Prospekt und Lehrplan für Gärtner EBA/Gärtnerin EBA

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1 Lehrlingsschule GSO Tel Prospekt und Lehrplan für Gärtner EBA/Gärtnerin EBA 1. Lage Die Kantonale Gartenbauschule Oeschberg liegt zwischen Kirchberg und Herzogenbuchsee, an der Hauptstrasse Bern Zürich. Sie ist von den Bahnstationen Burgdorf, Kirchberg und Wynigen mit dem Postauto oder über die Autobahn A1 (Ausfahrt Kriegstetten oder Kirchberg) erreichbar. 2. Das Ausbildungsangebot der Gartenbauschule Oeschberg - Lehrlingsschule für GärtnerIn EBA: Basisausbildung. Dauer zwei Jahre Ausbildungsziel: Ausbildung zum Gärtner EBA/Gärtnerin EBA mit eidg. Berufsattest - Lehrlingsschule für GärtnerIn EFZ: Basisausbildung. Dauer zwei Jahre und ein Jahr Betriebspraktikum Ausbildungsziel: Ausbildung zum qualifizierten Gärtner/zur qualifizierten Gärtnerin mit eidg. Fähigkeitszeugnis. Oeschberg-Gärtner und -Gärtnerinnen verfügen über breite allgemeingärtnerische Berufsgrundlagen und besitzen vertiefte Kenntnisse auf einem Berufszweig des Gartenbaus. - Lehrlingsschule für FloristIn EFZ: Basisausbildung. Während 1 ½ Lehrjahren vermittelt die Gartenbauschule Oeschberg eine vielseitige praktische und schulische Ausbildung auf dem Gebiet der Floristik, Topfpflanzen-, Schnittblumenproduktion und Verkauf. Auf diesem soliden Fundament von breitem floristischem Grundwissen erfolgt in zwei Betriebspraktika eine fundierte Vertiefung. - Obergärtner: Erste Weiterbildungsstufe für den Gartenbau, modular aufgebaut als 1-Jährige Vollzeitschule oder berufsbegleitend. Ausbildungsziel: Obergärtner mit fundierten praktisch-organisatorischen Fähigkeiten. Vorbereitung auf die Berufsprüfung (Obergärtnerprüfung). - höhere Fachprüfung (HFP): Zweite Weiterbildungsstufe für den Gartenbau. Dauer zwei Semester. Ausbildungsziel: Bauführer/Produktionsleiter mit guten technischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Vorbereitung auf die Meisterprüfung. - Technikerschule HF für den Garten- und Landschaftsbau: 4-Semestrige Vollzeitweiterbildung. Ausbildungsziel: Neuerstellung von Gartenanlagen aller Art, deren Umgestaltung und Pflege sowie Bau- und Pflegemassnahmen in der Landschaft. Der Techniker übernimmt als Generalist in einer Kaderfunktion betriebliche Führungs- und technische Koordinationsaufgaben. - Kurzfristige Kurse und Fachtagungen für Fachleute, Gärtnerlernende aus Betrieben und Hobbygärtner/innen.

