Ge i s c h t. Do r f. Warten auf eine Antwort... Niederlenzer. Dezember 2008 Nr Jahrgang

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1 Do r f Niederlenzer Ge i s c h t Dezember 2008 Nr Jahrgang Warten auf eine Antwort... Grusskarte aus Niederlenz Poststempel: , Schönenwerd Adressat: Giuseppe Da Gian in Long Island City, New York, USA Gefunden: 2007 bei einer Wohnungsräumung in Baar Einige Textpassagen konnten von der Redaktion nicht entziffert werden die Übersetzung ist deshalb lückenhaft, aber im Ton eindeutig. Rückseite: Lieber vortrefflicher Ehemann, ich werde auch das Meer überqueren und ich sehe nicht eine einzige Zeile von dir. Ich bitte dich, lass mich dein Schreiben nicht so ersehnen. Wisse, wie ich denke, so rate ich dir. Ich glaube nicht, dass du mir vorwerfen kannst, dir zu wenig zu schreiben, da mir scheint, dass ich dir immer oft geschrieben habe. Ich bitte dich, wie auch immer: Schreibe! Empfange alle Grüsse von Frau und Kindern und allen hier. Es grüsst dich deine dir verbundene Gattin Antonia Da Gian Grüsse Verwandte und Freunde und Landsleute Bildseite: Lieber Papa, empfangt die lebhaftesten Grüsse von uns, indem wir euch jedes erdenkliche Glück wünschen. Denkt an uns, wie wir an euch denken, indem wir darauf hoffen, dass wir euch eines Tages umarmen dürfen, hier, wir alle zusammen in unserem Haus.... dass Sie, so weit weg, uns am Herzen liegen schreibt uns häufig... Grüsse und Küsse von jedem der drei grossen Kinder... ich denke an die traurige Mühe/Arbeit, die ihr habt. weiter auf Seite 3

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3 läbigs Niederlenz Kommunikation Die italienische Frau aus der Schweiz schreibt ihrem Mann in Amerika eine Karte. Es ist Anfang November. Ihre Worte sind nichts als ein einziges Flehen um ein Lebenszeichen von ihrem Mann. Sie wartet, wartet, wartet. Die Kinder schreiben dem Vater in einem anderen Ton. Hoffnungsvoll. Voller Vertrauen, vivo, von Leben und guten Wünschen erfüllt. Die Frau und die Kinder sind nicht in ihrem Heimatland, auch sie nicht. Sie alle sind schon einmal ausgewandert, haben das warme Italien verlassen, weil da kein Überleben mehr war. Die einen landeten in der Schweiz, andere überquerten den Ozean und liessen sich in Amerika nieder. Fanden Arbeit, Giuseppe Da Gian vermutlich in der Schweizer Schuhfabrik. Und verloren sie dann wieder oder die Verwandten aus Amerika schrieben, dass es besser sei drüben. Er reiste voraus, ob aus Not oder freiwillig, geht aus der Karte nicht hervor. Wann zuvor hatte er je schreiben müssen? Das war bestimmt Sache der Frau gewesen. Und nun, da die Familie in der Schweiz seine Worte erwartete, waren seine Finger am Abend von der schweren Arbeit zu müde, um die Feder zu führen. Oder gefiel ihm das Leben, auf einmal ohne Anhang, so gut, dass er es lieber genoss, anstatt seiner schmachtenden Gattin zu schreiben? Denn im Amerika jener Tage war alles möglich, das vergnügliche Leben wurde gerade eben erfunden. Ob er daran teilnahm? Oder ob er seiner Frau jeden Abend vor dem Einschlafen in Gedanken die Sorgen aus dem Gesicht strich? Die Karte wird auf dem Seeweg nach Nordamerika reisen und, falls das Wetter günstig ist, so eintreffen, dass er eine unbeholfene Antwort schreiben wird und der Briefträger diese rechtzeitig zu Weihnachten der erwartungsvollen Frau überbringen kann. Ihr schweres Herz wird für einen Moment leicht, das Meer verliert seinen Schrecken. Es ist das schönste Weihnachtsfest, seit er gegangen ist: Er denkt an sie! Sie bedeutet ihm etwas, er überwindet seine Abneigung gegen das Schreiben, um ihr zu sagen, dass er sie erwartet, da drüben. So anders ist es nicht heute; sogar die Ungeduld fühlt sich genauso an wie damals bei der Antonia, aber wo früher nach drei Monaten, nach einem halben oder gar ganzen Jahr Warten auf ein Liebes- und Lebenszeichen die Ungeduld der Ergebenheit wich, meinen wir heute, ein Angeschriebener müsse augenblicklich reagieren, antworten, bestätigen, eine Diagnose müsse heute da sein, ein Entscheid ebenso. Ein A-Post-Brief braucht schon viel zu viel Zeit, um das Wichtige in der uns angemessen erscheinenden Frist zu sagen. Zeit geben. Erwarten, ohne bereits zu wissen, wie das Erwartete sein wird. Advent ist nichts anderes, als unerfüllt zu sein und warten zu können. Aber das ist eine andere Geschichte... Ob Antonia vor hundert Jahren oder wir heute: dieselbe Herausforderung. Nur das Zeitmass ist anders. Es ist nicht einfach, in eine Beziehung, ein Projekt, eine Entwick- lung so grosses Vertrauen zu haben, dass das Warten nicht zur Qual wird, sondern zur gelassenen Zuversicht, die darin gründet, dass nichts an dem Guten zwischen zwei Menschen etwas ändern kann: kein Meer, keine Zeit, keine Not. Es liegt geschützt vor fremden Einflüssen im Innern des Menschen. Nur er selber gefährdet es durch Ungeduld oder zu grosse Erwartungen und Forderungen. Schneller als SMS und ist keine Kommunikation, aber tiefer und unmissverständlicher sind gute Gedanken und Wünsche, die mit Herzflügeln zu den Menschen reisen, die man gern hat. Selbstverständlich muss man sie auch in Worte kleiden, auf eine Karte schreiben oder sonstwie ausdrücken. Das macht ja das Leben erst schön! (Wie Recht sie hat, diese Frau von damals...) Ein Wort hat Macht - aber ohne den Funken Liebe sind alle Worte leer. Vielleicht können wir heute, anders als die nach Worten dürstende Frau von damals, diese Gedanken und ungeborenen Ideen mit verfeinerten Sinnen aufnehmen und entschlüsseln? Inmitten der ganzen Wörterflut? Das wäre Weihnachten, wie sie unsere Zeit nötig hätte. Wir danken Frau Heidi Honegger für das interessante Fundstück, das sie der Redaktion hat zukommen lassen. Den Dorfgeischt-Leserinnen und Lesern wünschen wir leicht-lichte Weihnachten und erwärmende Botschaften von hier und dort. ewb R Mörtel Beton Kies Niederlenz Lenzburg Margrit Meyer Neugrabenweg Niederlenz Tel Telefon

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5 läbigs Niederlenz Ein weiterer Schritt für die kleinen Wassertiere Vor etwa drei Jahren wurde im Gebiet Hörnizopf, also bei der Niederlenzer Kiesgrube, mit der Längsvernetzung des Aabachs begonnen. Ziel dieser baulichen Massnahmen ist es, die Aargauischen Fliessgewässer wieder zu Lebensräumen für die ursprünglich vorkommenden einheimischen Fischarten sowie weitere Wassertiere zu machen. Im Laufe der Zeit waren immer mehr Hindernisse für die Tiere entstanden, welche sie insbesondere auf ihrer Aufwärtswanderung behinderten. Der Aabach mit seinen acht Kleinkraftwerken verfügt über eine besonders hohe Dichte an solchen Hindernissen. Aber es gibt auch natürliche Veränderungen, welche sich für die Fische negativ auswirken. Eine solche Rampe wurde im Herbst beim Ausfluss des Hochwasser- Entlastungsstollens entfernt. Am 14. Oktober begannen die Bauarbeiten. Da es keine Möglichkeit gab, den Bach an dieser Stelle umzuleiten, musste das Wasser in drei Rohren aufgefangen und um die Baustelle herum geführt werden. Danach konnten die Rampen entfernt und so angepasst werden, dass sie auch von kleinen Fischen wieder passiert werden können. Im gleichen Zug konnten auch bei der Hochwasser-Entlastung Strömungen korrigiert werden, die im Laufe der Zeit entstanden waren. Die Arbeiten gingen zügig und nach Plan voran, so dass die Anpassungen bereits Mitte November abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich waren 33 Projekte geplant, von denen nun bereits deren 23 abgeschlossen sind. Weitere zehn, davon fünf in Niederlenz, sollen in den nächsten Jahren folgen, damit dann auch die kleinsten der Aabachfische wieder ungehindert von der Aare zum Hallwilersee wandern können. Dies ist in der Wyna bereits möglich, wo die Längsvernetzung von der Aare bis zum Sempachersee als erste im Kanton abgeschlossen werden konnte. da R A B C D E F Foto-Reportage A 14. Okt. Situation vor Baubeginn B 23. Okt. Der Bach ist gestaut C 23. Okt....und fliesst in drei Röhren, damit im Bachbett gearbeitet werden kann D 1. Nov. Die Röhren liegen zwar noch da, aber der Bach fliesst wieder in seinem normalen Bett E 8. Nov. Auch die Röhren sind verschwunden, F 20. Nov. Alles ist fertig, G 20. Nov. die Baumaschinen sind verschwunden G

