Europäische Modelle Berufliche Teilhabe Werkstätten:Messe Schweiz

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1 Europäische Modelle Berufliche Teilhabe Werkstätten:Messe 2014 Schweiz Gabriele Rauser, März 2014

2 Stiftung Züriwerk Züriwerk ist die grösste Stiftung im Kanton Zürich Für: Menschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger Behinderung oder im autistischen Spektrum Gründung 1967, einzelne Standorte früher 486 Arbeits- und 172 Wohnplätze und 7 befristete Wohnplätze für Lernende Kernbereiche: Arbeit, Ausbildung, Wohnen, Atelier Teillohn Bereich (Sozialhilfeempfänger) Theater HORA

3 Berufliche Teilhabe durch Wir fördern Talente Ausbildung in Partnerbetrieben Arbeitsplätze in Partnerbetrieben Für Jugendliche ab 16 Jahren, die bei der IV angemeldet sind. JOB COACH Für IV Bezüger/innen, die eine Stelle im 1. Arbeitsmarkt möchten.

4 Warum integrierte Ausbildungs- oder Arbeitsplätze? Züriwerk setzte sich mit dem Prinzip Supported Employment auseinander: Zuerst platzieren, dann trainieren Auf Wunsch der Jugendlichen oder Mitarbeitenden nach Integration in den 1. Arbeitsmarkt Grössere Berufswahl- oder Arbeitsmöglichkeiten Soziales Engagement der Betriebe im 1. Arbeitsmarkt unterstützen Wichtig: keine Behindertenquote in der Schweiz

5 Finanzierung Ausbildung: Invalidenversicherung = IV Institutionen erhalten Beiträge der IV Der Tarif für Ausbildungen im geschützten Rahmen ist höher als der Tarif für Ausbildungen direkt im ersten Arbeitsmarkt Bezahlt werden sogenannte behinderungsbedingte Mehrkosten Arbeiten im 1. Arbeitsmarkt: Der Kanton subventioniert geschützte Arbeitsplätze Leiharbeitsvertrag mit Partnerbetrieben

6 Die Invalidenversicherung (IV) Die IV ist der bedeutendste Pfeiler der Invalidenvorsorge der Schweiz Obligatorische Versicherung (wie AHV und Krankenversicherung) Ziel: Versicherte mit Eingliederungsmassnahmen oder Geldleistungen die Existenzgrundlage zu sichern, wenn sie invalid werden Wenn die im Gesetz genau festgelegten Bedingungen erfüllt sind, besteht ein Rechtsanspruch auf Leistung

7 Ablauf Ausbildung 1 Begleitete Schnupperzeit in einem Betrieb absolvieren, (2-4 Wochen) 2 3 Lehrvertragsabschluss Begleitete Lehrzeit, in der Regel 2-3 Jahre regelmässige Standortgespräche im Partnerbetrieb 4 Lehrabschluss und Rentenprüfung der IV individuelle Anschlusslösung: Anstellung direkt im 1. AM Leiharbeitsvertrag mit Züriwerk

8 Ausbildungsniveaus EFZ Berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. Dauer 3-4 Jahre. EBA / BBT-Anlehre Berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest. Dauer 2 Jahre. In wenigen Berufsfeldern existiert noch die alte BBT-Anlehre Dauer 2 Jahre. Praktische Ausbildung (PrA) Nach INSOS Richtlinien (privatrechtliche Ausbildung) Dauer 2 Jahre.

9 Die Partner Lehrvertrag Arbeitskraft Lehrvertrag Bezugsperson Betriebspraktische Lernmöglichkeiten Lernender Partnerbetrieb IV Finanziert Begleitung durch Züriwerk IV Taggeld ab 18. Lebensjahr Lehrvertrag Administration Stellt Job Coach

10 Vertragssituation Partnerbetrieb Lernende/r MitarbeiterIn zahlt Lohn

11 Lehrberufe (2012/13) Betriebspraktiker EFZ Bodenleger EFZ Coiffeuse EBA, EFZ Detailhandel PrA, EBA, EFZ Gärtner/in EBA, EFZ Hauswartmitarbeiter (BBT-Anlehre) Küchenangestellte PrA, EBA Malereimitarbeiter (BBT-Anlehre) Automobilbranche PrA Bäckereiassistenten PrA, EBA Büroarbeiten PrA Hofmitarbeiter Industriepraktiker PrA Logistik PrA Reifenmontage PrA Schreiner EFZ Pferdewart EBA

12 Während der Ausbildung Partnerbetrieb Erhält: Arbeitskraft des Lernenden Beratung von Job Coach Entlastung in der Administration Regelmässige Standortgespräche 2x jährlich Weiterbildung Gibt: Bezugsperson für Lernenden Betriebspraktische Lernmöglichkeiten Zeit für Standortgespräche Job Coach von Züriwerk Ansprechperson für den Partnerbetrieb und den Lernenden Entlastet den Partnerbetrieb in Einarbeitungsphase Pflegt den Kontakt zur Berufsschule Führt Standort- und Zielsetzungsgespräche Vermittelt und bietet Unterstützung in schwierigen Situationen für Partnerbetrieb und Lernenden Erarbeitet Hilfsmittel wenn nötig Verfasst alle Berichte für die IV = ist Bindeglied zur IV Unterstützt Lernenden beim Finden der individuellen Stelle

13 Berufliche Integration in Zahlen Entwicklung Lernende: 2010: 38 Lernende, davon 50% intern, 50% im 1. AM 2013: 57 Lernende, davon 12.3% intern, 87.7% im 1. AM August 2014: 76 Lernende Entwicklung Integrierte Arbeitsplätze: 2010: 23 Personen 2013: 39 Personen 2014: Personen

14 Anschlusslösungen Aug : 18 Personen 2012: 10 Personen 2013: 15 Personen % 45% 47% 40% % 35% 30% 39% 33% 30% % 20% 15% 10% 5% 0% 0% Anstellung 1. AM 11% 10% IAP rentenwirksam 20% 13% 11% 16% 17% 0% IAP volle Rente GAP keine Angaben 13% Anstellung 1. AM = kein Vertrag mit Züriwerk IAP = Integrierter Arbeitsplatz = Arbeitsvertrag mit Züriwerk; Leiharbeitsvertrag mit Partnerbetrieb GAP = Geschützter Arbeitpslatz = Arbeitsvertrag mit Züriwerk oder einer anderen Institution

15 Entwicklungs- Spannungsfelder Bei Direktanstellung im 1. AM nach der Ausbildung bestehen zur Zeit wenige Finanzierungsgrundlagen für weiteres Coaching Ausbildungen direkt im 1. AM können in Institutionen als Konkurrenz wirken Nachwuchs fehlt im gesch. Rahmen Vermutlich werden Konzepte für Altersarbeit im gesch. Rahmen gebraucht Keine Behinderungsquote in der Schweiz: Evtl. zu wenig Angebote im 1. AM (Ausbildung, Arbeit)

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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