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1 spezial medica mondiale Rückblick 2006 Aus dem Inhalt: Menschenrechtsarbeit: Im Focus: der Kampf gegen Selbstverbrennungen in Afghanistan Trauma-Arbeit: medica mondiale entwickelt weltweit gefragte Standards Projekteförderungen: Frauenhäuser in Kambodscha Kleinkredite im Kongo medica mondiale Afghanistan: Eine Schulung für 700 Polizisten Ein Frauenhaus für Herat medica Kosova: Aufbruch in den Dörfern:»Wir Witwen sind nicht tot!«liberia: Ein Frauenzentrum in Fishtown hilft bei der Heilung Aktion und Engagement: Regionale Arbeitsgruppen machen sich stark Ausblick: Lauter und provokativer Finanzieller Überblick 2006 Das können Sie tun! Krieg ist immer Gewalt gegen Frauen

2 Editorial Viele Frauen sind in ihren Lebensentwürfen und politischen Vorstellungen schon sehr viel weiter, als ihnen die männlich dominierten Sitten und Bräuche ihrer Heimatregion zugestehen wollen. Wie es durch Mut und Hartnäckigkeit gelingen kann, diese Traditionen aufzubrechen, zeigt wegweisend der bosnische Kriegsopferstatus: Nach langem politischem Kampf respektiert die bosnische Regierung seit 2006 mit finanzieller Unterstützung und sozialer Anerkennung die Leiden der überlebenden Frauen und die lebenslangen Folgen, die aus der erlittenen Gewalt resultieren. In Afghanistan hingegen herrschen auch heute noch die härtesten Bedingungen für die weibliche Bevölkerung. Wir sprechen von Frauenrechten in einem Land, in dem junge Mädchen keinen anderen Ausweg vor völliger Entrechtung sehen, als sich selbst zu verbrennen dazu legte medica mondiale die erste umfassende Studie vor. Wir berichten jedoch mit Beispielen unserer Arbeit auch, wie mit langem Atem Veränderung möglich ist. Lesen Sie bitte, wie wir neue Schritte im Kampf gegen Kinderverheiratung gegangen sind, scheinbar Unmögliches wie die Realisierung eines Frauenschutzhauses in Herat unterstützt haben oder ein landesweites Treffen von 150 Frauen aus 14 Provinzen organisierten, um über das brisante Thema»Schutz für Frauen«zu diskutieren. Ohne Sensibilisierung der Männer kommen wir in diesem Land nicht vorwärts, daher haben wir 700 Polizisten über Frauenrechte aufgeklärt denn bisher trauen sich Frauen, die Gewalt erlitten haben, nicht auf die Polizeistationen aus Angst vor weiterer Gewalt. Auch im Kosovo wissen serbische und kosovo-albanische Frauen, dass gerade nach den Kriegsschrecken ein offenes Miteinander notwendig ist und wie sich dieses gemeinsam gestalten lässt. Anstatt diese Kooperation als beispielgebend anzuerkennen und für die zähen Friedensverhandlungen zu nutzen die bisher ohne Beteiligung der Frauen stattfinden bezieht sich der UN- Sondergesandte Athisaari lieber auf die regionalen männlichen Sitten, die Frauen eben nicht vorsähen. Auch im Nachkriegs-Deutschland sind alte betroffene Frauen inzwischen mehr als bereit in geschützten Räumen zu sprechen. Aber auch hier wird dieser Prozess immer wieder gebremst und Chancen vergehen ungenutzt. Anders als der TV-Zweiteiler»Die Flucht«, der die Vergewaltigungen der Frauen durch Siegermächte wie Wehrmacht-Soldaten offen thematisierte, blieb das Leid der Frauen bei der Ausstellung»Flucht, Vertreibung und Integration«bis zum Schluss vernachlässigt. Gegen diese Ignoranz hat medica mondiale seit Anfang 2006 laut protestiert und nach zähem Ringen zumindest erreicht, dass die Ausstellungsmacher eine kleine Vitrine mit Tagebüchern aufstellten und am dritten Ausstellungsort ein Begleitprogramm zum Thema lief. Auf eine wirklich angemessene Darstellung und öffentliche Debatte müssen die Frauen wohl noch weiter warten. Dies werden nicht mehr viele von ihnen erleben! Damit Ärztinnen, psychosoziale Beraterinnen oder Juristinnen sensibler in ihrer Arbeit mit traumatisierten Frauen vorgehen, haben wir standardisierte Fortbildungs- Module entwickelt, damit einheimische Fachfrauen und MitarbeiterInnen internationaler Hilfsorganisationen noch systematischer geschult werden beziehungsweise selber schulen können. Während die Kolleginnen in Afghanistan sich nach fünfjähriger Aufbauarbeit im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe für die zukünftige Unabhängigkeit vom Kölner»Mutterschiff«entschieden haben, bauen die Frauen im bitterarmen Südosten Liberias gerade ihr Frauenprojekt auf. Nach jahrelangem Krieg und endloser Angst können sie endlich zur Ruhe kommen, etwas lernen und beginnen, über die Schrecken zu sprechen. So wie es die Frauen im Kosovo voller Schmerzen gelernt haben.»zuerst habt ihr meiner Mama die Seele geheilt, jetzt können wir mit eurer Kuh alleine überleben!«, sagt der kleine Sohn einer Klientin unseres Landwirtschafts-Projektes in Gjakova. All diese schwierige und erfolgreiche Arbeit könnten wir nicht ohne Ihre Unterstützung realisieren. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich. Seien Sie bitte weiterhin mit uns gemeinsam hartnäckig, engagieren Sie sich im wachsenden Netzwerk von regionalen Aktionsgruppen, informieren Sie KollegInnen und FreundInnen, unterstützen Sie uns finanziell. Einen herzlichen Gruß, Ihre Impressum Herausgeberin: medica mondiale e.v.. Hülchrather Straße Köln Tel.: 02 21/ Fax: 02 21/ Spendenkonto: medica mondiale e.v. Sparkasse KölnBonn BLZ Konto-Nr Titelbild: Offiziell herrscht»frieden«in der Demokratischen Republik Kongo Frauen und Mädchen merken davon wenig: Im Ostkongo werden nach wie vor jeden Monat Hunderte von Frauen vergewaltigt und verstümmelt. Mit den Folgen haben sie noch Jahre danach zu kämpfen. medica mondiale hilft durch die kongolesische Frauenorganisation PAIF und mit Unterstützung des Weltgebetstags der Frauen. Vorstand: Eva Bruchhaus, Dr. Monika Hauser, Elisabeth Haines Redaktion und V.i.S.d.P.: Dr. Monika Hauser Redaktionelle Mitarbeit an diesem Heft: Martina Grantz, Chantal Louis, Valerie Jacob Fotos: medica mondiale, dpa (S. 14), ARD Degeto/Conny Klein (S.4), Ursula Meissner (Titel, S. 3, 5, 9, Rückseite), Hildegard Scheu/medica international (S. 8), Susanne Alck (S. 8), Viktor Vahlefeld (S. 17) Layout: bleydesign, Köln. Druck: Köllen Druck, Bonn 2

