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1 Studieren geht über Probieren? Der AStA-Bildungscheck Lehre, Ausbildung, Fachhochschule, Universität? Jeder (Aus-)Bildungsweg hat seine Vor- und Nachteile. Oftmals kursiert das Gerücht, Universitäten bzw. Studierende hielten sich für etwas Besseres, gleichzeitig beklagen aber viele Studierende (besonders Kulturwissenschaftler), dass sie sich nach dem Studium nicht ausreichend für einen Beruf ausgebildet fühlen. Man wäre»breit aufgestellt, aber irgendwie könne man nichts so richtig«. Was denn nun? Doch besser an einer FH studieren, oder mehr Praxis im universitären Studium? Das Studium als eine»spielweise«verstehen, auf der man sich im Bachelor ausprobieren, und dann im Master spezialisieren kann? Zu dumm dann nur, dass die meisten Masterprogramme einen wissenschaftlichen Schwerpunkt haben. Da ist also wieder nichts mit Praxis. Oder 2-3 Praktia während des Studiums absolvieren, und sich Praxisfähigkeiten neben dem Studium aneignen? Die Technischen Universität in Cottbus (BTU) hat als eine der wenigen Unis in Deutschland den Versuch gestartet, eine FH und eine Universität fusionieren zu lassen....weiter auf Seite 2 Fotos von pixelio.de: Jörg Blanke, W.R.Wagner und Andreas Zöllick Weitere brandheiße Themen in diesem Luego: Islamischer Staat Adé Uni? Meckerbuddy Infoveranstaltung über die Flüchtlingssituation und -hilfe im Irak und Syrien... Ein Kommentar zum Leistungsdruck an der Universität... Die Meckerbox ist online... S. 2 ab S. 4 S. 5 S. 1

2 BILDUNGSCHECK / INFOVERANSTALTUNG Die Studierenden müssen sich bei der Einschreibung zwischen anwendungsbezogenen und universitären Studiengängen entscheiden. Ist das ein Modell für die Zukunft? Wie bewertet ihr euer Studium? Lernt ihr fürs Leben, oder für den Job? Zieht ihr in sechs Semestern durch, oder nehmt ihr euch Zeit für Urlaubs- und Auslandssemester? Stürzt ihr euch auf jedes Praxisseminar und habt schon drei unbezahlte Praktika in der Tasche? Und wenn ja, wie habt ihr das fi nanziert? Oder habt ihr zum dritten Mal euer Fach gewechselt, und genießt die Vorzüge des Studentenlebens? Wir stellen euch und euren individuellen Weg vor. Sagt uns eure Meinung zu den Ausbildungswegen und Deutschland, lasst Dampf ab oder lasst uns an euren persönlichen Geschichten teilhaben. Was studiert ihr, wo wollt ihr damit hin, wo seht ihr Probleme und wo Chancen? Schreibt uns einen Leserbrief. Die Länge ist euch komplett selbst überlassen. Ob fünf Zeilen, oder zwei Seiten. Wir stellen euch im Luego vor und lassen eure Kommilitonen an eurem Wissen teilhaben. PS: Den Leserbrief könnt ihr auf herkömmlichem Postweg an AStA Paderborn Warburger Straße Paderborn senden. Falls ihr es per einreichen wollt, schickt es bitte an (kf) Infoveranstaltung am Irak/Syrien: Flüchtlingssituation und hilfe Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Paderborn organisiert für Sonntag, 22. Februar, von 15-17:30 Uhr in der Kulturwerkstatt (Bahnhofstr. 64, Paderborn) eine Infoveranstaltung mit Hawar-Hilfswerk für Flüchtlinge im Irak über die Flüchtlingssituation und hilfe für die IS-Opfer im Irak und in Syrien. Das Hilfswerk Hawar, initiiert durch den Kölner Appell gegen Rassismus e.v., möchte den Flüchtlingen helfen und sich langfristig an der Verbesserung der Flüchtlingssituation beteiligen. Das Team von Hawar besteht überwiegend aus ehemaligen Flüchtlingen, die seit über 10 Jahren in Köln leben, engagiert sind und angesichts der Not ihrer Landsleute Hawar gegründet haben. Drei davon, Rezan Sönmez, Shilan und Gian Aldonani waren zur Weihnachtszeit zu Besuch in den Flüchtlingslagern im Nordirak und haben mit den Spenden, die sie zwei Monate lang gesammelt haben, hunderte Kinder mit Winterkleidung, Schuhen, Schulmaterial und Decken versorgt. Unsere Referentinnen Rezan, Shilan und Gian werden uns ihre Eindrücke und Erlebnisse schildern und über ihr Engagement sowie über die Flüchtlingssituation berichten. (zs) S. 2

