Virtualized Desktop & Client Computing (VCC) in Deutschland, 2013

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1 Virtualized Desktop & Client Computing (VCC) in Deutschland, 2013 Die Antwort auf Mobility, BYOD und komplexe Sicherheitsbedrohungen? Gesponsert von IGEL Technology IDC Multi-Client-Projekt Februar 2013 Analyst: Matthias Kraus IDC Central Europe GmbH Hanauer Landstraße Frankfurt am Main

2 I N H A L T S V E R Z E I C H N I S Einleitung 1 Client Virtualisierung in Deutschland 1 75 % der Unternehmen nutzen virtuelle Arbeitsplätze oder planen sie... 1 Desktop- und Applikationsvirtualisierung am stärksten verbreitet... 1 Sicherheit und geringerer Managementaufwand sind entscheidend für IT-Verantwortliche... 2 Fachbereiche erhoffen sich von VCC mobiles und flexibles Arbeiten... 2 VCC lohnt sich besonders für mobile Mitarbeiter... 3 BYOD: Pragmatismus kehrt ein... 4 Die Hürden heißen Sicherheit, Kosten und Komplexität... 4 Anbieterauswahl: Einfache Implementierung und Integrationsfähigkeit entscheidend... 5 Hoher Schulungsbedarf: Der Managementaufwand sinkt, wird aber komplexer... 5 Thin Clients fest etabliert... 5 Fazit 6 Empfehlungen 7 IDC-Empfehlungen für Unternehmen... 7 Von Unternehmen für Unternehmen... 8 Methodik 9 IGEL Technolog y 10 Fallbeispiel: Görgens Gruppe Cop yright 12 S. #MCVCC IDC

3 A B B I L D U N G S V E R Z E I C H N I S 1 Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplätzen durch VCC Für welche Mitarbeitergruppen lohnt sich VCC besonders... 3 S IDC #MCVCC13

4 E I N L E I T U N G Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Herausforderungen in Europa stehen viele Unternehmen weiterhin unter dem immensen Druck, Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktivität zu steigern. Dies hat Auswirkungen auf die IT- Abteilung: Der CIO und sein Team sind aufgefordert, die operativen IT-Kosten deutlich zu senken und das ohne, dass Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance darunter leiden. Fachbereiche und Management erwarten zusätzlich eine bessere Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse und eine wesentlich schnellere Umsetzung neuer Business-Anforderungen. Eine dieser Anforderungen ist eine mobile und flexible Arbeitsweise der User. C L I E N T V I R T U A L I S I E R U N G I N D E U T S C H L A N D Um näher zu untersuchen, wie Virtualized Desktop and Client Computing (VCC) die Unternehmen dabei unterstützen kann, den genannten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, hat IDC im Januar deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt; Auskunft gaben 149 IT- und 101 Fachbereichsverantwortliche. Im Fokus der Studie stand die Frage, welchen Einfluss die Aspekte Mobility, Bring-your-own-Device (BYOD) und IT-Sicherheit auf die aktuelle oder geplante Nutzung von Client Virtualisierung haben. Unter Client Virtualisierung versteht IDC alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen: Darunter befinden sich die Desktopund Applikations-Virtualisierung, sowie die Virtual User Session, eine zentrale Bereitstellung für Terminal-Server-Infrastrukturen, und User Virtualisierung (eine Entkoppelung der End User Daten vom darunterliegenden Betriebssystem und den Applikationen). 75 % der Unternehmen nutzen virtuelle Arbeitsplätze oder planen sie Insgesamt sind virtuelle Arbeitsplätze in drei Viertel der befragten Unternehmen entweder im Einsatz (27 %), werden derzeit implementiert (20%) oder die Einführung wird geplant (27 %). Große Unternehmen mit mehr als Beschäftigten nutzen dabei virtuelle Arbeitsplätze durch Client-Virtualisierung häufiger als kleine und mittelständische Unternehmen (<1.000 Mitarbeiter). Der Blick in die Zukunft zeigt aber das große Interesse des Mittelstandes, denn der plant viel häufiger als große Firmen, VCC einzuführen. Mittelständische Unternehmen machen sich also ernsthaft Gedanken über den Einsatz von Client-Virtualisierung, da sich auch hier ein deutlicher Mehrwert einstellen kann. Desktop- und Applikationsvirtualisierung am stärksten verbreitet Das häufigste Bereitstellungmodell ist hierbei die Desktop-Virtualisierung (58 %). Mit Hilfe eines Hypervisors wird dabei die Client-Umgebung also die Applikationen, die Daten und das Betriebssystem von der Host Hardware losgelöst. Bei der Desktop- Virtualisierung unterscheidet IDC zwischen Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und Distributed Virtual Desktop (DVD). VDI ist mit 44 % am weitesten verbreitet, während fast ein Drittel (30 %) der befragten Unternehmen DVD nutzen IDC #MCVCC13 1

