GZA/PP 8048 Zürich 79. Jahrgang Donnerstag, 24. Juli 2014 Nr. 30/31

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1 GZA/PP 8048 Zürich 79. Jahrgang Donnerstag, 24. Juli 2014 Nr. 30/31 Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel , Fax Die Überdachung sowie die Sanierung des Schöneich-Tunnels an Zürichs Nordportal lassen auf sich warten. Einhausung Schwamendingen scheint sich weiter zu verzögern Verschiebt sich der Baubeginn für die Einhausung Schwamendingen erneut? Denn der Kulturtreff Schwamendingen erhält einen Mietvertrag in der Werkerei Schwamendingen bis Pia Meier Die Mieter in der Werkerei Schwamendingen haben die Ausschreibung im «Tagblatt» gesehen. Darin wird festgehalten, dass der Kulturtreff Schwamendingen einen Mietvertrag für fünf Jahre erhalten soll. Die anderen Mieter haben alle 2012 einen Mietvertrag für fünf Jahre erhalten, also bis Dann ist gemäss dem Bundesamt für Strassen (Astra) nach wie vor der Baubeginn für die Einhausung Schwamendingen geplant. «Stand heute, soll der Start der Hauptarbeiten 2017 stattfinden. Die Vorbereitungsarbeiten sind für 2016 oder 2015 vorgesehen», hält Karin Unkrig vom Astra, Filiale Winterthur, auf Anfrage fest. «Dies ist alles abhängig vom Vorliegen der rechtsgültigen Planungsgenehmigungsverfügung. Der Lead liegt im Moment beim Uvek.» Nun soll aber der Kulturtreff Schwamendingen einen Vertrag bis 2019 erhalten. «Beim Kulturtreff Schwamendingen wurde ein anderes Mietende in Erwägung gezogen», hält Herbert Burger von Fischer AG Immobilienmanagement auf Anfrage fest. Für diese Firma, welche die Werkerei für die Stadt Zürich verwaltet, ist dies kein Widerspruch zu den Angaben des Astra. «Die Frage, wann die Einhausung stattfindet, kann zurzeit niemand auch nur annäherungsweise beantworten», teilt Burger mit. Selbstverständlich würde dies aber alle Mietparteien, Nachbarn, Investoren und Raumplaner interessieren. Jedenfalls seien zurzeit Gespräche mit einzelnen Mietparteien in Sachen möglicher Mietvertragsänderungen geplant. Gemäss einem Mieter geht es dabei um eine Verlängerung des Mietvertrags. Zurzeit ist praktisch die ganze Werkerei Schwamendingen vermietet. Es sind ganz unterschiedliche Firmen vor Ort: Künstlerbedarf, Elektroplanung, Werbetechnik, Fotoatelier, Innenarchitektur, Blue Lion Stiftung, Kampfsport, Nähmaschinen und vieles mehr. Das Gebäude gehört nach wie vor der Amag. Was das Unternehmen dort später plant, ist offen. Die Stadt Zürich hat das Gewerbehaus 2011 als Globalmieterin für eine Zwischennutzung übernommen. Ueberlandpark Die Einhausung Schwamendingen heisst eigentlich Ueberlandpark. Der begrünte Freiraum wird mittels Aufgängen erschlossen. Auch Fugenwege entlang dem Bauwerk sind geplant. Diese erhalten die Namen «Otto-Nauer-Weg» und «Anna-Häuptli- Weg». Die Stadt Zürich hat ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Gebiet entlang der Einhausung erarbeitet. Vor allem die Baugenossenschaften entlang des Ueberlandparks warten auf den Baubeginn, denn diese ist eine Aufwertung für das heute vom Strassenverkehr stark betroffene Wohngebiet. Die Planauflage nach Nationalstrassengesetz erfolgte vom 18. März bis 2. Mai 2011 und eine zweite Auflage im Oktober Gleichzeitig mit dem Bau der Einhausung wird der Schöneichtunnel saniert. Das ehemalige Amag-Gebäude (links), heute Werkerei Schwamendingen, muss weg, wenn die Einhausung gebaut wird. Archivbilder: A. J. Minor Fotos: zvg, P.Schmidt Sirih wandert in die USA aus 1993 verzauberte Orang-Utan-Kind Sirih nicht nur Zürich, sondern die ganze Schweiz. Da ihre Mutter sie verstossen hatte und ihre Adoptivmutter im Zoo Zürich von einem kriminellen Tierquäler vergiftet wurde, wuchs Sirih in Küsnacht bei der Familie von Redaktorin Philippa Schmidt auf. Nun verlässt, sie Europa endgültig: Bald zieht die derzeit im Frankfurter Zoo beheimatete Orang-Utan-Dame in den Zoo von Indianapolis. Zum Umzug beigetragen hat wohl auch Sirihs Experimentierfreude: Sie knüpfte mit Vorliebe das Netz ihres Aussengeheges auf. Die Lokalinfo-Redaktorin fuhr zu einem letzten sehr persönlichen Besuch nach Frankfurt, um ihrer rothaarigen Schwester Lebewohl zu sagen. (phs.) Artikel und Kommentar: Seiten 9 und 3 Nächster «Züriberg» in zwei Wochen Der «Züriberg» erscheint während der Sommerferien alle 14 Tage. Vorschauen auf Anlässe sowie Einträge für den Veranstaltungskalender sollten in dieser Zeit frühzeitig an die Redaktion des «Züriberg» geschickt werden. Der Grund: Die Ausgaben vom 24. Juli und 7. August erscheinen als Doppelnummern für jeweils 14 Tage. Bis allerspätestens Donnerstag, 31. Juli, um 10 Uhr sollten daher alle Hinweise eintreffen, die auf Anlässe bis Mittwoch, 20. August, hinweisen. Am einfachsten geht es mit einer an die Redaktion: Redaktion und Verlag Leben auf dem Mars ETH-Forscher Giovanni Leone beschäftigt sich mit unserem Nachbarplaneten Mars. Kürzlich hat er seine Arbeit Laien nähergebracht. Unter anderem ging der Erdwissenschaftler der Frage nach möglichem Leben auf dem Mars nach. Seite 3 Reiten in der Mongolei Silvia Simonin aus dem Adlisberg wird als erste Schweizerin am härtesten Pferderennen der Welt in der Mongolei teilnehmen. Schon das Auswahlverfahren hatte es in sich, denn nur sehr gute Reiterinnen werden zugelassen. Seite 11 Fotografieren in Asien Der Verband der europäischen Fotografen hat den Fluntermer Ingo Albrecht als einer von zehn Finalisten für den Titel «European Professional Photographer of the Year 2014» im Bereich Reportage ausgewählt. Ein Porträt. Letzte Seite

2 Stadt Zürich Nr. 30/ Juli 2014 BUNDESFEIER / A K TUELL Regierungsrat Mario Fehr ist Ehrengast an der Bundesfeier Zur Stadtzürcher Bundesfeir gehören Glockengeläut, estansprachen und Folkloe. Die Festansprache hält ario Fehr, Vorsteher des icherheitsdepartements. Der erste Teil des Bundesfeierprogramms beginnt um 7 Uhr mit dem Geläut der Kirchenglocken und dem Salut des Artillerievereins Zürich, der mit einer über 100-jährigen Feldkanone beim Kolbenhof am Fuss des Üetlibergs 38 Böllerschüsse abfeuert: 26 Schuss zu Ehren der Kantone im Bund der Eidgenossenschaft und 12 Schuss zu Ehren der Stadtkreise, der Gesellschaft zur Constaffel und der Zünfte von Zürich. Umzug und Reden Drei Stunden später beginnt der zweite Teil der Veranstaltung mit der Besammlung der Umzugsgruppen am Werdmühleplatz. Es sind dies die Fahnendelegationen der Zünfte, der Studenten-Corporationen, Gesellschaften und Vereine, die Musikcorps, Trachtengruppen, Treichler, Alphornbläser und Fahnenschwinger. Punkt Uhr schiesst die historische Compagnie 1861 des Kantonalen Unteroffiziersverbandes bei Die Quartiervereine organisieren stimmungsvolle Höhenfeuer. Fotos: zvg. Regierungsrat Mario Fehr. der Urania eine Ehrensalve. Danach beginnt der Umzug. Zu den Klängen der Stadtmusik setzen sich die Fahnendelegationen in Bewegung. Die Zünfte und die Constaffel mit ihrem Spiel erinnern an alte Zeiten. Neben den blauen Uniformen der Stadtmusik und der Compagnie 1861 ist die moderne Armee mit einem Fahnenzug und den Delegationen der militärischen Vereine vertreten. Am Umzug sieht man Trachten aus allen Landesgegenden. Der diesjährige Festumzug führt über die Bahnhofstrasse am Paradeplatz vorbei zur Stadthausanlage beim Bürkliplatz. In der Stadthausanlage treten um 11 Uhr die Alphornbläser, Fahnenschwinger, die Stadtzürcher Jodler- Vereinigung und der Chorverband der Stadt Zürich auf. Begrüsst werden die Anwesenden von Stadtrat Andres Türler, Präsident Stadtzürcherisches Bundesfeierkomitee. Pascal Caviezel, Lernender bei der Bank Vontobel Zürich verliest den Bundesbrief von Die Festansprache hält Ehrengast Mario Fehr, Regierungsrat des Kantons Zürich. Die traditionellen Vorreden halten Tabitha Werndli, Lernende bei der Zürcher Kantonalbank, und Helena Ebersole, Maturandin an der Kantonsschule Stadelhofen. Der offizielle Teil der Stadtzürcher Bundesfeier schliesst mit dem gemeinsamen Gesang der Landeshymne. Unterstützt wird das Publikum durch die «Swiss Tenors The Original», bestehend aus Enrico Orlandi und Andri Calonder. Begleitet werden die Singenden von der Stadtmusik Zürich und dem Chorverband der Stadt Zürich. Von bis 16 Uhr steht auf dem Bürkliplatz das Volksfest mit Folkloredarbietungen auf dem Programm. In den Festzelten werden kulinarische Spezialitäten aus elf Kantonen und ein buntes Programm mit Folkloren angeboten. Der organisierende Verband der Kantonalvereine Zürich unter der Führung von Jürg Bay hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Als gastgebender Verein wurde der Liechtensteiner Verein Zürich mit der Gestaltung des Programms beauftragt. Am Volksfest treten die «Senioren-Musik Liechtenstein», die Mundharmonikagruppe «Boccaleros», die «Rhein Valley Line Dancers, die Alphorngruppe «Walserecho» und der Chor «La Chanson Romandie de Zürich» auf. Der Abend gehört den Feierlichkeiten der Quartiervereine. Höhenfeuer, Feuerwerke, Festansprachen, Musik, Tanz und Essen gehören zu den mit viel Engagement organisierten Festlichkeiten. Bei schlechtem Wetter findet die Feier ohne Umzug ab 11 Uhr im Grossmünster statt. Party im Club Plaza Die Party «extellent» bietet am Vorabend die offizielle Alternative zu den klassischen Feierlichkeiten. Der Event steigt in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August im Club Plaza Zürich. Organisator ist das bekannte Partylabel «La boum». (pd./pm.) Auskunft erteilt am 1. August ab 7 Uhr, Telefon Nr. 1600, Rubrik 5 «öffentliche Anlässe». Ein Drittel mehr Online-Steuererklärungen Rund Steuerpflichtige haben bis Ende Mai ihrer Steuererklärung über das Internet eingereicht. Im zweiten Jahr des kantonsweiten Angebots der Online-Steuererklärung entspricht dies einem Anteil von bereits 11,5 Prozent, verglichen mit 8,8 Prozent im Vorjahr, wie die Finanzdirektion des Kantons Zürich mitteilt. Gegenüber 2013 hat die Zahl der Online-Steuererklärungen somit um rund ein Drittel zugenommen. Die Zahlen würden zeigen, dass das Einreichen der Steuererklärung über das Internet einem Bedürfnis einer breiten Bevölkerungsschicht entspricht, die diese Erleichterung offensichtlich schätzt, so die kantonale Finanzdirektion. Aufgrund der Zunahme sei damit zu rechnen, dass der Anteil der Online-Steuererklärungen in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Von den Online-Steuererklärungen sind rund Exemplare mit der Light-Version für steuerlich einfache Fälle eingereicht worden. Mit diesem Angebot will das Steueramt vor allem junge Steuerpflichtige ansprechen. Beide Online- Angebote erleichtern auch den Steuerämtern der Gemeinden die Auswertung der Unterlagen und die Veranlagung der Steuerpflichtigen. Die Steuerämter des Kantons Zürich haben dieses Jahr rund Steuererklärungen für natürliche Personen verschickt. Entgegen den Erwartungen hat die Zahl der Software-Downloads für die am Computer ausgefüllte, aber nach wie vor auf Papier eingereichte Steuererklärung nicht ab-, sondern zugenommen. Sie stieg von auf Eine weitere Zunahme wird erwartet. Ein eindeutiger, quantifizierter Rückschluss auf die Zahl der mit heruntergeladenenen Software ausgefüllten Steuererklärungen ist aber nicht möglich, hält die Finanzdirektion fest. (pd./pm.) ANZEIGEN Geburtstagsgrüsse aus der Lego-Galaxis 190 Millionen verkaufte Sets, über 600 verschiedene Minifiguren: Die Lego-Reihe «Star Wars» ist eine Erfolgsgeschichte. Heuer feiert sie hren 15. Geburtstag. Die ersten Lego-Bausets aus einer weit, weit entfernten Galaxis waren pünktlich zum Kinostart der «Star Wars»-Episode I, «Die dunkle Bedrohung», im Jahr 1999 erschienen. Seitdem hat Lego über 300 verschiedene «Star Wars»-Sets auf den Markt gebracht. Zu den Highlights gehören dabei Produkte, die grösser waren und mehr Teile besassen als sämtliche Lego-Modelle zuvor. So erschien 2007 das Set «Millennium Falcon», in dem genau 5195 Lego-Steine verbaut wurden, und 2008 folgte «Der Todesstern» mit 3800 Teilen. Beide Sets enthalten die Minifiguren Luke Skywalker und Prinzessin Leia Organa, die gemäss einer Umfrage von jungen Lego-«Star Wars»- Fans aller Altersklassen zu den beiden beliebtesten Figuren gekürt wurden. Eine Erfolgsgeschichte erlebte auch die Lego-Produkteserie «X- Wing Fighter» von Das schnellste Raumschiff der Galaxis Mit seinem Angriffsshuttle «The Phantom» leistet der junge Rebell Ezra Bridger Widerstand gegen das böse Imperium. Foto: zvg. wurde im Laufe der Jahre in zehn weiteren Sets überarbeitet herausgebracht darunter auch als Sammlermodell mit über 1300 Bauteilen im Jahr Ein spezielles Highlight war auch der Aufbau des «X-Wing Starfighters» in Originalgrösse auf dem Times Square in New York im Jahr Er ist 13 Meter lang, wiegt rund 20 Tonnen und wurde von 32 Modellbauern aus 5,3 Millionen Steinen gebaut. Damit ist es das grösste Lego-Modell aller Zeiten. (pd./mai.) Wettbewerb Lokalinfo verlost 5 Exemplare Lego «Star Wars The Phantom». Wer eines gewinnen möchte, schickt bis 30. Juli eine mit Betreffzeile «Lego Star Wars» und vollständigem Absender an: Postkarte an: Lokalinfo AG, Lego Star Wars, Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich.. Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen. Einladung zu einem Vortrag von Prof. Dr. Albert A. Stahel Experte für strategische Fragen «Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens» am Donnerstag, 31. Juli 2014, Uhr im Hotel «Krone Unterstrass», Schaffhauserstr. 1, 8006 Zürich Eintritt frei Schweizer Demokraten (SD) der Stadt Zürich Postfach 9103, 8036 Zürich

