PENSIONSKASSE ERNÄHRUNG UND GENUSS

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1 PENSIONSKASSE ERNÄHRUNG UND GENUSS IN DER HAMBURGER PENSIONSKASSE VON 1905 VVaG Tarifliche Altersvorsorge in der Ernährungsindustrie 6. Februar 2007 in Oberjosbach PENSIONSKASSE ERNÄHRUNG UND HAMBURG GENUSS Postfach in der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG TELEFON 040 / TELEFAX 040 / Seite 1

2 Der Referent Hans Stapelfeldt Mitglied des Vorstands Seite 2

3 Hamburger Pensions... HAMBURGER PENSIONSVERWALTUNG Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG Anwärter/Rentner: Hamburger Pensionsrückdeckungskasse Anwärter/Rentner: Phoenix Pensionskasse von 1925 VVaG Anwärter/Rentner: Unterstützungskassen, Direktzusagen Rentner: Pensionskasse des Handels Anwärter: Pensionskasse Ernährung und Genuss Anwärter: Pensionskasse Bethel VVaG Anwärter/Rentner: * Anwärter und Rentner Hamburger Pensionstrust e.v. Hamburger Zeitwertfonds e.v. Übrige / Rentner: *Stand Seite 3

4 Inhalt 1 Stand der tariflichen Altersvorsorge in der Ernährungsindustrie 2 Möglichkeiten der Weiterentwicklung der betrieblichen Altersvorsorge Seite 4

5 Ausgangslage 2002 (1) Neu: 1 a, 17 BetrAVG Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung Tarifentgelt nur durch Tarifvertrag umwandelbar 1 BetrAVG Einstandspflicht des Arbeitgebers 4 BetrAVG Portabilität bei Entgeltumwandlung 3 externe Durchführungswege zur Auswahl Pensionsfonds PF, Pensionskasse PK, Direktversicherung DV Seite 5

6 Ausgangslage 2002 (2) Neu: Altersvermögensgesetz Riesterrente 3 Nr. 63 EStG - 4 % der BBG RV (West) steuerfrei 40 b EStG Euro pauschal versteuert Pensionsfonds PSV-pflichtig Nachschusspflicht PF PK DV PF PK PK Seite 6

7 Auswahlverfahren 15 Ausschreibungen Kriterien u.a. - Verwaltungskosten - Rendite - Erfahrung, Größe - Uni-Sex Kalkulation - Mitwirkungsrechte der Tarifparteien Teilnehmende Pensionskassen u.a. - Allianz - HDI - Vofü - Dresdner - Höchster - HM - Gerling - PK dt. Wirtschaft - HPK Externe Gutachter u.a. - Birk - Heubeck - PWC Seite 7

8 Die PEG und ihre Nachbarn Seite 8

9 Rechtskonstruktion Arbeitgeberverband Rahmenvereinbarung Tarifvertrag NGG Arbeitgeber Mitgliedschaftsvereinbarung Arbeitnehmer Pensionskasse Ernährung und Genuss Versorgungszusage, persönliche Mitgliedschaft gemäß PEG Bedingungen Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG Abrechnungsverband Seite 9

10 Tarifvertrag ( Anmeldung aller Arbeitnehmer Arbeitgeberbeitrag (tw. mit VWL-Option) Anspruch auf Entgeltumwandlung Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung Aus ersparten Sozialabgaben) Anspruch Durchführung der Riesterrente Anspruch auf Portabilität Seite 10

11 Rahmenvereinbarung Aufnahme aller tarifgebundenen Arbeitgeber in die PEG Anmeldung aller anspruchsberechtigten Arbeitnehmer zur PEG Ohne negative Risikoauslese - Keine konkurrierenden Vorsorgeangebote ( - Tw. konkurrierende Entgeltumwandlungsangebote zulässig; dann Prüfrechte der PEG in bezug auf die Selektionswirkung) Aufnahme aller Arbeitnehmer ohne Gesundheitsprüfung Abrechnung in eigenem Verband Verwaltungskosten Kapitalanlage Risikoverlauf (Sterblichkeit etc.) gemeinsam in der PEG Herauslösungsrecht der Tarifparteien gemeinsam mit Pensionskasse des Handels Seite 11

