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2 Herausgeber: Southern African German Chamber of Commerce and Industry Deutsche Industrie- und Handelskammer für das Südliche Afrika P.O. Box 87078, Houghton, 2041 (Postanschrift) 47 Oxford Road, Forest Town, 2193 (Hausanschrift) Telefon: +27 (0) Fax: +27 (0) Kontaktpersonen: Anja Tambusso-Ferraz Frank Aletter Autor: Dennis Thiel Disclaimer: Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Herausgebers. Sämtliche Inhalte wurden mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller oder immaterieller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haftet der Herausgeber nicht, sofern ihm nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last gelegt werden kann.

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Abkürzungsverzeichnis 1. Einleitung 1 2. Länderprofil Südafrika Wirtschaftliche Situation Außenhandel Wirtschaftsbeziehung zu Deutschland Investitionsklima 8 3. Energiemarkt Energiepolitische und gesetzliche Rahmenbedingungen Energieerzeugung und Verbrauch Das Stromnetz Die Strompreise Energieeffizienz in Südafrika Neue Entwicklungen auf dem Energiemarkt Überblick Erneuerbare Energien in Südafrika Gesetzliche Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien Öffentliches Vergabeverfahren und Ausschreibungen Teilnahme an Ausschreibungen - Request for Proposal Genehmigungsverfahren eines Preferred Bidders Vergütungssystem Förderungsmöglichkeiten Der Weg zum Independent Power Producer Markstruktur und Markchancen für deutsche Unternehmen in der Solarenergie Ausgangslage und Potentiale im Zielmarkt Rahmenbedingung - Das Broad- Based Black Economic Empowerment Marktbarrieren und Hemmnisse Überblick über bestehende und geplante Projekte im Zielland Handlungsempfehlungen für einen Markteinstieg Niederlassungsrecht Gesellschaftsrecht Gründung generell Partnership Business Trust Private Company und Public Company Close Corporation Zielgruppenanalyse Profil Marktakteure Regierungsstellen Forschungsinstitute Verbände 59 I

4 Preferred Bidders der ersten zwei Runden Andere Unternehmen Banken Deutsche Vertretungen Tabellenverzeichnis III 8. Abbildungsverzeichnis IV 9. Quellenverzeichnis V

5 Abkürzungsverzeichnis ANC APDP BBBEE BEE BIP BMZ African National Congress Automotive Production Development Programme Broad-Based Black Economic Empowerment Black Economic Empowerment Bruttoinlandsprodukt Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit BNC CCGT CEF CSP DAFF DBSA DEA DME DoE DPE Germany- Bi-national Commission Combined Cycle Gas Turbine Central Energy Fund (Zentraler Energiefond) Concentrated Solar Power Department of Agriculture, Forestry and Fisheries Development Bank of Southern Africa Department of Environmental Affairs Department of Minerals and Energy Department of Energy Department of Public Enterprises DR DSM DWEA Demand Response Demand Side Management Department of Water and Environmental Affairs ECS EDC EDI EEDSM EIA EIR EMP EPA Energy Conservation Scheme Energy Development Corporation Electricity Distribution Industry Energy Efficiency Demand Side Management Environmental Impact Assessment Environmental Impact Report Energy Management Programme Economic Partnership Agreement I

6 FZ GTAI GWh IDC Finanzielle Zusammenarbeit Germany Trade & Invest Gigawattstunde Industrial Development Corporation IPP IRP IWF Independent Power Producer Integrated Resource Plan Internationaler Währungsfonds k. A. keine Angaben kwh LTMS MW MYPD Kilowattstunde Long Term Mitigation Scenarios Megawatt Multi-Year Price Determination NEEA National Energy Efficiency Agency NEMA National Environmental Management Act NER National Electricity Regulator NERSA National Energy Regulator of OCGT Open Cycle Gas Turbine PPA R RE RED REFIT Power Purchase Agreement Südafrikanischer Rand Renewable Energy Regional Electricity Distributor Renewable Energy Feed-In Tariff REIPP REMT RFP SACU SADC Renewable Energy Independent Power Producer Program Renewable Energy Market Transformation Projekt Request for Proposal Southern African Custom Union Southern African Development Community II

7 SANEDI SANERI SAPP SAWEP TDCA TZ USD WTO ZAR n National Energy Development Institute African National Research Institute Southern African Power Pool (Südafrikanische Stromvereinigung) Wind Energy Program Trade, Development and Cooperation Agreement Technische Zusammenarbeit United States Dollar World Trade Organisation Südafrikanischer Rand III

8 1. Einleitung Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie veranstaltet die Deutsche Auslandshandelskammer für das südliche Afrika eine AHK-Geschäftsreise nach Südafrika für Unternehmen aus dem Bereich Solarenergie Photovoltaik. Die vorliegende Zielmarktanalyse erläutert länderspezifische Besonderheiten sowie Absatzmöglichkeiten für deutsches Knowhow und Dienstleistungen für Photovoltaik Solarenergie mit engem Bezug auf den jüngsten südafrikanischen Energieplan Integrated Ressource Plan (IRP2010). Die Zielmarktanalyse ist in drei Hauptkapitel unterteilt. Das erste Kapitel stellt die wirtschaftlich-politische und energiewirtschaftliche Ausgangsposition des Landes sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien dar. Neben allgemeinen Länderinformationen bietet die Analyse wirtschaftliche und demografische Daten und umreißt dann den Energiemarkt einschließlich der energiepolitischen Verwaltung und Steuerungsmittel. Die Darstellung dieses Solarenergiemarktes in Südafrika ist detaillierter; besonders herausgearbeitet werden die Ausgangslage und Potentiale für deutsche Unternehmen unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, Marktbarrieren und Absatzmöglichkeiten. Das letzte Kapitel stellt die relevanten Marktakteure ausführlicher vor. 1

9 2. Länderprofil Südafrika Die Benennung Südafrikas folgt der geografischen Lage, es ist das südlichste Land des afrikanischen Kontinents; in Relation zu Deutschland ist es flächenmäßig mit ca km² etwa 3,5-mal so groß. Die Bevölkerungsdichte beläuft sich bei einer Population von geschätzten 51,2 Millionen Einwohnern auf lediglich 42 Einwohner/km² und ist damit relativ schwach besiedelt. Die Mehrzahl der Bevölkerung lebt in den Ballungszentren Johannesburg, Pretoria, Kapstadt und Durban, mit Pretoria als Hauptstadt. 1 Klimatisch ist Südafrika vorherrschend warm mit einer hohen Sonneneinstrahlung, jedoch auch sehr divers. Mit subtropischem Klima im Südosten bis zum Wüstenklima der Kalahari, sowie auch mächtigen Gebirgen und weiten Sandstränden hat es klimatisch fast alles zu bieten. 2 Die Ländergrenzen sind Namibia mit Botswana und Zimbabwe im Norden, während Mozambik und Swasiland östlich liegen und Lesotho ein Binnenland im Südosten der Republik ist. 3 Abbildung 2: Nationalflagge Südafrika 7 Abbildung 1: Landkarte Südafrika 4 Die Bevölkerung Südafrikas ist kulturell gesehen vielfältig, verschiedene ethnische Gruppen treffen zusammen. Etwa 80% der Einwohner sind Schwarzafrikaner wohin gegen 8,4% Weiße, 8,8% Farbige und 2,6% Inder und Asiaten sind. Bedingt durch diesen Kulturmix gilt rechtlich seit 1996, dass jedermann in Südafrika die Sprache sprechen und Kultur leben darf welche er auswählt. Trotz allem gibt es 11 offizielle Landessprachen, zu welchen unter anderem Englisch, Afrikaans, Sesotho, isizulu und isixhosa zählen. Trotz den geringen 8,2% englischen 1 vgl. Stas SA vgl. Delien Burger 2011, S. 2 3 vgl. Delien Burger 2011, S. 2 4 & 7 Welt-Blick.de

10 Muttersprachlern wird Englisch fast überall verstanden und wird auch als Geschäftssprache anerkannt. Ferner ist es die Zweitsprache der meisten Südafrikaner. 5 Bezüglich natürlicher Ressourcen kann sich Südafrika bis auf Erdöl sehr glücklich schätzen; es ist im Besitz der weltweit größten Gold-, Platin- und Diamantenvorkommen und ist damit auch eines der wichtigsten Länder im Goldgeschäft. 6 Des Weiteren weist der Norden ein großes Angebot an Kohle auf, welches deswegen auch heute noch als hauptsächlicher Energieträger benutzt wird. 7 Momentan werden mehr als 90% der Energie Südafrikas aus Kohle produziert. 8 Abbildung 3: Bodenschätze in Südafrika 9 Südafrikas Währung ist der Rand, der momentane Wechselkurs zum Euro ist 11, Der Euro erreichte Anfang Dezember 2012 gegenüber dem südafrikanischen Rand im Hoch beinahe wieder das Jahreshoch vom bei 11,6565 ZAR und unterstreicht mit der Aufwärtsbewegung der letzten Wochen die bullische Ausrichtung. Rain, Währungsexperte von Godmode Trader, geht davon aus, dass wenn es letztendlich nachhaltig über 11,6600 ZAR geht, wird sich das Währungspaar bei 12, ,2835 ZAR stabilisieren vgl. Delien Burger 2011, S. 3 6 vgl. Siyavula vgl. Carsten Ehlers vgl. Edkins et al Siyavula Wechselkurs am Rain

11 BIP pro Kopf in USD 2.1. Wirtschaftliche Situation In der Sub-Sahara Region gilt Südafrika als wirtschaftlich erfolgreichstes Land, Das Land trägt rund 34% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Subsahara-Afrika bei. Die Wirtschaft befindet sich seit Jahren im Aufschwung. Die Aussichten scheinen gut, der Wachstumskurs soll laut Prognosen weiter steigen, wenn auch verlangsamt. Grund für den ständigen Aufschwung sind vor allem Investitionen in der Infrastruktur sowie hohe Ausgaben der Konsumenten. 12 Mittlerweile ist die Republik kein Entwicklungsland mehr, man spricht nun von einem Schwellenland; dies zeigt sich auch in dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Gegensatz zum Rest der Sub-Sahara ist Südafrika klarer Wirtschaftsführer. Im April 2011 wurde Südafrika offiziell in den Kreis der BRIC Staaten mit Brasilien, Russland, Indien und China aufgenommen, welche seither BRICS Staaten genannt werden. Für Subsahara-Afrika ist die Kaprepublik häufig direkter Zulieferer, zum Beispiel bei Lebensmitteln, Maschinen und Ausrüstungen. Für bestimmte Dienstleistungen, etwa im medizinischen Bereich, fliegen Einwohner der Nachbarstaaten häufig nach Johannesburg. Darüber hinaus dient Südafrika als Transportzentrum für Subsahara- Afrika. Der internationale Flughafen O.R. Tambo in Johannesburg ist der meist frequentierte des Kontinents und über zahlreiche Direktflüge mit Asien, Europa und Amerika verbunden. Ein Großteil des Warenumschlags wird über den Hafen in Durban, dem wohl größten der Südhalbkugel, abgewickelt Sub-Sahara Süd Afrika Welt Abbildung 4: BIP pro Kopf in USD im Vergleich 14 Die Entstehung des BIP liegt zum größten Teil im tertiären Sektor. Der sekundäre Sektor leistet den zweitgrößten Beitrag zur BIP-Entstehung und erst dann folgt der primäre Sektor. So stehen daher Finanz-, Immobilien- und Unternehmensdienstleistungen mit 21,2% an der Spitze. Gefolgt wird dies von staatlichen Leistungen wie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen mit einem Beitrag in Höhe von 16,1%. Darauf folgt der Beitrag der verarbeitenden Industrie mit 13,4%. Das restliche BIP entsteht aus den folgenden Quellen: Groß- und Einzelhandel, Restaurant und Hotels (14,5%), Bergbau (9,8%), Transport, Lagerung und Kommunikation (8,2%), 12 vgl. Heiko Stumpf Stumpf 2012c, S in Anlehnung an Worldbank

