Verband Vorwort 1 Adressen Vorstand 2 Ehren-/Freimitglieder 3 Generalversammlung JSA 4 Präsidentenbericht 7 Vorstandsreise 10

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1 Verband Vorwort 1 Adressen Vorstand 2 Ehren-/Freimitglieder 3 Generalversammlung JSA 4 Präsidentenbericht 7 Vorstandsreise 10 Ausbildung Bericht Obmann überbetriebliche Kurse 12 Bericht Lehrlingsobmann 14 Aargauer Berufsmeisterschaft 18 Weiterbildung Vorbereitungskurs auf die 20 Berufsprüfung für Landschafter Erfolgreiche Kandidaten Fachsektionen Friedhof 23 Projektgruppe Veranstaltungen 25 Jahresprogramm Jahresprogramm JSA Adressen der Vorstandsmitglieder der Fachsektionen 32 Kommissionen 33

2 1 Liebe Verbandsmitglieder Liebe Kolleginnen und Kollegen Im Geschäftsbericht 2012 schlägt sich die Revision der Grundbildung an verschiedenen Orten nieder und zwingt uns zu einigen Veränderungen. Wir sind aber im ganzen Leben immer mit Veränderungen konfrontiert; so ist auch in der Arbeitswelt die Veränderung das einzige Beständige. Einige von uns haben vielleicht einen Moment mit einem neuen Lehrvertrag nach neuer BiVo gezögert und schlussendlich doch einem jungen Menschen eine Chance und eine Lehrstelle gegeben. Vielen Dank für das engagierte Ausbilden. Junge, motivierte Gärtner sind in unserer Branche der Motor für die Zukunft. Die Lernenden von heute sind die Mitarbeiter und Unternehmer von morgen. Es gilt die Aus- und Weiterbildung der engagierten Mitarbeiter zu fördern und im Betrieb den Fähigkeiten entsprechend einzusetzen. Die Zusammenarbeit von Berufsschule, überbetrieblichen Kursen und Betrieben wird laufend verstärkt. Ganz klar ist aber: die Hauptarbeit für die gärtnerische Grundbildung ist und bleibt der Hauptpart bei den Ausbildungsbetrieben. Veränderungen machen jeden einzelnen von uns und jeden Betrieb stark. Wir alle, sei es im Gartenbau, Produktion oder Verkauf setzen uns für ein positives Branchenbild und die Marke Gärtner ein, welches aber von den Medien im Zusammenhang mit dem GAV immer wieder angekratzt wird. Die wirtschaftliche Situation sieht nicht in allen Fachbereichen gleich positiv aus und so gilt es weiterhin aufeinander Rücksicht zu nehmen. Der Geschäftsbericht gibt Ihnen einen umfassenden Einblick in die Tätigkeiten des Verbandes im Jahr Brigitte Vogel

3 2 Verband Jardin Suisse Aargau Sekretariat: Alte Lenzburgerstrasse 1, 5702 Niederlenz Tel.G: Fax: Präsident: Manuel Eichenberger, Talbachstrasse 23, 5722 Gränichen Tel.G: Fax: Kassier und Vizepräsident: Johannes Zulauf, Zulauf AG, 5107 Schinznach-Dorf Tel. G: , Fax: Obmann Grundbildung: Claude Perrinjaquet, Friedhofstrasse 1, 5737 Menziken Tel.G: Fax: Obmann Überbetriebliche Kurse: Max Weber, Seengerstrasse 19, 5704 Egliswil, Tel.G: Fax: Sachbearbeiter Landschaft: Cyrill Lampart, Kirchmoosstrasse 7, 4800 Zofingen Tel.G: Sachbearbeiter FS Produktion/Endverkauf / Geschäftsbericht: Brigitte Vogel, Bannhaldenweg 28, 5600 Lenzburg Tel.G: Fax: Aktuar : Stephan Berner, Giebelweg, 5024 Küttigen, Tel.G: Fax:

4 Verband 3 Ehrenmitglieder: Bühler Hans-Rudolf Brühlmann Peter Diebold Alain Donat Hans Haller Andreas Hospenthal Esther Huber Christian Huber Hans Huber Peter Huggler Thomas Jost Viktor Lanz Hans Möckel Anton jun. Möckel Anton sen. Müller Mario Ott Hanspeter Scheuermeyer Herbert Scheuermeyer Erich Schibli Sepp Schläfli Bruno Schönle Bruno Stadelmann Peter Starck Max Stöckli Thomas Uetz Armin Vock Andreas Weber Willy Freimitglieder: Abbühl Hans-Rudolf Aeschbach Eugen Bächli Georg Berner Hans-Ruedi Binzegger Norbert Doerig Vigi Eichenberger Franz Etterlin Hugo Faes Armin Felchlin Karl Frey Felix Gerstenkorn Heinz Gruber Rudolf Gysin Charles Haller Rudolf Hauenstein Jakob Hospenthal Bernhard Hospenthal Hanna Huber Richard Hunziker Martin Kleeb Peter Kleiner Gerold Knecht Alban Knecht Josef Knechtli Kurt König Samuel Labhart Gerhard Lampart Martin Lehmann Otto Lehnert Norbert Leuenberger René Lüscher Ulrich Lüscher Urs Lüthi Hermann Marti Bruno Meier Theo Möckel Louis Müller Marius Nübling Heinz Ott Max sen. Rupp Willy Schwitter Peter Sommer Kurt Steffen Christian Suter Rosemarie Umiker Hans Waldispühl Walter Werder Walter Wetzel Otto Wey Otto Zgraggen Heinz Zimmerli Eugen Zimmermann Max

5 4 Verband KURZPROTOKOLL der 118. ordentlichen Generalversammlung vom Donnerstag, 1. März 2012, Boniswil Vorsitz: Anwesend: Manuel Eichenberger 118 Personen, davon 100 Stimmberechtigte (absolutes Mehr 51) 1. Begrüssung Manuel Eichenberger begrüsst die Anwesenden zur 118. Generalversammlung. 2. Wahl der Stimmenzähler Als Stimmenzähler werden Andreas Dätwyler und Roger Legoll gewählt. 3. Protokoll der Generalversammlung vom 3. März 2011 in Möhlin Das Protokoll wird genehmigt und verdankt. 4. Mutationen Umwandlungen Dinkel s Gartenpflege GmbH in Dinkel Garten AG, Lehnert Erb AG in Lehnert AG, Deiss AG in Dell Eden Wohlfühlgärten AG, Roger Ingold Gartenbau in Ingold Gartenbau und Begrünungen AG und Urs Willener Gartenbau in Urs Willener Gartenbau AG. Austritte Karpf Gartenbau, Viktor Welte, Gartenidyll Lang GmbH, Kaufmann Gartenbau, Otto Lehmann Gartenbau AG und Brüllhart Gartenbau. Neuaufnahmen ordentliche Mitglieder Schnyder Ruedi, Vogel Gärtnerei, Baumann Mark, CV Allround GmbH, Gartenbauservice Roland Ammann, Mero Garten und Fischer Gartenbau GmbH. 5. Jahresbericht Präsident Die Versammlung genehmigt den Jahresbericht mit Akklamation. 6. Jahresberichte Die einzelnen Jahresberichte können im Geschäftsbericht nachgelesen werden. Sie werden verdankt und mit Applaus genehmigt.

6 Verband 5 7. Abnahme der Jahresrechnung Die Jahresrechnung schliesst mit einem Überschuss von Fr ab. 8. Revisorenbericht und Décharge-Erteilung Die Rechnung wird einstimmig genehmigt und dem Vorstand wird Décharge erteilt. 9. Budget 2012 Das Budget wird einstimmig genehmigt. 10. Jahresbeiträge 2012 Die Jahresbeiträge werden genehmigt. 11. Wahlen Geschäftsprüfungskommission GPK Die bisherigen Mitglieder, Stefan Lehnert, René Leuenberger und Adrian Huber werden für die Amtsperiode wiedergewählt. Wahl Revisionsstelle Die UTA Treuhand AG, Lenzburg wird für ein weiteres Jahr gewählt. 12. Projekt Naturgarten, Projektvorstellung RR Beyeler Herr Regierungsrat Peter C. Beyeler stellt das Projekt Naturgarten vor. Er hofft auf eine gute Kooperation mit den Gärtnern. 13. Delegiertenversammlung JS / Mitteilungen JS Manuel Eichenberger orientiert über die Geschäfte an der Delegiertenversammlung JS und informiert über laufenden Verhandlungen in Bezug auf die Sozialpartnerschaft. Weiter orientiert Olivier Mark über die Geschäfte von JS. 14. Ehrungen Heinz Nübling, Franz Eichenberger und Vigi Dörig werden zu Freimitgliedern ernannt. Mitgliederbestand nach allen Mutationen: 264.