3 A K TUE L L Züriberg Nr. 30/ Juli IN KÜRZE Kitesurfen Der Bundesrat hat das seit 15 Jahren bestehende allgemeine Verbot des Kitesurfens auf Anfang 2016 aufgehoben. Der Kanton Zürich setzt die neue Regelung bereits ein Jahr vor dem offiziellen Termin um. Ab 15. Februar 2015 soll grundsätzlich überall auf dem Zürichsee, wo heute das Windsurfen erlaubt ist, auch das Kitesurfen möglich sein. Für beide Sportarten nach wie vor gesperrt bleibt das untere Seebecken. Arbeitsmarkt Ende Juni 2014 waren Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer für diese Jahreszeit üblichen Abnahme von 232 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte und betrug 3,1 Prozent. Seeüberquerung Die Stadtzürcher Seeüberquerung wird auf Mittwoch, 20. August 2014 verschoben. Die Wetterverhältnisse erlaubten letzte Woche keine sichere Durchführung. Mängelmelder «Züri wie neu» wird in den Regelbetrieb überführt. Diesen Entscheid hat Stadtrat Filippo Leutenegger aufgrund der Ergebnisse des einjährigen Pilotbetriebs getroffen. Um den Mängelmelder noch besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen, wird er optimiert und auf weitere Dienstabteilungen erweitert. Sechseläuten Der Regierungsrat hat beschlossen, dass Zürich als Gastkanton beim Sechseläuten 2015 teilnimmt. Thematischer Schwerpunkt ist die Solidarität des Kantons Zürich mit den Bergregionen. Die Zürcher Teilnahme wird mit Mitteln des Lotteriefonds finanziert; das Kostendach beträgt dabei Franken. Initiative Die kantonale Volksinitiative zur Durchsetzung der minimalen Lohn- und Arbeitsbedingungen (Lohndumping-Initiative), die am 7. April bei der Direktion der Justiz und des Innern eingereicht wurde, ist zustande gekommen. Die erforderliche Anzahl von 6000 Unterschriften wurde deutlich übertroffen. Zürich im Museum Die Stadt Zürich, der Kanton Zürich und das Schweizerische Nationalmuseum wollen zusammen das Projekt «Zürich im Landesmuseum» zur Darstellung und Vermittlung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Raums Zürich realisieren. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Investitionsbeitrag von 1,76 Millionen Franken und einen jährlichen Betriebsbeitrag von Franken.. Schweizer Filme als Spiegel der Zeit In der Sonderausstellung «Grosses Kino. Die Schweiz als Film» zeigt das Landesmuseum zehn Collagen, die aus Szenen beliebter Schweizer Filme zusammengeschnitten wurden. Elke Baumann Während Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland, USA, England und Italien die ersten «Produktionsfirmen für bewegte Bilder» entstehen, liegt der Schweizer Film noch im Dornröschenschlaf. Die ersten abendfüllenden Spielfilme erscheinen zwischen 1938 und Aus den Klamauk- und Gaudifilmen, die im «Kinematographen» gezeigt werden, entwickelt sich sehr rasch eine echte Kunstform. Mit «Füsilier Wipf», «Gilberte de Courgenay», «Landammann Stauffacher», «Romeo und Julia auf dem Dorfe» und «Die missbrauchten Liebesbriefe» machen die Schweizer Filmschaffenden auf sich aufmerksam. Im Dunkeln ist gut munkeln Mike Zaugg, verantwortlich für die Szenografie der Ausstellung «Grosses Kino. Die Schweiz als Film», hat mit seiner Crew das vorgegebene Konzept geschickt umgesetzt. In einem einzigen, grossen Raum des Landesmuseums werden in zehn Kabäuschen verschiedene Filmcollagen zu den Themen Freiheit und Neutralität, Frau und Mann, Stadt und Land, Tradition und Moderne, Natur und Kultur gezeigt. Sie erzählen von Glaube, Geld, Kindheit, Liebe und Erotik. Aus rund 100 Filmen wurden 115 Sequenzen zusammengestellt in Farbe, teils in Schwarzweiss. Man begegnet alten Bekannten wie «HD Läppli», «Anne Bäbi Jowäger», «Höhenfeuer», «Uli der Knecht», «Der Mustergatte», «Matto regiert» und, und, und. Die heutige Garde wird vertreten von «Der grüne Heinrich», «Die Schweizermacher», über «Das Boot ist voll» und «Der grosse Kater» bis zu «Die Herbstzeitlosen» und «Mein Name ist Eugen», um nur einige Titel zu nennen. Wandtafeln erklären, in welchem der Kleinstkinos Baur-/Bellerivestrasse: «Fussgängerstreifen ist eine Dummheit». rwy. Weitere Schikane für den Individualverkehr Das Traktandum Verkehrsführung Baurstrasse/Bellerivestrasse ist an der Generalversammlung des Gewerbevereins Seefeld weggefallen, nicht zuletzt deshalb, weil ich zu dieser Zeit im Ausland war. Unsere Präsidentin, Susanne Brunner, hat sicher darüber informiert und auch unseren Unwillen zum Ausdruck gebracht, dass genau solche wichtigen Fragen an unserer Sitzung mit der Stadt gar nicht oder dann ganz kurzfristig bekannt gegeben werden, sodass man kaum mehr reagieren kann. Der auf der Höhe der Baurstrasse geplante neue Fussgängerstreifen ist wirklich eine Dummheit, eine reine LESERBRIEFE Filmplakate zeugen von der Geschichte des Schweizer Films. welche Filme zu welchem Thema gezeigt werden. Die dreiminütigen Zusammenschnitte illustrieren den Wertewandel der Schweiz von 1920 bis heute. Die Ausschnitte sind so zusammengestellt, dass sie beim Zuschauer die Neugierde nach «mehr» erwecken. Filme sind Spiegel ihrer Zeit, denn sie verdichten, was wir unter «Schweiz» oder «schweizerisch» verstehen. Verweile doch... Eine Lounge lädt Besucherinnen und Besucher zu einer filmischen Zeitreise ein. Ohne stundenlanges Herumlaufen kann man dort «Die Schweiz als Film» bequem sitzend geniessen. Eine Palette von 26 Kinofilmen auf ipads bietet die Möglichkeit, Filme, von denen in den Kleinkinos Ausschnitte gezeigt werden, in ihrer ganze Länge anzuschauen. Die Ausstellung ist weder chronologisch noch nach bekannten Filmschaffenden angeordnet, sondern nach Themen. Wer nach Dokos sucht, sucht vergebens. Gezeigt werden ausschliesslich landesweit beliebte aber auch vergessene Unterhaltungsfilme. Als Sahnehäubchen geben unzählige Plakate den Blick Schikane, die wohl zum Ziel hat, den Rhythmus der «Grünen Welle» noch mehr zu brechen. Jahrelang konnten wir uns gegen neue Fussgängerstreifen auf dieser Strecke erfolgreich wehren, aber nun sind auch diese Dämme gebrochen. Zum Glück werden wenigstens die vier Fahrspuren auf der Bellerivestrasse nicht beeinträchtigt durch den Umbau und die Strassensanierung. Andreas Honegger, Gewerbeverein Seefeld SP versus die Grünen Zum Artikel «FDP übernimmt Schulpräsidium», «Züriberg», 10. Juli. Schon bei der Verteilung der Departemente im Stadtrat bewies die SP, dass sie Machtpolitik betreibt, keine Sachpolitik mehr. Die scheinheilige Unterstützung von Frau Forster Vogel zeigte nun deutlich, dass die einst politisch zuverlässigen Sozialdemokraten die Grünen heute als Konkurrenz betrachten, nicht mehr als Partner. Leider hat das Konsequenzen für unsere Stadt. Ich für meinen Teil werde in Zukunft sicher zweimal überlegen, ob Kandidateinnen und Kandidaten dieser Opportunistenpartei meine Stimme verdient haben. Judith Hug Hingston, 8032 Zürich frei in die Schatztruhe der Filmgeschichte. Nicht unerwähnt bleiben darf das Lunch-Kino, ein Spezialangebot des Museums. Besucherinnen und Besucher, die «Grosses Kino» über Mittag von bis Uhr besuchen wollen, erhalten zum Eintritt von 10 Franken einen Hotdog gratis. ANZEIGEN Open-Air-Kino Foto: zvg. Das Kino Xenix, Kanzleiareal Zürich, zeigt am diesjährigen Open- Air-Kino (bis 16. August) je nach Wetterlage unter freiem Himmel oder im Kinosaal Dialektfilmklassiker. Von «Die missbrauchten Liebesbriefe» über «Hinter den sieben Gleisen», «Dällebach Kari», «Die Käserei in der Vehfreude«bis zu «Uli der Knecht» und «Uli der Pächter» wird hier alles geboten, was Rang und Namen hat. Weitere Informationen unter «Grosses Kino. Die Schweiz als Film»: bis 19. Oktober, Di bis So 10 bis 17 Uhr, am Do 10 bis 19 Uhr. Museumstrasse 2. Eintritt: Erwachsene 10 Franken/red. 8 Franken, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gratis. Weitere Informationen unter: AUF EIN WORT Philippa Schmidt Manch einer wird sich fragen, warum die im Kanton Zürich aufgewachsene Orang-Utan-Dame Sirih nicht ausgewildert wird (Artikel Seite 9). Tatsächlich ist es eine schöne Vorstellung, wie sich Sirih im sumatranischen Dschungel von Baum zu Baum schwingt. Es ist zumindest so lange eine schöne Vorstellung, bis das Kreischen einer Kettensäge oder das Rattern eines Maschinengewehrs erklingt. Leider haben die verblei- Todbringende Margarine benden Wälder auf Sumatra nicht mehr viel mit dem grünen Paradies von einst zu tun. Orang- Utans werden gejagt, um ihres Fleisches willen, aber auch um ihre Babys an reiche Indonesier zu verkaufen. Keine gute Umgebung für einen Affen, der die Nähe der Menschen sucht. Eine noch substanziellere Bedrohung für Orang-Utans geht von den Palmölplantagen aus, für die jedes Jahr riesige Waldflächen gerodet werden. Laut WWF verschwinden jährlich 13 Millionen Hektar Wald in Indonesien. Was für uns im Herzen Europas alles so weit weg scheint, ist doch ganz nah: Denn Palmöl aus Indonesien verbirgt sich unter anderem in der Schoggi, im Duschgel und in der Margarine. Zwar muss Palmöl in Produkten erst ab 2016 als solches gekennzeichnet werden, doch auch jetzt lohnt es sich, die Zutatenliste zu studieren und Lebensmittel, die ominöses «pflanzliches Öl» enthalten, wieder zurückzustellen. Vielleicht kann Sirih die Rolle einer Botschafterin einnehmen einer Botschafterin für ihre wilden Schwestern und Brüder, für die das nachhaltige Verhalten von uns Verbrauchern eine Frage von Leben und Tod ist.