12 Mitgliedschaftsvereinbarung Anmeldung, Aufnahme aller anspruchsberechtigten Arbeitnehmer Ohne negative Risikoauslese (tw. Entgeltumwandlungswahlrecht) Ohne Gesundheitsprüfung Außertarifliche dürfen ebenfalls angemeldet werden Zu gleichen PK-Bedingungen Bedingungen der Tarifgruppe F für Arbeitgeberbeitrag (-Zuschuss) Entgeltumwandlung Bedingungen der Tarifgruppe P für Riesterrente Seite 12

13 Bedingungen in der PEG Tarifgruppe F Alters-, Erwerbsminderungs-, Witwen-/ Witwer, Waisenrenten Kapitalwahlrechte Garantiezins - Anwartschaftsphase: 0 % - Rentenphase: 2,75 (F03) 2,0 % (F06) Rechnungsgrundlagen Unisex - Heubeck 98 verstärkt (F03) - Heubeck 05 verstärkt (F06) Risikovermeidung durch extrem vorsichtige Kalkulation Seite 13

14 Risiken 1 Risiko: 2 Risiko: 3 Risiko: 4 Risiko: PEG PEG PEG PEG PEG Einstandspflicht gemäß 1 BetrAVG Extrem sichere Kalkulation Hervorragende Eigenmittelausstattung Vorsichtige Kapitalanlage Beibehaltung des strengen Niederstwertprinzip EUGH-Urteil zur Gleichbehandlung Tatsächliche Uni-Sex-Kalkulation Arbeitsrechtliche Haftung Steuer- und sozialabgabenschädliche Abwicklung Aktuelles Seite 14

15 Aktuelles: Risiken Zillmerungsverbot Urteil LG Stuttgart (1 AR 798 / 05) BAG Vors. Richter Reinecke (RdA 129 / 05) Zwangsabfindung 3 Betriebsrentengesetz Ausschluß variabler Beiträge 1 a Betriebsrentengesetz Garantierte Mindestlaufzeiten, Leistungen an Erben 1 Betriebsrentengesetz, 3 Nr. 63 EStG, BAG 3 AZR 502 / 04 Steuer- und sozialabgabenpflichtige Beiträge Seite 15

16 Entgeltumwandlung Keine genaue Erhebung der Entgeltumwandlungsquote möglich Stichproben, Einzeluntersuchungen zeigen: Durchschnittliche Quote % Starke Differenzierung (3-60 %) Verwaltungsbereiche stärker vertreten Arbeitgeberzuschuss beeinflusst Quote nicht signifikant Erwartungshaltung (Gruppendruck, Fürsprecher) wirken positiv Typischer Betrag: 100 / 500 / Euro p.a. Seite 16

17 Verwaltungskosten HPK 15,01 Euro 16 Euro % 3, 5 2,92 % ,2 % 3 2, 5 2 1, 5 1 4,20 Euro 2 0, S t ü c k k o s t e n Verwaltungs k osten in % der Beiträge Seite 17

18 Netto-Verzinsung Alle Erträge abzüglich sämtlicher Aufwendungen und Abschreibungen in % des mittleren Kapitalanlagebestandes Prozent Seite 18

19 Integration in die HPK (2) Nach anfänglichen Ruckeleien verwaltungsmäßig gelungen Zum allseitigen Vorteil: Verwaltungskostenquote ist von 2,9 % auf 1,2 % gefallen (von 6 + 6) PEG Vertreter im Verwaltungs- (Aufsichts-)rat (von ) Mitglieder in der Vertreterversammlung Jährliche PEG Tagung Seite 19

20 Integration in die HPK (3) 16 Hospitationen aus PEG Unternehmen Zahlreiche Besuche der PEG in Unternehmen Sozialpolitischen Ausschüssen der Verbände NGG Tagungen NEW.S Info Abonnements Service 895 Info-Brief 47 Info-Handbuch 6 Artikeldienst für Mitarbeiterzeitschriften Gelegentlich spezielle Infowünsche Seite 20

