen Herr Z. hat schon während seiner Berufsmatura ein Praktikum beim Walliser Milchverband (WMV, Dachorganisation

Mehr

7. Was heißt Gleichstellung bei Partnerschaft und Sexualität?

7. Was heißt Gleichstellung bei Partnerschaft und Sexualität? 7. Was heißt Gleichstellung bei Partnerschaft und Sexualität? Was ist Sexualität? Wir denken, dass das für alle etwas anderes ist. Aber egal: Jeder und jede hat das Recht darauf, Sexualität zu leben. Sexualität

Mehr

Anders alt!? Alles über den Ruhe-Stand in Leichter Sprache

Anders alt!? Alles über den Ruhe-Stand in Leichter Sprache Anders alt!? Alles über den Ruhe-Stand in Leichter Sprache Darum geht es: In diesem Heft finden Sie Informationen darüber, was passiert, wenn Sie älter werden. Dieses Heft ist aber nicht nur für alte Menschen.

Mehr

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki EINSTUFUNGSTEST A2 Name: Datum: Bitte markieren Sie die Lösung auf dem Antwortblatt. Es gibt nur eine richtige Antwort. 1 Sofie hat Paul gefragt, seine Kinder gerne in den Kindergarten gehen. a) dass b)

Mehr

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu!

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Beschluss der 33. Bundes-Delegierten-Konferenz von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Leichte Sprache 1 Warum Leichte Sprache? Vom 25. bis 27. November 2011 war in

Mehr

capitoberlin Büro für barrierefreie Information Musterexemplar 2 6= Werkstatt-Ordnung der faktura ggmbh im Leicht Lesen-Format

capitoberlin Büro für barrierefreie Information Musterexemplar 2 6= Werkstatt-Ordnung der faktura ggmbh im Leicht Lesen-Format capitoberlin Büro für barrierefreie Information 2 6= Werkstatt-Ordnung der faktura ggmbh im Leicht Lesen-Format Die faktura ggmbh ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Berlin-Mitte.

Mehr

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J.

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bahar S. und Jessica J. besuchen das Berufskolleg im Bildungspark Essen. Beide lassen sich zur Erzieherin ausbilden. Im Interview

Mehr

und Jugendlicher in Sachsen

und Jugendlicher in Sachsen Zusammenfassung der Studie Lebenswelten behinderter Kinder und Jugendlicher in Sachsen in leichter Sprache Zusammenfassung in leichter Sprache Inhalt: 1. Möglichkeiten für behinderte Kinder und Jugendliche

Mehr

Umfrage bei Menschen mit Behinderung über Sport in Leipzig Was kam bei der Umfrage heraus?

Umfrage bei Menschen mit Behinderung über Sport in Leipzig Was kam bei der Umfrage heraus? Umfrage bei Menschen mit Behinderung über Sport in Leipzig Was kam bei der Umfrage heraus? Dieser Text ist in Leichter Sprache. Leichte Sprache hilft vielen Menschen, Texte besser zu verstehen. In Leipzig

Mehr

Leit-Faden Beteiligung verändert. Leichte Sprache. Dr. Katrin Grüber Claudia Niehoff IMEW

Leit-Faden Beteiligung verändert. Leichte Sprache. Dr. Katrin Grüber Claudia Niehoff IMEW Leit-Faden Beteiligung verändert Leichte Sprache Dr. Katrin Grüber Claudia Niehoff IMEW Impressum Leit-Faden Beteiligung verändert Leichte Sprache Wer hat den Text geschrieben? Dr. Katrin Grüber hat den

Mehr

Den Tod vor Augen. Text Florian

Den Tod vor Augen. Text Florian Den Tod vor Augen Text Florian 00:08 Ein schwerer Unfall. Ein Unfall, der ein junges Leben total veränderte. Am 10. Januar 1998 verunfallt Florian unverschuldet. Ein ungeduldiger Autolenker überholt in

Mehr

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst 5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst Von LRS - also Lese-Rechtschreib-Schwäche - betroffene Kinder können einen Nachteilsausgleich beanspruchen. Das ist erst einmal gut. Aber wir sollten

Mehr

Liebe/r Nutzer/in der Erkundungsbögen!