5 Ebenfalls beliebt ist die Applikationsvirtualisierung (55%), bei der dem User Anwendungen losgelöst vom darunterliegenden Betriebssystem bereitgestellt werden. A B B I L D U N G 1 Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplätzen durch VCC Wir haben haben uns mit der Thematik beschäftigt, aber dagegen entschieden. (10,1%) Wir planen, innerhalb der nächsten Monate virtuelle Arbeitsplätze zu implementieren. (27,3%) Wir haben uns bisher noch nicht mit der Thematik beschäftigt. (15,2%) In unserem Unternehmen werden bereits virtuelle Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. (27,3%) In unserem Unternehmen implementieren wir gerade virtuelle Arbeitsplätze. (20,2%) Quelle: IDC, 2013 n=336 Sicherheit und geringerer Managementaufwand sind entscheidend für IT-Verantwortliche Die IT-Entscheider wurden gebeten, die Antriebsfaktoren für die Nutzung von VCC auf einer Skala von eins bis fünf (1=sehr wichtig bis 5=unwichtig) nach ihrer Wichtigkeit zu bewerten. Die Verbesserung der IT-Sicherheit (Wert 2,0) und eine vereinfachte Disaster Recovery (Wert 2,1) wurden als die wichtigsten Motive genannt. Wenig überraschend, denn mit Hilfe von der Client-Virtualisierung kann die IT- Abteilung Sicherheitsmaßnahmen zentral steuern. Gleichzeitig führt dieser Ansatz zu geringeren Kosten für Betrieb und Management, was mit einer Wichtigkeit von 2,2 bewertet wurde. Ebenfalls gespart werden kann bei den Anschaffungskosten (Wert 2,2), da Client-Virtualisierung auf Endgeräteseite keine hohe und damit teure Performance benötigt. Fachbereiche erhoffen sich von VCC mobiles und flexibles Arbeiten Für die Befragten auf Fachbereichsebene wiederum stellen vor allem die verbesserte Flexibilität und Produktivität (Wert 2,0) sowie die Erhöhung der Mobilität (Wert 2,1) der Anwender die wichtigsten Motive für die Einführung von Client-Virtualisierung dar. Als Vorteil wird zudem bewertet, dass User unterschiedliche Geräte und 2 #MCVCC IDC

