Aufstieg und Fall sozialistischer Ideen im nationalarabischen Kontext

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1 WISSEN : VERNETZEN : PUBLIZIEREN Maximilian Wollner Der Nasserismus Aufstieg und Fall sozialistischer Ideen im nationalarabischen Kontext Seminararbeit 2007 Downloaden und kommentieren unter Der gemeinnützige Verein textfeld setzt sich für die Online-Publikation akademischer Texte ein. Mehrmals monatlich läßt textfeld von den interessantesten Beiträgen Rezensionen erstellt, die auf stark frequentierten Online-Medien publiziert werden. Die eigenen Texte können unter kostenfrei publiziert werden.

2 S E A U F S T I E G U N D F A L L D E S K O M M U N I S M U S Doz. Dr. Fritz Weber DER NASSERISMUS Aufstieg und Fa! sozialistischer Ideen im nationalarabischen Kontext Wintersemester 2006/07 Universität Wien Maximilian Wollner, , A296 A300 1

3 Eigenständigkeitserklärung Abhaltungssemester: Wintersemester 2006/07 Titel der Lehrveranstaltung: Aufstieg und Fall des Kommunismus (210034) Typ: SE Lehrveranstaltungsleiter: Doz. Dr. Fritz Weber Abgabedatum der Arbeit: Jänner 2007 P E R S Ö N L I C H E E R K L Ä R U N G Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende schriftliche Arbeit selbstständig verfertigt habe und dass die verwendete Literatur bzw. die verwendeten Quellen von mir korrekt und in nachprü4arer Weise zitiert worden sind. Mir ist bewusst, dass ich bei einem Verstoß gegen diese Regeln mit Konsequenzen zu rechnen habe. Nachname, Vorname (in Blockschrift) Datum Unterschrift 2

4 Abstract Die Seminararbeit untersucht die Ideologie des Nasserismus und die praktischen Auswirkungen auf politische und wirtschaftliche Maßnahmen in Ägypten unter Gamal Abdel Nasser von 1954 bis Dazu beleuchtet sie die wirtschaftlichen, historischen und biographischen Rahmenbedingungen, die zum System des Nasserismus führten und untersucht schließlich die einerseits sozialistischen und andererseits panarabischen bzw. nationalistischen Konzepte der Ideologie Nassers. So kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Ideologie stark von Nassers politischer Praxis geprägt war und beleuchtet daher auch die praktischen Auswirkungen seiner Theorie. Schließlich werden aus diesem Blickwinkel kurz auch die wesentlichsten außen-, wirtschafts- und innenpolitischen Kennzeichen der Regierungszeit Nassers betrachtet. 3

5 INHALTSVERZEICHNIS 1 Einleitung Leben und Wirken von Gamal Abdel Nasser Historischer Hintergrund des Nasserismus Der Nasserismus als System... 8 Der Nasserismus als Ideologie 8 Wirtschaftliche Kennzeichen 11 Die Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft 12 Aussenpolitische Kennzeichen 13 Der Konflikt mit Israel 14 Innenpolitische Kennzeichen 15 5 Fazit

6 1 Einleitung Im Folgenden soll der Nasserismus als eine an den Sozialismus angelehnte Strömung untersucht werden. Im Rahmen dieser Seminararbeit soll der Schwerpunkt auf dem Nasserismus selbst liegen und herausgearbeitet werden, wie sehr er dem gängigen Sozialismus entsprochen hat. Dabei soll auch der nationalarabische Kontext des Nasserismus beachtet werden. Im Einzelnen gilt es folgende Fragen und Details zu bearbeiten: Der Nasserismus als Ideologie und in welchen Punkten sie dem Sozialismus entsprochen oder widersprochen hat Die wirtschaftlichen Änderungen in der Ära Nasser und ihre außen- und innenpolitischen Konsequenzen Der Panarabismus zu Nassers Zeit und wie Nationalismus und Sozialismus zusammengefügt wurden, vor allem vor dem Hintergrund von Nassers Außenpolitik. Diese drei Punkte werden als Analyseebenen die gesamte Arbeit durchziehen und in allen Gliederungspunkten, sofern angebracht, angesprochen werden. Die Vorgehensweise in dieser Arbeit soll dabei hermeneutisch mit Hilfe der angegebenen Literatur sein. Soweit möglich, werden empirische Daten wie Statistiken etc. verwendet, kontextualisiert und kritisiert werden. Als Schreibweisen sollen, sofern vorhanden, die in der westlichen Welt üblichen Schreibweisen verwendet werden. Sollten ganz seltene Namen und Begriffe zur Verwendung kommen, so werden diese der Korrektheit und möglichen Rückübertragung wegen nach den geläufigen Regeln der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft transliteriert. 1