Liebe/r Nutzer/in der Erkundungsbögen! Liebe/r Nutzer/in der Erkundungsbögen! Für die Ausstellung Kinder haben Rechte bieten wir Ihnen 3 Erkundungsbögen (mit Lösungsbögen), die die Ausstellung begleiten können. Sinn dieser Bögen ist es, dass

Mehr

Unterstützte Beschäftigung

Unterstützte Beschäftigung Unterstützte Beschäftigung Ein Heft in Leichter Sprache. Die richtige Unterstützung für mich? Wie geht das mit dem Persönlichen Budget? Bundes-Arbeits-Gemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung Impressum:

Mehr

Selbstständig wohnen, ohne allein zu sein! Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung

Selbstständig wohnen, ohne allein zu sein! Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung Selbstständig wohnen, ohne allein zu sein! Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung Ich fühle mich wohl im BeWo! Mein Name ist Thomas Dieme. Ich bin 26 Jahre alt. Seit einigen Jahren bin

Mehr

Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft

Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft U N S E R P R O J E K T H E I S S T Z U K U N F T M A I 2 0 1 2 Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft DER VORSORGENDE SOZIALSTAAT Für eine inklusive Gesellschaft:

Mehr

Jetzt kann die Party ja losgehen. Warte, sag mal, ist das nicht deine Schwester Annika?

Jetzt kann die Party ja losgehen. Warte, sag mal, ist das nicht deine Schwester Annika? Zusammenfassung: Da Annika noch nicht weiß, was sie studieren möchte, wird ihr bei einem Besuch in Augsburg die Zentrale Studienberatung, die auch bei der Wahl des Studienfachs hilft, empfohlen. Annika

Mehr

akti nsplan Inklusion und Teilhabe Aktions-Plan der Lebenshilfe Hannover zur UN-Behinderten-Rechts-Konvention UN-BRK 2013 bis 2018 Leichte Sprache

akti nsplan Inklusion und Teilhabe Aktions-Plan der Lebenshilfe Hannover zur UN-Behinderten-Rechts-Konvention UN-BRK 2013 bis 2018 Leichte Sprache akti nsplan Inklusion und Teilhabe Aktions-Plan der Lebenshilfe Hannover zur UN-Behinderten-Rechts-Konvention UN-BRK 2013 bis 2018 Leichte Sprache Vorwort Die Vorworte stehen am Anfang vom Buch. Christine

Mehr

Annabel Anderson Die erfolgreiche Sängerin im Interview

Annabel Anderson Die erfolgreiche Sängerin im Interview Annabel Anderson Die erfolgreiche Sängerin im Interview Annabel Anderson ist die musikalische Senkrechtstarterin des Jahres. Die sympathische Schlagersängerin aus Düsseldorf konnte in den vergangenen Monaten

Mehr

Inklusion. Daran wollen wir in Bethel von 2014 bis 2017 arbeiten. v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Vorstand. Leicht Verstehen.

Inklusion. Daran wollen wir in Bethel von 2014 bis 2017 arbeiten. v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Vorstand. Leicht Verstehen. Inklusion Daran wollen wir in Bethel von 2014 bis 2017 arbeiten. Beschluss in ssitzung am 30.09.2014 v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Leicht Verstehen. Leicht Verstehen. In diesem Text sind manche

Mehr

T: Genau. B: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Entscheidungen von Eltern, Freunden beeinflusst wurde?

T: Genau. B: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Entscheidungen von Eltern, Freunden beeinflusst wurde? 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 Interview mit T B: Ich befrage Sie zu vier Bereichen, und vorweg

Mehr

Des Kaisers neue Kleider

Des Kaisers neue Kleider Des Kaisers neue Kleider (Dänisches Märchen nach H. Chr. Andersen) Es war einmal. Vor vielen, vielen Jahren lebte einmal ein Kaiser. Er war sehr stolz und eitel. Er interessierte sich nicht für das Regieren,

Mehr

Arbeit möglich machen!