21 PEG - Anpassungen / Anbauten Seite 21

22 Veränderte Rahmenbedingungen Steuern Gesetzliche Rente Betriebsrentenrecht Portabilität Firmenpensionskassen Seite 22

23 Steuern: Alterseinkünftegesetz Für Neuzusage ab Erweiterung 3 Nr. 63 EStG um Euro p.a. Abschaffung 40 b EStG (1.752 Euro pauschal versteuert) Gleichstellung Direktversicherung mit Pensionskasse Rürup-Rente Riester-Rente vereinfacht Seite 23

24 Gesetzliche Rente 2004 Absenkung des Nettorentenniveaus auf ca. 52 % - Nachhaltigkeitsfaktor - Nachgelagerte Besteuerung % der Ausgangsrente 100 % jeder Rentenerhöhung 2005 Schrittweise Einführung der nachgelagerten Besteuerung der gesetzlichen Rente Seite 24

25 Portabilität, Betriebsübergang (2005) Für Neuzusagen: Nach Arbeitgeberwechsel Rechtsanspruch auf Übertragung des Übertragungswertes Neue Pensionskassen- / fonds-, Direktversicherungszusage Weiterhin kein Rechtsanspruch auf Übernahme der alten Zusage Übertragung /-nahme von Direkt- / Unterstützungskassenzusagen Übertragung nach Betriebsübergang Wegfall des Übertragungsanspruchs für Alt-Zusagen Seite 25

26 Firmenpensionskasse (2005) Bis 2000 nur Firmenpensionskassen Seit 2001 vertriebsorientierte Pensionskassen der Lebensversicherungswirtschaft zunehmende Spannungen Kritik der Verbraucherverbände an Pensionskassen Tendenz zum einheitlichen Aufsichtsregime nach Art der Lebensversicherung Seit August 2005 Firmen- oder Vertriebs-Pensionskasse PEG = Firmenpensionskasse Seite 26

27 Pensionskassenaufsicht Seite 27

28 Gütesiegel Firmenpensionskassen 1 Vertreter in den Gremien 2 Abschluß-, vertriebskostenfrei 3 Auf Gegenseitigkeit Seite 28

29 ATZ-Sicherung Durch 8 a ATZ-G vorgeschrieben Vermutlich persönliche Haftung der Geschäftsführer im Insolvenzfall Absicherung durch Treuhand am einfachsten und in der Regel am billigsten ( 0,1-0,15 % des Sicherungsvermögens). Hamburger Zeitwertfonds 224 Unternehmen Seite 29

30 Konstruktion ATZ Arbeitgeber Vermögenstreuhand Vertrag... Altersteilzeit Verwaltungs- Treuhand HPV* HZF** Arbeitnehmer... zugunsten Dritter ( 328 BGB) Vermögenstreuhand Einzeldepot je Arbeitgeber Kapitalanlagegesellschaft Geldmarktfonds * Hamburger Pensionsverwaltung e.g. ** Hamburger Zeitwertfonds e.v. Seite 30

31 Führungskräfteversorgung Versorgung unbegrenzt über Euro p.a. hinaus Nachgelagert besteuert Extern finanziert, sehr vorsichtig kalkuliert Flexibel finanzierbar durch Entgeltumwandlung Standardisierte, einfache Verwaltung Seite 31

32 Hamburger Pensionsunterstützungskasse Arbeitnehmer Versorgungszusage Entgeltumwandlung Arbeitnehmer Arbeitgeber Versorgungsleistungen = Rückdeckungsleistungen Rückdeckungsleistungen = Versorgungsleistungen Hamburger Pensionsunterstützungskasse Hamburger Pensionsrückdeckungskasse Zuwendungen = Entgeltumwandlung + AG-Beitrag (?) Rückdeckungsprämien = Zuwendungen Seite 32