7 2 Leben und Wirken von Gamal Abdel Nasser Gamal Abdel Nasser (arabisch: جمال عبد الناصر bzw. transliteriert Ğamâl ʿAbd an-nâșir) wurde am 15. Jänner 1918 in Alexandria geboren und verschied am 28. September 1970 in Kairo. Sein Vater entstammte einer Bauernfamilie und seine Mutter einer Kaufmannsfamilie. Sein Vater war ein kleiner Postangestellter und wurde oft versetzt, wodurch Nasser an verschiedenen Schulen, vor allem in Kairo und Alexandria, unterrichtet wurde. Schon früh interessiert er sich für Politik und nahm 1930, im Alter von zwölf Jahren an Schülerdemonstrationen gegen die Diktatur Isma îl Sidkis teil nahm er als Siebzehnjähriger an antibritischen Kundgebungen in Kairo teil und schaffte es sogar, seine Teilnahme an den Kämpfen gegen die Polizei in der Zeitung»Der Kampf«, welche eines der Hauptorgane der ägyptischen Nationalisten war, erwähnt zu bekommen, indem er namentlich in der Verwundetenliste geführt wurde meldete er sich beim Offizierskorps der Armee, wurde aber vermutlich aufgrund seiner Abstammung zunächst abgewiesen und schrieb sich für Jura an der Universität in Kairo ein. Als die Armee nach einem ägyptisch-britischen Abkommen erheblich vergrößert werden sollte, wurde er im Jahre 1937 doch zur Militärakademie zugelassen. Dort studierte er die Biographien berühmter Feldherren und Politiker von Atatürk über Bismarck und Churchill bis Napoleon Bonaparte, dem neben der Geschichte Deutschlands sein größtes Interesse galt. Er las aber auch viele militärische Abhandlungen und englischsprachige Zeitschriften wurde er Ausbilder an der selben Akademie und von 1945 bis 1948 besuchte er die Stabs- und Führungsschule der Armee nahm er am Palästinakrieg teil, wo er wichtige militärische und politische Erfahrungen sammelte, die sich auch in seiner Schrift»Philosophie der Revolution«finden. 2 In der Armee machte Nasser Bekanntschaft mit mehreren teilweise geheimen Gruppierungen, darunter auch die die spätere arabische Revolution tragen werdende Gruppe der»freien Offiziere«. Schon früh trat er einem politischen Orden, der»gemeinschaft der Reinen«, bei, welche das Gelöbnis verlangte,»daß jeder Angehörige sein ganzes Tun und Denken fortan der Politik widmete, sein Leben der Zukunft des Vaterlandes weihte« formierte sich eine erste Gemeinschaft oppositioneller Offiziere, welche aus vie- 1 Hirschler, Susanne: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten. Die Ära Gamal Abdel Nassers in Ägypten und ihre Bedeutung für die arabische und westliche Welt, Univ.-Dipl. Universität Wien, 1992, S. 16f. 2 ebd., S. 18f. 3 ebd., S. 20 2

8 len Mitgliedern der späteren»freien Offiziere«bestand und zunehmend in der Armee Einfluss gewann. Nasser war aber auch in anderen politischen Gruppierungen Mitglied, so hatte er Verbindungen zur Wafd-Partei, zur Moslembruderschaft und zu marxistischen Organisationen. Neben Nasser waren auch andere Militärs Mitglieder in den verschiedensten politischen Organisationen so dass einerseits deren Gedankengut auch auf die späteren»freien Offiziere«Einfluss hatte und andererseits dies den Versuch der späteren»freien Offiziere«belegt, alle in Opposition zum herrschenden Regime befindlichen Gruppierungen zu einen und als Verbündete zu gewinnen. 4 Die»Gemeinschaft der Freien Offiziere«selbst trat erstmals nach dem Palästinakrieg 1949 in den Vordergrund und formulierte ein eigenes Programm, das der Weggefährte Nassers Anwar el-sâdât wie folgt beschreibt:»unser Programm sah als ersten Punkt die Organisierung des Widerstands gegen das amtierende Regime und seine Druckmethoden vor. Der zweite Schritt sollte dann der Sturz der Monarchie und die Errichtung einer demokratischen Republik sein. Dieses zwiefache Ziel verlangte von den Offizieren politisches und soziales Gewissen, damit man sich wirklich auf sie verlassen konnte.«5 Mit dem Ziel einer nationalen Erneuerung Ägyptens und dem in Armee und Gesellschaft wachsenden Einfluss der»freien Offiziere«kam es schließlich zu einem von Nasser organisierten Staatsstreich in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli. Noch wurde aber an den alten Strukturen festgehalten und der König zwar ins Exil gezwungen, nicht aber die Monarchie abgeschafft und Ministerpräsident wurde ein nationalgesonnener Politiker der gegebenen Regierung. Doch schon bald stellte sich bei Nasser eine Enttäuschung über das Volk ein, welches nicht so recht mitziehen wollte. Die»Freien Offiziere«wurden nach Erfüllung ihrer Aufgabe aufgelöst und von einem»revolutionsrat«vom August 1952 ersetzt, Nasser übertrug das Präsidentenamt an General Muhammad Nağîb. 6 Ab Dezember 1952 überstürzten sich die Ereignisse: die politischen Parteien wurden aufgelöst, die Muslimbruderschaft etwas später verboten, die Monarchie im Juni 1953 formal abgeschafft, der Demokratie und freie Wahlen befürwortende Nağîb mehrfach von seinen Ämtern entfernt und auf Protest des Volkes wieder eingesetzt, Nasser überlebte im Oktober 1954 ein Attentat und als Nağîb am 14. November 1954 abermals vom Revolutionsrat als Präsident abgesetzt wurde, wurde Nasser end- 4 ebd., S. 20ff. 5 el-sadat, Anwar: Die ägyptische Revolution, Düsseldorf/Köln 1970, S Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 23ff. 3