12 andere Dienstleistungen (6,9%), Baugewerbe (4,5%), Elektrizität, Gas, Wasser (2,9%), Land- und Forstwirtschaft, Jagd- und Fischereigewerbe (2,4%). 15 Aus dieser Übersicht lässt sich erkennen, dass trotz allem der Bergbau noch immer eine wichtige Branche im Land darstellt. Dies begründet sich in den anfangs erwähnten, umfangreichen natürlichen Ressourcen Südafrikas. Die Verwendung des BIP wird mit 81,3% eindeutig durch den Konsum dominiert. Davon sind 60,2% private Ausgaben und 21,1% staatl. Konsum. Auch im Bereich der Investitionen überwiegen die privaten Ausgaben. Von den 19,6% des BIP, die auf Bruttoinvestitionen entfallen, sind 11% privater Natur und 8,6% öffentlich. Der Bereich Außenwirtschaft trägt, bedingt durch das derzeitige Handelsbilanzdefizit (Exporte: 27,4% < Importe: -28,3%), insgesamt -0,9% zur BIP-Verwendung bei. 16 Allgemeine Kennwerte BIP (nominal, Mrd. USD) 364,2 408,7 390,9* 402,2* BIP Wachstum (real, in %) 2,8 3,1 2,6* 3,0* BIP pro Kopf (nominal, USD) * 7635* 7761* Bevölkerung (Mio.) 49,1 50,59 51,2 - Arbeitslosenquote (in %) 23,3 25,2 24,9* - Tabelle 1: Allgemeine Wirtschaftswerte 17 In den nächsten Jahren muss sich die südafrikanische Wirtschaft auf mäßiges Wirtschaftswachstum einstellen, für 2012 werden Steigerungsraten zwischen 2,3 und 2,8% geschätzt, 2013 wird mit einer Zunahme von 3,3 bis 3,7% gerechnet. Die Inflation hat ebenfalls eine steigende Tendenz zu verzeichnen, eine Teuerungsrate von 5% wurde für 2011 gemessen und Experten kalkulieren eine Erhöhung auf 6% für Ende Präsidenten Jacob Zuma (ANC-Regierung) erhoffte sich ein Wirtschaftswachstum von 6% und eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Lande; dieser Versuch ist jedoch gescheitert. 19 Tatsächlich ist die Arbeitslosigkeit sogar gestiegen. Eingeschlossen darin ist das Problem einer sehr ungleichen Einkommensverteilung. Dies spiegeln der aktuelle Gini-Index und die Anzahl der in Armut lebenden Südafrikaner wieder. Mit einem Wert von (100 steht für höchst ungleich) herrscht in Südafrika eine sehr ungleiche Verteilung des Einkommens. Dies bedeutet, dass ein geringer Teil der Bevölkerung einen großen Teil des Einkommens besitzt. Im Vergleich hierzu: Für Deutschland wurde ein Gini-Index in Höhe von ermittelt. 15 vgl. African Economic Outlook 2012, S vgl. African Economic Outlook, 2011, S in Anlehnung an: Stas SA 2012b 18 vgl. Stas SA 2012b 19 vgl. Heiko Stumpf Böhler 2011, S CIA

13 Im Hinblick auf die Analyse der in Armut lebenden Bevölkerung gibt es unterschiedliche Werte, je nachdem, wie die Armutsgrenze definiert worden ist. Laut Aussage des UN Reports zur Erreichung der Millennium Development Goals leben nach den letzten Zahlen 34,8% der Südafrikaner von weniger als USD 2,50 am Tag. 22 Gründe für diese hohen Werte sind hauptsächlich die bereits erwähnte hohe Arbeitslosigkeit und die weiterhin bestehende soziale (Chancen-) Ungleichheit im Land. Südafrika ist somit ein ausgebildetes Industrieland, jedoch liegt die Dritte Welt immer gleich um die Ecke. Stumpf, von Germany Trade & Invest (GTAI), schreibt den misslungenen Versuch des Präsidenten, der weltweiten Konjunkturentwicklung und der damit nachlassenden Nachfrage nach Rohstoffen zu. Hohe Lohnabschlüsse und steigende Strompreise sorgen weiterhin für Kostendruck bei den Unternehmen. Ferner führt die drastische Energieknappheit des Landes zum Hemmnis von Großprojekten, welches die Realisierung von Investitionen hindert. 23 Südafrikanische Firmen halten sich zudem, wegen der noch unsicheren Wirtschaftslage, mit großen Investitionen zurück. Experten zufolge investieren Unternehmen lediglich in die Erneuerung ihrer Anlagen und sehen von Erweiterungsinvestitionen ab. Für 2012 ist deshalb nur mit einer leichten Belebung zu rechnen. Gestützt wird die Wirtschaft deshalb vor allem durch den privaten Konsum und durch die öffentliche Hand. Die Regierung hat diese Probleme erkannt und plant für die nächsten drei Jahre Investitionen in die Infrastruktur von etwa 75 Mrd. Euro. Hauptsächlich werden hier in Verkehrsmittel investiert, neue Schienenwege und Erneuerung der Schienenfahrzeuge sind geplant. 24 Ferner fließen gegenwärtig hohe Investitionen in den Energiesektor Außenhandel Der Außenhandel der Republik verzeichnet stetig positive Zuwächse; mit einem Wachstum von 23,5% der Importe und einem Plus von 19,9% der Exporte zeigt sich eine hohe Zunahme, dennoch gibt es ein Handelsdefizit in Südafrikas Bilanz. Der Bergbausektor, mit seinen günstigen Bodenvorkommen, trägt vorherrschend zum Export bei. Schmucksteine, Perlen sowie mineralische Erzeugnisse und Eisen machen den Königsanteil aus. Importe belaufen sich hauptsächlich auf mineralische Brennstoffe, Maschinen und Anlagen, Vorprodukte zur Weiterbearbeitung und elektrotechnische Erzeugnisse Importe (Mrd. USD) 64,3 80,1 100,5 Exporte (Mrd. USD) 61,1 80,7 97,3 Leistungsbilanzsaldo (in % BIP) -4,1-2,8-3,1 Gesamte Internationale Verschuldung 27,9 22,5 20,8 22 Stas SA 2010, S vgl. Heiko Stumpf vgl. Heiko Stumpf vgl. The n Renewables Initiative vgl. SARS n Revenue Service 2011 und D-Statis

14 Tabelle 2: Außenhandel 27 Für viele afrikanische Länder ist Südafrika im vergangenen Jahrzehnt zu einem der wichtigsten Investoren und Handelspartner geworden, Südafrika wird deswegen oft als eines der Tore nach Afrika bezeichnet. 28 Auch deutsche Firmen investieren gerne in Südafrika und sehen es als ein Sprungbrett ins restliche Afrika. 29 Größter Handelspartner ist die Europäische Union, 32 % der Exporte gehen nach Europa, während 41 % der Importe Südafrikas aus der EU kommen. Innerhalb der EU sind Großbritannien und Deutschland die wichtigsten Handelspartner. 30 Als wichtigste nicht-eu Handelspartner zählen China, Japan und die USA. Am meisten exportiert Südafrika nach China mit einem Anteil von 10,5% der gesamten Ausfuhr, die USA erhält 9% wobei Deutschland 6,5% des gesamten Exportes erhält. Bei der Wareneinfuhr steht China ebenfalls an der Spitze, 13,1% des gesamten Importes kommt aus der chinesischen Republik, dicht gefolgt von deutschen Einführgütern mit 11,7%. 31 Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Südafrika ist wertvoll, die Nachfrage nach Gütern "Made in Germany" ist groß. Südafrika ist einer der wichtigsten Überseemärkte für die deutsche Exportwirtschaft Wirtschaftsbeziehung zu Deutschland Südafrikas Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland sind eng und in den letzten Jahren stetig gewachsen. Im Jahr 2011 betrug der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Südafrika 14,8 Mrd. Rand. Gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet dies ein zweistelliges Wachstum von ca.17%. Damit ist und bleibt Südafrika der wichtigste Handelspartner Deutschlands auf dem afrikanischen Kontinent 33, in der Rangfolge der deutschen Exportwirtschaft steht Südafrika an neunter Stelle. Nach der VR China ist Deutschland das Hauptlieferland Südafrikas. 34 Im Jahr 2011 waren die wesentlichen Exportgüter nach Südafrika: Fahrzeuge und Fahrzeugteile (27,8%), Maschinen (20%), Elektronik (5,8%), Elektrotechnik (6,3%), Chemische Erzeugnisse (13,9%), Chemikalien (5,3%) und Sonstiges (20,9%). 35 Weiterhin unterstützt Deutschland Südafrikas Infrastrukturentwicklungen und sieht potentielle geschäftliche Möglichkeiten. Deutschland will gemeinsam mit südafrikanischen Unternehmen die infrastrukturelle Entwicklung unterstützen. Des Weiteren wurde von beiden Ländern beschlossen, dass sie gemeinsam versuchen, eigenständige und mittelständige Unternehmen zu unterstützen und somit die Exportmöglichkeiten dieser zu steigern. Auch das Personaltraining wird von der Germany- Binational Commission (BNC) unterstützt, vor allem werden 27 in Anlehnung an: Auswärtiges Amt vgl. SAinfo vgl. Sikhakhane vgl. Berger vgl. D-Statis vgl. Heiko Stumpf vgl. BuaNews vgl. Heiko Stumpf GTAI, Wirtschaftstrends kompakt Jahresmitte 2011 Südafrika, 2011, S. 1 GTAI 2012a 7

15 Anstrengungen spezifisch zum Personaltraining der "green jobs" unternommen um somit den Energiesektor zu unterstützen. 36 Bilaterale Beziehungen Importe von Deutschland (Mrd. ) 5,74 7,68 7 Exporte nach Deutschland (Mrd. ) 3,94 5,37 3,92 Importe von EU (Mrd. ) 16,1 21,5 18,15 Exporte zur EU (Mrd. ) 15 17,9 12,38 Bestand deutscher Direktinvestitionen (in Mio. ) 4130 k.a. k.a. Nettozufluss deutscher Direktinvestitionen (in Mio k.a. ) Tabelle 3: Wirtschaftsbeziehung zu Deutschland 37 Die enge ökonomische Verflechtung zwischen den beiden Ländern zeigt sich auch in den zunehmenden gegenseitigen Direktinvestitionen. Im Jahr 2010 wurden unmittelbare deutsche Direktinvestitionen in Höhe von Mio. Euro in Südafrika getätigt. Südafrika investierte hingegen Mio. Euro in Deutschland. Besonders das wachsende Investitionsinteresse Deutschlands am südafrikanischen Wirtschaftsraum spiegelt sich in der Entwicklung der Direktinvestitionen seit 2000 wieder. Deutschland investiert zudem in die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika. Im Zeitraum 2012 und 2013 stellt die Bundesrepublik Deutschland insgesamt 286,9 Mio. Euro zur Verfügung. Davon entfallen 251,4 Mio. Euro auf die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) und 35,5 Mio. Euro auf die Technische Zusammenarbeit (TZ). 38 Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind vertraglich geregelt bzw. vereinfacht worden. Seit April 1998 ist das Investitionsschutzabkommen in Kraft und seit Februar 1975 gilt das Doppelbesteuerungsabkommen. 39 Der Handel mit der Europäischen Union wird außerdem durch ein Trade, Development and Co-operation Agreement (TDCA) genanntes Handelsabkommen erleichtert. Das Land hat jedoch kein Economic Partnership Agreement (EPA) mit der EU unterzeichnet 40, wie es andere Mitglieder der Southern African Custom Union (SACU) getan haben Investitionsklima Besonders um die im Jahr 2010 im Land stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft hatte Südafrika hohe Investitionsraten zu verzeichnen. Mittlerweile sind jedoch sowohl privatwirtschaftliche als auch staatliche 36 vgl. BuaNews in Anlehnung an: Auswärtiges Amt vgl. GTAI vgl. GTAI 2011, S vgl. GTAI 2011, S. 8 8

16 Ausgaben zurückgegangen. Dabei gibt es umfangreiche Budgets und Projekte, insbesondere in den Bereichen Energie, Transport, Telekommunikation und Wasser. 41 Vor allem der Privatsektor hält sich mit Investitionen zurück und hat riesige Rücklagen von über 500 Mrd. R. angesammelt. Gründe für die Vorsicht der Unternehmen sind- neben den globalen Konjunkturrisiken- auch einige Unsicherheitsfaktoren über die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Südafrikas. Zum einen beklagt die Privatwirtschaft schon seit längerer Zeit den unklaren wirtschaftspolitischen Kurs der ANC-Regierung. Hauptursache ist die 2010 von der ANC-Jugendliga angestoßene Debatte über die Verstaatlichung von Bergbaugesellschaften, die sich negativ auf das Investitionsklima auswirkte. Zwar hat die Regierung immer wieder betont, dass die Verstaatlichung von Minen nicht auf dem Programm stehe, dennoch fand diese Idee Unterstützung in Teilen des ANC und der Gewerkschaften. 42 Der einzige Sektor der Vergangenheit mit positivem Investitionsklima ist die Automobilindustrie, nachdem durch den Beschluss des Automotive Production Development Programme (APDP) im Jahr 2008 die langfristige Unterstützung der Branche durch den südafrikanischen Staat feststeht. 43 Neue Investitionen fließen durch die bilaterale Partnerschaft zwischen Deutschland und Südafrika; Deutschland investierte für 2012 und ,9 Mio. Euro in Südafrika für technische und finanzielle Zusammenarbeit. Bei den jüngsten deutsch-südafrikanischen Regierungsverhandlungen wurde vereinbart, diese Mittel zum größten Teil für Finanzielle Zusammenarbeit- und Technische Zusammenarbeit-Vorhaben in den Schwerpunktbereichen der Zusammenarbeit zu verwenden: Energie und Klima (227,5 Mio. Euro). Dabei werden die relevantesten Programme die finanzielle Unterstützung der Erneuerbaren Energien durch den n Power Pool (SAPP) mit 80. Mio. Euro sind und die technischen Vorhaben mit dem Programme for Renewable Energy and Energy Efficiency - n- German Energy Programme/SAGEN (2 Mio. Euro) und dem Skills Development for Climate and Environment Business (Green Jobs) - Phase I (2,5 Mio. Euro) unterstützt. 44 Vor allem der Energiesektor zieht ausländische Investoren an. Im Bereich der Erneuerbaren Energien öffnet Südafrika seinen Markt für Independent Power Producers (IPPs) und konnte in den ersten beiden Ausschreibungsrunden Zuschläge für 47 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 78 Mrd. R vergeben. Ausländische Investoren sind dabei rege beteiligt. In den kommenden Jahren ist ein weiterer Ausbau der regenerativen Energieerzeugung geplant vgl. GTAI 2011, S Stumpf 2012a, S vgl. GTAI 2011, S vgl. GTAI Stumpf 2012a, S. 5 9