6 läbigs Niederlenz 10 Jahre Aargauer Turnzentrum Niederlenz Es ist kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich schon zehn Jahre her seit der Eröffnung des Turnzentrums in Niederlenz. Aus diesem Anlass hat sich der Dorfgeischt mit dem Cheftrainer der Mädchen, Renato Gojkovic, zu einem Gespräch getroffen. Deshalb dreht sich dieses Interview hauptsächlich ums Frauenkunstturnen. Dorfgeischt: Was ist das Spezielle an diesem Regionalen Leistungszentrum? R. Gojkovic: Diese Halle ist wirklich speziell fürs Kunstturnen eingerichtet worden. Alle Geräte sind fest installiert. Das hat den grossen Vorteil, dass nichts vor dem Training aufgebaut und danach wieder abgebaut werden muss. Die Mädchen kommen aus dem ganzen Kanton hierher, um von dieser Infrastruktur und dem professionellen Training zu profitieren. Wie viele Mädchen trainieren hier und wie oft tun sie das? Es sind zurzeit 15 Turnerinnen. Sie trainieren 5 bis 6 Mal pro Woche, immer am Nachmittag etwa viereinhalb Stunden. Diese Mädchen sind 9 bis 14 Jahre alt. Dann haben wir noch 7 bis 8-Jährige, die zwei Mal bei uns trainieren und zwei Mal in ihrem Verein. Das sind im Moment 5 Mädchen. Das scheint unglaublich viel Training für so junge Mädchen. Ja, das stimmt. Allerdings muss man es schon etwas relativieren. Das Training ist nicht viereinhalb Stunden streng. Wir machen vielleicht eine halbe Stunde Konditionstraining, und dann werden die Elemente an den vier verschiedenen Geräten geübt. Das bedeutet ganz viele Wiederholungen, immer und immer wieder. Dabei wird aber nicht sonderlich viel geschwitzt. Weil wir vier Geräte haben, ist unsere Sportart sehr komplex. Ausser beim Sprung besteht jede Übung aus 10 bis 15 Grundelementen. Damit diese sitzen, bedarf es dieser unzähligen Wiederholungen. Nur so haben die Mädchen eine Chance, es je ganz an die Spitze zu schaffen. Kennen Sie das aus eigener Erfahrung? Waren Sie selber Kunstturner? Ich bin ja ursprünglich aus Kroatien. Dort bin ich quasi in der Turnhalle geboren, da meine Mutter Kunstturnerin war und später im Generalsekretariat des Kroatischen Kunstturnverbandes gearbeitet hat. So lag es nahe, dass auch ich diesen Weg ging. Mit 18 Jahren musste ich mich dann allerdings entscheiden, ob ich weiter meine Karriere als Kunstturner verfolgen oder ob ich ein Studium beginnen wollte. Wenn du im Kunstturnen nicht zur absoluten Spitze gehörst, wird es sehr schwierig. Deshalb habe ich mich fürs Studium entschieden. Dieses Studium beinhaltete die Ausbildung zum Sportlehrer sowie die Spezialisierung aufs Kunstturnen. Was haben Sie nach dem Studium gemacht? Ich habe zuerst als Sportlehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Das war aber nur eine Übergangslösung, da meine Leidenschaft immer dem Kunstturnen galt habe ich angefangen als Trainer mit Mädchen zu arbeiten. Das hat sich so ergeben, weil meine Schwester damals 6 Jahre alt war und ebenfalls Kunstturnerin. Das war der Anfang einer langen Zeit, in der ich kroatische Turnerinnen betreut habe. Während dieser Zeit habe ich auch meine Frau Viktorija kennen gelernt. Das war während einem Trainingslager in Russland vor 15 Jahren. Sie ist Russin. Ich habe sie dann nach Kroatien eingeladen, und sie hat zugesagt. Wie hat es Sie dann schliesslich nach Niederlenz verschlagen? 2001 weilten wir in einem Trainingslager in Tirrenia, Italien. Dort waren viele andere europäische Teams vertreten. Zu dieser Zeit war ich als Nationaltrainer in Kroatien für die Juniorinnen und das Nationalkader zuständig. Meine Frau und ich bekamen das Angebot aus der Schweiz in diesem Regionalen Leistungszentrum zu arbeiten. Der Vorschlag war für uns lukrativ, und wir mussten diese Chance packen. Es fiel mir allerdings sehr schwer meine kroatischen Turnerinnen zu verlassen. Wir steckten gerade in der Vorbereitung für die Junioren- Europameisterschaft 2004, und auch für Peking 2008 stimmte der Fahrplan. Der STV erlaubte mir, dass ich die kroatischen Turnerinnen von 2002 bis 2004 einige Male

7 läbigs Niederlenz nach Niederlenz holen und hier trainieren durfte. Ich habe dann das kroatische Team auch noch an diese EM 2004 begleitet. Wir haben dort den fantastischen 8. Rang belegt. Zum Vergleich: Die Schweizerinnen wurden damals nur 24. Es war mir wichtig, die Arbeit in Kroatien gut abschliessen zu können. Es war aber nicht etwa nur das Geld, das uns in die Schweiz gezogen hat. Es ist vor allem auch die Infrastruktur und die gute und professionelle Organisation des Schweizerischen Turnverbandes. Das ganze System ist einfach viel besser, und das Kunstturnen geniesst eine viel höhere Popularität als in Kroatien. An der letzten Juniorinnen-Europameisterschaft war es nun gerade umgekehrt als noch vor vier Jahren: Kroatien war gar nicht vertreten und das Schweizer Team belegte den 9. Rang. So gut wie noch nie. Von den fünf Turnerinnen kamen drei aus dem Aargau. Das zeigt, was man mit professionellem Training für Fortschritte erreichen kann. Und haben Sie sich gut eingelebt in der Schweiz? Ja, wir fühlen uns sehr wohl hier. Ich bin seit September 2002 nun in Niederlenz. Meine Familie hat Verwandte in Österreich, und durch das Kunstturnen war ich schon viel gereist. Deshalb war es für mich nicht ein völliger Kulturschock kamen unsere Kinder nach, die damals vier und fünf Jahre alt waren. Das war ideal, weil sie noch vor der Einschulung die Sprache lernen konnten. Mittlerweile sind sie hier voll integriert. In der Zwischenzeit haben wir in Niederlenz auch eine Wohnung gekauft und sind wirklich heimisch geworden. Sie feiern grosse Erfolge mit ihren Turnerinnen. Wie geht es mit den Mädchen weiter, wenn sie älter sind? Die besten werden dann mit 16 ins Nationalkader nach Magglingen aufgenommen. Zurzeit sind von den zwölf Plätzen dort fünf mit Turnerinnen aus dem Aargau belegt. Wir haben von den sechs Leistungszentren in der Schweiz klar den höchsten Anteil. Das freut mich natürlich sehr. Manchmal ist es halt einfach schade, dass wir dann, wenn die grossen Erfolge der Mädchen kommen, nicht mehr dabei sein können. Diese Lorbeeren ernten dann andere. Wir sind hier quasi die Kaderschmiede und formen die Mädchen in den wichtigsten Jahren. Wir haben diese Rolle auch verstanden und akzeptieren sie. Dann gibt es da noch einen Traum? Ja, es wäre schön, wieder einmal an einer Welt- oder Europameisterschaft dabei sein zu können. Ich hatte 2007 auch ein Angebot aus Magglingen. Aber familiär ist das momentan ungünstig. Die Kinder haben sich gut eingelebt, und wir haben ja eben auch die Wohnung gekauft. Es gefällt uns gut in Niederlenz, und wir werden sicher noch lange hier bleiben. Wände... Täfer, Aussenschalung, Isolationsmaterial Holz für Haus und Garten! Böden... Parkett, Laminat, Kork, Massivholzböden in allen Holzarten Garten... Sichtschutzelemente, Gartenhäuser, Pergola, Pflanzentröge, Terassenbeläge, Kinderspielgeräte, Kleintierställe Grosses... Sortiment an Befestigungsmaterial, Beschläge, Holzschutzfarben Holz-, Span- und Sperrholzplatten Zuschnitt... alle einheimischen Holzarten bearbeitet nach Ihren Angaben Öffnungszeiten: Mo - Fr und Sa Schmid AG Sägerei & Holzshop Aarauerstrasse Wildegg Tel. 062 / Fax 062 / Profitiert das Turnzentrum davon, dass Sie so viele gute Kunstturnerinnen ausbilden? Ja, wir erhalten für alle Kaderturnerinnen Beiträge vom Schweizerischen Turnverband. Diese Beiträge erhalten wir auch noch, wenn die Mädchen im Nationalzentrum in Magglingen sind. Das ist eine Belohnung für die gute Ausbildung, die sie bei uns hatten. Das Turnzentrum wird unterstützt von der Politik und von Sportverbänden. So können wir uns die 250 Stellenprozente sowie Miete und Unterhalt der Halle leisten. Herzlichen Dank für das interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit Ihren talentierten Kunstturnerinnen. cs R - 7 -

