Nr. 52 / 29. Februar Braindrain: Afrika braucht sein Personal.

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1 Nr. 52 / 29. Februar Braindrain: Afrika braucht sein Personal.

2 Gesundheitspersonal: Armer Süden subventioniert reichen Norden. Menschen aus Ländern des Südens emigrieren in die Länder des Nordens und des Westens, auf der Suche nach Sicherheit oder nach einem besseren Leben. Weniger oft wird die andere Seite erwähnt: Dass auch die reichen Länder dankbar sind, Arbeitskräfte zu erhalten so genannte «billige», aber auch hoch qualifizierte, die im Heimmarkt fehlen. Welche Folgen hat dies für die Gesundheitssysteme im ländlichen Süden Afrikas, wo ohnehin schon akuter Personalmangel herrscht? Dr. Christian Seelhofer arbeitet seit sechs Jahren für SolidarMed als Arzt in Zimbabwe. Er und sein einheimischer Kollege Dr. Saravoye sind die einzigen Ärzte im 200-Betten-Spital Silveira, ein langjähriges Partnerspital von SolidarMed in einer ländlichen Region südwestlich der Hauptstadt Harare. Zusammen mit dem Pflegepersonal und weiteren einheimischen Fachkräften bewältigen sie jährlich chirurgische Eingriffe und Geburten. In den verschiedenen Abteilungen müssen zudem rund 8000 Patienten stationär und über ambulant versorgt werden. Neben des medizinischen Spitalalltags ist Dr. Seelhofer Bild: Jean-Pierre Grüter Dr. med. Christian Seelhofer während eines chirurgischen Eingriffs. zudem für SolidarMed-eigene Projekte am Spital verantwortlich: Zur Zeit plant und begleitet er den Neubau eines Ambulatoriums sowie den Aufbau einer Aids-Klinik. Kaum Personal weitab der grossen Städte Christian Seelhofer und seine Kolleginnen und Kollegen kämpfen bei ihrer Arbeit nicht nur mit den hohen Patientenzahlen das Spital erbringt Gesundheitsleistungen für Menschen vor allem auch die Folgen der politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes machen ihnen zu schaffen. Es mangelt sogar am Lebensnotwendigsten, an Strom, Transportmitteln und an Medikamenten. Man kann sich gut vorstellen, dass der Aufbau der Zusammenfassung Weltweit erfolgt die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Personal in unterschiedlichen Schüben, so dass es mal im einen, mal im anderen Land zu einem drastischen Mangel an Fachkräften kommt. Die Länder des Westens und des Nordens mit ihren hohen Lebens- und Lohnstandards und der qualitativ guten Ausstattung von Kliniken und Forschungseinrichtungen geniessen genügend Attraktivität, um ihren Bedarf an qualifizierten Ärzten und Pflegekräften zu decken. Wenn nötig werden diese im fernen Ausland rekrutiert: Inzwischen stammt jeder fünfte praktische Arzt in Grossbritannien aus Asien, fast jeder vierte Mediziner in den USA hat seine Ausbildung im Ausland absolviert. Für das Gesundheitswesen in den Herkunftsländern hat das fatale Folgen. Aids-Klinik unter solchen Umständen eine grosse Herausforderung ist. Gerade weil (erfreulicherweise) das Bewusstsein für HIV/Aids in der Gegend stark gestiegen ist, lassen sich immer mehr Menschen auf HIV testen. Aber soll den Aids-Kranken geholfen werden, dann fehlt es nebst genügend Medikamenten, Apparaten und Instrumenten vor allem an genügend qualifiziertem Personal. Die Personalsituation in Zimbabwe ist, wie auch in anderen Ländern, wo SolidarMed präsent ist, desolat. Vor allem private Landspitäler in abgelegenen Gebieten haben kaum Aussichten, ihre Stellen zu besetzen. Denn sie können bezüglich der Sozialleistungen nicht mit den staatlichen Spitälern mithalten und ihren Angestellten kaum zumutbare Wohn- und Lebensbedingungen bieten. Wer jetzt denkt, der qualifizierte SolidarMed-Arzt aus dem Kanton Schaffhausen sei eine grosszügige Geste des reichen Nordens, liegt aber nicht ganz richtig, denn: Es sind gerade Länder wie Zimbabwe, welche den Gesundheitsmarkt in reichen Ländern des Nordens und Westens mit Arbeitskräften subventionieren. Afrika verliert mehr als die Hälfte seines qualifizierten Gesundheitspersonals Jeder fünfte in Afrika geborene Arzt arbeitet Studien zufolge inzwischen im Ausland. Zusammen mit professionellen Krankenschwestern beläuft sich die Zahl der ausgewanderten afrikanischen Mediziner auf schätzungsweise , wie die Wissenschaftler vom Center for Global Development in Washington feststellten. Hauptgrund sei, dass sich die Ärzte und Pflegekräfte im Ausland bessere