Bericht über die R+V Versicherungsgruppe R+V Versicherung AG Konzerngeschäftsbericht Geschäftsbericht

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1 Bericht über die R+V Versicherungsgruppe R+V Versicherung AG Konzerngeschäftsbericht Geschäftsbericht

2 2001 R+V Versicherung AG Konzerngeschäftsbericht Geschäftsbericht

3 R+V auf einen Blick R+V Gruppe Vereinfachte Darstellung R+V Konzern R+V Versicherung AG R+V Allgemeine Versicherung AG R+V Lebensversicherung AG R+V Rechtsschutzversicherung AG KRAVAG- LOGISTIC Versicherungs- AG KU Filar S.A., Polen R+V Poistovna a.s., Slowakei R+V Krankenversicherung AG R+V Luxembourg Lebensversicherung S.A. Assimoco S.p.A., Italien KRAVAG- LEBEN Versicherungs- AG KRAVAG- ALLGEMEINE Versicherungs- AG Assimoco Vita S.p.A., Italien Inländische Gesellschaften Ausländische Gesellschaften R+V Lebensversicherung a. G. R+V Pensionsversicherung a. G. Vereinigte Tierversicherung a. G. R+V Konzern R+V Gruppe Gebuchte Bruttobeiträge Mio Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung Mio Mio Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres Mio Laufende Erträge aus Kapitalanlagen Mio Kapitalanlagen Mio Anzahl der Versicherungsverträge Mio. 15,2 14,1 15,9 14,9 Mitarbeiter * * Rückgang gegenüber Vorjahr auch wegen geändertem Konsolidierungskreis 3

4 Inhalt Der Bericht über die R+V Versicherungsgruppe 2001 ist illustriert mit Fotos zum Thema Gesundheit (ab Seite 4). Die Abbildungen zeigen verschiedene Bereiche unseres Gesundheitssystems, für die die Kranken- und Pflegeversicherung zuständig sind. Bündelung der Kräfte stärkt genossenschaftlichen FinanzVerbund 5 Gut vorbereitet für den Zukunftsmarkt Gesundheit R+V Krankenversicherung hat Weichen für einheitlichen Marktauftritt im genossenschaftlichen FinanzVerbund gestellt 7 Unsere Leistungen für den genossenschaftlichen FinanzVerbund, seine Mitglieder und Kunden 13 Konzerngeschäftsbericht 2001 R+V Versicherung AG 23 Konzernlagebericht 24 Konzernabschluss Konzernbilanz 60 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 66 Konzernanhang 70 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 89 Geschäftsbericht 2001 R+V Versicherung AG 91 Lagebericht 92 Gewinnverwendungsvorschlag 118 Jahresabschluss Bilanz 120 Gewinn-und-Verlust-Rechnung 124 Anhang 127 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 140 Bericht des Aufsichtsrates 141 Versicherungsvereine profitierten 2001 von günstigen Rahmenbedingungen 143 Vorstände der R+V Versicherungsgruppe 147 Aufsichtsräte der R+V Versicherungsgruppe 148 Beiräte der R+V Allgemeine Versicherung AG R+V Lebensversicherung AG R+V Lebensversicherung a. G. 152 Anschriften 156 4

5 Durchblick behalten: Über 60 Prozent der Erwachsenen tragen eine Brille. Tendenz steigend schon wegen der zunehmenden Zahl älterer Menschen. Für die Gläser zahlen die gesetzlichen Kassen einen geringen Zuschuss. Wer auf Qualität setzt und auch gut aussehen will, muss privat vorsorgen.

6 Bündelung der Kräfte stärkt genossenschaftlichen FinanzVerbund Das Jahr 2001 war für die Versicherungsbranche außergewöhnlich schwierig. Europa wurde von den Tierepidemien BSE und Maul- und Klauenseuche heimgesucht. Die Talfahrt an den weltweiten Aktienmärkten setzte sich verstärkt fort. Die Terroranschläge in den USA führten mit dem Attentat auf das World Trade Center am 11. September zum bisher größten Schadenfall in der Assekuranzgeschichte. In diesem schwierigen Umfeld hat sich die R+V Versicherung gut behauptet: Von den erwähnten Ereignissen war sie nur unterdurchschnittlich betroffen. Die R+V Versicherung konnte auch im Geschäftsjahr 2001 Marktanteile gewinnen. Die Beitragseinnahmen der Kompositversicherung wuchsen wiederum überdurchschnittlich, die Beitragseinnahmen der Personenversicherung uneinheitlich: Während die Krankenversicherung erneut deutliche Zuwächse verzeichnen konnte, blieben diese in der Lebensversicherung leicht unter dem Marktdurchschnitt. Erste Wirkungen zeigte das Rentenreform-Geschäft, denn es wurden vermehrt Kapital bildende Renten- und Lebensversicherungen sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen nachgefragt. Für die R+V Versicherung besonders bedeutungsvoll waren die Entwicklungen im genossenschaftlichen FinanzVerbund. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken beschloss die Umsetzung seiner Strategie der Bündelung der Kräfte, und DG Bank und GZ Bank fusionierten zur DZ BANK Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank AG. Damit setzte sich der Straffungsprozess im genossenschaftlichen FinanzVerbund erfolgreich fort. Die R+V Versicherung bindet ihre Geschäftsprozesse nunmehr noch stärker in die der Volksbanken und Raiffeisenbanken ein. Besonders deutlich wird dies bei der aufeinander abgestimmten Nutzung der Internettechnologie, der Erweiterung der vertrieblichen Kompetenzen vor Ort und der geplanten Vereinfachung der Produktpalette. Mit dem neuen DZ-Bank-Konzern in dem die R+V Versicherung einen Teilkonzern bildet festigt der genossenschaftliche FinanzVerbund seine Marktposition als moderner integrierter Allfinanz-Dienstleister. Im Jahr 2002 gilt es die gemeinsamen Stärken konsequent zu nutzen. Die Bestandssicherung und das Cross Selling im Sach- und Kraftfahrtgeschäft wollen wir forcieren. Im Krankenversicherungsgeschäft sind wir jetzt über die Volksbanken und Raiffeisenbanken bundesweit präsent. Neue Märkte eröffnen sich auf dem Gebiet der Altersvorsorge. Dazu haben wir unsere Produktpalette mit dem VR-Rentenpolster in der privaten Altersvorsorge und mit dem beantragten R+V Pensionsfonds in der betrieblichen Altersvorsorge erweitert. Die mit der Union-Fonds-Holding AG gegründete compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbh berät in allen damit verbundenen Fragen. Die konsequente Bündelung der Kräfte zur Hebung von Effizienz- und Marktpotenzialen sichert dem genossenschaftlichen Finanzverbund weitere Wettbewerbsvorteile und lässt uns optimistisch in die Zukunft schauen. Dr. Jürgen Förterer Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG 6