8 läbigs Niederlenz Historische Sitzung des Lenzburger Einwohnerrates Am Donnerstag, 23. Oktober 2008, tagte der Lenzburger Einwohnerrat nicht wie üblich in der Aula des Bezirksschulhauses, sondern er hatte sich quasi ins Exil begeben und hielt zum ersten Mal überhaupt eine Sitzung ausserhalb der Lenzburger Stadtgrenzen ab. Eine stattliche Anzahl Zuhörerinnen und Zuhörer hatten sich im Niederlenzer Gemeindesaal eingefunden, um sich persönlich ein Bild von der Funktionsweise eines Einwohnerrates zu machen. Immerhin stand ja im Zuge der Fusionsabklärungen auch die Ersetzung der Gemeindeversammlung durch den Einwohnerrat zur Debatte. Dies ist ein Thema, an dem sich bis zuletzt die Geister schieden. Es sei vorweggenommen: Auch diese Sitzung konnte keine definitive Klärung Vom Dorfgeischtli aufgeschnappt bringen, welche der beiden Formen denn nun tatsächlich die bessere ist. Wer an der Gemeindeversammlung hängt, fand bestimmt Punkte, die gegen einen Einwohnerrat sprechen, aber auch umgekehrt konnten die Anhänger des Gemeindeparlaments Argumente dafür entdecken. Die Begrüssung durch den Ratspräsidenten Jörg Kyburz fiel den Umständen entsprechend etwas ausführlicher als gewöhnlich aus, musste er doch den Gästen im Saal und auf der Galerie die Art, wie im Einwohnerrat politisiert wird, kurz beschreiben. Der wohl einschneidendste Unterschied zur Gemeindeversammlung ist bestimmt der, dass nur die Einwohnerräte das Recht haben, sich zu Wort zu melden. Die Sitzungen dürfen zwar von allen Interessierten besucht werden; aktives Mitmachen jedoch ist nicht gestattet. Das Haupttraktandum an diesem Abend war die Beratung des Budgets der Stadt Lenzburg fürs Jahr Die einzelnen Fraktionen hatten bereits im Vorfeld der Sitzungen die Budgetposten beraten sowie Fragen und Anträge formuliert. Diese wurden von den Sprechern vorgetragen, wobei auffiel, wie diszipliniert und auch sachbezogen diskutiert wurde. Zwar wurde um einzelne Beträge zum Teil hart gerungen, aber man blieb dabei immer fair und sachlich. Aus Parlamentsdebatten, vor allem aus anderen Ländern, kennt man auch anderes! Ebenso hielten sich die Votanten immer an die Vorgaben des Vorsitzenden; wenn zum Beispiel über einen Antrag diskutiert wurde, blieb man bis zuletzt beim Thema. Trotzdem dauerte die Sitzung länger als gewöhnlich, so dass der Präsident nach rund zwei Stunden Dauer eine kurze Verschnaufpause verordnete. Danach ging es aber zügig weiter, und kurz nach halb elf Uhr waren sowohl das Budget 2009 als auch die restlichen Traktanden unter Dach und Fach, und sämtliche Anwesenden konnten ihre Eindrücke im Foyer bei einem von der Gemeinde Niederlenz offerierten Apero austauschen. da R gemeindebibliothek Gemeindebibliothek Niederlenz Rössligasse 6, im roten Schulhaus Tel Besuch aus Schleswig-Holstein Vor wenigen Tagen haben zwei Wandersgesellen aus Norddeutschland auf der Gemeindekanzlei vorgesprochen. Das allein ist nicht ungewöhnlich, geschieht dies doch mehrmals jährlich. Das Interessante dabei war, dass der eine der beiden eine Dame war und diese der seltenen Zunft der Schneidergesellinnen angehört. In der Schweiz hat es nur sehr wenige Gesellenstellen für Schneider. Der Herr war ein Zimmergesell, welcher nach eigenen Angaben in jedem Dorf Arbeit annehmen könnte. Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUES JAHR Das Bibliotheksteam Ursula Stierli, Brigitte Klemm, Mirjam Böhm, Lotti Bühler Die Bibliothek ist geöffnet: Montag Uhr Dienstag Uhr Donnerstag Uhr Freitag Uhr Während der Schulferien nur: Dienstag Uhr Öffnungszeiten am Jahresende: Montag, 22. Dezember: geschlossen Dienstag, 23. Dezember: geöffnet Vom 24. Dezember 2008 bis 4. Januar 2009 bleibt die Bibliothek geschlossen. Ab Montag, 5. Januar 2009, gelten wieder die normalen Öffnungszeiten. Unsere Neuerwerbungen finden Sie jeden Monat unter

9 läbigs Niederlenz Lesenacht 2008 An der diesjährigen Lesenacht bekamen die Kinder Besuch vom alten Kind. Es ist 499 Jahre alt und kommt von einem fernen Planeten auf die Erde, um für seine Schule eine Forschungsarbeit über die Menschen zu schreiben. Auf seinem Heimatplaneten kommt man als Erwachsener zur Welt und wird im Lauf von vielen Jahren zum Kind und damit zu einem vernünftigen Wesen. Bei seinem Besuch auf der Erde stellt das Kind alles auf den Kopf. Es verwirrt den Stadtrat, der mitten durch den Park eine Schnellstrasse plant, oder es befreit die Tiere im Zoo, die ja nichts verbrochen haben und deshalb zu Unrecht hinter Gittern sitzen. Der Erwachsene, bei dem es einzieht, muss einiges dazulernen, manchmal unfreiwillig, aber es gibt viel Grund zum Lachen. Auch dieses Jahr wollten sich fast dreissig Kinder das Vergnügen und Abenteuer der Lesenacht nicht entgehen lassen. Mit Halali stürmten sie Punkt Uhr die Bibliothek, richteten sich ihre Schlafplätze ein und türmten Bücher für die Nacht neben ihren Schlafsäcken auf. Wir durften viele neue Gesichter begrüssen, die zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal voller Spannung und Vorfreude die Ereignisse dieser Nacht erwarteten. Wie immer begann die Nacht mit einer ersten Runde Vorlesen. Das Buch von Charles Lewinsky ist voller witziger Dialoge und eignet sich deshalb hervorragend, es zu zweit vorzutragen. Die Kinder waren tolle und aufmerksame Zuhörer, immer wieder kicherten und lachten sie über die Streiche und Einfälle des alten Kindes. In der ersten Pause stürzten sie sich auf den Imbiss, der inzwischen für sie zubereitet worden war. Und mit grösstem Vergnügen spielten sie in den leeren und dunklen Räumen vor der Bibliothek mit ihren Taschenlampen Versteckis und Fangis. Isabelle Mathieu hat sich auch dieses Jahr ein lustiges Quiz zum Buch einfallen lassen. Wer Lust hatte, konnte an diesem Wettbewerb teilnehmen. Charlotte Clemen und Nadja Herren wussten die meisten Details und gaben die originellsten Antworten und gewannen so den ersten Preis. Sie dürfen mit den Bibliothekarinnen auf Büchereinkauf gehen. Bei der zweiten Vorleserunde wurden die Augen schnell schwer, und nach dem Mitternachtsimbiss war es Zeit, sich in die Schlafsäcke zurückzuziehen. Wer aber gedacht hatte, die soeben noch furchtbar müden Kinder würden nun auch schnell schlafen, sah sich schwer getäuscht! Es tuschelte, kicherte und raschelte in vielen Ecken noch stundenlang... Strahlen von Taschenlampen beleuchteten noch viele Bücherseiten oder hüpften den Wänden entlang durch den Raum. Kaum war das letzte Kind doch endlich eingeschlafen, wachte das erste auch schon kurz nach sechs Uhr wieder auf. Das bedauernswerte Kind konnte nicht mehr länger schlafen, weil es dank dem diesjährigen Stundenplan daran gewöhnt ist, dreimal in der Woche um Viertel nach sechs Uhr aufzustehen. Das wunderbare Frühstück mit frisch gebackenem Zopf, Nutella und natürlich Erdbeermarmelade (die Leibspeise des alten Kindes) weckte die Lebensgeister der übernächtigten Kinder und Erwachsenen so weit, dass das dritte Vorleseteam den Schluss des Buches erzählen und die Gewinner des Wettbewerbs verkünden konnte. Die Schlafsäcke und Mätteli zusammengerollt, die Taschenlampen eingepackt, Bücherberge ausgeliehen, die Eltern freudig begrüsst und schon war eine weitere tolle Lesenacht wieder vorbei! Indra Joshi R