Arbeitsbedingungen erhofften. Bitte lesen Sie weiter auf Seite 4 EDITORIAL Dies ist eine Auswahl von Antworten auf meine nicht repräsentative Umfrage im Bekanntenkreis zur Frage, an was es den Ländern im südlichen Afrika am meisten fehle. Unbedacht bleibt meistens die Tatsache, dass auch Arbeitskräfte, insbesondere Fachpersonal, Mangelware sind. Das erleben unsere Partnerinstitutionen tagtäglich. Es fehlt ihnen an Ärztinnen und Ärzten, an Krankenschwestern und Pflegern, an einer qualifizierten Buchhalterin, aber auch an einem ausgebildeten Schreiner oder Sanitärinstallateur für den Unterhalt an den Gesundheitseinrichtungen. Der Gründe gibt es mehrere. Da ist erstens die Tatsache, dass in den jeweiligen Ländern nicht genügend Fachpersonal ausgebildet wird. Zweitens sind die Arbeits- und Anstellungsbedingungen auf dem Land oder in der Peripherie dort wo SolidarMed tätig ist oftmals schlechter als in der Stadt, so dass die Institutionen Mühe haben, gut ausgebildetes Personal anzuziehen oder zu halten. Drittens wandert ein beträchtlicher Teil des einheimischen Fachpersonals ins Ausland ab, um dort den Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist zwar einerseits ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand dieser Leute; andererseits hinterlassen die Abgänge jedoch eine schmerzliche Lücke beispielsweise in der Gesundheitsversorgung oder im Schulsystem. SolidarMed hat weder die personellen noch finanziellen Ressourcen, um umfassend Abhilfe zu schaffen. Aber wir haben die Möglichkeit, in kleinem Rahmen durch gezielte Projekte unterstützend zu wirken. Sei das über einen Beitrag an die Betriebskosten der Schule für Krankenpflegerinnen und -Krankenpfleger am Paray-Spital in Lesotho; durch die Speisung eines spitaleigenen Kredit- Fonds am St. Theresa s-spital in Zimbabwe, welcher es Spitalangestellten ermöglicht, ein zinsgünstiges Darlehen zum Erwerb oder zum Bau von Eigenheim zu bekommen; oder durch die Finanzierung des Baus von Wohnungen für Spitalpersonal, um so die Arbeitsbedingungen auf dem Land zu verbessern. Alles in allem sind es kleine Schritte aber in die richtige Richtung. Eugen Anderhalden, «Medikamente, Wasser, Geld, Schnee, Nahrungsmittel» Verantwortlicher Auslandpersonal SolidarMed 2 3

3 Was ist Braindrain? Als Braindrain (englisch wörtlich: Gehirn-Abfluss im Sinne von Abwanderung der Intelligenz eines Volkes) bezeichnet man die Emigration besonders gut ausgebildeter oder talentierter Menschen eines Landes. Dies betrifft vor allem Akademiker und ausgebildete Facharbeiter, welche zum Teil vom Ausland sogar gezielt abgeworben werden. Der weltweite Wettbewerb um die «klügsten Köpfe» hat erhebliche Nachteile für die Länder, die nicht die Mittel haben, ihre Talente zu halten, allen voran die Entwicklungsländer, insbesondere das südliche Afrika. Globales Problem auch in der Schweiz Wenn auch in deutlich geringerem Masse und mit sicherlich weniger drastischen Konsequenzen trifft dies auch auf den Gesundheitsmarkt der Schweiz zu: Der Schweiz fehlen Ärzte und Pflegepersonal sowie weitere Gesundheitsspezialisten, welche seit Jahren vermehrt im (nahen) Ausland rekrutiert werden müssen. Auch die «Ärzte-Landflucht» ist in der Schweiz in den vergangenen Jahren immer mehr zum Thema geworden: In Pension gehende Landärzte finden kaum mehr Nachfolger, die ihre Praxen übernehmen wollen, da es Jungärzten weitaus attraktiver erscheint, in städtischen Gebieten oder in der (Pharma-)Industrie tätig zu sein. Bild: Rudolf Fischer Bei so wenig Gesundheitspersonal ist langes Warten an der Tagesordnung: Gesundheitsstation in Chiúre, Moçambique. Mehrere Länder wie Moçambique oder Angola verfügen über mehr Ärzte in einem einzelnen fremden Land als in ihrem eigenen. Auf jeden Arzt, der in Liberia arbeitet, entfallen zwei, die im Ausland beschäftigt sind. In Zambia arbeiten heute weniger als zehn Prozent aller Ärzte, welche seit der Unabhängigkeit im Jahr 1964 ausgebildet worden sind; die anderen 90 Prozent sind in Europa und den USA tätig. Mehr Ärzte aus Sierra Leone arbeiten alleine in Chicago als in ihrem eigenen Land. In Moçambique beträgt die Abwanderung von Universitätsabgängern insgesamt inzwischen rund 45 Prozent! Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) gehen davon aus, dass in Afrika jährlich 4 Milliarden US-Dollar für die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften ausgegeben werden, welche nach der Ausbildung in den Norden und Westen auswandern. Die Entwicklungsländer unterstützen also die reichen Länder des Nordens mit ihrem teuer ausgebildeten Personal, mit fatalen Folgen für die eigenen Wirtschafts- und Gesundheitssysteme. Der weltweit globalisierte Personalmarkt ist also «schuld», dass jährlich rund gut ausgebildete Arbeitskräfte den afrikanischen Kontinent verlassen: Ein Staat, der sich qualifiziertes Personal leisten kann, bekommt es in der Regel auch. Zu den Hauptgründen, weshalb afrikanisches Personal die eigene Heimat verlässt, zählen: - Die Verdienstmöglichkeiten im südlichen Afrika, vor allem auf dem Land, sind im Vergleich mit westlichen Ländern schlecht. Zudem nagt in politisch und/oder wirtschaftlich instabilen Ländern die Inflation am ohnehin schon tiefen Verdienst. So sind in Zimbabwe zum Beispiel Angehörige der Mittelschicht oder gar Gutverdienende wie Krankenpfleger, Hebammen, Narkosespezialisten und sogar Ärzte kaum mehr in der Lage, für ihre Kinder das Schulgeld zu bezahlen. Um zu Überleben halten Ärzte und Krankenschwestern sogar Hühner und bauen auf dem eigenen Feld Mais an. Die Industrieländer können das Personal mit deutlich höheren Verdienstmöglichkeiten locken. So kann eine gut ausgebildete afrikanische Pflegekraft in Grossbritannien rund das 30-fache verdienen als im Heimatland. - Soziale und politische Konflikte: Die Abwanderung der Ärzte ging oft Hand in Hand mit Bürgerkriegen, politischer Instabilität und wirtschaftlicher Stagnation. Angola, die Republik Kongo, Guinea-Bissau, Liberia, Moçambique, Ruanda und Sierra Leone durchlebten in den Neunzigerjahren Bürgerkriege. Bis zum Jahr 2000 hatten alle diese Länder 40 Prozent ihrer Ärzteschaft verloren. Kenia und Zimbabwe mussten mehr als die Hälfte der Mediziner ziehen lassen. Gleichzeitig konnten stabilere Länder wie zum Beispiel Botswana den Grossteil ihrer Ärzte halten. - Unbefriedigende Lebens- und Rahmenbedingungen: Vor allem in abgelegenen ländlichen Gebieten fehlt es oftmals an zumutbaren und sicheren Wohnmöglichkeiten, an Transportmitteln sowie an guten privaten Schulen für die Kinder und an weiterer Infrastruktur. - Fehlen von Mitteln für die Forschung sowie von Forschungseinrichtungen - Diskriminierung bei Stellenbesetzungen und Beförderungen sowie fehlende Aufstiegsmöglichkeiten Unter diesen Bedingungen haben Anwerbeagenturen und die im Arbeitsexil entstandenen Netzwerke ein leichtes Spiel: Mit attraktiven Angeboten wie höheren Gehältern oder besseren Arbeitsbedingungen locken sie die Fachkräfte in die entwickelten Länder, in das angebliche Arbeits-«Paradies» des Nordens. Viele Mediziner wechseln auch innerhalb ihrer Heimat vom Land in die Städte oder in ein reicheres oder sichereres Nachbarland, wo sie sich eine bessere Lebensqualität für sich und ihre Familien sowie günstigere Karrierechancen versprechen. Millennium-Entwicklungsziele in Gefahr? Angesichts der katastrophalen Lage des Gesundheitswesens in Afrika geht man davon aus, dass der Kontinent bis 2015 zusätzlich eine Million medizinische Fachkräfte benötigt, wenn die Millenniumsziele der UN erreicht werden sollen (Kindersterblichkeit senken; Müttersterblichkeit senken; HIV/Aids, Malaria und schwere Krankheiten bekämpfen). Paradoxerweise sind inzwischen aber im Norden gerade die afrikanischen Fachkräfte zur unentbehrlichen Stütze der Gesundheitssysteme geworden. In Europa, in den USA und in Kanada hat man es schlicht versäumt, genügend Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen auszubilden und im Beruf zu halten, um den wachsenden Anforderungen der alternden Bevölkerung gerecht zu werden. Für Grossbritannien wird geschätzt, dass bis zum Jahre 2008 weitere Ärzte und Pflegepersonen gebraucht werden. In den USA kalkuliert man sogar, dass bis 2010 eine Million zusätzliche Krankenschwestern benötigt werden. Auf den ersten Blick bietet sich das Rekrutieren im Ausland als ebenso einfache wie kostengünstige Antwort auf den westlichen Ärztemangel an. Reiche Länder, die ihr medizinisches Personal im Ausland anwerben, sparen Ausbildungskosten, die bei ihnen um das Zehnfache höher liegen als in Afrika. Zudem hat das afrikanische Personal den Ruf, besonders flexibel zu sein und in der Regel bereit, für viel