Praktische Erfahrungen des Gerling-Konzerns Von der Umwelt- zur CSR-Strategie

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1 Praktische Erfahrungen des Gerling-Konzerns Von der Umwelt- zur CSR-Strategie GCU: Aiko Bode

2 Gerlings Weg: von der Umwelt zu CSR Vom Anspruch zur Umsetzung - Beispiele Wozu dient CSR? GCU: Aiko Bode Seite 2

3 Gestatten, Gerling. Gestatten, Gerling. Eigentumsverhältnisse: Umsatz: Mitarbeiter: Vertriebs- und Servicegesellschaften: 94 Prozent des Kapitals hält Dr. Rolf Gerling, der Enkel des Firmengründers, 6 Prozent sind im Besitz von Dr. Joachim Theye, Aufsichtsratsvorsitzender der Gerling Holding. 4,4 Milliarden Euro (Sach- und Lebensversicherung 2003) Ca weltweit Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG (Eigentumsverhältnisse: 70 Prozent Gerling Allgemeine, 30 Prozent Gerling Leben) Gerling Vertrieb Industrie AG (Gerling Allgemeine) Gerling Finanz- und Vorsorgemanagement GmbH (Gerling Leben) Gerling Vertrieb Makler Firmen und Privat GmbH (Maklervertrieb Sach) (Gerling G & A Versicherungs AG) GCU: Aiko Bode Seite 3

4 Sie ist sehr hübsch, Ihre Schöpfung... Aber: Haben Sie auch an die nachhaltige Entwicklung gedacht? GCU: Aiko Bode Seite 4

5 Wo kommen wir her? Gerling ist bis 1992 ein familiengeführtes Unternehmen. Mit dem Tode von Hans Gerling übernimmt zwar Dr. Rolf Gerling den Konzern, übergibt aber die Führung an ein Management. Ziel ist es, den Konzern in ein managementgeführtes Unternehmen umzuwandeln; Rolf Gerling bleibt Hauptaktionär. Was waren Gründe für unser Engagement? Gesichtspunkte des eigenen Anspruchs (verantwortungsbewusster Risikomanager) Zukunftsorientierung Benchmarking und Peer Groups Wunsch front runner zu sein Antizipierte regulatorische Maßnahmen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen Erfahrungen mit diesen Themen und Prägungen durch den Eigentümer GCU: Aiko Bode Seite 5

6 HEUTE: Ansprüche an global agierende Unternehmen sind Verantwortung und Transparenz mit steigender Tendenz Trend Sustainability und CSR Anspruchsgruppen: Geschäftspartner Mitarbeiter NROs (Umwelt- und Menschenrechtsorgan.) Analysten und Rating-Agenturen Politik(er) Gesellschaft GCU: Aiko Bode Seite 6

7 Werte des Leistens, Verhaltens, Gestaltens entsprechen auch den Nachhaltigkeitswerten Gestalten Freude am Schönen und Gestalten Umwelt Verantworten Leisten Wille zu Leistung und Erfolg Wirtschaft Verhalten Achtung vor Mensch und Natur Soziales GCU: Aiko Bode Seite 7

8 Unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung und CSR fußt auf unserem Unternehmensauftrag und unserer Unternehmenskultur:... im Dialog mit unseren Kunden die bestmöglichen Sicherungsleistungen zu erarbeiten und ein außergewöhnliches und verantwortungsvolles Unternehmen zu gestalten, im Einklang mit der Schöpfung, zum Nutzen von Mensch und Natur. Wir sind ein Teil des Ganzen. Unsere Unternehmenskultur schließt das Konzept der Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil mit ein. GCU: Aiko Bode Seite 8

9 Überblick über die Milestones bei Gerling (1/2) Gründung des Instituts für Schadensverhütung und Sicherheitstechnik: Entschärfung der Industrie-Schadenpotentiale Gründung der Gerling Consulting Gruppe: Beratung bei Management von Umweltrisiken, Managementsystemen und technischen Lösungen Gründung der Gerling Cert: Auditierung und Zertifizierung von Umwelterklärungen und Managementsystemen gemäß ISO 14000er Reihe, EMAS, ISO 9000er Reihe, SCC, TEHG u.m. GCU: Aiko Bode Seite 9