7 Wo tut s denn weh? Diese Frage kann zu spät kommen. Doch dank technischen Fortschritts ermöglichen es moderne Methoden, eine Krankheit zu diagnostizieren lange bevor sie akut und teuer wird. Die Gendiagnostik verspricht noch mehr Möglichkeiten.

8 Gut vorbereitet für den Zukunftsmarkt Gesundheit R+V Krankenversicherung hat Weichen für einheitlichen Marktauftritt im genossenschaftlichen FinanzVerbund gestellt Die Rentenreform wirkt rückblickend wie ein Signal, die langfristige Finanzierbarkeit auch anderer sozialer Sicherungssysteme auf den Prüfstand zu stellen. Sie hat deutlich vor Augen geführt, dass jeder Einzelne stärker Verantwortung für seine eigene Alterssicherung übernehmen muss. Immer mehr Bundesbürger haben dies erkannt, was sich auch in der gestiegenen Nachfrage nach privaten Vorsorgeprodukten zeigt. Inzwischen zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung für die künftigen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine tickende Zeitbombe, warnt Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen vom Institut für Finanzwissenschaft der Universität Freiburg und Experte auf dem Gebiet Generationenbilanzierungen. Er bringt damit den Zustand des deutschen Gesundheitssystems auf den Punkt. Mit ständig steigenden Beitragssätzen (bei einigen gesetzlichen Krankenkassen sogar auf über 15 Prozent), Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine tickende Zeitbombe. Leistungskürzungen oder höheren Patientenzuzahlungen wird versucht, die Ausgaben im Gesundheitssystem zu reduzieren. Bisher ohne Erfolg die Kosten steigen weiter. Im Jahr 2001 gab die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) drei Milliarden Euro mehr aus, als sie eingenommen hat. Private Zusatzversicherung auf dem Vormarsch Dass dies Sparmaßnahmen auf den Plan ruft, haben die Bürger längst am eigenen Leib zu spüren bekommen. Entsprechend skeptisch schauen sie in die Zukunft. Laut Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach vom April 2002 ist die Bevölkerung überzeugt, dass die künftige Gesundheitsversorgung unter das heutige Niveau fallen wird. Und die Hälfte der Deutschen macht sich bereits Sorgen, dass sie im Falle einer ernsthaften Erkrankung nicht ausreichend medizinisch versorgt werden könnte. Konsequenz: Immer mehr Bürger sichern sich mit einer privaten Zusatzversicherung ab. In den letzten zehn Jahren stieg die Anzahl der Zusatzversicherten in den privaten Krankenkassen um fast 45 Prozent (von 5,2 auf 7,5 Millionen). Bei der gesetzlichen Rentenversicherung hat der Gesetzgeber im Zuge der Rentenreform erste Reformmaßnahmen ergriffen: Die umlagefinanzierte Altersvorsorge wird ergänzt durch eine private, kapitalgedeckte Vorsorge mit staatlichen Zuschüssen. Für den Reformpatienten GKV gibt es bislang trotz umfassender Diagnose noch keine Therapie, die an die Ursachen der Krankheit geht und entsprechende Maßnahmen einleitet. 8