weniger Geld zu arbeiten und Nachtschichten zu übernehmen oder Überstunden zu leisten. Wege aus der Sackgasse? Die Ausbildung zusätzlichen medizinischen Personals im südlichen Afrika ist dringend notwendig. Doch auszahlen wird sich dies erst mittelfristig, wenn der Nachwuchs nach der Ausbildung auf den Arbeitsmarkt gelangt. Zwischenzeitlich immens wichtig sind deshalb auch kurzfristige Massnahmen, wie zum Beispiel allgemein höhere Löhne und spezielle finanzielle Anreize für die Arbeit in abgelegenen Gegenden. Woher die hoch verschuldeten afrikanischen Staaten das Geld dafür nehmen wollen, ist allerdings eine andere Frage. Quellen: Bericht der Commission for Africa, «Our Common Interest», London, 2005; Dominique Frommel, «Brain-Drain auf dem Gesundheitsmarkt», «Le Monde diplomatique, Mai Kwadwo Mensa, Maureen Mackintosh, Leroi Henry, «The, skills drain of health professionals from the developing world: a framework for policy formulation», London (Medact) Karl Blanchet, Regina Keith, Peter Shackleton, «One Million More: Mobilising the African diaspora healthcare professionals for capacity building in Africa», Save the Children, London Stillwell u. a., «Managing brain drain and brain waste of health workers in Nigeria», in: «Bulletin of the World Health Organization, Genf, August

4 Braindrain: Die grosse Herausforderung im Kleinen Was tut hier eine Organisation, welche sich die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im südlichen Afrika zum Ziel gesetzt hat? So global das Problem auch ist so wirkungsvoll sind gezielte Massnahmen, wenn es um die Verbesserung im Einzelnen geht. SolidarMed unterstützt seine lokalen Partner schon seit Jahren in der Personalgewinnung und -haltung mit: Aus- und Weiterbildung - SolidarMed leistete in den letzten Jahren Betriebszuschüsse an Weiterbildungsinstitutionen: Einerseits an die Weiterbildung von diplomiertem Krankenpflegepersonal («General Nursing Diploma Upgrading Course» Ifakara) in Tanzania. Dieser zweijährige Kurs hat zum Ziel, bereits ausgebildetes Pflegepersonal auf Führungsfunktionen vorzubereiten. - Des Weiteren trug SolidarMed die Ausbildung für Hilfs-Krankenpflegepersonal («Nurse Assistant School», Paray- Spital) in Lesotho mit. Ziel dieses Kurses ist, die Pflegefachkräfte der unteren Stufe aufzuwerten und damit langfristig qualifiziertes Personal zu gewinnen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass es einfacher ist, das Personal auf dieser Stufe auch nach der Weiterbildung in der ländlichen Region zu halten, als bereits besser ausgebildetes Personal aus anderen Regionen anzuwerben. Inzwischen sind die beiden Ausbildungsinstitute dank Unterstützung ihrer Regierung selber in der Lage, für die Betriebskosten aufzukommen. Bild: Thomas Walder SolidarMed unterstützte in der Vergangenheit die Weiterbildung von Pflegepersonal mit Betriebszuschüssen: «General Nursing Diploma Upgrading Course» in Ifakara, Tanzania. - Daneben fördert SolidarMed immer wieder projektbezogene Aus- und Weiterbildungen, wie zum Beispiel die Ausbildung von Laborfachpersonen in entlegenen Gebieten im Norden Tanzanias. - Auch SolidarMed-Ärzte und andere Mitarbeitende leisteten in den vergangenen Jahren immer wieder inhaltliche Beiträge an Aus- und Weiterbildungen, wie zum Beispiel der Unterricht von SolidarMed-Ärzten an der Schwesternschule am Musiso-Spital in Zimbabwe. Lebensbedingungen Wie eingangs erwähnt sind die Lebensbedingungen der Schlüsselfaktor zur langfristigen Motivation und Gewinnung von qualifiziertem Personal. Infrastruktur - SolidarMed unterstützt zur Zeit den Umbau und Investitionen in die Infrastruktur der bereits oben erwähnten Krankenpflegeschule am SolidarMed-Partnerspital Musiso. Diese Krankenpflegeschule wurde 1987 mit Initiative von SolidarMed gegründet und bildete bis 2004 jährlich zwischen 45 und 80 Krankenpflegerinnen und -pfleger aus. Damit die Infrastruktur wieder den Vorgaben des Staates entspricht, sind Renovationen und Investitionen nötig sowie die Beschaffung von Lernmaterial. SolidarMed unterstützt diese Verbesserungen mit insgesamt Franken. Die Schule hat neben der Ausbildung von Pflegepersonal den Vorteil, dass die Studentinnen und Studenten ihre Praktika im Musiso- Spital absolvieren und so das dortige Spitalpersonal unterstützen und entlasten. - Eine ausreichende