9 gültig zum unbestrittenen Führer über Ägypten, dessen Wirken als Staatsoberhaupt in den folgenden Kapiteln besprochen werden soll. Im September 1970 verschied er aufgrund von Herzversagen in seinem Haus. In einem triumphal inszenierten Trauerzug trugen Millionen von Ägyptern ihren Präsidenten zu Grabe, der die Kräfte Ägyptens oftmals überschätzt und viele Fehltritte begangen hatte, dem sein Volk aber dennoch dankbar dafür war, Ägypten von der halb-kolonialen Abhängigkeit von Großbritannien in Unabhängigkeit geführt zu haben, Ägypten zu einem gewichtigen Akteur im Mittleren und Nahen Osten gemacht zu haben, der andere arabische Staaten vor dem»imperialismus der großen Mächte«zu schützen beanspruchte und schließlich Ägypten zu einem Vorbild für patriotische und anti-monarchische Bewegungen in anderen arabischen Staaten gemacht zu haben. Gamal Abdel Nasser ist als eine Persönlichkeit in die Geschichte eingegangen, die sich in der Erinnerung vieler Araber sowohl für die»linken«als auch für die»rechten«aspekte der»arabischen Sache«eingesetzt habe. 7 7 vgl. ebd., S. 94ff. 4

10 3 Historischer Hintergrund des Nasserismus Ägypten ist einer der ältesten Staaten der Welt, da es seit der Hochkultur der alten Ägypter ab ca v. Chr. in der einen oder anderen Form bestanden hat. Die letzten zweieinhalbtausend Jahre war es dabei immer unter Fremdherrschaft, zunächst nach Eroberung durch Alexander den Großen unter den Griechen und Römern (ca. 300 v. Chr. bis 400 n. Chr.), anschließend unter Byzanz (ca ), ab ca. 640 war es Teil verschiedener islamischer Reiche und ab 1517 Teil des Osmanischen Reiches. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die steuerlichen Belastungen in Ägypten immer höher, um den Untergang des Osmanischen Reiches zu verhindern. Zeitgleich gab es in der traditionell landwirtschaftlich geprägten Region Ausfälle und ein Zurückgehen der landwirtschaftlichen Produktion. Nach der kurzen Ägyptischen Expedition Frankreichs unter Napoléon Bonaparte ( ) kam es zur Dynastie des Muhammad Alî, die ihrerseits ebenfalls unter verschiedenen und wechselnden Obermächten bis zur Revolution 1953 unter Gamal Abdel Nasser Bestand hatte. Unter Muhammad Alî wurden der landwirtschaftliche Boden neu verteilt, der Exportschlager Baumwolle angebaut und mit europäischer Hilfe Industrieanlagen aufgebaut. Diese Erfolge hatten auch eine militärische Offensive zur Folge, die in mehrmaligen Siegen über die Osmanische Armee und der Eroberung Syriens und des Sudans resultierten, auf internationalen Druck aber schließlich wieder abgegeben werden mussten. Unter Muhammad Alîs Enkel Isma îl wuchs der Baumwollexport rasant an und langsam begann sich eine konstitutionelle Monarchie herauszubilden. Jedoch war Ägypten mittlerweile hochverschuldet und so zwangen es Frankreich und Großbritannien 1876 zur Schuldenverwaltung und verstärkten ihren Einfluss in Ägypten. 8 Nach einer Revolte unzufriedener Offiziere, der Orabi-Revolte von 1882, wurde neben der fortbestehenden Monarchie ein britischer Generalkonsul mit weitreichenden Befugnissen eingesetzt, der vor allem die Gläubiger befriedigte und den Baumwollexport weiter ausbaute und am Bedarf Großbritanniens ausrichtete. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen nationalistischen Parteien auf und erreichten aber bis 1913 eine nur in Steuerfragen Einfluss habende gesetzgebende gewählte Versammlung. Im Ersten Weltkrieg wurde Ägypten schließlich zum britischen Protektorat erklärt. Nach Unruhen im ganzen Land 1919 erklärte Großbritannien Ägypten am 22. Februar 1922 für unabhängig, behielt für sich 8 Büttner, Friedemann: Ägypten, in: Steinbach, Udo/Hofmeier, Rolf/Schönborn, Mathias: Politisches Lexikon Nahost/Nordafrika, 3., neubearbeitete Aufl., München 1994, S. 27f. 5