9 Demografische Entwicklung mitverantwortlich für Finanzierungsprobleme der GKV Steigende Beiträge der GKV können nur durch ein Ausdünnen des Leistungskatalogs vermieden werden. Die Diagnose der GKV zeigt, dass vor allem die demografische Entwicklung in Deutschland sowie der medizinische Fortschritt die permanente Kostensteigerung verursacht haben. Die Bevölkerung der westlichen Industrienationen befindet sich in einem doppelten Alterungsprozess. Auf der einen Seite steigt die Lebenserwartung von Männern und Frauen stetig an, auf der anderen sinkt die Geburtenrate. In Deutschland führt diese Entwicklung zu besonders alarmierenden Zahlen: Seit Anfang der 60er Jahre hat sich die Geburtenrate nahezu halbiert. Die durchschnittliche Lebenserwartung dagegen ist im gleichen Zeitraum erheblich gestiegen. Heute beträgt die Lebenserwartung für Neugeborene in Deutschland für Frauen 80 Jahre und für Männer 74 Jahre. Der Trend lässt vermuten, dass sich die durchschnittliche Lebensspanne in den kommenden Jahrzehnten weiter verlängern wird. Für die umlagefinanzierte gesetzliche Krankenversicherung hat diese Entwicklung fatale Folgen: Immer weniger Junge versorgen immer mehr Alte, da im Umlageverfahren die Ausgaben eines Jahres mit den Einnahmen desselben Jahres finanziert werden. Hinzu kommt, dass ältere Menschen weitaus häufiger und stärker auf die Leistungen des Gesundheitswesens angewiesen sind. Mit einem zunehmend älteren Bevölkerungsanteil steigt deshalb auch der medizinische Gesamtaufwand und gleichzeitig sorgt der medizinisch-technische Fortschritt dafür, dass die Menschen immer älter werden. Für zukünftige Generationen bedeutet dies steigende Beiträge bei sinkender Leistung. Würde das bisherige System der gesetzlichen Krankenversicherung beibehalten, müsste der durchschnittliche Beitragssatz nach Berechnungen von Prof. Dr. Raffelhüschen langfristig auf bis zu 30 Prozent steigen, um eine Gesundheitsversorgung von heutiger Qualität gewährleisten zu können. 15 Millionen Bürger mit privatem Krankenversicherungsvertrag Die öffentliche Diskussion, wie unser Gesundheitssystem reformiert werden soll, ist geprägt von den Interessen der Krankenkassen, Krankenhäuser, Ärzte, Apotheker, Pharmaunternehmen und Gewerkschaften. Trotz der unterschiedlichen Vorstellungen dieser Interessengruppen gibt es Einigkeit in einem Punkt: Steigende Beiträge der GKV können nur durch ein Ausdünnen des Leistungskatalogs vermieden werden. Alles, was herausfällt, müsste dann privat finanziert werden. 9

10 Die private Krankenversicherung ist die zweitgrößte Versicherungssparte in Deutschland. Ein Drittel aller Deutschen ist laut Infratest von der Notwendigkeit einer privaten Zusatzversicherung überzeugt. Und 7,5 Millionen Bürger bezahlen über die GKV hinaus bereits freiwillig Beiträge für Leistungen vor allem in den Bereichen Krankenhaus, Krankentagegeld, Pflege und Zahnersatz. Heute haben in Deutschland rund 15 Millionen Bürger einen privaten Krankenversicherungsvertrag in Form entweder einer Vollversicherung oder einer Zusatzversicherung. Mit rund 20 Milliarden Euro Beitragseinnahmen ist die private Krankenversicherung (PKV) die zweitgrößte Versicherungssparte in Deutschland. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Jeder privat Versicherte spart schon in jungen Jahren für die steigenden Kosten im Alter. Bei Versicherungsbeginn wird dabei für jeden Versicherten ein individueller Beitrag errechnet, der abhängig von Gesundheitszustand, Geschlecht und Alter ist. Dieser Beitrag übersteigt in jungen Jahren die Kosten der tatsächlich in Anspruch genommenen Gesundheitsleistungen. Der zusätzlich bezahlte Anteil des Beitrags wird verzinslich angelegt und steht dann im Alter zur Verfügung. Zusätzlich wird in der Vollversicherung den Altersrückstellungen ein vom Gesetzgeber verordneter Beitragsaufschlag von 10 Prozent zugeführt. Jeder Versicherte bildet so ein individuelles Polster für die steigenden Gesundheitskosten im Alter. Der Trend, die umlagefinanzierte GKV durch die kapitalgedeckte PKV zu ergänzen oder wenn möglich zu ersetzen, ist schon länger zu erkennen. Ob diese Entwicklung forciert wird, hängt auch davon ab, welche weiteren Reformmaßnahmen künftig vom Gesetzgeber verabschiedet werden. Kapitalgedeckte PKV ermöglicht individuelle Vertragsgestaltung Die Finanzierung der privaten Krankenversicherung unterliegt demselben Prinzip wie die der privaten Rentenversicherung: Im Kapitaldeckungsverfahren leistet jede Person für sich selber Vorsorge und ist damit unabhängiger von der demografischen Entwicklung. So wie die Beiträge individuell berechnet werden, kann auch der Versicherte den Leistungsumfang individuell bestimmen. Anders als in der GKV, in der jeder Versicherte nur die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen in Anspruch nehmen kann und dafür einen festen Prozentsatz seines Einkommens als Beitrag an die Kasse abführt, wird in der PKV der Beitrag nach dem Individualversicherungsprinzip (Äquivalenzprinzip) berechnet. Der Versicherte hat Einfluss auf den Umfang seines Versicherungsschutzes und somit auf die Höhe seines Beitrags. Das flexible Tarifsystem ermöglicht ihm einen Flexibles Tarifsystem der PKV ermöglicht maßgeschneiderten Versicherungsschutz. maßgeschneiderten Versicherungsschutz. 10