17 Dies stellt für deutsche Unternehmen weiterhin eine Chance dar. Expertise und herausragende Produkte in Bereichen mit Investitionsbedarf muss Südafrika derzeit aus dem Ausland importieren. Bereits geplante Budgets und Projekte warten immer noch auf ausländisches Fachwissen in den Bereichen der Erneuerbaren Energien. 10

18 3. Energiemarkt Seit einigen Jahren schon ist der südafrikanische Energiemarkt durch Energiemangel und steigende Preise geprägt. Erst seit kurzem fließen beträchtliche Investitionen in die Energieinfrastruktur und neue Themen wie Erneuerbare Energien und Energieeffizienz werden nun zunehmend diskutiert. Es scheint aber, dass Kohle weiterhin wichtigster Energieträger bleibt. 46 Die Zielrichtung nach der Sicherheit und Unabhängigkeit der Energiebereitstellung ist im großen Interesse der Regierung. Der Energiemarkt trägt mit 15% 47 zum BIP bei und spielt somit eine äußerst wichtige Rolle in der südafrikanischen Wirtschaft. Die Energieknappheit hat für das Image des Investitionsstandortes Südafrika verheerende Folgen, geplante Großprojekte von in- und ausländischen Investoren mussten bereits aufgegeben werden. 48 Trotz Maßnahmen der Regierung durch jüngste Investitionen und Neuerrichtungen von Energieerzeugungsstätten muss sich Südafrika noch bis mindestens 2015 auf Energieknappheit einstellen. 49 Versorgt wird der südafrikanische Energiemarkt zu 95% von dem staatlichen Energieversorger Eskom, seit 2003 hat sich die Regierung zum Ziele gesetzt den Energiemarkt zu liberalisieren und den Marktanteil von Eskom auf 70% zu reduzieren, wobei der Großteil der Übertragungsnetze weiterhin im Besitz von ESKOM verbleiben soll Energiepolitische und gesetzliche Rahmenbedingungen Der südafrikanische Energiemarkt ist staatlich reguliert. Politisch verantwortlich ist das Department of Energy (DoE), dies wurde 2009, unter der neuen Regierung von Jacob Zuma, von dem damaligen Department of Minerals and Energy abgetrennt. 50 Die Ziele des Departments bezüglich der Energieversorgung lauten seitdem: Universal Access and Transformation Bereiter Zugang zu Strom und ein effizienter Energiemix Security of Supply sichere Energieversorgung und ausgewogene Nachfrage Regulation and Competition Marktregulierung Infrastructure effizienteres und wettbewerbsfähiges Energienetz Enviromental Assets Umweltschutz durch erneuerbare Energien Climate Change 46 vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Delien Burger 2011, S vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Departement of Energy 2012b 11

19 Anpassung an den Klimawandel und Linderung dessen Auswirkungen Corporate Governance effiziente und effektive Unternehmensführung 51 Das Department versucht der Energieknappheit und den Problemen der landesweiten Versorgung entgegen zu wirken. Des Weiteren versucht es, das Monopol des Energieanbieters Eskom zu schwächen und die Energieversorgung effizienter und wettbewerbsgerechter zu gestalten. Um das Department zu unterstützen gibt es vier staatseigene Behörden: - NNR (National Nuclear Regulator) - NERSA (National Energy Regulator ) - NECSA (Nuclear Energy Corporation of ) - CEF (Central Energy Fund) Group Bis Ende des Geschäftsjahres 2010/11 gab es für die Stromverteilerindustrie die EDI Holdings (Electricity Distibution Industry Holdings), diese wurde allerdings aufgelöst wobei die Aufgabe nun vom DoE selbst übernommen wird. Die NNR und NERSA sind für die Marktregulierung hinsichtlich Preise, für Atomkraft (NNR) und den restlichen Energiemarkt (NERSA) zuständig. Die Forschung und Entwicklung wird durch NECSA und die CEF Group durchgeführt. Die Stromerzeugung erfolgt durch das ebenfalls staatseigene Unternehmen Eskom. Eskom untersteht dem staatlichen Regulierungsunternehmen NERSA. 52 Der Energieriese Eskom zählt mit seiner maximalen Produktionskapazität von etwa 41GW zu einem der größten Energieunternehmen der Welt. Eskom ist nicht nur Monopolist in der Energieerzeugung sondern auch Eigentümer des Versorgungnetzes. 53 Die Datenbank der International Energy Agency führt über 40 verschiedene südafrikanische Strategien und Maßnahmen zum Thema Energie auf. 54 Die Wichtigsten beschäftigen sich mit dem generellen Energiemarkt Südafrikas und werden im Folgenden kurz vorgestellt. White Paper on Energy Policy for (1998): Ziele der Energiepolitik wurden grob festgelegt. Vor allem soll das Wirtschaftswachstum angeregt, der Zugang zu Elektrizität erleichtert und der Energiemix diversifiziert werden. Integrated Energy Plan for the Republic of (2003) 55 : Überholung der Ziele des White Papers von 1998 bzw. Spezifizierung und die Anpassung an die gegenwärtigen Bedingungen. Es stellt eine 51 vgl. Departement of Energy 2011a 52 vgl. Departement of Energy 2012b 53 vgl. Eskom 2012a 54 vgl. International Energy Agency, WEO Database, 12

20 Bewertung der Investitionsmöglichkeiten für Energieproduktion und Versorgung dar. Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte werden dabei in Betracht gezogen. Der Energiesektor soll diversifiziert werden. Gas, erneuerbare und alternative Energien sollen verstärkt genutzt werden. Energieeffizienz und Umweltschutz sollen gefördert werden. Trotzdem betont der Plan die Abhängigkeit für die nächsten Jahre von Kohle und der Auf- und Ausbau von Kernkraftwerken. White Paper on Renewable Energy (2003): Beurteilte erstmals konkret das Potential der Erneuerbaren Energien in Südafrika. Dieses White Paper war bis dahin die wichtigste energiepolitische Grundlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energie in Südafrika. Gemäß dem Plan sollte der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2013 auf 4% der Elektrizitätsproduktion angehoben werden, dies würde 10000GWh entsprechen. Die betrachteten Energieträger waren Wind, Biomasse, Solarenergie und kleinere Wasserkraftprojekte. Zudem war vorgesehen, die Monopolstellung von Eskom durch regionale Elektrizitätsanbieter zu schwächen und dessen Investitionslast zu verringern. Die Aufgliederung sollte in die Regional Eletricity Distributors (RED) erfolgen. Entgegen der Ankündigung wurde nach Ablauf der Hälfte der Laufzeit des Programms kein umfassender Statusbericht veröffentlicht, stattdessen wurde von dem damals noch zuständigen Department of Minerals and Energy im Oktober 2008 eine kurze Zusammenfassung veröffentlicht. Gemäß dieser wurden nur unzureichende Maßnahmen getroffen, lediglich 3% der auszubauenden GWh wurden erreicht. Electricity Regulation Act (2006): Legte eine Lizenzierung und Regulierung der stromerzeugenden Industrie fest. Dementsprechend müssen alle geplanten netzgebundenen Erneuerbaren Projekte eine Erzeugerlizenz beantragen. National Energy Act (2008): Regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Energiesektor wobei es die Sicherung der Energiebereitstellung und der Energieplanung beinhaltet. Das Energiegesetz soll gewährleisten, dass Energie, erzeugt aus einem ausgewogenen Energiemix, in ausreichender Menge und zu erschwinglichen Preisen für die Wirtschaft zur Verfügung steht. Weiterhin enthält das Gesetz genauere Bestimmungen, die sich auf den Einstieg in erneuerbare Energien beziehen. Es soll einen Mindestbeitrag von Erneuerbaren gewährleisten, die Art von Ressourcen welche genutzt werden dürfen, werden definiert und die Maßnahmen festlegt, die die Produktion, Verbrauch von und Forschung zu Erneuerbaren Energie fördern. 56 Darunter fällt auch das South African National Energy Development Institute (SANEDI), das aus der Zusammenführung des African National Research Institute (SANERI) und der National Energy Efficiency Agency (NEEA) entstanden ist. Energieeffizienz steht im Mittelpunkt der Forschungsvorhaben. Energy Efficency Strategy (2008): Diese Strategie ist ein besonders wichtiger Schritt in Südafrikas Energiewirtschaft. In einem drei Phasenplan wurde eine Reduzierung des nationalen Energiebedarfs und eine Erhöhung der Energieeffizienz bis 2015 festgeschrieben. Um diese Ziele zu erreichen, wurden Energiesektoren mit 55 vgl. Department of Minerals and Energy, Integrated Energy Plan for the Republic of, 2003, S.4 56 vgl. Posorski und Werner 2009, S

21 bestimmten Leistungszielen und Maßnahmen für Industrie und Bergbau, kommerzielle und öffentliche Gebäude, Wohnbereich und Transport festgelegt. Integrated Resource Plan for Electricity (2011): Der neuste Energieplan beinhaltet die langfristige Planung der Elektrizitätskapazität. Er behandelt die Kapazitätsausweitung des Stromnetzes und die Zusammensetzung des Energiemixes. Der Anteil von Kohle soll abnehmen, dafür sollen Nuklearenergie und erneuerbare Ressourcen zunehmend zur Elektrizitätserzeugung beitragen. Der Plan formuliert für energiepolitische Teilbereiche Strategien und Maßnahmen. Es gibt Pläne für Strom- und Gasversorgung, Emissionsausstoß, Klimawandel, Luftqualität und erneuerbare Energien. Besonders letztere stehen derzeit im Mittelpunkt der südafrikanischen Energiepolitik. Dementsprechend sind weitere Details zu diesem Thema untenstehend zu Erneuerbaren Energien zu finden Energieerzeugung und Verbrauch Im Jahr 2011 verfügte das gesamte südliche Afrika über eine Energieerzeugungskapazität von rund 50 GW. Davon entfielen über 80% auf den Wirtschaftsgiganten Südafrika. 58 Beim Verbrauch sieht es ähnlich aus; Südafrika ist auf dem afrikanischen Kontinent klarer Führer in der Energieerzeugung, aber auch im Verbrauch. 57 vgl. International Energy Agency, WEO Database, 58 vgl. Carsten Ehlers 2012a 14

22 Abbildung 5: Vergleich Stromverbrauch 59 Die installierte Gesamtkapazität des Lande beträgt etwa 44 GW, der Bedarf wird aktuell auf etwa 36,5 GW geschätzt; es muss aber beachten ist werden, dass die Gesamtkapazität nur erreicht wird, wenn alle Kraftwerke gleichzeitig in Betrieb sind. Das ist aber nicht oder nur sehr selten der Fall, deswegen kommt es in Stoßzeiten zu bedeutendem Strommangel. 60 In den Staaten der Southern African Development Community (SADC) wird Schätzungen der UNDP und der WHO zufolge derzeit durchschnittlich nur ein Drittel der Bevölkerung mit Strom versorgt, während in Südafrika aber etwa 75% der Bevölkerung einen Stromanschluss besitzen. Die installierte Kapazität Südafrikas von 44 GW macht ca. 85 % der installierten Kraftwerkskapazität aller SADC Staaten von fast 50 GW aus. Zum Vergleich: Deutschlands installierte Kapazitäten belaufen sich auf 170GW Worldbank vgl. GreenCape Initative 2012, S vgl. Carsten Ehlers 2012a, S

