ARZNEIMITTEL- VERORDNUNG

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1 ARZNEIMITTEL- VERORDNUNG Eine quantitative Untersuchung für Bayer Austria Gesellschaft m.b.h. Mai 216

2 UNTERSUCHUNGSDESIGN AUFGABENSTELLUNG Ziel dieser Untersuchung war es, das Thema Arzneimittelverordnung in einer Repräsentativstichprobe zu untersuchen. METHODE Online-Befragung mit einer Dauer von maximal 7 Minuten ZIELGRUPPE/STICHPROBE Personen repräsentativ für die Web-aktive Bevölkerung Österreichs ab 18 Jahren 2

3 STRUKTUR DER BEFRAGTEN Basis In Prozent Total GESCHLECHT Mann Frau ALTER 18 - Jahre Jahre Über Jahre BUNDESLAND Wien 4 21 NÖ, Bgld Stmk, Ktn 6 21 OÖ, Sbg Trl, Vbg ORTSGRÖSSE Bis Bis Über BERUF Sst, Frb, LA 36 7 Beamte, Angestellte Arbeiter Schüler, Student 23 5 Hausfrau 7 14 Pensionist SCHULBILDUNG Pflichtschule 8 22 Berufs-, Fachschule 252 Matura, Universität EINKOMMEN Bis 1. Euro Bis 2.4 Euro 6 21 Bis 3. Euro Über 3. Euro

4 RELEVANZ DES THEMAS Das Thema Nebenwirkungen von Arzneimitteln hat in der österreichischen Bevölkerung hohe Relevanz die Wertigkeit steigt mit zunehmendem Alter bzw. Bildungsniveau mean Total=1, Jahre= 1, Jahre= 1,8 über Jahre= 1,5 Pflichtschule= 1,8 Berufs-, Fachschule= 1,7 Matura, Universität= 1, sehr wichtig gar nicht wichtig keine Angabe 1. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Nebenwirkungen von Arzneimitteln? in Prozent, n= 4

5 KOMMUNIKATION ÜBER NEBENWIRKUNGEN Bei der Hälfte der Befragten gab es in Zusammenhang mit der letzten Verordnung von Arzneimitteln kein Gespräch mit Arzt oder Apotheker über Nebenwirkungen Pflichtschule 34 Berufs-, Fachschule 46 Matura, Universität 46 2 ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr trifft nicht zu/habe noch nie ein Arzneimittel verordnet bekommen Als Ihnen zum letzten Mal ein Arzneimittel verordnet wurde, haben Sie da mit Ihrem Arzt oder Apotheker über Nebenwirkungen gesprochen? in Prozent, n= 5

6 VERSTÄNDLICHKEIT DER INFORMATION Wurde mit dem Arzt oder Apotheker bei der Verordnung über das Thema Nebenwirkungen gesprochen, so war die gebotene Information für fast alle auch verständlich Haben Sie diese Information verstanden? in Prozent, n=215 Basis: Haben mit ihrem Arzt/Apotheker über Nebenwirkungen gesprochen 5 ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr 2 6

7 LESEN DER PACKUNGSBEILAGE Die überwiegende Mehrheit hat bei der letzten Verordnung eines Arzneimittels die Packungsbeilage gelesen Frauen eher als Männer, ältere Befragte eher als jüngere Männer 79 Frauen Jahre Jahre 82 über Jahre ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr trifft nicht zu/habe noch nie ein Arzneimittel verordnet bekommen 4. Als Ihnen zum letzten Mal ein Arzneimittel verordnet wurde, haben Sie da die Packungsbeilage gelesen? in Prozent, n= 7

8 ZUSÄTZLICHE INFORMATIONSQUELLEN Rund ein Drittel nützte neben Arzt, Apotheker und Packungsbeilage bei der letzten Verordnung von Arzneimitteln noch weitere Informationsquellen, mehrheitlich jedoch nahm man davon Abstand ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr trifft nicht zu/habe noch nie ein Arzneimittel verordnet bekommen Als Ihnen zum letzten Mal ein Arzneimittel verordnet wurde, haben Sie neben Arzt, Apotheker und Packungsbeilage noch eine andere Informationsquelle genutzt? in Prozent, n= 8