3 Lobby- und Menschenrechtsarbeit Immer mehr afghanische Mädchen und Frauen wählen die Selbstverbrennung als letzten Protest gegen ihr entrechtetes Leben. Im Fokus: Der Kampf gegen Selbstverbrennungen Jedes Jahr töten sich in Afghanistan mehrere hundert Frauen und Mädchen, indem sie sich selbst anzünden. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. medica mondiale machte dieses Thema zum Forschungs- und Lobbyschwerpunkt des Jahres 2006: Wir legten die erste systematische Untersuchung über Ausmaß und Ursachen der Selbstverbrennungen vor. Im November lud mm zu einer internationalen Fachkonferenz nach Kabul und konnte so weltweit Aufmerksamkeit für die verzweifelte Lage der afghanischen Frauen und den letzten Ausweg wecken, den immer mehr von ihnen wählen. Wie verzweifelt muss eine Frau sein, wenn sie sich mit Öl oder Petroleum übergießt und selbst anzündet? Immer mehr afghanische Frauen und Mädchen ziehen den qualvollen Feuertod ihrem Leben vor, das tagtäglich von Gewalt geprägt ist. Um mehr über Ursachen und Ausmaß von Selbstverbrennungen afghanischer Frauen zu erfahren, führte medica mondiale eine dreimonatige Untersuchung in Kabul, Wardak und Herat durch. Insgesamt 900 Menschen wurden befragt, darunter rund 100 überlebende Frauen, deren Familien, medizinisches Fachpersonal an Krankenhäusern und Polizeibeamte. Im November 2006 legte medica mondiale eine systematische Dokumentation vor, die erstmals ein klares Bild der verzweifelten»ich flehte meinen Vater an, mich nicht wegzugeben. Der Mann, den ich heiraten sollte, war 55 Jahre älter als ich. Mein Vater erhörte meine Bitten nicht. Ich floh panisch und übergoss mich im Hof mit einem Kanister Petroleum.Drei Monate nach der Hochzeit begann mein Mann mich zu schlagen, täglich, auch als ich schwanger war. Irgendwann hielt ich die Schmerzen nicht mehr aus. In der Küche übergoss ich mich mit Öl und entzündete ein Streichholz.«Taten zeichnet: Zwangsheiraten und die Angst davor, fehlender Zugang zu Bildung, Gesundheit und Arbeit, häusliche und sexualisierte Gewalt durch Ehemänner und deren Familien, traditioneller Tausch von Mädchen zur Beilegung eines Konflikts zwischen zwei Familien und auch Entführungen durch Warlords all dies nennen die Befragten als Gründe dafür, dass immer mehr Frauen und Mädchen zwischen 10 und 40 Jahren ihrem Leben unter diesen Bedingungen ein Ende setzen, indem sie sich mit Brennstoffen übergießen und in Brand setzen. 80 Prozent der Brandopfer sterben an den Folgen ihrer Verbrennungen, die Überlebenden bleiben entstellt und stigmatisiert. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: In einigen Fällen handelte es sich um einen Brandanschlag auf die Frau, den die Mörder später als»selbstmord«getarnt hatten. Um die Untersuchungsergebnisse Öffentlichkeit und Politik vorzustellen, veranstaltete medica mondiale im November 2006 eine groß angelegte dreitägige internationale Fachkonferenz mit ReferentInnen aus Indien, Sri Lanka, Bangladesh, Iran, Irak, Usbekistan und Tadschikistan. Dort diskutierten 200 TeilnehmerInnen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft das Thema Selbstverbrennungen und erarbeiteten Empfehlungen für eine wirkungsvolle Strategie zum Schutz gefährdeter Frauen. Auf Grundlage dieser Empfehlungen wird medica mondiale in den kommenden Monaten das afghanische Gesundheits- und das Frauenministerium beraten. Gemeinsam sollen effektive Maßnahmen zu deren Umsetzung entwickelt werden. Die Untersuchung über Selbstverbrennungen wurde finanziert von UNFPA. Bericht und Konferenz wurden durch finanzielle Zuwendungen der Dänischen Botschaft ermöglicht. Das Schweigen und das Tabu brechen die Konferenz zeigt erste Wege auf. 3

4 Foto: ARD Degeto/Conny Klein»Das Leid der Frauen wird nicht thematisiert.«maria Furtwängler in dem ARD-Zweiteiler»Die FluchtFlucht und Vertreibung«Nach den Protesten von medica mondiale wurde die Ausstellung»Flucht, Vertreibung und Integration«um Dokumente über Vergewaltigungen erweitert. Am dritten Ausstellungsort Leipzig lief schließlich ein von mm initiiertes Begleitprogramm zum Thema. Die Frau im Publikum stand auf und erzählte den rund 100 ZuhörerInnen, wie sie als achtjähriges Mädchen von russischen Soldaten vergewaltigt wurde. Eine Anerkennung und damit eine Rente als Kriegsopfer wurde ihr verweigert. Begründung: Sie konnte die zwei erforderlichen Zeugen für das Verbrechen nicht beibringen.»das ewige Tabu sexualisierte Gewalt als Kriegserfahrung von Frauen damals und heute«lautete das Thema der Podiumsdiskussion, die auf Initiative von medica mondiale als ein Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung»Flucht und Vertreibung«in Leipzig veranstaltet wurde. Auf dem Podium: Dr. Monika Hauser, der Historiker Erik Franzen und Rainer Kaps, der das Tagebuch seiner Mutter, in dem sie auch über ihre Vergewaltigung nach Kriegsende geschrieben hatte, der Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte. Allerdings war dies sowie die Aufstellung einer Vitrine mit weiteren Dokumenten erst auf Protest von medica mondiale hin geschehen. Dem Protest hatten sich Prominente wie Margarethe Mitscherlich und Horst Eberhard Richter angeschlossen. Auch Maria Furtwängler, die die Hauptrolle in dem TV-Zweiteiler»Die Flucht«gespielt hatte, kritisierte die Ausstellung heftig:»bei allem dokumentarischen Eifer werden das Elend, die Gewalt und die Vergewaltigungen, die gerade die Frauen während ihrer Flucht und Vertreibung ertragen mussten, nicht thematisiert.«zwischen Brüssel und Kabul Zum Internationalen Frauentag organisierte medica mondiale in Zusammenarbeit mit dem afghanischen Frauenministerium eine Videokonferenz. Thema war die noch immer schleppende Umsetzung der UN-Resolution 1325 in Afghanistan. EU-Parlamentarierin Lissy Gröner verspricht Afghaninnen Unterstützung. Am 8. März um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit saßen in Brüssel, Kabul und anderen afghanischen Städten insgesamt 31 Frauen gespannt vor ihren Bildschirmen: Dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission konnten sie sich zwei Stunden lang über die praktische Umsetzung der UN-Resolution in ihrem Land austauschen. Die Resolution verlangt, dass Frauen aktiv an Friedensverhandlungen beteiligt werden, und fordert besonderen Schutz vor sexualisierter Gewalt für Frauen und Mädchen in Krisengebieten. Die Diskutantinnen: Lissy Gröner, SPD-Europaabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau, die afghanische Frauenministerin Dr. Massouda Jallal, weitere Mitarbeiterinnen des Frauenministeriums und acht Parlamentarierinnen. Außerdem waren Mitarbeiterinnen des medica mondiale-büros in Kabul sowie Vertreterinnen lokaler und internationaler NGOs und der Medien zugeschaltet. Die Parlamentarierinnen betonten, 4

5 Kampagne gegen Kinderheirat Einen Tag vor dem 8. März war es soweit: Fünf Millionen Heirats-Zertifikate waren erstellt, Poster gedruckt und die ersten 35 Richter geschult. Mit einer Kampagne zur Ehe-Registrierung hat medica mondiale Afghanistan einen großen Schritt im Kampf gegen die Kinderheirat in Afghanistan getan. Es war eine feierliche Zeremonie, als die Richter, die sechs Tage lang zum Thema Ehe- Registrierung geschult worden waren, am Vortag des Internationalen Frauentages in Kabul ihre Zertifikate überreicht bekamen. Außerdem präsentierten Mitarbeiterinnen von medica mondiale Afghanistan das Poster und die Radiospots, mit denen die Menschen über die Möglichkeit der Ehe-Registrierung bei den örtlichen Gerichten informiert werden sollen. An diesem Tag mit dabei: VertreterInnen des Obersten Gerichtshofs und des Frauenministeriums diese konnte medica mondiale als wichtige UnterstützerInnen der Kampagne zur Ehe-Registrierung gewinnen. 97 Prozent der Frauen und die afghanischen Frauen bräuchten mehr Unterstützung, um sich vor familiärer Gewalt wirksam schützen und um unabhängiger werden zu können. Wichtig seien daher unter anderem Mikrokredite und ein besserer Zugang zu Bildung für die Frauen. Gröner sicherte die Unterstützung der afghanischen Frauen durch das Europäische Parlament zu und schlug ihnen vor, konkrete Wünsche an die EU über medica mondiale zu vermitteln. Außerdem lud sie eine Delegation afghanischer Frauen zu einem Besuch des EU- Parlaments in Brüssel ein. Kinder müssen Kinder bekommen über die Hälfte der afghanischen Mädchen wird gegen ihren Willen verheiratet. 64 Prozent der Männer, so ergab eine Befragung, sind dafür, dass Eheschließungen offiziell registriert werden. Denn: Diese Registrierung hilft, Zwangsehen und Kinderheiraten zu verhindern. Sie sind in Afghanistan weiterhin an der Tagesordnung. 60 bis 80 Prozent der Mädchen und Frauen werden nach Schätzungen der Afghanischen Unabhängigen Kommission für Menschenrechte immer noch gegen ihren Willen verheiratet oft bereits im Kindesalter. Deshalb hatte medica mondiale den Kampf gegen diese Menschenrechtsverletzung zu einem Lobby-Schwerpunkt gemacht. So hatte eine Unterschriftenaktion 6000 Unterschriften gegen Kinderheirat zusammengebracht, die am 26. Januar 2006 an Präsident Hamid Karsai übergeben wurden. Invalidinnenstatus für bosnische Frauen Nach einer jahrelangen Kampagne haben es die bosnischen Frauen 2006 endlich geschafft: Auch vergewaltigte Frauen werden als Kriegsopfer anerkannt. Dieser Akt der Entschädigung und gesellschaftlichen Anerkennung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt ist weltweit einzigartig. Seit einigen Jahren kämpfen bosnische Frauenorganisationen für einen Invalidinnenstatus für bosnische Frauen, die im Krieg vergewaltigt wurden. Letztes Jahr war schließlich das entscheidende Jahr. Acht Frauenorganisationen, angeführt von Medica Zenica, taten sich zusammen, um öffentlich von PolitikerInnen ihres Landes einen Status für weibliche Kriegsopfer einzufordern. Viele der überlebenden Frauen sind aufgrund ihrer körperlichen und seelischen Verletzungen nicht imstande, sich und ihre Familien zu versorgen. Auf Druck der Kampagne, die durch den Goldenen Bären für Jasmila Zbanics Film»Esmas Geheimnis«und über