7 6 Verband 15. Verschiedenes Manuel Eichenberger schliesst mit diversen Orientierungen, Dankensworten und besten Wünschen die Generalversammlung um Uhr. Der Präsident Der Aktuar Gérard Strub, Gemeindeammann, stellt die Gemeinde Boniswil in kurzen Zügen vor. Nach dem Apéro wird der Bio-Landwirtschaftsbetrieb Eichberg in Seengen besichtigt. Das Nachtessen wird im dazugehörigen Restaurant eingenommen.

8 Jahresbericht des Präsidenten (Verbandsjahr 2012) Verband 7 Es gibt ihn also noch, den richtigen Winter! Dieses Jahr haben wir wieder einmal einen Winter erlebt, wie er sonst von Eltern und Grosseltern beschrieben wird. Schnee, intensive Kälte und dazu herrlicher Sonnenschein. Diese Wetter bescherte den Gartenbauern eine unangenehm lange Winterruhe, den Zierpflanzengärtnern hohe Heizkosten und den Baumschulisten unbezifferbare Ausfälle. Für die grüne Branche wird das Wetter als Erfolgsfaktor auch in Zukunft immer eine wichtige Rolle spielen und wir haben uns darauf einzustellen. Ein Dauerbrenner war dieses Jahr die Situation der Mindestlöhne in der grünen Branche. Unser GAV wurde mit grüne Berufe Schweiz ausgehandelt und wir stehen nach wie vor zu unserem Verhandlungspartner. Es ist aber auch ersichtlich, dass diese Arbeitnehmerorganisation nur schwach in den Firmen vertreten ist und einen ungenügenden Organisationsgrad aufweist. Diese Situation hat die unia auf den Plan gerufen und sie versuchen, mit offensiven Aktionen Mitglieder aus unseren Betrieben zu rekrutieren und auch durch medienwirksame Auftritte die Öffentlichkeit auf die Lohnsituation aufmerksam zu machen. Wir müssen uns jedoch nicht verstecken. Die Lohnsituation ist effektiv nicht so dramatisch wie sie dargestellt hat. Der Minimallohn von aktuell Fr für einen Landschaftsgärtner ist als Anfangslohn zu verstehen. Nach der aktuellen Lohnumfrage von JardinSuisse arbeiten in allen Betrieben nur wenige Personen zu den Minimalansätzen in den einzelnen Lohnstufen. Eine schrittweise Anpassung der Minimallöhne wird eine Daueraufgabe der nächsten Jahre sein. Damit die Branche von ihrem Tieflohnimage weg kommt, ist es wichtig, den Konsumenten auf die handwerkliche Arbeit und einheimische Produktion aufmerksam zu machen. Pflanzen und Gärten sind Unikate und diese dürfen zu einem angemessenen Preis verkauft werden. Die Naturberufe stehen bei der Berufswahl immer noch hoch im Kurs. Wir müssen aber auch hier das Image verbessern: Die immer noch vorhandene Meinung, dass es für schwache Schulabgänger bestimmt noch für eine Grundbildung in der grünen Branche reicht, müssen wir klar dementieren. Die neue Bildungsverordnung zeigt auf, welche Anforderungen an künftige Berufsleute gestellt werden. Mit der Ausbildung zum eidgenössischen Berufsattest haben wir nun auch eine sehr gute Bildungsform für schwächere Schüler. Wir müssen aber weiterhin alles daran setzen, dass wir die benötigten Fachkräfte selber ausbilden können. Diese Arbeit im Verband und in den Betrieben ist sehr wertvoll und eine der zentralen