10 läbigs Niederlenz Die aktuelle Weltwirtschaftskrise auch eine Chance? Wir wurden in den letzten Wochen mit Tag für Tag schlimmeren Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft überschwemmt. Grösste Firmen, Banken und auch Industrie stehen kurz vor einem Zusammenbruch. Viele Milliarden wurden innert kürzester Zeit vernichtet. Nur dank energischem Eingreifen der Staaten konnten grosse Zusammenbrüche, zumindest momentan, verhindert werden. Wird nun alles wieder gut? Ist das Schlimmste vorbei? Daran glaube ich nicht. Ich denke viel mehr, dass weitere grosse Wellen auf uns zurollen werden. Eine wird das Problem der vielen, vielen privaten Kleinkredite und des Leasings sein. Denn ich glaube nicht, dass wir immer mehr vorkonsumieren können und dürfen. Irgendeinmal muss man ja seine Schulden zurückzahlen. Falls dann noch Probleme kommen, wie schwere Krankheit oder Arbeitslosigkeit wie sollen dann die Zinsen und Rückzahlungen finanziert werden? Vermutlich nicht nur durch Konsumverzicht. Es wird viel eher so sein, dass die Kreditgeber dann die abgemachten Rückzahlungen nicht erhalten werden. Und so werden diese Kredite wieder mit grossen Risiken in den Büchern der Kreditgeber stehen. Worin bestehen dann die Chancen? Ich glaube an unsere KMU (Kleine und mittlere Unternehmen). Ich glaube daran, dass unsere KMU gewöhnt sind mittelund langfristig zu denken. Schnelle Profite führen nur zur Aushöhlung der Firma. Gerade in den KMU sind die Inhaber nicht nur Kapitalgeber, sondern arbeiten direkt im eigenen Betrieb. Deshalb werden sie alles daran setzen, ihre Gelder nicht zu verlieren. Zudem sind unsere KMU meist auch genügend flexibel, um sich schnell an ändernde Verhältnisse anzupassen. Da sehr viele Arbeitsplätze in den KMU zu finden sind, ist dies auch unsere Chance, diese Krise vielleicht mit einem blauen Auge überwinden zu können. Die echte Chance liegt aber im Umdenken. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Profite nicht in den Himmel wachsen können. Irgendwo sind Grenzen. Und die gab es eigentlich schon immer. Irgendwie war schon immer klar, dass, wo grosse Zinsen geboten werden, auch sehr grosse Risiken dahinter stecken. Und dies hat sich, vereinfacht ausgedrückt, auch bestätigt. Und glauben Sie mir: Auch mit einigen kleinen Brötchen lässt sich Geld verdienen, womit sogar Arbeitsplätze geschaffen werden können. Eine mühselige und langatmige Arbeit. Diese Arbeit lohnt sich jedoch. Denn mit dieser Vorgehensweise haben wir die Chance gute und sichere Arbeitsplätze zu erhalten. Arbeitsplätze, welche nicht bei der ersten kleinen Erschütterung wegfallen. Geld ist das eine. Und sicherlich kann man durch Spekulation an der Börse Geld verdienen oder auch viel davon verlieren. Da wir aber in einer realen Wirtschaft leben, sind auch die realen Arbeitsplätze in unserer Region sehr, sehr wichtig. Ohne Arbeit wird es auch für unsere Gegend äusserst schwierig. Wenige Arbeitnehmende können wohl nicht sehr viele Hilfesuchende unterstützen. Wir benötigen daher genügend Arbeitsplätze. Arbeitsplätze, für die auch vernünftige Löhne bezahlt werden. Löhne, von denen man leben kann, und nicht noch zusätzlich Sozialhilfe benötigt. Für eine solche indirekte Subventionierung ist unser System auch nicht ausgelegt. Und wenn wir mehr regionale Produkte kaufen, werden wir auch automatisch wieder mehr Arbeitsplätze haben. Klar, viele Dinge werden heute nicht mehr bei uns produziert. Aus Spar- und Profitgründen wurden sie ausgelagert. Aber mit was für Folgen?! Ist es richtig, dass wir zu bestimmten Produkten Ihre Partnerfirma für: Sanitäre Anlagen Neu- und Umbauten Reparaturen Boilerentkalkungen Lenzburgerstrasse Niederlenz Fax Tel für Ihre Böden Teppich Gehrig Seon Teppiche Bodenbeläge Parkett Teppich Gehrig Unterdorfstrasse Seon Telefon Natel

11 läbigs Niederlenz kein Vertrauen mehr haben dürfen? Dass die für unsere Gesundheit vielleicht giftig sind? Und zu was für schlimmen Bedingungen für die Umwelt und Arbeitnehmenden wurden die produziert? Ist uns das Billig wert? Ich finde es richtig, dass wir sehr strenge Vorschriften haben. Nur nützen die wenig, wenn man bei uns Produkte einführen kann, die bei uns so gar nie hätten produziert werden dürfen. Der Verkauf solcher Produkte sollte bei uns ebenfalls verboten werden. Der Nachweis für saubere Produktion zu gleichen Bedingungen wie bei uns sollte gefordert und vom Importeur nachgewiesen werden müssen. Denn nur so würden wir wieder gleich lange Spiesse erhalten. Die Produktion würde sich so bei uns wieder lohnen. Natürlich würde unser Lebensunterhalt so teurer. Wir könnten uns so vermutlich weniger Dinge leisten. Denn leider ist Umwelt-, Arbeits- und Versicherungsschutz nicht kostenlos. Diese Dinge garantieren uns jedoch Sicherheit. Sicherheit für anständige Arbeit, Sicherheit für unsere Natur und so wiederum für unser Wohlbefinden. Und wir wären wieder stolz auf unsere Arbeitsplätze. Auf die tollen Produkte und Dienstleistungen aus unserer Region. Eine gute Chance für uns, gute Arbeitsplätze bei uns zu haben und unsere Umwelt trotzdem zu schonen. Nur etwas weniger Gier wäre sicherlich notwendig. Jürg Link, Gemeinderat R Haben Sie Probleme mit Feuchtigkeit? Ein zeitgenössischer Bau am Dorfrain Die Gestaltung der Niederlenzer Kernzone schreitet weiter voran. Kürzlich hat die Beton AG das Baugesuch für den Abriss des Bauernhauses unterhalb des Stationswegs und den Neubau eines Gewerbebaus eingereicht. Das Projekt wurde vom Brugger Architekturbüro Metron verfasst und Ende November der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich um einen Ersatzbau für das im Jahr 1889 als Bauernhaus erbaute Suter-Haus. Allerdings diente es seit einem guten halben Jahrhundert nicht mehr als Bauernhaus; zuletzt führte Max Suter sen. dort seine Schneiderei wurde die Liegenschaft von der Beton AG gekauft. Auffallend am Neubau ist, dass er näher beim Dorfrain steht und nun ungefähr Geplanter Neubau von der Aabachbrücke aus gesehen Die TrockenMacher haben für Sie mit 30 jähriger Erfahrung und Kompetenz die richtige Lösung! - Wasserschadentrocknung - Bauaustrocknung - Wäschetrocknung - Schadenanalysen und bauphysikalische Gutachten - Ortung von Leckagen Niederlenz AG Ortstarif die gleiche Ausrichtung aufweist wie die übrigen Gebäude. Dazu mussten einige Fixpunkte in die Planung mit einbezogen werden. So kann die bestehende Trafostation nicht verlegt werden, und auch die anlässlich der 700-Jahr-Feier 1991 gepflanzte Eiche soll in die Umgebungsgestaltung integriert werden. Es ist vorgesehen, dass das im Minergie- Standard erstellte Gebäude gemischt genutzt wird. Das Erdgeschoss und der erste Stock sollen für die Nutzung im Gesundheitsbereich konzipiert werden; im obersten Stock entstehen zwei grosszügige 4 ½ -Zimmer-Wohnungen auf zwei Etagen. Eine Tiefgarage mit 13 Einstellplätzen sowie Besucherparkplätze beim Eingang und entlang des neu zu gestaltenden Stationswegs runden das Projekt ab. Wenn alles rund läuft, kann im Sommer 2009 mit dem Abbruch des bestehenden Bauernhauses und dem anschliessenden Neubau begonnen werden. Gegen Ende 2010 sollten die Räumlichkeiten dann bezugsbereit sein. da R Heutiges Bauernhaus von oben