11 aber weitgehende Rechte, etwa die Kontrolle des Suezkanals, der Landesverteidigung und den Schutz ausländischer Interessen wurde Ägypten eine konstitutionelle Monarchie unter Sultan Fu âd und der Wafd-Partei, welche die nächsten dreißig Jahre die Oberhand behalten sollte. Ägypten erreichte eine zunehmende Autonomie von Großbritannien, unter anderem den Abzug der britischen Truppen vom Suezkanal, wurde im Zweiten Weltkrieg allerdings abermals Protektorat Großbritanniens. Das politische System Ägyptens geriet nach und nach in eine Krise und verschiedene Akteure versuchten ihren Einfluss zu mehren, darunter die 1928 gegründete islamistische Muslimbruderschaft, ein Bündnis linker Kräfte und Teile der unzufriedenen und schlecht ausgerüstete Armee, die im Palästinakrieg 1948 eine vernichtende Niederlage gegen Israel hatte hinnehmen müssen entlud sich der aufgestaute Frust der Bevölkerung in Aktionen gegen ausländische Einrichtungen in Kairo und im Juli 1952 ü- bernahm eine Gruppe junger Offiziere in einem unblutigen Staatsstreich die Macht. Daran maßgeblich beteiligt war auch Gamal Abdel Nasser. König Fârûq musste abdanken und ging ins Exil. Die Bewegung der»freien Offiziere«rief einen Revolutionsrat für die begrenzte Dauer von drei Jahren aus und wählte General Mohammad Nağîb zum Vorsitzenden und später zum Ministerpräsidenten. Der Revolutionsrat ging schnell ans Werk und erließ schon kurz nach Antritt eine Landreform, welche die Großgrundbesitzer schwächte und die Kleinbauern stärkte. Nach weiteren Reformen sprach Nağîb von einer geglückten politischen Reform, die Gruppe um Nasser wollte nun als nächsten Schritt aber noch eine soziale Reform. Nağîb ließ bald, nach Ansicht Nassers zu früh, demokratische Tendenzen erkennen, so dass Nasser ihn im April 1954 als Ministerpräsident und noch im selben Jahr als Staatspräsident ablöste. Die»Freien Offiziere«wurden allmählich konkreter in ihren Zielen und nahmen sich neben einer noch tiefer greifenden Argrarreform eine stärkere Industrialisierung, die Diversifizierung der Wirtschaft unter Führung des öffentlichen Sektors sowie massive soziale Investitionen in Bildung und Gesundheit vor. 10 Der Bau des Assuanstaudamms und des Eisen- und Stahlkombinats Helwan sind gute Beispiele für Großprojekte der damaligen Zeit. Mit der Machtübernahme der»freien Offiziere«und Nassers waren zudem erstmals seit vielen Jahrhunderten wieder Ägypter die einzigen Herrscher über Ägypten, was auf viel Wohlwollen in der Bevölkerung gegenüber dem neuen Regime stieß. Die wirtschaftliche Lage war indes desolat, der Exportanteil der Baumwolle lag 9 ebd., S. 28f. 10 ebd., S. 30 6

12 Bevölkerung in Zuwachs in Abbildung 1: Bevölkerungswachstum in Ägypten Quelle: El-Ghannam, Abdel Asis: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), Univ.-Diss., LMU München, 1968, 12 bei rund 90% 11. Dazu kamen ein starkes Bevölkerungswachstum seit Anfang des Jahrhunderts, das zur Landflucht und Bildung von Elendsvierteln um die großen Städte führte. Von 1907 bis 1949 stieg die Bevölkerung um 77% (vgl. Abb. 1). Zwar wuchs die Wirtschaft ab den 1930er Jahren auch an, konnte aber nicht mit der Bevölkerung mithalten, aus der nicht genügenden wirtschaftlichen Stabilität folgte also die politische Unzufriedenheit der Bevölkerung. Von der Bodenfläche war nur ein Bruchteil landwirtschaftlich nutzbar, nämlich im Niltal und Nildelta. Die Industrie konnte zwar zwischen 1927 und 1951 um 80% wachsen, die Zahl der Beschäftigten sogar um 206% 12, diese hohen Wachstumraten erklären sich aber auch aus der Tatsache, dass die ägyptische Industrie erst im Ersten Weltkrieg entstanden ist waren rund Arbeiter in Betrieben angestellt 13, das waren nur knapp 3% der Bevölkerung. Gesellschaftlich gab es vier große Gruppen im vorrevolutionären Ägypten: die Großgrundbesitzer, die Bourgeoisie, die Kleinbürger und die Masse der Landarbeiter und Fellachen 14. Diese Gruppen waren zwar keine Klassen, dennoch gab es große Unterschiede zwischen ihnen und eine eindeutige Hierarchie, in welcher die ersten beiden Gruppen über den letzten beiden standen, vor allem aber die Großgrundbesitzer die Landarbeiter und Fellachen ausbeuteten ebd., S El-Ghannam, Abdel Asis: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), Univ.-Diss., LMU München, 1968, S. 14, zit. n. Brendl, Oskar: Verhältnis von Landwirtschaft und Industrie in der ägyptischen Wirtschaftspolitik, in: Wirtschaftsdienst, Weltarchiv Hamburg, Hamburg 1954, S ebd., S. 15, zit. n. Issawi, Charles: Egypt at Mid-Century, London/New York 1954, S in der Tradition des Vorderen Orients und insbesondere Ägyptens übliche Bezeichnung für Bauern 15 Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 14f. 7