4 ANZEIGEN Stadt Zürich Nr. 30/ Juli 2014 A K TUELL «Beim Budget 2015 ist die Stadt auf Kurs» Mit dem Ziel, einen Bilanzfehlbetrag zu vermeiden und 2017 eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen, hat der Stadtrat die Finanzplanung 2015 bis 2018 überarbeitet. «Beim Budget 2015 ist die Stadt auf Kurs, für die Folgejahre sind weitere Anstrengungen nötig», so der Stadtrat. Ein Bilanzfehlbetrag, der die Handlungsfähigkeit der Stadt einschränken würde, soll vermieden werden, das heisst, die Rechnung 2017 soll ausgeglichen sein und die Stadt Zürich verfügt am Ende der Planperiode weiterhin über Eigenkapital. Erreicht werden sollen diese Ziele auf mehreren Wegen. Zu den Massnahmen, die bereits 2015 wirksam werden, gehören unter anderem eine Reduktion der Abschreibungsbeiträge an die Stiftung PWG von 5 auf 3 Millionen Franken, der Verzicht auf den geplanten Ausbau subventionierter Plätze in Kitas und die tägliche Reinigung der Rasensportanlagen, reduzierte Druck- und Inseratekosten im Bereich Kultur sowie höhere Eintrittspreise in den Schwimmbädern. Die Massnahmen im Bereich Volksschule werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Bei der Planung des Alterszentrums Zürich Nord wurden Betriebskonzept und Raumprogramm überarbeitet. Damit konnten die Flächen reduziert werden, was die Investitionsrechnung um 6 Millionen Franken entlastet und zu einer Ergebnisverbesserung in der Laufenden Rechnung führt. Bei der Reduktion der Abschreibungsbeiträge an die PWG ist die Zustimmung des Gemeinderats nötig. (pd./pm.) Teilerfolg für Wasserschutzpolizei-Neubau Am Mythenquai will die Stadt für die Wasserschutzpolizei einen modernen Neubau erstellen. Einer dazu nötigen Umzonung des Gebiets am Seeufer in eine Zone für öffentliche Bauten stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Dagegen legte der benachbarte Seeclub Zürich Rekurs ein. Im Februar 2013 akzeptierte das Baurekursgericht den Rekurs und hob den Gemeinderatsbeschluss auf. Gegen den Entscheid legte die Stadt Zürich wiederum im März beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein. Im Juni 2014 hat das Verwaltungsgericht den Entscheid des Baurekursgerichts nun umgestossen und die Beschwerde der Stadt Zürich teilweise gutgeheissen. Komitee will keine «verwaltete Kirche» Am 28. September wird in der Stadt Zürich über eine Kirchenreform abgestimmt. Die heutigen Reformierten Kirchgemeinden sollen sich zusammenschliessen. Pia Meier Es gibt zwei Modelle, gemäss welchen eine Gemeindereform der heute 33 Reformierten Kirchgemeinden der Stadt Zürich möglich ist. Modell 1 sieht eine städtische Einheitsgemeinde mit Mitgliedern vor. Modell 2 plant, dass sich die heutigen Kirchgemeinden zu mehreren grösseren regionalen Kirchgemeinden in den Der geplante Neubau: Aus einem Wettbewerb ging als Siegerprojekt «Coray» eines Zürcher Architektenteams hervor. Foto: zvg. Es bejaht die Zulässigkeit der Zuweisung in eine Zone für öffentliche Bauten. Über die vom Seeclub kritisierte Grösse und das Erscheinungsbild hat es jedoch nicht entschieden, sondern Stadtteilen und -kreisen zusammenschliessen. Eine Reform der Reformierten Kirchgemeinden ist aus finanziellen Gründen nötig, denn die Mitgliederzahl ist seit Jahren rückläufig. Am 28. September können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Zürich über die beiden Modelle abstimmen. Die Stichfrage «Welches der beiden Modelle soll umgesetzt werden, falls beide angenommen werden?» soll eine definitive Entscheidung sicherstellen. Das Komitee «Ja zur Kirchgemeindereform mit Modell 2» hält fest: «Modell 2 hat gegenüber Modell 1 den Vorteil, dass die Kirche näher bei den Menschen bleibt, wo sie sein soll und sein will.». Die einzelnen Kirchgemeinden könnten ihre Aufgaben so besser erfüllen. Eine zentrale hat das Geschäft zum Entscheid ans Baurekursgericht zurückgewiesen. Dem Seeclub Zürich steht die Möglichkeit offen, einen Weiterzug ans Bundesgericht zu prüfen. (pd.) Einheitsgemeinde mit Mitgliedern hingegen würde zu einer verwalteten statt einer gelebten Kirche und zwangsläufig zu einem Einheitsbrei mit zentralistischer Administration führen. Vereinfachung der Strukturen Der Reformprozess der Reformierten Kirche Zürich ist seit 2007 im Gang. In Teilprojekten wurden Analysen erstellt und Modelle entwickelt, mit denen die Reformierte Kirche Zürich auf die rückläufige Zahl der reformierten Bevölkerung und damit auf die abnehmenden Steuereinnahmen reagieren kann. Ziel der Reform ist die Vereinfachung und Flexibilisierung der Strukturen, damit der Auftrag der Kirche zeitgemäss und kosteneffizient wahrgenommen werden kann. Letzipark hat eigenen Ranger Der Letzipark hat als erstes Einkaufszentrum der Schweiz einen eigenen Ranger. Studentin Tamara Pompeo kümmert sich in den Sommerferien als neuer Ranger um das Wohl der Kundinnen und Kunden im Letzipark. Zur ihren wichtigsten Aufgaben gehört die Betreuung der Besucher. Rangerin Pompeo beantwortet Fragen, hilft bei Problemen und patrouilliert als Ansprechperson mit offenen Augen und Ohren mit ihrem Segway durch das Center. Als zugängliches Bindeglied zwischen den 4,5 Millionen Kundinnen und Kunden, die jährlich das Einkaufszentrum Letzipark besuchen, den über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Center Management soll der Letzipark-Ranger erste Ansprechperson für Anliegen aller Art sein und eine effiziente Kommunikation sicherstellen, wie das Einkaufszentrum mitteilt. Als Support im Marketing-Team führt der Ranger auch eine Marktforschung bei den Center-Besuchern durch und erstellt eine Kunden-Zufriedenheitsstudie, welche helfen soll, das Angebot weiter zu optimieren und noch besser auf die Bedürfnisse der Besucher zuzuschneiden. Der Letzipark-Ranger berichtet über all ihre Aktivitäten und Highlights aus dem Center-Leben unter Ein weiteres Highlight ist, das der Letzipark-Ranger die bis 2. August laufende Ausstellung «100 Jahre Schweizer Nationalpark» in der Mall des Einkaufszentrums Letzipark mitbetreut. (pd./pm.) ww.letzipark.ch Publireportage

5 A K TUE L L Züriberg Nr. 30/ Juli Für Leben auf dem Mars braucht es Wasser Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich, hält die diesjährige Festrede. Foto: Uni Zürich 1.-August-Feier im Irchelpark Den 1. August feiern die Quartiervereine gemeinsam. Diese locken mit Köstlichkeiten aus der Festwirtschaft, Live-Musik und einem fulminanten Feuerwerk in den Irchelpark. Am Nationalfeiertag laden die beiden Quartiervereine Unterstrass und Oberstrass die Bevölkerung zur Bundesfeier in den Irchelpark ein. Im Restaurant Neubühl an der Winterthurerstrasse 175 befindet sich die Festwirtschaft, das traditionelle 1.- August-Feuer wird später unten am See des Irchelparks angezündet. Die Festrede hält ab Uhr der neue Rektor der Universität Zürich, Professor Dr. Michael Hengartner. Michael Hengartner wohnt im Kreis 6, er hat als preisgekrönter Molekularbiologe lange Zeit an der nahe gelegenen Universität Irchel geforscht und gelehrt. Seit dem 1. Februar und etwas früher als geplant leitet er als Rektor die Geschicke der Universität Zürich. Michael Hengartner engagiert sich auch im Vorstand des Quartiervereins Oberstrass. Schon ab 18 Uhr und bis spätabends spielt die Band Rusty Nugget auf der wunderschönen Gartenterrasse des Restaurants Neubühl. Ihr Repertoire reicht von Bob Dylan bis Bruce Springsteen und von den Beatles bis Chuck Berry. (pd.) 1.-August-Feier: ab 18 Uhr, Restaurant Neubühl, Winterthurerstrasse Uhr, Irchelpark. «Gibt es Leben auf dem Mars?»: Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit jeher. Laut dem ETH- Erdwissenschaftler Giovanni Leone besteht die Möglichkeit auf Lebewesen unter der Mars-Oberfläche. Dennoch ist er skeptisch. Luzia Montandon Um den Roten Planeten, der nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt wurde, kreisen seit der Antike diverse Mythen und Geheimnisse. Durch Romane und Verfilmungen über kriegerische Marsmenschen wurden die heutigen Vorstellungen über ein mögliches Leben auf dem Mars geschaffen. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist menschliches Leben aufgrund der äusserlichen Umstände auf dem Mars nicht möglich. Hypothetische Lebensformen sind Bakterien oder Mikroben. Jedoch gibt es nach diversen Marsmissionen noch keine Beweise für deren Existenz. Mit dieser Ungewissheit konnte die zentrale Frage, ob es Leben auf dem erdähnlichen Planeten gibt, bisher nicht beantwortet werden. Lava bildete Schluchten Eine neue Forschungsstudie des ETH-Wissenschaftlers Giovanni Leone über die Entstehung der Canyons und Schluchtensysteme auf dem Mars, die kürzlich im «Journal of Volcanology and Geothermal Research» veröffentlicht wurde, relativiert nun die Existenz von Leben auf dem Mars. Vergangenen Mittwoch präsentierte der Spezialist für Vulkanismus auf Planeten im Rahmen des Focus- Terra-Vortrags «Life on Mars?» an der ETH Zürich rund 40 interessierten Besuchern seine Forschungsergebnisse. Diese besagen, dass beispielsweise das Schluchtensystem Labyrinthus Noctis oder der Canyon Valles Marineris auf dem Mars Labyrinthus Noctis und Valles Marineris sind durch Lavaströme entstanden. durch Lavaströme entstanden sind und nicht wie bisher angenommen durch Wasser oder tektonische Vorgänge. Für seine Studie untersuchte Leone in den vergangenen Jahren Tausende hochauflösende Aufnahmen der Marsoberfläche. Dabei erkannte er, dass die Schluchten und Canyons Strukturen von Lava aufweisen. «Erdrutsche in den Canyons zeigten beispielsweise die gleichen Eigenschaften, die wir von Lava kennen», erklärte Giovanni Leone. Kein Wasser, kein Leben Für den Italiener sprechen auch die riesigen Ausmasse der Schluchten für Lava. Auf dem Mars habe es nicht ausreichende Wasservorkommen gegeben, um solche tiefe Gräben zu schaffen. Dazu hätte das gesamte atmosphärische Wasser der Marsgeschichte im Labyrinthus Noctis konzentriert sein müssen. «Zudem würde das Wasser aufgrund der Temperatur auf der Marsoberfläche nicht flüssig bleiben», gibt Leone weiter zu Der ETH-Erdwissenschaftler Giovanni Leone dozierte über den Mars. bedenken. Die Ergebnisse von Giovanni Leones Studie bedeuten aber auch, dass die Möglichkeit, dass Leben auf dem Mars existiert, sinkt. «Ich bin sehr skeptisch, ob man auf dem Mars je Leben finden wird», sagte der ETH-Wissenschaftler. Ohne ausreichende Wasservorkommen seien die Chancen dafür gering. Laut Bild: zvg. Leone ist es jedoch möglich, dass Lebewesen unter der Oberfläche, in Lavatunnels, vorkommen. Er vermutet, dass dort die Temperatur und die Strahlung weniger extrem seien. Der Erdwissenschaftler hofft nun, dass die Lavatunnel bei einer nächsten Marsmission untersucht werden. Stadtrat verabschiedet Dolder»-Baupläne Der Stadtrat hat kürzlich den Gestaltungsplan zum «Dolder Waldhaus» zuhanden des Gemeinderats verabschiedet. Im Herbst widmet sich dieser dem Geschäft. Danach beginnt das Baubewilligungsverfahren. Der Gestaltungsplan sieht vor, dass das Hochhaus des Hotel Dolder Waldhaus in weniger als zwei Jahren zurückgebaut werden soll. An gleicher Stelle soll ein neues Hochhaus entstehen, das mit seinen 35 Metern 6 Meter kürzer ausfällt soll der Neubau eröffnet werden. Das neue Viersternehotel soll sich besser in die Landschaft einfügen als das Bestehende. So bettet sich dieses durch den geschwungenen Baukörper zum Wald hin besser in die Topografie ein. Zudem nimmt die geschwungene Form Bezug zu den geschwungenen Seitenflügeln des Schwesterhotels Dolder Grand. Inhaltlich setzt das Architekturbüro Meili Peter auf 6 Obergeschosse mit 92 Zimmern und 18 Appartements. Hinzu kommen ein Ausflugsrestaurant mit Garten, Schwimmbad und Spa, eine Aussichtsplattform, eine neue Station der Dolderbahn mit direktem Zugang zum Hotel und zur Aussichtsplattform, ein öffentlich Weg im Hotelpark und ein Weg entlang der Dolderbahn. (rwy.) Einbrecher machen keine Ferien Im Gegenteil, sie nutzen die längere Abwesenheit der Bewohner aus. Überfüllte Briefkästen, verwilderte Gärten oder leere Container wirken wie eine Einladung. KONSUMENTENTIPP Lilo Grieser. Foto: ajm. Der beste Schutz ist, wenn Nachbarn oder Freunde aufs Haus oder die Wohnung aufpassen, regelmässig den Briefkasten leeren und Rollläden öffnen und schliessen, sodass potenzielle Einbrecher gar nicht auf die Idee kommen, dass hier jemand verreist ist. Eine Zeitschaltuhr und energiesparende Lampen können Anwesenheit vortäuschen. Die Ansage des Anrufbeantworters sollte keine Angaben über Ferienzeiten enthalten. Wertsachen und Dokumente sind in einem Tresor oder Bankschliessfach am sichersten aufgehoben. Alle Fenster und Türen schliessen, auch Kippfenster, denn sie erleichtern den Einstieg. Eine gute Aussenbeleuchtung kann Einbrecher auch abschrecken. Hecke schneiden und Unkraut jäten: Ein gepflegter Garten erweckt den Eindruck, die Hausbesitzer seien zu Hause. Eine frisch gestutzte Hecke erleichtert zudem die «soziale Kontrolle» durch Nachbarn und Passanten. Gartenleitern und andere mögliche «Steighilfen» bitte einschliessen. Ein zu steril aussehender Garten, zusammengestellte Gartenmöbel weisen darauf hin, dass die Bewohner in den Ferien sind. Herumliegendes Kinder- oder (noch besser) Hundespielzeug oder ein herumliegender Gartenschlauch täuschen Anwesenheit vor. Der Grossvater stellte vor jedem Spaziergang eine Giesskanne auf den Gartenweg und den Besen neben das Gartentor, es wurde auch nie eingebrochen. Lilo Grieser, Vizepräsidentin Konsumentenforum kf Sektion Zürich CVP nominiert Kandidierende An ihrer Mitgliederversammlung vom 26. Juni hat die Kreispartei der CVP ihre Kandidierenden für die Kantonsratswahlen 2015 nominiert. Die CVP steigt mit sechs politisch Persönlichkeiten ins Rennen. Die Liste wird von der langjährigen Präsidentin der Kreispartei, Vera Kupper Staub, angeführt. Kupper Staub ist Vize-Präsidentin der Eidgenössischen Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge. Auf dem zweiten Listenplatz folgt Peter Lindauer, Mitinhaber der Elektro-Stählin AG, auf dem dritten die amtierende Gemeinderätin Karin Weyermann aus Witikon. Die Listenplätze 4 bis 6 belegen der Projektleiter Pascal Meier, die Leitende Kinder-Physiotherapeutin Eva Stoffel und der Stabsstellenleiter im Hochschulbereich Dusan Milakovic. Rückblick auf ein gutes Jahr Die Kandidierenden sind Garanten für tragfähige Lösungen aus der politischen Mitte und decken als Vertreter verschiedenster Generationen ein breites Altersspektrum ab. Zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten sind als aktive Mütter oder Väter Beleg für den hohen Stellenwert, den die Familie in der Politik der CVP einnimmt. In ihrem Jahresbericht blickte die Präsidentin auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Kreispartei hat mit viel Engagement der Kandidatinnen und Kandidaten einen intensiven Stadtrats- und Gemeinderatswahlkampf geführt. Die Anstrengungen wurden durch die Wiederwahl von Stadtrat Gerold Lauber und Gemeinderätin Karin Weyermann belohnt. Einen grossen Erfolg konnte die Kreispartei auch bei den Kreisschulpflege-Wahlen erzielen. Mit der Wahl von Astrid Marshall, die neben der bisherigen Irène Karlen gewählt wurde, erzielte die Partei einen Sitzgewinn. Führung durchs Kulturama Die Mitgliederversammlung fand im Kulturama statt. Im Anschluss an die Versammlung führte Alt-CVP-Gemeinderätin Claudia Rütsche die Mitglieder durch die aktuelle Sonderausstellung «Kurios!». Anhand von spannenden Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart konnten sich die Mitglieder davon überzeugen, dass die Wahrheit manchmal so gar nicht der menschlichen Vorstellung entspricht. Was als Tatsache erscheint, ist häufig Fiktion, und was kostbar erscheint, kann schnell wertlos werden. Aus den Überresten eines Bergriesen wird im Lauf der Jahre das Schulterblatt eines Mammuts, aus dem Einhorn ein Narwal. Gion Giger, Sprecher CVP 7 + 8