6 Betriebssysteme nutzen können. Desweiteren beurteilen die Befragten den erhöhten Komfort für Anwender bei Upgrades oder Release-Wechseln als wichtig (Wert 2,2), da die IT diese zentral ausrollen kann, ohne notwendigerweise physisch auf die Geräte zugreifen zu müssen. Schlussendlich ist die Erhöhung der Nutzerzufriedenheit (Wert 2,2) ein weiteres wichtiges Motiv für die Einführung von VCC. VCC lohnt sich besonders für mobile Mitarbeiter Es verwundert nicht, dass das Thema Mobility für die Fachbereiche ganz oben auf der Liste der Antriebsfaktoren angesiedelt ist. Nach Angaben der Befragten arbeiten bereits 55 % der Belegschaften zumindest gelegentlich mobil. Diese Ergebnisse werden durch andere Erhebungen von IDC bestätigt und dokumentieren den Trend zur mobilen Arbeitswelt eindrucksvoll. Der Anteil der mobilen Mitarbeiter ist dabei in kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen (60 %) höher als in großen Organisationen (50 %) mit mehr als Beschäftigen. Virtualized Desktop und Client Computing wird im Anwenderumfeld inzwischen als ein wichtiger Lösungsansatz wahrgenommen, um mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Die vorliegende Studie stützt dies: Auf die Frage, für welche Personengruppen sich der Einsatz von VCC besonders anbietet, entfallen die meisten Antworten auf die mobilen Mitarbeiter. A B B I L D U N G 2 Für welche Mitarbeitergruppen lohnt sich VCC besonders Mobile Büromitarbeiter (gelegentlich unterwegs/im Home Office) Mobile Mitarbeiter (sehr häufig auf Geschäftsreisen) 60% 68% Nicht-mobile Mitarbeiter Mitarbeiter im Home-Office Mitarbeiter am externen Standort 42% 38% 43% Freie Mitarbeiter / Partner 18% 0% 20% 40% 60% 80% Quelle: IDC, 2013 Mehrfachnennungen möglich n=250 Angetrieben wird der Trend zur mehr Mobilität insbesondere durch neue Endgeräte. So greifen aktuell rund 58 % der User der befragten Firmen mit Smartphones und 39 % mit Tablet PCs mittels Client-Virtualisierung auf Firmendaten zu. Insgesamt beobachtet IDC und die Befragung bestätigt dies - einen sehr heterogenen Mix aus Endgeräten. Daraus resultierend wird der geräte- und betriebssystemunabhängige Zugriff auf Daten und Applikationen zunehmend wichtiger IDC #MCVCC13 3

7 BYOD: Pragmatismus kehrt ein BYOD spielt im Hinblick auf die Virtualisierungsstrategie eine untergeordnete Rolle. Lediglich 12 % der Befragungsteilnehmer gehen davon aus, dass BYOD in ihrem Unternehmen mittel- bis langfristig das Modell der Wahl sein wird. Dementsprechend arbeitet die überwiegende Mehrheit weiterhin mit firmeneigenen mobilen Endgeräten, die sinnvoll in die VCC-Strategie eingebunden werden können. Allerdings gehen dabei die meisten Unternehmen (43 %) davon aus, dass die User firmeneigene Mobilgeräte in Zukunft gleichzeitig auch für private Zwecke nahezu uneingeschränkt nutzen können. Und ein weiteres Viertel erwartet trotz firmeneigener Mobilgeräte, dass die User bei Bedarf etwa am Abend oder am Wochenende auch private Geräte für geschäftliche Zwecke nutzen können. Welches Beschaffungsmodell und Nutzerverhalten sich auch immer durchsetzen wird, für die IT-Leiter ändert sich im Hinblick auf die Nutzung von VCC wenig: Die IT bleibt für die Sicherheit der geschäftlichen Daten verantwortlich und zudem müssen Datenschutzvorgaben etwa im Hinblick auf private Daten von Mitarbeitern eingehalten werden. Der Bedarf für VCC und weiteren Maßnahmen, wie Datenverschlüsselung oder Gerätemanagement-Tools, bleibt hoch. Die Hürden heißen Sicherheit, Kosten und Komplexität Sicherheitsbedenken rangieren bei den Unternehmen mit einer Wichtigkeit von 2,4 ganz oben auf der Contra-Liste gegen die Einführung von VCC. Interessanterweise ist die Verbesserung der IT-Sicherheit zugleich auch der größte Antriebsfaktor dafür. Auf der Hand liegt, dass man einen anderen Sicherheitsstandard benötigt, wenn mehrere virtuelle Clients auf einer physischen Hardware laufen, da die Auswirkungen im Falle des Falles bedeutend weitreichender sein können, als in einer herkömmlichen, dezentral betriebenen IT-Infrastruktur. Aus diesem Grund sind 71 % der befragten IT-Verantwortlichen der Meinung, dass für virtuelle Client-Umgebungen spezielle Sicherheitslösungen erforderlich sind. Des weiteren nennen die befragten IT-Verantwortlichen kostenrelevante Hürden, wie etwa zu hohe Software-Lizenzgebühren (2,5), die allgemeine Budgetsituation (2,5), fehlende personelle IT-Ressourcen (2,6) und steigende Storage-Kosten im Rechenzentrum (2,6), die gegen eine Einführung von VCC sprechen. Performance-bezogene Herausforderungen, etwa die zu geringe Leistungsfähigkeit der vorhandenen IT-Infrastruktur (2,6), die zu einer komplexen und aufwendigen Implementierung der Client-Virtualisierung (2,6) führen kann, werden ebenfalls als Hindernis betrachtet. Wenn Daten und Applikationen durch Client-Virtualisierung zentral über das Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden, so sind entsprechende IT- Kapazitäten erforderlich. So bewerten 62 % der IT-Verantwortlichen den Aufwand bei der Implementierung im Rechenzentrum und 52 % im Netzwerkbereich als am größten. Virtualized Desktop und Client Computing kann deshalb nicht isoliert von der 4 #MCVCC IDC