12 Ratsstube Arbeitslose Im November sind 55 Arbeitslose ge meldet. Einwohnerzahl Im November beträgt die Einwoh ner zahl Nächste Einwohnergemeindever sammlungen Um die anstehenden Ge schäfte beraten zu können, werden die StimmbürgerInnen zur gegebenen Zeit zu einer ausserordentli chen Einwohnergemeindeversammlung auf Freitag, 20. Februar 2009, Uhr, im Gemeindesaal GB Rössligasse, eingeladen. Bitte reser vieren Sie sich heute schon dieses Datum. Behörden und Kommissionen Schulpflege Frau Therese Müller-Küttel, Mitglied der Schulpflege seit August 2004, hat per Ende November 2008 ihre Demission eingereicht. Frau Müller wird an dieser Stelle für ihren Einsatz gedankt und weiterhin alles Gute ge wünscht. Als Nachfolger ist in stiller Wahl Herrn Matthias Frei als neues Mitglied der Schulpflege für den Rest der Amtsperiode 2006/2009 gewählt worden. Herrn Frei wird zur Wahl gratuliert und viel Erfolg im Amt gewünscht. Ersatzmitglied der Steuerkommission In stiller Wahl ist Frau Hélène Frey-Meier als neues Mitglied der Steuer kommission für den Rest der Amtspe riode 2006/2009 gewählt worden. Mit dieser Wahl ist unsere Steuerkommission wieder vollzählig. Frau Frey wird zur Wahl gratuliert und viel Erfolg im Amt gewünscht. Präsidium der Vereinigten Ortsbürger kommissionen Nach 19 Jahren im Amt hat Herr Max Meyer seinen Rücktritt als Präsident der Vereinigten Ortsbürgerkommissi onen per Ende dieses Jahres erklärt. Herzlichen Dank für das sehr grosse Engagement im Sinn und Geist unse rer Ortsbürgergemeinde. Für die Zu kunft wird ihm an dieser Stelle alles Gute und beste Gesundheit ge wünscht. - Als Interimspräsident bis zum Ende der Amtsperiode 2009 ist Herr Hans Rudolf Kull durch die Orts bürgerkommissionspräsidenten ein gesetzt worden. Herr Kull wird heute schon viel Erfolg, Glück und Befriedi gung im Amt gewünscht. Weltoffenes Niederlenz / Grüezi-Träff Per Ende Jahr tritt Frau Manuela Greco- Stutz als Mitglied der Kommis sion Weltoffenes Niederlenz/Grüezi-Träff zurück. Frau Greco hat dieser Kommission seit 2006 angehört. Herzlichen Dank für den Einsatz und weiterhin alles Gute. Interessierte Personen können sich bei Frau Heidi Gerber, Altfeldweg 51, Niederlenz melden. Personelles Personeller Ausfall bei der Finanzver waltung Frau Arlette Bolliger, Finanzverwalter-Stellvertreterin, fällt auf Grund ge sundheitlicher Probleme für Wochen aus. Die anfallenden Arbeiten werden durch temporäre Mehreinsätze vom übrigen Finanzverwaltungspersonal vorü bergehend übernommen. Neues Gesicht bei der Gemeinde kanzlei Um die laufend zunehmenden Arbei ten auf der Gemeindekanzlei bewälti gen zu können, ist Frau Ramona Hunziker, Schlossrued, als Teilzeitan gestellte mit einem Pensum von 40% im befristeten Arbeitsverhältnis bis Ende Februar 2009 angestellt worden. Auszubildende Als neuer Lehrling für 2009/2012 konnte aus 11 Bewerbungen Andrea Greco, Niederlenz, gewählt werden. Herzliche Gratulation. Kaufmännisches Praktikum 2009 Yves Fontana, Biberstein, ein Schüler der Wirtschaftsmittel schule (WMS) der alten Kantons schule Aarau, wird bei der Gemein deverwaltung sein 5-wöchiges Prakti kum vom 23. März bis 24. April 2009 absolvieren. Schulsozialarbeit Für die Schulsozialarbeit ist durch die Begleitgruppe ein Leitfaden erarbei tet und vom Gemeinderat genehmigt worden. Sanierung Rebengässli mit Mini-Rammpfählen Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen. Da die Rammpfähle aber wegen felsigem Grund nicht wie geplant auf 6 m, son dern nur auf 3 m Tiefe vorangetrieben werden konnten, mussten die Lösung und allfällige Massnahmen überprüft werden. Diese Abklärungen haben zu einer zeitlichen Verzögerung geführt. Die Bauarbeiten konnten am 24. November 2008 wieder aufgenommen werden und sind bis 19. Dezember 2008 abgeschlossen. Entsorgung von Sonderabfällen aus Haushaltungen Auf den 1. September 2008 hat der Regierungsrat das Einführungsgesetz zur Bun desgesetzgebung über den Schutz von Umwelt und Gewässer (EG Umweltrecht, EG UWR, SAR ) in Kraft gesetzt. Darin wer den die Gemeinden in 3 Abs. 3 ver pflichtet, mindestens einmal im Jahr eine kostenlose Spezialsammlung für die Sonderabfälle aus Haushaltungen durchzuführen oder ein gleichwertiges Angebot zu schaffen. In Niederlenz ist diese Entsorgung bisher bilateral über die Müli-Apotheke organisiert gewesen. Neu sind die Gemeinden für die Deckung der gesamten Kosten zuständig. Die Kantonale Verwaltung hat mit den Kantonalen Verbänden der Drogisten und Apothe ker einen Entsorgungsvertrag abge schlossen. Dieser tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Die anteilsmässige Kostenbeteiligung der Gemeinde be läuft sich auf 60 Rp./Einwohner und Jahr. Mit dieser Neuregelung ist die Abgabe von Sonderabfällen aus Haushaltungen nun in jeder Drogerie oder Apotheke möglich. Modellfliegerei in Niederlenz Um die Modellfliegerei in Niederlenz regeln zu können, hat der Gemeinde rat eine Kommission gebildet. Dieser gehören an: Gemeinderat Jürg Link Präsident / Behördenvertreter Peter Schmid Vertreter Anwohner / Einsprecher Heiner Hauser Vertreter Anwohner / Einsprecher Dieter Schmutz Vertreter Anwohner / Einsprecher Stefan Wüthrich Vertreter Modellfluggruppe Robin Brügger Vertreter Modellflieger Ruedi Müller Vertreter Modellflieger Adrian Eggenberger Vertreter Reg. Modellflugverband Zentralschweiz Im Sinne einer Sofortmassnahme bis eine definitive Reglementierung vor liegt, hat der