9 8 Verband Aufgaben. Im Aargau haben wir die komfortable Situation, Grundbildung und Weiterbildung als Verbandsleistung anbieten zu können. Somit sind wir in der Lage, die geforderten Leistungen auf diesen Stufen zu beeinflussen und mit zu gestalten. Unsere Instruktoren sind durchwegs als Führungskräfte in den Betrieben tätig, sind so am Puls der Branche und können Trends aufnehmen und umsetzen, sowie als spannender Diskussionspartner für die Lernenden fungieren. Das Verbandsjahr im Überblick: Die Giardina war der erste nationale Auftritt von JardinSuisse Aargau. Zahlreiche Betriebe haben ihre Lernenden für den Auf und Abbau des Standes der Sektion Zürich zur Verfügung gestellt. Das Resultat konnte sich sehen lassen und war ein echter Hingucker. Die von uns geleistete Arbeit wurde vom Gärtnermeisterverband des Kantons Zürich sehr geschätzt und entsprechend verdankt. Der Vorstand erledigte seine Geschäfte an elf Sitzungen und war an zahlreichen weiteren Anlässen präsent. Nebst der Aus- und Weiterbildung war auch die Nachfolgeregelung im Vorstand ein Thema. Max Weber und Stephan Berner werden auf die Generalversammlung zurücktreten und wir haben uns intensiv mit den möglichen Kandidaten beschäftigt. Als Obmann Uek konnten wir schon vor Jahresfrist mit Stefan Oggenfuss einen Kandidaten finden und einarbeiten. Als Aktuar hat sich Armand Dinkel zur Verfügung gestellt und er hat im vergangenen Jahr bereits an einigen Sitzungen teilgenommen um sich ein Bild von der kommenden Arbeit zu machen. Wir werden diese beiden Kandidaten an der Generalversammlung vorstellen und zur Wahl vorschlagen. Es hat sich bewährt, die Nachfolge schon früh zu planen, damit die wichtigen Dossiers reibungslos weitergegeben werden können. Die LAP im März und Juni beschäftigte Vorstand und Experten und wir konnten eine neue Software für die Bewertung der Prüfungen ausprobieren. Das neue Programm gab zu Beginn einiges an Mehraufwand, doch mit der Zeit wurden die Vorteile ersichtlich und wir werden auch in Zukunft die Bewertung mit diesem Programm durchführen. Der Start des ersten Lehrjahres mit der neuen Bildungsverordnung setzte ebenfalls einen Meilenstein. Wir kamen zur Auffassung, dass die Anforderungen an die überbetrieblichen Kurse nicht mehr vollständig im Milizsystem erfüllt werden können. So haben wir mit Lukas Borner, Mägenwil, einen versierten Berufskollegen und Ausbildner verpflichtet, welcher sich intensiv in der Vorbereitung der neuen ük beschäftigt hat. Lukas Borner wird vom Verband für diese Aufgabe als Teilzeitmitarbeiter angestellt. Auch in diesem Bereich wurde eine neue Software eingeführt, welche auf nationaler

10 Verband 9 Ebene eine einheitliche Bewertung der ük zulässt. Die Lernenden werden an den Arbeitsplätzen von den Experten bewertet und diese Daten werden mit dem Tabletcomputer vor Ort erfasst und dann an einen zentralen Rechner übermittelt. Damit kann dem Teilnehmer und Lehrmeister nach dem Kurs eine Auswertung zugestellt werden und die Benotung der Leistung ist für alle Mitwirkenden ersichtlich. Der Lehrmeister kann so feststellen, welche Abweichungen in der Bewertung der praktischen Arbeit im Betrieb bzw. am Kurs bestehen und die Ausbildung entsprechend fördern. Das Zusammenlegen der Aktivitäten der kantonalen Fachsektionen war erfolgreich und wir konnten an allen Anlässen, welche von der Projektgruppe Veranstaltungen angeboten wurden, zahlreiche Teilnehmer begrüssen. Die Themen der Anlässe sollen jeweils alle Mitglieder ansprechen und es werden abwechselnd Schwerpunkte zu Fachthemen gesetzt. Die Auswahl der kantonalen Berufsmeisterschaft konnte anlässlich der AMA publikumswirksam im Reiterstadion Schachen durchgeführt werden. Die Ausscheidung war spannend und wir konnten anschliessend zwei Team`s in die nationale Ausscheidung auf den Öschberg schicken. Diese Teilnahme war für die Aargauer weniger erfolgreich und es zeigt sich, dass ohne intensive Vorbereitung auf diesen Wettkampf, keine Lorbeeren geerntet werden können. Rückblickend darf ich feststellen, dass sich Aufwand und Ertrag eigentlich lohnen. Für die Spitzenplätze wird aber deutlich mehr Aufwand geleistet, als wir das tun. Geschätzte Experten, Instruktoren, Fachsektionsvorstände, Mitarbeitende und Vorstandsmitglieder, ich danke euch allen ganz herzlich für euren grossen und unermüdlichen Einsatz für die Aargauer Gärtner und für unseren Verband JardinSuisse Aargau. Ihre Teilnahme an den Aktivitäten des Verbandes ehrt mich und ich freue mich, Sie an den Anlässen zu begrüssen und Sie bei ihrer Arbeit mit den Lernenden zu unterstützen. Die Aargauer Gärtner haben im vergangenen Jahr viel geleistet und ich danke allen, aber im speziellen meinen Vorstandsmitgliedern, für diese nicht immer einfache Arbeit. Gränichen im Dezember 2012 Manuel Eichenberger, Präsident Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare Für die Furchtsamen das Unbekannte Für di Mutigen die Chance Victor Hugo franz. Schriftsteller

