Inhaltsverzeichnis. 1 neue lebensphase

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1 Inhaltsverzeichnis 1 neue lebensphase Gabriela Baumgartner Ein Lehrstellenwechsel ist keine Katastrophe... 8 Lukas Hartmann Die Baracke 7-Minuten-Roman...14 Maja Dahinden Ehrlich, aber herzlich Geld und Konsum Gabriela Baumgartner Kaum mündig, schon verschuldet Joachim Bessing Save My Soul, verdammt! Remo Leupin Konsumstress: Hilfe, wir sind überfordert! Risiko und Sicherheit Barbara Paz Soldan Mobbing beginnt meist unspektakulär und endet in einer Katastrophe, lässt man den Zustand schleifen Birgitt Cordes Der Ausweg, der keiner ist Ich,Gesellschaft, Staat Guido Kalberer Das Beste am Menschen sind seine Gesetze...74 Daniel Suter Bundesverfassung kommt vor dem Koran Peter Düggeli und Sacha Batthyany «Man darf nicht wegschauen und blind tolerieren» Interview mit Ralph Ghadban... 91

2 5 Kultur und Kulturen Kristina Reiss «Mega uhueregeil» ist «voll cool» Kai Strittmatter Die türkische Hutrevolution Daniel Cohn-Bendit und Thomas Schmid Einwanderung und die neue Weltunordnung Zusammenleben Fredy Hämmerli Ohne Trauschein braucht s mehr Planung Günter Eich Der Tiger Jussuf Regine Igel Wie viel Heimat braucht der Mensch? Migranten, Vertriebene und Ostdeutsche im Blickfeld der Psychologie Wohnen Sarah Fasolin Viel schmutzige Wäsche Gerhard Zwerenz Nicht alles gefallen lassen Arbeit und Freizeit Markus Schneider «Und wer nicht arbeitet, verdient sein Geld trotzdem» Peter Bichsel Die Schmähung der Arbeitslosen arbeitskreis tourismus und entwicklung (AKTE) Bewusst reisen Globale Fragen Michael Miersch Alles öko, oder was? Bernhard Matuschak Kein Fairplay für die Arbeiter Textnachweis Bildnachweis...212

3 Themenbereich 1 Neue Lebensphase

4 Wenn s im Lehrbetrieb nicht mehr weitergeht Gabriela Baumgartner* Ein Lehrstellenwechsel ist keine Katastrophe Felix Schaad, Tages-Anzeiger Vorentlastung 1. Ein Sprichwort heisst: sind keine Herrenjahre. Herren und Knechte? Sprichwörter leben lange, die Welt aber ändert sich. So kann sich auch die Bedeutung von Sprichwörtern verändern. Besprechen Sie mit Ihrem Banknachbarn, Ihrer Banknachbarin, was «Herrenjahre» heutzutage bedeuten könnte und welcher Unterschied dann zwischen n und Herrenjahren besteht. Halten Sie Ihre Resultate in der Tabelle in Stichworten fest. Herrenjahre *Tages-Anzeiger vom 17. September 2001 (gekürzt und vereinfacht). 8 TEXTE für den ABU Ein Lesetraining

5 2. Arbeiten Sie jetzt alleine weiter. Wie verstehen Sie das Sprichwort? In welcher Situation würde jemand dieses Sprichwort verwenden? Beschreiben Sie so eine Situation in zwei, drei kurzen Sätzen. 3. Lesen Sie den Titel und den Vorspann des Texts. Erraten Sie seinen Inhalt und kreuzen Sie an. L-B Ein Lehrstellenwechsel ist keine Katastrophe Der Lehrvertrag ist kein Arbeits-, sondern ein Ausbildungsvertrag. Wer ihn nach der Probezeit auflösen will, braucht gute Gründe. Möglicher Inhalt des Textes? Ja Nein Die Schwierigkeit, in der Probezeit den Lehrvertrag zu künden Die Möglichkeit, eine Lehrstelle z. B. im 2. Lehrjahr zu wechseln Die Möglichkeit, mit der Lehrfirma einen Arbeitsvertrag abzuschliessen Die Pflichten der Lehrfirmen gegenüber den Berufslernenden Inhaltserfassung und Inhaltsvertiefung 4. Lesen Sie Abschnitt I einmal durch. (I) Mehr als Jugendliche haben in den letzten Wochen im Kanton Zürich eine Berufslehre angetreten. Der Einstieg ins Berufsleben bringt eine grosse Umstellung mit sich. Arbeiten in einer neuen Umgebung mit unbekannten Vorgesetzten, der noch ungewohnte Umgang mit Erwachsenen, lange Arbeitszeiten und weniger Ferien als während der Schulzeit machen am Anfang vielen Lehrlingen zu schaffen. [1] Neue Lebensphase 9