2 2 3. Lehrlingsausbildung in Oeschberg An der 20 gegründeten Gartenbauschule Oeschberg werden seit 67 Gärtnerlernende ausgebildet. Massgebend für die Ausbildung in Oeschberg sind das Bundesgesetz über die Berufsbildung, die Bildungsverordnung des BBT über die berufliche Grundbildung sowie der Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung Gärtnerin/Gärtner. Träger der Lehrlingsschule und der beiden Weiterbildungsstufen ist die Erziehungsdirektion des Kantons Bern. 4. Ausbildungsform. Dauer der Lehrzeit Die Gärtnerlehre EBA dauert 2 Jahre. Sie beginnt jeweils Mitte August für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau und Produktion. 5. Ueberbetriebliche Kurse Grundlegende Tätigkeiten und im Beruf seltener ausgeübte praktische Arbeiten werden in speziellen überbetrieblichen Kursen instruiert. 6. Anmeldung Anmeldungen sind auf speziellem Anmeldeformular an die Direktion der Kantonalen Gartenbauschule Oeschberg, 3425 Koppigen zu richten. Anmeldeschluss ist jeweils der 31. Oktober. Gleichzeitig sind Fotokopien folgender Dokumente einzusenden: - Zeugnisse der drei letzten obligatorischen Schuljahre - evt. Zeugnisse weiterführender Schulen - Interessenten mit Lehrabschluss in einem andern Beruf: Fähigkeitszeugnis und Notenblatt der Lehrabschlussprüfung - evt. Arbeitszeugnisse - Passfoto 7. Aufnahmeverfahren Das Aufnahmeverfahren erfolgt nach einer mindestens 3tägigen Schnupperlehre an der Gartenbauschule Oeschberg. In dieser Woche werden integriert verschiedene Aufnahmetests durchgeführt. Integrierender Bestandteil ist ebenfalls ein Aufnahmegespräch mit den gesetzlichen Vertretern. Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper. Über das Resultat des Aufnahmeverfahrens werden die Bewerber innert 3 Wochen orientiert. 8. Einschreibegebühr Alle definitiv aufgenommenen Lernende haben als Vorleistung an die von der Schule in Rechnung gestellten Kosten Fr einzuzahlen. Ohne diese Anzahlung wird die Anmeldung annulliert. Wenn sich der Lernende nach erfolgter Einzahlung ohne triftigen Grund (Todesfall in der Familie, schwere Erkrankung usw.) abmeldet oder dem Kursbeginn fernbleibt, verfällt der vorausbezahlte Betrag. 9. Lehrvertrag Der Lehrvertrag regelt Rechte und Pflichten des Lernenden, des gesetzlichen Vertreters und der Gartenbauschule als Lehrbetrieb. Schul- und Hausordnung bilden einen integrierenden Bestandteil des Lehrvertrages, welcher den erfolgreichen Bewerbern sofort nach bestandenem Aufnahmeverfahren zur Unterzeichnung zugestellt wird. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Bern übt die Aufsicht über die Lehrverhältnisse aus.

3 Unterrichtsplan Gärtner EBA Produktion 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semster 1. Berufskenntnisse 18 Liefervorbereitung 1 1 Betriebliche Unterhaltsarbeiten Pflanz- und Saatarbeiten 1 1 Pflanzenernährung und -schutz 2 2 Pflanzenkenntnis und-verwendung Pflanzenproduktion Pflanzenvermehrung Allgemeinbildende Fächer Allgemeinbildung Informatik Turnen Total Lektionen à 45 Min. pro Woche Praxis-Halbtage pro Woche Unterrichtsplan Gärtner EBA Garten- und Landschaftsbau 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semster 1. Berufskenntnisse 18 Betriebliche Unterhaltsarbeiten 1 1 Pflanz- und Saatarbeiten 1 2 Pflanzenernährung und -schutz Pflanzenkenntnis und -verwendung Garten- und Grünflächenpflege Garten- und Landschaftsbau Allgemeinbildende Fächer Allgemeinbildung Informatik Turnen Total Lektionen à 45 Min. pro Woche Praxis-Halbtage pro Woche

4 11. Zeugnis Am Ende der dreimonatigen Probezeit, später jeweils auf Semesterende wird ein Zeugnis ausgestellt. Es orientiert über die Leistungen im Unterricht und in der Praxis. 12. Lehrmittel, Schulmaterial und persönliche Werkzeuge werden in Rechnung gestellt. Zu Lasten des Lernenden gehen auch die Auslagen für Exkursionen Unfallversicherung Die Lernenden sind an der Gartenbauschule gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Die Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung übernimmt die Gartenbauschule. 14. Krankenversicherung Die Eltern versichern den Lernenden für Arzt- und Arzneikosten (Krankenpflege) und ein Spital-Taggeld. Leicht erkrankte Lernende werden im Internat gepflegt. 15. Arbeitszeit Für die praktische Arbeit in den Produktionsbetrieben und Schulanlagen gelten folgende Arbeitszeiten: März - September Oktober - Februar Freitags wird bis 1630 Uhr gearbeitet (ohne Pause). Samstag: frei 16. Dienst in den Kulturen über das Wochenende und an Feiertagen Die Lernenden leisten abwechslungsweise Samstag-/Sonntag-Dienst, um dringende Arbeiten in unseren Pflanzenkulturen zu erledigen. Details regeln die Weisungen für den Dienst über das Wochenende und an Feiertagen, die jedem Lernenden abgegeben werden. 17. Gesetzliche Feiertage und Freitage Neujahr, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. August, Weihnachten und Stephanstag sowie die Nachmittage des 24. und 31. Dezember. 18. Ferien Jeder Lernende hat während seiner Oeschbergzeit alljährlich sieben Wochen Ferien, nämlich im 1. Lehrjahr: 2 Wochen im Herbst, 2 Wochen über Weihnachten/Neujahr, 1 Woche Ende Januar/Anfangs Februar und 2 Wochen im Sommer. im 2. Lehrjahr: 1 Woche im Herbst, 2 Wochen über Weihnachten/Neujahr, 1 Woche Ende Januar/Anfangs Februar und 3 Wochen im Sommer. In diesem Ferienanspruch ist die Ersatz-Freizeit für geleistete Samstag-/Sonntagsdienste eingeschlossen.. Probezeit. Vorzeitige Auflösung des Lehrverhältnisses Die Probezeit dauert 3 Monate. In Zweifelsfällen kann sie auf sechs Monate verlängert werden. Bei einer vorzeitigen Auflösung des Lehrverhältnisses sind die gesetzlichen Bestimmungen (Bundesgesetz über die Berufsbildung, Art. 25 und 26) massgebend.

