Newsletter zum Standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz

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1 Seite 1 von 5 An alle Energieversorgungsunternehmen der Regelzone Schweiz 14. Juli 2008 Newsletter zum Standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz Sehr geehrte Damen und Herren Als Verteilnetzbetreiber, Bilanzgruppenverantwortlicher, Lieferant und/oder Erzeuger in der Regelzone Schweiz sind Sie im Rahmen der Strommarktöffnung von der Umsetzung des Messwesens und der Informationsprozesse betroffen. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat hierzu die notwendigen Branchendokumente erarbeitet. Diese Branchendokumente sind die Basis für die vom Gesetzgeber in der StromVV Artikel 8 verlangten Richtlinien. Bezüglich Messwesen und Informationsprozesse sind dies die Branchendokumente Metering Code Schweiz (MC CH) und Standardisierter Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz (SDAT CH). Wir informieren Sie mit diesem Newsletter über Neuigkeiten und geplante Vorhaben im Rahmen der Strommarktöffnung. Die einzelnen Themen finden Sie auf den folgenden Seiten. Für Fragen im Zusammenhang mit diesem Newsletter kontaktieren Sie bitte das swissgrid Kundenund Informationszentrum: / Telefon / / Fax Freundliche Grüsse swissgrid ag Hans-Peter Aebi CEO swissgrid Rudolf Baumann COO Betrieb swissgrid

2 Seite 2 von 5 Newsletter Juli 2008 Themen: 1. Aktualisierung des Metering Code Schweiz 2. Ergänzung zum Standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz (SDAT CH) 3. Vergabe von ETSO Energy Identification Codes (EIC) 4. KEMA Testcenter für Standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz 5. Aufnahme Datenaustausch mit swissgrid 1 Aktualisierung des Metering Code Schweiz Hinweis: Dieses Thema betrifft insbesondere Verteilnetzbetreiber Der Metering Code Schweiz wurde von der VSE Kommission «Energiedaten» basierend auf den definitiven Verordnungen ergänzt und angepasst. Der Metering Code steht auf der VSE Website in der Version 2008 kostenlos zum Download bereit (www.strom.ch Dossier Strommarktöffnung Branchendokumente). Die wesentlichen Änderungen sind: Erzeuger mit einer Anschlussleistung von mehr als 30kVA benötigen eine Lastgangmessung Empfehlung für den Anschluss von Produzenten erneuerbarer Energien Verarbeitung der Daten für Produzenten erneuerbarer Energien Berechnung der «Bruttolastgangsumme» des eigenen Netzes für die direkte Kostenzuteilung Berechnung der «Totalen Bruttolastgangsumme» für die Kostenwälzung Präzisierung der Kostentragung für die Messstelle 2 Ergänzung zum SDAT für den Strommarkt Schweiz (SDAT CH) Hinweis: Dieses Thema betrifft insbesondere Verteilnetzbetreiber und EDM-Softwarehersteller (Bitte an diese weiterleiten). Mit der definitiven Energieverordnung vom 14. März 2008 wurde festgelegt, dass die Erfassung von Herkunftsnachweisen die Grundlage für die Abrechnung der Förderung erneuerbarer Energien ist. Aus diesem Grund wurde ein Zusatzdokument erstellt, das den elektronischen Datenaustausch für die Erfassung von Herkunftsnachweisen regelt. Diese automatisierte Meldung ist nur eine von drei Möglichkeiten: Es stehen zudem gemäss HKN-Verordnung die Möglichkeiten der Meldung über eine für diesen Fachbereich akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle (Auditor) oder den Verteilnetzbetreiber, sofern dieser vom Produzenten rechtlich entflochten ist, zur Verfügung. Für diese beiden anderen manuellen Möglichkeiten steht das HKN-Webportal zur Verfügung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf Auf der VSE Website finden Sie für den elektronischen Datenaustausch folgende neue oder aktualisierte Dokumente:

3 Seite 3 von 5 Neu: SDAT CH Zusatzdokument 1, Datenaustausch für die automatisierte Erfassung von Herkunftsnachweisen, Version Juni 2008 Anpassungen im SDAT CH Anhang 1, 3 und 4, aktualisierte Version Juni 2008 XML-Schemas und Beispieldateien, aktualisierte Version Juni 2008 Für EDM-Softwarehersteller sind folgende Informationen wichtig: Die XML Schemas wurden aufgrund des elektronischen Datenaustauschs für Herkunftsnachweise, wo notwendig, von Version 1.0 auf Version 1.1 angehoben. In der Nachricht E66 (Validated Metered Data) sind ein zusätzlicher Reason Code (Labelling Energie) sowie ein zusätzlicher Role Code (Certifying Party) ermöglicht. Weil nicht nur Lastgänge, sondern jetzt auch Energiemengen zwischen zwei Ablesungen (Volumina) übertragen werden können, muss die Auflösung (Resolution) nicht mehr zwingend enthalten sein. Damit sie bei Volumenmeldungen entfallen kann, wurde sie optional gemacht. Als Vorbereitung für zukünftige Aufgaben wurde zudem das Element «Feature» zugelassen, das im Schema bereits angelegt war. Damit können in Zukunft auch Tarifangaben übermittelt werden (Hoch, Nieder, Maxima). Für Herkunftsnachweise wird dies jedoch nicht benötigt. Damit der zusätzliche Role Code (Certifying Party) ebenfalls im Acknowledgement und im Model Error Report verwendet werden kann, musste hier die Referenz auf die Codelisten angepasst werden. Das führt zu Version 1.1 bei Acknowledgement und Model Error Report. Die Schema Versionen 1.0 und 1.1 sind von 1. November 2008 bis und mit 31. März 2009 parallel gültig. Im KEMA Testcenter wird die Version 1.1 per 1. Oktober 2008 aktiviert. 3 Vergabe von ETSO Energy Identification Codes (EIC) Hinweis: Dieses Thema betrifft alle am Datenaustausch beteiligten Akteure Im Standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz (SDAT CH) werden alle am Datenaustausch beteiligten Akteure mittels eines Identifikators eindeutig identifiziert. Dazu wird der ETSO Energy Identification Code (EIC) verwendet. Beim EIC wird zwischen dem X-Code und dem Y-Code unterschieden. Der X-Code identifiziert einen Akteur (engl. Party), also eine Firma (ein Code pro MWSt-Nummer). Der Y-Code identifiziert ein Gebiet (engl. Area), also ein Netz. Jeder Netzbetreiber benötigt somit zur Identifikation seines Netzes einen Y-Code und zur Identifikation des Akteurs selbst einen X-Code. Verursacht durch das sogenannte Unbundling (Trennung von Netz und Markt) werden für die Marktfunktionen, also die Rolle Lieferant und Bilanzgruppenverantwortlicher, zusätzlich ein X-Code für den Vertrieb und den Handel des heutigen Energieversorgungsunternehmens (EVU) benötigt. Dieser X-Code ist zu verwenden für die Aktivitäten als Lieferant sowie für den Betrieb einer Bilanzgruppe, falls eine eigene eröffnet wird. Der Displayname (für die verbale Kommunikation) besteht aus einer zugewiesenen, 10-stelligen Kurzbezeichnung für das Unternehmen gefolgt von der Endung «GO» für Grid Operator (Netzbetreiber) «GA» für Grid Area (Netz)

