Vortrag am Ängste bei Kindern und Jugendlichen und ihre Hintergründe

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vortrag am Ängste bei Kindern und Jugendlichen und ihre Hintergründe"

Transkript

1 Vortrag am Ängste bei Kindern und Jugendlichen und ihre Hintergründe

2 Einleitung Angst ist eine völlig normale und eine gesunde Reaktion des Menschen, sie warnt vor Gefahren, sichert somit das Überleben und dient der sozialen Anpassung an die äußere Realität. Es gibt viel verschiedene Ängste, Trennungsangst, Verlustangst, Schuldangst, Angst vor Kränkungen, Angst vor Liebesverlust, Angst vor Autonomie und Autonomieverlust und viele andere. Reale Angst warnt und schützt uns vor realen Bedrohungen und Gefahren. (Angst vor Gewitter, Angst vor Dunkelheit) Störend sind lediglich ein zuviel oder ein zu wenig an Angst sowie unbegründete, der Situation unangemessene Ängste.

3 Angstinhalte Die Angstinhalte von Kindern verändern sich mit dem Alter und der kognitiven Entwicklung: Gegen Ende des ersten Lebensjahres treten vor allem Ängste vor fremden Menschen, fremden Gegenständen oder lauten Geräuschen auf. Zwei- bis vierjährige Kinder haben oft Angst vor Tieren, vor Dunkelheit sowie vor dem Alleinsein. Bei den vier- bis sechsjährigen Kindern kommt es zu Ängsten vor Fantasiegestalten wie Gespenstern, Monstern, Geistern oder Blitzen. Das Denken ist in dieser Zeit noch sehr magisch. Bei den sieben- zehnjährigen beziehen sich die Ängste zunehmend auf die Schule, auf Versagen und negative Beurteilungen durch andere sowie auf die Gesundheit.

4 Zentrale Angststörungen In unserer Praxis und im klinischen Alltag treten vor allem vier Störungsbilder auf: Trennungsangst Phobische Störungen (vor allem die Schulphobie /Schulangst) Generalisierte Angststörung Panikattacken.

5 Trennungsangst Die Trennungsangst ist zunächst eine Angststörung des jungen Kindesalters. Sie tritt auf bei realen und befürchteten Trennungen von den Bezugspersonen, z.b. im Kindergarten oder Schule, wenn sich ein Kind nicht durch eine angemessene Antwort beruhigen lässt. Wichtig ist die Objektkonstanz Objektkonstanz bedeutet nämlich die Fähigkeit, eine konstante innere Vorstellung von der Mutter oder dem Vater über die Trennung hinaus zu erhalten. Jedes Kind muss lernen, dass wenn die Mutter oder der Vater körperlich nicht da sind, es ein inneres Bild von Ihnen aufrecht erhalten kann, das ihm hilft, die Gefühle von Einsamkeit und alleine-sein auszuhalten. Wenn das Kind dies nicht kann, entsteht Trennungsangst, die Kinder haben dann Angst, vor Kindergarten, Schule, Schullandheime usw..

6 Schulphobie / Schulangst Fallbeispiel Anna Bei der Schulphobie gibt es vier typische Familienmuster, die im Hintergrund bestehen. Im ersten Familienmuster leiden der Vater oder die Mutter unter Angst und binden das Kind als Gefährten zu Hause. Im Zweiten Familienmuster fürchtet das Kind, dass dem Vater oder der Mutter etwas zustößt und möchte zu Hause bleiben, um dies zu verhindern. Im dritten Familienmuster hat das Kind Angst, das Elternhaus zu verlassen, weil es fürchtet, ihm selbst könne etwas zustoßen und im vierten Muster fürchtet ein Elternteil dass dem Kind etwas zustoßen könne und behält es deswegen zu Hause. In allen Fällen spielt eine sehr enge symbiotische Verstrickung eine Rolle, innerhalb der Autonomiewünsche unterdrückt werden müssen.

7 Unterscheidung zwischen generalisierender Angst und panischer Angst Angst von unsicheren Kindern, oder auch die sogenannte generalisierte Angst Sie kann als die Angst vor allem und jedem bezeichnet werden Angst als Folge eines Scheiterns des frühen Containments und des Beziehungsaufbaus Im günstigen Fall finden Eltern beruhigende Worte für ängstigende Gefühle ihrer Kinder. Der vom Kind erlebte Stress kann für die generalisierte Angststörung zur charakteristischen Erwartungsangst oder zu Sorgen führen. Diese Erwartungsangst ist durch negative Gefühle, die mit der wahrgenommenen Unfähigkeit zusammenhängt, gekennzeichnet.

8 Beispiel Die wahrgenommene Unfähigkeit führt zu Unsicherheit Der Versuch gewünschte Ergebnisse in bevorstehenden Ereignissen vorhersagen zu können Der Wunsch die Ereignisse kontrollieren zu können Bzw. gewünschte Ergebnisse erreichen zu können Dies führt zu dem Ergebnis: Verlagerung der Aufmerksamkeit auf selbstbewertende Inhalte Übermäßige Wachsamkeit gegenüber angstauslösenden Reizen Diese Wachsamkeit führt wiederum dazu, dass viele verschiedene Lebensumstände als bedrohlich wahrgenommen werden.