13 Ratsstube Gemeinderat einzelnen Piloten eine Bewilligung mit folgende Auflagen erteilt: Die Flugbewegungen dürfen nur im Lenzhardfeld erfolgen. Es ist ein zwingen der Abstand von 100 m zu Wohnhäusern einzuhalten. Die Bewilligung gilt nur für Modellflugzeuge ohne Motorisierung oder mit Elektro antrieb. Verbrennungsmotoren sind mit dieser provisorischen Bewilligung nicht erlaubt. Flugbewegungen sind nur erlaubt: Mittwoch, Freitag, Samstag, jeweils von bis Uhr Für Sonn- und Feiertage gilt ein all gemeines Flugverbot. Die Piloten haften für allfälli ge Schäden gegenüber Dritten. Der Gemeinde kann keinerlei Schuldhaftung zuge wiesen werden. Diese Bewilligung ist befristet bis Ende 2008 bzw. bis anderweitige gül tige Weisungen vorliegen. Missachtung dieser Weisungen wird mit dem Entzug der provisori schen Bewilligung geahndet. Erschliessungsplanung unterer Steinler Mitte September 2008 hat der Ge meinderat die Erschliessungsplanung unterer Steinler festgesetzt. Dage gen ist eine Beschwerde beim Regie rungsrat des Kantons Aargau einge gangen, welche zurzeit noch pendent ist. Erschliessungsplanung Mörikerstrasse West Der Erschliessungsplan Mörikerstrasse West liegt bis 12. Januar 2009 öffentlich auf. Gleichzeitig findet das Mitwirkungsverfahren statt. Die Quartierbewohner westlich der Schürz haben ein Informationsblatt erhalten. Neue Fotokopierer Nach Ablauf des Mietvertrages ist aufgrund eines vorgängig durchge führten Evaluationsverfahrens mit der Firma Graphax AG, Aarau, ein neuer Mietvertrag für Fotokopierer der Ge meinde Niederlenz abgeschlossen worden. Die Firma hat schon die bis herigen Mietgeräte in der Schule, dem Kieswerk und der Gemeindever waltung zur Verfügung gestellt. Kieswerkinspektion Der Fachverband der Schweizeri schen Kiesund Betonindustrie, Bern, hat das Kieswerk inspiziert und stellt unserem Betrieb erneut ein sehr gutes Zeug nis aus. Kiesabbau der Ortsbürgergemeinde Lenzburg im oberen Lenzhardfeld Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Umwelt, Aarau, erteilt der Ortsbürgergemeinde Lenzburg eine verlängerte Rekultivie rungsfrist für den Kiesabbau oberes Lenzhardfeld, Gemeindegebiet Niederlenz, bis 31. Dezember Liegenschaft Kull Ida; Arealent wicklung Um abzuklären, wie der unüberbaute Hangteil der Liegenschaft Kull Ida der Ortsbürgergemeinde erschlossen und überbaut werden kann, hat der Gemeinderat in Absprache mit der Liegenschafts kommission der Orts bürgergemeinde der Metron Raumentwicklung AG, Brugg, einen Planungsauftrag vergeben. Dazu gehört auch die Erstellung eines Arbeitsmodelles durch die Flury Ingenieurunter nehmung AG, Lenzburg (Profilauf nahmen), und die Wassmann AG, Rupperswil (Modellbau). Kieswerk Sanierung und Erweite rung Auf Grund der Kreditsprechung durch die Ortsbürgergemeindeversammlung vom 9. Juni 2008 hat der Gemeinderat die Firma Eichenberger AG, Lenzburg, mit den Bauingenieurleistungen, sowie die Firma Sandmeier Elektroplanung und Telematik GmbH, Niederlenz, mit der Elektroplanung beim Kieswerk beauf tragt. Gemeindeverwaltung Niederlenz Mühlestrasse Niederlenz Tel Kanzlei Tel Sozialamt Tel Finanzverwaltung Fax Schalteröffnungszeiten Montag: / Uhr Dienstag, Donnerstag, Freitag: / Uhr Mittwoch: Uhr Nachmittag geschlossen Hundehaltung Vermehrt erhält der Gemeinderat Reklamationen, dass sich Hundehal terinnen nicht an die Gepflogenheiten halten. Hunde werden frei laufen ge lassen, Hundekot wird im Robidog säcklein weggeschmissen, Hunde gehorchen nicht, Hunde sind aggres siv und beissen sogar! Die Hunde halterinnen werden höflich aufgefor dert, ihren vierbeinigen Liebling so zu halten, dass niemand sich ärgern oder Angst haben muss. Besten Dank für das Verständ nis. Bewilligung für Nachtarbeiten Für die Zeit zwischen 12. November 2008 und 30. April 2009 erteilt das Amt für Wirtschaft und Arbeit der Beton Niederlenz- Lenzburg AG die Bewilligung für das Betreiben der Betonanlagen in Lenzburg und Niederlenz. Die Betonherstellung und Lieferung erfolgt im Auftrag der SBB für die Gleiserweiterung Gexi in Lenzburg. Die Bewilligung beinhaltet die Nachtarbeit von Sonntag/Montag bis Freitag/Samstag, jeweils von bis Uhr. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten. Zwei SBB-Tageskarten Gönnen Sie sich doch einen Ausflug mit unseren SBB-Tageskarten. Wie wäre es mit einer Reise über die Festtage? Für Fr / Tag und Karte sind Sie dabei. Falls Sie Lust auf eine Reise verspüren, reservieren Sie Für Sicherheitsfragen und in Notfällen Telefon der Regionalpolizei Regiosteueramt Lenzburg-Niederlenz Poststrasse 5 / Hypiplatz 5600 Lenzburg Tel Fax Schalteröffnungszeiten Montag: / Uhr Dienstag - Freitag: / Uhr

14 Florales für jeden Anlass - Hochzeitsfloristik - Trauerfloristik - Geschenkideen - Pflanzen für den Innen- und Aussenbereich - Pflanzen und Schnittblumen aus eigener Produktion - Pflanzen- und Hydroservice Transporte Erdarbeiten Entsorgung HÄFELI AG LENZBURG Hardstrasse Lenzburg Telefon Telefax Blumengeschäft Gartenbauschule Hauptstrasse 2, 5702 Niederlenz Telefon Wo drückt der Schuh? Restaurant zum Bahnhof Stationsweg Niederlenz Tel Öffnungszeiten Montag - Samstag Sonntag Ob drückende Schuhe, schmerzende Sehnen oder eingewachsene Zehennägel: Bei uns sind Ihre Füsse in guten Händen. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich beraten. Wir sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Gratisparkplätze direkt vor dem Hause. Atelier Villiger-Morri Podologie, Technische Fussorthopädie OSM Mühlestrasse 6, CH-5702 Niederlenz Fon , Fax Kosmetische Hand- & Fusspflege Tel Nail Studio Depillation-Haarentfernung Schropfgleizer Behandlung Spezielle Rückenmassage Klassische Massage Näh-Atelier N. Baumann Tel Änderungen und Neuanfertigungen nach Mass an Vorhängen, Leder usw. sowie Ersetzen von Reissverschlussen, Beziehen von Klein-Möbel