6 Mit ihrem preisgekrönten Film brachte Jasmila Zbanic das Leid der bosnischen Frauen wieder an die Öffentlichkeit. Unterschriften von bosnischen KinogängerInnen enorme Unterstützung erfuhr (siehe auch Seite 16), wurde nun letztes Jahr beschlossen, dass auch Vergewaltigungsopfer unter das Entschädigungsgesetz fallen und damit Anspruch auf eine Zahlung aus dem entsprechenden Haushaltstitel haben. Die explizite Unterstützung durch den Hohen Repräsentanten und langjährigen mm-unterstützer Christian Schwarz-Schilling war zusätzlich sehr hilfreich. 100 Euro monatlich soll jede betroffene Frau bekommen. Ebenso wichtig wie die praktische Unterstützung ist jedoch der symbolische Wert dieser Rente: Endlich werden die Leiden der vergewaltigten Frauen offiziell anerkannt. Bislang ist dieses Beispiel von Entschädigung und gesellschaftlicher Anerkennung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt einzigartig auf der Welt. Das bosnische Beispiel kann nun von anderen Frauenorganisationen in Krisenregionen als Modell genutzt werden, um Druck auf ihre Regierungen auszuüben, die Bedürfnisse und Rechte vergewaltigter Frauen ernst zu nehmen, anstatt sie totzuschweigen. Kosovarinnen und Serbinnen gemeinsam Auf der Konferenz»Frauen, Frieden und Sicherheit«in Mazedonien sprachen sich kosovarische und serbische Frauen der»women s Peace Coalition«für einen unabhängigen Kosovo aus und beklagten das Fehlen von Frauen bei den Wiener Verhandlungen über den Status des Kosovo. Die Serbinnen entschuldigten sich bei den Kosovarinnen für die Kriegsverbrechen. Es war ein ergreifender Moment, als die serbischen Teilnehmerinnen der Konferenz sich bei den Kosovarinnen entschuldigten für die Gräuel, die das serbische Regime an ihnen und ihren Angehörigen im Krieg begangen hatte. Diese Erklärung rührte die Frauen beider Seiten zu Tränen und machte deutlich, dass ein friedliches Miteinander und seelische Heilung möglich sind, selbst nach einer traumatischen Kriegsvergangenheit mit Folter und Vergewaltigung. In der»women s Peace Coalition«arbeiten serbische und kosovarische Frauen der Organisationen medica Kosova, Kosova Women s Network und Women in Black seit Frühsommer 2006 zusammen, um die Interessen der Frauen bei den Verhandlungen über den Status des Kosovo zu vertreten und sich für den Frieden zu engagieren. So einigte sich die»women s Peace Coalition«darauf, dass ein unabhängiger Staat Kosovo die beste Lösung für nachhaltigen Frieden und Sicherheit sei. Alle anwesenden Frauen, darunter auch medica Kosova-Leiterin Veprore Shehu, brachten zum Ausdruck, dass sie einen eigenstän- digen Staat befürworten, in dem sich sowohl Kosovarinnen als auch Serbinnen mit ihren Familien sicher und zu Hause fühlen können. Daher war es ein Ziel der Konferenz, die Teilnahme von Frauen an den Friedensverhandlungen zu erreichen. Bisher war der Kosovo mit sieben Männern vertreten, auf serbischer Seite gab es lediglich eine weibliche Vertreterin. Der UN- Sondergesandte Martti Ahtisaari hatte dies auf Anfrage kosovarischer Frauenorganisationen damit erklärt, dass es»nicht den kulturellen Gepflogenheiten des Kosovo entspricht, Frauen zu beteiligen«. Außerdem seien die UN»nicht in der Verantwortung, KandidatInnen zu stellen«. Dafür sei»die kosovo-albanische Führung zuständig«.»die UN hat die Macht, Druck auszuüben, damit Frauen an den Verhandlungstisch kommen«, entgegnet medica Kosova- Chefin Shehu.»Aber selbst auf UN-Seite nimmt nur eine Frau an den Verhandlungen teil.«medica Kosova drängt weiterhin darauf, dass die UN, die durch ihre Resolution 1325 zur Einbeziehung von Frauen verpflichtet sind, diese auch einhalten. 6

7 Trauma-Arbeit Training zur Trauma-Beratung durch mma-mitarbeiterin im Juli 2006 in Kabul Trauma-Beratungen nach dem Schneeballsystem Rahmen internationaler Studiengänge durch. Aus der Erfahrung dieser Veranstaltungen haben wir nun ein- bis dreitägige Fortbildungsmodule in englischer und deutscher Sprache entwickelt, die in 2007 u.a. von den Trainerinnen des medica mondiale-fachfrauenpools weiterverbreitet werden. Denn Fachkräfte, die in Krisenoder Nachkriegsregionen tätig sind, können sofern sie geschult sind maßgeblich dazu beitragen, Frauen und Mädchen vor erneuter Gewalt und Retraumatisierungen zu schützen. Die Trainingsprogramme in Afghanistan wurden neben privaten Spenden maßgeblich gefördert vom Auswärtigen Amt (Zivik) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Entwicklung des Fortbildungsmoduls wurde durch private Spenden und durch Zuwendungen des Sigrid Rausing Trusts ermöglicht. Immer mehr kriegstraumatisierte Frauen sollen psychosoziale Beratungen durch geschulte Fachfrauen bekommen. Deshalb war die Einführung standardisierter Fortbildungsmodule und -materialien in 2006 ein Schwerpunkt von medica mondiale. So brachten wir in Kabul das Basismodul»Psychosoziale Beratung«samt Trainingshandbuch auf Englisch und Dari heraus. Bis Ende 2006 hat medica mondiale Afghanistan (mma) insgesamt 53 Mitarbeiterinnen aus Frauenschutzhäusern und NGOs in traumasensibler»psychosozialer Beratung«geschult. Darunter auch vier Beraterinnen von»care international«sie leiten nun in verschiedenen Distrikten Kabuls Gruppen für gewaltbetroffene Frauen an. Die Gruppen werden von mma weiter begleitet: Bei anfangs wöchentlichen, jetzt monatlichen Treffen tauschen sich die vier Beraterinnen mit der mma-koordinatorin des psychosozialen Departements aus, die ihnen mit fachlicher Unterstützung zur Seite steht. Damit die Fortbildungsmodule kontinuierlich und längerfristig vor Ort angeboten werden können, werden 2007 afghanische Mitarbeiterinnen von mma eine»training of Trainers«-Ausbildung durchlaufen. So können zukünftig durch die Verbreitung von Beratungs- und Traumafortbildungen sehr viel mehr Frauen direkte Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Probleme bekommen. Die Schulungen von medica mondiale sind weiterhin international gefragt. Sieben Fortbildungen und Seminare zu den Themen»Sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Krieg«und»Traumatisierung als Folge von Menschenrechtsverletzungen«führte mm für Organisationen wie Caritas Schweiz oder die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) und auch an Universitäten im Trainingsmanual zur Traumaberatung, entwickelt von Dr. Sybille Manneschmidt, Koordinatorin des Psychosozialen Departments in Kabul,