6 6 Züriberg Nr. 30/ Juli 2014 Julian Kuchelmeister Fahrradmechaniker Wir gratulieren herzlich! Marusha Hotelfachfrau Gloria Amato Restaurationsfachfrau Jenny Hotelfachfrau Small Luxury Hotel Zürich Hotel Ambassador à l Opéra Falkenstrasse 6, 8008 Zürich Tel. +41 (0) , Wir gratulieren unseren Lernenden ganz herzlich zu den guten Resultaten an der LAP und danken ihnen für die tollen drei Jahre der Zusammenarbeit. Miriam Brändli Bäcker-Konditorin Fabian Zehnder Sanitärinstallateur E. O. KNECHT Inh. A. Meyer AG 8032 Zürich Asylstrasse 104 Tel v. l. : André Suter (Koch) Natalya Stämmer (Hotelfachfrau) Ruben Henschel (Restaurationsfachmann) Zürich-Witikon Granit Fetahaj Assistent Gesundheit & Soziales 3. Platz im Kanton Zürich Note: 5.5 BRAVO! Wir gratulieren Lumturije Ajdini Pharma-Assisten n EFZ zur bestandenen Lehrabschluss prüfung! Elektro und Telematik Damit Sie nicht im Dunkeln tappen! Dolderstrasse Zürich Telefon Nuh Omar Elektroinstallateur Jeremy Donno Elektroinstallateur Lars Liechti Elektroinstallateur Rennweg 53 Tel Kim Ta Haustechnikplanerin Fachrichtung Sanitär E. O. KNECHT Inh. A. Meyer AG 8032 Zürich Asylstrasse 104 Tel Dafina Krasniqi Detailhandelsfachfrau EFZ, Fachrichtung Beratung

7 BILDUNG / AK TUELL Züriberg Nr. 30/ Juli Mit Hammer und Meissel Steine behauen Der Beruf des Steinbildhauers birgt viel Kreativität. Trotzdem gibt es nur wenige Jugendliche, die sich die Ausbildung zutrauen. Melanie Savelkouls hat die Lehre im Atelier von Ueli Hinnen an der Forchstrasse absolviert. Béatrice Christen Melanie Savelkouls ist 22 Jahre alt. Sie hat die Lehre als Bildhauerin beendet. Ihre Lehrzeit absolvierte sie bei Ueli Hinnen in der gleichnamigen Bildhauerei an der Forchstrasse. Ihr Lehrmeister ist eidgenössisch diplomierter Steinbildhauermeister und Prüfungsexperte beim Schweizerischen Steinmetz- und Bildhauermeisterverband. «Ich wollte etwas gestalten» Melanie Savelkouls entschied sich nach der Sekundarschule für ein Zwischenjahr. Sie hatte klar Vorstellungen von ihrem zukünftigen Beruf. «Ich wollte unbedingt gestalterisch mit meinen Händen arbeiten», erzählt sie. «Als Werkstoff stellte ich mir Holz oder Stein vor. Da ich eine Holzallergie entwickelt habe, blieb der Stein übrig. Ich nahm mit Ueli Hinnen Kontakt auf und erkundigte mich, ob er in seinem Steinbildhaueratelier eine neue Lehrtochter ausbilden würde. Er zögerte zuerst und sagt heute: Eigentlich wollte ich keine Lehrtochter mehr einstellen, aber als ich Melanie kennenlernte, lud ich sie zum Schnuppern ein.» Ueli Hinnen entschloss sich, der jungen Frau eine Chance zu geben. «Als ich ihren Enthusiasmus sah, bot ich ihr einen Lehrvertrag an», schmunzelt er. Inzwischen sind vier Jahre vergangen. Während dieser Zeit lernte Melanie Savelkouls das Handwerk der Steinbildhauerin von der Pike auf. Einen Tag in der Woche besuchte sie die Berufsschule in St. Gallen, die restliche Zeit verbrachte sie unter der Obhut von Ueli Hinnen bei der praktischen Arbeit im Atelier an der Melanie Savelkouls bei der Arbeit an ihrem Gesellenstück. Forchstrasse. Inzwischen hat die junge Frau ihre Lehrabschlussprüfung mit einer guten Note bestanden. Zu den gestellten Aufgaben gehörte auch die Anfertigung der individuellen praktischen Arbeit das Gesellenstück, verbunden mit einer ausführlichen Dokumentation über die einzelnen Arbeitsschritte. Die Prüflinge sind frei bei der Wahl des Sujets, einzige Bedingung ist, dass dieses später verwendet werden kann. Melanie Savelkouls hatte sich für die Schaffung einer Skulptur eines Hovawart-Welpenwurfs entschieden. Da ihr Lehrmeister Hunde dieser Rasse züchtet, war die Wahl naheliegend. Die Skulptur wird in nächster Zeit im Garten von Ueli Hinnen platziert. Im Atelier wird erst ein Modell der geplanten Welpengruppe hergestellt. Melanie Savelkouls mit ihrem Lehrmeister Ueli Hinnen. Fotos: ch./zvg. Ein Hund in Marmor gemeisselt Der Weg zur Skulptur war lang und steinig. Nachdem Melanie die Idee mittels einer Skizze aufs Papier gebracht hatte, gestaltete sie ein Modell aus Ton. Erst als dieses zu ihrer und Ueli Hinnens Zufriedenheit im Atelier stand, wagte sich die junge Frau an das eigentliche Werkstück. Sie begann, die Hundeskulptur mit Hammer und Meissel aus einem Block Marmor zu formen. «Ich arbeite gerne mit diesem Stein, er ist weich und lässt sich gut formen», betont Melanie und weist mit der Hand auf die fast fertige Welpengruppe hin. Während ihrer Tätigkeit blickte ihr Ueli Hinnen über die Schulter und begleitete sie. Aber auch externe Prüfungsexperten fanden sich jeweils unangemeldet im Bildhaueratelier ein, um die Arbeit der zukünftigen Steinbildhauerin zu begutachten. Ueli Hinnen und Melanie Savelkouls sind sich einig: «Die Steinbildhauerei ist ein schöner Beruf; schade, dass sich nur wenig junge Menschen dafür interessieren. Vermutlich liegt das daran, dass Steinbildhauer auch körperlich fit sein müssen, da das Arbeiten mit dem Stein hart ist und Kraft verlangt.» Auf die Frage, wie es nun nach Lehre weitergehe, sagt Melanie Savelkouls: «Ich möchte mich im sozialen Bereich weiterbilden und allenfalls später mit Kindern oder behinderten Menschen als Kunsttherapeutin mit Stein arbeiten.» Wohnungen im Seefeld geplant Der Stadtrat beantragt einen 100-Millionen-Franken-Kredit für die Seefelder Wohnsiedlung Hornbach. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Objektkredit von 100,7 Millionen Franken für eine neue kommunale Wohnüberbauung im Quartier Riesbach. In zwei Gebäuden beidseits des Hornbachs sollen 122 Wohnungen unterschiedlicher Grösse entstehen davon 84 mit 4 bis 5½ Zimmern sowie zwei Clusterwohnungen, die eine Mischung aus gemeinschaftlichem Zusammenleben und Privatsphäre ermöglichen. Dazu kommen Räume für Gewerbe und Kinderbetreuung, ein Werkhof von Grün Stadt Zürich, der die heute auf einer Teilfläche des Areals stehende Anlage ersetzt, und 103 Parkplätze. Preiswerter Wohnraum Die Kosten des Projekts unterschreiten die kantonalen Kostenvorgaben für subventionierte Wohnungen. Eine 4½-Zimmer-Wohnung dürfte knapp 1700 Franken netto (rund 1900 Franken brutto) pro Monat kosten. Etwa ein Drittel der Wohnungen soll subventioniert werden. Wenn der Gemeinderat den Objektkredit noch im vierten Quartal dieses Jahres genehmigt, entscheiden die Stimmberechtigten Mitte 2015 darüber. Bei einem Ja sollen die Bauarbeiten im Herbst 2015 beginnen, sofern bis dahin die Baubewilligung erteilt ist und keine Rekurse eingehen. Ebenfalls erforderlich sind die Genehmigung eines Gestaltungsplans, einer Umzonung und die Verlegung einer Baulinie. Die entsprechenden Verfahren sind pendent. Mitte 2018 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein. Im Quartier Riesbach gibt es heute eine städtische Wohnsiedlung, die Siedlung Tiefenbrunnen, mit 102 Wohnungen. Zwar bieten mehrere Genossenschaften sowie die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich weitere rund 400 Wohneinheiten an, doch liegt der Anteil gemeinnütziger Wohnungen im Kreis 8 unter dem städtischen Durchschnitt überwies der Gemeinderat eine Motion von Urs Rechsteiner (CVP) und Martin Mächler (EVP), mit der verlangt wurde, dass die Stadt in den Quartieren Seefeld und Riesbach mehr Wohnraum schafft. Zudem wurde 2011 durch einen Volksentscheid in der Gemeindeordnung festgehalten, dass der Anteil gemeinnütziger Wohnungen am Gesamtbestand auf einen Drittel erhöht werden müsse. (pd.) Gewerbeverein prämiert gute Lehrlinge Der Gewerbeverein Seefeld lädt die Betriebe dazu ein, erfolgreiche Lehrabgänger für den Lehrlingswettbewerb anzumelden. Seit Jahren zeichnet der Gewerbeverein Seefeld Lehrlinge für ihre Leistungen an der Lehrabschlussprüfung aus. Dazu lädt der Gewerbeverein seine Mitglieder ein, ihre Lehrabgänger für den Lehrlingswettbewerb anzumelden. Dieses Jahr findet die Feier am 16. August statt. Um Uhr werden die jungen Leute im Rahmen des Quartierfests Riesbach auf die Bühne des Gemeinschaftszentrums Riesbach gebeten. Dort dürfen sie verschiedene Preise in Empfang nehmen. Letztes Jahr waren darunter unter anderem Sportvelos sowie Gold-Taler. Mit den Talern können die Ausgezeichneten bei den Mitgliedern des Gewerbevereins im Seefeld nach Lust und Laune einkaufen. Der Gewerbeverein Seefeld zeichnet gute Lehrabgänger aus. Foto: ho Ehrung der Betriebe Mit dem Lehrlingswettbewerb will der Gewerbeverein Seefeld nicht nur fähige junge Leute prämieren, wie die Präsidentin Susanne Brunner sagt. Es gehe auch darum, die Betriebe zu nennen. «Uns ist es ein Anliegen, die Leistung der Lehrbetriebe zu würdigen.» Diese seien wichtiger Träger des dualen Berufsbildungssystems der Schweiz, das einerseits die Ausbildung in den Betrieben und andererseits jene in den Berufsschulen enthalte. Bis zum 31. Juli haben die Unternehmen Zeit, ihre Auszubildenden für den Wettbewerb anzumelden. Einige Anmeldungen sind bereits eingegangen. Werden die Preise an der Prämierung durch die Lehrabgängerinnen und -abgänger oder durch deren Vertreter nicht abgeholt, verfällt der Anspruch darauf. (rwy.) Anmeldeschluss für den Wettbewerb ist am 31. Juli. Ein Anmeldeformular kann unter bezogen werden. Preisverleihung Lehrlingswettbewerb: Sa, 16. August, Uhr. Gemeinschaftszentrum Riesbach, Seefeldstrasse 109.