23 Die Energie in Südafrika wird hauptsächlich durch fossile Energieträger gewonnen, zum größten Teil durch die Kohleverbrennung. 62 Dies hängt damit zusammen, dass Südafrika ein großes Kohlevorkommen im eigenen Land besitzt und dieses abgebaut werden kann. Deswegen setzt der staatliche Energieversorger bei seinen Kraftwerksneubauten vor allem auf den für ihn kostengünstigen traditionellen Energieträger Kohle. 63 Der Anteil der erneuerbaren Energien, wie Wind- und Solarenergie, ist dabei überaus gering. Ohne Wasserkraft machen Erneuerbare Energien gerade 0,3% der gesamten Produktion aus. 4.82% 5.50% 4.37% 85.31% Kohle Nuklear EE Erdgas Abbildung 6: Stromerzeugung nach Energieträger (Erneuerbare Energien inklusiv Wasserenergie) 64 Die gesamte Energieproduktion lag in 2011 bei GW/h 65, das entspricht ca. 40% dessen, was Deutschland im gleichen Jahr produzierte. Eskom erzeugte davon GW/h oder, anders ausgedrückt, 92,5% der jährlichen Energieerzeugung. 66 Etwa GWh der Produktion wurde 2011 in die Nachbarländer exportiert, wobei aber GWh importiert wurden. 67 Der gesamte Verbrauch belief sich 2009 auf GW/h, die folgenden Tabelle und Abbildung zeigen die Aufteilung des Verbrauchs. Sektor Anteil des Gesamtverbrauchs GW/h Verbrauch Privat 21% Kommerziell 15% Industriell 43% Bergbau 16% Landwirtschaft 3% Beförderung des Stroms 2% Total 100% Tabelle 4: Energieverbrauch nach Sektor vgl. Edkins et al vgl. Carsten Ehlers in Anlehnung an:greencape Initative 2012, S vgl. Stas SA 2012a, S vgl. Stas SA 2012a, S vgl. Stas SA 2012a, S In Anlehnung an: Du Toit 2010, S

24 Untenstehende Abbildung stellt zudem den Energieverbrauch nach Sektor graphisch dar. Energieverbrauch nach Sektor 16% 3% 2% 21% Privat Kommerziel Industriell 15% Bergbau Landwirtschaft 43% Beförderung Abbildung 7: Energieverbrauch nach Sektor 69 Der Pro-Kopf Stromverbrauch lag 2009 bei etwa 4900 kwh, das entspricht etwa 60% des Verbrauchs in Deutschland. 70 Seit 2007/2008 kam es immer wieder zu Versorgungsengpässen mit erheblichen Ausfällen in der landesweiten Stromversorgung. Bereits lange zuvor wurde gewarnt, dass die Erzeugungskapazitäten den steigenden Bedarf nicht mehr decken würden. Zu Zeiten hoher Energielasten konnte deswegen seit 2003 keine durchgängige Versorgung von Elektrizität gewährleistet werden und so kam es immer wieder zu Stromabschaltungen (dem sogenannten Load Shedding ). Auch im Winter 2012 hat Südafrika mit enormem Energiemangel zu kämpfen, wegen Ausfall eines Kraftwerkes, stehen nur 1% Bufferkapazität während Stoßzeiten zu Verfügung. Verfügbare Kapazitäten beliefen sich auf MW; wobei in Stoßzeiten eine Nachfrage von MW gemessen wurde. Das bedeutet der Unterschied zwischen Stoßzeitnachfrage und verfügbarer Kapazität waren gerade einmalgeringe 322 MW. 71 Der politische Wille zur Abhilfe ist deutlich sichtbar, doch muss Südafrika, wie bereits erwähnt, noch bis ca mit diesem Problem ausharren. Kurzfristige Abhilfe ist kaum von den unter ökonomisch schwierigen Bedingungen betriebenen Gaskraftwerken zu erwarten; zusätzlich fällt erschwerend ins Gewicht, dass die Kohlekraftwerke und das Stromnetz seit Jahren unter mangelnder Instandhaltung leiden. 69 In Anlehnung an: Du Toit 2010, S vgl. Stas SA 2012c, S vgl. Reuters

25 3.3. Das Stromnetz Eskom betreibt und unterhält das staatliche Stromnetze. Das Übertragungssystem in Südafrika besteht aus verschiedenen Hochspannungs-Freileitungen, mit Spannungen zwischen 132kV und 765kV besteht das Eskom-Netz aus 153 Umspannwerken mit einer Gesamtlänge des Netzes von fast km. Davon sind km Hochspannungsüberlandleitungen, km Verteilungsleitungen, km Stromleitungen und km Erdkabelnetz. 72 Trotz Eskoms Monopolstellung ist die Stromverteilerindustrie stark gefächert, es existieren 187 lizensierte kommunale Verteilergesellschaften, von denen viele nur relativ kleine Kundenzahlen, Verkäufe und Umsätze haben. Eskom hat den größten Absatz am Verteilergeschäft und versorgt landesweit 47% aller Kunden. 73 Das Übertragungsnetz hatte die letzten Jahre wegen zu großer Nachfrage mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Um denen entgegenzutreten, wurde in den letzten Jahren der Ausbau des Netzes langsam vorangetrieben. Die wichtigste Erweiterung ist eine neue 400 kv-übertragungsleitung und drei neue Umspannwerke, um die Versorgung des Platinum Basins in Gauteng zu verstärken. Weitere Projekte sind bis 2020 geplant. Die Schwächen des Stromnetzes geben bei Ausbauzielen der Energiekapazitäten zu bedenken, bezüglich der Erneuerbaren Energien im Western Cape hat eine aktuelle GIZ Studie gezeigt, dass es möglich sei, mindestens 2,8 GW an Erneuerbaren einzuspeisen. Dies soll ohne zusätzliche Verteilernetze aufzubauen oder die Versorgung zu gefährden, möglich sein vgl. Eskom 2012b, S vgl. Posorski und Werner 2009, S vgl. GIZ

26 Abbildung 8: Eskom Übertragungsnetz mit Kraftwerken Eskom

27 3.4. Die Strompreise Vor allem die Versorgungsengpässe und die dadurch entstanden Stromausfälle seit 2008 zeigten, dass die in der Vergangenheit zu niedrigen Strompreise neue Kapitalinvestitionen für Eskom nicht ermöglichten. Im Jahr 2009 verabschiedete NERSA eine mehrjährige Strategie, die Multi Year Price Determination (MYPD), welche die südafrikanischen Strompreise drastisch erhöht. Im Einzelnen sah die Vereinbarung Erhöhungen von 31,3 % in 2009/10, 24,8% in 2010/11 und eine geplante Erhöhung von 25,9% in 2012/13. Im Oktober 2012 reichte Eskom eine neue Bewerbung zur Erhöhung der Strompreise ein, bis 2017/2018 will Eskom jährlich etwa 16% höhere Preise verlangen. Die Öffentlichkeit hatte bis Ende November Zeit den Plan zu kommentieren. Nach Kommentation und Nachforschungen äußerte sich Anfang Dezember 2012 die Business Unity, dass eine Preissteigerung von 10,8% ausreichend sei. Eine zu hohe Preissteigerung würde die Wirtschaft und Haushälter auf lange Sicht negativ beeinflussen. Ein endgültiger Entschluss zum MYPD3 wird von NERSA im Februar 2013 getroffen. Im diesem Zusammenhang gibt es bereits eine erste Kohlendioxid-Steuer in Höhe von 2 Rand Cent/kWh. Strom erzeugt aus Erneuerbaren Energien ist dabei steuerfrei. 76 Die untenstehende Tabelle zeigt den momentanen Vorschlag zum dritten MYPD von Eskom. Jahr Preissteigerung Preis in ZAR 2012/ ,9% 0,65/kWh 2013/ ,8-16%* 0,72-0,75/kWh* 2015/ ,8-16%* 0,79-0,88/kWh* 2016/ ,8-16%* 0,88-1,02/kWh* 2017/ ,8-16%* 0,98-1,18/kWh* Tabelle 5: Progonose der Strompreise bis Energieeffizienz in Südafrika Südafrika fördert, neben dem Einsatz von erneuerbaren Energien, auch die Energieeffizienz im eigenen Land. Die hauptsächlichen Beweggründe hierfür sind der akute Energiemangel und der hohe Energieverbrauch, sowie die sich daraus ergebenden Folgen wie hoher Emissionsausstoß und wirtschaftliche Verluste. In der ersten Strategie zur Energieeffizienz des Landes heißt es, dass Energie, auch aufgrund der niedrigen Preise, bisher als selbstverständlich angesehen worden sei, sich dieses Verständnis jedoch ändern müsse. Es ist erkannt worden, dass Südafrika, besonders vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung in allen drei Bereichen (sozial, wirtschaftlich und ökologisch) seine Energienutzung verändern muss. Die Energieeffizienz wird dabei als kosteneinsparendes, emissionsreduzierendes Instrument angesehen, das zugleich einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Landes leistet. 78 Als eines der wenigen Länder weltweit hat Südafrika dabei im Rahmen seiner Strategie für Energieeffizienz aus dem Jahr 2005 ein konkretes Ziel festgelegt. Bis zum Jahr 2015 soll die Energienachfrage um 12% gegenüber der 76 vgl. Carsten Ehlers 2012a, S In Anlehnung an: Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Department of Minerals and Energy 2005, S. 1 20

28 im business-as-usual-szenario projizierten Nachfrage reduziert werden. Industrie, Gebäude, Privathaushalte und Transport sind die vier Gebiete in denen Energieeffizienz wirkungsvoll greifen kann. 79 Abbildung 9: Projizierte vs. geplante Nachfrageentwicklung Südafrikas im Rahmen der nationalen Strategie zur Energieeffizienz 80 Für die Sicherung der Stromversorgung des Landes, die im Mittelpunkt des Energiesektors Südafrikas steht, setzt der südafrikanische Versorger Eskom, wie viele Versorger in anderen Ländern, die mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben/hatten auf Demand Side Management. Demand Side Management (DSM) is a measure taken by electric utilities to influence the amount or timing of customers energy demand, in order to utilize scarce electric supply resources more efficiently. 81 Eskom versucht durch verschiedenste Maßnahmen das Nutzungsverhalten der Verbraucher zu ändern und damit den immer wieder auftretenden Engpässen entgegen zu wirken. Das entsprechende Programm des Unternehmens nennt sich Integrated Demand Management (IDM). Der Fokus von IDM liegt auf folgenden Aspekten: 82 Energy Efficiency Demand Side Management (EEDSM) Identifizieren und Fördern von effizienterem Stromverbrauch durch verbesserte Technologien und Verhaltensänderungen Energy Management Programme (EMP) Unterstützung von Industriekunden bei der Verbesserung der Energieeffizienz Solar Water Heating Programme Bereitstellung von finanziellen Anreizen zum Wechsel zur solaren Wassererhitzung Kampagnen um den bewussten Umgang mit Energie zu fördern 79 Department of Minerals and Energy 2005, S Department of Minerals and Energy 2005, S Panayiotis und Romanos 2007, S Eskom

29 Interne, koordinierte Energieeffizienzprogramme o 15% interne Einsparung bis 2015 o Interne Einsparung in Höhe von 1 Milliarde kwh bis 2012/13 Energy Conservation Scheme (ECS) Einsparungen in Höhe von 10% bei Konsumenten, die mehr als 25GWh pro Jahr verbrauchen, zu erreichen Demand Response (DR) Rückzahlungen an Kunden, die ihren Verbrauch entsprechend den Vorgaben reduzieren um Nachfrage und Angebot auszugleichen Energieeffizienz wird zunehmend zu einem wichtigen Aspekt südafrikanischer Studien zur langfristigen Minderung des Treibhausgasausstoßes. Hier werden mögliche Szenarien zur Emissionsreduktion betrachtet und bezüglich Verfügbarkeit, Auswirkungen, Einsparungen und Kosten untersucht. Aus diesen Szenarien, offiziell als Long Term Mitigation Szenarios (LTMS) bezeichnet, 83 ergeben sich strategische Optionen für das Land. Einen allgemeinen Überblick zur Energieeffizienz in Südafrika gibt der Energy Efficiency Report von Enerdata vom Februar Besonders deutlich wird hier die niedrige Energieeffizienz der Industrie und der Energieerzeugung beschrieben ebenso wie deren bereits erwähnte hohe CO2-Intensität. Der Emissionsausstoß pro Kopf macht im Vergleich zum EU-Durchschnitt auf den ersten Blick einen positiven Eindruck. Bedenkt man jedoch den unterschiedlichen Entwicklungsstand der beiden Regionen, dann wird klar, dass Südafrika für ein Schwellenland mit 6,9t/ Kopf bereits einen sehr hohen pro Kopf Wert hat. Laut OECD verursacht das Land z. B. mehr Emissionen (pro Kopf) als Indien, Brasilien und China, den großen BRICS Staaten. 84 Mehr zur Energieeffizienz und Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen können Sie unserer Zielgruppenanalyse zur Energieeffizienz in Südafrika entnehmen Neue Entwicklungen auf dem Energiemarkt Der Energiemarkt in Südafrika befindet sich im Wandel, die Energiekrisen haben politische Aufmerksamkeit bekommen und die Regierung versucht den Energiemangel mit hoher Priorität zu bekämpfen. Es wurde erkannt, dass Veränderungen im Energiesektor notwendig sind um Südafrika wirtschaftlich, sozial und auch ökologisch bei einem weiteren Wachstum zu unterstützen. Einige Strategien im Bereich erneuerbare Energien, Klimaschutz und Energieeffizienz wurden entwickelt und Programme gestartet, bis dato wurden zwar Verträge unterschrieben aber es wird noch kein Strom produziert. Der oben angesprochene Integrated Ressource Plan (IRP) ist der aktuellste Plan welcher sich mit der Bereitstellung der Energie beschäftigt. Der IRP ist ein Langzeitplan für die nächsten 20 Jahre bezüglich des Energiebedarfs in Südafrika, dabei beschreibt er detailliert wie der Energiebedarf befriedigt werden soll und mit welchen Kosten gerechnet werden muss. Der IRP geht für diese Zeit von einem gleichmäßigen Wirtschaftswachstum mit einem durchschnittlichen BIP von 83 Department of Environment Affairs and Tourism