9 GENUTZTE INFORMATIONSQUELLEN Wurden zusätzliche Informationsquellen genutzt, so war dies fast ausschließlich das Internet, teilweise auch das soziale Umfeld Internet 91 Familie 18 Freunde 15 Social Media Text 5 Sonstiges 5 keine Angabe, weiß nicht mehr 1 6. Welche der folgenden Informationsquellen haben Sie genutzt? in Prozent, n=171 Basis: Haben noch eine andere Informationsquelle genutzt 9

10 VERWEIGERUNG DER EINNAHME Mehr als 4% haben ein ihnen verordnetes Arzneimittel schon einmal aus Angst vor Nebenwirkungen nicht eingenommen Frauen und über -Jährige sind unter den sogenannten Verweigerern am ehesten zu finden Männer 35 Frauen Jahre Jahre 37 über Jahre 49 ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr trifft nicht zu/habe noch nie ein Arzneimittel verordnet bekommen Haben Sie schon einmal ein Ihnen verordnetes Arzneimittel aus Angst vor Nebenwirkungen NICHT eingenommen? in Prozent, n=

11 BEENDIGUNG DER ARZNEIMITTELEINNAHME Knapp ein Viertel hat die Einnahme eines Arzneimittels aufgrund eines kritischen Medienberichts beendet ja nein keine Angabe/weiß nicht mehr trifft nicht zu/habe noch nie ein Arzneimittel verordnet bekommen Haben Sie schon einmal einen kritischen Medienbericht über ein Arzneimittel gesehen/gehört/gelesen und in Folge die Einnahme eines Arzneimittels beendet? in Prozent, n= 11

12 ZUSAMMENFASSUNG ARZNEIMITTELVERORDNUNG Das Thema Nebenwirkungen von Arzneimitteln wird in der österreichischen Bevölkerung für sehr wichtig erachtet (Mw. 1.7). Die Relevanz steigt mit zunehmendem Alter bzw. mit höherem Bildungsniveau. Am wesentlichsten ist das Thema für über -Jährige (Mw. 1.5) und Personen mit Matura/Universitätsabschluss (Mw. 1.6). Bei der letzten Verordnung eines Arzneimittels hat die Hälfte nicht mit ihrem Arzt oder Apotheker über Nebenwirkungen gesprochen, bei 43% fand ein diesbezügliches Gespräch statt. Bei den Pflichtschulabsolventen ist der Anteil derer, die mit dem Arzt oder Apotheker über Nebenwirkungen gesprochen haben, am niedrigsten (34%). Wurde bei der Verordnung eines Arzneimittels ein Gespräch über das Thema Nebenwirkungen geführt, so wurde die hier gebotene Information von der überwiegenden Mehrheit verstanden (94%). Die Packungsbeilage wurde bei der letzten Verordnung eines Arzneimittels jedoch von 84% gelesen. Vor allem Frauen (88%) und über -Jährige (88%) haben sich mit der Packungsbeilage näher auseinandergesetzt. Rund ein Drittel (34%) hat neben Arzt, Apotheker und Packungsbeilage auch noch andere Informationsquellen in Zusammenhang mit der Verordnung eines Arzneimittels genutzt, wobei hier fast ausschließlich auf das Internet als Informationsquelle zurückgegriffen wurde (91%). Vereinzelt fungierte auch das soziale Umfeld Familie und Freunde als zusätzliche Informationsquelle. 42% haben ein ihnen verordnetes Arzneimittel schon einmal aus Angst vor Nebenwirkungen nicht eingenommen. Insbesondere Frauen (49%) und über -Jährige (49%) haben in diesem Zusammenhang beschlossen, das Arzneimittel nicht einzunehmen. Auch kritische Medienberichte, die man gesehen, gehört oder gelesen hatte, sind für immerhin knapp ein Viertel bereits Anlass gewesen, die Einnahme eines Arzneimittels zu beenden. 12

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