5 5 20. Qualifikationsverfahren Das Qualifikationsverfahren findet im März und im Juni des zweiten Lehrjahres in Oeschberg statt. Als Experten amten von Gärtner Bern ernannte Fachleute. Die Prüfungsgebühr wird in Rechnung gestellt. 21. Internat Die Lernenden wohnen in der Regel im Internat in Zweier-Zimmern. Sie können auch auswärts essen und logieren. Die Schule bietet von Montag bis Freitag sämtliche Mahlzeiten an. Am Wochenende ist sie nur für die Verpflegung der diensttuenden Lernenden besorgt. Andere Lernende, die über das Wochenende in Oeschberg bleiben, können selbstverständlich die Zweier-Zimmer und die allgemeinen Aufenthaltsräume im Internat benützen. Sie haben auch die Möglichkeit, sich in der Kleinküche selbst Mahlzeiten zuzubereiten. Die Bettwäsche stellt die Schule zur Verfügung. Für die Besorgung der Leibwäsche sorgen dagegen die Eltern des Lernenden. Die Hausordnung regelt das Zusammenleben der Lernenden und Schüler und ist Bestandteil des Lehrvertrages. 22. Schulordnung Die Schulleitung erwartet von allen Lernenden innerhalb und ausserhalb der Schule korrektes, anständiges Verhalten, Pünktlichkeit und Höflichkeit. Wer Urlaub benötigt, stellt ein schriftliches Gesuch. Im Uebrigen sind die Lernenden zum Besuch des Schulunterrichtes, zur Leistung der praktischen Arbeit und zur Teilnahme an den Exkursionen verpflichtet. Es wird eine Absenzenkontrolle geführt. Während dem Unterricht, der praktischen Arbeit und im Internat darf kein Alkohol konsumiert werden. Rauchverbot herrscht in allen Gebäuden, während der Praxis und dem Unterricht im Freien. Der Umgang mit Drogen ist auf dem ganzen Oeschbergareal untersagt. 23. Hausordnung im Internat Das Zusammenleben im Internat erfordert gegenseitige Rücksichtnahme. Die Lernenden geniessen die grösstmögliche Freiheit bei der Wahl ihres Zimmerpartners. Ein Zimmertausch ist an jedem Semesteranfang möglich. 24. Freizeit während der Woche Ab 2230 Uhr herrscht im Internat Nachtruhe. Lernende, welche keinen verlängerten Ausgang beanspruchen und nicht im Besitz einer Sonderbewilligung sind, halten sich von diesem Zeitpunkt an in ihren Zimmern auf. Im 1. Lehrjahr hat jeder Lernende einmal pro Woche und im 2. Lehrjahr zweimal pro Woche Anrecht auf freien Ausgang bis 2400 Uhr. 25. Kosten Schulmaterialien und Exkursionskosten werden den Eltern verrechnet. Für Lernende aus dem Kanton Bern ist der Unterricht kostenlos. Lernende aus den andern Kantonen bezahlen ein Schulgeld (ohne Kostengutsprache des stipendienrechtlichen Wohnsitzkantons wird das Schulgeld dem gesetzlichen Vertreter in Rechnung gestellt). Die Rechnungen für Unterkunft sind semesterweise im Voraus zu bezahlen. Über alle Tarife informiert ein separates Kostenblatt. 26. Stipendien Schweizerbürger, die aus finanziellen oder familiären Gründen den Schulbesuch nicht oder nicht voll selber finanzieren können, können Ausbildungsbeiträge erhalten. Gesuche sind bis spätestens zwei Wochen nach Kursbeginn auf speziellen Formularen der zuständigen Stipendienstelle des Wohnortskantons einzureichen.

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