33 Überführung Alt-Modelle Bislang innen (über Pensionsrückstellungen) finanzierte Zusagen werden abgelöst durch erhöhten Arbeitgeberbeitrag an PEG über Hamburger Pensionsrückdeckungskasse finanzierte (rückgedeckte) Unterstützungskassen Auslagerung der Verwaltung (Gutachten, Rentenzahlung) an Hamburger Pensionsverwaltung Seite 33

34 Fazit In kurzer Zeit rd Unternehmen mit Arbeitnehmer aufgenommen Die Integration der PEG in die HPK ist gelungen Teilweise ist die PEG für die Unternehmen unsere Pensionskasse sie als HPK ein anonymer Finanzdienstleister 4 wirtschaftlich und politisch erfolgreiche Jahre Entgeltumwandlung nur relativ erfolgreich, geringes Rentenniveau Veränderte Rahmenbedingungen durch Rentenreform Drohende Sozialabgabenpflicht auf Entgeltumwandlung Seite 34

35 Weiterentwicklung Seite 35

36 Wer bestimmt die Weiterentwicklung? Seite 36

37 Weiterentwicklung Vor allem weiterhin: Qualitätssicherung / Risikominimierung Seite 37

38 Langfristige Chancen Seite 38

39 Langfristige Risiken Politische, gesellschaftliche Entwicklung Versorgungszusagen laufen 70 und mehr Jahre 2007??? Wiedervereinigung Kalter Krieg II. Weltkrieg 1937 Internet Fernsehen Radio SAP Siemens Mannesmann AEG Grundig IG Farben Seite 39

40 Langfristige Risiken Hebelwirkung bei 0,25 % p.a. Abweichung: + 20 / - 17 % 6,5 6 5,5 5 Kapital [ i n E U R ] 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 2,00% 2,25% 2,50% Ze i t [in Jahren] Seite 40

41 Interne Qualitätssicherung und -verbesserung Ausrichtung an den Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Interne Umsetzung z.b. durch Ablauf-, Verhaltensstandards Reaktionszeiten Schnittstellen Schulung, Coaching, Fehlerlisten Anregungs- und Beschwerdemanagement Risikomanagement, Notfallpläne Hospitationen aus Trägerunternehmen Seite 41

42 Weiterentwicklung: Politische Einflussnahme Seite 42

43 Politische Risiken Gefahr der Individualisierung Arbeitnehmer als Verbraucher Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest als Interessenvertreter individuell Verlust der kollektiven Kalkulationsvorteile - ca % Rechnungsgrundlagen - ca. 15 % Vertriebsaufwand Verlust der kollektivrechtlichen Gestaltungsund Anpassungsmöglichkeiten. kollektiv Seite 43

44 Politische Interessen PEG ist das Vorzeigemodell für kollektiven Ansatz Das kann politisch genutzt werden Mögliche Politische Forderungen Erhalt der Sozialabgabenfreiheit der Entgeltumwandlung Weg mit der Benachteiligung der Betriebsrenten in der Kranken-/ Pflegeversicherung der Rentner Stärkung der betrieblichen Altersversorgung durch Entbürokratisierung und Gestaltungsfreiheit für Firmenpensionskassen Zum Beispiel Versicherungsvertragsgesetz Seite 44

45 Versicherungsvertragsgesetzentwurf 1. Gesetzentwurf:... gilt uneingeschränkt auch für betriebliche Altersversorgung Individuelle Widerrufs-, Informations-, Kündigungsrechte Beteiligung an stillen Reserven zu mindestens 50 % Das ist in der Privatvorsorge angemessen In der betrieblichen Altersvorsorge riskant für Arbeitgeber aufgrund der Einstandspflicht gemäß Betriebsrentengesetz. Im aktuellen Entwurf der Bundesregierung für Firmenpensionskassen gestrichen. Seite 45

46 Weiterentwicklung: Rentenniveausteigerung (1) 1. These Das aktuelle Rentenniveau ist in vielen Tarifbereichen (zu) niedrig. Seite 46

47 Erreichbare Monatsrente für 90 / 613 Euro p.a. Altersrente ab 65 - mit 3 % Verzinsung kalkuliert 90 Euro p.a. 613 Euro p.a Alter Euro Seite 47