8 Stadt Zürich Nr. 30/ Juli 2014 AUTOMOBIL Der Kleinste von Toyota ist Franko-Japaner Wie schon die erste Generation baut Toyota auch die zweite Auflage des Aygo in Kooperation mit Citroën und Peugeot. Neben seinen französischen Geschwistern sticht der Japaner mit eiem frechen Design heraus. Marc Leutenegger Eines vorweg: Der neue Aygo ist Toyota sicher besser gelungen als der dazugereichte Slogan. «Go fun yourself» der Spruch aus der Werbeabteilung taugt allenfalls für einen leidlich vulgären Aufkleber am Heck. Gut, macht da der Schweizer Importeur gar nicht erst mit und bewirbt die zweite Generation des Stadtflohs mit «Ready Set Aygo!», einer Anspielung auf die Lancierung im Rahmen der Leichtathletik-EM in Zürich. Daneben tritt der Aygo als «The Rising Star» auf, weil Toyota das Filmfestival in Locarno sponsert. Das ist zwar nicht allzu originell, aber unzweideutig. C1, 108, Aygo: Drei Geschwister Durchaus originell ist dafür dieses kleine Auto. Wie bei der ersten Generation 2005 hat Toyota wieder mit PSA zusammengespannt. Citroën C1 und Peugeot 108 heissen die Schwestermodelle, die im Frühling ebenfalls in Genf debütierten. Von der ersten Aygo-Generation verkauften die Jaaner weit über Exemplare, twas über waren es in der chweiz. Der Aygo lief damit leicht esser als der C1 und der 108 in ieser Reihenfolge. Diese Hierarchie will man bei Toota beibehalten und im umkämpften A-Segment weiterwachsen. Die Strategie, die dahinführen soll, heisst «gewagtes Design». Lieber polarisieren als nicht auffallen, sagte sich Aygo-Chefdesigner David Terai und gab seinen Mitarbeitern vor, sich an der japanischen Jugend- und Manga-Kultur zu orientieren. Das Ergebnis ist ein Kleinwagen, der als kulturelles Mischwesen durchgeht. Signifikantestes Merkmal ist das X auf der Front, das sich in vier Farben bestellen lässt. Ist es schwarz, erinnert der Aygo an die Maskerade von Zorro nd von Marvel-Figuren. In den nallbunten Farbkombinationen und tilisierten Formen kann man aber benso Manga-Anleihen erkennen. Aber zu den harten Fakten: In der Mit seinem markanten X auf der Fronthaube erinnert der neue Toyota Aygo an maskierte Superhelden. Das gewagte Design, das sich individuell zusammenstellen lässt, soll den Kleinwagen gegen Mitbewerber abgrenzen. Auf dem neusten Stand: Der Toyota Aygo, Citroën C1 und der Peugeot 108 teilen sich die gleiche technische Plattform. Fotos: zvg. Grösse hat sich der Aygo kaum verändert. Er ist mit 3,46 Meter Länge um 2,5 Zentimeter gewachsen, hat eine um 8 Millimeter breitere Spur und steht mit einem um 5 Millimeter gesenkten Dach etwas geduckter da. Der Radstand blieb unverändert, der Kofferraum wuchs um 29 auf 168 Liter hat aber weiterhin eine hohe Ladekante. Auch der Passagierraum ist minimal gewachsen. Doch das sind Details. Der Aygo ist wie gehabt ein Auto für Singles und Pärchen, mit zwei vorderen Plätzen, die auch für Grossgewachsene taugen, und einer Reihe zwei, auf der Erwachsene nur kurze Strecken gut gelaunt überstehen. Zu einer ordentlichen Sitzposition des Fahrers trägt das höhenverstellbare Lenkrad bei, und ab der mittleren Ausführung der höhenverstellbare Fahrersitz keine Selbstverständlichkeiten im A-Segment, wo jeder Franken zählt. Toyota will den Aygo erklärtermassen höher platzieren als die französischen Schwesterprodukte. So gibt es im Einstiegsmodell Aygo X ab Franken etwa einen Berganfahrassistenten sowie Radio und Servolenkung ab Serie. Relevanter für den Schweizer Markt ist das mittlere Modell X-Play. Für ab Franken ist es mit einem Lederlenkrad, einem Radio mit DAB+- Empfang, elektrischen Fensterhebern vorne und einer Funk-Zentralverriegelung ausgestattet. In dieser Ausstattung beginnt auch das Spiel mit Farben und Ausstattungen: Über Pakete können diverse Bauteile innen wie aussen individuell gewählt oder auch später ausgetauscht werden. Auf der Version X-Play basieren zudem Sondermodelle, zum Start etwa der Aygo X-City in Orange mit schwarzem X ab Franken. Die Spitze markiert der X- Wave ab Franken mit seinem faltbaren Stoffdach. Darin ist dann auch das Multimediasystem X-Touch ab Serie eingebaut, mit dem sich das Handy samt seiner Funktionen im Auto spiegeln lässt. Als Drei- oder Fünftürer Den Aygo gibt es wie gehabt als Dreioder Fünftürer, mit einer nicht ganz problemlosen Fünfgang-Handschaltung oder dem automatischen X- Shift-Getriebe. Die Federung, so zeigen die ersten Testfahrten, ist sehr komfortabel man will fast sagen französisch ausgelegt. Die Lenkung ist direkter und damit besser als beim Vorgänger. Allen Modellen gemeinsam ist der 3-Zylinder-Benziner mit 69 PS und 95 Newtonmetern Drehmoment, der nach einer Überarbeitung mit 4,1 Liter pro 100 Kilometer auskommen soll. Oder gar mit 3,9 Liter, wenn man den Aygo in der Eco-Version mit rollwiderstandsreduzierten Reifen und höher übersetztem 4. und 5. Gang bestellt. Allerdings geht dem Motörchen ausserhalb der Stadt rasch die Puste aus, Beschleunigungen von Tempo 80 auf über 120 nehmen über 20 Sekunden ein. Das ist nicht jedermanns Sache, ebenso wie der wenig kernige, aber laute Motorensound, den Toyota nach Marktstudien offenbar bewusst nicht besser gedämmt hat. Gut, geht die Schweiz als einziger Markt auch hier ihren Sonderweg und bietet gegen einen Aufpreis von 700 Franken einen etwas muntereren 1,2-Liter mit 82 PS an. Er kommt von PSA so geht die franko-japanische Zusammenarbeit. AUTONEWS Tesla bindet Konkurrenz ein Der US-Autobauer Tesla will seinen E-Autos auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen und spannt dafür sogar die Konkurrenz ein. Davon könnte auch BMW profitieren. Manager beider Unternehmen diskutierten jüngst darüber, wie die Entwicklung der Elektromobilität vorangetrieben werden könnte. Wertvoller Stern Mercedes-Benz ist laut einer neuen Studie der Markenberatung Interbrand umgerechnet 31,109 Milliarden Franken wert. Hauchdünn dahinter liegt BMW mit 31,102 Milliarden Franken. Auf Platz fünf liegt Volkswagen mit 10,832 Milliarden Franken. F-Type Project 7: Jaguars stärkstes Raubtier Mit dem F-Type Project 7 baut Jaguar das schnellste Modell der Firmengeschichte, erfreut damit aber nur 250 exklusive Kunden. Jaguar nutzte das Goodwood Festival of Speed im Süden von London für eine aufsehenerregende Ankündigung: Der F-Type Project 7 wird definitiv in einer kleinen Serie gebaut. Der puristische Roadster ist damit das erste Modell der neu gegründeten Spezialabteilung Jaguar Land Rover Special Operations, das weltweit aufgelegt wird in einer Zahl von nur 250 handgefertigten Exemplaren. Das Design lehnt sich eng an die 2013 gezeigte einsitzige Studie an, verfügt aber nun über zwei Sitze und Überrollbügel. Der aerodynamisch verkleidete Höcker auf der Fahrerseite zitiert den dreimaligen Le-Mans- Sieger Jaguar D-Type, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird. Als bisher schnellstes Jaguar-Serienmodell wird F-Type Project 7 von einem auf 575 PS gesteigerten Supercharged-V8 mit 5 Liter Hubraum angetrieben. Damit erledigt der strassenzugelassene Supersportler den Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 300 Stundenkilometer limitiert. Verglichen mit dem normalen F- Type, wurde die Aerodynamik mit Karbonteilen verfeinert. Jaguar hat zudem das Fahrwerk noch sportlicher abgestimmt und liefert den Supersportler nur mit rennsporttauglichen Keramikbremsen aus. Der F-Type Project 7 rollt standesgemäss auf 20-Zöllern mit schwarz glänzenden Felgen. Und im Interieur darf sich der exklusive Kundenkreis über die mit einem Diamantenmuster verzierten Sportsitze freuen. Die Auslieferung soll laut Jaguar Mitte des nächsten Jahres beginnen. Preise bei solchen Autos eine Nebensache wurden noch keine genannt. (zb.) In unter 4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer: F-Type Project 7. F: zvg. Keine Sommerflaute: Bei VW und BMW laufen die Bänder Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage stehen die Bänder bei vielen deutschen Personenwagenherstellern auch in den kommenden Sommerferien nicht still. Mercedes zum Beispiel hat angekündigt, in Deutschland 7600 Ferienjobber einzustellen, wie die «Automobilwoche» kürzlich berichtet hat. Bei Audi werden 500 Ferienbeschäftigte am Standort Ingolstadt benötigt. Gut ausgelastet sind dem Vernehmen nach auch die Werke von BMW. Bei VW läuft die Produktion im Werksurlaub weiter. «Wir können jede Hand gebrauchen», wird ein Fertigungsleiter zitiert. Doch nicht alle können diesen hohen Takt halten: Porsche macht ganz normale Betriebsferien. Auch Opel legt eine dreiwöchige produktionsfreie Zeit ein, wie jedes Jahr. Genauso geschieht es bei Ford, das in den Werken in Köln und Saarlouis eine Pause einlegen lässt. (tr.)

9 HINTERGRUND Züriberg Nr. 30/ Juli Zürcher Orang-Utan zieht nach Amerika Aufgewachsen ist Sirih in üsnacht, in der Familie on «Lokalinfo»-Redaktorin hilippa Schmidt. Nun muss ie Sumatranische Orangtan-Dame über den grossen Teich: Sie zieht on Frankfurt nach Indiaapolis in die USA. Philippa Schmidt Auch heute noch werde ich oft angesprochen: «Ihre Mutter war doch das Äffli-Mami?» Stimmt! Wie oft hatte eine Mama, Annemarie Schmidtfister, ein Tragetuch umgebunden nd oben schaute ein roter, schwarzer der blonder Schopf heraus. Und weil Affenkinder sich immer im Fell ihrer ütter festklammern, ging es dann ben mit Ziehkind ins Dorf: zum Optier, zur Bank und sogar zum Zahnrzt. 15 Affenkinder hat sie insgesamt rossgezogen 13 davon in Küsnacht: om Gorilla über den Kappengibbon is zum Orang-Utan. Zum Äffli-Mami eworden ist meine Mutter durch meien Vater, Christian Schmidt, der im oo Zürich als Kurator und stellvertreender Direktor tätig war, bis er 1994 ls Zoodirektor nach Frankfurt berufen urde. Verwaistes Affenkind Besonders ans Herz gewachsen ist uns dabei sicher Sirih. Sirih, die von ihrer unerfahrenen Mutter Jane verstossen wurde und im Alter von drei Monaten ihre Adoptivmutter Radia verlor: Ein gewissenloser Tierquäler hatte Radia im Aussengehege des Zürcher Zoos vergiftet. Wer die Tat damals im Frühling 1993 begangen hatte, konnte bis heute nicht ermittelt werden. So kam Sirih zu uns: genauso wie zuvor Gorillamädchen Donga, Wollaffe Didi oder Schopfmakakenmädchen Nena. Oder wie auch schon Sirihs Tante Moni. Weggenommen wurden die Babys ihren Müttern nie; nur wenn die Mütter ihr Neugeborenes nicht annahmen oder starben, kamen die Affenkinder zu uns in einem Fall wurde ein Brillenlangur-Baby sogar durch den Zoll geschmuggelt. Ich erinnere mich noch genau, wie uns ein Telefonat in der Hütte des Küsnachter Hundevereins Wulp erreichte: «Annemarie, du musst sofort in den Zoo kommen!» So wurden die beiden Hunde und ich als Zwölfjährige ins Auto gepackt und ab gings auf den Zürichberg ins Menschenaffenhaus. Dort hinter den Kulissen war Cheftierpfleger Kurt Rathfelder mit der kleinen, nun verwaisten Sirih, die lautstark nach ihrer Mutter oder zumindest nach einem Schoppen verlangte. Im Auto wurde Sirih von den Hündinnen Wanda und Simba stürmisch begrüsst: Kleine Orang- Utan-Babys, die in die Windeln gemacht haben, riechen für Hunde ungemein gut. So zog Sirih ins Haus und auch in den Garten neben dem Küsnachter Horn ein. Zuerst noch völlig hilflos, schliesslich war sie ein Säugling, klammerte sie sich an meiner Mutter fest, lernte aus dem Schoppen zu trinken und dann «nah dis nah» zu kriechen und zu laufen. Das Klettern lernte sie am heimischen Zwetschgenbaum. Zwar ist das Bäumchen nicht mit Urwaldriesen zu vergleichen, doch diese Herausforderung war erst einmal gross genug. Aufgrund ihres traurigen Schicksals wurden die Medien auf Sirih aufmerksam: Bald strömten Heerscharen von Journalisten, bepackt mit Kameras, Stativen und Blöcken, in die elterliche Wohnung. Sirih genoss diese Aufmerksamkeit, hatte aber auch schon damals ihren ganz eigenen Kopf. Beim Die zwei ungleichen Schwestern verbindet immer noch eine enge Beziehung: Sirih und Philippa Schmidt im Zwiegespräch. Fotos: phs., asp. zvg. Ein schönes Aussengehege, doch das Netz war nicht sicher vor Sirih. «Blick»-Journalisten interessierte sie vor allem eines: seine Krawatte. Dass der Mann ihr Bananen mitgebracht hatte, liess für Sirih nur einen logischen Schluss zu: Sie packte sich die Krawatte und wischte damit den Mund voller Bananenmus ab. Zu was soll den so ein unpraktischer Stofffetzen sonst gut sein? Trotz dieses Malheurs hatte der kleine Medienstar die Titelseite vom «Blick» gleich reihenweise gebucht. Zwar sollte Sirih möglichst äffisch erzogen werden, doch kamen auch immer wieder Familie, Freunde, Schulkollegen und Bekannte vorbei. Besonders gut erinnere ich mich daran, als Sirih auf dem Schoss eines Jungen sass, den ich toll fand. Plötzlich liess sie sich nach vorne fallen und biss den armen Kerl in den Bauch. Weh getan haben kann dies bei den kleinen Zähnen eigentlich nicht, doch der Bub ist natürlich furchtbar erschrocken und mir war es sehr peinlich. Netz aufgeknüpft Einen Sinn für Schabernack hatte Sirih also schon als Baby. Ausserdem hatte sie eine schnelle Auffassungsgabe und war furchtbar neugierig: eine Mischung, die ihr jetzt zum Verhängnis wird zumindest, wenn es nach den deutschen Zeitungen geht. Unter dem Titel «Weil sie zu schlau ist: Unsere Sirih soll abgeschoben werden» hat es die Primatin im März dieses Jahres wieder in die Schlagzeilen geschafft. Von der «Frankfurter Rundschau» über die «Welt» bis zur «Bild»-Zeitung berichteten die Medien über den Orang- Utan, der das Aussennetz aufknüpft. «Dass Sirih in die USA geht, hat genetische Gründe», sagt hingegen Thomas Wilms, zuständiger Kurator im Zoo Frankfurt, und ergänzt, dass Sirihs Linie in den USA noch nicht vertreten sei. Sicherheitshalber muss Sirih derzeit aber im Innengehege bleiben, wo sie kein Aussennetz aufknüpfen kann. «Wir mussten erst darauf kommen, dass es Sirih ist, die das Netz aufgeknüpft hat», erzählt Tierpflegerin Regina Brinkmann. Denn wenn sie ein beiges «Zoo Frankfurt»-T-Shirt, die Berufskleidung der Tierpfleger, sichtete, werkelte Sirih nie am Netz herum. Erst eine neue Praktikantin, die Sirih nicht kannte, konnte die «Übeltäterin» überführen. Ausbrechen habe Sirih aber nicht gewollt, erklärt Brinkmann. Die Äffin habe vielmehr die Aufmerksamkeit der Menschen gesucht. Überhaupt sei Sirih deutlich anhänglicher als die anderen Sirih, der Medienstar: Sie bekam noch lange Fanpost. Frankfurter Orang-Utans, die von ihren eigenen Müttern grossgezogen wurden. Dass Sirih schlau ist und gerne bastelt, wurde nicht erst mit der Netzgeschichte offensichtlich. «Da war noch die Geschichte mit der warmen Dusche», erinnert sich Brinkmann. Sirih habe einst die Wandverkleidung abgeklaubt, bis die Heizungsrohre zum Vorschein gekommen seien. Diese habe sie aufgebissen, sodass warmes Wasser herausfloss. So konnten Sirih und ihre Artgenossen eine warme Dusche geniessen. Ein Tierpfleger, der vorbeiläuft und unser Lachen über die Geschichte mitbekommt, schüttelt nur unwillig den Kopf. Sirihs kreative Aktionen haben den Zoo-Angestellten wohl so manche Aufregung beschert. «Sie hat bei uns natürlich schon ganz andere Anregungen erhalten, als Affen, die im Zoo aufgewachsen sind», erinnert sich meine Mutter. So hat Sirih wohl so manch Menschliches aufgeschnappt, trotz des Versuchs, sie so äffisch wie möglich zu behandeln. Sirih hielt nicht nur die Tierpfleger auf Trab, sie hat auch eine soziale Ader. Als sie aus dem Zoo Zürich kommend mit der ebenfalls neuen Rosa in den Zoo Frankfurt eingewöhnt werden sollte, war es vor allem Rosa, die Mühe bekundete. Rosa wurde als Gefährtin für Sirih aus Hagenbecks Tierpark geholt und war in einer Affenfamilie aufgewachsen kannte also nicht so viele fremde Dinge wie Sirih. «Rosa sass in der Ecke und hatte sich ein T-Shirt über den Kopf gezogen», erinnert sich Annemarie Schmidt: «Da ging Sirih zu ihr hin, zog sanft das T-Shirt herunter und schob eine Traubenbeere vom eigenen in Rosas Mäulchen.» Auch heute noch sind Sirih und Rosa eng befreundet. «Sirih will immer ganz nah bei Rosa sein», schildert Tierpflegerin Brinkmann. Gerne hütet Sirih zudem Rosas Baby Sayang oder spielt mit dessen älteren Bruder Lucu. Auch Sirih selbst ist schon Mutter geworden. So hat sie vor elf Jahren Tochter Jahe bekommen, die mittlerweile in München lebt. Doch seither ist Sirih, die eine äusserst besorgte Mutter war, kinderlos geblieben. Woran das liegt? «Wir wissen es nicht», rätselt Kurator Wilms. Anfang August wird Sirih nun nach Indianapolis fliegen. Die Überführung eines Orang-Utans in die USA ist allerdings sehr aufwendig. Die amerikanischen Behörden brauchen nicht nur einen Wust von Papieren, Sirih musste Immer hautnah dabei: Sirih wollte auch versorgt werden, wenn ihr Menschenmami, die Journalistin Annemarie Schmidt-Pfister, Artikel schrieb. Annemarie Schmidt mit zwei Primatenkindern: Philippa und Gorilla Donga. auch gründlich auf allerlei Krankheiten geprüft werden. Ist ein solcher Umzug nicht unglaublich stressig für Sirih? «Nein, als die Orang-Utans in Kisten mit dem Gabelstapler vom alten Affenhaus in den neuen Borgoriwald gefahren wurden, haben die geguckt, fanden das unglaublich spannend», erzählt Brinkmann: «Bis zum Abflug wird sie das toll finden, danach vielleicht etwas langweilig.» Gänsehautmoment Nicht nur für Sirih bedeutet der Umzug eine grosse Umstellung, auch für «ihre» Menschenfamilie. Bislang war es möglich, Sirih mehrmals jährlich zu besuchen: Die Zugfahrt nach Frankfurt dauert nur vier Stunden. Wenn Sirih mich an der Scheibe des Borgoriwaldes entdeckte, kam sie jeweils kurz nach vorne, um mich zu begrüssen und natürlich viel wichtiger, weil spannender um den Inhalt meiner Tasche zu inspizieren. Bei meinem wohl letzten Besuch vor der Züglete kann ich Sirih das erste Mal, seit sie 1996 als Halbwüchsige vom Zoo Zürich nach Frankfurt gezogen ist, wieder hinter den Kulissen besuchen. Damit ist auch Körperkontakt möglich, und die Reaktion folgt auf dem Fuss. «Sie hat ja richtig Gänsehaut», staunt Regina Brinkmann. Ich habe auch Gänsehaut, als ich ihr die mitgebrachten Haselnüsse verfüttere. Sirih sammelt fast die ganze Packung Nüsse im Mund und verspeist danach genüsslich eine nach der anderen. Auch Lucu holt sich seine Portion Nüsse ab. Sirih hat allerdings noch eine bessere Idee. Sie schiebt eine lange Kartonrolle durchs Gitter und hält deren Ende mit ihrem Maul fest. Ob sie will, dass wir oben einfach die ganze Packung hineinschütten? «Das könnte gut sein», schmunzelt die Tierpflegerin. Wer weiss auch wenn es schwerfällt, vielleicht ist der Indianapolis-Zoo wirklich die richtige Lösung für Sirih? Immerhin wird sie dort auch in einer grösseren Orang-Utan-Gruppe leben, auch ein riesiges, neues Haus ohne Netz und spannende Aufgaben, beispielsweise Kommunikationsprogramme mit dem Computer, warten auf sie.