10 Überblick über die Milestones bei Gerling (2/2) Verabschiedung der Gerling-Umweltrichtlinien Gründung der Gerling Sustainable Development Project GmbH (GSDP); Dr. Zech (CEO) zum Umweltmanager des Jahres gewählt (WWF & Capital ) 41999/2000 EMAS und ISO Zertifizierungen; Ergänzungen der Produktpalette /02: Krise des Konzerns: Abwicklung der GSDP beschlossen 42004: Neues Management fordert Neubetrachtung der Aktivitäten unter CSR- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten (Abschütteln des Esoterik-Image ) GCU: Aiko Bode Seite 10

11 Gerling s Engagement: der Blumenstrauß Intern Risk Management Consulting Service Ausschließlich Bioprodukte in der Kantinenküche Fahrräder in Köln für Mitarbeiter Umweltverträgliche Bauweise der Neubauten Subventionierung des ÖPNV für Mitarbeiter Versorgungs- und Pensionskassen Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsmodelle GCU: Aiko Bode Seite 11

12 Bis Dezember 2004 eigener Öko-Laden (seit 2005 in Assoziation und neuer Trägerschaft) mit zahlreichen Auszeichnungen in NRW und Bund GCU: Aiko Bode Seite 12

13 Ziel: Umweltmanagementsystem Basis: ISO und EMAS Umweltleistung verbessern - Bündelung der Aktivitäten vornehmen Unabhängige Überprüfung zulassen Rating-Teilnahme Umweltschutz in Umwelterklärung dokumentieren Risikopotentiale entdecken und managen: was der Kunde muss, tun wir freiwillig auch WICHTIG: Instrumente: Umweltleitlinien Umweltziele Umweltprogramm Austausch mit und Anregung durch Mitarbeiter, Interessierte und Öffentlichkeit GCU: Aiko Bode Seite 13

14 Gerling s Engagement Versicherungsprodukte - Öko-Boden-Police, - Clean-up-Police, - Öko-Kraftfahrzeugtarif Extern Investment-Produkte Projektbasierte Markt- und Produktentwicklung Riester/Rürup-Rente Zukunft bis 2003: Eigenverlag Versch. lokale Aktivitäten (Obdachlosenhilfe etc.) GCU: Aiko Bode Seite 14

15 Investmentprodukte, wie Select 21 und Riester-Rente Zukunft Forderung der Investmentseite nach: Erstellung von Gerling-spezifischen Kriterien Kooperation mit Nicht- Regierungsorganisationen Studienerstellung zu Einzelbrachen und Titeln Analysen von Einzelwerten Koordination eines Beratergremiums (Anlageausschuss) mit breiter Beteiligung von NROs Fortschreibung strategischer Ausrichtungen (z. B. zusätzlich: Rentenfonds, Drittwelt- Engagements, Immobilien etc.) Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenwirken mit PR-Abteilung der Investmentseite GCU: Aiko Bode Seite 15

16 Projektbeispiel: Klimaprojekt Entwicklung von Versicherungs- und Investitionsprodukten, die der Umsetzung des Kyoto-Abkommens dienen. Internationales Projekt (Projektpartner Bank SanPaolo Imi, Natsource TTL, Universität St. Gallen); konzernweite Einbindung der Gesellschaften Teilfinanzierung durch EU- Generaldirektion Forschung Marktrelevanz für Gerling-Kunden und Gerling Ergebnisse an die EU gemeldet Veröffentlichung unter BASIS: Intensive und extensive interne Kommunikation GCU: Aiko Bode Seite 16

17 Interne Kommunikationsmittel Holding-Beschluss zur Projektumsetzung Benennung Verantwortlicher in den beteiligten Gesellschaften an alle Mitarbeiter; Kurzbericht in der Mitarbeiterzeitschrift Dialog Einrichten eines extensiven, zweisprachigen Newsletter zum Klimaprojekt Climate is Business Zustellung nach Anmeldung und in loser Folge Einrichten einer direkt auf der Startseite sichtbaren Intranetseite Nach Projektabschluss: Fortführung der Klimaseite mit allgemeinen und zusätzlichen Informationen zum Klimaschutz und Emissionshandel. Verlinkung in die Nachhaltigkeits- und Umweltseiten GCU: Aiko Bode Seite 17