48 Warum mit 3 % kalkulieren? Kapitalmarktrendite Inflationsrate [in %] J a h r Inflationsrate Seite 48

49 Rentenniveausteigerung (2) 2. These Durch die Absenkung des gesetzlichen Netto-Rentenniveaus wird das 2002 anvisierte Ziel in der Regel weit verfehlt. Seite 49

50 Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus (1) Beitrag: 90 Euro p.a , , , , , , , , Al t e r N e t t o - R e n t e 6 7 % P E G R e n t e o h n e A b s c h l a g N e t t o - R e n t e n a c h A b s c h l a g PEG Rente mit Abschlag Seite 50

51 Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus (2) Beitrag: 613 Euro p.a , , , , , , , Al t e r N e t t o - R e n t e 6 7 % P E G R e n t e o h n e A b s c h l a g N e t t o - R e n t e n a c h A b s c h l a g PEG Rente mit Abschlag Seite 51

52 Rentenniveausteigerung (3) Schlussfolgerung Nach dem erfolgreichen spontanen Aufbau der PEG ist jetzt eine Zielbestimmung zum Rentenniveau sinnvoll. Seite 52

53 Eine mögliche Zielbestimmung Typische gesetzliche Monatsrente ermitteln ( Handel: Euro brutto) Brauer:? Süßwaren:? Zigarette:?... Zusatzrentenniveau definieren Mindestsicherung und dafür erforderliche obligatorische Beiträge vereinbaren Sinnvolles Niveau und dafür erforderlichen Beitrag als Entgeltumwandlung/ -widmung empfehlen Seite 53

54 Weiterentwicklung: Entgeltumwandlung / -widmung 1. These Falls die Sozialabgabenfreiheit der Entgeltumwandlung ab 2009 sozialabgabenpflichtig wird, ist die Entgeltwidmung eine sinnvolle Alternative. Seite 54

55 Entgeltumwandlung ab 2009 SV-pflichtig? Entgeltumwandlung Umwandlung eines Anspruchs auf Barlohn in Versorgungslohn Individuelle Entscheidung des Arbeitnehmers Ab 2009: Entgeltumwandlung sozialabgabenpflichtig In allen Durchführungswegen Nicht SV-pflichtig: Echte Arbeitgeberbeiträge Originär für Altersvorsorge (z.b. tariflicher Altersvorsorgebeitrag des Arbeitgebers) Seite 55

56 Umwidmungsstrategie Tarifvertragliche Umwidmung von Entgelt / Entgelterhöhung Aufstockung des tarifvertraglichen Arbeitgeberbeitrags? Geringer Verteilungsspielraum? Vorbehalt der Arbeitnehmer: Zwangsumwandlung Arbeitgeberbeitrag mit Opting-Out Seite 56

57 Arbeitgeberbeitrag mit Opting Out Kollektive Regelung (tarifvertragliche Umwidmung oder Öffnungsklausel für Betriebsvereinbarung) für VWL Sonderzahlungen Laufendes Entgelt Altersvorsorgebetrag Opting-Out Klausel Individuelle Umwandlung in Barlohn Rückwandlung bewirkt SV-Pflicht Exkurs Erhöhte Akzeptanz, aber verwässerte Wirkung Seite 57

58 Opting Out SV-frei VWL, Sonderzahlung,... Kollektive Tarifvertrag Umwidmung Individuelle Rückwandlung Individuelle Rück-Umwandlung PK Beitrag SV-Pflicht SV-Pflicht Seite 58

59 Entgeltumwandlung / -widmung 2. These Neue Erkenntnisse aus der Neuro-Ökonomie berücksichtigen. Seite 59

60 Neuro-Ökonomie Gründe für mangelnde Vorsorgebereitschaft Keine instinktive Fähigkeit zur Vorsorge > 6 Monate Zeithorizont Langfristige Vorsorge verlangt - intellektuelle Kraftanstrengung - Überwindung instinktiver Begabungen, Prägungen Grund für Fehlleitung in Immobilien, Sparkonto Gefühlte Sicherheit Eigenverantwortung = Überforderung Seite 60