15 Ratsstube sich raschmöglichst unsere beiden Tageskarten unter Tel Sie können auch im Inter net unter auf ein fache und rasche Art abklären, welche aktuellen Karten noch zur Verfügung stehen. Weihnachtsmarkt Die Firma Musik Produktiv Schweiz erhält die gemeinderätliche Bewilli gung für das Betreiben eines Weih nachtsmarktes in der Stampfimatt am Sonntag, 21. Dezember 2008, in der Zeit von Uhr. Es werden ca. 12 Verkaufsstände im Freien auf gestellt. Weihnachtsbaumverkauf Nutzen Sie die Gelegenheit und kau fen Sie einen schnittfrischen Weih nachtsbaum aus unserem Wald. Samstag, 20. Dezember 2008 zwi schen und Uhr beim Werkhof, Stationsweg 8. Die Bäume werden auf Wunsch in Transportnetze verpackt. Das Leben auch in tristen Tagen heiter zu sehen, ist wahre Lebenskunst. Oskar Stock Öffnungszeiten der Gemeindever wal tung über die Festtage Die Büros der Gemeindeverwaltung blei ben vom 24. Dezember 2008 bis und mit 4. Januar 2009 geschlossen. Das Bestattungsamt ist in Notfällen er reichbar über: Monika Schärer , Kehrichtabfuhr über die Festtage Die Kehrichtabfuhren erfolgen am Montag, 22. De zember 2008 und Montag, 29. Dezember 2008, jeweils nur morgens. Bitte um Bereitstellung vor Uhr. Öffnungszeit der Sammelstelle Werkhof über die Festtage Dienstag, 23. Dezember bis Uhr Samstag, 27. Dezember bis Uhr Dienstag, 30. Dezember bis Uhr Begrüssungsapéro Der nächstjährige Begrüssungsapéro findet am Sonntag, 11. Januar 2009, Uhr, im Singsaal der Ge mein debaute Rössligasse statt. Lauschen Sie den Worten von Frau Vizeam mann Gabi Lauper Richner zum neuen Jahr. Ein Kinderhüte dienst ist organisiert. Die Bevölkerung ist herz lich eingela den. Abschlusshock des Reinigungspersonals Alljährlich Anfang November organisieren die beiden Schulhausabwarte Ueli Maurer und Alois Brunner im Abwechslungsturnus den traditionellen Abschlusshock des Reinigungspersonals der Gemeinde Niederlenz. Da er aus terminlichen Gründen nicht im Schulhaus Rössligasse stattfinden konnte, entschloss man sich kurzerhand, ausserhalb der Schulhäuser zu feiern. Wir waren zu Gast beim KGV in ihrer Vereinshütte, besser bekannt als Hundehütte. Nach einem Apero und einem köstlichen Winzer-Fondue kam man ins Erzählen. Gemeinderat Thomas Hofstetter verdankte in einer kleinen Rede die geleisteten Arbeiten. Nach einem Glacedessert war jedoch noch lange nicht Schluss. Das OK möchte sich nochmals beim Gemeinderat herzlich bedanken für die Durchführung dieses Anlasses. Alois Brunner und Reinigungsteam R Bitte beachten Sie! Amtliche Publikationen erfolgen wöchentlich im Lenzburger Bezirksanzei ger und im Internet unter Todesfälle von Einwohnern September bis November Brack-Rhyner Annemarie, 1933 Donnet Isabelle, 1917 Frey-Angliker Fritz, 1922 Furter-Weber Lisa Lotte, 1932 Hiltpold-Lüem Margrith, 1927 Kretz Frieda, 1922 Lelli-Carboni Ulderico, 1934 Lüpold-Dardel Johann, 1932 Stüssi-Hotz Rosa, 1917 Wermelinger Erich, 1959 Wichtige Daten 2009 Begrüssungsapéro Abstimmung/2. Wahlgang RR-Wahlen Einwohnergemeindeversammlung Grossratswahl Abstimmung Ortsbürgergemeindeversammlung Einwohnergemeindeversammlung Abstimmung Ortsbürgergemeindeversammlung Einwohnergemeindeversammlung Abstimmung 11. Jan. 08. Feb. 20. Feb. 08. März 17. Mai 08. Juni 19. Juni 27. Sep. 16. Nov. 27. Nov. 29. Nov. Thomas Steudler Gemeindeschreiber R

16 Kirche Rückblick Erntedank Der Erntedank gestaltete sich dieses Jahr besonders feierlich. Eingestimmt wurde er durch das Fiire mit de Chliine : Vor der Feier bereiteten die Kinder ihr eigenes Brötchen vor. Während sie beim Feiern miterlebten, wie aus dem Saatgut allmählich eine ausgewachsene Ähre hervorgeht, die Geschichte von Rut hörten und Lieder sangen, wurde ihr Brot gebacken. Gemeinsam mit ihren Eltern konnten sie beim anschliessenden Apéro zu Früchten und Most ihr Brot geniessen. Für den Sonntagsgottesdienst wurde die Kirche von der Gartenbauschule festlich geschmückt. Gemeinsam mit unseren Nachbarn aus Holderbank, Möriken-Wildegg und Othmarsingen erfreuten wir uns während des Gottesdienstes an dieser Pracht. Beim anschliessenden Apéro konnte man frisches Obst und Gemüse erwerben. Der Erlös ging an die Schweizer Berghilfe. Konf-Lager Mit den Konfirmanden erlebten wir ein abwechslungsreiches Lager in Kandersteg. Das gemeinsame Erleben stand im Vordergrund. So wanderten wir unter anderem vom Lagerhaus direkt zum Oeschinensee, wo die Konfirmanden beim Rudern das imposante Panorama genossen. Wir bereiteten auch Gipsmasken vom eigenen Gesicht und zwei Fotogeschichten vor, welche beim festgemeindefest zur Freude der zahlreichen Gottesdienstbesucher unter ihnen auch die Achtklässer vorgestellt wurden. Auch die kleineren Gäste bereiteten während der Predigt ihre Masken vor, die sie danach stolz präsentieren durften. Gemeinsam erlebten Achtklässler und Konfirmanden auch einen lehrreichen Nachmittag zum Thema Selbstmord-Prävention, das uns eine Referentin vom Suizid-Netz- Aargau näher brachte. Den geselligen Abschluss bildeten ein Spaghettiessen und das gleichzeitig ausgetragene Töggeliturnier. R 1 Legende Fotos: 1 festgemeindefest Masken der Konfirmanden 2 festgemeindefest Masken der Kinder 3 Konfirmandenlager Wanderung zum Oeschinensee 4 Achtklässler und Konfirmanden Nachmittag zum Thema Selbstmord- Prävention 5 Fiire mit de Chliine beim Apéro 6 Festlich geschmückte Kirche beim Erntedank

17 Kirche Kirchgemeindeversammlung Pfarrerin und Kirchenpflegerin gewählt An der Kirchgemeindeversammlung vom 16. November begrüsste Präsidentin Elisabeth Känzig 41 Stimmberechtigte. Das Budget 2009 und der Steuerfuss von 19% plus 1% Bau- und Renovationssteuer wurden einstimmig genehmigt. Danach stand die Wahl von Pfarrerin Eva Maria Hess-Schwendimann an. Die anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bezeugten ihr Vertrauen in die Pfarrerin mit der einstimmigen Wahl. Am 1. Januar 2009 tritt Eva Maria Hess die 60% Pfarrstelle an. Die feierliche Amtseinsetzung findet am 15. Februar 2009 statt. Musikalisch umrahmt wird diese Feier mit dem Openhearts-Gospelchor. Eva Maria Hess ist in Aarau aufgewachsen und hat in Basel Theologie studiert. Das anschliessende Praktikumsjahr verbrachte sie in der Nachbarkirchgemeinde Holderbank-Möriken-Wildegg. Seit Dezember 2007 arbeitet sie als Stellvertreterin in der Kirchgemeinde Niederlenz. Bevor die Wahl einer neuen Kirchenpflegerin erfolgte, bedankte sich Elisabeth Känzig bei Sandra Berner, der scheidenden Kirchenpflegerin, für ihr Engagement. Silvia Blum wurde danach einstimmig in die Kirchenpflege gewählt. Sie ist zuständig für das Ressort Pädagogisches Handeln. Pfrn. Eva Maria Hess Die Fenster im Seitenschiff der Kirche wurden Ende Oktober ersetzt. Die Heizung in der Kirche soll bis 2010 energieeffizient saniert werden. Pfarrerin Eva Maria Hess zeigte anhand von Fotos einen beeindruckenden Rückblick über die Anlässe im letzten halben Jahr. Im Ausblick informierte die Pfarrerin über das Programm des Frauentreffs zur Monatsmitte und die beiden Taizé-Feiern vom 11. Januar Silvia Blum und 15. März 2009, jeweils um Uhr. Für die geplante Gemeindereise nach Taizé an Pfingsten 2009 werden Anmeldungen gerne entgegengenommen. Der Suppentag vom 22. Februar wird zusammen mit den Unterrichtskindern der Katholischen Pfarrei und der Reformierten Kirchgemeinde durchgeführt. Am Bettag 2009 findet das 60-Jahr-Jubiläum der Kirche statt, ein Fest für Gross und Klein. R

18 HBL_Niederlenz_Fundament_91x132mm_sw :08 Uhr Mein Fundament wächst in Niederlenz. Ihre Hypothekenbank. eidg. dipl. Maler Vorarbeiter SMGV PETER HAUENSTEIN Alte Wildeggerstr Niederlenz Tel Fax Natel Gartenunterhalt Bäume schneiden Räumungen Entsorgungen Techn. Servicedienste Brennholzhandel Transporte Dottikon Hunzenschwil Lenzburg Meisterschwanden Mellingen Niederlenz Oberrohrdorf Rohr Rupperswil Seon Wildegg