13 4 Der Nasserismus als System Im Folgenden soll schließlich der Nasserismus als ein funktionierendes System in Theorie und Praxis dargestellt werden. Es wird sich zeigen, dass der Nasserismus nicht von vornherein auf bestimmte gedankliche Konstrukte fixiert war, sondern vielmehr wandlungsfähig und stark mit der Praxis verwoben, für welche er geschaffen worden war. D E R N A S S E R I S M U S A L S I D E O L O G I E In den ersten Jahren nach der Revolution 1952 zeigte sich Nasser als ein Pragmatiker, dem es darum ging, wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Lage Ägyptens zu setzen. Jedoch sah er sich mit einer kaum zu mobilisierenden Bevölkerung konfrontiert und schuf eine Ideologie als Fundament seiner Bewegung, und dabei bewusst eine solche, die weder auf den Islam noch auf eine in Ägypten bereits vorhandene Ideologie zurückgreift. Sofern er sich in irgendeiner Tradition sah, dann in jener des»nationalen Kampfes«gegen die bisherigen Herrscher über Ägypten. 16 Diese nicht von vornherein ideologische Ausprägung zeigte sich auch in den Gruppen, die in der Zeit vor der Revolution durch Aufstände und Proteste ein zunehmend unstabileres Ägypten provozierten: es nutzten auf der einen Seite die Kommunistische Partei und auf der anderen Seite die nationalistische Muslimbruderschaft die große soziale Ungerechtigkeit und Benachteiligung der Fellachen und der unteren Schichten der Bevölkerung aus. Die Armee musste immer öfter die Regierung stützen und putschte schließlich, als die»freien Offiziere«einen geeigneten Zeitpunkt sahen, selbst. Nasser sah sich selbst dabei eher unpolitisch und weder der einen, noch der anderen Seite zugehörig. 17 Als Ersatz eines vorhandenen Programms diente so in der Anfangszeit Nassers Philosophie der Revolution, welche nur wenige programmatische Punkte erhält. Nasser war es einerseits zuzuschreiben, dass Ägypten nicht so schnell zum Parlamentarismus zurückkehrte, wie General Nağîb es wollte, andererseits aber auch, dass die Revolution relativ unblutig verlief. Fest stand für Nasser aber:»jedes Volk auf Erden muß durch zwei Revolutionen hindurchgehen: eine politische Revolution, durch die es das Recht auf Selbstregierung einem Tyrannen oder einer fremden Ar- 16 Büttner, Friedemann: Nassers Ägypten zwischen islamischer Tradition und sozialistischer Zukunft, in: Opitz, Peter (Hrsg.): Profile und Programme der Dritten Welt, München, 1970, S. 77ff. 17 ebd., S. 79ff. 8

14 mee entwindet, die seinen Boden gegen seinen Willen besetzt hält, und eine soziale Revolution, die die Gesellschaftsklassen gegeneinanderstellt und die sich stabilisiert, wenn Gerechtigkeit für alle Bürger errungen ist.«18 Nasser erhoffte sich dabei eine an den Staatsstreich anschließende Revolution der Volksmassen, des Proletariats also, welche aber ausblieb. Auch die Politiker und führenden Ideologen, an welche sich Nasser in der Folge wandte, wollten nur, dass ihre jeweiligen Konkurrenten ausgeschaltet würden und enttäuschten den Rat suchenden Nasser. Seine Herrschaft stützte Nasser schließlich weiterhin mit der Armee, was er so lange tun wollte, bis das Volk wisse, was es wolle. 19 Nicht in seiner Philosophie der Revolution, in seinen Reden aber tauchten schließlich sechs Ziele der Revolution auf: Beseitigung des Imperialismus 2. Beendigung des Feudalismus 3. Beseitigung von Monopolen 4. Etablierung sozialer Gerechtigkeit 5. Au4au einer starken nationalen Armee 6. Errichtung eines stabilen demokratischen Systems Diese Ziele wollte er auf vier Arten erreichen, durch die Schaffung einer repressiven Basis des Regimes zur Sicherung der Macht, eine aggressive und Unabhängigkeit sichernde Außenpolitik, eine anfänglich liberale Wirtschaftspolitik, die nach umfangreichen Verstaatlichungen eher zu einer staatlich kontrollierten Wirtschaft führten und schließlich durch die Schaffung einer neuen Ideologie und konstruktiven Basis des Regimes. 21 Nasser selbst hat in seiner Philosophie der Revolution festgestellt, dass in Ägypten seinerzeit eine Art geistiges Vakuum und»eine eigentümliche Mischung aus Lebensgewohnheiten des 13. und mindestens dem äußeren Bilde nach des 20. Jahrhunderts [vorherrsche]. Wenn ich das sehe, so fühle ich tiefes Verständnis für die Verwirrung, in die unser nationales Leben geraten ist, und für die Konfusion, der wir zu entrinnen suchen. Dann sage ich mir: diese Gesellschaft wird sich 18 ebd., S. 87f., zit. n. Abdel Nasser, Gamal: Die Philosophie der Revolution, in: Allemann, F.R. (Hrsg.): Die arabische Revolution, Frankfurt 1958, S ebd., S. 88ff. 20 vgl. ebd., S ebd. 9