9 Die Angst nach traumatischen Ereignissen bei Kindern, wird auch panische Angst genannt Diese Angst ist das Ergebnis einer Überflutung oder der Zerstörung der seelischen Struktur Hat ein Kind oder eine/er Jugendliche/er panische Angst, reagiert die Psyche auf die Überflutung mit einem Panikzustand Die Affekte entziehen sich der psychischen Kontrolle und Selbstanteile drohen sich aufzulösen. Die Angst als wichtigen und lebenserhaltenden Signalcharakter fehlt hier Die Angst wiederholt scheinbar automatisch, eine erlebte gefährliche Situation. Beispiel einer 14-jährigen

Besonderheiten im therapeutischen Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen

Besonderheiten im therapeutischen Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen Besonderheiten im therapeutischen Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen Dresden, 09.03.2016 Dipl.-Psych. Ute Rokyta Migrationsambulanz der Uniklinik Dresden Lukasstr. 3, 01069 Dresden ute.rokyta@uniklinikum-dresden.de

Mehr

Transgenerationale Traumatisierung. aus Sicht der mehrgenerationalen Psychotraumatologie

Transgenerationale Traumatisierung. aus Sicht der mehrgenerationalen Psychotraumatologie Transgenerationale Traumatisierung aus Sicht der mehrgenerationalen Psychotraumatologie www.franz-ruppert.de 25.06.2014 1 Gliederung Transgenerationale Phänomene Definition Transgenerationales Trauma Definition

Mehr

AKZEPTANZ UND COMMITMENT THERAPIE (ACT) Eine Einführung

AKZEPTANZ UND COMMITMENT THERAPIE (ACT) Eine Einführung AKZEPTANZ UND COMMITMENT THERAPIE (ACT) Eine Einführung The greatest obstacle of discovery is not ignorance, it is the illusion of knowledge. Daniel J. Boorstin (1914-2004) Akzeptanz Gedanken, Gefühle

Mehr

PANIK-FOCUSSIERTE PSYCHODYNAMISCHE KURZZEITTHERAPIE. Barbara Milrod, Claudia Subic-Wrana, Manfred Beutel, Mary Rudden, Frederic Busch

PANIK-FOCUSSIERTE PSYCHODYNAMISCHE KURZZEITTHERAPIE. Barbara Milrod, Claudia Subic-Wrana, Manfred Beutel, Mary Rudden, Frederic Busch PANIK-FOCUSSIERTE PSYCHODYNAMISCHE KURZZEITTHERAPIE Barbara Milrod, Claudia Subic-Wrana, Manfred Beutel, Mary Rudden, Frederic Busch Indikation: PatientInnen mit Panikstörungen ( mit und ohne Agoraphobie)

Mehr

Klinische Psychologie II

Klinische Psychologie II Klinische Psychologie II Krankheitsklassifikationen Angst Aggression Einführung in die Pädagogische Psychologie (06/07) Dipl.-Psych. M. Burkhardt 1 Ätiologie: Lehre der Krankheitsursachen Biopsychosoziales

Mehr

BINDUNGSREPRÄSENTANZEN BEI KINDERN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

BINDUNGSREPRÄSENTANZEN BEI KINDERN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND TRAUMA WAS IST DAS? Ein Trauma ist ein Ereignis, dass die Fähigkeit einer Person, für ein minimales Gefühl von Sicherheit und integrativer Vollständigkeit zu sorgen, abgrubt überwältigt. Das Trauma geht

Mehr

Prekäre männliche Lebenswelten Männer im Prekariat

Prekäre männliche Lebenswelten Männer im Prekariat Prekäre männliche Lebenswelten Männer im Prekariat Tagung am 27./28. Februar 2009, Workshop 4: Prekär krank? Krank prekär? Prekäre Lebensverhältnisse im Kontext von Gesundheit und männlicher Identitätsbildung.

Mehr

Bindung zentrale Voraussetzung für ein gesundes Aufwachsen

Bindung zentrale Voraussetzung für ein gesundes Aufwachsen Bindung zentrale Voraussetzung für ein gesundes Aufwachsen Kinderschutz-Zentrum Kiel 2014 Der Mensch wird am Du zum Ich. Martin Buber Zu den Grundbedürfnissen von Babys und Kleinkindern gehören neben den

Mehr

Indirekte Steuerung und interessierte Selbstgefährdung

Indirekte Steuerung und interessierte Selbstgefährdung Indirekte Steuerung und interessierte Selbstgefährdung Neue Herausforderungen für die betriebliche Gesundheitspolitik BGM-Fachtagung des ZWW: "Die erschöpfte Organisation" Bielefeld, 18.10.2011 1 Zentrale

Mehr

Pädagogik. Anja Winterstein. Essstörungen. Studienarbeit

Pädagogik. Anja Winterstein. Essstörungen. Studienarbeit Pädagogik Anja Winterstein Essstörungen Studienarbeit Essstörungen! Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1 2. Grundlegendes zum Essen und Essstörungen 2-6 2.1. Gestörtes Essverhalten. 2-3 2.2. Einteilung

Mehr

fdr Kongress 2013: Seminar 15 Sucht und häusliche Gewalt Auswirkungen auf die Frauen Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.v. Frauenberatungsstelle

fdr Kongress 2013: Seminar 15 Sucht und häusliche Gewalt Auswirkungen auf die Frauen Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.v. Frauenberatungsstelle fdr Kongress 2013: Seminar 15 Sucht und häusliche Gewalt Auswirkungen auf die Frauen Dipl. Psych. Lydia Sandrock Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.v. Frauenberatungsstelle Bundesverband Frauenberatungsstellen

Mehr

Fragebogen zur Lebensgeschichte

Fragebogen zur Lebensgeschichte Fragebogen zur Lebensgeschichte 1. Zu Ihren Beschwerden Beschreiben Sie mit Ihren eigenen Worten die Probleme, weswegen Sie eine Therapie aufsuchen (körperliche und psychische Beschwerden) Seit wann bestehen

Mehr

Emotionale Entwicklung. Gabriela Römer

Emotionale Entwicklung. Gabriela Römer Emotionale Entwicklung Gabriela Römer 22.11.2010 1. Definition Gefühl Vier Komponenten: - motivational (Wunsch, etwas zu tun) - physiologisch (z.b. Pulsfrequenz) - subjektive Gefühle - Kognitionen Beispiel:

Mehr

Kursangebot RelaxKids

Kursangebot RelaxKids Kursangebot RelaxKids Ein Anti-Stressprogramm für 8 10 jährige (3. und 4. Klasse) AOK Bayern Die Gesundheitskasse Überblick Was ist RelaxKids Stress bei Kindern Trainingsbausteine Was Eltern tun können

Mehr

SALUTOGENESE. Foto: twillin/pixelio.de

SALUTOGENESE. Foto: twillin/pixelio.de SALUTOGENESE Foto: twillin/pixelio.de SALUTOGENESE Gliederung Einleitung Salutogenese Kohärenzgefühl der Dirigent des Lebens Entwicklungszeitraum Man hat es oder man hat es nicht? Woher weiß unser Körper