Arbeit möglich machen! Arbeit möglich machen! Alle Menschen mit Behinderung müssen arbeiten können. Darum geht es in diesem Heft! Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Arbeit Für alle Menschen mit und ohne Behinderung ist

Mehr

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR WEG ZURÜCK IN DIE ARBEIT: BERUFLICHES TRAINING Wenn eine psychische Erkrankung das Leben durcheinanderwirft, ändert sich alles:

Mehr

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR WEG ZURÜCK IN DIE ARBEIT: BERUFLICHES TRAINING Wenn eine psychische Erkrankung das Leben

Mehr

Am Ball bleiben: Inklusion gewinnt!

Am Ball bleiben: Inklusion gewinnt! Woche der Inklusion im Löhr-Center Am Ball bleiben: Inklusion gewinnt! Brosch_Dinlang_standard In Koblenz dreht sich vom 16. bis 20. Juni 2014 alles um die Teilhabe schwerbehinderter Menschen Menschengruppe

Mehr

Das Thema von diesem Text ist: Geld-Verwaltung für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Das Thema von diesem Text ist: Geld-Verwaltung für Menschen mit Lernschwierigkeiten Das Thema von diesem Text ist: Geld-Verwaltung für Menschen mit Lernschwierigkeiten Dieser Text ist von Monika Rauchberger. Monika Rauchberger ist die Projekt-Leiterin von Wibs. Wibs ist eine Beratungs-Stelle

Mehr

BG Ingénieurs Conseil, Genf

BG Ingénieurs Conseil, Genf BG Ingénieurs Conseil, Genf Arbeitgeber Diego Salamon Cadschool hat uns im Auftrag der IV angefragt ob wir für drei Monate einen Praktikanten aufnehmen könnten. Cadschool ist ein Ausbildungsinstitut im

Mehr

B: bei mir war es ja die X, die hat schon lange probiert mich dahin zu kriegen, aber es hat eine Weile gedauert.

B: bei mir war es ja die X, die hat schon lange probiert mich dahin zu kriegen, aber es hat eine Weile gedauert. A: Ja, guten Tag und vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, das Interview mit mir zu machen. Es geht darum, dass viele schwerhörige Menschen die Tendenz haben sich zurück zu ziehen und es für uns

Mehr

In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können.

In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. Meine berufliche Zukunft In diesem Themenbereich geht es darum, die eigenen Erwartungen zu klären, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Welche

Mehr

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach einer langen Sommer-Pause bekommen Sie heute den 3. Info-Brief. Wir hoffen Sie hatten eine schöne Urlaubs-Zeit.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach einer langen Sommer-Pause bekommen Sie heute den 3. Info-Brief. Wir hoffen Sie hatten eine schöne Urlaubs-Zeit. Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach einer langen Sommer-Pause bekommen Sie heute den 3. Info-Brief. Wir hoffen Sie hatten eine schöne Urlaubs-Zeit. In diesem Info-Brief berichten wir Ihnen von der 2. Schulung

Mehr

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern 1 Arbeiten Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner. Was denken Sie: Welche Fragen dürfen Arbeitgeber in einem Bewerbungsgespräch stellen? Welche Fragen dürfen sie nicht stellen? Kreuzen Sie an. Diese Fragen

Mehr

Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch

Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch 1 In diesem Kapitel Das A und O ist Ihr Lebenslauf Kennen Sie die Firma, bei der Sie vorstellig werden Informiert sein gehört dazu Wenn Sie nicht zu den absolut

Mehr

Übungen NEBENSÄTZE. Dra. Nining Warningsih, M.Pd.

Übungen NEBENSÄTZE. Dra. Nining Warningsih, M.Pd. Übungen NEBENSÄTZE Dra. Nining Warningsih, M.Pd. weil -Sätze Warum machen Sie das (nicht)? Kombinieren Sie und ordnen Sie ein. 1. Ich esse kein Fleisch. 2. Ich rauche nicht. 3. Ich esse nichts Süßes. 4.