6 L-B Lesen Sie Abschnitt I noch einmal und ersetzen Sie die fehlenden Wörter im Lückentext durch eigene Wörter. Der Einstieg ins Berufsleben bringt mit sich. Arbeiten in einer Umgebung mit Vorgesetzten, der noch Umgang mit Erwachsenen, Arbeitszeiten und Ferien als während der Schulzeit machen am Anfang vielen Lehrlingen. L-A Lesen Sie Abschnitt II und notieren Sie die Namen der Gesetze, welche die Lehrzeit regeln. (II) Nach dem Obligationenrecht (OR) gelten für den Lehrvertrag spezielle Bestimmungen. Weil eine Lehre kein Arbeits-, sondern ein Ausbildungsverhältnis ist, muss der Lehrvertrag, im Gegensatz zum gewöhnlichen Einzelarbeitsvertrag, schriftlich abgefasst und vom kantonalen Lehrlingsamt genehmigt werden. Auch ist ein Lehrvertrag immer auf eine feste Dauer abgeschlossen. Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBG) hat der Lehrmeister dem Lehrling eine fachgerechte Ausbildung zu gewährleisten und seine Persönlichkeit zu fördern. Der Lehrling muss sich dafür einsetzen, dass er sein Lernziel erreicht, er muss die Abschlussprüfung am Ende der Lehrzeit bestehen. ArG: Arbeitsgesetz OR: BBG: L-B Suchen Sie in Abschnitt II die drei grossen Unterschiede, durch die sich der Lehrvertrag vom Einzelarbeitsvertrag abhebt, und ergänzen Sie die Tabelle. Für den Lehrvertrag gelten die folgenden Besonderheiten: 10 TEXTE für den ABU Ein Lesetraining

7 8. Markieren Sie in Abschnitt II die Pflichten des Lehrmeisters rot, diejenigen des Lehrlings blau. L-A Lesen Sie Abschnitt III des Artikels. Sie bekommen Informationen zu Kündigungsfristen und Kündigungsgründen. (III) Die meisten Lehrverträge sehen eine Probezeit von einem bis zu drei Monaten vor. Während dieser Zeit kann der Vertrag von beiden Seiten unter Einhaltung einer siebentägigen Kündigungsfrist aufgelöst werden. Danach nur noch im gegenseitigen Einvernehmen oder wenn wichtige Gründe vorliegen. Das ist dann der Fall, wenn den Parteien eine Fortführung des Lehrverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann. Darüber befindet das Amt für Berufsbildung. 10. Suchen Sie die folgenden Begriffe in Abschnitt III und versuchen Sie die Bedeutung im Zusammenhang mit dem ganzen Satz zu verstehen. Notieren Sie Ihre eigenen Worterklärungen auf den leeren Zeilen. L-B Einhaltung einer siebentägigen Kündigungsfrist: im gegenseitigen Einvernehmen: eine Fortführung des Lehrverhältnisses kann nicht mehr zugemutet werden: das Amt befindet über etwas: [1] Neue Lebensphase 11

8 L-B Lesen Sie im letzten Abschnitt IV über ein Beispiel für eine Lehrvertragsauflösung. Markieren Sie drei bis fünf Schlüsselstellen, welche die Arbeit des Amts für Berufsbildung beschreiben. Die Ausbildung steht im Vordergrund (IV) Auf dem Amt für Berufsbildung hat sich vor den Sommerferien eine 17-jährige KV-Lehrtochter gemeldet. Obwohl sie soeben das dritte Lehrjahr begonnen habe, erhalte sie nur wenig qualifizierte Arbeit, klagte die angehende kaufmännische Angestellte. Meist habe sie überhaupt nichts zu tun. «In solchen Fällen besuche ich nach Absprache mit dem Lehrling den Betrieb und bespreche die Situation mit der zuständigen Ausbildungsperson», erklärt der Inspektor vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt. «Gemeinsam mit dem Lehrling suchen wir nach einer Lösung und schliessen eine Vereinbarung ab, wie es weitergehen soll.» Das war im vorliegenden Fall jedoch nicht nötig. Im genannten Lehrbetrieb hatte sich die Auftragslage in den letzten Monaten drastisch verschlechtert. Der Firmeninhaber musste Mitarbeiter entlassen und hatte keine Zeit mehr, sich um die Lehrtochter zu kümmern. «Hier ist das Ausbildungsziel gefährdet. Der Lehrtochter kann es nicht mehr zugemutet werden, ihre Ausbildung in diesem Betrieb fortzusetzen», befand der Inspektor und stimmte einer Vertragsauflösung zu. Mithilfe des Amtes für Berufsbildung fand die KV-Lehrtochter nach kurzer Zeit eine andere Stelle, wo sie ihre Ausbildung unter besseren Voraussetzungen abschliessen kann. L-B Suchen und notieren Sie einen anderen Titel zum letzten Abschnitt IV. L-B Ordnen Sie die Begriffe so, dass sie der Realität des in Abschnitt IV geschilderten Falls entsprechen, und notieren Sie Ihre Lösung auf der nächsten Seite. Vertrag auflösen/berufslehre antreten/berufsbildungsamt beiziehen/ Probezeit bestehen/in der Ausbildung zu wenig lernen/eine Lösung suchen/ Ausbildungsziel ist gefährdet/wenig Betreuung durch Ausbildner 12 TEXTE für den ABU Ein Lesetraining

9 Ablauf [1] Neue Lebensphase 13

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