8 übrigen IT-Umgebung betrachtet werden. Die komplette IT-Infrastruktur muss analysiert und mögliche Anpassungen sollten frühzeitig eingeplant werden. Anbieterauswahl: Einfache Implementierung und Integrationsfähigkeit entscheidend Bei der Auswahl einer geeigneten VCC-Lösung zählt neben grundlegenden Anforderungen, wie der Zukunftssicherheit der Technologie (31 %), der Leistungsfähigkeit der Lösungen (30 %) und dem Preis (30%), die einfache Implementierung (33 %) und die Integrationsfähigkeit in die bestehende IT- Landschaft (30 %) zu den fünf wichtigsten Auswahlkriterien. Nur wenn eine VCC- Lösung mit anderen Datenbanken, Applikationen oder etwa Unified Communication Lösungen zur Echtzeit-Collaboration, einfach verbunden werden kann, können die User tatsächlich produktiv, mobil und flexibel arbeiten. Erst dann kann der ganzheitliche Nutzen von VCC ausgeschöpft und die alltägliche Arbeit der Anwender und damit die Geschäftsprozesse wirksam unterstützt werden. Hoher Schulungsbedarf: Der Managementaufwand sinkt, wird aber komplexer Die befragten Unternehmen haben einen hohen Schulungsbedarf und zwar sowohl für die IT-Mitarbeiter (44%), die die VCC-Umgebung implementieren und verwalten, als auch für die User (42 %) aus den Fachbereichen. Consulting (35 %) und Implementierungs- und Integrations-Services (31 %) werden ebenfalls häufig nachgefragt, denn die Umstellung von einer herkömmlichen, dezentralen Arbeitsplatzumgebung auf eine zentrale, virtuelle Desktop- und Client-Landschaft stellt eine grundlegende Änderung des Managements sowie der Datenverarbeitung und -speicherung dar. Der Managementaufwand vermindert sich insgesamt, die Umstellung auf das anspruchsvollere, zentrale Management virtualisierter Desktops und Clients erfordert aber spezielles Know-how und zieht deshalb einen hohen Bedarf an externen Services nach sich. Thin Clients fest etabliert Erfolgen der Betrieb und das Management der Desktops komplett über ein Rechenzentrum, ist es möglich, Clients mit geringer Hardwareleistung zu betreiben, da die Datenverarbeitung auf einem Server erfolgt. Thin Clients beschränken sich in ihrer Ausstattung auf die Ein- und Ausgabe und es läuft nur die Software, die für den Zugriff auf zentral betriebene Anwendungen benötigt wird. Für Unternehmen können Thin Clients eine wertvolle Alternative zum herkömmlichen PC darstellen und eine wichtige Rolle in virtualisierten Client-Umgebungen spielen. Die Vorzüge der Nutzung von Thin Clients in virtualisierten Client-Umgebungen sind niedrigere Kosten, Sicherheit und Kontrolle: Niedrigere Kosten pro Client durch geringere Anschaffungskosten und verlängerte Lebenszyklen, weniger IT Support- Kosten und auch der reduzierte Energieverbrauch sind Argumente, die IT- und 2013 IDC #MCVCC13 5