4 Seite 4 von 5 «ST» für Sales & Trading (Vertrieb Lieferant, BGV, Händler). Aufgrund der grossen Menge an neuen Codes hat sich swissgrid entschieden, die Codes proaktiv zu vergeben und zu publizieren (www.swissgrid.ch). Dabei wurden pro heutigem EVU ein Netzcode, ein Netzbetreibercode und ein Vertriebscode vergeben. Dies entspricht der Situation der meisten EVU. Bereits bestehende Codes wurden berücksichtigt und behalten Ihre Gültigkeit. Sie sind nun gebeten, Ihre Codes zu prüfen. Folgende Gründe wären Anlass, eine Änderung beim swissgrid Kunden- und Informationszentrum per zu beantragen. Sie betreiben mehr als ein nicht direkt miteinander verbundenes Netz. Falls Sie diese Netze separat bilanzieren und auch für die Kostenwälzung mit vorgelagerten Netzbetreibern separat behandeln, so benötigen Sie für jedes Netz einen eigenen Netzcode (EIC-Y). Sie integrieren ihr Netz zum Beispiel in das vorgelagerte Netz. Ein Grund dafür kann zum Beispiel eine Fusion oder eine nicht vorhandene Lastgangmessung an der Netzgrenze sein. Damit erscheinen Sie gegenüber den Marktakteuren und swissgrid nicht mehr als Netzbetreiber und benötigen keine Codes für Netz und Netzbetreiber. Sie treten in keiner Bilanzgruppe als Lieferant auf. Das heisst, die Belieferung in Ihrem Netz wird durch einen anderen Lieferanten ausgeführt. Dadurch benötigen Sie keinen Vertriebscode. Anmerkung: Falls Sie die Datenaustauschaufgaben an einen Dienstleister übergeben haben, so benötigen Sie die Codes trotzdem, da Sie weiterhin als Akteur auftreten und lediglich Ihre Aufgaben an einen Dritten delegiert haben. 4 KEMA Testcenter für SDAT für den Strommarkt Schweiz Hinweis: Dieses Thema betrifft alle am Datenaustausch beteiligten Akteure sowie EDM- Softwarehersteller (Bitte an diese weiterleiten). swissgrid hat in Zusammenarbeit mit KEMA ein Testcenter für den SDAT CH eingerichtet. Es bietet die Möglichkeit, die Nachrichten auf Fehler zu untersuchen, sowie einfache Abläufe der EDM-Systeme zu testen. Dieses Testcenter ist seit dem 2. Juni in Betrieb und kann kostenlos von Softwareherstellern und Teilnehmern am Datenaustausch (zum Beispiel zur Abnahmeprüfung der Software) benutzt werden. Falls Sie sich dafür interessieren, so wenden Sie sich bitte an das swissgrid Kunden- und Informationszentrum per oder Telefon Aufnahme Datenaustausch mit swissgrid Hinweis: Dieses Thema betrifft insbesondere Verteilnetzbetreiber Bei swissgrid stehen die IT-Systeme für die Aufnahme des Datenaustauschs per 1. September 2008 bereit. Bis Ende Jahr muss der gesamte Datenaustausch mit allen Verteilnetzbetreibern eingerichtet und getestet sein. Für den Datenaustausch bietet swissgrid ihren Partnern die Übermittlung via FTP oder an. Als Vorabinformation finden Sie dazu die folgenden technischen Details:

5 Seite 5 von 5 Variante Bei Aufnahme des Datenaustauschs teilt Ihnen swissgrid die adresse auf Seite swissgrid mit. swissgrid benötigt eine adresse auf Ihrer Seite, an welche Antworten geschickt werden können. Variante FTP: Es wird für Sie ein Login auf einem FTP-Server bei swissgrid eingerichtet. Darunter gibt es ein IN- und ein OUT-Verzeichnis. Sie schreiben Dateien in das IN- Verzeichnis und wir schreiben Ihnen standardmässig (falls nicht anders gewünscht) Antworten in das OUT-Verzeichnis.

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