Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio.

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1 Weniger Fleisch. Dafür besseres. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt: Gesund sind rund 15 Kilo Fleisch im Jahr. Deutschland liegt bei 90 Kilo. Massenhaft billiges Fleisch ist ohne Tierquälerei nicht machbar. Soja für Viehfutter wird dort angebaut, wo früher Regenwald war. Wer nicht Vegetarier werden will, kann auf besseres Fleisch umsteigen. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Obst und Gemüse schmecken frisch besser. Also sollten sie aus der eigenen Region kommen und zur Erntezeit. Was lange im Kühlhaus liegt oder um die halbe Welt geflogen wird, frisst Energie und schädigt das Klima. Für Gerechtigkeit sorgen. Kaffee, Kakao, Schokolade und Bananen sind die Klassiker des Fairen Handels. Gerechtere Handelsbedingungen verbessern das Leben der Bauern in Afrika oder Asien. Besser Bio. Keine Gentechnik, kein künstlicher Dünger, keine Pflanzengifte, artgerechte Tierhaltung, mehr Arbeitsplätze. All das spricht für Lebensmittel mit Bio-Siegel. Die meisten Käfigeier verstecken sich in Nudeln, Keksen usw. Lesen Sie das Kleingedruckte und lassen Sie das Zeug im Regal.

2 Einstürzende Textilfabriken Niemand kann heute behaupten, von der Ausbeutung der Arbeiterinnen in Bangladesch, China, Pakistan, Indonesien, Vietnam oder Mexiko nichts zu wissen. Die Herstellung ist gefährlich und verfestigt die Armut, immer wieder wird Kinderarbeit aufgedeckt. Beim Anbau von Baumwolle wird enorm viel Wasser verbraucht. Pflanzengifte machen die Menschen krank, vergiften das Trinkwasser und lösen bei vielen Menschen Allergien aus. Weniger shoppen, länger tragen Was gut verarbeitet ist, hält länger. Nachhaltigkeits-Profis finden diese Sachen Second Hand oder bei Kleidertausch-Partys. Fair und Bio: auch bei der Kleidung Immer mehr Händler bieten Textilien aus fairem Handel an. Bio- Rohstoffe für die Textilindustrie werden ohne Kunstdünger und Pflanzengifte angebaut: Das schont Produzenten, Wasser, Böden und auch den, der die Kleidung trägt! Altkleider Deutschland sammelt pro Jahr über Tonnen Altkleider. Viele davon machen es afrikanischen Produzenten unmöglich, noch Textilien auf ihrem eigenen Markt zu verkaufen. Die Standards von FairWertung sind hilfreich für faires Sammeln und Verwerten deshalb sollte man seine Altkleider nur an Sammler mit dem Siegel abgeben.

3 Kröte, Kröte, du musst wandern, von der einen Bank zur andern. Das wird schön, das wird herrlich, schon bist du nicht mehr gefährlich. Dieses Gedicht stammt von der Organisation Urgewald und ihrer Aktion Bankwechsel jetzt! Was macht die Bank eigentlich mit meinem Geld? Es ist leicht, über skrupellose Investoren zu schimpfen. Mühevoller ist es, zu überprüfen, ob es möglicherweise mein eigenes Geld ist, mit dem Investoren Unheil anrichten. Wer sein Geld nicht nur sicher sondern auch mit gutem Gewissen anlegen will, muss genauer hinschauen. Wichtige Anbieter nachhaltiger Finanzprodukte sind kirchliche Banken oder Umweltbanken. Gewinne, die ökologisch und sozial erwirtschaftet werden, sind mehr wert.

4 Umsteigen auf 100 Prozent Ökostrom Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen: Manche Versorger bieten Öko-Strom an, der vor allem in Großwasserkraftwerken im Ausland erzeugt wird. Am deutschen Strom-Mix ändert das kaum etwas. Wechseln Sie zu einem Anbieter, der zusätzliche Anlagen für erneuerbare Energien fördert. Diese erkennt man am Siegel ok Power und Grüner Strom Label. Je mehr Menschen auf 100%-Ökostrom umsteigen, desto schneller steigt der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland. Was ist die umweltfreundlichste Form der Energienutzung? ABSCHALTEN! Wo fangen Sie an? Wäschetrockner, Spülmaschine, Föhn, Computer, Leuchten, Akkuschrauber

5 Urlaub Bei Flugreisen ist der CO2-Ausstoß besonders hoch. Das kann man durch Spenden an Klimaschutzprojekte ausgleichen, z.b. bei Atmosfair. Besser aber ist: Urlaub in der Nähe machen. Denn vor allem durch die An- und Abreise entstehen Treibhausgase, die den Klimawandel beschleunigen. Ist es nicht seltsam, dass sich viele von uns häufiger in entlegenen Gegenden der Welt aufhalten als mit dem Paddelboot heimische Flüsse zu entdecken? Die mit Abstand umweltfreundlichsten Verkehrsmittel für weitere Reisen bleiben Bahn und Bus. Geschäftsreisen Die erste Frage sollte immer sein: Lässt sich dieses Treffen wirklich nicht durch eine Internet- oder Telefonkonferenz ersetzen? Falls nicht, sind Orte in Bahnhofsnähe ein Anreiz für die Anreise mit der Bahn.

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