11 10 Verband Vorstandsreise vom November 2012 Mit sage und schreibe 12 Erwachsenen und 14 Kindern (!) startete der Vorstand von Jardin Suisse Aargau seine diesjährige Familienreise, welche bei schönstem Wetter im Appenzellerland in Gontenbad bei der Firma Sager startete. Auf unserer (geführten) Entdeckungstour durch den grossen üppigen Garten schauten wir den zahlreichen Engeln vor allem auf die Nase und die Finger! Unsere Reise führte uns zum Mittagessen nach Jakobsbad, welches wir an der Sonne geniessen konnten. Auf der Bobbahn, dem Seilpark und dem Spielplatz mit Trampolin konnten sich vom Kleinsten bis zum Ältesten (Präsident ) alle austoben; die Sonnenanbeter genossen die Seilbahnfahrt auf den Kronberg. Für die Familien gab s einen zwar lauten, aber lustigen Badespass im Hotel Kaubad bei Appenzell, nachdem dann endlich alle wussten, wo sie nächtigen würden. Zum Znacht genossen wir die reichhaltige Appenzeller Kost. Zur grossen Freude der Reisegesellschaft führte uns der Überraschungsgast Herr Inauen in seiner Appenzeller Tracht in die hiesigen Traditionen über die Verschiedenheiten der Trachten, des Schmucks, der Sprache und als Höhepunkt des Naturjodels ein. So wurden diverse Talente beim Jodeln und Talerschwingen entdeckt, und das Schlusskonzert mit der Aargauer Gärtnerschar klang äusserst zufriedenstellend! Nach

12 Verband 11 dem Dessert und dem obligaten Appenzeller fanden auch die letzten Nachtschwärmer die verdiente Bettruhe. Dank Föhn war es ein herrliches Erwachen in der Bergwelt des Alpsteins. Wir stärkten uns am reichhaltigen und feinen Frühstücksbuffet, um anschliessend unsere Taschen wieder zu packen und im Zentrum eine kleine Appenzell-Führung anzugehen. Die bis dahin ortsunkundigen Aargauer erforschten nun die malerische Hauptstadt von Innerroden samt Kaffees. Und noch ein Reiseziel wartete auf uns: eine Führung durch das Museum im Pestalozzi Kinderdorf in Trogen, wo uns allen ein Teil der humanitären Geschichte der Schweiz nähergebracht wurde. Mit vielen neuen Eindrücken aus dem für die meisten unbekannten Appenzellerland machten sich die 6 Familien müde, aber zufrieden auf den Heimweg. Stephan Berner

13 12 Ausbildung Jahresbericht Obmann Überbetriebliche Kurse 2012 Lehrbeginn GaLa-bau EFZ GaLa-bau EBA Zierpflanzen EFZ Zierpflanzen Niederlenz Produktion EBA News Der langersehnte Start der neuen Bildungsverordnung (BiVo) wurde mit Lehrbeginn 2012 zur Tatsache. Damit die Kurse den gesteckten Zielen gerecht werden, müssen diese entsprechend umgestaltet werden. Ein grosser Teil der Energie und Ressourcen wurde und wird daher in die Neu-Organisation der Kurse investiert. Um den angestrebten hohen Standard zu erreichen und diesen auch langfristig zu gewährleisten wurden wichtige Schritte unternommen. Einige dürfen wohl als Meilensteine im Kurswesen von JardinSuisse Aargau bezeichnet werden. für den GaLa-bau wurde ein ük-leiter im Teilzeitpensum eingestellt die Zierpflanzengärtner profitieren von der engen Zusammenarbeit mit dem BBZ Niederlenz am Grundsatz des Milizsystems bei den Instruktoren wird festgehalten die Umstellung der Kursadministration von der Papier- in die Elektronische Form einzelne ük, eine Bewertung der Kompetenzen anhand des Kompetenznachweises Die ersten Kurse im Zuge dieser Umstellung wurden, bei Zierpflanzen und GaLa-bau, bereits erfolgreich durchgeführt. Das konnten die Ausbildner (Lehrbetriebe) ebenfalls hautnah miterleben. Erhielten Sie doch das Aufgebot und unmittelbar nach dem Kurs den Kompetenznachweis per .

