Das Neolithikum im östlichen Holstein - Überblick über Befunde und Funde der Trichterbecherzeit

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1 Geschichte Kai Schaper Das Neolithikum im östlichen Holstein - Überblick über Befunde und Funde der Trichterbecherzeit Studienarbeit

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3 Christian- Albrechts- Universität zu Kiel Institut für Ur- und Frühgeschichte Sommersemester 2005 Hausarbeit zur Veranstaltung: Hauptseminar Neolithische Gesellschaften Das Neolithikum im östlichen Holstein- Überblick über Befunde und Funde der Trichterbecherzeit Von: Kai Schaper

4 Inhaltsverzeichnis: Einleitung 1 Chronologie und Typologie der neolithischen Keramik in Schleswig- Holstein 2 Inventargruppen Nordostholstein 2 Verziehrungen 3 Einteilung des Frühneolithikums 3 Einteilung des Mittelnoelithikums 4 Absolute Datierung und Korrespondezanalysen 5 Methodik und Erfolge 5 Dicke Flintspitzen 5 14C- Daten Steinartefakte im Norden Holsteins 6 Allgemeines zu Flintwerkzeugen 6 Begriffe 6 Geschliffene Feuersteinkerngeräte 6 Abschlaggeräte 9 Klingen und Klingengeräte 10 Felssteingeräte 11 Knochen und Geweihgeräte 12 Knochengeräte 12 Geweihgeräte 13 Holzgeräte 13 Bernstein 14 Neolithische Siedlungen in Holstein 14 Allgemeines zu Neolithischen Siedlungen 16 Wirtschafts- und Lebensweise 17 Ackerbau 17 Älteste Wirtschaftshaustiere 18 Agrarwirtschaft im Frühneolithikum 19 Importe 19 Arbeitsteilung 20 Handel und Innovationen 22 Soziale Ordnung 23 Grabanlagen im neolithischen Holstein- Ein kurzer Überblick 23 Alter und Entstehung 23 Erhaltung und Menge 23 Literaturlisten 26 Literaturliste geordnet nach behandelten Themen 26 Alphabetische Literaturliste 28 Abbildungen 30 ff

5 Einleitende Worte Die zeitliche Phase der beginnenden Ackerwirtschaft, die Umstellung des Menschen von einer nomadisierenden zu einer ortgebundenen Lebensweise, wird allgemein neolithische Revolution genannt. Diese Zeit des Wandels ist ein spannendes Feld der archäologischen Forschung, da enorme Umwälzungen in vielen Lebensbereichen beobachtet werden können. Nach Nordeuropa drangen die veränderten Lebensweisen nur schleppend und sind durch einige Eigenarten und Besonderheiten - im Vergleich zu anderen europäischen Regionen - gekennzeichnet. Eine davon ist die Keramik dieser nördlichen Gebiete, mit ihren trichterförmigen Wandungen, den Trichterbechern. Sie sind nicht nur ein gruppenmässiges Abgrenzungsmerkmal, sondern auch Namen gebend für diese Epoche der frühen, nordeuropäischen Bauern, der Trichterbecherkultur. Die vorliegende Arbeit behandelt das Gebiet des östlichen Holsteins im trichterbecherzeitlichen Schleswig-Holstein (Kreis Plön und Ostholstein). Der Text hat zusammenfassenden und Überblick verschaffenden Charakter und stellt die Forschungslage in diesem Bereich dar. Zunächst wird auf chronologischen Zusammenhänge und Datierungen eingegangen. Dann werden die materiellen Hinterlassenschaften, wie Keramik, Stein- und Flintwerkzeuge, Holzund Geweihgeräte vorgestellt. Darauf folgt ein Überblick über das Siedlungswesen, Wirtschaft, Lebensweise und Innovationen, sowie um mögliche soziale Ordnungen innerhalb der holsteinischen neolithischen Gesellschaft. Abschließend steht ein Überblick zu den Megalithgräbern der Region. Die Literaturlisten sind sowohl nach Themengebieten, als auch alphabetisch geordnet, um, je nach Fragestellung, eine einfache und schnelle Suche zu ermöglichen. 1

6 Chronologie und Typologie der neolithischen Keramik in Schleswig- Holstein Inventargruppen Nordostholstein Aufgrund zu weniger und nur bruchstückhafter Keramikfunde ist es schwer ein klares Bild von den Zusammenhänge zwischen schleswigschen (Satruper-, Fuchsbergstufe, etc.) und holsteinschen Stufen zu erlangen. Auch weil weite Teile des Landkreises Schleswig nicht kartiert sind. Es sind zwar Funde aus dem Satruper Moor und Fuchsberg bei Flensburg namengebend für die holsteinische Keramik, jedoch sind sie im Kreis Schleswig leider unterrepräsentiert und dann auch nur schwer in die geläufige Chronologie ein zu ordnen (vgl. HOIKA 1994, 95). Es fehlt also eine Gesamtverbreitungskarte für neolithische Keramikfunde in Schleswig- Holstein, was die folgende Karte verdeutlicht. (HOIKA 1994, Abb. 3) 2

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