3 S. 3

4 ADÉ UNI Ein Kommentar zum Leistungsdruck Adé Uni? Mein dritter Studiengang. Der dritte Versuch. Schon wieder. Die Uni hat mir alles genommen: Mein Geld, meine Freunde, meine Freizeit, mein Ich. Die Uni kostet Geld. Viel Geld. Gebühren, Versicherungen, Wohnen und Leben will man auch noch. Ich übe zwar von Luft und Liebe zu leben, aber talentiert bin ich darin nicht. Zeit für mein Privatleben habe ich eh nicht, wie soll es da dann mit der Liebe klappen? Kaum ein Fach, das ich auf Anhieb bestehe. Selbst eine 1,7 zählt nicht mehr als gute Note. In den Lehramtsstudiengängen muss man in den Master kommen um später arbeiten zu können. Jeder Modulabschluss im Bachelor ist ein Zittern. Jede Note zählt. Gnadenlos. Hierbei ist es egal, ob die unzähligen Pfl ichtkurse inhaltlich zu meinem späteren Berufswunsch passen oder nicht. Was bringt mir ausführliches Wissen über mittelalterliche Burgen in Burgund, wenn ich Grundschülern die deutsche Geschichte näher bringen soll? Bulimielernen, noch etwas wofür ich nicht gemacht bin. Ich kann nicht stumpf alles in mich hinein prügeln, um dann in einer Klausur 12 Stunden später alles wieder auszukotzen. Nächtelang über Büchern hocken langweilt mich, ist aber ein notwendiges Übel, um hier erfolgreich zu sein. Mein Semester sah so aus: 17 Kurse, inklusive aller Tutorien und Übungen. Wöchentlich ein Kurztest, eine Portfolioaufgabe und drei Hausaufgaben. Dazu alle Folien zusammenfassen, in der Klausurenphase ist dazu keine Zeit. Drei Nebenjobs, um irgendwie über die Runden zu kommen. Dazu ein Haushalt, der gepfl egt werden will, ein Freundeskreis, der mehr zu einer Lerngruppe mutiert ist. Achja und Sport, man braucht ja einen Ausgleich. Schlaf wurde ja schon immer überbewertet. Kaffee reicht nicht mehr, ich brauche nun mindestens eine Mate-Cola um in die Gänge zu kommen. Tagelang habe ich mich nur von Obst ernährt, geht schnell, schmeckt gut, hält sich. Mit Obst habe ich da noch defi nitiv `ne gute Wahl getroffen. Es soll tatsächlich Studenten geben, die keine Pizza mehr sehen können. Gesund ist was anderes. Mittagspause? Keine Zeit. Eher haben wir uns getroffen, um schnell noch einmal die nächsten Hausaufgaben zu besprechen, Fragen zu klären. Über Privates reden gab es nicht mehr. Niemand bekam mehr von dem anderen mit, als den Wissenstand. Eigentlich wollte ich darüber schreiben, was für ein Mensch ich bin. Ich habe darüber nachgedacht und ich weiß es nicht mehr. Früher war ich ein Querdenker, ach nee Gender eine Querdenkerin. Gegen alles und für alles andere. Hier kann ich das nicht. Ich kann meine Meinung kaum frei äußern, es ist unter Dozenten nicht gerne gesehen, vielmehr äußere ich eine vorgefertigte Meinung, dass was alle hören wollen. Bin ich also Mitläuferin? Ich habe Dreads, bin immernoch gegen das System (how evil) und tobe mich hochschulpolitisch aus. Ich beschwere mich, öffentlich. Und frage mich insgeheim immer wieder: Bin ich überhaupt für das System Uni gemacht? Ich bin nicht reich. Wie gesagt, drei Nebenjobs um über die Runden zu kommen. BAföG bekomme ich nicht, verschulden durch einen Kredit möchte ich mich nicht. Also spart man mal hier, mal da, arbeitet sich von a) nach b). Wenn man dann den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen hat und sich die Woche dem Ende neigt kommt das Wochenende. Bei mir die Zeit zum Aufräumen, Putzen und manchmal bisschen schlafen. Und dann kommen die Gedanken: Bin ich wirklich gemacht für die Uni? Oder ist die Uni nicht für mich gemacht? Wäre ich in einer Ausbildung nicht doch besser aufgehoben? Das Problem: ich liebe es hier. Ich arbeite gerne, ich liebe es die Wahl zu haben Kurse mit Inhalten zu belegen, die mich interessieren, wären die blöden Pfl ichtkurse nicht. Ich liebe es meine Lerngruppen zu treffen, irgendwie sind es ja doch meine Freunde. S. 4