Mehr

Affektive Verarbeitung

Affektive Verarbeitung Affektive Verarbeitung IPP 2001 Prof. Dr. Rainer Sachse 1 Kognitive Schemata Die relevanten, problematischen Schemata, die es zu bearbeiten gibt, können kognitive Schemata sein, wie Überzeugungen, Konstruktionen

Mehr

Ihr wollt die Wunden nicht sehen Wenn Jugendliche sich selbst verletzen

Ihr wollt die Wunden nicht sehen Wenn Jugendliche sich selbst verletzen Ihr wollt die Wunden nicht sehen Wenn Jugendliche sich selbst verletzen (Auszüge) JUNGE MENSCHEN STÄRKEN Vortragsreihe LÖRRACH 2015 Dr. Frank Köhnlein, 04.03.2015 Oberarzt, Kinder- und Jugendpsychiatrische

Mehr

Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung

Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung Fabienne Becker-Stoll Staatsinstitut für Frühpädagogik Fotos: Jochen Fiebig, IFP, 2007 in Krippen der LHM Seelische Grundbedürfnisse Edward Deci &

Mehr

Entscheidungshilfe Psychose: Schritt 1: Was ist eine Psychose? Was ist eine Psychose?

Entscheidungshilfe Psychose: Schritt 1: Was ist eine Psychose? Was ist eine Psychose? Entscheidungshilfe Psychose: Schritt 1: Was ist eine Psychose? Was ist eine Psychose? Menschen mit einer Psychose steigen vorübergehend aus der Realität aus. Bei einer Psychose können das Denken, die Gefühle,

Mehr

Holger Bertrand Flöttmann. Angst. Ursprung und Überwindung. Zweite, verbesserte Auflage. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln

Holger Bertrand Flöttmann. Angst. Ursprung und Überwindung. Zweite, verbesserte Auflage. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Holger Bertrand Flöttmann Angst Ursprung und Überwindung Zweite, verbesserte Auflage Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Inhalt Einleitung 11 Was ist Angst? 15 Was berichten Menschen, die unter

Mehr

,,Ich kann nicht aufhören!

,,Ich kann nicht aufhören! ,,Ich kann nicht aufhören! Sucht und Abhängigkeit aus Sicht einer mehrgenerationalen systemischen Psychotraumatologie www.franz-ruppert.de Formen von Drogenabhängigkeit Zigarettenabhängigkeit Alkoholismus

Mehr

Dement in die Rettungsstelle, was nun? von. Christoph Steber. Krankenpfleger Diplom-Pflegewirt (FH)

Dement in die Rettungsstelle, was nun? von. Christoph Steber. Krankenpfleger Diplom-Pflegewirt (FH) Dement in die Rettungsstelle, was nun? von Christoph Steber Krankenpfleger Diplom-Pflegewirt (FH) E.R.N.A 2013 Demenz in der Rettungsstelle 2 Dement in die Rettungsstelle, was nun! E.R.N.A 2013 Demenz

Mehr

Sicherheitswahrnehmungen im 21. Jahrhundert. Eine Einführung. Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jörg Albrecht

Sicherheitswahrnehmungen im 21. Jahrhundert. Eine Einführung. Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jörg Albrecht Sicherheitswahrnehmungen im 21. Jahrhundert Eine Einführung Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jörg Albrecht 1 Sicherheit 2009 Einleitung Ausgangspunkt Stellung der Sicherheit in modernen Gesellschaften Risiko, Gefahr

Mehr

Der Versuch mit Höhenangst umzugehen und zu verstehen und was kann ich dagegen tun. Höhenangst

Der Versuch mit Höhenangst umzugehen und zu verstehen und was kann ich dagegen tun. Höhenangst Wolfgang Hillmer Der Versuch mit Höhenangst umzugehen und zu verstehen und was kann ich dagegen tun. Höhenangst Die Höhenangst ist eine Angststörung, die als eine anhaltende, übersteigerte und unangemessene

Mehr

The Triple C: Checklist of Communication Competencies

The Triple C: Checklist of Communication Competencies The Triple C: Checklist of Communication Competencies Spastic Society of Victoria Australien Karen Bloomberg, Denise West Veröffentlicht durch SCIOP Severe Communication Impairment Outreach Projects, 1999

Mehr

Kinder im Kontext häuslicher Gewalt Tandem-Fortbildung Brandenburg

Kinder im Kontext häuslicher Gewalt Tandem-Fortbildung Brandenburg Kinder im Kontext häuslicher Tandem-Fortbildung Brandenburg Tandem Fortbildung Brandenburg zum Thema Häusliche Häusliche umfasst alle Formen physischer, sexueller und/ oder psychischer, die gegenüber Personen

Mehr

Häusliche Gewalt und die Folgen für die Kinder

Häusliche Gewalt und die Folgen für die Kinder 3D-Tagung Basel-Landschaft 26. Januar 2011 Häusliche Gewalt und die Folgen für die Kinder Sandra Fausch/Andrea Wechlin Bildungsstelle Häusliche Gewalt Luzern Unterstützt durch: Kinder sind bei Häuslicher

Mehr

Die gezähmte Einsamkeit

Die gezähmte Einsamkeit Jean-Michel Quinodoz Die gezähmte Einsamkeit Trennungsangst in der Psychoanalyse Aus dem Französischen von Monika Noll edition diskord Inhalt Vorwort Hanna Segal 13 Erster Teil Trennungsangst in der psychoanalytischen

Mehr

ERFURTER SEELENSTEINE - UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN FÜR KINDER UND DEREN PSYCHISCH ERKRANKTE ELTERN IN ERFURT

ERFURTER SEELENSTEINE - UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN FÜR KINDER UND DEREN PSYCHISCH ERKRANKTE ELTERN IN ERFURT ERFURTER SEELENSTEINE - UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN FÜR KINDER UND DEREN PSYCHISCH ERKRANKTE ELTERN IN ERFURT - 3 4 Millionen Kinder wachsen bei einem Elternteil mit einer psychischen Störung auf - Kinder