30 4,6% aus. Der projizierte Bedarf in 20 Jahren wird MW neu installierte Kapazität und eine Reduzierung des Bedarfs von MW in Stoßzeiten benötigen; dies zu erreichen ist das Ziel des IRP. Die Regierung hat im Mai 2012 die überarbeitete und kommentierte Version des IRP vorgelegt. Um die für 2030 als notwendig vorausgesagten 89 GW an Gesamtkapazität zu erreichen, müssen zusätzlich zu bestehenden Kraftwerke neue Erzeugungskapazität errichtet werden. Die Regierung will aus Gründen der Emissionsreduzierung auch auf Erneuerbare Energien setzten, deswegen sind davon ca. 18 GW Erneuerbare Energien geplant. Wobei 9,6 GW Nuklear und 16 GW Kohle neuinstalliert werden sollen, die untenstehende Tabelle zeigt die genaue Aufteilung des Planes. 85 Energieträger neue Kapazität von 2010 bis 2030 Gesamte Kapazität in 2030 MW % MW % Kohle , ,9 OCGT , ,2 CCGT , ,6 Wasserkraft ,3 Atomkraft , ,7 Wasskraft , ,3 Windenergie , CSP , ,3 PV , ,4 Andere ,0 Total Tabelle 6: Übersicht neue Energiekapazitäten pro Energieträger bis Bislang wurden Projekte mit einer Gesamtkapazität von etwa 14,5 GW beschlossen. Eskom lässt einige Kraftwerke neu bauen, beziehungsweise bestehende modernisieren. Dabei setzt der staatliche Monopolist mit den beiden Grundlast-Kohlekraftwerke Medupi und Kusile hauptsächlich auf Kohle. Medupi wird eine Kapazität von 4,8 GW haben und damit weltweit das viertgrößte Kohlekraftwerk sein. Die Inbetriebnahme zögert sich immer wieder hinaus und ist nun für Oktober 2013 angekündigt. 87 Das Wärmekraftwerk Kusile bei Witbank soll um 4,8 GW erweitert werden. Hier wird es zum ersten Mal in Südafrika eine Rauchgasentschwefelungsanlage geben. Auch die verstärkte Nutzung von Atomkraft bleibt in Südafrika Thema. Neben dem bereits betriebenen Atomkraftwerk in 85 vgl. Departement of Energy 2011b, S In Anlehnung an: Departement of Energy 2011b, S vgl. Carsten Ehlers 2012a, S

31 Koeberg bei Kapstadt hat die Energieministerin Dipuo Peters 2011 einen entsprechenden Vorschlag für ein weiteres Atomkraftwerk im Kabinett eingereicht. Vorgesehen war die Ausschreibungen für private Anbieter bereits 2012 zu starten, allerdings hat sich dies bis auf weiteres verschoben. 88 Durch Ausschreibungen für private Anbieter für Projekte im Bereich der Erneuerbaren vollzieht sich eine weitere, für den lokalen Energiesektor revolutionäre Neuerung: Für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sollen fast ausschließlich Independent Power Producers (IPP) zum Zuge kommen. 89 Auf diese Weise will die Regierung die Liberalisierung des Energiemarktes vorantreiben. Mehr dazu in Kapitel 4 unter den Rahmenbedingungen der Erneuerbaren Überblick Erneuerbare Energien in Südafrika Das Potenzial Erneuerbarer Energien in Südafrika ist groß, hohe Sonneneinstrahlungen und gute Windverhältnisse in schwach besiedelten Flächen begünstigen eine Nutzung der natürlichen Ressourcen. Dennoch entwickelte Südafrika das Potenzial seiner erneuerbaren Energien nur sehr langsam, was vor allem an dem günstigen Strom aus Kohlekraftwerken lag. Bereits 2008 veröffentlichte das damals noch zuständige Department of Minerals and Energy eine Untersuchung der Potentiale der einzelnen Erneuerbaren Energie Technologien in Südafrika; die nachfolgende Tabelle illustriert die Dominanz der Windenergie, die Photovoltaik wurde in dieser Studie nicht berücksichtigt. Technologie Potentzial in GWh Wind Wasser CSP Biomasse 110 Biokraftstoffe Tabelle 7: Potential der Erneuerbaren Energien in Südafrika 90 Der momentane Anteil erneuerbarer Energien ist gering, 2011 lag ihr Anteil am Energieverbrauch bei 0,3 % (ohne Wasserkraft), wobei ein Drittel der Erneuerbaren Energien zurzeit durch Solaranwendungen wie solare Warmwasserbereiter bereitgestellt wird. Die jährliche Produktion liegt bei einer Kapazität von 242 MW, welche durch m² Solarkollektoren in hauptsächlich Privathaushalten stammt. Im Bereich der Windenergie speist soweit nur ein Windpark mit 5,2 MW in das Stromnetz ein vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Carsten Ehlers 2012b, S In Anlehnung an: Modise vgl. Posorski und Werner 2009, S

32 Der vom Energieministerium neu veröffentlichte Strategieplan für den Energiesektor, Integrated Ressource Plan (IRP), steckt nun aber hohe Ziele. Die südafrikanische Regierung hat sich bereiterklärt ungefähr 18 GW bis 2030 aus Erneuerbaren Energien zu beziehen. Rund 42% der zwischen 2010 und 2030 neu installierten Stromkapazität sollen aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden. 92 Das stabile Wirtschaftswachstum, die Energieknappheit, der politische Wille sowie die natürlichen Gegebenheiten schaffen in Südafrika optimale Voraussetzungen für Erneuerbare Energien. 93 Das 2012/2013 Programm Erneuerbare Energien mit 100 Milliarden Rand genießt höchste Prioritätsstufe. Die Regierung hat erkannt, dass Südafrika einen ausgewogenen Energiemix benötigt, um die vielfach verfügbaren natürlichen Ressourcen verwenden zu können. 94 Die untenstehende Abbildung zeigt die Ambitionen des DoE bis 2030, wobei die Zuteilung für Windenergie und PV Solar dabei am höchsten ausfallen. Abbildung 10: Die Ausbauziele der Erneuerbaren Energien bis Sehr ambitioniert will die Regierung bis 2016 bereits MW an Erneuerbaren installieren, dem entsprächen 9% der gesamten Energieversorgung. Untenstehende Tabelle und Kreisdiagram geben einen Überblick über die mittelfristige Beschaffung bis vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. Departement of Energy 2012a, S In Anlehnung an: The n Renewables Initiative 2011, S. 3 25

33 Technologie Kapazität Anteil Onshore Wind 1850 MW 49,7 % PV Solar 1450 MW 38,9 % CSP 200 MW 5,4 % Kleinprojekte 100 MW 2,6 % Kleinwasserkraftwerke 75 MW 2 % Gas 25 MW 0,67 % Biomasse 12,5 MW 0,36 % Biogas 12,5 MW 0,36 % Tabelle 8: Aufteilung der Erneuerbaren Energie Technologien bis Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung im Kreisdiagram zur Verdeutlichung der Konzentration auf Wind- und PV Solarenergie % 49.70% Wind CSP Solar PV Biomass Biogas Kleine Hydro Klein-Projekte 5.40% Abbildung 11: Energieträgeranteile bis Die Regierung hat Erneuerbare als einen Prioritätsfaktor in ihrem Industrial Policy Action Plan mit Fokus auf Herstellung von Erneuerbaren Technologien. Im Februar 2011 hat der Minister of Economic Development Investitionen von 25 Millionen ZAR (2,46 Millionen Euro) dem Öko-Markt zugesichert. Der Ökostrom hat für Südafrika positive Effekte in der Technologieentwicklung, in der Produktion, im Betrieb und der Instandhaltung von Anlagen. Die Regierung erhofft sich dadurch bis zu neue Arbeitsplätze in der Produktion zu schaffen. 96 in Anlehnung an: Departement of Energy 2011b, S in Anlehnung an: Departement of Energy 2011b, S

34 Die erste von fünf Ausschreibungsrunden für Erneuerbare Energien startete im August 2011 als das DoE erstmals ein Request for Proposal (RFP) unter dem IPP Procurement Program veröffentlichte. Diese Ausschreibung verpflichtete die Regierung die eben genannten MW an Erneuerbaren Energien bis 2016 zu erwerben und repräsentiert einen bedeutenden Schritt zur Markteinführung von Erneuerbaren im großen Maßstab. Bis zum 4. November 2011 hatten Anbieter von Erneuerbaren Energien Zeit ihre Projekte beim DoE einzureichen, dieses entschied sich anschließend am 7. Dezember 2011 für 28 Anbieter mit Projekten von insgesamt 1400 MW. Im Juni 2012 sollten dann die Power Purchase Aggreements mit Eskom unterschrieben werden, allerdings kam es zu einigen Schwierigkeiten seitens der Regierung und die endgültigen Verträge konnten erst am 5. November 2012 geschlossen werden. Auch die sogenannten Preffered Bidders der zweiten Ausschreibungsrunde wurden bereits ausgewählt und die Bewerbungsphase für die dritte Runde ist im Gange. Im Dezember 2011 wurden insgesamt 18 Solar PV Projekte mit 632 MW vergeben und im Mai 2012 gingen 417 MW an weitere 9 Projekte. Für die restlichen Runden bis 2016 bleiben für die Solarenergie noch weitere 401 MW zur Vergabe übrig. 98 Nach der erfolgreichen Abwicklung und dem Baubeginn der ersten Projekte hat das DoE außerdem ein weiteres Fenster bis 2020 eröffnet, weitere 3200 MW an Erneuerbaren Energie Projekten werden vergeben. Weiterhin besteht die Dominanz in der Wind- und Solarenergie, untenstehende Tabelle gibt Information über die genaue Allokation. Technologie Kapazität Anteil On Shore Wind 1470 MW 45,9% PV Solar 1075 MW 33,6% CSP 400 MW 12,5% Kleinprojekte 100 MW 3,1% Kleinwasserkraftwerke 60 MW 1,9% Biomass 47,5 MW 1,5% Biogas 47,5 MW 1,5% Tabelle 9: Allokation bis vgl. Morkel

35 33.6% 12.5% 45.9% Wind CSP Solar PV Biomass Biogas Kleine Hydro Klein-Projekte Abbildung 12: Allokation bis

36 4. Gesetzliche Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien Wie im vorherigen Kapitel gezeigt, legt der IRP bis 2030 eine Beschaffung von 18 GW Erneuerbaren Energien fest, wovon 8,4 GW Solar PV sein sollen. Bis 2016 will die Regierung durch das Renewable Energy Independent Power Producer Program (REIPP) insgesamt MW beschaffen und bis 2020 weiter 3200 MW. Der zuerst vorgesehen Renewable Energy Feed-In Tariff (REFIT), der eine Angebotsabgabe auf Grundlage von festen Einspeisetarifen vorsah, wurde durch den neuen Ansatz des Competitive Bidding (REBID) ersetzt; dies beruht auf einem zweiphasigen Angebotssystem, in dem die Anbieter anhand Evaluationskriterien bewertet werden. 99 REN 21 definiert Competitive Bidding als ein Ausschreibungswettbewerb welcher Verträge an Entwickler und Betreiber von Erneuerbaren Energie zu fixen Kapazitäten vergibt. Das Ziel dieses Prozesses ist den Preis der Erneuerbaren Energien zu minimieren. Competitive Bidding ist seit über zwei Jahrzehnten in der Erneuerbaren Welt vertreten und wird in über 20 Ländern weltweit genutzt. 100 Die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien ist von verschiedenen Akteuren abhängig, zum Teil bereits vorgestellt im Energiemarkt. An oberster Stelle steht auch hier das Department of Energy, welches vor allem durch die Regulierung des Strommarktes von NERSA unterstützt wird. Eskom spielt eine wichtige Rolle bei der Einspeisung und ist für die Vergütung der privaten Anbieter zuständig. Die folgenden Kapitel erläutern den Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Akteuren, dem Vergabeverfahren und den jeweiligen Arbeitsschritten um als privater Anbieter Energie zu verkaufen Öffentliches Vergabeverfahren und Ausschreibungen Mit dem Renewable Energy Independent Power Producer Program (REIPP) fiel am 3. August 2011 fiel der Startschuss der Erneuerbaren Energien in Südafrika; in 5 Ausschreibungsrunden wird die Regierung MW an private Anbieter vergeben, im Moment läuft die dritte Runde. Während die Power Purchase Agreements der ersten Runde nun unterschrieben sind und mit Bauarbeiten bereits begonnen wurde, hat das DoE Ausschreibungen bis 2020 eröffnet. Neben der Behebung des Energiemangels beabsichtigt die Regierung die sozio-ökonomische und nachhaltige Entwicklung des Landes zu unterstützen. Beabsichtigt sind die Schaffung neuer Arbeitsplätze und neuer Qualifikationen sowie Entwicklungshilfen für die ländlichen Gegenden. 101 Bei 99 vgl. Carsten Ehlers 2012a, S vgl. REN vgl. Departement of Energy 2012c 29