Mehr

HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN

HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN INSTITUT FÜR INFORMATIK Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden 6 10099 Berlin Liebe Studentinnen und Studenten, wir, das Institut für Informatik der Humboldt-Universität,

Mehr

Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung

Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung 1. Kapitel Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung Und ich hatte mir doch wirklich fest vorgenommen, meine Hausaufgaben zu machen. Aber immer kommt mir was

Mehr

1. Quartalsbericht. Ecuador 2013-2014 Nicholas Haak

1. Quartalsbericht. Ecuador 2013-2014 Nicholas Haak 1. Quartalsbericht Ecuador 2013-2014 Nicholas Haak Als ich mit den ca. 40 anderen deutschen Austauschschülern in Quito ankam, wurde mir bewusst, dass es nur noch ein halbstündiger Flug war, bis ich in

Mehr

S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: ... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN

S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: ... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: Umfrage S-15155 / SA-Kinder April 2010 1-4 Fnr/5-8 Unr/9 Vers... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN Seite 1 S-15155 / - 2 -

Mehr

Praktikumsbericht. von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006

Praktikumsbericht. von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006 Praktikumsbericht von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006 Nach sieben Monaten Praktikum ist es Zeit kurz zurück zu blicken. Der folgende Bericht soll daher Antwort auf vier

Mehr

Nun möchte Ich Ihnen ans Herz legen. Sie müssen Träume haben, etwas was Sie verwirklichen möchten. Ohne ein Ziel sind Sie verloren.

Nun möchte Ich Ihnen ans Herz legen. Sie müssen Träume haben, etwas was Sie verwirklichen möchten. Ohne ein Ziel sind Sie verloren. Vorwort Ich möchte Ihnen gleich vorab sagen, dass kein System garantiert, dass sie Geld verdienen. Auch garantiert Ihnen kein System, dass Sie in kurzer Zeit Geld verdienen. Ebenso garantiert Ihnen kein

Mehr

Überblick. www.depri-jaweg.de

Überblick. www.depri-jaweg.de 2 0 1 3 Überblick www.depri-jaweg.de Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser und Reinschauer, im Jahr 2013 ist es das 8. Jahr in dem ich mit dem Thema eigene Depression, Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen

Mehr

Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser, Liebe Leserinnen und Leser, hier lesen Sie etwas über Geschlechter-Gerechtigkeit. Das heißt immer überlegen, was Frauen wollen und was Männer wollen. In schwerer Sprache sagt man dazu Gender-Mainstreaming.

Mehr

Mut zur Inklusion machen!

Mut zur Inklusion machen! Heft 4 - Dezember 2015 Mut zur Inklusion machen! Die Geschichte... von dem Verein Mensch zuerst Was bedeutet People First? People First ist ein englischer Name für eine Gruppe. Man spricht es so: Piepel

Mehr

Für Kinder ab 9 Jahren. Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter?

Für Kinder ab 9 Jahren. Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter? Für Kinder ab 9 Jahren Deine Eltern lassen sich scheiden. Wie geht es weiter? Impressum Herausgabe Ergebnis des Projekts «Kinder und Scheidung» im Rahmen des NFP 52, unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea

Mehr

Der alte Mann Pivo Deinert

Der alte Mann Pivo Deinert Der alte Mann Pivo Deinert He... Du... Lach doch mal! Nein, sagte der alte Mann ernst. Nur ein ganz kleines bisschen. Nein. Ich hab keine Lust. Steffi verstand den alten Mann nicht, der grimmig auf der

Mehr

Only the sky is the limit

Only the sky is the limit Stile: SV für behinderte Menschen Only the sky is the limit 64 Warrior Magazin grenzen überschreiten Heute sprechen wir mit Holger Liedtke, dem Trainer des Projekts SVB-Selbstverteidigung für behinderte

Mehr

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut Von Susanne Göbel und Josef Ströbl Die Ideen der Persönlichen Zukunftsplanung stammen aus Nordamerika. Dort werden Zukunftsplanungen schon