9 Finanzabteilung gleichermaßen überzeugen. Die verbesserte Datensicherheit durch verminderte Virus- und Malware-Gefahren sowie konsistente Betriebssystem- und Applikations-Upgrades erfreuen vor allem die IT-Abteilung. Das Interesse an Thin Clients ist deshalb groß: 41 % der befragten Unternehmen setzen Thin Clients im Zusammenhang mit der Client-Virtualisierung ein und nochmals 30 % planen den Einsatz. Eigenschaften eines Thin Client Management Tools Zum einfachen Management von Thin Clients sind leistungsfähige Management- Tools erforderlich. Die verschlüsselte Kommunikation (43 %) ist ein sicherheitsrelevantes Attribut und steht an oberster Stelle der relevanten Kriterien, denn die Gewährleistung der Sicherheit zählt zur Kernaufgabe einer jeder IT-Abteilung. Dahinter folgen mehrere Eigenschaften, die die Verwaltung im engeren Sinn betreffen: Hierzu zählt das einheitliche Management von verschiedenen Thin Client- Plattformen (39 %), die Fern-Administrierbarkeit sowie Gruppen und profilbasierte Verwaltung (jeweils 37 %) und die Administrierbarkeit von Thin Clients in verteilten Infrastrukturen bzw. Lokationen (36 %). F A Z I T IT-Entscheider aus deutschen Unternehmen haben sich offenbar mit Virtualized Desktop und Client Computing befasst und den Nutzen erkannt. VCC ist im Anwenderumfeld angekommen und nimmt weiter an Fahrt auf. Das wichtigste Motiv pro VCC ist dabei die Gewährleistung von Sicherheit, an zweiter Stelle steht die Reduzierung des Administrationsaufwands. Das Business hingegen schätzt im Hinblick auf Client Virtualisierung das flexible und mobile Arbeiten als außerordentlich wichtig ein, ermöglicht durch die geräte- und betriebssystemunabhängige Nutzung von Firmen-Applikationen. Auf der Contra-Seite stehen die nicht unerheblichen Aufwendungen bei der Implementierung und für die Gewährleistung der Sicherheit, die dafür sorgen, dass sich die Investitionen in eine Client Virtualisierung nach Ansicht der meisten Befragten eher mittel- als kurzfristig amortisiert. Doch offensichtlich überwiegen die bereits realisierten oder in Aussicht gestellten Vorteile. So gab ein Großteil der Unternehmen zu Protokoll, die Budgets für Client- Virtualisierung in den nächsten zwölf Monaten entweder zu erhöhen oder erstmalig zu investieren. Die Richtung ist also klar, das Tempo bleibt noch abzuwarten. 6 #MCVCC IDC

10 E M P F E H L U N G E N IDC-Empfehlungen für Unternehmen Auf Basis der Befragungsergebnisse leitet IDC folgende Empfehlungen für Unternehmen ab: Erschließen Sie die Potenziale von VCC Das Interesse der Unternehmen an VCC ist groß: Drei Viertel der befragten deutschen Unternehmen bietet virtuelle Arbeitsplätze (geräte- und betriebssystemunabhägiger Zugriff) mit Hilfe der Client-Virtualisierung an, implementiert oder plant dies. Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten zudem ein gutes Investitionsklima für Unternehmen. Erkennen Sie die Chancen der Client-Virtualisierung und betrachten Sie die Thematik strategisch, denn der zentrale Management-Ansatz, wie es bei der Client- Virtualisierung der Fall ist, wird sich im Zuge der Transformation der IT nach Ansicht von IDC langfristig durchsetzen. Optimieren Sie die IT-Sicherheit mit Client-Virtualisierung Das Thema IT-Sicherheit ist für die befragten IT-Entscheider einer der wesentlichen Treiber für den Einsatz von Client-Virtualisierung. Gleichzeitig bestehen bei potenziellen Anwendern aber auch erhebliche Sicherheitsbedenken. Sprechen Sie mögliche Bedenken bei den Anbietern gezielt an und lassen Sie sich aufzeigen, wie Sie mit Hilfe der Client-Virtualisierung in Verbindung mit einem angepassten Sicherheitskonzept die Sicherheit ihrer Daten und Applikationen verbessern können. Kostenvorteile aufzeigen lassen Für IT-Entscheider ist das zweite wesentliche Motiv für Client-Virtualisierung, die Kosteneinsparungen im Bereich des Supports und der Administration. Diese Kostensenkungen lassen sich allerdings nur schwer messen und sich nicht unmittelbar realisieren. Lassen Sie sich von den Anbietern übersichtliche Kosten- Nutzen-Analysen erstellen und anhand anschaulicher Referenzen aufzeigen, in welchen Bereichen sich die Kosten in ihrem Unternehmen senken lassen und in welchem Zeitraum sich ihre Investitionen amortisieren. Mobiles Arbeiten durch VCC ermöglichen Der Trend zur Mobilität in der Arbeitswelt ist unaufhaltsam: Die Mehrheit der Beschäftigten in den befragten Unternehmen arbeitet bereits heute mobil bzw. in Filialen. Nach Ansicht der befragten Unternehmen lohnt sich der Einsatz von VCC besonders für mobile Mitarbeiter. Mobiles Arbeiten stellt zudem einen der Hauptbeweggründe für die befragten Business-Verantwortlichen dar, um VCC einzusetzen. Ziehen Sie die Client-Virtualisierung als einen wesentlichen technologischen Lösungsbaustein in Betracht, um den Usern mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Client-Virtualisierung auch für den Mittelstand interessant Wie die Untersuchungsergebnisse zeigen, planen insbesondere mittelständisch geprägte Firmen mit weniger als Beschäftigten virtuelle Arbeitsplätze durch 2013 IDC #MCVCC13 7