37 diesen neuen Projekten zählt das Betreiben durch private Anbieter, die sogenannten Independent Power Producer (IPP) als Grundvoraussetzung. 102 In den Ausschreibungen können IPP hierbei auf ein Power Purchase Agreement bieten. Anbieter werden vom DoE nach verschiedenen Kriterien überprüft. Ausgewählten Anbietern, den Preferred Bidders, wird eine Stromerzeugungslizenz für eine Periode von 20 Jahren ausgestellt. Das genauere Genehmigungsverfahren für einen IPP wird in Kapitel 4.2 genauer beschrieben Teilnahme an Ausschreibungen - Request for Proposal Für die Teilnahme an dem Ausschreibungswettbewerb muss ein RFP-Dokument vom DoE für eine nicht erstattungsfähige Gebühr von R (EUR1.475) erworben werden. Dieses muss ausgefüllt und bis zu einer entsprechenden Frist eingereicht werden. Bei Gebotsabgabe muss ein zukünftiger IPP eine Kaution von R (EUR9836) pro angebotenen MW bei einer Südafrikanischen Bank als Sicherheit hinterlegen, bei späterem Erreichen des Preferred Bidder Status müssen R pro MW als Sicherheit hinterlegt werden. 103 Es wird geschätzt, dass die Teilnahme an Ausschreibung etwa 2-4 Millionen Rand pro Gebot kostet. Die behördlichen Maßnahmen eines typischen Projektes von erneuerbaren Energien werden in verschiedene Arbeitsbereiche eingeteilt, zur Terminologie werden diese im Folgenden kurz vorgestellt., in Kapitel 4.6 wird ein schrittweiser Prozess zur Zulassung eines Projektes gegeben. Landnutzungsplan: Wird benötigt um Land zu mieten oder zu erwerben auf dem ein Kraftwerk erbaut werden soll. In Südafrika muss bei Teilung von Landparzellen und/oder einer Veränderung der Nutzung eine Erlaubnis eingeholt werden. Die verantwortlichen Stellen hierfür sind die Provinz- und Gemeindeverwaltungen. Environmental Impact Assesment: Um Solaranlagen zu bauen muss ein Environmental Impact Assesment (EIA), eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Die Beschaffung eines EIA s kann bis zu 24 Monaten dauern und sollte durch einen EIA Consultant unterstützt werden. Unter anderem werden in diesem Assessment archäologische, paläontologisch und zoologische Gegebenheiten überprüft. Faktoren wie optische Veränderungen, das Wasservorkommen und die Beeinträchtigung andere Umweltfaktoren sind gleichermaßen bedeutend. Netzanschluss: Um erzeugte Energie einzuspeisen muss ein IPP ein Einspeiseabkommen mit Eskom abschließen. Ausschlaggebend dafür ist, ob das Netz die einzuspeisende Energie abnehmen kann und ob Eskom einwilligt diese am besagten Standort abzunehmen. Der Aufwand und die Kosten für den späteren Netzanschluss müssen vom IPP selbst getragen werden. 102 vgl. Carsten Ehlers 2012b, S vgl. Norten Rose

38 Power Purchase Agreement (PPA): Nach Auswahl eines Projektes wird das PPA- ein Stromhandelsabkommen- von dem DoE und Eskom ausgestellt. Garantiert wird die Bezahlung nach dem gebotenen Preis pro kwh von dem National Treasury- dem nationalen Finanzministerium Südafrikas. Stromerzeugungslizenz: Die Voraussetzungen und Abläufe des Lizensierungsprozesses werden von NERSA definiert. NERSA ist dabei einer der wichtigsten Ansprechpartner für neue Akteure auf dem südafrikanischen Energiemarkt und zuständig für die Ausstellung der Stromerzeugungslizenzen und Vermittler bei Konflikten zwischen Stromversorgern und Kunden, sowie auch zwischen Stromversorgern untereinander (besonders in Bezug auf das Stromnetz). Das Verfahren zur Beantragung ist im Electricity Regulation Act dargelegt und wird in Kapitel 4.6 genauer beschreiben Genehmigungsverfahren eines Preferred Bidders Die Auswahl von Projekten ist grundsätzlich in zwei Phasen eingeteilt, der Qualifikationsphase und der Evaluationsphase. Die Angebote werden hierbei von einem mehrköpfigen Team, bestehend aus internationalen Experten, technischen Prüfern sowie Rechts- und Finanzprüfer bewertet. 1. Qualifikationsphase In der Qualifikationsphase werden allgemeine Kriterien wie die Struktur des Projektes, rechtliche Gegebenheiten und Landnutzungspläne überprüft. Andere Kriterien, wie die Vorhersage der Produktionskapazität, der Zeitplan, Zeitpunkt der Verbindung ans Stromnetz wie auch geprüfte Technologien sind ebenso ausschlaggebend. Jedoch das wichtigste Kriterium in der Qualifikationsphase ist der angebotene Preis pro erzeugte MWh. Das Limit für den Solarpreis ist dabei R2,85 (EUR 0,26) pro kwh, falls ein Angebot diesen maximalen Preis überschreitet wird es bereits in der Qualifikationsphase automatisch abgelehnt und als nicht konform eingestuft. Erfüllt ein Angebot alle Kriterien wird es als konform eingestuft und es kommt weiter in die Evaluationsphase. 2. Evaluationsphase Konforme Angebote werden anhand bestimmter Bewertungskriterien überprüft, als Hauptkriterien zählen der Preis und die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung. Bezüglich des Preises berechnet eine Formel einen entsprechenden jährlichen Tarif. Betreffend der wirtschaftlichen Entwicklungshilfe wurde eine Scorecard entworfen, eine Wertungsliste welche Projektentwickler entsprechend ihren Plänen ausfüllen müssen. Damit will die Regierung sicherstellen und überprüfen, ob und in welchem Maße ein Entwickler an der wirtschaftlichen Entwicklung Südafrikas interessiert ist. Jede Technologie hat ihre eigene Matrix, aber alle gemeinsam beinhalten die Arbeitsbeschaffung, lokale Beschaffung der Komponenten (im Besonderen lokale Produktion), ländliche Entwicklung, Weiterbildung von Qualifikationen, Unternehmensentwicklung, sozial-wirtschaftliche Entwicklung und Beteiligung bei Entwicklungshilfen von historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Die Gewichtung der beiden Kriterien liegt dabei bei 70% Preis und 30% wirtschaftlicher Entwicklung. 104 vgl. Curren et al. 2009, S

39 Zu Beginn der Ausschreibungsrunden wurde eine grobe Aufteilung der Kriterien gegeben zu welchen untenstehende Tabelle als Anhaltspunkt gelten soll. Kriterium Anteil Arbeitsplatzbeschaffung 25% Local Content 1. Runde 35%, 2. Runde 40%, 3. Runde 45% Eigentum 15% Management 5% Bevorzugte Lieferanten 10% Unternehmensentwicklung 5% Sozio-ökonomische Entwicklung 15% Tabelle 10: wirtschaftliche Entwicklung Aufteilung (Basis Runde 1) 105 Weiterhin sieht die Regierung einen Teilhaberbesitz der Projekte vor, Anteile sind in folgender Tabelle zu entnehmen. Teilhaberbesitz Anteil von Schwarzen in dem Projektunternehmen 12%-30% der Lokalen Gemeinde im Projektunternehmen 2,5%-5% des verantwortlichen Bauunternehmens 8%-20% des Solarparkbetreibers 8%-30% Tabelle 11: Ziele der Inhaberschaftsanteile 106 Vertragliche Vereinbarungen Anbieter mit der höchsten Punktzahl werden für ihre Projekte ausgewählt und erhalten somit den Preferred Bidder Status. Mit Erreichen des Preferred Bidders Status ist ein Anbieter verpflichtet sich an den gebotenen Preis und seine Angaben der wirtschaftlichen Entwicklungshilfe zu halten. Regelmäßige Berichte müssen an das zuständige 105 in Anlehnung an: Standard Bank 2011, S in Anlehnung an: Standard Bank 2011, S

40 Amt abgegeben werden und bei Nicht -Einhalten der Vorgaben können Sanktionen oder sogar die Terminierung des Power Purchase Agreements folgen. Folgende Abbildung zeigt die Zusammenhänge der verschiedenen Akteure im REIPP. Preferred Bidders erhalten die Stromerzeugungserlaubnis von NERSA. Die Einspeisegenehmigung und Bezahlung zwischen Eskom und dem IPP ist durch das Power Purchase Agreement (PPA) vereinbart. Abbildung 13:: IPP Programm Struktur in Anlehnung an: Standard Bank 2011, S

41 Die nachfolgende Abbildung zeigt den, momentan aktuellen, terminlichen Verlauf des RE IPP Programmes, dieser ändert sich jedoch je nach Verlauf der Ausschreibungen und kann jederzeit unter abgerufen werden. Abbildung 14:Timeline der Ausschreibungsrunden 108 *wird noch bekannt gegeben Ursprünglich waren die Termine für die vierte und fünfte Runde gegeben, durch die große Verzögerung beim ersten Finanzschluss, wurden diese aber ohne Datumsangaben verschoben Vergütungssystem Eingespeister Strom in das Eskom Netz wird von Eskom selbst bezahlt. Vergütet wird ein IPP entsprechend seinem gebotenen Preis, welcher in dem PPA mit Eskom und dem DoE vertraglich geregelt ist. Die Ausschreibungen für Photovoltaikstrom im Rahmen des REIPP beziehen sich nur auf Großanlagen mit mindestens 1 MW und maximal 75 MW, wobei eine Preisobergrenze von 285 c/kwh festgesetzt wurde. Als Anhaltspunkt sind die durchschnittlichen Photovoltaik Preise der Preferred Bidders der ersten zwei Runden gegeben. In der ersten Runde des Wettbewerbes ergab sich ein Preis von durchschnittlich 275 c/kwh, welcher sich in der zweiten Runde um durchschnittlich 60% auf 165 c/kwh reduzierte. 108 in Anlehnung an: Departement of Energy 2012c 34

42 Daraus lässt sich schließen, dass es auch Gebote unter 165 c/kwh gab. In Relation zu dem gestiegenen Local Content auf 47,5% im Gegensatz zur ersten Runde mit 28,5%, werden die 165 c/kwh als relativ gering angesehen. In Runde 3 muss der Local Content Anteil auf mindestens 40% steigen, nach Expertenmeinung wird sich deswegen auch der Preis wieder erhöhen Förderungsmöglichkeiten Abgesehen von Förderprogrammen ausländischer Institutionen wie der Europäischen Union, bietet auch Südafrika ausländischen Investoren Fördermittelprogramme an. Außerdem haben einige Unternehmen bereits die Möglichkeit zu Joint Ventures mit südafrikanischen Unternehmen gewählt. Weiterhin bieten südafrikanische Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten an, dazu gehören die Energy Development Corporation (EDC), der Central Energy Fund und die südafrikanische Entwicklungsbank DBSA. Entwicklungsdarlehen für Anfangsphasen der Projekte sind über das Renewable Energy Market Transformation Projekt (REMT) und die Industrial Development Corporation (IDC) erhältlich. Dabei ist die IDC eine selbstfinanzierte nationale Institution für Entwicklungsfinanzierung die Unternehmertum durch den Aufbau wettbewerbsfähiger Industrien und Unternehmen fördern will. 110 Die Finanzierung der ersten Projekte erfolgt in erster Linie durch den lokalen Bankensektor. Die südafrikanischen Geschäftsbanken wie Standard Bank, Rand Merchant Bank, Nedbank Capital, Absa Capital und Investec sind an fast allen Projekten beteiligt. Auch das staatliche Finanzierungsinstitut Industrial Development Corporation (IDC) ist bei einigen Vorhaben schon mit an Bord. 111 Adressen und Kontaktdaten werden zu diesen im Kapitel 6 gegeben Der Weg zum Independent Power Producer 1. Suche eines geeigneten Standortes (Kaufrecht oder Mietrecht) Der erste Schritt zum Erwerb eines Power Purchase Agreements (PPA) ist das Auffinden eines geeigneten Standortes zum Bau einer Solarfarm. Abhängig davon, ob der Standort gekauft oder gemietet werden soll, richten sich die weiteren Schritte. Wenn das Grundstück gekauft werden soll, kann der Investor eine Planungserlaubnis direkt erwerben. Wenn beabsichtigt wird das Grundstück zu mieten wird der Prozess anspruchsvoller und es muss eine Mieterlaubnis beschafft werden. 2. Beschaffung einer Genehmigung des Department of Agriculture für eine Mieterlaubnis 109 vgl. Dodd und Jan vgl. Posorski und Werner 2009, S Stumpf 2012b 35