Mehr

3. Der behinderte Mensch auf dem Arbeitsmarkt

3. Der behinderte Mensch auf dem Arbeitsmarkt Die Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen 3. Der behinderte Mensch auf dem Arbeitsmarkt 3.1 Die Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen Arbeit ist ein zentraler Bestandteil des Lebens in einer

Mehr

Anlage 4. Wegweiser. für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich

Anlage 4. Wegweiser. für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich Anlage 4 Wegweiser für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich WfB Der Wegweiser soll den Teilnehmer und seine Angehörigen über den Ablauf des Eingangsverfahrens und der Berufsbildungsmaßnahme

Mehr

Das Leitbild vom Verein WIR

Das Leitbild vom Verein WIR Das Leitbild vom Verein WIR Dieses Zeichen ist ein Gütesiegel. Texte mit diesem Gütesiegel sind leicht verständlich. Leicht Lesen gibt es in drei Stufen. B1: leicht verständlich A2: noch leichter verständlich

Mehr

T H E M E N S E R V I C E

T H E M E N S E R V I C E Themenservice Märchen-App fürs Sprachenlernen Ein Gespräch mit dem Deutschlandstipendiaten Jerome Goerke Jerome Goerke ist aufgeregt. Seit ein paar Wochen wirbt er per Crowdfunding-Plattform für eine ungewöhnliche

Mehr

Schülermentorenprogramm für den Natur- und Umweltschutz Ergebnisse aus den Ausbildungseinheiten

Schülermentorenprogramm für den Natur- und Umweltschutz Ergebnisse aus den Ausbildungseinheiten Probleme mit Motivation? Teste Dich einmal selbst! Unser nicht ganz ernst gemeinter Psycho-Fragebogen Sachen Motivation! Notiere die Punktzahl. Am Ende findest Du Dein persönliches Ergebnis! Frage 1: Wie

Mehr

AUSGANGSEVALUATION Seite 1 1. TEIL

AUSGANGSEVALUATION Seite 1 1. TEIL Seite 1 1. TEIL Adrian, der beste Freund Ihres ältesten Bruder, arbeitet in einer Fernsehwerkstatt. Sie suchen nach einem Praktikum als Büroangestellter und Adrian stellt Sie dem Leiter, Herr Berger vor,

Mehr

Programm Lebenshilfe Center Siegen Januar bis März 2015

Programm Lebenshilfe Center Siegen Januar bis März 2015 Lebenshilfe Center Siegen Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen www.lebenshilfe-nrw.de www.lebenshilfe-center.de Programm Lebenshilfe Center Siegen Januar bis März 2015 Ihr Kontakt zu uns Dieses Programm informiert

Mehr

Behinderten-Politisches Maßnahmen-Paket für Brandenburg

Behinderten-Politisches Maßnahmen-Paket für Brandenburg Behinderten-Politisches Maßnahmen-Paket für Brandenburg Das macht Brandenburg für die Rechte von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen Zusammen-Fassung in Leichter Sprache. 2 Achtung Im Text gibt es

Mehr

Gewöhnt man sich an das Leben auf der Strasse?

Gewöhnt man sich an das Leben auf der Strasse? Hallo, wir sind Kevin, Dustin, Dominique, Pascal, Antonio, Natalia, Phillip und Alex. Und wir sitzen hier mit Torsten. Torsten kannst du dich mal kurz vorstellen? Torsten M.: Hallo, ich bin Torsten Meiners,

Mehr

Ron Louis David Copeland. Wer f... will, muss freundlich sein

Ron Louis David Copeland. Wer f... will, muss freundlich sein Ron Louis David Copeland Wer f... will, muss freundlich sein 16 1 Wie man gut bei Frauen ankommt... Peter kam mit einem Problem zu uns:»anscheinend kann ich Frauen nicht dazu bringen, dass sie mich gern

Mehr

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Name : Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Worum geht es? Das Mühleteam möchte mit Euch eine kurze Befragung durchführen. Wir haben das Ziel, die Arbeit im Jugendzentrum ständig zu verbessern.