8 Projekteförderungen Sierra Leone Weltweit im Einsatz für Frauen und Mädchen Unzählige kleine Frauenorganisationen in Kriegs- und Krisengebieten kämpfen alljährlich um ihre finanzielle Existenz. Dabei ist ihr unermüdlicher Einsatz gegen sexualisierte Gewalt und für die Rechte von Frauen und Mädchen unverzichtbar. Mit kleineren Fördersummen haben wir auch im Jahr 2006 wieder verschiedene Frauenprojekte unterstützt, zum Beispiel in Kambodscha, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo. Foto: Hildegard Scheu/medica international»für viele unserer Patientinnen hat hier ein neues Leben begonnen.«kambodscha Foto: Susanne Alck Ein sicherer Ort für Frauen eines der sieben Schutzhäuser in Poipet sich dort in den letzten Jahren immer weiter aus förderte medica mondiale die Frauenorganisation Strey Khmer beim Aufbau von Schutzhäusern in der Provinz um Poipet. In diesen Schutzhäusern finden Frauen, die von ihren Männern geprügelt oder von Frauenhändlern zur Prostitution gezwungen werden, eine sichere Zuflucht. Die Leiterinnen der Frauenhäuser werden regelmäßig von Strey Khmer geschult. So können sie medizinische und psychosoziale Erstversorgung leisten und wissen um die gesetzlichen Rechte von Frauen. Dieses Wissen geben sie an viele andere weiter: Sie leisten Aufklärungsarbeit auf Marktplätzen und in den Gemeinden, denn die Frauen nehmen die tagtägliche Gewalt gegen ihr Geschlecht als Normalzustand hin, weil sie ihre Rechte nicht kennen. Das soll sich mit der beständigen Arbeit von Strey Khmer ändern. Anfang 2006 haben die Mitarbeiterinnen das erste Frauenhaus eingerichtet, inzwischen sind es sieben. Frauenhäuser im Grenzgebiet Nirgendwo in Kambodscha herrscht so viel Elend, so viel Gewalt gegen Frauen wie in Poipet an der Grenze zu Thailand. Häusliche Gewalt ist an der Tagesordnung. Und auch Zwangsprostitution und Frauenhandel breiten Die Leiterinnen der Frauenhäuser sind entschlossen, die Unterstützung für Frauen noch weiter auszubauen. Der nächste Schritt soll die Anschaffung von Nähmaschinen sein, damit die Frauen ein Handwerk erlernen und sich ein eigenes Einkommen erwirtschaften können. 8

9 Medizinische Versorgung nach dem Bürgerkrieg Etwa Frauen und Mädchen wurden während des Bürgerkriegs in Sierra Leone vergewaltigt. Viele von ihnen wurden von Rebellen verschleppt und mussten ihnen über Jahre hinweg sexuell zu Diensten sein. Diejenigen, die den Krieg und die Vergewaltigungen überlebten, brauchen dringend medizinische Versorgung. Sonst bleiben die schwersten inneren Verletzungen, Verstümmelungen und Infektionen der Geschlechtsorgane, die sie davongetragen haben, unbehandelt. So haben viele Frauen nach Vergewaltigungen sogenannte»vesiko/recto-vaginale Fisteln«, eine Öffnung zwischen Blase oder Darm und Scheide. Sie verlieren ihre Ausscheidungen, riechen sehr stark und werden daher wie Aussätzige behandelt und von ihren Familie und Gemeinde verstoßen. Um diese Frauen kümmert sich die Frauenorganisation Graceland Counselling Service mit Sitz in Freetown. medica mondiale unterstützte 2006 das medizinisch-gynäkologische Programm des Graceland Counselling Service. Rund 45 Frauen und Mädchen erhielten gynäkologisch-medizinische Versorgung und psychosoziale Beratungen. Im Lumley- Zentrum von Graceland können Frauen und Mädchen außerdem an Alphabetisierungs- und Ausbildungskursen teilnehmen. Das Zentrum ist sowohl Gesundheitsstation als auch sozialer Treffpunkt. Bondu Manyeh, die Leiterin von Graceland, zieht nach einem Jahr Bilanz und stellt fest:»für viele unserer Patientinnen hat hier ein neues Leben begonnen.«demokratische Republik Kongo Kleinkredite in Kalehe Trotz des Friedensabkommens von 2003 und den ersten demokratischen Wahlen 2006 kommt der Kongo nicht zur Ruhe. Insbesondere in den Ostprovinzen des Landes flammten in jüngster Zeit wieder Kämpfe auf und tausende Menschen sind auf der Flucht. Vor allem für Frauen und Mädchen hat sich die Situation abermals massiv verschärft, und die meisten Menschen im Osten des Kongo wissen von unzähligen Vergewaltigungen und Entführungen zu berichten, sowohl durch Rebellen als auch durch die kongolesische Armee. In den ostkongolesischen Städten Goma und Kalehe setzt sich die Frauenrechtsorganisation PAIF (Promotion et Appui aux Initiatives Féminines) seit über 10 Jahren für Frauen ein, die sexualisierte Kriegsgewalt überlebt haben. PAIF ermöglicht diesen Frauen medizinische und psychosoziale Betreuung, organisiert sie in Selbsthilfegruppen und vergibt Kleinstkredite zur Überlebenssicherung. medica mondiale kooperiert mit PAIF seit 2004 und vermittelt Fördergelder. In 2006 konnten wir die finanzielle Unterstützung des Weltgebetstags der Frauen mobilisieren und so folgende Projekte realisieren: PAIF versorgte rund 120 vergewaltigte Frauen medizinisch und überwies sie, wenn nötig, an das Krankenhaus in Katana. Über 130 Frauen erhielten einen Kleinstkredit, mit dem sie ein eigenes Geschäft aufbauen können. Danke dafür an den Weltgebetstag der Frauen! Außerdem konnte PAIF für über 130 Mädchen aus Goma und Kalahe die Schulgebühren bezahlen und ermöglichte 30 Mädchen die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs in Goma. 9

10 medica mondiale Afghanistan Landesweites Treffen von afghanischen Frauenrechtlerinnen Unter der Schirmherrschaft des afghanischen Frauenministeriums und des Gouverneurs der nördlichen Provinz Balkh veranstalte medica mondiale gemeinsam mit dem UNHCR ein dreitägiges Treffen zum Thema»Schutz für Frauen«mit 150 Frauen aus 14 Provinzen revolutionär für dieses Land! Die umfassende Hilfe in den Frauenhäusern bedeutet Hoffnung und Zukunft für Frauen in Afghanistan. Frauenschutzhaus in Herat gegründet medica mondiale unterstützte drei Jahre lang die Gründung eines Frauenschutzhauses in Herat wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. In ganz Afghanistan gibt es bislang nur vier Frauenschutzhäuser. In Herat bildete medica mondiale die elf Sozialarbeiterinnen beziehungsweise Beraterinnen des neu gegründeten Schutzhauses fort und unterstützte Verwaltung und Organisation des Hauses. Das Ergebnis ist ein gut funktionierendes und meist vollständig ausgelastetes Haus. Bis zu 18 Frauen und Mädchen suchen hier Zuflucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern und anderen Familienangehörigen einige für wenige Tage, andere für mehrere Wochen oder sogar Monate. Sie bekommen psychosoziale, medizinische und rechtliche Hilfe sowie Unterstützung darin, mit ihren Familien zu sprechen und dauerhaft einen Weg aus der Gewalt zu finden. Ziel der Konferenz war es, Frauen die Möglichkeit zu geben, sich über verschiedene Themen auszutauschen, eine Bestandsaufnahme bereits erreichter Errungenschaften zu machen und zukünftige Aktivitäten zu planen. So diskutierte eine Gruppe die Auswirkungen der sich verschlechternden Sicherheitslage auf die Lebenssituation von Frauen; eine andere trug bereits vorhandene Schutzprojekte für Frauen und Mädchen in verschiedenen Landesteilen zusammen. Weitere Themen waren Rechtshilfe sowie wirtschaftliche Möglichkeiten von Frauen. Dieser Austausch war für viele der Teilnehmerinnen eine völlig neue Erfahrung. Denn die Möglichkeit, solidarisch an gemeinsamen Zielen zu arbeiten, fehlt den meisten Frauen in den ländlichen Gebieten. Ergebnisse der Arbeitsgruppen bestätigten, dass es noch immer viele Orte gibt, in denen keinerlei Schutz für Frauen und Mädchen existiert gegen alltägliche physische und strukturelle Gewalt und Unterdrückung. Die Teilnehmerinnen forderten mehr Unterstützung von psychosozialer, rechtlicher und wirtschaftlicher Hilfe bis hin zu Förderung von Frauenrechten auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. 10