Mehr

Emotionsentwicklung , Präsentation von Julia Benner

Emotionsentwicklung , Präsentation von Julia Benner Emotionsentwicklung 22.11.2010, Präsentation von Julia Benner Was werden wir hören? 1) Einstieg: Genetische Grundlage 2) Einfluss... 2.1) der Eltern-Kind Beziehung 2.2) der elterlichen Sozialisation der

Mehr

Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches

Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches Institut für Traumapädagogik Berlin Zertifizierte Weiterbildung Supervision Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches Verstehen und die Gestaltung der Beziehung JProf. Dr. David Zimmermann

Mehr

Von der Scham zur Selbstachtung

Von der Scham zur Selbstachtung Von der Scham zur Selbstachtung Disability Pride Tagung Die Scham ist vorbei! Verstecken war gestern Aufbruch ist heute Vielfalt ist morgen! Vortrag: Petra Stephan (Dipl.-Psych.) 1 Intime Situationen 2

Mehr

Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter

Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter PAT-Fachtagung S. 1 Über mich: Büro: M3N/01.31 Telefon: 0951/863-1896 Email: franziska.vogel@uni-bamberg.de Bachelor- und Master-Studium Psychologie an der

Mehr

Kindern Grenzen setzen wie geht das liebevoll und feinfühlig?

Kindern Grenzen setzen wie geht das liebevoll und feinfühlig? Kindern Grenzen setzen wie geht das liebevoll und feinfühlig? Karl Heinz Brisch Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie Ludwig-Maximilians-Universität

Mehr

14 Ängste bei Kindern. Angst: Was ist das eigentlich?

14 Ängste bei Kindern. Angst: Was ist das eigentlich? 14 Ängste bei Kindern Angst: Was ist das eigentlich? Angst, das ist ein Gefühl von gleichzeitiger Erregung und Einengung, von»außer sich«und von»gedrückt«sein, manchmal auch von Verzweiflung, in die Enge

Mehr

Du musst in die Psychiatrie! Multiprofessionelles Arbeiten mit komplex traumatisierten Kindern in der KJPP Elmshorn

Du musst in die Psychiatrie! Multiprofessionelles Arbeiten mit komplex traumatisierten Kindern in der KJPP Elmshorn Du musst in die Psychiatrie! Multiprofessionelles Arbeiten mit komplex traumatisierten Kindern in der KJPP Elmshorn Anna Vetter Chefärztin und Janet Cinkl Stationsleitung in der Klinik für Kinder- und

Mehr

Kind & Trauer. Unterstützung für Kinder und Familien in Zeiten von Sterben, Tod und Trauer in der Region Mittelbaden

Kind & Trauer. Unterstützung für Kinder und Familien in Zeiten von Sterben, Tod und Trauer in der Region Mittelbaden Kind & Trauer Familientrauerbegleitung Unterstützung für Kinder und Familien in Zeiten von Sterben, Tod und Trauer in der Region Mittelbaden Sterbebegleitung Das Ziel ist, kinder und ihre eltern in Zeiten

Mehr

MBSR - Kurs. (8 Wochen) Kursbeschreibung

MBSR - Kurs. (8 Wochen) Kursbeschreibung MBSR - Kurs (8 Wochen) Kursbeschreibung Alfred Spill, September 2014 Beschreibung MBSR ist die Abkürzung von Mindfulness-Based Stress Reduction und wird am besten mit Stressbewältigung durch die Praxis

Mehr

Psychische Auswirkungen von Flucht und Trauma

Psychische Auswirkungen von Flucht und Trauma Trauma und Traumafolgen bei Flüchtlingen Psychische Auswirkungen von Flucht und Trauma Dipl. Psychologin Esther Kleefeldt Systemische Therapeutin XENION e.v. XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte

Mehr

Vortrag. Niedrigschwellige Betreuungsangebote für den gerontopsychiatrischen Bereich und für geistig behinderte ältere Menschen

Vortrag. Niedrigschwellige Betreuungsangebote für den gerontopsychiatrischen Bereich und für geistig behinderte ältere Menschen Vortrag Niedrigschwellige Betreuungsangebote für den gerontopsychiatrischen Bereich und für geistig behinderte ältere Menschen Netzwerk moderne kommunale Seniorenpolitik Niedersachsen Modul 3 16. Juni

Mehr

Psychotherapie Beratung Supervision. Mag. Christoph Schmitz

Psychotherapie Beratung Supervision. Mag. Christoph Schmitz Psychotherapie Beratung Supervision Persönlich wachsen im Leben verankert sein Mag. Christoph Schmitz Mein Angebot für Kinder & Jugendliche Wenn Kinder und Jugendliche Probleme und Schwierigkeiten haben,

Mehr

Inhalt. Erster Teil Trennungsangst in der psychoanalytischen Praxis

Inhalt. Erster Teil Trennungsangst in der psychoanalytischen Praxis Inhalt Vorwort Segal 13 Erster Teil Trennungsangst in der psychoanalytischen Praxis 1. Trennungsangst in den Ubertragungsphantasien 17 Die Gesichter der Einsamkeit - Die Universalitat der Trennungsangst

Mehr

Psychotherapie fur Kinder und Jugendliche

Psychotherapie fur Kinder und Jugendliche .;,?,-' I Gudrun Gorlitz Psychotherapie fur Kinder und Jugendliche Erlebnisorientierte Ubungen und Materialien Klett-Cotta Inhalt Einleitung 11 I. Grundlagen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Mehr

Univ.-Prof. Dr. Henri Julius. Schädigung durch Beziehungsabbrüche

Univ.-Prof. Dr. Henri Julius. Schädigung durch Beziehungsabbrüche Univ.-Prof. Dr. Henri Julius Schädigung durch Beziehungsabbrüche Entwicklung vollzieht sich in Beziehungen psychosoziale, emotionale und kognitive Entwicklung Entwicklung O X Y T O C I N Flight- & Fight-System

Mehr

Sichere Bindung - Das beste Fundament für eine glückliche Entwicklung von Kindern. Folien?