Mehr

Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH

Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH Schulpraktikum vom 21.September 2009 bis 09.Oktober 2009 Lara Stelle Klasse: 9a Politik- Gesellschaft- Wirtschaft bei Frau Böttger Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis

Mehr

r? akle m n ilie ob Imm

r? akle m n ilie ob Imm das kann man doch alleine erledigen dann schau ich doch einfach in die Zeitung oder ins Internet, gebe eine Anzeige auf, und dann läuft das doch. Mit viel Glück finde ich einen Käufer, Verkäufer, einen

Mehr

Mimis Eltern trennen sich.... Eltern auch

Mimis Eltern trennen sich.... Eltern auch Mimis Eltern trennen sich... Eltern auch Diese Broschüre sowie die Illustrationen wurden im Rahmen einer Projektarbeit von Franziska Johann - Studentin B.A. Soziale Arbeit, KatHO NRW erstellt. Nachdruck

Mehr

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO (Stand: Oktober 2015) Fantastische Superhelden Ein Gruppenangebot für Kinder, deren Familie von psychischer Erkrankung betroffen ist; für Jungen und Mädchen zwischen

Mehr

Leitfaden Interview Arbeitnehmer (AA)

Leitfaden Interview Arbeitnehmer (AA) Institut für Sonderpädagogik Lehrstuhl für Sonderpädagogik IV Pädagogik bei Geistiger Behinderung Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeit? Leitfaden Interview Arbeitnehmer (AA) Aktivität Entwicklung (vergangenheitsbezogen)

Mehr

Auch ohne staatliche Rente.

Auch ohne staatliche Rente. k(l)eine Rente na und? So bauen Sie sicher privaten Wohlstand auf. Auch ohne staatliche Rente. FinanzBuch Verlag KAPITEL 1 Wie hoch ist meine Rente wirklich?»wir leben in einer Zeit, in der das, was wir

Mehr

So ich glaub, das war s. Heut kommt keiner mehr. Es ist ja auch schon dunkel. Da ist bestimmt niemand mehr unterwegs.

So ich glaub, das war s. Heut kommt keiner mehr. Es ist ja auch schon dunkel. Da ist bestimmt niemand mehr unterwegs. Kategorie Stichwort Titel Inhaltsangabe Verfasser email Einmal im Monat Krippenspiel Der von Bethlehem Rollenspiel zur Weihnachtsgeschichte Doris und Tobias Brock doris.tobias.brock@t-online.de Der Kaiser

Mehr

sowohl als auch / nicht nur sondern auch / weder... noch / je desto / entweder oder / zwar. aber / einerseits andererseits

sowohl als auch / nicht nur sondern auch / weder... noch / je desto / entweder oder / zwar. aber / einerseits andererseits 1. Wortschatz: Berufsleben. Was passt nicht? a erwerben 1. Begeisterung b ausstrahlen c zeigen a bekommen 2. eine Absage b abgeben c erhalten a ausschreiben 3. eine Stelle b vermitteln c weitergeben a

Mehr

Mein perfekter Platz im Leben

Mein perfekter Platz im Leben Mein perfekter Platz im Leben Abschlussgottesdienstes am Ende des 10. Schuljahres in der Realschule 1 zum Beitrag im Pelikan 4/2012 Von Marlies Behnke Textkarte Der perfekte Platz dass du ein unverwechselbarer

Mehr

Fach: Erdkunde 21.04.2009

Fach: Erdkunde 21.04.2009 Fach: Erdkunde 21.04.2009 Von Doro, Vanessa, Kathrin, Grit, Sina und Melanie Inhaltsverzeichnis 1. Überlegen Sie sich- schriftlich dokumentiert- welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen (Alter, Einkommen,

Mehr

Budget für Arbeit. in Rheinland Pfalz. Vortrag von Edith Bartelmes

Budget für Arbeit. in Rheinland Pfalz. Vortrag von Edith Bartelmes Budget für Arbeit in Rheinland Pfalz Vortrag von Edith Bartelmes Ziele: Budget für Arbeit RLP Wunsch- und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung auch hinsichtlich des Arbeitsplatzes realisieren Selbstbestimmung

Mehr

Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung

Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung Forschungsprojekt: Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung Leichte Sprache Autoren: Reinhard Lelgemann Jelena