11 Schulung in Frauenrechten für die afghanische Polizei Für eine afghanische Frau, die von häuslicher Gewalt betroffen ist, ist der Gang zur nächsten Polizeistation oft gefährlicher, als zu Hause in der gewalttätigen Situation zu bleiben. Denn noch gibt es bei den meisten Polizisten weder das Bewusstsein, dass auch Frauen Rechte haben, noch wissen sie, dass sogenannte»moralische Verbrechen«(wie Flucht aus der Zwangsehe) nach der neuen afghanischen Verfassung keine Delikte mehr sind. Gewalt gegen Frauen dagegen wird von der Polizei nicht als Verbrechen verfolgt. Nicht selten wird Frauen, die bei der Polizei Schutz suchen, zusätzlich Gewalt angetan. Um das zu ändern, führte medica mondiale im Sommer 2006 in 30 Polizeirevieren in Kabul und Herat Schulungen durch. medica mondiale-anwältinnen klärten insgesamt 700 Polizisten über Frauen-/Menschenrechte und Gewalt gegen Frauen auf. Sie stellten die Arbeit von medica mondiale vor und erläuterten die Funktion von Strafverteidigerinnen, ein Konzept, das in Afghanistan noch weithin unbekannt ist. Erste sichtbare Auswirkungen sind, dass Polizisten nun vermehrt Fälle von häuslicher Gewalt an das Rechtshilfe-Team von mma überweisen, die dann von unseren Anwältinnen weiter betreut werden. Erste Schritte in die Selbstständigkeit medica mondiale hat in den letzten Jahren bereits Projekte auf dem Balkan in die Unabhängigkeit begleitet nun bereitet sich auch medica mondiale Afghanistan darauf vor, auf eigenen Füßen zu stehen. 28 afghanische Mitarbeiterinnen werfen Wahlzettel in einen Karton und stimmen damit über ihre Zukunft ab. Das Ergebnis dieses Votums während des mehrtägigen Planungstreffens im April 2006 ist eindeutig: Alle Frauen wollen es wagen, medica mondiale Afghanistan in einem mehrjährigen Prozess in eine eigenständige afghanische Organisation umzuwandeln und damit auf Dauer in eigener Regie zu übernehmen. Um zukünftige Organisationsform, Ziele und Charta zu diskutieren, gründeten sie mehrere Arbeitsgruppen. Hier besprechen sie auch, welche Unterstützung in Form von Weiterbildung, finanziellen und personellen Ressourcen sie von medica mondiale benötigen werden, bis sie vollständig unabhängig sein können. Der Prozess wird in diesem Jahr fortgesetzt und die afghanischen Mitarbeiterinnen entscheiden gemeinsam mit den internationalen Projektleiterinnen und medica mondiale in Köln, welche Schritte als nächstes nötig und sinnvoll sind. medica mondiale Afghanistan wurde 2006 vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Europäischen Kommission, InWent, der Ein Votum für die Unabhängigkeit Dänischen Botschaft, dem UNHCR und dem Auswärtigen Amt/Projekt Zivik finanziert. Weitere Finanzhilfen kamen vom Weltgebetstag der Frauen und von UNFPA. medica mondiale Afghanistan in Zahlen 219 Frauen wurden in 343 Gruppen- und 477 Einzelsitzungen psychosozial beraten 45 Fachfrauen, die im psychosozialen Bereich mit Frauen und Kindern in Kabul und Herat arbeiten, wurden in traumaund gendersensitiver Beratung weitergebildet. Das psychosoziale Team produzierte 10 Radio-Sendungen über Themen wie»trauma«,»trauer«,»depression«, die in 18 Provinzen Afghanistans ausgestrahlt wurden. 34 Fachfrauen aus dem medizinischen Bereich wurden in trauma- und gendersensitiver Behandlung von Patientinnen weitergebildet Patientinnen wurden von 6 exilafghanischen Ärztinnen traumasensitiv behandelt; diese Ärztinnen leiteten 46 Kolleginnen in diesem Ansatz an. In 6 Krankenhäusern wurden vor 93 ZuhörerInnen 9 Vorträge über Gewalt gegen Frauen gehalten. 327 Frauen wurden von 12 Anwältinnen in Kabul, Herat, Kandahar und Mazar rechtlich beraten und in 79 Familien wurden Vermittlungsgespräche zur Gewaltprävention oder Reintegration der Frauen geführt. 132 Frauen wurden vor Gericht vertreten. 900 Menschen wurden zum Thema Selbstverbrennung befragt. 200 TeilnehmerInnen, darunter viele PolitikerInnen und PressevertreterInnen, nahmen an der 3-tägigen Konferenz über Selbstverbrennung teil. 11

12 »Unsere Brustkrebsvorsorge schließt eine riesige Versorgungslücke!«medica Kosova Seit 2006 kommen Frauen aus Gjakova und Umgebung zur Brustkrebsfrüherkennung in die gynäkologische Praxis von medica Kosova. medica mondiale hat ein Ultraschallgerät und eine Fortbildung für Dr. Minire Zuna finanziert. Minire Zuna war erschüttert. Immer mehr Frauen mit Brüsten mit unförmigen Tumorwucherungen kamen in ihre Praxis der medica Kosova- Gynäkologin blieb nichts anderes mehr, als Brustkrebs im weit fortgeschrittenen Stadium zu diagnostizieren. Hier musste schnell Unterstützung her. Die Häufung von Mammakarzinomen ist typisch für Nachkriegsgebiete, denn das Immunsystem der Frauen ist durch die erlittenen Traumata stark geschwächt. Nach ihrer Fortbildung in Skopje bietet Frauenärztin Zuna nun einmal pro Woche eine Ultraschall- Untersuchung an. medica Kosova versucht außerdem, endlich Öffentlichkeit für die Frauenkrankheit zu schaffen:»wir haben an einem einzigen Tag fast Unterschriften für eine Petition an das Gesundheitsministerium gesammelt und Flugblätter verteilt.«denn die Früherkennung wird sträflich vernachlässigt:»sogar die Ärztinnen und Ärzte wissen oft nicht, wie man eine Brust untersucht«, sagt Frauenärztin Zuna.»Wir schließen eine riesige Versorgungslücke!«Ein Interview mit Dr. Minire Zuna lesen Sie unter: bibliothek/infosmm/spezial/ interviewmk2007.html Die Honigproduktion bedeutet für viele Frauen zum ersten Mal ein eigenes Einkommen.»Am liebsten trage ich rot!«mit einem Landwirtschafts-Projekt finden Witwen zurück ins Leben Sie stand hinter einem Baum, die Hände auf Augen und Mund ihres kleinen Neffen gepresst. Reglos sah sie, wie das Schreckliche geschah. Dann folgte die Flucht über die 2000 Meter hohen Berge nach Albanien, Atemnot, hohes Fieber. Das war 1999, es herrschte Krieg im Kosova. Was Anita Loja 1 gesehen hat, hat sie nur wenigen Menschen erzählt und immer nur in Fragmenten. Tatsache ist, dass im Dorf Ducaj 2, aus dem sie kommt, 127 Männer und Jungen an einem einzigen Tag massakriert wurden. Seitdem hat sie fast nur geschwiegen. Sieben Jahre lang.»sie ist verrückt, muss in eine Anstalt«, hieß es. Doch ihre Mutter wollte das nicht glauben und holte sich Rat bei medica Kosova. Jetzt fährt Anita für die gesamte Frauengruppe Traktor und ist eine der Stützen des neuen landwirtschaftlichen Projektes von medica Kosova, das mehr als 100 Witwen eine neue Lebensperspektive bietet. Jahrelang kamen die Beraterinnen von medica Kosova zu der inzwischen 34-jährigen sind beharrlich immer wieder in Kontakt gegangen.»manchmal«, erzählt Anita,»habe ich geschrieen und sie weggeschickt. Ich wollte niemanden sehen. Im dunklen Zimmer bleiben. Bloß kein Licht, keine Farben. Ich war wie tot, hab nur geatmet.«so geht es vielen. Denn wenn die traumatisierten Frauen langsam wieder ins Leben finden, begehen sie einen schweren Rollenbruch: Witwen im ländlichen Kosova werden oft weggesperrt hinter dicke Mauern, sollen schwarz tragen, nicht mehr lachen, nie wieder heiraten, kurz: kein eigenes Leben mehr führen.»wenn du doch mal in die Stadt gehst«, erzählt eine der 12