61 Aktuelle Umfrage Ausreichend vorgesorgt? % 42 % 39 % Altersvorsorge aufstocken? % 33 % 33 % 32 % Seite 61

62 Entgeltumwandlung / -widmung 3. These Entgeltwidmung (mit opting-out) und betriebliches Kommunikationskonzept sind wirkungsvoller als intellektuelle Kraftanstrengung Seite 62

63 Intellektuelle Kraftanstrengung Seite 63

64 Betriebliches Kommunikationskonzept (1) Ansprache: Üblichkeit, Gruppengefühl betonen: Das machen wir hier so. / X % Entgeltumwandlung/ -widmung sind üblich. Erwartung formulieren: Jeder verantwortungsbewußte Mitarbeiter sorgt mit unserer Hilfe vor. Seite 64

65 Betriebliches Kommunikationskonzept (2) Ansprache: Sprechen als Unternehmen - Vertrauen in die unbekannte PEG stärken; Sachkompetenz der PEG; Ermutigung durch Arbeitgeber und Betriebsrat. Segen durch Unternehmensleitung geben / Brief der Geschäftsleitung - Tue Gutes und rede darüber Betriebsrat als Vertrauensleute mobilisieren - Info-Handbuch, Musterpräsentationen, Info-Brief Seite 65

66 PEG - Mitgliederkommunikation Hilfestellung für Personalverantwortliche / Betriebsräte -Service (ca. 2-wöchentlich) Info-Brief für Betriebsräte (8-10 im Jahr) Info-Handbuch Persönliche Betreuung (Mo - Fr 8-18:00 Uhr) Angepaßtes Info-Material - Kommentierte Musterpräsentation Aushänge (zu spez. Themen am Schwarzen Brett) Rückseitenaufdruck (Entgeltabrechnung) Infoblatt (Einstellung, Übernahme, von AZBI s) Wandzeitung (Schwarzes Brett) Artikelservice (z.b. für Mitarbeiterzeitung) Seite 66

67 Entgeltumwandlung / -widmung 4. These 2008 muss die Zukunft der Entgeltumwandlung/ -widmung überprüft und erneut mit den Vor-/ Nachteilen der Riesterrente verglichen werden. Seite 67

68 Förderung Entgeltumwandlung / Riester Beendigung Fortdauer der SV - Freiheit Nr. 63 1,13 1,61 1,62 1,92 1,46 2,20 2,22 2,30 Riester 1,77 1,39 1,23 1,37 1,77 1,39 1,23 1,37 Rürup 0,89 1,17 1,17 1,58 0,89 1,17 1,17 1,58 UK 1,13 1,62 1,63 1,93 1,46 2,20 2,21 2,32 vorgelagert 0,70 0,83 0,83 0,98 0,70 0,83 0,83 0,98 Seite 68

69 Inhalt Vorruhestandsregelungen Frührente Seite 69

70 Warum Regelung zur Frührente? Ausgangslage Altersteilzeitregelung läuft aus Renteneintrittsalter steigt Bedarf für Frührente wird eher größer Regelung zur Frührente erwünscht Überbrückung bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente Dauerhafte Aufstockung in Höhe der durch eine vorgezogene Altersrente erlittenen Einbuße in der gesetzlichen (und betrieblichen) Rente Seite 70

71 Ab wann kann (gesetzliche) Rente bezogen werden? Feste Altersgrenze Vorzeitiger Bezug Abschlag b. v.bezug Aktuell 65 ab 62 0,3 % p.m. Zukünftig??? Seite 71

72 Wie groß ist der Zusatzbedarf? Blockrente Aufstockungsrente Seite 72

73 Eckpunkte der Frührente Beginn und Dauer der Blockrente Höhe der Block- und Aufstockungsrente Flexibel Aus den Eckpunkten und der Finanzierungsdauer ergibt sich der erforderlicher monatliche Beitrag Seite 73