11 R+V Krankenversicherung seit 2002 bundesweit präsent. Besonders attraktive Leistungsmerkmale für Privatversicherte gegenüber der GKV zeigen folgende Beispiele aus dem Leistungskatalog der R+V Krankenversicherung: Freie Arztwahl Übernahme von Leistungen von Heilpraktikern Unterbringung im 1- oder 2-Bett-Zimmer bei einem Krankenhausaufenthalt sowie ebenfalls freie Arztwahl Keine Zuzahlung für verordnete Arznei-, Heil- und Hilfsmittel Vorübergehendes Aussetzen der Beitragszahlung bei schweren Krankheitsfällen Beitragsstabilität im Alter durch Zusatzangebot von speziellen Tarifen für eine zusätzliche Beitragsentlastung System der PKV fördert Eigenverantwortung des Einzelnen Ganz wesentliche Merkmale der PKV sind überdies die Transparenz der Arztkosten und das Angebot der Beitragsrückerstattung für leistungsfreie Jahre. Als direkter Vertragspartner des Arztes erhält der Versicherte Einblick in die Kosten, die durch seine Behandlung entstehen. Bei ambulanten Behandlungen kann der Privatversicherte dann selbst entscheiden, ob er diese Rechnungen bei der PKV einreicht oder zunächst selbst bezahlt. Liegt nämlich die Summe der Kostenerstattungen zum Jahresende unter dem Wert der Beitragsrückerstattung für leistungsfreie Jahre, ist es für den Versicherungsnehmer vorteilhafter, auf die Kostenerstattung zu verzichten. Das System der PKV fördert durch die verschiedenen Wahlmöglichkeiten letztlich die Eigenverantwortung des Einzelnen und lässt ihn mit der eigenen Gesundheit bewusster umgehen. Zukunftsmarkt Krankenversicherung für genossenschaftlichen FinanzVerbund erschließen Welche Bedeutung haben Reformmaßnahmen im Gesundheitsbereich für den genossenschaftlichen FinanzVerbund? Das Wachstum des privaten Krankenversicherungsgeschäftes macht deutlich, dass es hier um einen wichtigen Zukunftsmarkt geht. Damit die Verbundpartner an dem zu erwartenden Wachstum stärker als bisher partizipieren können, hat die R+V Versicherung der Süddeutschen Krankenversicherung VVaG (SDK) die Gründung einer gemeinsamen Aktiengesellschaft mit einem Geschäftsbereich über ganz Deutschland vorgeschlagen. Bisher konzentrieren sich die R+V im Krankenversicherungsmarkt auf Norddeutschland und die SDK auf Süddeutschland. Dieses Angebot wurde von der SDK mit der Begründung abgelehnt, Selbständigkeit, Rechtsform und regional begrenzte Ausrichtung erhalten zu wollen. Das seit den 80er Jahren bestehende Kooperationsabkommen mit der SDK wurde daher einvernehmlich zum Jahresende 2001 beendet. Mit Beginn des Jahres 2002 bietet R+V ihre privaten Krankenversicherungsprodukte auch in Bayern, Baden-Württemberg und der Pfalz über die Volksbanken und Raiffeisenbanken an. 11

12 Einheitlicher Marktauftritt unterstützt BVR-Programm zur Bündelung der Kräfte Die Ausdehnung des Geschäftsbereiches auf das gesamte Bundesgebiet entspricht konsequent der BVR-Strategie Bündelung der Kräfte. Für den FinanzVerbund geht es um einen einheitlichen Marktauftritt, die Sicherung der Erlösströme und die Einbindung des gesamten Krankenversicherungsgeschäftes in das genossenschaftliche Beteiligungskonzept. Die Unternehmensform der Aktiengesellschaft kann dem genossenschaftlichen FinanzVerbund besser die notwendige Partizipation an der Wertsteigerung des Unternehmens bieten. R+V Krankenversicherung im Wettbewerb gut positioniert R+V behauptet sich im Preis-Leistungsverhältnis der privaten Krankenvollversicherung in der Spitzengruppe. Bereits im ersten Quartal 2002 arbeiteten zwei Drittel der Banken in Süddeutschland mit der R+V Krankenversicherung zusammen. Die 1988 gegründete R+V Krankenversicherung hat sich mit ihren mehr als Versicherten, einer Million verkaufter Auslandsreise- Krankenversicherungen sowie Beitragseinnahmen in Höhe von 76 Millionen Euro im Wettbewerb gut positioniert. Sie behauptet sich zum Beispiel im Preis-Leistungs- Vergleich der privaten Krankenvollversicherung der Stiftung Warentest in der Spitzengruppe. Alle Kunden der R+V Krankenversicherung profitieren zudem von einem der wichtigsten Wesensmerkmale des genossenschaftlichen Verbundes: Sie finden ein weitverzweigtes Netz von Ansprechpartnern vor, das auch in den ländlichen Regionen präsent ist und so dem beratungsintensiven Bereich der Krankenversicherung optimal entsprechen kann. Verstärkung kommt dieses Jahr noch von speziell geschulten Krankenversicherungsbetreuern, die flächendeckend eingesetzt werden. Rundumversorgung durch Öffnung der R+V Betriebskrankenkasse Doch damit nicht genug. Für alle Mitglieder des genossenschaftlichen FinanzVerbundes, insbesondere für diejenigen, die unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen und deshalb keinen Zugang zur privaten Krankenvollversicherung haben, gibt es seit Anfang 2002 eine weitere Neuerung: Sie können der R+V Betriebskrankenkasse (BKK) beitreten. Damit bietet die R+V im Krankenversicherungsgeschäft eine Rundumversorgung für alle Einkommensgruppen. 12

13 Frühes Leben in Not: Rund Neugeborene kommen in Deutschland jährlich zu früh zur Welt, und es werden mehr. Ihre Überlebenschancen steigen, selbst bei nur 500 Gramm Körpergewicht. Präventive Intensivbehandlung ist nötig, damit die Kleinen behütet nachreifen können.