14 Ausbildung 13 Aussichten Die letzten ük nach altem System werden 2013 durchgeführt. Somit wird das neue ük-programm ab 2014 vollumfänglich laufen. Mein Fazit Die Motivation der Lernenden scheint mit den neuen Kursen zusätzlich gestiegen zu sein. Der Ausbildner hat jetzt ein zusätzliches Instrument (Leistungsnachweis) zur Weiterentwicklung Ihres Lehrlings. Einige Ausbildner tun sich noch etwas schwer mit den Neuerungen. Bei Fragen und zur Unterstützung sind wir selbstverständlich für Euch da. Und letztlich das Wichtigste Unfälle konnten wiederum vermieden werden. Max Weber

15 14 Ausbildung Lehrabschlussprüfungen Die Lehrabschlussprüfungen 2012 sind einmal mehr problemlos über die Bühne gegangen. Dies nicht zuletzt dank der professionellen Unterstützung von unseren beiden Chefexperten Peter Stadelmann (Fachrichtung Zierpflanzen) und Andy Jenni (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau). Die Chefexperten planen die Abläufe der praktischen Prüfungen und der Berufskenntnisprüfungen und organisieren die Experteneinsätze. Wegen den vielen Anmeldungen bei den Landschaftern mussten die Kandidaten für die März- und die Juni-Prüfung über drei Prüfungstage verteilt werden. Da zwei Landschafter-Kandidaten kurz vor der Juni-Prüfung Unfall gemacht haben, mussten wir im Herbst eine Nachprüfung organisieren. Diese fand im Werkhof von Hasler Gartenbau in Zuzgen statt. An dieser Stelle möchte ich der Firma Hasler Gartenbau und den aufgebotenen Experten danken. Bei den Landschaftern kam erstmals die Bewertungssoftware ExpertAdmin zum Einsatz. Dieses Programm wird von den meisten schweizer Prüfungsregionen verwendet und gewährleistet eine einheitliche und gerechte Bewertung bei den praktischen Prüfungen. Verschiedene Auswertungen ermöglichen interkantonale Vergleiche unter den jeweiligen Chefexperten. Lehrabschlussfeier Wie jedes Jahr fand die Lehrabschlussfeier 2012 wieder im Hotel Krone in Lenzburg statt. Dieses Lokal bietet Platz für über 400 Gäste und bedient uns immer wieder vorzüglich und speditiv. Thomas Aemmer, unser Berufsinspektor, war als Vertreter des Kantons eingeladen und hat dieser Einladung erfreulicherweise auch Folge geleistet.

16 Ausbildung 15 Gärtner angelernt alle Fachrichtungen: Auch dieses Jahr waren an der Lehrabschlussfeier wieder zahlreiche Anlehrlinge anwesend, die mit dem Augenschein ihren Abschluss der 2- jährigen Anlehre erreicht haben. Sie können nun mit stolz die Berufsbezeichnung Gärtnereiarbeiter in der entsprechenden Fachrichtung tragen. Beim Augenschein kam dieses Jahr der Berufsinspektor zum Teil mit dem Lehrlingsobmann in den Lehrbetrieb oder auf die Baustelle, wo dann der Lernende die Gelegenheit hatte, zu zeigen, was er in den letzten 2 Jahren gelernt hat. Es hat uns grosse Freude bereitet, zu sehen, wie gut die jungen Leute von Ihren Lehrmeistern ausgebildet werden. Gärtner Fachrichtung Baumschule und Gärtner Fachrichtung Stauden: Diese zwei Fachrichtungen werden wegen der geringen Kandidatenzahl in Wädenswil geprüft. JardinSuisse gratuliert allen Kandidatinnen und Kandidaten, die die LAP in Wädenswil absolviert haben zum Gärtnertitel. Gärtner Fachrichtung Zierpflanzen: 36 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich zur LAP angemeldet, davon zwei Repetenten, wobei ein Repetent nicht an der Prüfung erschienen ist.

17 16 Ausbildung 32 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Lehrabschlussprüfung mit Erfolg bestanden. Drei Kandidaten sind im Fallfach Pflanzenkenntnis gescheitert und haben somit nicht bestanden. Herzliche Gratulation den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Herzlichen Dank dem Prüfungsleiter Peter Stadelmann für die professionelle Durchführung der LAP Zierpflanzen. Unserem Sponsor für Hydrobedarf gilt auch ein spezieller Dank für die Unterstützung: Schwarz Gartencenter Weber in Kirchdorf. Kandidatinnen mit Gesamtnote von 5.3 und mehr: - Brigitte Bégue, Gärtnerei Donat Wohlen, Note Sibylle Frey, Gartenbauschule Niederlenz, Note 5.5 Herzliche Gratulation für die ausserordentlichen Leistungen! Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau: 102 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich für die Lehrabschlussprüfung angemeldet, davon 21 Repetenten und 7 Lehrlinge in der Zusatzlehre. Zwei Repetenten sind nicht an der Prüfung erschienen. 76 Kandidatinnen und Kandidaten haben die LAP mit Erfolg bestanden. 24 Kandidaten haben nicht bestanden, davon 7 Repetenten. Beim durchschauen und überprüfen der Noten ist mir speziell aufgefallen, dass 22 Kandidatinnen und Kandidaten eine Abschlussnote von 5.0 oder höher erreicht haben. Herzliche Gratulation den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.