Arbeitsplatzinfrastruktur mit funktionierenden Geräten, Instrumenten und Materialien hat generell einen motivierenden Faktor auf das Personal. Wo nötig und möglich, unterstützt SolidarMed seine Partner dabei, ungenügend eingerichtete oder baufällige Gesundheitseinrichtungen zu sanieren sowie die nötige Infrastruktur bereit zu stellen. Management - Auch das richtige Management von Gesundheitseinrichtungen, Prozessen und Abläufen trägt nebst Effizienzsteigerung zur Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeitenden und Patienten bei. SolidarMed-Mitarbeitende beraten die Träger der Gesundheitseinrichtungen dabei und unterstützen diese bei der Planung. - Immer wieder unterstützt SolidarMed seine Partnerspitäler darin, für das Personal angemessene Unterkünfte bereit zu stellen. Das letzte Beispiel sind zwei Personalhäuser am Seboche-Spital in Lesotho, wovon das eine bereits finanziert und fertig gebaut ist. - Ärzte sowie andere Akademiker und qualifizierte Fachkräfte haben den Anspruch, ihren Kindern einen angemessenen Schulunterricht zu bieten. Da die staatlichen Grundschulen mit oftmals rund 80 Kindern pro Klasse dazu nicht in der Lage sind, bleiben qualifizierte Fachkräfte in ländlichen Gegenden, wo es keine Privatschulen gibt, aus. In der Vergangenheit hatte SolidarMed darum den Aufbau und die Renovation einer privaten Primarschule in Ifakara (Tanzania) unterstützt. - Lohnaufzahlungen: Das 200-Betten-Missionsspital Silveira in Zimbabwe bräuchte von der Grösse her mindestens zwei Ärzte. Aber es hatte kaum eine Chance, neben des SolidarMed-Arztes Christian Seelhofer einen weiteren Arzt zu rekrutieren. Das Spital ist sehr abgelegen, bietet im Gegensatz zu einem staatlichen Spital keine Zusatzleistungen für Nacht- oder Notfalldienst und keine vergleichbare Kranken- oder Rentenversicherung. Im Gegensatz zu den Ärzten in grösseren Städten ist es am Silveira-Spital wegen der mangelnden Kaufkraft der Bevölkerung auch nicht möglich, den Lohn durch eine eigene Privatpraxis im Nebenerwerb aufzubessern. Der Lohn eines Distriktarztes beträgt monatlich umgerechnet 300 Schweizer Franken. Damit nebst Dr. Seelhofer ein einheimischer Arzt rekrutiert werden konnte, unterstützt SolidarMed die Diözese mit einer monatlichen Lohnaufzahlung von 500 US-Dollar. 6 7

5 PROGRAMME UND PROJEKTE Schwerpunkte von SolidarMed im Jahr 2008 Von links nach rechts: Moçambique: Bau von Latrinen zur Bekämpfung von Cholera im Distrikt von Chiúre. Lesotho: Der technische Berater von SolidarMed, Jürg Oehninger, bei der Reparatur einer Solarzelle auf dem Spitalgelände. Tanzania: Kleinkredite, zum Beispiel für den Kauf von Saatgut, stärken benachteiligte Frauen. Zimbabwe: Medizinische Assistentin bereitet die nötigen Instrumente für eine Operation vor. Bilder: SolidarMed Moçambique Tanzania Süd Zimbabwe In Moçambique sind die Projekte von SolidarMed Teil ei- sprechend angeboten und erbracht werden. Die Ge- Unter der Leitung des Büros in Ifakara baut SolidarMed das SolidarMed arbeitet in Zimbabwe mit der Diözese Masvin- ner Gesamtstrategie, welche zum Ziel hat, folgende kom- sundheitsbehörde soll danach in der Lage sein, für das Programm zur Vorbeugung und Behandlung von HIV/Aids go zusammen. Die Ziele und Schwerpunkte dieser Zusam- plementäre Bereiche weiter zu entwickeln: gesamte Gesundheitssystem des Distrikts Planungs- im Distrikt Ulanga weiter aus. Die Schwerpunkte sind: menarbeit sind: und Verwaltungsprozesse effektiv durchzuführen, sei- - Ermächtigung der Bevölkerung, ihre Gesundheitspro- ne Finanzbedürfnisse zu decken, knappe Ressourcen - auf Dorfebene lokale Initiativen zur HIV-Prävention zu - die Verbesserung und die langfristige Sicherung der me- bleme selber zu erkennen, Schwerpunkte zu setzen und effizient zu allozieren, vertikale Programme zu koor- stärken, dizinischen Grundversorgung an den Partnerspitälern, eigene Initiativen zur Lösung zu ergreifen. Dies betrifft dinieren, Arbeitsvorgänge zu optimieren und für genü- - HIV-Ansteckungen und frühen Schwangerschaften vor- - Massnahmen zur HIV-Prävention und Stärkung der Themen wie Vorsorge und Vorbeugen von Krankhei- gend motiviertes und qualifiziertes Personal zu sorgen. zubeugen mittels Aufklärung in sexueller Gesundheit an Heimpflege, ten, gesunde Lebenspraxis, Zugang zu sauberem Was- Dazu gehören auch der Unterhalt von