5 ADÉ UNI / MECKERFORMULAR / FEHLER Ich liebe es nachts durch die Uni zu laufen, wissend, dass niemand noch arbeitet, außer die Securities und ich an meiner Hausarbeit. Ob ich hier mit Burnout rausgehe? Möglich ist es bei all dem Stress. Alternativ mache ich einfach bisschen langsamer, studiere bis zur Rente. Im Alter soll man sich ja schließlich geistig fi t halten... Falls es Dir ähnlich geht, sind unsere Mitarbeiter im Sozialbüro, sowie die Sozialreferentin für euch da. Schau einfach zu unseren Sprechzeiten (asta.upb.de/beratung/sozialbuero) vorbei. Wir helfen gern... (dd) Meckerformular jetzt online Dein virtueller Buddy Unser Paderborner BF soll online als euer Best Friend für das Studium eine Möglichkeit geben, uns eure Probleme in eurem Studium mitzuteilen, damit wir diesen in eurem Sinne nachgehen können, sofern ihr es zeitlich nicht schafft, den zuständigen HoPo Referenten in seiner Sprechstunde aufzusuchen. Finden könnt ihr das Formular auf der AStA Startseite bei unseren Hotlinks. Wir möchten euch bitten, eure Beschwerde(n) möglichst präzise zu formulieren. Wir werden uns dann zeitnah mit euch in Verbindung setzen und euch unter Umständen auch direkt das Resultat mitteilen können. Bedenkt dabei bitte, dass besonders zu Vorlesungsbeginn ein höheres Aufkommen an Anfragen kommen kann, wodurch sich die Rückmeldung etwas verzögern könnte. Wir freuen uns auf eure Unterstützung bei unserer Arbeit und hoffen, dass wir euch so wunschgemäß weiterhelfen können. Dort könnt ihr uns gerne mitteilen, ob es in euren Seminaren weiterhin Anwesenheitsüberprüfung gibt, ob der Kurs noch immer total überfüllt ist oder ob die Kursanforderungen in keinem Verhältnis zum restlichen Studium stehen. Das Meckerformular politische-gruppen/beschwerdeformular/ (jh) Fotografi nnen nicht erwähnt Fehler in der letzten Ausgabe In der letzten Ausgabe ist uns ein Fehler unterlaufen, den wir an dieser Stelle korrigieren möchten. Wir haben vergessen die Fotografinnen der Bilder vom Science Slam zu erwähnen. Wir bitten vielmals um Entschuldigung und möchten es an dieser Stelle nachholen. Das Gruppenbild sowie das Bild eines Slammers in Aktion sind von Maybrit Rinsche und das Siegerbild, welches auch auf der Titelseite ist, hat Tina Bories geschossen. Vielen Dank an die Universal, dass wir die Fotos nutzen dürfen. Wir bitten nochmals um Entschuldigung... Euer AStA-Team (pm) S. 5