Sichere Bindung - Das beste Fundament für eine glückliche Entwicklung von Kindern. Folien? Sichere Bindung - Das beste Fundament für eine glückliche Entwicklung von Kindern Karl Heinz Brisch Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital Abteilung Pädiatrische Psychosomatik

Mehr

Modul Psychische Gesundheit (Bella-Studie)

Modul Psychische Gesundheit (Bella-Studie) U. Ravens-Sieberer, N. Wille, S. Bettge, M. Erhart Modul Psychische Gesundheit (Bella-Studie) Korrespondenzadresse: Ulrike Ravens-Sieberer Robert Koch - Institut Seestraße 13353 Berlin bella-studie@rki.de

Mehr

Störungs- oder Phasenorientierung? Wie kann stationäre Psychotherapie von Traumafolgestörungen gelingen?

Störungs- oder Phasenorientierung? Wie kann stationäre Psychotherapie von Traumafolgestörungen gelingen? Störungs- oder Phasenorientierung? Wie kann stationäre Psychotherapie von Traumafolgestörungen gelingen? oder: vom Was zum Wann und Wie DGTD-Tagung 19. und 20. September 2014 in Bad Honnef Dr. med. Harald

Mehr

Umgang mit Veränderungen Prof. Dr. Christian Willems Fachhochschule Gelsenkirchen Abteilung Recklinghausen

Umgang mit Veränderungen Prof. Dr. Christian Willems Fachhochschule Gelsenkirchen Abteilung Recklinghausen Umgang mit en Prof. Dr. Christian Willems Fachhochschule Gelsenkirchen Abteilung Recklinghausen Umgang mit en Christian Willems - 30.06.2003 Seite 1 Nichts ist so beständig wie der Wandel......oder über

Mehr

Borderline- Persönlichkeitsstörung

Borderline- Persönlichkeitsstörung Borderline- Persönlichkeitsstörung 0. Demenz 1. Sucht 2. Schizophrenie 3. Affektive Störungen Psychiatrische Störungen nach ICD 10 (vereinfacht) 4. Neurotische Störungen: Angst, Zwang, PTSD 5.Essstörungen

Mehr

Burnout - Ein Frauen- oder Männerproblem

Burnout - Ein Frauen- oder Männerproblem Burnout - Ein Frauen- oder Männerproblem Fortbildungsveranstaltung Tagung Frauen- und Männergesundheit, Bamberg, 5. Oktober 2012 Göran Hajak Professor, Dr. med., Dr. med. habil., MBA Klinik für Psychiatrie,

Mehr

Checkliste für den Umgang

Checkliste für den Umgang Die Ausgestaltung und Durchführung der Umgangskontakte nach Trennung und Scheidung verlangt von beiden Eltern ein beträchtliches Maß an Wissen um die Bedürfnisse und Belange des Kindes, Auch die eigenen

Mehr

Einstieg. Ablauf des Morgens. Computerspiele und Jugend ein praxisrelevantes Thema der Sozialen Arbeit!

Einstieg. Ablauf des Morgens. Computerspiele und Jugend ein praxisrelevantes Thema der Sozialen Arbeit! Ablauf des Morgens Computerspiele und Jugend ein praxisrelevantes Thema der Sozialen Arbeit! 15 Einstieg 40 Theorieblock 1 25 Pause / Gamen 30 Theorieblock 2 5 Abschluss / Gamen Mittagessen Computerspiele

Mehr

Psychotherapeutische Unterstützung von Kindern- und Jugendlichen Migranten unter Berücksichtigung der psychologischen Grundbedürfnisse

Psychotherapeutische Unterstützung von Kindern- und Jugendlichen Migranten unter Berücksichtigung der psychologischen Grundbedürfnisse Psychotherapeutische Unterstützung von Kindern- und Jugendlichen Migranten unter Berücksichtigung der psychologischen Grundbedürfnisse Jan Wiedemann, Dipl. Psychologe Kinder- und Jugendl. Psychotherapeut,

Mehr

Das Schweigen der Kinder alkoholkranker Eltern

Das Schweigen der Kinder alkoholkranker Eltern Das Schweigen der Kinder alkoholkranker Eltern 28.05.11 Man kann keine genauen Zahlen sagen, wie viele Menschen in Deutschland alkoholkrank sind, es sind Schätzungen. Und diese belaufen sich auf ca. 4,5

Mehr

Leseprobe aus: Bleeksma, Mit geistiger Behinderung alt werden, ISBN Beltz Verlag, Weinheim Basel

Leseprobe aus: Bleeksma, Mit geistiger Behinderung alt werden, ISBN Beltz Verlag, Weinheim Basel http://www.beltz.de/de/nc/verlagsgruppe-beltz/gesamtprogramm.html?isbn=978-3-7799-3156-0 Einleitung Gruppenleiter, die mit alten Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten, erleben es als Mangel, dass

Mehr

salus klinik Hürth Als Mario das Spielen lernte Zur Funktion des Computerspiels Aus der Praxis für die Praxis:

salus klinik Hürth Als Mario das Spielen lernte Zur Funktion des Computerspiels Aus der Praxis für die Praxis: 27. Fachtagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.v. in Berlin Aus der Praxis für die Praxis: Als Mario das Spielen lernte Zur Funktion des Computerspiels salus klinik Hürth // Dipl. Psych. Michael Krämer

Mehr

Sonnenkinder Angebote für Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern

Sonnenkinder Angebote für Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern Sonnenkinder Angebote für Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern Bild und Titel von Jonas Langner aus Königswinter, der den 1. Preis des Wettbewerbes Für Klein & Groß gewonnen hat. Sonnenkinder

Mehr

Notfallpsychologie und Schule. Dr. Wilfried Mairösl Psychologe und Psychotherapeut Notfallpsychologe

Notfallpsychologie und Schule. Dr. Wilfried Mairösl Psychologe und Psychotherapeut Notfallpsychologe Notfallpsychologie und Schule Dr. Wilfried Mairösl Psychologe und Psychotherapeut Notfallpsychologe www.krise.it Überblick Notfall und Trauma Normale Reaktionen nach belastenden Ereignissen Wer sind die