Mehr

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Inklusive Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien Die Europäische Kommission hat dieses Projekt mit

Mehr

Meine Füße sind der Rollstuhl M 2

Meine Füße sind der Rollstuhl M 2 Meine Füße sind der Rollstuhl M 2 Margit wird jeden Morgen um sieben Uhr wach. Sie sitzt müde im Bett und beginnt sich allein anzuziehen. Das ist schwer für sie. Sie braucht dafür sehr lange Zeit. Dann

Mehr

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Formen des Zuhörens Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Prof. Dr. Claus Bischoff Psychosomatische Fachklinik Bad DürkheimD Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation

Mehr

Wohnen nach UN-Konvention Angehörigentag BeB Fulda 16. April 2011

Wohnen nach UN-Konvention Angehörigentag BeB Fulda 16. April 2011 Wohnen nach UN-Konvention Angehörigentag BeB Fulda 16. April 2011 Auf Grund von Aussagen während eines Hilfeplangespräches, war ich der Meinung dass das Thema Wohnen nach UN-Konvention ein Vortrag an dem

Mehr

Selbstbehauptungstraining für die Klasse Oberstufe A der Schule Elfenwiese

Selbstbehauptungstraining für die Klasse Oberstufe A der Schule Elfenwiese Selbstbehauptungstraining für die Klasse Oberstufe A der Schule Elfenwiese Im Rahmen einer fünftägigen Klassenreise nach Preddöhl haben 4 Schülerinnen* und zwei Schüler der Oberstufenklasse an einem insgesamt

Mehr

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach.

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Tom und seine Teddys In Toms Kinderzimmer sah es wieder einmal unordentlich aus. Die Autos, Raketen, der Fußball und die Plüschtiere lagen

Mehr

A2 Lies den Text in A1b noch einmal. Welche Fragen kann man mit dem Text beantworten? Kreuze an und schreib die Antworten in dein Heft.

A2 Lies den Text in A1b noch einmal. Welche Fragen kann man mit dem Text beantworten? Kreuze an und schreib die Antworten in dein Heft. Seite 1 von 5 Text A: Elternzeit A1a Was bedeutet der Begriff Elternzeit? Was meinst du? Kreuze an. 1. Eltern bekommen vom Staat bezahlten Urlaub. Die Kinder sind im Kindergarten oder in der Schule und

Mehr

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel Unser Marktstand Unsere Gruppe hat am Mittwoch, 27.9, in der 2. Aktionswoche der fairen Wochen, den Stand auf den Marktplatz zum Zentrum für Umwelt und Mobilität aufgebaut und dekoriert. Wir dekorierten

Mehr

Personen und Persönliches. A. Personen und Persönliches. A. Übung 1: Der erste Tag im Sprachkurs. A. Personen und Persönliches

Personen und Persönliches. A. Personen und Persönliches. A. Übung 1: Der erste Tag im Sprachkurs. A. Personen und Persönliches Personen und Persönliches A. Übung 1: Der erste Tag im Sprachkurs 6 1/2 1 a) Bitte hören Sie und ergänzen Sie die Tabelle mit den wichtigsten Informationen. Name Abdullah Claire Philipp Elena Heimatland

Mehr

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden Alles gut!? Tipps zum Cool bleiben, wenn Erwachsene ständig was von dir wollen, wenn dich Wut oder Aggressionen überfallen oder dir einfach alles zu viel wird. Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings

Mehr

Erinnern Sie sich an die Bilder im Kursbuch? Welche Gegenstände fehlen? Schreiben Sie die Nomen ins Bild. das

Erinnern Sie sich an die Bilder im Kursbuch? Welche Gegenstände fehlen? Schreiben Sie die Nomen ins Bild. das Was ist denn los? 7 KB 2 1 Was ist da? Erinnern Sie sich an die Bilder im Kursbuch? Welche Gegenstände fehlen? Schreiben Sie die Nomen ins Bild. das 2 Krankheiten Was haben die Leute wirklich? Korrigieren