15 noch kristallisieren; ihre Teile werden an Zusammenhalt gewinnen; sie wird zu einem starken, homogenen und vereinheitlichten Ganzen zusammenwachsen.«22 Erst mit der Eroberung Napoleons 1798 kamen auilärerisches Gedankengut, frühneuzeitliche Philosophie und der Revolutionsgedanke überhaupt nach Ägypten und vermischten ihren Fortschrittsgedanken nach und nach mit bestehenden Ideen der islamischen Theologie, zumindest in jener Bevölkerungsschicht die ausreichend gebildet war, um mit diesen Werken und Ideen in Berührung zu kommen: reformwillige Theologen, Intellektuelle, Literaten und Schriftsteller. 23 Seine Ideologie näher ausformuliert und die Ziele seiner Politik besser bestimmt hat Nasser erst 1962 in seiner Charta der nationalen Aktion. Diese wurde im Mai 1962 in einer sechsstündigen Sitzung des»nationalen Kongresses der Volkskräfte«verlesen und anschließend ohne Veränderung verabschiedet und mit ihr die»arabische Sozialistische Union«gegründet. Der»Arabische Sozialismus«Nassers ist durch drei wesentliche Komponenten definiert, Nassers Demokratieverständnis, sein Begriff des Sozialismus und der islamische Hintergrund. Für Nasser spiegelt das politische System einer Gesellschaft deren ökonomischen Zustand. Demokratie ermögliche politische Freiheit, Sozialismus soziale Freiheit und erst beide zusammen ergäben die»wahre Freiheit«. Dieser grundlegende Harmoniegedanke später als»klassenharmonie«auch in der Charta der nationalen Aktion diskutiert ist ganz zentral und kam bei Nasser gemeinsam mit dem Begriff»Sozialismus«zum ersten Mal nach der Bandung-Konferenz auf. 25 Letzterer unterscheidet sich ebenfalls stark von den üblichen Konzeptionen, die der Marxismus-Leninismus bietet, wie auch Nasser immer wieder betonte. Zunächst ist da das Festhalten an Religion und Propheten anstatt Religion strikt abzulehnen, dann das langfristige Ziel einer Demokratie des gesamten Volkes anstatt einer Diktatur des Proletariats und schließlich das Festhalten an privatem Boden und Privateigentum generelle, im Unterschied zum Marxismus-Leninismus und Kommunismus, die Privateigentum und privaten Boden abschaffen wollen. Als drittes Merkmal 22 ebd., S. 99, zit. n. Abdel Nasser, Gamal: Die Philosophie der Revolution, S ebd., S. 99ff. 24 auf dieser Konferenz tagten die Staatsoberhäupter von 30 Nationen aus Asien und Afrika. Hier lernten sich auch Nehru und Nasser und etwas später Tito und Nasser kennen und begründeten die Bewegung der Blockfreien 25 ebd., S. 105ff. 10

16 des Arabischen Sozialismus lässt sich die Nähe zum Islam, zur islamischen Theologie anführen. So klingt die Aufforderung, für die wirtschaftliche und soziale Revolution zu arbeiten um so soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen und die Klassenunterschiede zu beseitigen wie eine Aufforderung, traditionelle islamische Tugenden zu pflegen. Nasser betonte auch immer wieder, dass der erste islamische Staat des Propheten Muhammad ein sozialer Staat gewesen sei. 26 W I R T S C H A F T L I C H E K E N N Z E I C H E N Diese ganz spezifischen Sichtweisen der Begriffe wirkten sich schließlich auch in allen Politikfeldern aus. Zur Wirtschaft ist zu sagen, dass mit der Charta der nationalen Aktion deren Grundzüge in Planung und Zentralisierung festgelegt wurden. In den Artikeln 9 mit 13 der Verfassung vom 25. März 1964 heißt es sinngemäß, die Wirtschaft sei auf ein sozialistisches System gegründet und werde in Übereinstimmung mit dem Entwicklungsplan 27 gelenkt. Der Staat kontrolliere alle Produktionsmittel und sämtlicher Besitz stehe unter der Kontrolle des Volkes. 28 Die Kompetenzen für die Kontrolle der Wirtschaft waren dabei eher unklar auf fünf Ministerien verteilt: das Industrieministerium, das Wirtschaftsministerium, das Ministerium für den Assuan-Damm, das Planungsministerium und das Versorgungsministerium, deren Kompetenzen sich eher über- und beschnitten denn ergänzten. Um die Ziele der Kontrolle der Wirtschaft durch das Volk abseits der fünf dafür eingerichteten Ministerien zu ermöglichen, wurden weiters zahlreiche Verstaatlichungen vorgenommen, diese vor allem in mittlerer und schwerer Industrie, Infrastruktur und Verkehr, den Dämmen, den Versicherungen und im Außen- wie Binnenhandel. 29 Ägypten war trotz aller Versuche, unabhängig zu werden, von vor allem zwei großen Geldgebern weltweit abhängig: auf der einen Seite die USA und mit ihr Großbritannien und die Weltbank und auf der anderen Seite die Sowjetunion. Geschickt hatte es Nasser als Mitglied der Blockfreien-Bewegung, Befürworter der Abrüstung und Vertreter eines»positiven Neutralismus«vermocht, die politischen Interessen der Kreditgeber aus Ost und West gegeneinander auszuspielen 26 ebd., S. 110ff. 27 Nasser hatte in der Regel in Fünf-Jahres-Plänen gerechnet und geplant 28 El-Ghannam, A.A.: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), S. 136, zit. n. Die Verfassung vom März Vgl. NZZ vom 19. Dezember 1961, 14. Mai 1964 und 16. Mai ebd., S. 137ff. 11