Mehr

Borderlinepersönlichkeitsstörung

Borderlinepersönlichkeitsstörung Borderlinepersönlichkeitsstörung im Jugendalter Adoleszenzkrise nach Resch 1996, 2008) Identitätsprobleme Probleme der Sexualentwicklung Autoritätsprobleme Körperbildprobleme Narzißtische Krisen Dissoziative

Mehr

Kooperationstreffen Jugendhilfe - Schule

Kooperationstreffen Jugendhilfe - Schule Psychische und psychosomatische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter Kooperationstreffen Jugendhilfe - Schule M. Groß und Dr. A. Köchling Vortragsschwerpunkte Überschneidung Schule und KJP Einführung

Mehr

Prüfungsangst lind Lampenfieber

Prüfungsangst lind Lampenfieber Werner Metzig Martin Schuster Prüfungsangst lind Lampenfieber Bewertungssituationen vorbereiten und meistern Vierte, aktualisierte Auflage 4y Springer Inhaltsverzeichnis CZZJ 1 Prüfungsangst und Lampenfieber

Mehr

Trainingstagebuch für Elly

Trainingstagebuch für Elly Trainingstagebuch für Elly Übersicht: Schlaf / Entspannung: Im Alltag kommt Elly zur Ruhe und schläft genügend. Sie hat auch ein grosses Ruhebedürfnis, evtl. bedingt durch einen für sie stressigen Alltag.

Mehr

Psychologisches Erleben von Kindern bei Verbrennungen. Dieter Rothmann, Thomas Nieke SS Psychologie

Psychologisches Erleben von Kindern bei Verbrennungen. Dieter Rothmann, Thomas Nieke SS Psychologie Psychologisches Erleben von Kindern bei Verbrennungen Dieter Rothmann, Thomas Nieke SS 2002 - Psychologie Themenübersicht: Grundlagen des psychischen Erlebens einer Notfallsituation bei Kindern Allgemeines

Mehr

Entwicklungsstufen Erikson, Freud, Piaget

Entwicklungsstufen Erikson, Freud, Piaget Bildungswissenschaften Modul 2.4 Nissen Sommersemester 2015 Name: Maike Titel des Seminars: Heterogenität Studiengang: Bachelor of Education Dienstags 16-18 Uhr Dozent: Fr. Dr. Jutta Lütjen Entwicklungsstufen

Mehr

Die Existenzweise des Habens ist wesentlich einfacher zu beschreiben, als die

Die Existenzweise des Habens ist wesentlich einfacher zu beschreiben, als die 92 6.4. Die Existenzweise des Seins Die Existenzweise des Habens ist wesentlich einfacher zu beschreiben, als die des Seins. Beim Haben handelt es sich um toten Besitz, also um Dinge. Und Dinge können

Mehr

ACHTSAMKEIT UND DER INNERE BEOBACHTER. Dr. Monika Veith

ACHTSAMKEIT UND DER INNERE BEOBACHTER. Dr. Monika Veith ACHTSAMKEIT UND DER INNERE BEOBACHTER 2 SELBST-DIAGNOSE MIT DEM INNEREN BEOBACHTER Das Konzept der Achtsamkeit im Alltag und in der Arbeit Wozu Achtsamkeit? Das wichtigste Ziel der Achtsamkeitspraxis,

Mehr

Ausgeglichen und gelassen durchs Leben Gewinnen Sie an Gelassenheit

Ausgeglichen und gelassen durchs Leben Gewinnen Sie an Gelassenheit Inga Fisher Ausgeglichen und gelassen durchs Leben Gewinnen Sie an Gelassenheit C clicky Ihre Leseprobe Lesen Sie...... wie Sie Ihre inneren und mentalen Kräfte stärken und somit dem Alltagsstress entgegen

Mehr

Der Übergang vom Elternhaus zum Kindergarten - Grundlagen der gelungenen Eingewöhnung -

Der Übergang vom Elternhaus zum Kindergarten - Grundlagen der gelungenen Eingewöhnung - Der Übergang vom Elternhaus zum Kindergarten - Grundlagen der gelungenen Eingewöhnung - Fragen haben alle und die könnten so aussehen: Mutter / Vater zur Erzieherin: Wird sie mein Kind mögen und verstehen?

Mehr

Trauer komplizierte Trauer

Trauer komplizierte Trauer Trauer komplizierte Trauer Dr. med. Jürg Haefliger Fallbeispiel Fallbeispiel Trauer Der Weg vom Verlust zur Neuorientierung Verluste Verluste - Menschen - Gesundheit - Heim - Besitz - soziales Netz - Arbeitsplatz

Mehr

Predigt über Lukas 10,38-42 am in Altdorf (Pfarrer Bernd Rexer)

Predigt über Lukas 10,38-42 am in Altdorf (Pfarrer Bernd Rexer) 1 Predigt über Lukas 10,38-42 am 6.3.2011 in Altdorf (Pfarrer Bernd Rexer) Liebe Gemeinde, eine interessante Frage ist das: Was werden Menschen an meinem 70.Geburtstag über mich sagen? Was würde ich gerne

Mehr

Bachblüten Produkte für Hunde. Empfohlen vom. Hundeschweiger. mit Original. Bachblüten. aus England

Bachblüten Produkte für Hunde. Empfohlen vom. Hundeschweiger. mit Original. Bachblüten. aus England Produkte für Hunde Empfohlen vom Hundeschweiger Dr. Edward Bach Entdecker der therapie Edward Bach wurde am 24. September 1886 in der Nähe von Birmingham geboren. Nach Abschluss seines Medizinstudiums

Mehr

Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Asylsuchenden. Thomas Maier Zürich,

Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Asylsuchenden. Thomas Maier Zürich, Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Asylsuchenden Thomas Maier Zürich, 07.12.2015 In der Schweiz leben ca. 100 000 150 000 Menschen, die durch Krieg und/oder Folter traumatisiert sind (1 1.5%

Mehr

Partizipation als Korrekturerfahrung bei Trauma

Partizipation als Korrekturerfahrung bei Trauma Partizipation als Korrekturerfahrung bei Trauma Teilhabemöglichkeiten für Mädchen und junge Frauen, die von Gewalt im Namen der Ehre bedroht sind Vortrag von Margarete Udolf Stuttgart 29.10.2015 Inhalt

Mehr

Akute Trauer bei Kindern und Jugendlichen

Akute Trauer bei Kindern und Jugendlichen Akute Trauer bei Kindern und Jugendlichen Reaktionen und Bewältigungsstrategien Mag a.petra Sansone, MAS Entwicklung des Todeskonzepts (Wass, 1984) 1 Lebens- Abschnitt Vorherrschendes Todeskonzept (Übersetzung

Mehr

Sabine Brütting. Was macht der Krebs mit uns?