43 Laut Act 70/70 ist die Teilung von Agrarland nur dann möglich, wenn beide Pächter wirtschaftlich unabhängige Rechtsträger sind. Allerdings hat das Department of Agriculture, Forestry and Fisheries (DAFF) entschieden, dass die Teilung von Agrarland für Erneuerbare Energien nicht erlaubt ist. Lediglich ist es möglich Land für bis zu 25 Jahre zu mieten. Für eine Genehmigung eines Mietvertrags sind ein Lageplan der potentialen Solaranlage und eine landwirtschaftliche Analyse nötig, weiterhin muss aber eine Act 70/70 Genehmigung beantragt werden, wenn auch keine Teilung erfolgt. Um ein Act 70/70 Genehmigung zu bekommen müssen in dem Mietvertrag folgende Rahmenbedingung geklärt sein. - Der Landwirt ist weiterhin zur Agrarwirtschaft berechtigt - Für jegliche Bodenverschlechterung während der Vertragsdauer ist der Pächter verantwortlich - Zur Beendigung des Mietvertrages muss die Anlage abgebaut werden und das Grundstück in den ursprünglichen Zustand versetzt werden - Vermerk für den Grundstückbesitzer, dass durch die Vermietung der Wert seines Grundstückes beeinträchtig werden könnte. - Die Möglichkeit zur Mietverlängerung ist möglich. - Wasserrechte des Landwirtes dürfen nicht beeinträchtigt sein 3. Beantragung der Planungserlaubnis Für jedes Bauprojekt in Südafrika muss eine Planungserlaubnis erworben werden, diese kann von der entsprechenden Kreisverwaltung beschafft werden. Empfohlen ist die Beschaffung unter Zuhilfenahme eines erfahrenen Stadtplaners. 4. Durchführung einer Raum- und Umweltverträglichkeitsprüfung Ein Environmental Impact Assessment (EIA) ist für die Erstellung von Solaranlagen zwingend notwendig. Die Durchführung benötigt die Unterstützung eines EIA Consultant und dauert zwischen 12 und 24 Monate. Das Department of Environmental Affairs benötigt in allen Fällen folgende Analysen: - Bewertung der optischen Auswirkungen - paläontologische Untersuchung - archäologische Untersuchung - Avifauna und Fledermaus Untersuchung - Botanische-, Zoologische- und Umweltverträglichkeitsprüfung - Agrarwissenschaftlicher Bericht 36

44 5. Beschaffung einer Einspeisegenehmigung von Eskom Um Energie einzuspeisen, muss ein IPP ein Abkommen mit Eskom abschließen. Momentan sieht der Prozess wie folgt aus (könnte sich ändern): - Einigungsgespräche mit der regionalen Leitung des Verteilernetzes, ob das Stromnetz am geplanten Standort im Stande ist, die einzuspeisende Energie abzunehmen und ob Eskom an diesem Standort bereit ist die Energie abzunehmen. - Beantragung eines Kostenvoranschlag von Eskom, mit geschätzten Kosten zur Verbindung an das Stromnetz und die jährlichen Nutzungsgebühren. (Momentan verhandelt Eskom nur mit Unternehmen, welche bereits vom DoE ausgewählt wurden und im Besitz eines PPA sind) 6. Beschaffung einer Stromerzeugungsgenehmigung Eine Stromerzeugungsgenehmigung kann erst dann erworben werden, wenn man bereits von dem DoE vorausgewählt wurde und eine Einspeisungsgenehmigung von Eskom erhalten hat. Die Stromerzeugungsgenehmigung wird von NERSA erworben. Der erste Schritt ist die Anmeldung bei NERSA. Nach Erhalt eines Antrages wird NERSA den Lizenzantrag zur öffentlichen Kommentierung bereitstellen, bei Einwänden der Öffentlichkeit hat der Antragsteller Recht darauf zu reagieren. Eine Entscheidung wird von NERSA innerhalb von 120 Tagen getroffen. 112 Wenn ein IPP bereits vom DoE ausgewählt wurde und die Einspeisegenehmigung von Eskom hat, sollte die Genehmigung keine Probleme darstellen. Die 28 Preferred Bidders der ersten Runde erhielten alle eine Stromerzeugerlizenz von NERSA vgl. Curren et al. 2009, S vgl. NERSA

45 5. Markstruktur und Markchancen für deutsche Unternehmen in der Solarenergie 5.1. Ausgangslage und Potentiale im Zielmarkt Energieknappheit ist der akute und unumgängliche Auslöser für den Energiewandel in Südafrika. Rechtliche Rahmenbedingungen treiben die Implementierung entsprechender Maßnahmen voran. Die südafrikanische Regierung spricht vor allem Erneuerbaren Energien viel Ausbaupotential zu, der Solar- und Windenergie dabei am meisten. Das Potential für Solarenergie ist groß, Südafrika zählt als der zweit beste Standort bezüglich der Solareinstrahlung und, besonders im Northern Cape, bietet Südafrika ein flächendeckendes Stromnetz und große Gebiete mit geringem agrarwirtschaftlichem Potential. 114 Abbildung 15: Solarirradation in Südafrika 114 Levington

46 Die Regierung will bis ,4 GW an Solar PV ausbauen, in dieser Wachstumsvorgabe spiegeln sich gute Geschäftsmöglichkeiten für die renommierte deutsche Solarindustrie wieder. Die Markt- und Absatzpotentiale für deutsche Unternehmen im Bereich der Photovoltaik in Südafrika sind umfassend. An der Umsetzung der ambitionierten Pläne hapert es noch, Gründe hierfür sind mangelndes Fachwissen und ein Fehlen der lokalen Produktion. Deutsche Unternehmen können mit Erfahrungsvorsprung und hochwertigen Produkten punkten. Große Ressourcen und eine europäisch geprägte Geschäftsmentalität spielen für die eventuelle Ansiedlung eine bedeutende Rolle. Am wichtigsten aber, so Christof van den Bruck, Managing Director Juwi in Südafrika, sei die Nachhaltigkeit des Marktes. Die Ziele der Regierung garantieren langfristig zahlreiche Aufträge. 115 Planmäßig sollten in weniger als 36 Monaten 1,4 GW Solarenergie installiert sein, wodurch Südafrika in der globalen Solarinstallation bereits eine bedeutende Rolle spielen würde. Das stabile Wirtschaftswachstum, Energieknappheit sowie der politische Wille auf Erneuerbare Energien zu setzen, schaffen in Südafrika gute Voraussetzungen für die globale EE-Branche. 116 Südafrikas Vorteil für ein schnelles Wachstum ist dabei der bereits gut ausgebildete Industriesektors im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik. Qualitätsmäßig ist dieser, wegen den Anforderungen in der Bergbau- und Automobilindustrie, schon auf dem notwendigen Niveau. Lokale Produktionen von Solarkomponenten sollten kein großes Hindernis sein. Lediglich die Wafer Produktion wird wohl nicht nach Südafrika kommen, da diese hauptsächlich, zu guten Preisen, aus dem asiatischen Raum importiert werden. Bedarf Potential für Solaranlagen und -komponenten Lieferanten von Komponenten und Teilen von Solaranlagen Hersteller und Lieferanten von Produkten und Dienstleistungen im allgemeinen Elektrizitätsbereich Betrieb und Wartung von Solaranlagen Betrieb- und Wartungsunternehmen von Solaranlagen Projektentwicklung Solarprojektplaner Lokale Komponenten Konstruktion sowie Produktion Aufbau lokaler Produktionsstätten, Lizenzvergabe und Joint Venture Tabelle 12: Potential für deutsche Firmen 115 vgl. Carsten Ehlers 2012b 116 vgl. Carsten Ehlers 2012a, S

47 Aus den genannten Bedürfnissen und Potentialen am südafrikanischen Markt lässt sich die Attraktivität des Marktes für deutsche Unternehmen erkennen. Auch wenn der gewählte competitive bidding als überteuert angesehen wird, haben die 28 bevorzugten Anbieter im November 2012 ihre Power Purchase Agreements unterschrieben und bereits mit den Bauarbeiten begonnen. Hinzu kommen die im nächsten Jahr steigenden Strompreise und die Einführung von Kohlenstoffsteuer von R120 pro Tonne. Dies wird der Solarenergie zu einer sehr kosteffektiven Alternative helfen. Der weitere Bedarf zur Entwicklung dieses Marktes ist gegeben, Know- How und Erfahrungen in der Solarindustrie sind gefragt. Wobei die Nachfrage nach Gütern "made in Germany" groß ist. 117 Auch Andreas Krensel, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens IBN, bestätigt, dass man bei Eintritt in den südafrikanischen Markt als Deutscher einen Bonus hat Rahmenbedingung - Das Broad- Based Black Economic Empowerment Als eine Rahmenbedingung zählt das Broad-Based Black Economic Empowerment (BBBEE). Dieses macht einen großen Teil in der Südafrikanischen Unternehmenswelt aus und ist bei Ausschreibungen der Regierung bedeutend. Um das BBBEE und warum dieses eine Rahmenbedingung bei den Ausschreibungen ist zu verstehen, muss an die Geschichte Südafrikas angeknüpft werden. Im Jahr 1948 wurde von der National Party das System der Apartheid zum Ziel der Regierung gesetzt, welches eine strikte Trennung von Rassen vorsah. Zwischen 1950 und 1953 wurde die gesamte südafrikanische Bevölkerung schließlich in vier 4 Rassengruppen unterteilt: Die Gruppen mit stark eingeschränkten Rechten waren die Schwarzen, Farbigen und Inder. Umsiedlung war die Folge. Da aber das weiße Südafrika auf die billigen Arbeitskräfte angewiesen war, war eine vollständige Trennung nicht möglich. Deswegen wurden alle Nicht-Weißen am Rande der Städte in den sogenannten Townships untergebracht. Ausschlaggebend war, dass viele Bildungswege für Nicht-Weiße unmöglich waren und es ihnen zunehmend erschwert wurde, eigene Unternehmen zu führen. Politische Maßnahmen blockierten weiterhin die Wege zu qualifizierten Anstellungen. Mit der Wahl von Nelson Mandela in 1994 als erster demokratischer Präsident und dem Ende des Apartheitsystems vier Jahre zuvor wurde die rechtliche Gleichstellung aller Südafrikaner erreicht. Jedoch wurde damit noch keine soziale und wirtschaftliche Gleichstellung erreicht. Demzufolge versuchte die Regierung mit dem Black Economic Empowerment (BBE) und später dem Broad-Based Black Economic Empowerment (BBBEE) die wirtschaftliche Gleichstellung zu beschleunigen. Das zuerst in Kraft getretene BEE sollte die wirtschaftlichen Strukturen zum Vorteil der früher benachteiligten Bevölkerungsgruppen umgestalten und umfasste dazu drei wesentliche Konzepte. Es sollte die Besitz- und Management-Verhältnisse verbessern als auch die Bildung für die breite Masse der Bevölkerung gefördert werden. 117 vgl. Heiko Stumpf vgl. Langer und Karsten