74 Wie sieht die Lösung aus? Modell 1: Betriebliche Altersversorgung Modell 2: Zeitwertguthaben Seite 74

75 Modell 1: Betriebliche Altersversorgung Leistungen ab Alter 60 Finanzierung durch Arbeitgeber oder Entgeltumwandlung Theoretisch in allen Durchführungswegen Empfehlung: Direktzusage oder rückgedeckte Unterstützungskasse (Weniger empfehlenswert: Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung) Seite 75

76 Direktzusage / rückgedeckte Ukasse: In- und Output Prämien / Sonderz. Arbeitgeberzuschuß Resturlaub Gehalt Überstunden Direktzusage / rückgedeckte Ukasse Frührente Seite 76

77 Lösung: Direktzusage Zusage kann flexibel gestaltet werden Zusage auf Kapitalbausteine mit Option auf Verrentung ermöglicht weitere Flexibilität Kapitalbausteine Blockrente Aufstockungsrente Seite 77

78 Modell 2: Zeitwertguthaben Entgeltumwandlung Zusage kann flexibel über betriebliche Altersversorgung gestaltet werden Zusätzlich Sabbatical Beendigungsfreizeit vor Alter 60 Seite 78

79 Vorteile des Zeitwertguthabens Leistungen auch vor Alter 60 Der Höhe nach unbegrenzte Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit Keine Abzinsung der Rückstellung Kein Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Zeitwertguthaben - Ausnahme: Insolvenzsicherung Seite 79

80 Nachteile und Probleme beim Zeitwertguthaben Ausscheiden vor Verbrauch des Zeitwertguthabens Störfall innerhalb der BBG Komplexe Verwaltung Zukünftig: Kapitalgarantie Unverfallbarkeit Anpassungsverpflichtung Abzinsung der Rückstellung Seite 80

81 Bei der Einführung von Zeitwertguthaben beachten Schonungslose Aufklärung über Nachteile und Probleme Gesetzesänderung anstreben Unverfallbarkeit durch externen Träger ermöglichen Treuhandlösung Seite 81

82 Allgemeine Hinweise / Schutzvorschriften Diese Ausarbeitung wurde mit großer Sorgfalt, jedoch ausschließlich zur allgemeinen Information und als Grundlage für weitergehende Erläuterungen erstellt. Daher enthält die Ausarbeitung keinerlei verbindliche Zusagen und Leistungsversprechen; eine Haftung gegenüber dem Adressaten dieser Ausarbeitung oder Dritten wird nicht begründet. Die in dieser Ausarbeitung enthaltenen steuerlichen Hinweise und Berechnungen beruhen auf allgemeingültigen Annahmen; individuelle Besonderheiten wurden nicht berücksichtigt und können zu abweichenden Ergebnissen führen. Die steuerlichen Vorschriften und ihre Anwendung durch die Behörden unterliegen häufigen Änderungen; im Zweifel gelten die jeweils maßgeblichen steuerlichen Vorschriften und ihre Anwendung durch die zuständige Steuerbehörde. Die in dieser Ausarbeitung enthaltenen Aussagen zu Grund, Umfang und Höhe der Leistung sind eine vereinfachte, aus den jeweilig maßgeblichen Bedingungen abgeleitete Darstellung. Maßgeblich sind die Bedingungen selbst. In dieser Ausarbeitung sind möglicherweise Annahmen über den künftigen Kapitalmarktzins enthalten. Nach allgemeiner Auffassung kann der in der Zukunft erzielbare Kapitalmarktzins nicht vorhergesagt werden. Die Annahme eines Kapitalmarktzinses dient daher lediglich der Veranschaulichung; der tatsächlich erzielte Kapitalmarktzins und damit die Versorgungsleistung kann höher oder niedriger ausfallen. Diese Ausarbeitung ist das geistige Eigentum der Hamburger Pensionsverwaltung e.g.; die Weitergabe an Dritte gleichviel ob als Original oder als Kopie, in elektronischer Form oder durch eine inhaltsähnliche Darstellung bedarf der Zustimmung der Hamburger Pensionsverwaltung e.g. Seite 82

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