Sabine Brütting. Was macht der Krebs mit uns? 1 Sabine Brütting Was macht der Krebs mit uns? 3 Sabine Brütting Was macht der Krebs mit uns? Kindern die Krankheit ihrer Eltern erklären wird im Auftrag der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)

Mehr

Karl Heinz Brisch. Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. Klett-Cotta

Karl Heinz Brisch. Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. Klett-Cotta Karl Heinz Brisch Bindungsstörungen Von der Bindungstheorie zur Therapie Klett-Cotta »Bindungsstörungen«ein internationaler Erfolg: Englischsprachige Ausgabe: Guilford 2002 Hardcover, 2004 Paperback Koreanisch:

Mehr

Ein Gesprächsschock am Abend Ängste von Patienten und Pfl egekräften

Ein Gesprächsschock am Abend Ängste von Patienten und Pfl egekräften Ängste von Patienten und Pfl egekräften Methode: Übung mit Fallbeispiel und Visualisierung Zeit: 45 Minuten Einleitung und Dunkel zählen zu den häufi gsten Vokabeln sterbenskranker Menschen, resümiert

Mehr

Bindungstheorie Bindung und Autonomie die Basis für Kompetenzentwicklung der Kinder

Bindungstheorie Bindung und Autonomie die Basis für Kompetenzentwicklung der Kinder Bildungstag Landkreis Hildburghausen im Rahmen der Implementierung des Thüringer Bildungsplanes 29. Mai, 2010 Bindungstheorie Bindung und Autonomie die Basis für Kompetenzentwicklung der Kinder Dr. Lilith

Mehr

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen.

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. ERLEBNISPSYCHOLOGIE Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. Hauptvertreter Wiener Schule (Karl Bühler, Hubert Rohracher,

Mehr

Präsentation. Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen

Präsentation. Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen Klassifikation, Diagnostik, Intervention Fribourg FS 2009 Lic. phil. Daniela Bleisch Papini Dr. phil. Romaine Schnyder 17.15-17.35 17.35-19.00 19.00-19.15 19.15-19.45

Mehr

Homöopathischer Fragebogen Kind

Homöopathischer Fragebogen Kind Homöopathischer Fragebogen Kind Lieber Patient, liebe Eltern! Name des Kindes: Vorname: Straße: PLZ, Ort: Name Mutter/Vater: Telefon: Mobiltelefon: E-Mail: Geburtsdatum des Kindes: Krankenkasse: In der

Mehr

Unser Rücken Meisterwerk der Technik?! M.A. Gina Haatz

Unser Rücken Meisterwerk der Technik?! M.A. Gina Haatz Unser Rücken Meisterwerk der Technik?! M.A. Gina Haatz Unsere Urahnen Typisch Mensch 99,9% der Gene von Schimpansen und Menschen stimmen überein! Doch über Rückenschmerzen redet nur der Mensch! Heute:

Mehr

Präventive psychotherapeutische Hilfen für Kinder schwer körperlich erkrankter Eltern

Präventive psychotherapeutische Hilfen für Kinder schwer körperlich erkrankter Eltern Präventive psychotherapeutische Hilfen für Kinder schwer körperlich erkrankter Eltern Kinder- und jugendpsychiatrischer Nachmittag Kinder körperlich kranker Eltern Fragen von Kindern an ihre Mütter (M.

Mehr

Wie können Pflegefachpersonen den Kindern krebskranker Mütter oder Väter hilfreich begegnen? Dipl.- Psych. Elke Reinert

Wie können Pflegefachpersonen den Kindern krebskranker Mütter oder Väter hilfreich begegnen? Dipl.- Psych. Elke Reinert 13. Internationales Seminar Onkologische Pflege - Fortgeschrittene Praxis Wie können Pflegefachpersonen den Kindern krebskranker Mütter oder Väter hilfreich begegnen? Dipl.- Psych. Elke Reinert Organigramm

Mehr

Predigt über Johannes 16, Mai 2015, Kreuzkirche Reutlingen, Pfarrerin Carolin Braun

Predigt über Johannes 16, Mai 2015, Kreuzkirche Reutlingen, Pfarrerin Carolin Braun Predigt über Johannes 16, 5-15 17. Mai 2015, Kreuzkirche Reutlingen, Pfarrerin Carolin Braun Der Heilige Geist - das ist mehr so ein Engel, der hilft Gott. So heißt ein Buch, in dem Schülerinnen und Schüler

Mehr

Natürlich habe ich auch dazu eine Grafik vorbereitet, die dieses Geschehen besser verdeutlichen soll.