14 Unsere Leistungen für den genossenschaftlichen FinanzVerbund, seine Mitglieder und Kunden R+V braucht den Verbund, und der Verbund braucht R+V, sagte Dr. Jürgen Förterer gegenüber den Vertriebspartnern anlässlich der R+V-Ehrentage im Frühjahr Trotz aller weltweiten Katastrophen sind wir mit den Geschäftsergebnissen 2001 hochzufrieden. Und dies ist in besonderer Weise Ihr Verdienst. Der gemeinsame Erfolg im Geschäftsjahr 2001 ist ein deutliches Zeichen für die Vorteilhaftigkeit unserer Verbundidee, und zwar für alle Beteiligten. Dieser Erfolg hat uns alle, und damit meine ich den gesamten genossenschaftlichen Verbund, wieder ein Stück stärker zusammengeschweißt und weiter vorangebracht. Bankumsätze von R+V 45,6 Mrd. Davon wurden über genossenschaftliche Finanzinstitute abgewickelt 91,0 % Versicherungsleistungen von R+V (Schadenzahlungen und Ablaufleistungen) 3,4 Mrd. Davon flossen auf Kundenkonten der genossenschaftlichen Banken 70 % Volumen der gesamten Ablaufleistungen von R+V 1,3 Mrd. Rückkaufswert der R+V-Lebensversicherungen im Bankenbestand 16,2 Mrd. Direktanlagen von R+V im Genossenschaftssektor 14,2 Mrd. Darunter Refinanzierungsdarlehen 2,6 Mrd. Hypothekendarlehen 3,9 Mrd. Vom Genossenschaftssektor an R+V vermittelte Kapitalanlagen 7,7 Mrd. Anteil des Brutto-Anlagevolumens, den R+V im oder über den Genossenschaftssektor platziert hat 69 % Durchschnittlicher Anteil des Vermittlungsgeschäfts der genossenschaftlichen Banken mit R+V-Produkten am Betriebsergebnis nach Bewertung 7,8 % Provisions- und Bonifikationszahlungen von R+V an die genossenschaftlichen Banken 196,3 Mio. Das sind vom Provisionsüberschuss der Kreditgenossenschaften 5,9 % Brutto-Dividende aus ,5 Mio. Das entspricht vom dividendenberechtigten Grundkapital 13,5 % Zusammenarbeit, die Früchte trägt Die R+V Versicherung ergänzt das Finanzdienstleistungsangebot der Genossenschaftsbanken traditionell mit zeitgemäßen und bedarfsgerechten Versicherungslösungen für den FinanzVerbund, seine Mitglieder, Kunden und Geschäftspartner. Darüber hinaus bietet R+V den Volksbanken und Raiffeisenbanken eine Vielzahl attraktiver, geldwerter Leistungen wie günstige Refinanzierungsmittel, ein hohes Wiederanlagepotenzial aus nicht zweckgebundenen Ablaufleistungen von Lebensversicherungen, Fach- und Verkaufsschulungen von Bankmitarbeitern, das R+V-Programm zur Vertriebsoptimierung, das R+V-Vertriebsinformationssystem RUVIS, spezielle Mitgliederprodukte und -tarife und vieles mehr. Entsprechend dem R+V-Unternehmensziel Werte schaffen für die Genossenschaftsorganisation durch eine ertragsorientierte Wachstumsstrategie erwuchsen den Volksbanken und Raiffeisenbanken aus der engen Zusammenarbeit mit R+V auch 2001 wieder messbare Vorteile (siehe Kasten). 14

15 Neue Vertriebsstruktur erfolgreich umgesetzt R+V konnte sich im Jahr 2001 in schwierigem Umfeld nicht zuletzt auch aufgrund der guten Vertriebsleistung und der stringenten Umsetzung der neuen R+V-Vertriebsstrategie gut behaupten. So konnten auf der einen Seite Produktionszuwächse, auf der anderen Seite Kostensenkungen verzeichnet werden. Mit der Umsetzung der neuen vertrieblichen Abläufe und Strukturen zum 1. Januar 2001 wurde der Grundstein gelegt für eine noch effizientere Marktbearbeitung mit den Partnern des genossenschaftlichen FinanzVerbundes. Nach der neuen Vertriebsstruktur wird der Gesamtmarkt jetzt in einen Verbundmarkt (Banken und Generalagenten) und einen Maklermarkt unterschieden. Der Verbundmarkt unterteilt sich in fünf regionale Vertriebsdirektionen, denen wiederum 34 Filialdirektionen zugeordnet sind. Für R+V bedeutet dies eine noch größere Präsenz in der Fläche und die Möglichkeit, regional noch besser mit der genossenschaftlichen Organisation zusammenzuarbeiten. Für die Banken, die Hauptvertriebspartner der R+V, wurden die Qualität und Intensität der Betreuung und die Vertriebsunterstützung deutlich verbessert. Der Vertrieb der R+V- Produkte in den Banken wird durch hochqualifizierte Experten des Personen- und Sachversicherungsgeschäftes, Vertriebscoaches und Fachtrainer garantiert. Hierbei steht eine auf den Marktauftritt der jeweiligen Bank abgestimmte Unterstützung im Vordergrund. Die neue Komplementaritätsstrategie im Verbundmarkt (Kooperation von Banken und Generalagenten) trägt der guten Zusammenarbeit zwischen den Banken und Generalagenten Rechnung. Letztere sind in Teilmärkten ebenfalls wichtige Vertriebspartner der R+V Gruppe. Über den bundesweit neu organisierten Vertriebsweg Makler aufgeteilt in weitere fünf Filialdirektionen können auch diejenigen Kunden, die diesen Vertriebszugang bevorzugen, für R+V und den genossenschaftlichen FinanzVerbund gewonnen werden. Service-Pools garantieren qualifizierte Vertriebsunterstützung Als weiterer Schritt hin zu einer optimalen Marktbearbeitung im Verbund nahmen zum 1. Januar 2002 die Service-Pools ihre Arbeit an den Standorten der Vertriebsdirektionen auf. Die Service-Pools bündeln das in der jeweiligen Region vorhandene Know-how und können so die Vertriebsaktivitäten in den Vertriebsdirektionen sinnvoll unterstützen. 15