11 Client-Virtualisierung einzuführen. Auch mittelständische Unternehmen können von Vorzügen der Client-Virtualisierung profitieren. Auf Services und Gesamtlösungskompetenz achten Die Einführung von Client-Virtualisierung kann aufwändig und komplex sein, denn sie zieht oft eine Anpassung der Infrastruktur im Backend (Rechenzentrum/Server, Storage, Netzwerk) nach sich. Die befragten Unternehmen haben deshalb einen hohen Bedarf an Services und wünschen sich insbesondere die Schulung von IT- und Fachbereichsmitarbeitern sowie Beratung und Services zur Implementierung und Integration von VCC. Zudem bevorzugen die Unternehmen die Zusammenarbeit mit Gesamtlösungs- bzw. Services-Anbietern. Achten Sie deshalb bei der Wahl eines Anbieters auf ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio, so dass Sie bei Bedarf von der externen Erfahrung und dem spezifischen Know-how profitieren können. Client-Virtualisierung: Kein "One-Size-Fits-All" Ansatz Die Anforderungen der Unternehmen sind ebenso individuell wie die verschiedenen Technologien der Client-Virtualisierung. Analysieren Sie deshalb zunächst genau Ihre Ausgangsituation und definieren Sie Ihre individuellen Ziele. Fordern Sie dabei Unterstützung von den Anbietern bei der Analyse und der Definition einer Virtualisierungsstrategie in Verbindung mit der Auswahl der passenden Client- Virtualisierungstechnologie ein. Von Unternehmen für Unternehmen Im Rahmen der Befragung wurden die Unternehmen von IDC gefragt, was in ihrem Unternehmen auschlaggebend ist, damit Desktop- und Client-Virtualiserung erfolgreich umgesetzt wird. Eine Auswahl der Antworten ist nachfolgend dargestellt: "Plattformunabhängigkeit." "Vereinfachung des Hardware-Managements, Vereinheitlichung der Software- Implementierung, bessere Integration mobiler Arbeitsplätze." "Amortisationsdauer und Sicherheit der gewählten Lösung." "Zugriff des Vertriebs auf alle relevante Daten beim Kunden in Echtzeit. Möglichkeit der sofortigen Präsentation eines Angebotes." "Schulung, Nutzerfreundlichkeit." "Gesteigerte Mobilität, schnellere Handlungsmöglichkeiten." "Der Zugriff aller Mitarbeiter auf die Firmendaten, -projekte usw." "Kostensenkung und Erhöhung der Flexibilität." "Einfache Administration der gesamten IT." "Standardisierung, Unterstützung komplexer Geschäftsprozesse." 8 #MCVCC IDC