Einrichtungen Primarschulen, - Verbesserung des Zugangs zur medizinischen HIV-Ver- ser, Ernährung, konsequente Benützung von Kondomen und die angemessene Wartung von Material. - den Zugang für Patienten zur medizinischen HIV-Ver- sorgung und Ausbau der Kapazitäten der Gesundheits- und Moskitonetzen, Nachbarschaftshilfe, Stärken von sorgung zu verbessern, einrichtungen für die Behandlung von HIV/Aids, lokalen Organisationsstrukturen und Rechenschaftsprozessen. Lesotho - die Kapazitäten der Gesundheitseinrichtungen für die Behandlung von HIV/Aids auszubauen, - Stärkung des Gesundheitsdepartements der Diözese Masvingo im Bereich Management und Support, - Stärkung des Distrikt-Gesundheitssystems und der SolidarMed arbeitet in Lesotho zusammen mit den Diö- - und einen Beitrag zu leisten zur sozialen Unterstützung - Initiativen zur langfristigen Personalgewinnung. Gesundheitsdienstleistungen: SolidarMed unterstützt zesen Maseru und Leribe sowie mit der «Christian Health von Aids-Waisen und allein stehenden Müttern. Dorfgesundheitsarbeiter, mobile Teams, Gesundheitszentren und kleine Referenzspitäler dabei, der Bevölke- Association of Lesotho», CHAL (Dachverband der kirchlich geführten Spitäler). Folgende Ansätze bilden dabei die SolidarMed unterstützt die Behörden von Ulanga dabei, den Tanzania Nord rung angemessene und den Bedürfnissen entsprechende Programm-Schwerpunkte: Zugang der Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser zu ver- Die Partnerschaft mit der Diözese von Mbulu geht im Gesundheitsdienstleistungen anzubieten. Dazu gehören bessern. Kernpunkt des Projekts ist, die Bevölkerung in die Jahr 2008 in die dritte Phase. Ziel dieser Partnerschaft ist zum Beispiel die Diagnose und Behandlung der häufigs- - nachhaltige Verbesserung der medizinischen Grundver- Lage zu versetzen, ihre Wasserversorgung auf Dorfebene die nachhaltige Sicherung der Gesundheitsversorgung in ten Krankheiten, Impfkampagnen oder sichere Geburt. sorgung an den Partnerspitälern, selbst zu verwalten. Dadurch soll die Sterblichkeit infolge vier Distrikten durch die kirchlichen Einrichtungen und Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Behandlung von - Minderung der Ausbreitung von HIV durch Prävention Durchfallerkrankungen nachhaltig gesenkt werden. das katholische Spital in Dareda. Mit Unterstützung von HIV/Aids. und Stärkung der Heimpflege von Aids-Kranken, zwei permanenten Konsulenten aus der Schweiz stärkt - Verbesserung von Management und Gouvernanz: - Verbesserung des Zugangs zur medizinischen HIV-Ver wird SolidarMed die Förderung und Sicherstellung SolidarMed die Bereiche Verwaltung, Spitalentwicklung, SolidarMed unterstützt die Entwicklung und Stärkung sorgung sowie Aufbau der Kapazitäten der Gesundheits- von ländlichem Gesundheitspersonal im südlichen Tanza- medizinische Qualität und dörfliche Gesundheitspräven- des Gesundheitssystems von Chiúre als Ganzes, da- einrichtungen für die Behandlung von HIV/Aids, nia weiter verstärken und dabei eng mit der weiterführen- tion. Schwerpunkte der Arbeit im Jahr 2008 sind die HIV- mit die Gesundheitsleistungen qualitativ angemessen, - Stärkung von CHAL im Bereich Unterhaltsmanagement den Schule für Krankenpflegepersonal GNDUC in Ifakara Behandlung von Schwangeren und Kindern sowie der effizient und den Bedürfnissen der Bevölkerung ent- der Spitäler. und dem Spital Lugala zusammen arbeiten. Aufbau einer Schule für Laborfachkräfte. 8 9

6 SolidarMed muss die traurige Mitteilung machen, dass: Sophie Justine Teboho Vuille im Alter von nur einem Jahr am 16. Dezember 2007 infolge Ertrinkens in Lesotho gestorben ist. Liebe Sophie Als du am 4. November 2006 am Seboche Spital in Lesotho zur Welt gekommen bist, war die Freude und Dankbarkeit riesengross. Dein Lächeln, deine Zuneigung und deine ersten zaghaften Schritte schenktest du deinen Geschwistern Manon und Jeanne und deinen Eltern Corinne und Pascal Vuille-Rüber, die im Spital als Ärztin und Arzt arbeiten. Mit ihnen hast du in Liebe und Geborgenheit dein erstes Lebensjahr in Afrika erleben dürfen. Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht ger Gast im Erdenland; woher? wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand. Ludwig Uhland PERSONALNACHRICHTEN Ausreisende nach Afrika Am 28. Dezember 2007 wurdest du in Lesotho beerdigt, da wo deine Heimat war. Wir sind traurig und fassungslos über deinen Tod. Wir denken an deine Eltern, Geschwister und an eure Familien und Freunde. Der Abschied von dir schmerzt unendlich und hinterlässt eine grosse Lücke. So gerne hätte dich deine Familie durch das Leben begleitet, zusammen mit dir gestaunt, geweint, gelacht, gespielt und sich über dich und mit dir gefreut. Wir wissen, dass du immer deinen Platz in ihren Herzen haben wirst. Sophie, wir werden dich nicht vergessen. Mit stillen Grüssen die Mitarbeitenden von SolidarMed in der Schweiz und in Afrika Martina Weber Wechsel auf der Geschäftsstelle in Luzern Das SolidarMed-Team in Luzern hat neue Verstärkung erhalten: Anfang Januar trat Martina Weber die Nachfolge von Thomas Gass an. Thomas Gass startete sein Engagement bei SolidarMed über einen Einsatz in Ifakara, Tanzania, wo er von September 2002 bis 2004 als Projektleiter für die Gesundheitsprogramme arbeitete. Nach Beendigung seines Auslandeinsatzes führte er von der Schweiz aus die Begleitung des länderübergreifenden SolidarMed Aids-Therapie-Programms (SMART). Zuletzt war er neben SMART auch für die Betreuung der Projekte in Tanzania Süd verantwortlich. SolidarMed dankt Thomas Gass für seinen engagierten Einsatz ganz herzlich und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute! Thomas Gass Ab März verstärkt Susanne Amsler SolidarMed während eines Jahres als Junior-Programm-Mitarbeitende im Rahmen eines Praktikums der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes. Neben der administrativen Entlastung des Programmteams wird sich Susanne Amsler vertieft mit der Erstellung eines detaillierten Project Cycle Management-Konzepts befassen, welches SolidarMed eine gut dokumentierte und durchdachte professionelle Projektführung von Beginn bis zum erfolgreichen Abschluss erlauben wird. Susanne Amsler verfügt über einen Master in Sozialwissenschaften und arbeitete zuletzt als Projektleiterin für die Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Dr. med. Andreas Widmer, Musiso-Spital, Zimbab- Ende Februar 2008 zusammen mit seiner Familie nach Martina Weber ist dipl. Sozialpädagogin (FH) und ver- Das SolidarMed-Team heisst Martina Weber und Susanne we: Andreas Widmer reiste Ende Januar 2008 zusammen Moçambique aus, wo er in Chiúre als Landeskoordina- fügt über einen Abschluss als Master of Business Admini- Amsler herzlich willkommen und wünscht ihnen bei ihrer mit seiner Familie nach Zimbabwe aus. Er ist Arzt und tor arbeitet. Michael Hobbins ist promovierter Epidemio- stration. Als Programmbeauftragte ist sie für die Betreu- neuen Aufgabe viel Erfolg, Glück und Befriedigung! benachfolgt Renate Albrecht am Musiso-Spital. In der loge. Vor seiner Anstellung bei SolidarMed war er in der ung der SolidarMed-Programme in Tanzania und Lesotho Schweiz arbeitete er in diversen Arztpraxen für Allgemeinmedizin; im Herbst 2007 besuchte er den Tropen- Privatwirtschaft tätig, wo er sich redaktionell mit der Analyse von medizinischen Studien befasste. zuständig. Des weiteren bearbeitet sie SolidarMed intern das Themengebiet «Community Health». Rückreisende aus Afrika kurs in Tübingen. Jan Emmel, Seboche, Lesotho: Jan Emmel reiste Mitte Martina Weber verfügt über reichlich Afrika-Erfah- Dr. med. Gregor Dahlhoff und Beate Dahlhoff, Chiúre, Frank Gries, Masvingo, Zimbabwe: Frank Gries ar- Januar 2008 aus und wohnt zusammen mit seiner Fami- rung: Ende 2007 hat sie ihren zweijährigen Einsatz für Moçambique: Ende Februar 2008 beendeten Gregor und beitet seit Anfang Januar 2008 als Landeskoordinator in lie in Seboche, wo er als Landeskoordinator für Lesotho den Deutschen Entwicklungsdienst in Zambia beendet. Beate Dahlhoff ihr Engagement für SolidarMed in Chiúre. Masvingo. Er ist Anthropologe und war die letzten Jahre arbeitet. Jan Emmel studierte Sportmedizin und Public Dort war sie als Organisationsberaterin für einheimi- Gregor war seit Anfang März 2007 als Projektleiter verant- als freischaffender Konsulent im Bereich der Entwick- Health. Die vergangenen vier Jahre war er für den Deut- sche Entwicklungsorganisationen tätig. Zuvor war sie wortlich für das ganze Programm «Cabo Delgado Health lungszusammenarbeit tätig. Im Rahmen seiner Studienab- schen Entwicklungsdienst in Lesotho tätig: anfänglich als in Harare, Zimbabwe, in einem Bildungs- und