16 Geschäftsprozesse mit Vertriebspartnern weiter verbessern Die Maßnahmen im Rahmen der neuen R+V-Vertriebsstrategie bilden gleichzeitig die Grundlage für eine angestrebte Verbesserung der Kundenzufriedenheit und eine Erhöhung der Qualitätssicherung. Das Entstehen großer konkurrierender Allfinanzverbünde führt dazu, dass innerhalb des FinanzVerbundes die Kundenbestände noch intensiver umworben und gepflegt werden müssen. Eine stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden als Versicherungsnehmer und Vertriebspartner hat daher absolute Priorität. Insbesondere die Qualität der Geschäftsprozesse zu den wichtigsten Vertriebspartnern zu verbessern gehört zu den erklärten Zielen des Jahres Das bedeutet im Einzelnen: Schaffung von klaren Ansprechpartnerschaften Laufende Qualitätsverbesserung von Produkten und Services Optimierung der Kernprozesse der R+V: schneller, einfacher und kostengünstiger Deutliche Verbesserung der gemeinsamen Marktbearbeitung. Weitere Unterstützung erfahren die Vertriebspartner auch durch umfangreiche Investitionen in neue Technologien. Denn dadurch lassen sich zusätzliche Vertriebspotenziale erschließen. Hiermit eng verbunden ist auch die geplante deutliche Vereinfachung und Straffung der R+V-Produktpalette im Privatkundenbereich. Aktive und systematische Marktbearbeitung in den Genossenschaftsbanken durch PVO Um die gemeinsamen Vertriebserfolge im genossenschaftlichen Verbund langfristig zu sichern, hat R+V bereits vor einigen Jahren das Programm zur Vertriebsoptimierung (PVO) entwickelt. Dieses Programm, das die Ziele der neuen R+V-Vertriebsstrategie voll unterstützt, wird den Genossenschaftsbanken durch die R+V-Außendienstorganisation angeboten. Mit Hilfe von PVO sollen die gemeinsamen Vertriebserfolge gefördert und eine aktive und systematische Marktbearbeitung sichergestellt werden. Aufgrund des Erfolgs von PVO im Privatkundengeschäft stieg die Nachfrage der genossenschaftlichen Bankpartner nach einem entsprechenden Programmangebot seitens R+V auch für das Firmenkundengeschäft, das derzeit entwickelt wird. Mit neuer Vertriebsstruktur stark in den Markt Durch die neue Vertriebsstruktur hat die R+V entsprechend der BVR-Strategie Bündelung der Kräfte die Voraussetzungen dafür geschaffen, zusammen mit den Vertriebspartnern für die Herausforderungen des Marktes bestens gewappnet zu sein. Diese ergeben sich beispielsweise aus den Neuerungen des Altersvermögensgesetzes. So kann R+V ihren Kunden und Vertriebspartnern umfassende Lösungen für den Altersvorsorgebereich anbieten. Im Bereich der privaten Altersvorsorge ist zur bisherigen Produktpalette von klassischen und fondsgebundenen Lebensund Rentenversicherungen Mitte 2001 ein Produkt für die staatlich geförderte private Altersvorsorge, das VR-Rentenpolster, in einer klassischen und einer fondsgebundenen Variante hinzugekommen. 16

17 Bündelung der Kräfte auf dem Gebiet betriebliche Altersversorgung Auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung gründete R+V gemeinsam mit der Union-Fonds-Holding AG die R+V Pensionsfonds AG, an der R+V mit 51 % und die Union-Fonds-Holding AG mit 49 % beteiligt ist. Mit der R+V Pensionsfonds AG hat der genossenschaftliche FinanzVerbund alle gesetzlich vorgesehenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung im Angebot. Um den Kunden und Vertriebspartnern angesichts der hohen Komplexität der betrieblichen Altersversorgung kompetent zur Seite stehen zu können, hat R+V ebenfalls mit der Union-Fonds-Holding AG die compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbh gegründet, die Anfang 2002 ihre Vertriebsaktivitäten aufnahm. In compertis wurden die Kompetenz und das Know-how im genossenschaftlichen FinanzVerbund auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung gebündelt. Die seit Jahren rund um die betriebliche Altersversorgung erfolgreich tätige Rhein-Main Consult ist komplett in der neuen Gesellschaft aufgegangen. compertis verfügt über 30 Primärbank- und 4 Zentralbankberater und bietet sowohl für die Banken als auch für deren Firmenkunden umfassende Lösungen zu allen Fragen der betrieblichen Altersversorgung. Rhein-Main Assistance bietet Allround-Service für Versicherungs- und Assistanceleistungen Die Rhein-Main Assistance GmbH (RMA) ist der zentrale telefonische und elektronische Zugangsweg zur R+V Versicherungsgruppe. Sie ist ein eigenständiges Tochterunternehmen im R+V Konzern. Mit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in drei Betriebsstätten (Karlsruhe, Münster und Wiesbaden) werden die vielfältigen Anliegen der Kunden bundesweit betreut. Das umfangreiche Leistungsspektrum gliedert sich in drei Geschäftsfelder: Kundencenter, Assistance, Telefonzentrale. Kundencenter: Spartenübergreifende Kompetenz aus einer Hand Im Kundencenter wird die telefonische Sachbearbeitung über alle Sparten des Privatkundengeschäfts beispielsweise Kraftfahrt, Haftpflicht, Unfall, Rechtsschutz, Leben abgewickelt. Als kompetenter Ansprechpartner bietet das Kundencenter den R+V-Kunden: Gute telefonische Erreichbarkeit Ausführliche Informationen zu allen versicherungsrelevanten Fragen Auskünfte und abschließende Bearbeitung von durchschnittlich 80 % aller Anfragen zu R+V-Versicherungsprodukten (vorrangig für Privatkunden) Versicherungsfachliche Kompetenz durch gelernte Versicherungskaufleute und -fachwirte. Die Kompetenz der RMA im Vertragsbereich umfasst alle Aspekte rund um den Versicherungsvertrag von der Beratung zu Versicherungsbedarf, Produkten und Tarifen bis hin zur Policierung und Änderung von Verträgen. Im Schadenfall kümmert sich die RMA unter einer speziellen Hotline um alle erforderlichen Maßnahmen wie Schadenaufnahme, Einleitung von Sofortmaßnahmen, Beauftragung von Sachverständigen und Vermittlung von Reparaturbetrieben. 17