13 jungen Bäuerinnen,»drehen sich alle nach dir um und fragen: Ist die wieder hinter einem Mann her? «medica Kosova hilft, diese frauenfeindlichen Bräuche langsam aufzubrechen initiierten die Mitarbeiterinnen eine kleine Frauengruppe in Ducaj. Anita wollte anfangs nicht teilnehmen:»reden, für was soll das gut sein?«dann war sie doch mit dabei. Und erzählt heute:»medica Kosova hat mir damit die Tür zum Leben wieder aufgestoßen. Ich habe gemerkt: Eine Frau alleine hat es schwer, aber gemeinsam können wir die Mauern einreißen, die sie hier um uns bauen. Wir Witwen sind nicht tot!«all Unkraut. Die Felder waren auch tot, so wie wir. Jetzt ist das Leben zurückgekommen; wenn ich unseren Traktor mit Benzin fülle, bin ich glücklich! Ich trage heute kein Schwarz mehr, ich weigere mich! Am liebsten trage ich rot.«das ist auch die Farbe des Traktors, der blank poliert in ihrer Scheunenküche steht. In den Dörfern rund um Gjakova werden dank medica Kosova frauenfeindliche Traditionen aufgebrochen und über 100 Frauen bauen sich eine eigenständige Existenz auf. Das Landwirtschaftsprojekt wird zu 25% von medica mondiale (hier maßgeblich aus Spenden der Südtiroler Bäuerinnen Organisation und der Gemeinde Laas), zu 75% vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Ein Projekt zur Trauerbegleitung wird vom Weltgebetstag der Frauen, ein weiteres für die Frauen aus Minderheiten-Enklaven von der Stiftung»Pour et Avec Autres«unterstützt. 1 Name zum Schutz geändert 2 Name aus Sicherheitsgründen geändert.»wir Witwen sind nicht tot«die Tür zum Leben wird für Frauen von mk wieder aufgestoßen Roma-Frauen im Gruppengespräch bei medica Kosova. medica Kosova in Zahlen Im landwirtschaftlichen Projekt produzierten 82 Witwen aus 8 Dörfern rund um Gjakove: kg Mais kg Gemüse kg Kastanien Quader Heu kg Weizen kg Bohnen 493 kg Honig 44 Ladungen Holz und verdienten mit ihren Produkten durchschnittlich Euro/Monat. 153 Frauen wurden mit Trauerarbeit unterstützt; 60 davon wurden bei der Bestattung von im Krieg getöteten Familienangehörigen begleitet. Die Toten wurden aus Massengräbern exhumiert und nach Gjakova zurückgebracht Frauen erhielten gynäkologische Beratung und Behandlung; 390 Frauen wurden zur weiteren Behandlung an Krankenhäuser und Kliniken überwiesen. 14 psychosoziale und Trauma-Beratungsgruppen wurden gebildet; 262 Sitzungen fanden statt. 122 Frauen erhielten individuelle Beratung in insgesamt 784 Sitzungen. 137 Frauen nahmen an juristischer Beratung in Gruppen teil; 83 Frauen erhielten individuelle Rechtsberatung in 231 Sitzungen; 10 Frauen wurden vor Gericht vertreten; meist ging es um Erbschafts-, Landund Unterhaltsrecht. Über 140 Frauen aus Minderheiten- Enklaven der Roma, Ashkali und Ägypter wurden psychosozial und gynäkologisch Nach einer mehrjährigen Phase der psychosozialen Beratung, in der die elfköpfige Gruppe gemeinsam und in Einzelberatung an der Überwindung ihrer traumatischen Erfahrungen arbeitete, startete sie gemeinsam ein Landwirtschaftsprojekt. Anita hat als erste Frau ihres Dorfes den Traktor-Führerschein gemacht, fährt nun auch für die anderen in der Gruppe Heu und Kartoffeln ein. In acht weiteren Dörfern rund um Gjakova produzieren sie Honig, betreiben Milchwirtschaft oder bewirtschaften mit ihren neuen Traktoren die Felder.»Sieben Jahre lag alles brach; überberaten und beim Gang aufs Sozialamt etc. unterstützt. mk setzte sich 2006 politisch für einen Zivilopfer- Status für Überlebende sexualisierter Kriegsgewalt ein und arbeitete mit UNI- FEM an einem entsprechenden Gesetzesentwurf. mk engagiert sich in der 2006 gebildeten Koalition für den Frieden zusammen mit serbischen Frauen der Gruppe»Women in Black«aus Belgrad (siehe Seite 6). 13

14 Liberia»Wir mussten rennen, rennen, rennen«nach Jahren auf der Flucht kommen die Frauen in Fishtown endlich zur Ruhe. Mit Unterstützung von medica mondiale entsteht in dem Dorf im Südosten Liberias ein Frauenzentrum. Dort können die Frauen vieles lernen: nähen, lesen und mit ihren Traumata zu leben. Auch Liberias Präsidentin hat dem Zentrum schon einen Besuch abgestattet. Foto: dpa Will ein Frauenzentrum für jeden Bundesstaat: Ellen Johnson-Sirleaf die erste Präsidentin Liberias 14 Ester wiegt sich hin und her vor Lachen und stößt Mary und Martha dabei beinahe von der Bank. Sie sind beim»richtfest«des Frauenzentrums in Fishtown dabei. Unter dem Palmdach, das sie für die sonnenscheuen Gäste aus Deutschland aufgebaut haben, drängen sich mehr als 60 Frauen und viele Mädchen in ihren besten Wickelkleidern und kunstvoll gebundenen Haartüchern und beobachten kichernd, was die Mitglieder der Fishtown-Frauengruppe ihnen hier präsentieren: Im Rollenspiel zeigen sie, wie eine Trauma-Beratung funktioniert. Victoria spielt eine Frau, die ihren Mann verloren hat. Sie jammert so theatralisch, dass die Frauen in lautes Gelächter ausbrechen. Florida Clarke, medica mondiale-mitarbeiterin, ist die Trauma-Beraterin und spricht nun vergnügt mit ihrer Klientin. Mary, Ester, Victoria, Martha und all die anderen wissen allerdings genau, dass das hier so humorvoll dargebotene Thema eigentlich ein todtrauriges ist. In Frauentreffen mit mm- Projektleiterin Chipo Gift Muponisi aus Sambia berichten sie, was sie erlebt haben: Sie erzählen über die Ermordung ihrer Ehemänner und Kinder, die Häuser, die niedergebrannt oder von Rebellen besetzt wurden, die Felder, die über Nacht zerstört wurden und über ihr Leben, das während des 14-jährigen Bürgerkriegs fast nur aus einem bestand: die Kinder schnappen und»rennen, rennen, rennen«. Jahre im Bush auf der Flucht. Warmes Essen kochen? Auf keinen Fall; das Feuer würde die Rebellen anlocken. Und alle wissen, was das bedeutet: Drei von vier Frauen wurden laut WHO in Liberia vergewaltigt, meist mehrmals und von vielen Männern gleichzeitig, oft wurden sie auch mit Gewehren oder anderen Gegenständen verstümmelt. Die Frauen beschreiben bei den Treffen die Folgen, erzählen von Alpträumen, von Frauen, die nur noch vor sich hinstarren, Gewicht verlieren, mit niemandem mehr sprechen, den ganzen Tag trinken, unentwegt zittern. Hilfe für Überlebende und Schutz vor den jetzt in der Nachkriegszeit enorm hohen Anzahl von Gewaltakten dafür engagiert sich medica mondiale seit mehr als einem Jahr im bitterarmen Südosten Liberias in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Welthungerhilfe. Die Frauen haben trotz der Erntezeit kräftig mitgeholfen, dass ihr Traum vom eigenen Zentrum Wirklichkeit wurde: Sie haben Bäume gefällt und das Land gerodet, Ziegelsteine aus Lehm gestochen und täglich mehrere Hundert Liter Wasser für den Bau angeschleppt. Am 12. April 2007 stattete die Präsidentin Liberias und erstes weibliches Staatsoberhaupt Afrikas, Ellen Johnson-Sirleaf, dem medica mondiale-frauenzentrum in Fishtown einen spontanen Besuch ab. Auf ihrer Reise durch den Südosten Liberias machte»ma Ellen«, wie sie von den LiberianerInnen liebevoll genannt wird, in Fishtown Halt und zeigte sich vom Frauenzentrum sehr beeindruckt. In ihrem Regierungsprogramm hat»ma Ellen«den Themen Gewalt gegen Frauen und Chancengleichheit oberste Priorität eingeräumt und will, dass jeder Bundesstaat mindestens ein Frauenzentrum besitzt. Das Frauenzentrum in Fishtown, weitab von den großen Städten, ist also ganz im Sinne der Präsidentin ein Vorzeigeprojekt. Weitere Pläne der Frauen für das Zentrum: ein Backofen, damit sie Brot backen können, ein kleines Restaurant für Durchreisende. Stoffe sollen gefärbt werden; die Frauen wollen nähen und Frisuren legen lernen. Und vor allem: wenigstens etwas lesen, schreiben und rechnen, denn sie selbst sind