48 Das dritte Konzept galt als indirect empowerment, welches die bevorzugte Vergabe von Aufträgen an Unternehmen mit ehemals benachteiligter Geschäftsführung vorsah. Die breite Masse wurde allerdings mit dem ersten Konzept des BBE nicht erreicht, das spätere BBBEE, welches die Schwächen BBE decken sollte, ist 2002 in Kraft getreten und soll nun vor allem die breite Masse erreichen. Deswegen auch broad-based genannt. Bei der praktischen Umsetzung des BBBEE- Programm in der Geschäftswelt haben Privatunternehmen soweit keine unmittelbaren Restriktionen zu erwarten. Betriebe welche keine Anstrengungen im BBBEE Unternehmen müssen keine Bußgelder oder steuerliche Nachteile fürchten. Jedoch ist das BBBEE für öffentliche Körperschaften und staatliche Organe bedeutend. So gesehen entfaltet sich das BBBEE auch unmittelbar auf private Unternehmen wenn diese Geschäfte mit dem Staat oder mit staatseigenen Unternehmen (wie Eskom) machen. Eine Vergabe von Aufträgen ist dann nur mit einem bestimmten BBBEE-Rating möglich. 119 Damit Bemühungen der Unternehmen im Bereich des BBEEE vergleichbar und überprüfbar sind, wurden Generic Scorecards eingeführt. Anhand dieser Scorecards führen staatlich authorisierte Prüfstellen eine Beurteilung des BBBEE-Ranks durch und erstellen ein entsprechendes Zertifikat welches eine 12 monatige Gültigkeit hat. Folgende Aspekte werden in diesen Scorecards berücksichtigt: Ownership (Eigentum des Unternehmens) Management Control (Beteiligung der schwarzen Bevölkerung am Management des Unternehmens) Employment Equity (Gleichberechtigung am Arbeitsplatz) Skills Development (Aus- und Weiterbildung) Preferential Procurement (Fragestellung ob Lieferanten ein hohes BBBEE Level haben) Enterprise Development (Unterstützung anderer Unternehmen bei deren Entwicklung) Socio-Economic Development (Maßnahmen zur sozioökonomischen Entwicklung) Durch das Kriterium des Preferential Procurement sind auch die Lieferanten solcher Unternehmen welche mit der Regierung arbeiten vom BBEEE betroffen. Lieferanten spielen für das BBBEE Rating der Unternehmen eine wesentliche Rolle. Somit ist die Bedeutung des BBEEE auch für Dritte nicht zu vernachlässigen. Folgende Tabelle zeigt die Elemente solch einer Scorecard mit deren jeweiligen Gewichtungen. 119 vgl. Donath und Krensel 2010, S

49 Tabelle 13: Elemente der BBBEE Scorecard 120 Anhand dieser Scorecard wird von den amtlich anerkannten Prüfstellen das BBBEE Rating ausgegeben. Die nächste Tabelle zeigt die verschiedenen Level. 120 IBN Consulting 2012, S

50 Tabelle 14: BBBEE Rating 121 Der Gesetzgeber hat für internationale Unternehmen Sondervorschriften im BBBEE Kriterium des Ownership geschaffen, danach kann ein internationales Unternehmen die Punkte für das Element Ownership erkaufen. Der zu zahlende Betrag richtet sich entweder nach dem Wert des südafrikanischen Tochterunternehmens oder nach dessen Umsatz. Um auf der Scorecard volle Punktzahl zu erreichen, sollte das Tochterunternehmen einen Betrag von 4% des Jahresumsatzes in das Equity Equivalent-Programm zahlen. Der Erwerb von Punkten eines besseren BBBEE-Levels ist gewöhnlich aber nur für Großunternehmen zu empfehlen, die Beantragung eines solchen Programmes ist aufwendig und kostspielig. Weiterhin könnte ein internationales Unternehmen aber auch Anteile an schwarze Südafrikaner verkaufen um sich für die Ausnahmeregelung zu qualifizieren IBN Consulting 2012, S vgl. Donath und Krensel 2010, S

51 5.3. Marktbarrieren und Hemmnisse Die Ungewissheit auf dem südafrikanischen Markt sehen viele Unternehmen noch als ein Problem. Der Erneuerbare Energie Markt ist weiterhin in der Entwicklungsphase und einige Bedingungen bei den Ausschreibungen, der Vergütung und allgemein vertraglichen und rechtlichen Bestimmungen ändern sich ständig. Des Weiteren kann die zuvor genannte Rahmenbedingung des BBBEE als eine Schwierigkeit bei Eintritt in den südafrikanischen Markt genannt werden. Vor allem bei Geschäften mit der Regierung ist es ausschlaggebend, in welchem BBBEE-Level ein Unternehmen eingestuft ist. Insofern betrifft dies auch Lieferanten von Unternehmen mit direktem Kontakt zur Regierung. Denn, wie bereits erwähnt, sind Lieferanten in die Bewertung des BBBEE- Level miteinbezogen. Die Unternehmen haben sich mittlerweile mit den Vorgaben, wie zum Beispiel 25% der Anteile an BEE-Partner zu verkaufen, arrangiert. Problematisch sind aber die Vorgaben, bestimmte Quoten bei der Beschäftigung von Mitarbeitern zu erfüllen, da unter der schwarzen Bevölkerung noch zu wenig gut qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. 123 Als größtes Hindernis sehen aktive Projektplaner im Moment aber die Local Content Vorgaben. Lokal werden bis jetzt Solar Tracker, jedoch ohne Motoren, und Inverter gefertigt. AEG hat letztes Jahr eine Fabrik zur Produktion von Inverter in Kapstadt eröffnet. Aluminiumrahmen und Verbindungsstücker können einfach in Südafrika beschafft werden. In Runde 3 wird ein Local Content Anteil von mindestens 45% verlangt. Es wird befürchtet, dass dies nicht machbar sei. 124 Eine weitere Beschränkung ist, dass bei der Solar PV ein Projektlimit von mindestens 1MW und maximal 75 MW vorliegt, wobei die Stromnetzkapazität auch limitiert ist. Bei zu kleinen Produktionskapazitäten könnte sich eine Investition möglicherweise als nicht rentable herausstellen Überblick über bestehende und geplante Projekte im Zielland Bei den ersten zwei Ausschreibungsrunden wurden insgesamt 27 Projekte für Solar PV ausgewählt, mit dem Finanzschluss der ersten Runde Anfang November sind die ersten Projekte nun in Bau. Untenstehende Tabelle gibt ein Überblick über Projekte, Kapazitäten, Standorte und zuständige Projektentwickler. 123 Stumpf 2012a, S vgl. Solar

52 Projekt Kapazitä t in MW Projektentwickler Standort 1. Runde SlimSun Swartland Solar Park 5.00 Franco Afrique Technologies (FAT) Evolution One Fund WC, Swartland RustMo1 Solar Farm Mulilo Renewable Energy Solar PV De Aar 6.76 Momentus Energy NW, Rustenburg 9.65 Mulilo Renewable Energy NC, Emthanjeni Konkoonsies Solar 9.65 BioTherm Energy NC, Khâi-Ma Aries Solar 9.65 BioTherm Energy NC, Kai!Garib Greefspan PV Power Plant AE-AMD Renewable Energy NC, Siyancuma Herbert PV Power Plant AE-AMD Renewable Energy NC, Siyancuma Mulilo Renewable Energy Solar PV Prieska Mulilo Renewable Energy NC, Siyathemba Soutpan Solar Park SunEdison Energy (USA) via Erika Limpopo,Blouberg Energy (Pty) Ltd Witkop Solar Park SunEdison Energy (USA) via Erika Limpopo, Polokwane Energy (Pty) Ltd Touwsrivier Soitec (Euronext), France WC, Breede Valley De Aar Mainstream Renewable Power (Ireland) + Genesis Eco-Energy Droogfontein Mainstream Renewable Power + Genesis Eco-Energy Letsatsi Power SolarReserve LLC (USA), Intikon Company Energy (Australia) NC, Emthanjeni NC, Sol Plaatje Freestate Lesedi Power SolarReserve LLC (USA), Intikon Gauteng, Tsantsabane Company Energy (Australia) Kalkbult Scatec Solar NC, Mier Kathu Solar Energy Facility Solar Capital De Aar (Pty) Ltd Renewable Energy Investments of (Pty) Ltd+ Building Energy (Italy) NC, Gamagara Moncada NC, Emthanjeni 45

53 2. Runde Vredendal 8,8 Solaire Direct, France / J&J group WC, Matzikama Upington Airport 8,9 Enel Green Power, ACSA, Built Africa NC, Khara Hais Aurora 9 Solaire Direct, France / J&J group WC, Bergrivier Linde 36,8 Scatec Solar (Norway) NC Boshoff 60 Sun Edison / Lereko Freestate Dreunberg 69,6 Scatec Solar (Norway) EC, Gariep Sishen Solar Facility 74 Acciona Energy / Aveng+2, Spain NC, Gamagara De Aar Site 3 75 Solar Capital, USA / Moncada Energy, Italy Jasper Power 75 Solar Reserve / COBRA ACS / Company Kensani, Intikon Energy, USA and Spain Total 1048,64 NC, Emthanjeni NC, Tsantsabane Tabelle 15: Preferred Bidders aus der ersten und zweiten Runde Nach dem am 5. November die ersten Power Purchase Aggreements unterschrieben wurden, haben die Bauarbeiten der ersten Solarparks bereits begonnen. So erwarten, beispielsweise, die Projektentwickler der Kathu Solar Energy Facility bereits Mitte 2014 Strom einzuspeisen. 125 Neben den Projekten des REIPP Prozesses, gibt es Kleinanlagen die in lokale Netze einspeisen. So hat die Großstadt Durban für die Netzeinspeisung von Solarstrom, ein unabhängig von Eskom, formales Verfahren eingeführt wie Strom in ihre Netze eingespeist werden kann. Die beiden Anlagen Dube Tradeport (675 kw) und Soitec Solar Park (500 kw) produzieren dabei bereits Strom. Die Stadt zahlt für die Abnahme die Preise, zu denen sie auch Strom von Eskom einkauft. Damit ist dieses Verfahren vor allem für Anlagen interessant, die in erster Linie Strom für den Eigenbedarf produzieren und nur den Überschuss ins Netz abgeben Wettbewerbssituation Neben den Preferred Bidders gibt es noch weitere Projektentwickler welche ein Auge auf den südafrikanischen Markt geworfen haben. Insgesamt wurden in den ersten zwei Ausschreibungsrunden 132 Gebote (alle Technologien) registriert, wobei insgesamt nur 47 ausgewählt wurden. Für die nicht ausgewählten Projekte gibt es weiterhin die Chance bei den nachfolgenden Ausschreibungen teilzunehmen. Der wachsende Photovoltaikmarkt Südafrikas lockt zunehmend auch die Produktion ins Land. So errichtete das französische Unternehmen Solairedirect in Kapstadt eine Fertigung mit einer jährlichen Kapazität von 36 MW und 125 Creamer Stumpf 2012b 46

54 einem Erweiterungspotenzial auf 100 MW. Tenesol, die kürzlich von SunPower Corporation aus den USA übernommen wurde, betreibt ebenfalls eine Produktionsanlage in Kapstadt mit 100 MW Kapazität. Ein weiterer in Kapstadt ansässiger Hersteller ist SetSolar mit etwa 10 MW pro Jahr. 127 Zudem erweiterte AEG Power Solutions seine Präsenz in Südafrika auf die Herstellung von Solarausrüstung, die Gruppe baut eine führende 200 MW-Anlage in Kapstadt um die lokale Entwicklung zu unterstützen und den Afrikanischen Markt mit hochwertigen Solar-Wechselrichtern und Überwachungstechnik zu beliefern. 128 Eine Alternative zur der Teilnahme am REIPP sind Netzeinspeisung mit lokalen Kommunen. Dadurch kann Solarstrom in kommunale Netze eingespeist werden, die nicht direkt von Eskom versorgte Endkunden abdecken. Bei den Verhandlungen mit den betroffenen Gemeinden ist zu beachten, dass Anlagen mit einer Kapazität von mehr als 100 kw immer auch eine Genehmigung (generators license) von NERSA benötigen Markt- und Absatzpotentiale für deutsche Unternehmen Der südafrikanische Markt benötigt im Moment hauptsächlich, ausgebildet und qualifizierte Fachleute wie Ingenieure und Manager. Genauso wie ausgebildete technische Fachkräfte, wie Techniker und Bediener. Weiterhin benötigt Südafrika lokale Produktions- und Dienstleistungsunternehmen mit qualifiziertem Personal um den wachsenden Markt zu versorgen. 129 Für deutsche Unternehmen, tätig als Lieferanten oder Produzenten von Komponenten und Teilen von Solaranlagen, wie auch Dienstleister im Bereich der Instandhaltung von Solarparks sowie Projektentwickler, bietet der südafrikanische Markt im Moment großes Potential. Ebenfalls werden Unternehmen sowie Lieferanten von allgemeinen Elektrizitätsprodukten benötigt. 127 Stumpf 2012b 128 Döhler vgl. Wiesegart et al. 2011, S

55 5.7. Mögliche Standorte für Projekte/ Anlagen Auf der untenstehenden Karte sind die Potentiale für neue Kraftwerke in ganz Südafrika zusehen. bbildung 16: Geographische Lage von potentialen neuen Kraftwerken 130 Wie bereits erwähnt, können in Südafrika etwa Sonnenstunden pro Jahr gezählt werden, mit besonders guten Bedingungen in den nordwestlichen Provinzen Northern Cape und North West. Die Einstrahlungswerte liegen dort bei bis MJ/qm pro Jahr. Zudem finden sich in diesen dünnbesiedelten Regionen riesige ungenutzte Flächen, die bestens für Großanlagen geeignet sind. Die in der Landesmitte gelegenen Provinzen, wie Free State, Gauteng, Mpumalanga und auch Limpopo, erreichen Werte von bis MJ/qm, während die Küstenregionen in Western Cape, Eastern Cape und KwaZulu-Natal noch bis MJ/qm aufweisen können Standard Bank Stumpf 2012b, S. 1 48

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