18 Als Visitenkarte der R+V hat das Kundencenter den Auftrag, eine hohe Erreichbarkeit mit geringen Wartezeiten und eine hohe fallabschließende Bearbeitungsqualität mit minimaler Weiterleitungsquote an die Fachbereiche sicherzustellen. Hochqualifizierte Versicherungsprofis mit mehrjähriger Berufserfahrung gewährleisten einen kundenorientierten, unbürokratischen und kompetenten Kundenkontakt. Dadurch ist das Kundencenter gerade auch für die Vertriebspartner ein wichtiger Ansprechpartner. Im Jahr 2001 wurden 3,4 Millionen Anliegen im persönlichen telefonischen Kontakt bei einer Erreichbarkeit von 81,5 Prozent bearbeitet. Dabei konnte bereits im Erstkontakt ein Fallabschluss von 80 Prozent erreicht werden. Viele Wege führen in die Rhein-Main Assistance Kundencenter / RVKUNDE für Vertragsanliegen für alle Anliegen rund um den Schadenfall für alle eingehenden s /RVAHHELP für den Außendienst Assistance / RVNOTRUF für Schutzbriefleistungen VISA- und EC-GOLD im Schadenfall Telefonzentrale 0611/533-0 R+V Direktion Assistance: Unbürokratische Soforthilfe in Notsituationen Weltweit und rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bieten die mehrsprachigen Kundenbetreuer unbürokratische Soforthilfe in Notsituationen. Sie werden dabei durch ein flächendeckendes Netz von Serviceprovidern und Korrespondenten im In- und Ausland unterstützt. Die Assistance-Leistungen umfassen: Medizinische Hilfeleistungen (z. B. Krankenrücktransport) Personenbezogene Leistungen (z. B. Organisation von Mietwagen) Technische Leistungen (z. B. Organisation von Pannenhilfe) Sachbezogene Leistungen (z. B. Kautionshinterlegung im Ausland) Informationsleistungen (z. B. Zoll- und Visa-Informationen für Urlaubsländer). Über spezielle Notrufnummern erreichen die RMA pro Jahr durchschnittlich Notrufe. Im Jahr 2001 wurde eine telefonische Erreichbarkeit von 88 Prozent sichergestellt. Telefonzentrale: Gute Erreichbarkeit und effiziente Vermittlung Vorrangige Aufgabe der Telefonzentrale ist es, die Erreichbarkeit der R+V-Direktion in Wiesbaden ( ) von Montag bis Freitag bis Uhr sicherzustellen und die Anrufer schnell an die gewünschten Gesprächspartner oder Abteilungen zu vermitteln. Als Navigationseinheit für Gespräche und Telefaxe bearbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Aufgabenbereich im Jahr 2001 über Vorgänge mit einer Erreichbarkeit von 87 Prozent. 18

19 Extravorteile für Genossenschaftsmitglieder durch Mitgliederversicherungen Mehr als 20 Millionen Bundesbürger sind Mitglieder einer Genossenschaft. Genossenschaftsmitglieder sind auch für die R+V Versicherung ein wichtiger Kundenstamm. Ihnen bietet sie daher seit Jahren spezielle prämiengünstige Angebote in verschiedenen Versicherungssparten. Mitgliederversicherungen zum im Bestand Anzahl Verträge Versicherungssumme Leben Prämienvolumen Kfz* Unfall Private Haftpflicht Hausrat Wohngebäude Rechtsschutz *Zum 1. Oktober 2001 wurde in der Kraftfahrt- Versicherung der Kfz-Euro- Tarif eingeführt. Die bis dahin eigenständigen Tarife für die Mitglieder von genossenschaftlichen Banken und anderen genossenschaftlich organisierten Unternehmen wurden in den Normaltarif integriert. Sicherheit und Vorsorge für Geno- Unternehmen und deren Mitarbeiter Bei der R+V Pensionsversicherung, der einzigen überregional tätigen Pensionskasse innerhalb der Genossenschaftsorganisation können genossenschaftliche Unternehmen und Institutionen für ihre Mitarbeiter durch Abschluss eines Gruppenvertrages günstige Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversicherungen abschließen. Zum Versorgungsprogramm der R+V Pensionsversicherung gehören neben der Hauptversicherung, aus der Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten gezahlt werden, noch zwei Zusatzversicherungen: Die Risiko-Zusatzversicherung verbessert bei Tod vor Vollendung des 55. Lebensjahres die Versorgung der Hinterbliebenen. In gemeinsamen Versorgungswerken mit der R+V Lebensversicherung wird den Mitgliedsinstituten die Kombination von Kapitalleistungen und Rentenleistungen angeboten. Dank Zur guten Entwicklung der R+V Versicherung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Partner im genossenschaftlichen FinanzVerbund mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Gesellschafter der R+V Versicherung maßgeblich beigetragen. Die R+V-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben dem Unternehmensleitbild entsprechend unsere Kunden qualifiziert beraten und betreut. Für ihren engagierten Einsatz und ihr unternehmerisches Handeln spricht ihnen der R+V-Vorstand Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt ebenfalls den Partnern im genossenschaftlichen Verbund, besonders den Volksbanken und Raiffeisenbanken, den genossenschaftlichen Verbänden und Zentralinstituten sowie den Warengenossenschaften mit ihren jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie hatten am geschäftlichen Erfolg der R+V im Berichtsjahr erneut beachtlichen Anteil. Wertvoll war für die R+V Versicherung die Zusammenarbeit mit den ihr verbundenen Berufsständen und den für R+V tätigen selbständigen Agenturen. Mit ihrem Dank für wohlwollende Förderung verbindet die R+V den Wunsch nach einer weiteren harmonischen und erfolgreichen Zusammenarbeit. Besonderen Dank sagt R+V allen Versicherungsnehmern und Geschäftspartnern für das den R+V Gruppengesellschaften entgegengebrachte Vertrauen. Die Invaliditäts-Zusatzversicherung zahlt bei Eintritt der Invalidität vor dem 55. Lebensjahr eine zusätzliche Invalidenrente. 19