17 und dennoch Kredite von beiden Parteien zu bekommen. Im Dezember 1955 bekam Nasser sowohl von den USA als auch von der Sowjetunion mehrere große Kredite bewilligt und konnte damit den Ausbau des Assuan-Staudamms voranbringen. 30 D I E V E R S T A A T L I C H U N G D E R S U E Z K A N A L - G E S E L L S C H A F T Jedoch zogen die USA bald wieder, im Juli 1956, ihr Angebot zurück, auch deshalb, weil gerade Nassers Diplomatie ihnen zunehmend missfiel und sie ursprünglich gefordert hatten, keine finanzielle Hilfe von kommunistischen Staaten anzunehmen. Nasser stand nun wieder unter großem finanziellen Druck und antwortete seinerseits mit der Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft um mit Hilfe der Einnahmen aus dem Suezkanal den Aussuan-Staudamm voranzubringen. Er entschädigte zwar die Anteilseigner, dennoch sahen sich vor allem Großbritannien als Kanalnutzer für Erdöltransporte und Frankreich als Erbauer des Kanals angegriffen. Zwar fanden im Juli und im Oktober 1956 zwei internationale Konferenzen zur Streitbeilegung des Konflikts statt, jedoch hatten diese keinen Erfolg. Gemeinsam mit Israel, dass sich schon länger von Ägypten und dessen Unterstützung palästinensischer Aufständischer bedroht fühlte, planten nun also Frankreich und Großbritannien die Eroberung der Suezkanal-Zone. Diese fand Ende Oktober 1956 statt und war innerhalb weniger Tage erledigt. Israel und Ägypten sollten sich anschließend in eine Zone von 16 km hinter den Kanal zurückziehen, Israel sollte damit praktisch die Sinai-Halbinsel zugesprochen werden. Nachdem sich Nasser dagegen wehrte bombardierten Frankreich und Großbritannien in der Folge ägyptische Großstädte und besetzten Port Said. Bei diesen Militäraktionen musste Nasser große Verluste in der Zivilbevölkerung hinnehmen, Frankreich und Großbritannien standen hingegen schlecht da. Die Intervention wurde noch im November 1956 von den Vereinten Nationen und den USA verurteilt und die Sowjetunion setzte durch, dass sich die Eroberer zurückziehen mussten, zusätzlich bekam Nasser den Suezkanal zugesprochen, wenn auch mit einer dort stationierten UN-Sicherheitstruppe. Trotz einer klaren militärischen Niederlage ging Nasser schließlich als der eigentliche Gewinner des Konflikts hervor und wurde in der gesamten arabischen Welt für seine Leistung, sich komplett von den Kolonialisten befreit zu haben gefeiert Büttner, F.: Nassers Ägypten zwischen islamischer Tradition und sozialistischer Zukunft, S. 91ff. 31 Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 37ff. 12

18 A U S S E N P O L I T I S C H E K E N N Z E I C H E N Doch nicht nur die Befreiung Ägyptens durch die Suezkrise wird Nasser angerechnet. Er unternahm außenpolitisch noch einige weitere Handlungen vor. Zum einen war da seine fast konstante Einmischung in die innenpolitischen Gelegenheiten anderer arabischer Staaten,»im Sinne der arabischen Einheit«, wie Nasser zu formulieren pflegte. Innerhalb nur eines Jahres, 1957, wurden dafür ägyptische Diplomaten in Libyen, Irak und Saudi-Arabien zu personae non gratae erklärt und reichten Libanon, Sudan und Tunesien Beschwerde gegen Ägypten bei der Arabischen Liga ein. 32 In der arabischen Welt und vor allem von deren Monarchen wurden Nassers nationalistische und sozialistische Verkündungen nicht gerne gesehen. Während diese Verkündungen also in den oben genannten Ländern mitunter zu Unruhen und Krisen führten, führten sie in Syrien auch aufgrund komplexer innenpolitischer Zustände, deren Erläuterung hier den Rahmen sprengen würde zum Zusammenschluss mit Ägypten zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) im Februar 1958, der in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit der ohnehin panarabistisch gestimmten Staatsvölker zugestimmt wurde. Im März des selben Jahres stieß noch das Königreich Jemen auf föderativer Basis dazu und es entstanden die Vereinigten Arabischen Staaten. Die VAR scheiterte aber schon 1961 daran, dass Nasser das syrische Volk und die Lage in Syrien falsch eingeschätzt hatte und zu wenig auf eine solche Aufgabe vorbereitet gewesen war. 33 Die VAR zerbrach, auch wenn Ägypten sich noch bis 1972 weiter so nannte. Damit hatte zwar Nasser eine Niederlage nach einer langen Reihe von Siegen hinnehmen müssen. Er betätigte sich aber dennoch weiter und mischte sich in innenpolitische Angelegenheiten anderer arabischer Staaten ein. So unterstützte er von die anti-royalistischen Militärs im jemenitischen Bürgerkrieg und schreckt selbst vor dem Einsatz von Giftgas und der Bombardierung saudi-arabischer Dörfer nicht zurück rief der ägyptische Rundfunksender»Stimme der Araber«die Bevölkerung Jordaniens auf, sich gegen ihren König zu erheben, im selben Jahr unterstützte Nasser eine Verschwörung im damals noch monarchischen Irak und fand eine pro-nasseristische Stürmung des Rundfunkgebäudes in Damaskus statt. Ebenfalls 1963 unterstützte Nasser in den algerisch-marokkanischen Grenzstreitigkeiten das»fortschrittliche und 32 El-Ghannam, A.A.: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), S. 139f. 33 Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 48ff. 13