10 Züriberg Nr. 30/ Juli 2014 ECKANKAR Gesellschaft Schweiz Kurvenstrasse Zürich Sonntag, 3. August, ECK-Gottesdienst, Uhr Thema: Liebt mich Gott tatsächlich? Jeden Mittwoch Eckankar-Center offen Uhr Freitag, 8. August, Uhr, Singen Sie HU (Hiu), / IMMOBILIEN Hochwertige 1½- bis 2½-Zi-Wohnung in zentraler ZH-Lage gesucht. Telefon KLEINANZEIGEN HOMESITTING Möbel/Antiquitäten Bauernschrank 18. Jahrh. zu verkaufen Planen Sie Ferien/Geschäftsreise? Benötigen Sie jemanden, der Ihre Wohnung / Haus in dieser Zeit betreut? Melden Sie sich gerne unter oder % Diskretion, Referenzen vorhanden, Schweizerin KLEINANZEIGEN 10 Kleinanzeigen kosten pro Doppelzeile Fr Chiffrezuschlag Fr. 5.- Bargeld beilegen und mit dem Coupon einsenden an: Lokalinfo AG, «Kleinanzeigen», Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich. Diese Inserate sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, Uhr, bei uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text bitte in Blockschrift ausfüllen (pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder Wortzwischenraum). Freizeit/Ferien Unterricht/Kurse Fitness/Gesundheit Musik/Unterhaltung Diverses Fahrzeuge Name/Vorname: Strasse: PLZ/Ort: Telefon: Wohnungen Möbel/Antiquitäten

11 SPORT Züriberg Nr. 30/ Juli Die Wiederansiedlung des Przewalskipferdes und der Erhalt der Dzungarischen Wüste Gobi in der Mongolei sind dank Schweizer Hilfe auch aus dem Wildnispark Langenberg möglich. F: zvg. Mongol Derby: Am härtesten Pferderennen der Welt Das Mongol Derby ist eine Herausforderung für Reiter und Reiterinnen. Der Ritt durch die Mongolei wird heuer zum fünften Mal durchgeführt. Silvia Simonin aus dem Adlisberg nimmt als erste Schweizerin am härtesten Pferderennen der Welt teil. Béatrice Christen Anfang August findet das Mongol Derby statt. Der Ritt führt quer durch die Mongolei ist auch für geübte Reiter und Reiterinnen mehr als nur eine Herausforderung, gilt es doch innerhalb von zehn Tagen tausend Kilometer auf dem Rücken von Mongolenponys zu bewältigen. Das erste Mongol Derby fand im Jahr 2009 statt. Heuer nimmt mit Silvia Simonin zum ersten Mal eine Schweizerin teil. Herzblut für Pferde Silvia Simonins Herz schlägt für Pferde. Die gelernte Bereiterin und Tierpflegerin führt einen Pferdepensionsstall im Adlisberg. Sie hat sich für die Teilnahme am Mongol Derby interessiert und ihre Bewerbung mit den verlangten Referenzen eingereicht. Nach deren gründlichen Prüfung durch die Organisatoren hat sie die Pferdefreundin Silvia Simonin mit einem ihrer Pferde im Adlisberg. F: ch. Zusage zur Teilnahme erhalten. Silvia Simonin freut sich auf die sportliche Herausforderung und sagt: «Es ist toll, dass ich dabei sein kann, ich freue mich, habe aber Respekt vor den harten Bedingungen, die ich unterwegs antreffen werde.» Für den Ritt durch die Prärie und über Berge werden Mongolenponys eingesetzt. «Diese kleinwüchsigen und robusten Pferde leben in der Mongolei halbwild. Die Derbyteilnehmer können die zu ihnen passenden Tiere aus einer Herde selber auswählen», erzählt die 34-jährige Frau und fährt fort: «Die Pferde werden jeweils nach vierzig Kilometern ausgewechselt und an den verschiedenen Posten auf ihren Gesundheitszustand hin kontrolliert. Teilnehmende, welche ihre Pferde überfordert haben oder schlecht behandeln, werden disqualifiziert. Die Derbyteilnehmer werden mit einem Pager ausgerüstet, damit sie im Notfall bei einem Sturz oder anderen ernsthaften Problemen unterwegs Hilfe anfordern können. Ansonsten sind die Reiterinnen und Reiter auf sich selbst gestellt und müssen den Weg mit Hilfe von GPS und Karte allein finden. Übernachtet wird in mongolischen Jurten, so nennt man die Unterkünfte der Nomaden, International Takhi-Group (ITG) Die International Takhi-Group mit Sitz in Sihlwald will das Przewalskipferd (mongolisch: Takhi) die einzige noch lebende Wildform des Pferdes in der Wüste Gobi wieder ansiedeln. Diese Urpferde galten seit den 60er Jahren in freier Wildbahn als ausgestorben. Eine kleine Population überlebte in europäischen Zoos. Nach ausführlichen Abklärungen konnten 1992 die ersten Takhis aus verschiedenen europäischen Zoos in den Wildnispark Zürich, Langenberg, und von dort aus nach Takhintal in die Auswilderungsstation der ITG in der Mongolei gebracht werden. Im Jahr 1999 kamen die ersten Fohlen in freier oder im Schlafsack im Freien.» Auf die Frage, weshalb sie sich für das Mongol Derby beworben habe, lacht Silvia Simonin und sagt: «Ein Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht, und da ich körperlich und mental fit bin, interessierte mich das Projekt.» Mongol Derby kostet Geld Die Teilnahme am Mongol Derby ist mit erheblichen Kosten verbunden. Reisegebühren und Spesen gehen zulasten der Teilnehmenden. Dazu kommt die Startgebühr in der Höhe von rund Ferner ist jeder Teilnehmende verpflichtet, Spenden Wildbahn zur Welt. Übrigens: Für die Mongolen bringt das Berühren der Takhis Glück. Von der Ansiedelung der Takhis profitiert auch das gesamte Ökosystem der Wüste Gobi. Die Forschung spielt dabei eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise einzelne Tiere mit Sendern ausgerüstet. Die Wiederansiedlung und Beobachtung der Takhis ist kostenaufwendig. Deshalb ist die ITG auf Sponsorenbeiträge angewiesen. Wer das Projekt der Urpferde in der Wüste Gobi unterstützen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Infos dazu im Internet auf der Homepage in der Höhe von mindestens 1000 zu sammeln. Davon fliessen 500 in ein Projekt für die Erhaltung des Regenwalds, der Rest an eine Institution, die jeder Teilnehmende selber auswählen kann. Silvia Simonin hat sich für die International Takhi-Group (ITG) entschieden, welche sich für die Wiederansiedlung des Przewalskipferdes und den Erhalt der Dzungarischen Wüste Gobi in der Mongolei einsetzt. «Das ITG-Projekt begeistert mich, und deshalb habe ich entschieden, dieses im Rahmen des Mongol Derbys zu unterstützen», betont die Bereiterin aus dem Adlisberg. ANZEIGEN TELEFON-NUMMERN Bäckerei-Konditorei Gemeindestrasse Zürich Tel Unsere Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, Uhr Samstag, Uhr Sonntag, geschlossen Beachten Sie unsere vielen hausgemachten Spezialitäten