20 Die Partner im genossenschaftlichen FinanzVerbund Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind mit über 15 Millionen Mitgliedern und rund 30 Millionen Kunden ein bedeutender Faktor im deutschen Kreditgewerbe und in der deutschen Wirtschaft. Als Universalbanken bieten die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihren Mitgliedern und Kunden eine breite Palette an Allfinanzkonzepten und optimalen Service. Dazu tragen leistungsfähige Spezialinstitute im genossenschaftlichen FinanzVerbund bei. Die Entwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken verlief im Geschäftsjahr 2001 weiterhin im Sinne der Strategie Bündelung der Kräfte. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verzeichnete 173 Fusionen. Die Anzahl der Volksbanken und Raiffeisenbanken reduzierte sich damit zum auf Institute mit Zweigstellen. Vor dem Hintergrund einer schwachen Wirtschaftslage und der schlechten Konjunkturentwicklung konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 2001 eine durchaus zufrieden stellende Geschäftsentwicklung verzeichnen. Nach Stagnation im Vorjahr stieg die addierte Bilanzsumme um 3,4 % auf insgesamt 552,9 Mrd.. Getragen wurde das Bilanzwachstum im Wesentlichen von der Passivseite. Die Einlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 392,5 Mrd.. Das gesamte Kreditvolumen wuchs um 1,3 % auf rund 337 Mrd. bedingt hauptsächlich durch die Zunahme bei langfristigen Krediten. Die DZ BANK AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, ist im September 2001 durch den Zusammenschluss der GZ-Bank und der DG BANK entstanden. Das neue Institut fungiert als Zentralbank für rund Kreditgenossenschaften und als moderne Geschäftsbank mit internationaler, insbesondere europäischer Ausrichtung. Die Bilanzsumme der DZ BANK AG belief sich nach vorläufigen Angaben per Ende 2001 auf 203 Mrd.. Dies entsprach einem Rückgang um 6,8 % im Vergleich zum , dem Stichtag der Fusionswirksamkeit. Während auf der Aktivseite die Forderungen an Kunden und andere Kreditinstitute im Zuge der Neuordnung des Kreditportefeuilles gegenüber dem Vorjahr von 46,3 auf 43,5 Mrd. oder 49,9 auf 45,5 Mrd. gesteuert zurückgeführt wurden, erhöhte sich die Position Forderungen an Volksbanken und Raiffeisenbanken zum Stichtag um rund eine Mrd. auf 38,7 Mrd.. Auch auf der Passivseite zeigte sich die zunehmende Verbundorientierung, da die Verbindlichkeiten gegenüber genossenschaftlichen Instituten von 36,8 auf 41,1 Mrd. zunahmen. Als subsidiärer Partner der 294 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen sowie als Geschäftsbank für den rheinisch-westfälischen Mittelstand verzeichnete die WGZ-Bank Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank eg, Düsseldorf, im Jahr 2001 insbesondere mit Blick auf die Entwicklung des gesamten Kreditgewerbes einen sehr zufrieden stellenden Geschäftsgang. Die Bilanzsumme der WGZ-Bank-Gruppe weitete sich um 10,7 % auf 57,3 Mrd. aus. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um 10,3 % auf 58,2 Mrd.. Wachstumsträger waren das WGZ-Bank-Mutterhaus und die Hypothekenbanktochter WL-Bank Westfälische Landschaft Bodenkreditbank AG. Die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG (DG HYP) hat mit einem respektablen Ergebnis ihre Position als zentrales Kreditinstitut im genossenschaftlichen FinanzVerbund gefestigt. Mit einer Bilanzsumme von 72,5 Mrd. (+2,7 %) zählt die DG HYP zu den führenden Hypothekenbanken Deutschlands. Entgegen dem Branchentrend (-1,8 %) wurde das Zusagevolumen der Immobilienkredite um 29,5 % auf 2,4 Mrd. erhöht. Davon entfielen rund 1,8 Mrd. auf den Wohnungsbau (+26,6 %), knapp 0,5 Mrd. auf gewerbliche Finanzierungen (+42,9 %) und 0,1 Mrd. auf das Agrarkreditgeschäft (+21,0 %). Damit konnte die DG HYP ihren Marktanteil im Wohnungsbau unter den deutschen Hypothekenbanken von 6,5 % auf 9,0 % ausbauen. Der Gesamtbestand 20

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