18 Ausbildung 17 Kandidaten mit Gesamtnote von 5.3 und mehr: - Felix Greuter, Borner Gartengestaltung, Mägenwil, Philipp Meier, Hufschmid Gartenbau Fischbach-Göslikon, Sven Meier, Stöckli Gartenbau Frick, Nic Mühlethaler, Dinkel Garten Aarau, 5.4 Herzliche Gratulation für die ausserordentlichen Leistungen! Herzlichen Dank dem Prüfungsleiter Andy Jenni für die professionelle Durchführung der LAP Landschaft. Auch den Sponsoren der Landschafter-LAP gilt ein spezieller Dank: - Creabeton Baustoffe AG für Blockstufen, Verbundsteine und Platten - Fuhrer+Bachmann für Ausleihe neue Tischfräsen - Rainer Heggli Gartenbau für Auf- und Abbauarbeiten - Jenni Peter Mellingen für Transporte von Humus und Kies LAP 2013 Die Organisation der LAP 2013 ist schon in vollem Gange. Nächstens werden die Prüfungsaufgebote an die Kandidaten verschickt. Die Prüfungsdaten und andere Informationen für Lernende findet man auf unserer Homepage: Claude Perrinjaquet Obmann Grundbildung

19 18 Weiterbildung 5. Aarg. Berufsmeisterschaft der Landschaftsgärtner Erstmals anlässlich der AMA in Aarau führte JardinSuisse Aargau am 28. März 2012 die regionale Berufsausscheidung durch. Ehrgeizige junge Fachleute massen sich in ihrem Handwerk. Ihre Aufgabe bestand, im Zweierteam sauber und speditiv einen Minigarten mit integriertem Wasserspiel und Bepflanzung nach Plan zu gestalten. Die interessierten Ausstellungsbesucher erwartete ein imposantes Spektakel. Es war eine Freude zu verfolgen, wie die jungen Berufsleute mit Elan und Idealismus das Erstellen einer Gartenmauer aus Sandsteinen nach schottischem Muster, die Gestaltung eines Biotops, das Verlegen von Rollrasen oder das Zuhauen und Verlegen von Gneisplatten in Angriff nahmen. Mit Begeisterung nahmen sie die Herausforderung wahr, das Wissen und den Wert ihres Könnens öffentlich zu beweisen. Drei Experten standen im Einsatz und beobachteten mit prüfendem Blick die verschiedenen Arbeitsweisen. Am späteren Nachmittag des spannenden Berufswettstreites erfolgte nach der Auswertung der Expertenberichte die Rangverkündigung.

20 Weiterbildung 19 Als Siegerteam wurden Samuel Meier, Wettingen, und Tino Fellmann, Gebenstorf, erkoren, gefolgt von Simon Zumsteg und Marc Zumsteg, beide Mettau, auf Platz 2. Diese beiden Teams qualifizierten sich für die Schweizer-Meisterschaft der Landschaftsgärtner auf dem Oeschberg, die anlässlich der öga vom 27. bis 29. Juni 2012 durchgeführt wurde. Als Fernziel gilt die Teilnahme an den Internationalen Berufs-Weltmeisterschaften World Skills 2013 in Leipzig. JardinSuisse Aargau blickt mit berechtigtem Stolz auf eine erfolgreiche und faire Berufsmeisterschaft zurück, die bestätigt, dass die fachlich Berufsausbildung auf einem hohen Niveau eingestuft ist. Cyrill Lampart