Bera- Support»; als Arzt im Speziellen für die Beratung des HIV- schlussarbeit verbrachte vor rund zehn Jahren ein halbes Berater im Bereich der ländlichen Entwicklung, später als tungsprojekt bezüglich Gewalt gegen Frauen engagiert. Programms. Beate verfügte seit Mitte August 2007 über Jahr in Zimbabwe, wo er sich insbesondere mit der Kultur Berater im Bereich HIV und Aids-Mainstreaming. Auch private Reisen und Aufenthalte führten sie von eine Teilzeitanstellung und war als Koordinatorin bzw. der Shona befasste. Äthiopien bis Südafrika. Während eines Jahres war sie Beraterin im Community Health-Team tätig. Wir danken Wir wünschen allen Ausreisenden viel Glück und Be- zudem als Referentin für entwicklungspolitische Bil- Beate und Gregor für ihren Einsatz, wünschen ihnen eine Dr. Michael Hobbins, Chiúre, Moçambique: Nach ei- friedigung bei ihrer neuen Aufgabe für SolidarMed im dungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Österreich tätig und gute Heimreise und für die berufliche sowie private Zu- nem Sprachkurs in Portugal reiste Michael Hobbins südlichen Afrika! leitete davor ein städtisches Kultur- und Jugendhaus. kunft alles Gute! 10 11

7 KURZINFORMATIONEN Buchtipp: Sie tragen die Welt auf dem Kopf In Zimbabwe gibt es wahrhaftig nicht viel Grund zur Heiterkeit: Diktatur, Inflation, Krisen, Aids und Hunger bestimmen den Alltag. Wie halten die Menschen diesen Widrigkeiten stand? Es ist der ungebrochene Sinn für Humor, die Fantasie und Geduld, die sie immer wieder antreiben, neue Wege zum Überleben zu finden. Ganz besonders die Frauen. Sie tragen die Welt auf dem Kopf und wissen: Nur wer lacht, überlebt. Katharina Morello* erzählt von diesen starken Frauen. In kurzen Geschichten sieht man sie vor sich, junge und alte. Man sieht, wie sie aufbrechen, scheitern und wieder aufstehen. Und immer wieder hört man sie lachen. Denn natürlich gibt es auch in Zimbabwe Grund zum Jubeln: Wenn in der Nacht die grossen Ameisen fliegen, die geröstet und gesalzen eine Köstlichkeit sind, wenn mitten im Geziefer ein Kind zur Welt kommt und wenn nach Monaten des Wartens eine Internetverbindung sieben Minuten lang stabil bleibt und endlich die erste eintrifft. Peter Hammer Verlag, 2008; 150 Seiten, gebunden. ISBN ; Richtpreis: CHF * Katharina Morello, geboren 1966 in Zürich, studierte Theologie für das Pfarramt in Zürich und Journalimus in Luzern. Sie arbeitete als Journalistin für den Tages-Anzeiger und die Zürichsee-Zeitung. Für das Projekt «Simbabwe: Leben mit AIDS/HIV» wurde sie mit dem Medienpreis der Stiftung Christoph Eckstein ausgezeichnet. Sie verbrachte ein Jahr mit ihrer Familie in Zimbabwe, wo ihr Ehemann im Landspital Musiso für SolidarMed tätig war. Lesung an der SolidarMed-Generalversammlung: Anlässlich der Generalversammlung vom 17. Mai 2008 liest Katharina Morello aus ihrem Buch «Sie tragen die Welt auf dem Kopf». Bitte nicht vergessen: Generalversammlung am 17. Mai 2008 Am Samstag, 17. Mai 2008 findet im Alten Spital in Solothurn die jährliche Hauptversammlung statt. Alle Mitglieder von SolidarMed sind dazu herzlich eingeladen und erhalten in den nächsten Wochen ein persönliches Schreiben, mit der Bitte, sich baldmöglichst anzumelden. Ehemalige und Länderinteressierte sollten sich gleich das ganze Wochenende vormerken: Am Sonntag finden auch in diesem Jahr wiederum Länderveranstaltungen statt. Der Vorstand und die Mitarbeitenden von SolidarMed freuen sich darauf, möglichst viele Mitglieder in Solothurn anzutreffen. Impressum «SolidarMed aktuell» 52/08 Anschrift: SolidarMed, Obergrundstrasse 97, Postfach 14, CH-6000 Luzern 4, Telefon , Fax , Redaktion: Barbara Zimmermann Gestaltung: Silvia Bucher Druck: Brunner AG, Druck und Medien, Kriens Auflage: 5700 Exemplare «SolidarMed aktuell» erscheint vier Mal jährlich die nächste Ausgabe als SolidarMed Jahresbericht 2007 im Mai Das Abonnement ist in den Mitgliederbeiträgen eingeschlossen. «SolidarMed aktuell» ist auch als PDF auf erhältlich. SolidarMed Mitgliedschaft: Franken 20. für Einzelmitglieder, Franken 50. für Vereine und Institutionen. Spenden und Mitgliederbeiträge überweisen Sie (bitte mit entsprechendem Vermerk) an: SolidarMed, Luzern; Postkonto ; Herzlichen Dank! Gerne nehmen wir Ihre Anregungen zum «SolidarMed aktuell» entgegen: Telefon

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