Natürlich habe ich auch dazu eine Grafik vorbereitet, die dieses Geschehen besser verdeutlichen soll. Die natürliche Heilkrise Bis jetzt haben wir uns in diesem Kapitel ausschließlich mit Krankheiten und ihrer Entstehung beschäftigt. Wo bleibt die Heilung? Nun, im nächsten Abschnitt werde ich einerseits

Mehr

Traumatische Erfahrungen und soziale Kompetenz: Herausforderungen und Chancen

Traumatische Erfahrungen und soziale Kompetenz: Herausforderungen und Chancen Traumatische Erfahrungen und soziale Kompetenz: Herausforderungen und Chancen Ein paar schwierige Fragen Gibt es eine Flüchtlingskrise? Falls ja, wer hat sie? Wie kann man verstehen, dass Geflüchtete bei

Mehr

Kinderschutzbund Köln Kinderschutz-Zentrum. Elterncafé und Spiel-Raum: Frühe Hilfen für Familien. im Kinderschutz- Zentrum Köln

Kinderschutzbund Köln Kinderschutz-Zentrum. Elterncafé und Spiel-Raum: Frühe Hilfen für Familien. im Kinderschutz- Zentrum Köln Elterncafé und Spiel-Raum: Frühe Hilfen für Familien im Kinderschutz- Zentrum Köln Was trägt zum Aufbau einer gelingenden Mutter-Kind-Beziehung Entwicklung der Fähigkeit, die Gefühle des Kindes wahrzunehmen,

Mehr

Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst. Tobias Teismann. Grübeln. BALANC E ratgeber

Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst. Tobias Teismann. Grübeln. BALANC E ratgeber Grübeln Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst Tobias Teismann BALANC E ratgeber Tobias Teismann Grübeln Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst unter Mitarbeit von Ruth von Brachel,

Mehr

Gesundheits- und Risikoverhalten von Berliner Kindern und Jugendlichen

Gesundheits- und Risikoverhalten von Berliner Kindern und Jugendlichen Gesundheits- und Risikoverhalten von Berliner Kindern und Jugendlichen Ergebnisse der HBSC- Studie 2006 Pressekonferenz 17.09.2008 SenGesUmV - I A- Stand Juni 08 / Folie -1- Gliederung Was ist die HBSC-Studie?

Mehr

DIE HEILSAME WIRKUNG DES LABYRINTHS AUF TIERE UND MENSCHEN Ruth Binder, TTEAM Practitioner für Pferde und Hunde, Wien

DIE HEILSAME WIRKUNG DES LABYRINTHS AUF TIERE UND MENSCHEN Ruth Binder, TTEAM Practitioner für Pferde und Hunde, Wien DIE HEILSAME WIRKUNG DES LABYRINTHS AUF TIERE UND MENSCHEN Ruth Binder, TTEAM Practitioner für Pferde und Hunde, Wien Als ich Linda Tellington Jones vor 14 Jahren das erste Mal bei einer Demonstration

Mehr

Angebote von refugio stuttgart e.v.

Angebote von refugio stuttgart e.v. Angebote von refugio stuttgart e.v. Der Verein refugio stuttgart e.v. hat es sich zum Ziel gesetzt, extrem traumatisierten Menschen, Folter- und Vergewaltigungsopfern, Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlingen

Mehr

PSYCHISCHE STÖRUNGEN BEI SOLDATEN DER BUNDESWEHR DIE ROLLE DER INANSPRUCHNAHME VON HILFE UND BARRIERS TO CARE

PSYCHISCHE STÖRUNGEN BEI SOLDATEN DER BUNDESWEHR DIE ROLLE DER INANSPRUCHNAHME VON HILFE UND BARRIERS TO CARE PSYCHISCHE STÖRUNGEN BEI SOLDATEN DER BUNDESWEHR DIE ROLLE DER INANSPRUCHNAHME VON HILFE UND BARRIERS TO CARE Dr. Sebastian Trautmann Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie Technische Universität

Mehr

Tinnitus. Ich höre was, was du nicht hörst! 1Copyright by HEXAL AG 2008

Tinnitus. Ich höre was, was du nicht hörst! 1Copyright by HEXAL AG 2008 Ich höre was, was du nicht hörst! Copyright by HEXAL AG 2008 Copyright by HEXAL AG 2008 med.: Ohrgeräusche, Ohrensausen 3 Mill. Betroffene in Deutschland jeder 4. Deutsche einmal im Leben Wie wir hören

Mehr

Modelle zum Handlungslernen

Modelle zum Handlungslernen Modelle zum Handlungslernen Inhaltsübersicht 1. Ein kybernetische Modell der Handlung 2. Ein Modell der Handlungsregulation 3. Ein Modell der Wahrnehmung 4. Ein Modell des Lernens durch Handeln 5. Ein

Mehr

Ressourcen fördern - Psychoedukation bei Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern

Ressourcen fördern - Psychoedukation bei Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern Ressourcen fördern - Psychoedukation bei Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern Wissenschaftliche Mitarbeiterin Diplom- Sozialpädagogin/ Diplom- Sozialarbeiterin Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Mehr

Wie kann pädagogisches Handeln zur Unterstützung und zur Selbstbemächtigung von traumatisierten Kindern beitragen?

Wie kann pädagogisches Handeln zur Unterstützung und zur Selbstbemächtigung von traumatisierten Kindern beitragen? Wie kann pädagogisches Handeln zur Unterstützung und zur Selbstbemächtigung von traumatisierten Kindern beitragen? Workshop 24.6.2015 Referentin: Heike Karau Zentrum für Traumapädagogik, Hanau info@ztp.welle.website

Mehr

Schweigen schützt die Falschen Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport

Schweigen schützt die Falschen Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport Schweigen schützt die Falschen Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport Etwa jedes 4. bis 5. Mädchen und jeder 9. bis 12. Junge macht mindestens einmal vor dem 18. Lebensjahr eine sexuelle

Mehr

VORLESUNGSREIHE KJP WS 2012/2013

VORLESUNGSREIHE KJP WS 2012/2013 19.07.2012 VORLESUNGSREIHE KJP WS 2012/2013 Das Leben ist komplex! PD Dr. med. Andrea Ludolph Dr. Dipl.-Psych. Nina Spröber Übersicht Vorstellung eines komplexen Behandlungsverlaufs Zusammenarbeit mit

Mehr

Narzissmus bei Führungskräften. Narziss Caravaggio ( )

Narzissmus bei Führungskräften. Narziss Caravaggio ( ) Narziss Caravaggio (1571 1610) 1 Workshop Narzissmus bei Führungskräften Werner Berschneider 2 Sinnorientierung in der Wirtschaft a) Beitrag der Gesellschaft: Bewusstheit: Wir leben inmitten unserer Wirtschaft

Mehr