12 2 Züriberg Nr. 30/ Juli 2014 WETTER Vom Yin und Yang des Zürcher Juliwetters Die erste Julihälfte war in Zürich unterkühlt, nass und sonnenarm. Eine trübe erse Monatshälfte ist aber ichts Aussergewöhnliches, ie ein Blick in die Wetternnalen zeigt. Besserung erspricht die zweite Juliälfte. Silvan Rosser Zum Glück war da noch die Fussball-WM, ansonsten wäre das Gejammer über das Nicht-Sommerwetter in der ersten Julihälfte wohl nicht auszuhalten gewesen. Nach einem sehr sonnigen und über weite Strecken hochsommerlichen Juni mit einer erinnerungsträchtigen Hitzewelle über die Pfingsttage konnte die erste Julihälfte das Niveau nicht halten. Ganz im Gegenteil: Es kam zu einem regelrechten Absturz in eine frühherbstliche Tristesse. Obwohl es an der ersten Julihälfte 2014 nichts schönzureden gibt, zeigt ein Blick in die Historie, dass eine trübe erste Julihälfte, vor allem in den letzten Jahrzehnten, nichts Ungewöhnliches darstellt. Dieses Phänomen ist unter Meteorologen auch als «Julitrübe» oder «Juli-Baisse» bekannt. Defizit an Sommertagen Mit durchschnittlich 16 Grad gehört die erste Julihälfte auf dem Zürichberg mit einem Wärmedefizit von rund 2 Grad zu den 26 kühlsten seit Letztmals kühler war diese Periode vor zehn Jahren. Noch etwas kühler als heuer war es auch in den Jahren 1993 und Ganz andere Verhältnisse herrschten vor einem Jahr, als es rund 4 Grad wärmer war wiesen die ersten 15 Julitage durchschnittlich knapp 20 Grad auf. Deutlicher Rekordhalter ist das Jahr Vor vier Jahren war die erste Julihälfte tropische 23,8 Grad warm in Zürich. Gleichzeitig wurden damals 14 Sommertage mit mehr als 25 Grad und 7 Hitzetage mit mehr als 30 Grad registriert. Zum Vergleich: In Sehr trüb und nass war es in der ersten Julihälfte: An 12 der ersten 15 Julitage gab es Regen. Mehr Regentage gab es nur im Jahr Grafik: Silvan Rosser Mit rund 16 Grad war die erste Julihälfte in Zürich rund 3 Grad kühler als vor einem Jahr. Ähnlich kühl war es letztmals 2004, 2005 und Grafik: Silvan Rosser diesem Jahr bescherte uns die erste Julihälfte in Zürich zwei bis drei Sommertage und überhaupt keinen Hitzetag. In der Referenzperiode wurden durchschnittlich sechs Sommertage erfasst und einmal pro Jahr stieg das Thermometer durchschnittlich über 30 Grad. Die erste Julihälfte kann temperaturmässig aber noch deutlich garstiger sein. So war die Periode vom 1. bis 15. Juli 1948 nur gerade 12 Grad kalt, also nochmals 4 Grad kühler als in diesem Jahr. Gleichzeitig gab es keinen einzigen Tag mit Höchstwerten über 25 Grad. Keine Sommertage und sehr kühle Temperaturen in dieser Zeitspanne gab es auch 1909 und letztmals Fehlende Hitzetage mit Höchsttemperaturen über 30 Grad sind in Zürich keine Seltenheit. In jedem zweiten Jahr ist dies im Durchschnitt der Fall, wie auch letztmals 2012 und davor Heizen im Juli? Der Juli ist erfahrungsgemäss jener Monat im Jahr, an dem die Heizung ganz abgeschaltet wird. Entscheidend dafür sind die Heiztage, welche in der Klimatologie als Tage mit einer Durchschnittstemperatur unter 12 Grad definiert sind. Gemäss Referenz der Jahre gibt es in Zürich in der ersten Julihälfte einen Heiztag. Die erste Julihälfte 2014 war zwar durchgehend unterkühlt, jedoch blieben sehr kühle Tage fast ganz aus, sodass auch dieses Jahr nur ein Heiztag registriert wurde. In sehr kühlen Jahren brachte die erste Julihälfte in Zürich sogar sechs bis acht Heiztage, wie beispielsweise 1909, 1948 oder Bei solchen Verhältnissen würde man heutzutage wohl sogar im Juli die Heizung erneut hochfahren. So weit kam es in diesem Jahr zum Glück nicht. Mit 90 bis 100 mm war die erste Julihälfte in Zürich auch deutlich zu nass. Verglichen mit der Referenzperiode fiel 40 bis 50 Prozent mehr Niederschlag. Gegenüber dem Vorjahr wurde in diesem Jahr sogar dreimal mehr Niederschlag gemessen. Viel Niederschlag in dieser Zeit ist jedoch nichts Aussergewöhnliches und 2012 fielen mit 120 bis 130 mm in Zürich regelrecht ins Wasser. Es zeigt sich sogar ein langfristiger Trend hin zu mehr Niederschlag in dieser Zeitspanne. Brachten die Jahre 1970 bis 1990 im Schnitt nur rund 50 mm Regen, sind es heute mehr als 70 mm, gleich viel wie auch schon von 1910 bis Die Statistiken zeigen, dass die erste Julihälfte zwar unterdurchschnittlich war, jedoch nicht stark negativ abfällt. In einer Kategorie muss sich 2014 jedoch verstecken. So waren 12 der 15 ersten Julitage auch Regentage (mehr als 1 mm Regen). Dieser Wert ist fast rekordverdächtig. Mehr gab es nur im Jahr 2000 mit 13 Regentagen. Es erstaunt kaum, dass diese zwei Wochen somit auch zu sonnenarm waren. Mit nur 80 Sonnenstunden klafft ein Defizit von rund 20 Stunden auf. Die bessere zweite Hälfte Die erste Julihälfte war in Zürich also rund 2 Grad zu kalt, 50 Prozent zu nass und brachte 20 Sonnenstunden weniger als in der Referenzperiode Diese Defizite sind in der zweiten Hälfte durchaus noch aufzuholen, die Aufholjagd wurde ja pünktlich zur Monatsmitte mit der Rückkehr des Hochsommers eingeläutet. Dieses Phänomen ist nicht neu. Die zweite Julihälfte ist seit jeher und vor allem in der jüngeren Vergangenheit die «bessere». Seit 1990 war die erste Julihälfte nur dreimal wärmer als die zweite Hälfte. In allen anderen Jahren war die zweite Julihälfte um rund 2 Grad wärmer als die erste. Es erstaunt kaum, dass die zweite Julihälfte somit auch mehr Sommertage und mehr Hitzetage bringt. Der sommerliche Charakter der zweiten Monatshälfte zeigt sich auch bei der Sonnenscheindauer. Zwischen 1981 und 2010 brachte sie rund 20 Stunden mehr Sonnenschein als die erste Monatshälfte. Hoffen wir also, dass auch der Juli 2014 eine bessere zweite Hälfte hat.

13 Stadt Zürich Nr. 30/ Juli ZÜRICH INSIDE Ursula Litmanowitsch Woody-Allen-Fan: Regisseur Rolf Lyssy. Einzigartige Stimmung für Kinogeniesser: Am Zürichhorn findet bis am 17. August die 26. Ausgabe von «Orange Cinema» statt. Grosses Kino vor Traumkulisse Glanz & Gloria-Moderatorin Annina Frey. Ex-Radprofi aus Seebach, Franco Marvulli, und Iris Kunkel vor der Traumkulisse. Gestartet wurde das diesjährige «Orange Cinema am See» mit der Vorpremiere «Fading Gigolo» mit Woody Allen. «Dort, wo Woody Allen mitspielt, kann es nur gut sein», sagte Filmregisseur Rolf Lyssy («Die chweizermacher») beim Empfang nd Apéro für Geladene. Das Ambinte am Zürichhorn ist jedes Jahr mwerfend. Das lukullische Angebot nklusive. Die Erfolgsgeschichte von eter Hürlimann (Cinerent Openair AG) ist ein Publikumsmagnet. Beim Start spielte am Donnerstag auch das Wetter mit. Vielleicht weil Meteonews-Chef Peter Wick mit an Bord war? Jedenfalls waren die 1750 Plätze ausverkauft. Nach dem Auftakt war Rolf Lyssy begeistert: «Der Film hat mir gut gefallen. Es ist eine feinsinnige Komödie, mit witzigen, aber auch berührend melancholischen Momenten und von John Turturro mit viel Gespür für die allzu menschlichen Wünsche und Sehnsüchte realisiert. Allen als schrulliger Zuhälter und Turturro als Mann für gewisse Stunden zeigen sich als umwerfend komisches Paar.» Auch «Persönlich»-Chef und Blocher-TV-Talker Matthias Ackeret outete sich als Geniesser des einen Monat (bis 17. August) dauernden cineastischen Stelldicheins: «Kino am See ist grosses Kino. Was Peter Hürlimann auf die Beine gestellt hat, ist eine Bereicherung für Zürich.» Auf die Frage nach seinem Lieblingsfilm meint Ackeret, dem in jungen Jahren eine gewisse Ähnlichkeit zu Alain Delon nachgesagt wurde: «Mein Lieblingsfilm ist ganz klar Der Profi mit Jean-Paul Belmondo. Er wurde am Zürichhorn auch schon als Nostalgiefilm gezeigt. Und Nostalgiefilme sind immer die besten.» Neben dem Kultfilm «Casablanca» gibt es heuer aber auch weitere drei Vorpremieren. Und auch der Lieblingsfilm des ehemaligen Radprofis Franco Marvulli wird gezeigt. Marvulli schwärmt nämlich für «La vita è bella» mit Roberto Benigni aus dem Jahr Der «Pedaleur de Charme aus Seebach» hat erstaunlicherweise den gleichnamigen Film über Hugo Koblet noch nie gesehen: «Es hat sich einfach noch nicht ergeben.» Besonders stolz ist «Orange Cinema» auf die Vorpremiere «Der Koch» nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter (am 23. Juli). Dann wird neben anderen auch der Zürcher Schauspieler Max Rüdlinger vor Ort sein und über die Dreharbeiten berichten. Tele-Blocher-Talker Matthias Ackeret und Susanne Heer (Produzentin BB Endemol). Ruth Bächtold und Käthy Fisch (r.) von Couture «à ma chère». Wettermann Peter Wick mit Unternehmer Marco Marchesi (r.). Jedes Jahr dabei: Anwalt Herbert Pfortmüller, Megy Pfortmüller. Schauspieler Leonardo Nigro mit Schwager Oliver Steiner (r.). Entspannt in den Kinoabend: Musiker Marc Sway und Severine. ANZEIGEN Kaufgesuch: BRIEFMARKEN! (Auch alte Briefe und Ansichtskarten) Sofort bar oder als Auktionseinlieferung Schwarzenbach Auktion Zürich Merkurstrasse 64, 8032 Zürich Eigene Firmen-Parkplätze vorhanden! Bitte Termin vereinbaren: Tel

14 14 Züriberg Nr. 30/ Juli 2014 Veranstaltungen & Freizeit BUCHTIPP Die PBZ-Bibliotheken (www.pbz.ch) empfehlen: Mitreissend Es ist das Jahr 1976, und England erlebt gerade den heissesten Sommer aller Zeiten. Als an einem Morgen der pensionierter Vater Robert Riodan von seinem allmorgendlichen Zeitungsholen-Spaziergang nicht zurück kommt, trommelt Mutter Gretta alle ihre drei Kinder ins Elternhaus zusammen. Für Monica, Aoife und Michael Francis ist es nicht gerade leicht, aufeinanderzutreffen. Aoife flüchtete vor drei Jahren von ihrer Familie nach New York und war seitdem nicht mehr zu Hause. Monica hat seit einem dramatischen Erlebnis kein einziges Wort mehr mit Aoife gesprochen und macht es auch nicht, als sie sich bei ihrer Mutter antreffen. Michael Francis steckt mitten in einer Ehekrise und hätte Besseres zu tun, als seinen Vater zu suchen. Das Buch handelt nicht nur wie am Anfang gedacht von der Suche nach dem Vater, sondern ist vielmehr eine Reise durch die Geschichte der Familie Riordan mit vielen verborgenen Geheimnissen. Eine mitreisende Familiengeschichte, bei welcher jeder einen Teil seiner eigener Familie wiederentdecken wird. Maggie O Farrell. Der Sommer, als der Regen ausblieb. Manhattan, 2013 Packend Die junge Saturnine bewirbt sich für ein Zimmer im Pariser Stadtpalais des Adeligen Don Elemirio. Als sie mit ihren Mitbewerberinnen im Wartezimmer sitzt, erfährt sie, dass die meisten anderen Frauen nicht wegen der tiefen Miete hier sind, sondern um den berüchtigten Mörder Don Elemirio kennenzulernen. Acht junge Frauen wohnten bereits bei ihm und sind seitdem spurlos verschwunden. Saturnine macht sich darüber keine grossen Gedanken und ist vor allem am günstigen Zimmer interessiert. Sie setzt sich durch und erhält die Bleibe. Sie merkt schnell, dass es Don Elemirio nicht um das Geld geht, sondern um die Schönheit von Saturnine. Sie hingegen begegnet ihm kühl und schroff, doch das scheint ihn nicht zu stören. Saturnine macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis von Don Elemirio. Wird sie seinem Charme ebenso erliegen wie ihre acht Vorgängerinnen, die allesamt spurlos verschwunden sind? Amélie Nothomb hat das Märchen vom Charles Perrault ( ), «Frauenmörder Blaubart», neu interpretiert und eine packende Geschichte daraus gemacht. Amélie Nothomb. Blaubart. Diogenes, Donnerstag, 24. Juli Sonderausstellung: «Der Bau der Alpen Auf den Spuren des Geologen Rudolf Staub ( )». Ausstellung bis 10. August. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 16 Uhr. Feiertage: Informationen auf der Website: ETH Zürich focusterra, Sonneggstrasse Sonderausstellung: «Wunderbare Objektgeschichten». Öffnungszeiten: Di bis So von 13 bis 17 Uhr. Bis 19. Oktober. Kulturama, Englischviertelstrasse Finissage: Ausstellung müller-emil zum 80. Geburtstag. Schauraum Multipleart, Merkurstrasse 44. Samstag, 26. Juli Ref. Gottesdienst: Mit Susi Lüssi, Leiterin Alterszentrum, und musikalischer Umrahmung. Alterszentrum Klus Park, Asylstrasse 130. Montag, 28. Juli Kneipp-Anlage offen: Bei schönem Wetter ist die Kneipp-Anlage in Betrieb, am Montag und Mittwoch betreut, an den anderen Tagen nach Anmeldung: Ein erquickender Gang durchs kühle Nass. Alterszentrum Klus Park, Asylstrasse «SprachenBar»: In der ungezwungen Runde am Beizentisch Sprachen auffrischen. Ohne Anmeldung. Unkostenbeitrag 12 Franken. Weitere Infos: Europa Restaurant & Piano Bar, Englischviertelstr. 42. Dienstag, 29. Juli Führung: Pflanzen als Durstlöscher, mit Peter Enz. Botanischer Garten, Zollikerstrasse Dia-Vortrag Ostsee-Inseln: Reise an die Ostsee mit K.H. Rüttgers. Faszinierende Naturschönheit von Rügen, Hiddensee und Stralsund. Alterszentrum Bürgerasyl-Pfrundhaus, Leonhardstrasse 18. Mittwoch, 30. Juli Was, wann, wo Tipps für Anlässe in der Region Kneipp-Anlage offen: Bei schönem Wetter ist die Kneipp-Anlage in Betrieb, am Montag und Mittwoch betreut, an den anderen Tagen nach Anmeldung: Ein erquickender Gang durchs kühle Nass. Alterszentrum Klus Park, Asylstrasse Sommerzyklus: Internationale Orgelkonzerte Andreas Jetter, Organist an der Kathedrale von Chur. Grossmünster, Zwingliplatz Serenade im Park: Das Streichquartett Quatuor Byro» mit Matthias Müller, Klarinette, spielt Werke von Giacomo Meyerbeer, Fanny Mendelssohn, Carl Maria von Weber. Bei schlechtem Wetter: Kirche Enge; Info am Konzerttag auf Villa Schönberg (Park), Gablerstrasse Lesung: Ingrid Noll liest aus ihrem aktuellen Roman «Hab und Gier». Barfussbar, Stadthausquai 12. Donnerstag, 31. Juli Abendführung: Mitesser: Aus dem Reich der Schmarotzer. Mit Walburga Liebst. Botanischer Garten, Zollikerstrasse 107. Freitag, 1. August Grosse 1.-August-Feier: Musik und Tanz mit den Glattal Musikanten, Alphornbläser-Trio, Blasio, Festredner: KKdt Aldo C. Schellenberg (Kommandant Schweizer Luftwaffe), Finnenkerzen- Lichtermeer, romantische Wunderkerzen an Luftballons, kulinarische Köstlichkeiten und vieles mehr. In Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen Hirslanden und Hottingen. Alterszentrum Klus Park (Park), Asylstrasse Bundesfeier: Org.: Quartiervereine Unterstrass und Oberstrass. Im Restaurant Neubühl an der Winterthurerstrasse 175 befindet sich die Festwirtschaft, das traditionelle 1.-August-Feuer wird später unten am See des Irchelparks angezündet. Die Festrede hält ab Uhr der neue Rektor der Universität Zürich, Professor Dr. Michael Hengartner. Schon ab 18 Uhr und bis spätabends spielt die Band Rusty Nugget. Irchelpark. Samstag, 2. August Kath. Gottesdienst: Mit Pfr. Stephan Strotz und musikalischer Umrahmung. Alterszentrum Klus Park, Asylstrasse 130. Sonntag, 3. August «La Balera Tanz auf dem Wasser»: Marianne Berna la Zia: Heisse Musik aus heissen Ländern. Barfussbar, Stadthausquai 12. Montag, 4. August Vortrag: Gemüsesortenvielfalt erleben und geniessen Monopol und Freiheit «Stadtgmüesle 04-NAP-P08». Mit Robert Zollinger. Nur mit Anmeldung Haus Hiltl, Sihlstrasse Informationsabend für werdende Eltern: Geburt in privater Atmosphäre: Interessierte werden gerne persönlich informiert. Kostenlos und unverbindlich, keine Anmeldung erforderlich. Privatklinik Bethanien, Toblerstrasse 51. Dienstag, 5. August Vortrag: Gemüsesortenvielfalt erleben und geniessen Monopol und Freiheit «Stadtgmüesle 04-NAP-P08». Mit Robert Zollinger. Botanischer Garten, Zollikerstrasse Wunschlieder-Singen: Edith Wolf begleitet alle Singfreudigen am Klavier. Einfach mitsingen. Alterszentrum Bürgerasyl-Pfrundhaus, Leonhardstrasse 18. Mittwoch, 6. August Sommerzyklus: Internationale Orgelkonzerte Ludger Lohmann, Stuttgart. Grossmünster, Zwingliplatz Serenade im Park: Das Ensemble des Berner Symphonieorchesters spielt Werke von Louise Farrenc und Johannes Brahms. Bei schlechtem Wetter: Kirche Enge; Info am Konzerttag auf Villa Schönberg (Park), Gablerstrasse Konzert: Knackeboul und Gudrun laden zum spritzig interaktiven Freestyle-Konzert. Barfussbar, Stadthausquai 12. Donnerstag, 7. August Sonderausstellung: «Der Bau der Alpen Auf den Spuren des Geologen Rudolf Staub ( )». Ausstellung bis 10. August. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 16 Uhr. Feiertage: Informationen auf der Website: ETH Zürich focusterra, Sonneggstrasse Sonderausstellung: «Wunderbare Objektgeschichten». Öffnungszeiten: Di bis So von 13 bis 17 Uhr. Bis 19. Oktober. Kulturama, Englischviertelstrasse 9. Sonntag, 10. August «La Balera Tanz auf dem Wasser»: Pocahontas: Shaking Music around the World. Barfussbar, Stadthausquai 12. Mittwoch, 13. August Sommerzyklus: Internationale Orgelkonzerte. Suzanne Z Graggen, Organistin an der Kathedrale von Solothurn. Grossmünster, Zwingliplatz Serenade im Park: Das Absolut Trio (Bettina Boller, Violine, Judith Gerster, Violoncello, Stefka Perifanova, Klavier) mit Eva Oertle, Flöte, spielt Werke von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadé Mozart und Ludwig van Beethoven. Villa Schönberg (Park), Gablerstrasse 14. Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Auflage: (Wemf beglaubigt) Jahresabonnement: Fr. 90. Inserate: Fr. 1.62/mm-Spalte Anzeigenschluss: Freitagmorgen, 10 Uhr Geschäftsleitung/Verlag: Liliane Müggenburg Redaktionsleitung: Andreas J. Minor (ajm.), Redaktionelle Sonderthemen: Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.) Ständige Mitarbeiter: Elke Baumann (eb.), Silvan Rosser (ros.), Manuel Risi (mr.) Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl, Mayjoy Föhn, Tel Anzeigenverkauf: Dora Lüdi, Tel , Roman Küttel, Tel , Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau Abonnementsdienst: Tel , Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich, Tel , Fax Druck: NZZ Print, Schlieren