Mehr

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft 08 Trennung Ist ein Paar frisch verliebt, kann es sich nicht vorstellen, sich jemals zu trennen. Doch in den meisten Beziehungen treten irgendwann Probleme auf. Werden diese nicht gelöst, ist die Trennung

Mehr

Pflegehelden Pflege und Betreuung rund um die Uhr. Pflege von Herzen. Für ein besseres Leben. 24 Stunden

Pflegehelden Pflege und Betreuung rund um die Uhr. Pflege von Herzen. Für ein besseres Leben. 24 Stunden Pflegehelden Pflege und Betreuung rund um die Uhr Einfach, Pflege von Herzen. Für ein besseres Leben. 24 Stunden Betreuung zuhause. Von Mensch zu Mensch. zuverlässig und bewährt. Pflege zuhause: Die bessere

Mehr

Auch starke Kinder weinen manchmal von Paulina*

Auch starke Kinder weinen manchmal von Paulina* Auch starke Kinder weinen manchmal von Paulina* 1 Vor fünf Jahren hatte mein Vater seinen ersten Tumor. Alles fing mit furchtbaren Rückenschmerzen an. Jeder Arzt, den wir besuchten, sagte was anderes.

Mehr

17/41. Ich will so leben, Politik für Menschen mit Behinderungen. wie ich bin. in Leichter Sprache

17/41. Ich will so leben, Politik für Menschen mit Behinderungen. wie ich bin. in Leichter Sprache Ich will so leben, wie ich bin Politik für Menschen mit Behinderungen in Leichter Sprache 17/41 Das ist der Inhalt: Ich will so leben, wie ich bin Seite 5 Eingliederung ist Menschenrecht Seite 9 Menschen

Mehr

Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein

Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein durchschnittlicher hart arbeitender Mann, der sich und seine Familie mit seiner Arbeit über Wasser halten musste. Aber das war schwer. Heute ist das Leben von

Mehr

Die Entscheidung. Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht.

Die Entscheidung. Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht. Stefan Leichsenring Die Entscheidung Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht. "Unsere Lage hat sich in den letzten Monaten eigentlich nicht verschlechtert, sie ist genauso schlecht wie

Mehr

Das Weihnachtswunder

Das Weihnachtswunder Das Weihnachtswunder Ich hasse Schnee, ich hasse Winter und am meisten hasse ich die Weihnachtszeit! Mit diesen Worten läuft der alte Herr Propper jeden Tag in der Weihnachtszeit die Strasse hinauf. Als

Mehr

Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino //

Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino // Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino // Arbeitgeber Luca Censi Der Direktor von IPT Ticino, den ich an einem Abendkurs für Personalführung kennen gelernt hatte, hat mich 2006 angefragt, ob ich bereit

Mehr

Lenis großer Traum. Mit Illustrationen von Vera Schmidt

Lenis großer Traum. Mit Illustrationen von Vera Schmidt Lenis großer Traum Lenis großer Traum Mit Illustrationen von Vera Schmidt Leni ist aufgeregt! Gleich kommt ihr Onkel Friedrich von einer ganz langen Reise zurück. Leni hat ihn schon lange nicht mehr gesehen

Mehr

Die Bibliothek sei genau der Ort den ich ohnehin habe aufsuchen wollen Schon seit längerem Schon seit Kindsbeinen Die Bemerkung hätte ich mir sparen

Die Bibliothek sei genau der Ort den ich ohnehin habe aufsuchen wollen Schon seit längerem Schon seit Kindsbeinen Die Bemerkung hätte ich mir sparen Und einmal war ich in einem berühmten medizinischen Institut Wie ich dahin kam weiss ich nicht mehr Das heisst doch Ich weiss schon wie Ich weiss nur nicht mehr Warum Ich war aufgestanden und hatte ein

Mehr

Informationen Sprachtest

Informationen Sprachtest Informationen Sprachtest Liebe Eltern Wie Sie wissen, werden alle Sprachkurse in Deutsch und Englisch im International Summer Camp & Junior Golf Academy durch die academia Zürich SPRACHEN UND LERNEN GMBH,

Mehr