19 sozialistische«algerien und versprach militärischen Beistand im Falle eines Kriegsausbruches. 34 D E R K O N F L I K T M I T I S R A E L Kriege waren auch auch das Hauptkennzeichen des Konfliktes mit Israel. Wie oben bereits erwähnt, unterstützte Nasser Palästina unter anderem damit, dass seit 1955 auf die Sinai-Halbinsel geflohene Palästinenser zu Kommandoeinheiten (den Fedajin) ausgebildet wurden. Nach dem militärisch zwar verlorenen Krieg während der Suezkrise ging Nasser trotzdem politisch als unbestrittener Führer der Araber und vor allem der Palästinenser hervor und konnte ihr Dasein nicht mehr ignorieren. Doch auch hier misstrauten die anderen arabischen Staaten Nassers Israel- und Palästinapolitik und schlugen teilweise andere Wege ein. Im Jahre 1964 war Nasser mit an der Schaffung einer palästinensischen Befreiungsorganisation, der PLO, beteiligt, sowie an der palästinensischen Armee, der PLA, welche von Offizieren der VAR befehligt wurde. 35 Die Lage mit Israel spitzte sich allmählich zu und vor allem das Verhältnis zwischen Syrien und Israel war immer gespannter. Als schließlich zwischen Syrien und Israel Kampfhandlungen begannen musste Nasser, um sein Ansehen in der arabischen Welt und als VAR nicht zu verlieren reagieren, auch wenn ihm bewusst war, dass das ägyptische Militär einer solchen Aufgabe nicht gewachsen war. Im Mai 1967 erwirkte er den Rückzug der UN-Truppen vom Sinai und ließ den Golf von Akaba für israelische Schiffe sperren. Die Sowjetunion unterstellte Israel imperialistische Ziele und warnte Nasser vor Aggressionen seitens Ägyptens. Am 5. Juni 1967 begann Israel, Ägypten anzugreifen. Innerhalb von drei Stunden konnte es 300 von 350 ägyptischen Militärflugzeugen am Boden zerstören. Am 6. und 7. Juni forderte und wiederholte der UNO-Sicherheitsrat die sofortige Einstellung der KampKandlungen und verurteilte selbige. Diesen Forderungen kam Israel nicht nach und innerhalb von drei Tagen waren weite Teile des Sinai, darunter die Südspitze Scharm El-Scheich besetzt. Innerhalb von sechs Tagen wurde der Krieg beendet und Israel hatte Gebietsgewinne zu verzeichnen, die etwa dreimal so groß waren wie sein eigenes Staatsgebiet, darunter die gesamte Sinai- Halbinsel mit seinen reichen Rohstoffvorkommen und der Suezkanal. Im November 1967 wurde schließlich die UN-Resolution 242 verabschiedet, welche Israel unter an- 34 El-Ghannam, A.A.: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), S. 139ff. 35 Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 68ff. 14

20 derem aufforderte, aus den besetzten Gebieten abzuziehen. Die Resolution setzte Israel nur teilweise und erst in späteren Jahren um. Nasser selbst nahm noch im Juni alle Schuld auf sich und bot seinen sofortigen Rücktritt von allem Ämtern an, gegen den das Volk dermaßen gewalttätig demonstrierte, dass Nasser die Nationalversammlung über seinen Rücktritt entscheiden lassen wollte. 36 I N N E N P O L I T I S C H E K E N N Z E I C H E N Das Nasser eine solche Wahl gewinnen würde war keine große Überraschung, schließlich war seine Einheitspartei, die»arabische Sozialistische Union«(ASU) schon seit langem die einzige zugelassene Partei Ägyptens. Sie hatte im Sommer 1962 die Nachfolge der 1957 gegründete»nationalen Union«angetreten, nachdem in diese nach Nassers Ansicht zu viele reaktionäre Elemente eingedrungen waren. Die Führung der ASU hatte natürlich Nasser selbst übernommen, sie war in kleine»basiszellen«unterteilt, welche klein, überschaubar und folglich eine leichte Kommunikation ermöglichen sollten und hatten die Aufgabe, widerspruchslos Anweisungen höherer Organe zu befolgen. Die Hälfte der Parteimitglieder der ASU sollten Bauern und Arbeiter sein, welche zunächst einmal für ein halbes Jahr Probezeit aufgenommen wurden und dann, sofern die Berichte der Geheimpolizei die Aufnahme nicht ablehnten, als vollwertige Mitglieder aufgenommen wurden. 37 Die Geheimpolizei wiederum kann als von Nasser geschaffene Organisation gesehen werden, die dem Schutz der staatlichen Interessen und Liquidierung jedweder Opposition diente. So sind zahlreiche Berichte über zweifelhafte Festnahmen, Folter, ungerechte Gerichtsprozesse und fadenscheinige Todesurteile bekannt. Sie diente darüber hinaus auch der Kontrolle bzw. Verfolgung von im Ausland lebenden Ägyptern und drohte bei fehlender Regimetreue notfalls mit Passentzug und drastischeren Maßnahmen. Über die Geheimpolizei wurde zudem Druck auf die Medien ausgeübt und diese mittels der Geheimpolizei kontrolliert. Die Geheimpolizei schaffte, wie die Geheimdienste anderer sozialistischer Staaten auch, ein Klima der Angst. So gesehen, ist die Geheimpolizei ein weiterer Beweis dafür, dass Nasser gewillt war, jedes Mittel anzuwenden, um seine Ziele zu erreichen Hirschler, S.: Gamal Abdel Nasser und sein Ägypten, S. 74ff. 37 El-Ghannam, A.A.: Das Regierungssystem des unabhängigen Ägypten ( ), S. 132ff. 38 ebd., S. 143ff. 15

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