15 es, die ihre Erzeugnisse vermarkten. Damit die Bevölkerung das Zentrum gut annimmt, sollen die Türen regelmäßig bei Kulturveranstaltungen auch für Männer und Jungen geöffnet werden. Vor allem aber sollen die Frauen im Zentrum psychosoziale Beratung erhalten um ihre Kriegserlebnisse zu verarbeiten, aber auch, um Wege aus der täglichen Nachkriegs- Gewalt zu finden. Gleichzeitig kooperiert medica mondiale eng mit der örtlichen Gesundheitsstation, bildet in Frauen- und Reproduktiver Gesundheit und deren Bezug zu sexualisierter Gewalt weiter. Um Frauen sofort zu helfen, wenn sie vergewaltigt oder zusammengeschlagen wurden, hat das inzwischen elfköpfige Team von medica mondiale in Fishtown außerdem eine»schutzgruppe«aufgebaut: einen Runden Tisch, an dem Hilfsorganisationen, die UN- Friedensmission, Polizei, Vertreter des Gerichts, die lokale Regierung und Repräsentantinnen von Frauengruppen gemeinsam ausarbeiten, was sie tun können, wenn einer Frau Gewalt widerfährt, und wie sie ein sinnvolles Schutznetz aufbauen können. Damit es erst gar nicht dazu kommt, muss die Bevölkerung Gewalt gegen Frauen als Verbrechen erkennen und beim Schutz mitmachen: Lachen über das Todtraurige: Ein Rollenspiel zeigt am besten, wie eine Trauma-Beratung funktioniert. Dafür gab es bereits zahlreiche Aufklärungskampagnen, Sensibilisierung von Tür zu Tür, auf Marktplätzen und im örtlichen Radio. Kürzlich reisten Vertreter der Geldgeber an, um auf einer Rundreise auch das Frauenzentrum in Fishtown und die Aktivitäten von medica mondiale zu begutachten.»tolle Arbeit«, urteilt Jochen Brähmig von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Er wird von den begeisterten Frauen empfangen und hört den Kommentar von Bessie Seckor, der 2. Vorsitzenden des Frauenzentrum- Komitees:»Wir sind so so glücklich darüber, dass medica mondiale bis zu uns hierher nach Fishtown gekommen ist! Endlich haben wir Frauen etwas für uns!«das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). medica mondiale Liberia in Zahlen Über 400 Frauen und Mädchen aus allen Distrikten der liberianischen Provinz»River Gee«nahmen an Frauengruppen-Treffen in der Provinzhauptstadt Fishtown teil. Sie planten und gestalteten das Frauenzentrum mit. Über 40 Frauen und Mädchen der Provinzen River Gee, Sinoe und Grand Gedeh, die (sexualisierte) Gewalt erfahren haben, wurden und werden vom medica mondiale-team beraten und betreut. Über 200 Frauen und Männer aus verschiedenen Organisationen wurden zu Themen wie Gewalt gegen Frauen, Trauma-Arbeit oder reproduktive Gesundheit fortgebildet. Bis zu 500 PatientInnen und MitarbeiterInnen werden wöchentlich in Krankenhäusern über medica mondiales Hilfsangebote aufgeklärt sowie für Gewalt gegen Frauen, Kindesmissbrauch und Frauenrechte sensibilisiert. Über 700 Frauen und Männer nahmen in Gemeinden, Schulen und auf Markplätzen an Aufklärungsaktionen teil. Zusätzlich sensibilisierten 8 Radio-Diskussionen und Tür-zu-Tür-Besuche zur medica mondiale Thematik. Bis zu 70 VertreterInnen nationaler und internationaler Hilfsorganisationen und Frauengruppen, der lokalen Regierung, des Frauen- und Gesundheitsministeriums und Vertreter der UN-Schutztruppen UNMIL kommen monatlich in der von medica mondiale gegründeten»protection-group«(schutzgruppe) in Fishtown zusammen, um effektive und koordinierte Strategien zum Schutz von Frauen und Mädchen zu entwickeln. medica mondiale ist auch auf nationaler Ebene aktiv. mm arbeitete eng mit dem Frauenministerium in der Hauptstadt Monrovia zusammen, z.b. um die unlängst verabschiedete»nationale Strategie gegen sexualisierte Gewalt«zu entwickeln. Mit der»truth and Reconciliation Commission«(Wahrheits- und Versöhnungskommission), deren Ziel die Aufklärung und Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen während des Krieges ist, gab es erste Absprachen über den Schutz und die psychosoziale Betreuung von Zeuginnen in den von medica mondiale betreuten Provinzen. 15

16 Aktion und Engagement Die Aktionsgruppe Karlsruhe organisierte den Stand von medica mondiale zur Kinovorstellung von Esmas Geheimnis.»Esmas Geheimnis«Aktionsgruppen sammelten Euro für bosnische Frauen Überraschend gewann der erste Spielfilm der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic 2006 den Golden Bären der Berlinale. Mit dem Film»Esmas Geheimnis«richtete sich das Interesse der Menschen in Europa wieder auf die Frauen in Bosnien- Herzegowina. Die Vergewaltigungen, die Frauenschicksale dahinter all das, was elf Jahre nach Kriegsende nicht mehr der Rede wert schien, stand plötzlich im Licht der Öffentlichkeit. Mit»Esmas Geheimnis«hat Jasmila Zbanic in Bosnien viel gegen das Schweigen über die Vergewaltigungen getan und damit für die Frauen. Der Film trug dazu bei, dass vergewaltigte Frauen in Bosnien nun endlich als zivile Kriegsopfer anerkannt werden und somit eine monatliche»invalidenrente«zur Sicherung ihrer Existenz erhalten sollen. Vorausgegangen war die mehrjährige Kampagne eines Netzwerkes bosnischer Frauenorganisationen federführend dabei auch unsere Partnerorganisation medica Zenica. Auch in Deutschland haben wir die Chance ergriffen, erneut auf die Situation der heute oft völlig verarmten bosnischen Frauen hinzuweisen und Spenden für sie zu sammeln. In Kooperation mit dem deutschen Verleiher»Ventura-Film«haben wir uns besonders darauf konzentriert, die Kinovorstellungen mit Infoständen und -material zu begleiten. Unterstützt wurde die Aktion»Gemeinsam für die Frauen in Bosnien«auch von vielen Prominenten unter ihnen die Schauspielerinnen Mariele Millowitsch und Nina Hoger, die Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger und die Landesbischöfin Margot Käßmann. Rund Euro sind durch die verschiedenen Aktionen bis Ende 2006 für die Frauen in Bosnien zusammengekommen. 16

17 Vor Ort für medica mondiale Das Netzwerk regionaler Aktionsgruppen wächst Anfang 2005 haben wir mit dem Aufbau eines Netzes von regionalen Aktionsgruppen begonnen. Mittlerweile machen sich deutschlandweit in 14 Städten engagierte Ehrenamtliche für medica mondiale stark. Sie setzen sich mit Aktionen, Spendensammlungen und Info-Veranstaltungen für Überlebende sexualisierter Kriegsgewalt ein. Bei den Premieren des Films»Esmas Geheimnis«in Berlin, Karlsruhe und Köln sowie Vorführungen in weiteren zwanzig deutschen Städten waren die tatkräftigen Aktivistinnen der medica mondiale-aktionsgruppen in den Kinos dabei. Sie informierten über die Situation der bosnischen Frauen und sammelten Spenden. Die Aktionsgruppe Gelsenkirchen organisierte gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Gelsenkirchen einen Benefizabend mit Musik und Literatur. Unter dem Motto»Damit die Welt es erfährt«lasen prominente GelsenkirchenerInnen Texte ihrer Wahl. Umrahmt wurde das abwechslungsreiche Programm von klassischer Musik. Durch Eintritt und Tombola kamen Euro zusammen. Alle, die sich in einer medica mondiale- Aktionsgruppe engagieren wollen, finden im Internet Antworten auf Fragen rund um die Aktionsgruppen, eine Übersicht und Portraits der bestehenden Gruppen sowie Erfahrungsberichte der ehrenamtlichen AktivistInnen. Furioses»Respektakel«Die Eröffnung des Kölner Sommerblut-Festivals fand 2006 zu Gunsten von medica mondiale statt. Fußball-Nationalspielerinnen kickten für uns mit den Gästen um die Wette. B.trifft Monika Hauser Talk in der Dortmunder Westfalenhalle ZuhörerInnen lauschten gebannt, als Monika Hauser mit unserer langjährigen Unterstützerin Bettina Böttinger sprach: über ihre Erfahrungen in Kriegsund Krisengebieten und ihre Wünsche und Visionen für betroffene Frauen. Hinsehen und Handeln auch Bettina Böttingers Motto für ihr medica mondiale-engagement. Sie berichtete von Hindernissen in der täglichen Arbeit, von Begegnungen mit anderen mutigen Frauen und davon, wie wir hier in Deutschland Frauen in Kriegsgebieten unterstützen können.»hinsehen und handeln für die Menschenrechte der Frauen«, lautete das Thema, Ort dieses außergewöhnlichen Talks war die Dortmunder Westfalenhalle. Dort feierte die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen im Mai 2006 ihr 100-jähriges Bestehen. Motto:»100 Jahre bewahren, begeistern und bewegen«. 17