6 BRASILSHOW Trotz Schnee heißes Sommerfl air im Bibo-Foyer Samba, Brasil-Folklore und Latino-Rhythmen Die Tanzlehrerin für Latino-Rhythmen und brasilianische Folklore Deni Ferreira verzauberte mit einer unvergesslichen Brasilshow die Herzen von rund Studis und Mitarbeitern. Neben Samba und Latino-Rhythmen bot Deni eine powervolle Zumba-Fitness-Darbietung an. Die Brasilshow wurde von unserem AStA- Referenten für Politische Aufklärung & Interkulturalität organisiert. Zeynel Sahin versprach, dass in Zukunft regelmäßig interkulturelle Shows in der Mittagspause angeboten werden. Wir halten euch auf dem Laufenden. (zs) S. 6

7 FAHRRADWERKSTATT Die AStA-Fahrradwerkstatt reduziert die Preise um 15% 15 % auf alles (außer Tiernahrung) Man kennt das ja... Weihnachten, Silvester, Neujahr und schon sind wieder ein paar Kilo mehr auf den Rippen. Unser Tipp: Fahrradfahren im Frühling! Deine Ausrede: Mein Fahrrad ist kaputt! Unsere Antwort: Um nicht nur Dich, sondern auch Dein Fahrrad wieder in einen sommerlichen Zustand zu bringen reduziert unsere Fahrradwerkstatt die Preise um 15%. Die Aktion läuft bis zum Unser Team und Deine Badekleidung freut sich auf Dich! (pm) S. 7

8 Sprechzeiten des AStA Name Referat Sprechstunde Maximilian Erdmann Vorsitz MO Uhr DO Uhr Pascal Mollet stellvertr. Vorsitz / DI Uhr Presse Print-Online Selina Agyemang Finanzen fi MI Uhr Nikolai Schirrmeister Kultur DO Uhr Kristina Flieger Kommunikation MI Uhr Robert Käuper Hochschulpolitik extern DI Uhr Jörg Hovemann Hochschulpolitik intern DI Uhr DO Uhr Dominik Nösner Kultur Sommerfestival MI Uhr Zeynel Sahin Politische Aufklärung und DO Uhr Interkulturalität Anna Nikpey Soziales DI Uhr DO Uhr Kristina Kehler Personalverwaltung DO Uhr Daphne Dlugai Interne Organisation MO 11:30-13 Uhr Zuverlässig gedruckt vom: Mehr Informationen zu den Referent*innen und regelmäßige Tätigkeitsberichte gibt es unter https://asta.uni-paderborn.de/about-asta Impressum Herausgeber: AStA der Universität Paderborn Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Warburger Straße Paderborn Telefon: / Fax : / Internet: Redaktion: Pascal Mollet (V. i. S. d. P.) Layout: Jan-Hendrik Noll Druck: ASTA COPYSERVICE der Universität Paderborn Aufl age: 400 Exemplare Autoren: (pm) Pascal Mollet (dd) Daphne Dlugai (jh) Jörg Hovemann (kf) Kristina Flieger (zs) Zeynel Sahin Fotos: pixelio.de Jörg Blanke, W.R.Wagner und Andreas Zöllick); Robert Käuper; Hawar Hilfswerk Alle Rechte vorbehalten. Die Verwertung von Beiträgen oder Abbildungen ist nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung zulässig.

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