06b / Muslime in der Schweiz. Herkunft der Muslime in der Schweiz. Bosnien-Herzegowina. Bundesrepublik. Landesflagge Religiöse Bezüge: Keine

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1 Herkunft der Muslime in der Schweiz Bundesrepublik Landesflagge Religiöse Bezüge: Keine

2 Herkunft der Muslime in der Schweiz Gesamtbevölkerung der Schweiz ca. 7.8 Mio. Personen Ausländer in der Schweiz ca. 1.7 Mio. Personen (= 22 % der Schweizer Bevölkerung) Muslime in der Schweiz ca Personen (= 21 % der Ausländer = 4.7 % der Schweizer Bevölkerung) Kosovo Serbien Mazedonien Albanien Türkei Marokko Tunesien Algerien Ägypten Libyen Irak Iran Libanon Syrien Palästina Somalia Senegal Côte d Ivoire Nigeria Eritrea Pakistan Bangladesch Indien Indonesien Afghanistan Südosteuropa (56,4 %) Vorderasien (20,2 %) Nordafrika Westasien (5,4 %) Afrika (2,3 %) südlich der Sahara Süd-/ Südostasien (2,6 %)

3 Bevölkerung Zahl und Verteilung ca. 4,7 Millionen Einwohner 50 % auf dem Land, 50 % in den Städten Ethnien und Sprachen ca. 48 % Bosniaken (Muslime) ca. 37 % Serben (Orthodoxe) ca. 14 % Kroaten (Katholiken) Weniger als 1 % Roma und Juden Drei Hauptethnien sprechen leichte Abwandlungen der gleichen Sprache, dem ; Bosnier und Kroaten schreiben diese in lateinischen, Serben in kyrillischen Buchstaben.

4 Politik Geschichte Besiedlung des antiken Illyrien durch slawische Völker im 6. Jh. Bosnisches Fürstentum (Herzogsland) und Königreich im Mittelalter Eroberung durch die Osmanen um 1460, rasche Islamisierung der Oberschicht Wichtige Provinz des Osmanischen Reiches, hohe Militärs und Grosswesire 1878 Unterstellung unter österreichisch-ungarische Verwaltung Ab 1918 Teil der sozialistischen föderativen Volksrepublik Jugoslawien Ab 1992 Zerfalls- und Trennungskrieg, 1995 Erlangung der Unabhängigkeit Aktuelle Lage Unterteilung in zwei Entitäten nach Dayton-Vertrag: Föderation Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska mit je eigener und Dreiköpfiges Staatspräsidium aus Vertretern der drei konstitutiven Völkern Unbefriedigende wirtschaftliche und soziale Entwicklung

5 Bosnien und Herzegowina Gesellschaft Soziale Verhältnisse Misstrauen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen Rückständige Landbevölkerung Wirtschaftlich schwache Region Bildung Modernes europäisches Schulsystem, kaum Analphabeten Acht Universitäten Religion Religiöse Verteilung entspricht den ethnischen Gruppen: ca. 43 % Muslime (Sunniten) gegenüber ca. 48 % Christen (31 % Orthodoxe, 17 % Katholiken)

6 Exkurs zum Islam in Staatliche Islambehörden In vielen islamischen Ländern werden religiöse Belange von einer staatlich kontrollierten Behörde geregelt. In Bosnien ist dies die sogenannte (von arab. Führung ). ( Siehe Die staatlichen Religionsbehörden bilden und ernennen das religiöse Betreuungspersonal (Imame, Religionslehrer usw.), verwalten die religiöse Infrastruktur (Moscheen, Koranschulen usw.) und bestimmen die Religionspolitik. Der Leiter der bosnischen Rijaset ist der Reisu-l-ulema (oberster Religionsgelehrter) und Grossmufti (erster religiöser Ratgeber) Mustafa Cerić. Cerić verfügt über eine konservativ-islamische Ausbildung, vertritt gleichzeitig aber eine moderne, integrative Auslegung des Islam in seinem europäischen Erfahrungshorizont. ( Analysiere dessen Interview auf de.qantara.de) Viele Religionsbehörden haben heute Legitimationsprobleme, da sie als Vertreter einer autoritären, korrupten Staatsmacht diskreditiert sind und von selbst ernannten islamistischen Laienpredigern herausgefordert werden.

7 Abwanderung Gründe für das Verlassen des Heimatlandes Kriegsübergriffe (Vergewaltigungen), Menschenrechtsverletzungen Bedrohung, Vertreibung und Flucht vor allgemeiner Gewalt Wirtschaftliche Schwierigkeiten Diaspora Während des Krieges von 1992 bis 1995 haben rund 1,4 Mio. Bosnier ihr Heimatland verlassen. Inzwischen sind viele davon wieder zurückgekehrt. Weiterhin leben aber rund 1 Million Bosnier im Ausland. In der Schweiz leben rund Personen bosnischer Staatsangehörigkeit oder Abstammung. Der grössere Teil der Bosnier in der Schweiz gehört dem muslimischen Glauben an. Bosnische Muslime betreiben in der Schweiz 13 Islamvereine (džemat) mit Gebetsräumen. Diese sind in der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken Schweiz (IGBS) zusammengeschlossen, die wiederum der Rijaset angehört.

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