18 Finanzieller Überblick 2006 Einnahmen 2006 Zuwendungen 48 % (= d) Die Einnahmen Insgesamt sind im Jahr 2006 die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf Euro gestiegen. Die öffentlichen und privaten Zuwendungen sind um 77 Prozent auf Euro gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass wir neue Projektförderungen für das Afghanistan-Programm, für medica Kosova sowie für unseren Liberia-Einsatz erhalten haben. Zinsen und sonstige Einnahmen 3 % (= d) zugewiesene Bußgelder 4 % (= d) Die Spendeneingänge sind im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf Euro gestiegen. Im Jahr 2006 haben rund SpenderInnen die Arbeit von medica mondiale gefördert von ihnen haben uns regelmäßig per Einzugsermächtigung mit insgesamt Euro unterstützt. Diese fortwährende Verbundenheit mit unseren Anliegen ermöglicht langfristige Projektförderung und dadurch nachhaltige Veränderungen. Von den privaten Spenden sind mehr als 82 Prozent ohne Zweckangabe. Dadurch kann medica mondiale auch in vergessenen Kriegs- und Krisengebieten aktiv sein und die Mittel dort einsetzen, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Ausgaben Die Gesamtaufwendungen 2006 sind gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf Euro gestiegen. Mit Euro entfielen rund 75 Prozent der Gesamtausgaben auf internationale Projekte sowie die Bereiche Frauenrechte, Trauma-Arbeit und die satzungsgemäße Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Ausgaben für internationale Projekte beinhalten direkte Projektkosten und die Aufwendungen für die Projektbetreuung inklusive des Managements der Projekte von der Geschäftsstelle in Köln. Zusammenfassung Die Einnahmen im Jahr 2006 überstiegen die Ausgaben um Euro. Diese Mittel unterliegen dem Gebot der zeitnahen Verwendung und werden 2007 ausgegeben. Ausgaben 2006 Spenden 45 % (= d) allgemeine Verwaltung 14 % (= d) Spendenwerbung und Service 11 % (= d) Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit 5 % (= d) Menschenrechtsarbeit 2 % (= d) interdisziplinäre Trauma-Arbeit 2 % (= d) Auslandsprojekte 66 % (= d) Zuwendungen 2006 Ausgaben Auslandsprojekte d d d d d InWEnt d Südostasien d Sigrid Rausing Trust d Medica Zenica d Weltgebetstag der Frauen d Übriges Afrika d Zivik d Projektfonds d sonstige Zuwendungen d medica Tirana d Dänische Botschaft Kabul d mm Liberia d BMZ über KfW d medica Kosova d UNHCR d mm Afghanistan d BMZ EU d d 18

19 Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr Euro Euro 1. Spenden und Zuwendungen a) Spenden , ,68 b) zugewiesene Bußgelder , ,80 c) Zuwendungen von öffentlichen und privaten Zuwendungsgebern , , , ,68 2. Sonstige Einnahmen und Erträge , , , ,10 3. Aufwendungen für Auslandsprojekte Personalkosten , ,64 Sonstige Aufwendungen , , , ,07 4. Aufwendungen für Inlandsarbeit Personalkosten , ,37 Sonstige Aufwendungen , , , ,94 5. Aufwendungen für Geschäftsstelle Personalkosten , ,48 Sonstige Aufwendungen , , , ,78 6. Zuführung zu den Rücklagen , ,02 7. Jahresergebnis 0,00 0,00 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung: 1. Spenden und Zuwendungen Die Spenden setzen sich zusammen aus freien Spenden und solchen, die einer Zweckbindung unterliegen. Die zweckgebundenen Zuwendungen für Projekte von öffentlichen und privaten Geldgebern kommen im Wesentlichen von der Europäischen Kommission, der UN- Flüchtlingskommission, dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Kreditanstalt für Wiederaufbau via Deutsche Welthungerhilfe, der Dänischen Botschaft Kabul, dem Regionalrat der autonomen Region Trentino-Südtirol, Zivik Zivile Konfliktbearbeitung des ifa Institut für Auslandsbeziehungen e.v., InWEnt Internationale Weiterbildung und Entwicklung ggmbh, dem Sigrid Rausing Trust, dem Weltgebetstag der Frauen und der Fondation»Avec et pour autres«. 2. Sonstige Einnahmen und Erträge Die sonstigen Einnahmen und Erträge beinhalten Vortragshonorare, Einnahmen aus der Vermögensverwaltung und Erträge aus der Auflösung von Sonderposten, die als bilanztechnische Korrekturposten für das Anlagevermögen gebildet wurden. 3. Aufwendungen für Auslandsprojekte Die aufgeführten Personalkosten beinhalten die Kosten für die internationalen und lokalen Auslandsmitarbeiterinnen sowie für die mit der Betreuung des Projektes beauftragten Inlandsmitarbeiterinnen. Die hier aufgeführten sonstigen Aufwendungen umfassen die Projektförderungen an selbständige Projekte und die Kosten für die Durchführung der Projekte in Afghanistan und Liberia. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Kosten für Mieten, Reisen, Kommunikation und Büroverwaltung. Die Höhe der Personalkosten ist begründet durch den Schwerpunkt unserer Arbeit vor Ort, die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen von lokalen Mitarbeiterinnen. 4.Aufwendungen für Inlandsarbeit Hier werden die Kosten ausgewiesen für die satzungsgemäße Menschenrechts- und Aufklärungsarbeit im Inland sowie die Kosten für Maßnahmen zur Trauma-Sensibilisierung. 5. Aufwendungen für die Geschäftsstelle An dieser Stelle werden die Verwaltungs- und Werbeausgaben der Geschäftsstelle in Köln ausgewiesen. Auswertung: Die Einnahmen im Jahr 2006 überstiegen die Ausgaben um Euro. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden von der Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss wurde somit in berufsüblicher Form uneingeschränkt bescheinigt. 19

20 Bilanz zum Aktiva Euro Euro A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software 5.372, ,00 II. Sachanlagen Bauvorhaben und Gebäude ,84 Betriebs- und Geschäftsausstattung , , , ,00 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen an Zuwendungsgeber aufgrund von Projektbewilligungen 0, ,65 2. sonstige Forderungen , ,48 3. kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände , ,46 II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten , , , ,50 C. Aktive Rechnungsabgrenzung , , , ,86 A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Es handelt sich hier um erworbene und planmäßig abgeschriebene Softwareprogramme. II. Sachanlagen Die Sachanlagen umfassen die Büro- und Geschäftseinrichtung sowie EDV-Hardware in den Auslandsprojekten und in Deutschland. Das Bauvorhaben beinhaltet die Errichtung eines Frauenzentrums in Liberia. B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2. Sonstige Forderungen 3. kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände Hier handelt es sich um die zum Bilanzstichtag geleisteten Vorfinanzierungen. II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die noch nicht benötigten Eigenmittel werden bis zur weiteren Verwendung auf Festgeldkonten angelegt. Fremdwährungsbestände werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen offiziellen Kurs der Europäischen Zentralbank bewertet. C. Aktive Rechnungsabgrenzung Im Wesentlichen ausgewiesen sind hier Reisekosten und Beratungskosten, die im Jahr 2006 bezahlt wurden und das Jahr 2007 betreffen. Die hier zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen betreffen Forderungen gegen Dienstleister und Projekte. 20

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