15 Züriberg Nr. 30/ Juli Veranstaltungen & Freizeit Chinas Blumenvielfalt in Zürich entdecken Immer am ersten Donnerstag im Monat findet im Chinagarten Zürich eine öffentliche Führung mit spannenden Informationen statt. Am Donnerstag 7. August, führt Chinagarten-Expertin Manuela Zimmermann zwischen 18 und 19 Uhr durch den Garten und erzählt allerlei Wissenswertes über «Kamelien, Päonien und vieles mehr Blumen und Pflanzen in chinesischen Gärten». Denn unter den Blumengegenden Foto: zvg. der Welt zeichnet sich China durch eine besondere Vielfalt aus. Viele Blumenarten in europäischen Gärten haben ihren Ursprung in China. Blumen und Pflanzen sind traditionell auch immer Symbole für Schönheit, Fruchtbarkeit, Standhaftigkeit etc. Daher ist ein Einblick in die Blumenwelt zugleich ein Tor zu einem tieferen Verständnis für die chinesische Kultur. Chinagarten Zürich, Bellerivestrasse 138, 8008 Zürich Lichtprojektionen, Musik, Feuerwerk und Tanz Am Freitag, 5. September, geht die vierte Viaduktnacht mit einem Feuerwerk an Ideen für Mutige, Tanzfreudige, Kreative, Nachtschwärmer und Familien über die Bühne. Zu den Highlights zählen in den Viaduktbögen die Gratis-Konzerte sowie eine interaktive Grossprojektion. Über 7000 Besucher feierten letztes Jahr bei spätsommerlichen Temperaturen entlang der längsten Einkaufsstrasse Zürichs bis in die frühen Morgenstunden hinein. Die Viaduktnacht ist zu einer «Kult(ur)veranstaltung» im Herzen des Designviertels geworden. Farbenfrohe Illustrationen verzaubern an der Ecke zur Josefwiese: Besucher können nach Einbruch der Dunkelheit unter der Leitung des Wiener Projektionskünstlers von Tagtool Animationskunst auf ipads gestalten und diese gleich live auf der Grossprojektion entstehen sehen. Nach dreijähriger Zusammenarbeit mit Olaf Breuning startet dieses Jahr mit dem Feuerwerkssujet der Zürcher Künstler Linus Bill eine neue Trilogie. (pd.) Viaduktnacht: Fr, 5. September, 14 bis 2 Uhr. Tram Linie 4 oder 13 bis Dammweg. Quartiertreff Hirslanden Forchstrasse 248, 8032 Zürich Telefon etriebsferien bis 12. August. Quartiertreff Fluntern Voltastrasse 58, 8044 Zürich Tel ommerpause bis 18. August. ütterberatung findet auch während er Ferien statt. GEMEINSCHAFTSZENTREN Anlaufstelle Kinderbetreuung im Kinderhaus Artergut Klosbachstrasse 25, 8032 Zürich Telefon Kinderhaus Artergut: Di bis Uhr, Mi und Do 13 bis 16 Uhr. Ref. Kirche Hottingen, Asylstr. 36: erster Do im Monat 14 bis Uhr GZ Riesbach, Seefeldstrasse 93: jeden zweiten Do 9.30 bis Uhr. Ref. Kirche Witikon, Heilighüsli 9: letzter Di im Monat 14 bis Uhr. Altstadthaus Quartiertreff Kreis 1 Obmannamtsgasse 15, 8001 Zürich Sommerpause: bis 4. August. Neumarktfest: Sa, 30. August. Freiwillige für Einsätze im Stundentakt kommen am Mi, 27. August, zum Helferapéro ins Altstadthaus. ANZEIGEN GZ Witikon Witikonerstrasse 405, 8053 Zürich urse nach den Ferien: ab 26. Aug.: English Conversation; ab 3. Sept.: Hocharabisch (Anfänger); ab 2. Sept.: Deutsch (Anfänger). GZ Riesbach Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich Telefon Betriebsferien bis 11. August.

16 6 Züriberg Nr. 30/ Juli 2014 K ULTUR Seine Reisen brachten Ingo Albrecht schon in über 50 Länder dieser Welt. Ein besonderer Höhepunkt war für ihn die Erkundung Ostafrikas: Hier ein Fischer in Sansibar. Foto: Ingo Albrecht Von Fluntern mit der Kamera durch die Welt Der Fotograf Ingo Albrecht liebt das Reisen. Trotzdem zieht es ihn immer wieder n seine Wohnung in Flunern. Nun wurde er für inen renommierten Fotografie-Preis nominiert. Pascal Wiederkehr Von Fluntern aus bereist er mit seiner Frau die Welt. Immer mit dabei ist seine Kamera. Mit ihr will er das Leben so einfangen, wie es wirklich ist. Letztes Jahr war er zwei Monate lang für die Hilfsorganisation «Saydanar», was so viel heisst wie Wohlwollen, in Burma. Dort fotografierte Ingo Albrecht den Alltag der burmesischen Kinder in verschiedenen Schulen des Landes. Die Reise führte ihn und seine Frau in die Metropole Rangun und nach Kyauktan, ein typisches burmesisches Dorf, wo Ochsenwagen das Haupttransportmittel sind und es noch kaum Strom gibt. Dort zeigten sich die grössten Probleme des südostasiatischen Staats: Von der langsamen politischen und wirtschaftlichen Öffnung Burmas profitiert die Landbevölkerung kaum. Für die Fotoserie «An Uncertain Future Kindheit in Burma» könnte er ausgezeichnet werden. Foto: Ingo Albrecht Bilder vom Alltag in Burma Nach Jahrzehnten unter dem Einfluss einer korrupten Militärdiktatur gehört das Land heute zu den am schlechtesten entwickelten Staaten der Welt. Die Situation verschlimmerte sich noch, als 2008 ein Zyklon Verwüstung brachte und rund hunderttausend Tote forderte. Vor allem die buddhistischen Klöster nahmen die vielen Waisenkinder in ihre Obhut und boten ihnen Schutz und Bildung. «Die Bilder sollen den harten Alltag der Kinder in Burma zeigen. Viele davon sind Waisen», sagt Albrecht. Auf seiner Reise durch Burma fotografierte der studierte Historiker nicht nur, er versuchte, auch zu helfen. Gemeinsam mit seiner Frau erstellte Albrecht, der in Zürich als Marketingmanager arbeitet, für die Klosterschule in Kyauktan ein Konzept, wie man neue Sponsoren finden und die Schule vergrössern kann. Das Ziel ist es, in Zukunft Bildung bis in die Mittelstufe anzubieten. Für die Bilder, die in Burma entstanden sind, wurde er kürzlich für eine Auszeichnung nominiert. Der Verband der europäischen Fotografen hat ihn als einer von zehn Finalisten für den renommierten Titel «European Professional Photographer of the Year 2014» im Bereich Reportage ausgewählt. Ob er gewinnt, wird er im September erfahren. Falls es nicht klappen sollte, bricht für Albrecht keine Welt zusammen: «Ich möchte in erster Linie Aufmerksamkeit für Quartierbevölkerung für Fotoprojekt gesucht Der Fotograf Ingo Albrecht sucht für ein neues Fotoprojekt Bewohner aus dem Quartier Fluntern. «Ich möchte wissen, welche Träume meine Nachbarn haben», sagt Albrecht. Die Idee sei entstanden, weil ihm viele Menschen auf seinen Reisen von ihren Träumen erzählt hätten. Wer mehr Informationen zu diesem Fotoprojekt erhalten möchte, kann sich per an oder telefonisch unter bei Ingo Albrecht melden. (pw.) die Situation in Burma erreichen.» Schon mit 15 Jahren sparte er sich das Geld für seine erste Spiegelreflexkamera zusammen, indem er in der Migros Regale auffüllte. Damals packte ihn der Wunsch, auf eigene Faust die Welt zu entdecken. Nach der Matura reiste er mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland, die Mongolei und China. Bis heute hat der 37-Jährige mehr als 50 Länder auf fast allen Kontinenten gesehen und sich dort immer wieder ehrenamtlich für Hilfsorganisationen engagiert. Ingo Albrecht ist es wichtig, sein Fotografie-Handwerk stetig zu verbessern. Brachte er sich das Fotografieren anfangs noch selbst bei, absolvierte er später verschiedene Fotoausbildungen in der Schweiz und auch in New York heiratete Ingo Albrecht seine Frau Nina und begab sich mit ihr pünktlich zu Silvester auf eine zwölfmonatige Hochzeitsreise. Diese führte ihn 2013 unter anderem durch Burma, Laos, Thailand, Japan, Indonesien, die USA, Argentinien, Bolivien, Uruguay und Brasilien. Erfolgreicher Reiseblog Über die Hochzeitsreise berichteten er und seine Frau auf ihrem Blog mit dem Namen «a long sunnymoon». Ursprünglich als Reisetagebuch für Freunde und Eltern gedacht, entwickelte sich daraus eine beliebte Seite mit Bildern und Texten von ihren Erlebnissen. Ihre ungewöhnlich lange Hochzeitsreise schaffte es sogar in die Schweizer Ausgabe des Magazins «Hochzeit». Ingo Albrecht scheint überall auf der Welt zu Hause zu sein. Trotzdem freut er sich immer wieder, in sein Zuhause in Fluntern Der Fotograf Ingo Albrecht. Foto: pw. zurückzukehren. «Die Familie und Freunde sind uns sehr wichtig.» Die Arbeit als Marketingmanager ist für ihn ein Ausgleich zum Fotografieren und bietet auch ein sicheres Standbein. «Ich fotografiere nicht, um Geld zu verdienen», so Albrecht. Das Fotografieren mache ihm besonders Spass, wenn er selbst aussuchen könne, was er fotografieren möchte. Direkt nach dem Gespräch machten Albrecht und seine Frau einen Wochenendtrip nach Berlin, davor waren sie in Amsterdam und Utrecht. Bald könnte es aber vorerst mit den vielen Reisen vorbei sein: Im Oktober wird Albrecht Vater. «Ich freue mich schon riesig auf diese Zeit.» Zudem sei ja nichts unmöglich, man könne auch mit einem Kind die Welt entdecken. «Anfangs werden es aber kürzere Ausflüge.» Ingo Albrechts Bilder werden vom 31. Juli bis zum 10. August in der Photobastei, Bärengasse 29, ausgestellt. Mehr Informationen finden Interessierte unter oder im Blog

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