21 20 Weiterbildung Weiterbildungskurse in Brugg Am 17. August 2012 konnten wir in Brugg mit zwei neuen Klassen Obergärtnern und einer Klasse Bauführern starten. Die schlussendlich stolze Zahl von 37 Obergärtnern stellte eine grosse Herausforderung dar. Die Klassen müssen doppelt geführt werden, es braucht ein zusätzliches Schulzimmer und vor allem war die Rekrutierung neuer Lehrkräfte so in der Schnelle nicht ganz einfach. Schlussendlich haben wir mit Michael Berner aus Aarau und Stefan Häusermann aus Bergdietikon zwei kompetente Gartenbauer für unsern Kurs einstellen können. Zwischenzeitlich haben sich die beiden in der Schule sehr gut integriert und es macht beiden Spass, den Unterricht zu erteilen. An der Diplomfeier der Obergärtner vom 5. Mai in Lenzburg haben die Absolventen von unserem Kurs 2010/12 mehrheitlich bei den Prämierungen abgeräumt. In den meisten Sparten waren unsere Kandidaten unter den ersten 3 Rängen. Bei den Bauführern war das Resultat nicht so erfreulich. Dies war aus meiner Sicht aber keine Überraschung, denn am Kurs fehlten immer wieder etliche im Unterricht. Es hat aber auch immer wieder junge Berufsleute, die als Vorarbeiter sehr erfolgreich sind, aber das Rüstzeug zum Bauführer nicht ganz haben. Mit der Abschluss-Klasse Bauführer 2011/13 führte ich wie alle Jahre eine Exkursion durch. Auch diesmal stand das Tessin auf dem Programm. Als erstes besuchten wir den Gartenbaubetreib von Markus Enz in Altdorf. Michael Kluser erklärte den Betrieb und zeigte uns auf, wie die Baustellen bei ihnen abgehandelt werden. Von der Offerte, Nachkalkulation, Abrechnung, Arbeitsplanung, Rapportwesen und vieles mehr. Michi hat uns alles gezeigt und genau erklärt, wieso und warum sie dies so handhaben. Mich war auch bei uns in Brugg in der Weiterbildung; bis und mit dem Meisterdiplom. Im zweiten Betrieb, bei Peter Carol in Ponte Brolla, wurden wir ebenfalls ganz herzlich empfangen. Zuerst musste er aber einen Schüler in den Notfall bringen, der sich beim Aussteigen einen Finger zertrümmerte. Mit viel Tessinercharme hat uns Peter den Büro- und Magazinkomplex vorgestellt. Ein junger Gartenarchitekt und die Sekretärin zeigten uns wie bei ihnen ein Auftrag abläuft. Sehr interessant war die Adremaverwaltung, denn wie bei den Gartenbauern im Tessin hat auch die Fa. Carol viele Unterhaltsaufträge. Damit kein Auftrag vergessen geht werden verschie-

22 Weiterbildung 21 dene Rubriken bei der Adresse hinterlegt. So erscheint auf dem Display des Computers automatisch welche Arbeit diese Woche wo erstellt werden muss. Nach der Führung durch den Betrieb zeigt uns Peter einen Garten, der sich im Umbau befindet. Wow konnte man nur sagen. Die Aussicht über den Lago Maggiore und den vielen Gemeinden war sensationell. Bei der Präsentation der Baustelle, die übrigens über 1 Million kosten wird, erlebten wir Peter Carol wie er mit Leib und Seele der Gartengestalter ist. Ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn von unseren Schülern einer bei ihm eine Stelle angetreten hätte. Meine Vorstellung einer Exkursion soll nicht nur Platz für die berufliche Weiterbildung haben, auch soll die Geselligkeit und die Kameradschaft gepflegt werden. Dies soll den Klassengeist fördern, damit jeder bei den beginnenden Prüfungen auf seine Kameraden zählen kann. Vigi Doerig

23 22 Weiterbildung Erfolgreiche Kandidaten 2012 Auch dieses Jahr haben verschiedene junge Berufsleute, mit Wohnsitz in unserem Sektionsgebiet, höhere Fachprüfungen im Gärtnergewerbe bestanden: Gärtner Bauführer: Fischer Claude, Schafisheim Ingold Ramon, Oberwil-Lieli Schnell Christian, Arni Weidmann Timy, Muri Haus Stefan, Aarau Künzler Lukas, Baden Unger Norbert, Fislisbach Berufsprüfungen Landschaft, Grünpflegespezialist und Polier: Betschart Patrick, Dietwil Jauslin Manuel, Gränichen Koch Marco, Beinwil am See Schär Markus, Wittnau Strebel Patrik, Schinznach-Dorf Stucki Jonas, Remigen Zimmerli Philipp, Remetschwil Grünpflegespezialist: Dünki Patrick, Windisch Schibli Markus, Rottenschwil Gärtner Polier: Kubli Simon, Buchs Suter Silvio, Würenlingen Die Namen der Absolventen/-innen, die aus Datenschutzgründen nicht genannt werden möchten, stehen nicht auf dieser Liste. Allen diesen Prüfungsabsolventen gratulieren wir ganz herzlich zu ihren Erfolgen und hoffen, einige von ihnen ebenfalls gelegentlich in unseren Reihen begrüssen zu dürfen. Wir sind auf initiative und gut qualifizierte Berufsleute angewiesen. Stephan Berner

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