18 Intranetauftritt des Klimaprojektes GCU: Aiko Bode Seite 18

19 Intranetseite des SGU und CSR-Bereiches GCU: Aiko Bode Seite 19

20 Intranet: Nachhaltigkeit und CSR GCU: Aiko Bode Seite 20

21 Projektbeispiel der GSDP: Milos Demonstrationsprojekt für nachhaltige Wasserversorgung in Inselsystemen Projekt mit 100 % Energiebedarfsdeckung aus erneuerbaren Energien GSDP gründet die Projektgesellschaft Milos A.E. Ca. 5 Mio. Investitionen Kofinanzierung durch die EU Einbindung der Gemeinde von Milos Bohrungen im Frühjahr 2002 Projektende April 2004, seit dem in neuer lokaler Trägerschaft weitergeführt GCU: Aiko Bode Seite 21

22 Projektbeispiel der GSDP: Biogas Vietnam, Provinz Son La Machbarkeitsstudie für die Errichtung dezentraler Biogasanlagen in Bergregionen Vietnams Schutzfunktion für Forstprogramme Möglichkeiten für Venture Capital-Beteiligungen Pilotprojekte ab 2004/ % finanziert durch Stiftungsgelder GCU: Aiko Bode Seite 22

23 Sustainable strategies Operating space Water Erosion BIOPHYSICAL Climate Competitor Biodiversity radar radar Competitor Public Population growth Regulation pressure Price shifts POLITICAL / ECONOMICAL / SOCIAL (Source: Monsanto & Natural Step) Time GCU: Aiko Bode Seite 23

24 Wozu dient CSR? Ganzheitliche Unternehmensbetrachtung beinhaltet die marktgerechte Einbeziehung auch so genannter soft issues. In einem systemischen Ansatz werden diese zu Risiken oder Chancen. Ihre Negierung wäre Hazadeurtum. Durch Nachhaltigkeit und eine sinnvolle CSR-Ausrichtung lassen sich neue Marktsegmente erschließen (Kunden, Produkte, Dienstleistungen). Eine konsequente Umsetzung ist ein Wettbewerbsvorteil bei Personalrekrutierungen, ggf. Kundenbindungen und unter bestimmten Voraussetzungen auch bei der Unternehmensbewertung durch Dritte (Risikominimierungen durch Ausschlüsse etc.) Nachhaltigkeit und CSR haben einen positiven Imageeffekt. Nach brit. Studien macht dieser 25% des Umsatzes aus. Davon entfallen 25% auf soft issues wie Nachhaltigkeit und Sozialverantwortung. GCU: Aiko Bode Seite 24

25 und außerdem CSR wird Pflicht: Die wachsende Anzahl politischer Initiativen, die auf eine CSR- Berichtserstattungspflicht von Unternehmen hinwirken, setzen sich zunehmend im gesetzgeberischen Prozess durch. Im HGB wurde zum in 315 die Nachhaltigkeitsberichtspflicht eingeführt Für die deutsche private Altersvorsorge wurde die Offenlegungspflicht für Produktanbieter eingeführt: Über die Mittelverwendung bei der Geldanlage muss berichtet werden (ob und in welchem Umfang ökologische, soziale und ethische Gesichtspunkte Beachtung finden) Frankreich hat die Nachhaltigkeitsberichterstattung zur gesetzlichen Berichtspflicht für Unternehmen erhoben die EU hat ein Grünbuch zu Unternehmensverantwortung (CSR) verabschiedet; die neue Mitteilung läuft auf Standardsetzung hinaus Es gibt zahlreiche UN und andere Initiativen mit CSR-Relevanz (siehe auch: Antidiskriminierungsgesetz) Die Stiftung Warentest nimmt seit Dezember 2004 CSR-Kriterien in die Prüfungen auf! Nicht nur Produkte, auch Unternehmen werden analysiert. GCU: Aiko Bode Seite 25

26 Aiko Bode, Leiter Nachhaltigkeit und CSR Weitere Informationen auch unter : und Fon: GCU: Aiko Bode Seite 26

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