19 Kirche Ausblick Neu: Taizé-Feiern im 2009 Sonntag, 11. Januar und 15. März, jeweils um Uhr in der Kirche Niederlenz Im kommenden Jahr werden neu zwei Taizé-Feiern stattfinden. Taizé ist nicht nur ein kleines Dorf im Burgund Taizé steht für eine internationale Gemeinschaft und eine besondere Spiritualität. Wichtige Elemente sind: die charakteristischen Taizé-Lieder, Kerzen, Stille und Gebete. Alles in allem sind es meditative Feiern, wo man zur Ruhe kommen und aufatmen kann. Die beiden Feiern finden jeweils abends um Uhr statt, damit man den Tag in der gemeinsamen Einkehr ausklingen lassen kann. Zwergentreff Niederlenz Die Krabbelgruppe für alle Mamis und Papis mit Kindern von 0 bis 3 Jahren (grössere Geschwister sind natürlich auch willkommen) trifft sich zu Kaffee und Kuchen: Neu in den Wintermonaten: alle 2 Wochen Donnerstag, 15. und 29. Januar, 12. und 26. Februar und 12. und 26. März, Uhr, im Kellerraum (ehemals Spielgruppenraum) der reformierten Kirche Niederlenz Frauentreff zur Monatsmitte im 2009 Katechetin Gabi Kehl und Pfrn. Eva Maria Hess laden herzlich zu folgendem Anlass ein: Donnerstag, 15. Januar, Uhr, im Seitenschiff der Kirche Niederlenz Mut zur Trauer Vom Umgang mit Verlust und Tod Aus eigener Betroffenheit und mit viel fachlichem Hintergrund berichtet die Referentin Ursula Angst über Hintergründe der Trauerarbeit, über die Tabuisierung von Tod und Trauer in unserer Gesellschaft und von möglichen, bewussteren Wegen aus der Trauer und Hoffnungslosigkeit hinaus. Auch die Frage, wie Kinder mit Trauer umgehen, wird uns beschäftigen. Ökumenischer Suppentag und anschliessender Suppenzmittag neu als Gottesdienst für Chlii und Gross Sonntag, 22. Februar, Uhr Thema: Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht mit der Steelband Pan-cake aus Möriken mit Pfrn. Eva Maria Hess (ref.) und Katechetinnen Josy Jähn (kath.) und Gabi Kehl (ref.) Kinder werden spielerisch in den Gottesdienst einbezogen anschliessend gemütlicher Suppenzmittag und Dessertbuffet im Seitenschiff der Kirche Ein ernstes Thema spielerisch aufgenommen Die Armen im Süden, die am wenigsten zum Ausstoss von Treibhausgasen beitragen, haben unter den Folgen der Klimaerwärmung am meisten zu leiden. Deshalb steht die Frage der Gerechtigkeit im Klimawandel im Zentrum der ökumenischen Kampagne von kirchlichen Hilfswerken im Jahr Was können wir bei uns dagegen tun? Wir wollen dieses ernste Thema mit den Kindern im Unterricht einfach und spielerisch aufnehmen und in den Gottesdienst einbringen. Beim gemütlichen Suppenzmittag besteht ausserdem Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Wir bedanken uns bereits bei allen, die ein Dessert zum Buffet beisteuern können (bitte melden Sie es unserer Sekretärin Ursula Radtke, Tel ). Weltgebetstag 2009 Freitag, 6. März, Uhr Kirche Niederlenz Weltgebetstag ist 120 Jahre jung eine der ersten Globalisierungsbewegungen von Frauen für Frauen und Männer Ökumene pur christlich, sozial, engagiert immer am 1. Freitag im März Der nächste Weltgebetstag hat das Thema: In Christus viele Glieder, ein Leib. Die Liturgie wurde von Frauen aus Papua- Neuguinea ausgearbeitet. Nach der Feier sind Sie herzlich eingeladen, sich bei einem gemütlichen Apéro auszutauschen. Seniorennachmittage Januar bis März Mittwoch, 7. Januar Uhr im Altersheim PROSIT NEUJAHR! Das Dreiland-Nostalgie-Ensemble mit Giacomo Huber startet mit einem schwungvollen Programm ins neue Jahr. Sie präsentieren Melodien aus Operetten, wie zum Beispiel Im weissen Rössl am Wolfgangsee, Ich bin die Christel von der Post und viele weitere mehr. Mittwoch, 4. Februar Uhr im Altersheim MUSIKNACHMITTAG Mit seinen beliebten Melodien gestaltet der bekannte Sänger Claudio de Bartolo diesen Nachmittag. Lassen Sie sich von seiner stimmungsvollen Musik mittragen! Mittwoch, 4. März Uhr im Altersheim LÄNDLERNACHMITTAG D urchige Tösstaler spielen traditionelle Schweizer Volksmusik. Mit rassiger Ländlermusik lassen wir den letzten Seniorennachmittag der Saison ausklingen. R

20 Kirche Pfarrei St. Antonius Wildegg Firmung Am Wochenende vom 6. und 7. September 2008 wurden 51 Jugendliche durch Propst Josef Wolf aus Beromünster gefirmt. Voller Erwartung und Vorfreude zogen die Jugendlichen mit ihren jeweiligen Firmpaten in die Kirche ein. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Duo PanTastico mitgestaltet: Karin Schaerer an der Panflöte und Mathias Inauen an der Orgel. Nach dem Gottesdienst trafen sich alle bei einem Apéro. Für die Jugendlichen gab es am Samstag, 25. Oktober, noch einen zweiten Höhepunkt: Die Firmreise stand auf dem Programm. Zuerst wurden das Stift Beromünster und dessen Propst Josef Wolf, der Firmspender, besucht, und am Nachmittag konnte man sich im Schongiland austoben. Das war für alle ein spannendes, abwechslungsreiches und lustiges Erlebnis. Aus Niederlenz durften folgende Jugendlichen das Sakrament der Firmung empfangen: Patrick Eigensatz, Dominik Falk, Reto Henzmann, Claudia Höger, Sabrina Koch, Vanessa Leutwiler, Ramon Mosetti, Zef Nrejaj, Claudio Schmidmeister, Lisha Sebanayagam, Luca Setz, Stefanie Steinacher und Larissa Suter. Der Besuchsdienst der Reformierten Kirche Vor zwei Jahren hat Rita Büsser das Präsidium des Besuchsdienstes von Annekäthi Pfäffli übernommen. Aufgebaut hat dieses Angebot seinerzeit Pfarrer Fritz Holderegger in enger Zusammenarbeit mit Leutwil/ Dürrenäsch. Zehn Freiwillige sind es, die in unserem Dorf diese Aufgabe wahrnehmen. Sie treffen sich vier Mal im Jahr, um die Besuche zu planen und aufzuteilen. An diesen Sitzungen nimmt auch Pfarrer Stefan Rathgeb teil, der auf diese Art auch immer in die Arbeit des Dienstes involviert ist. Die Präsidentin erhält auf der Gemeinde eine Liste mit den Namen und Adressen der älteren Menschen. Viele kann man von der Liste streichen, weil bekannt ist, dass diese Menschen noch sehr aktiv sind und ein soziales Netz haben. Die anderen werden telefonisch kontaktiert und ein Termin für einen ersten Besuch vereinbart. Es kommt auch vor, dass ein Besuch nicht gewünscht wird, aber das ist eher selten. Es besteht zudem eine gute Zusammenarbeit mit dem Altersheim. Dort lässt sich relativ einfach feststellen, wer oft Besuch bekommt oder wer immer alleine ist. Die zwei Männer und die acht Frauen in Niederlenz besuchen die älteren Mitbürger alle zwei bis vier Wochen. So gibt es eine gewisse Regelmässigkeit und es können Vertrauen und Verbindlichkeit aufgebaut werden. Oft sind die Besuchten froh, wenn sie jemanden haben, der ihnen zuhört und Zeit für sie hat. Bei diesen Gesprächen ist Volg Laden Staufbergstr Niederlenz Tel Fax Volgläden haben Ihre Wellenlänge Öffnungszeiten Nun freuen wir uns auf die Heiligen Tage. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern frohe und gesegnete Weihnachtstage und ein glückliches, gesundes Neues Jahr. R Montag bis Freitag Samstag durchgehend geöffnet Uhr Uhr Uhr

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