12 M E T H O D I K Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um einen Auszug aus der Multi- Client-Studie "Virtualized Desktop & Client Computing in Deutschland 2013 die Antwort auf Mobility, BYOD und komplexe Sicherheitsbedrohungen?", die u.a. von IGEL Technology gesponsert wurde. Für die vorliegende Studie hat das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) im Januar deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt; Auskunft gaben 149 IT- und 101 Fachbereichsverantwortliche. Im Fokus der Studie stand die Frage, welchen Einfluß die Aspekte Mobility, Bring-your-own-Device (BYOD) und IT-Sicherheit auf die aktuelle oder geplante Nutzung von Client Virtualisierung haben. Das nachfolgende Fallbeispiel basiert auf Informationen, die von IGEL Technology zur Verfügung gestellt wurden. Für diese Angaben übernimmt IDC keine Gewähr IDC #MCVCC13 9

13 I G E L T E C H N O L O G Y Fallbeispiel: Görgens Gruppe Informationen zum Kunden Die Görgens Gruppe ist mit mehr als 50 Jahren Erfahrung im Mode-Geschäft, knapp 20 Tochtergesellschaften und mit über 80 Filialen eine der größten Mode-Filialisten in Deutschland. Jedes Jahr finden mehrere Filialeröffnungen statt. Anforderungen des Kunden Kosteneffizientere IT-Infrastruktur und Desktop-Lösung in der Zentrale und den Filialen Robustere, sichere und ansprechendere Desktop-Geräte Weniger Wartungs- und Managementaufwand Darstellung der Lösung Alle Tochterfirmen der Görgens Gruppe greifen von ihren Filialen auf eine einheitliche IT-Umgebung zu, die zentral am Konzernsitz in Köln gehostet wird. Im Jahr 2005 baute das Unternehmen eine Citrix Serverfarm für die Firmengruppe auf. Um darauf zuzugreifen, nutzten die Filialen zunächst je einen Kassen-PC sowie einen Hintergrund-PC. An letzteren waren jeweils ein Etiketten- und ein Bürodrucker sowie ein Barcodescanner für die manuelle Datenerfassung (MDE) angeschlossen. Diese Lösung erwies sich jedoch als zu kostenintensiv, denn das hohe Aufkommen von Kartonstaub im Lager begrenzte die Lebensdauer der PC-Hardware auf gerade einmal 1,5 Jahre. Thin Clients: Einsatz in staubbelasteter Umgebung Aus diesem Grund führte die Unternehmensgruppe Thin Clients von IGEL Technology ein. Im Vergleich zu typischen Arbeitsplatz-PCs besitzen Thin Clients keine mechanischen Bauteile, wie Lüfter oder Festplatten und eignen sich daher insbesondere für staubbelastete Umgebungen. Neben der höheren Lebensdauer zeichnen sich Thin Clients durch den geringeren Stromverbrauch und höhere Datensicherheit aus. Fernadministration und Dual View Die neue Desktop-Lösung in den Filialen der Görgens Gruppe besteht aus dem Modell IGEL UD3 ES. Das integrierte Betriebssystem Microsoft Windows Embedded Standard 2009 gewährleistet den Betrieb Microsoft Windows-zertifizierter MDE- Geräte sowie die Möglichkeit, kundenspezifische Windows-Applikationen lokal zu betreiben. In den Filialen arbeiten insgesamt 100 IGEL UD3 ES Geräte, in der Zentrale sind es dagegen 60 Thin Clients vom Typ IGEL UD3 LX. Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt im Betriebssystem. Die LX-Modelle arbeiten mit einem lizenzkostenfreien IGEL Linux und sind mit allen Funktionen fernadministrierbar, inklusive Display- und Dualview-Einstellungen. Bei der Görgens Gruppe ist dies insbesondere für die Thin Clients wichtig, die in der Konzernzentrale mit zwei Monitoren genutzt werden. Automatische Zuweisung von definierten Profilen 10 #MCVCC IDC

14 Um den Thin Client-Pool von der Kölner Zentrale aus fernadministrieren und verwalten zu können, kommt die für alle IGEL-Modelle einheitliche und im Lieferumfang enthaltene Remote-Managementsoftware IGEL Universal Management Suite (UMS) zum Einsatz. Die IT-Gesellschaft der Görgens Gruppe nutzt dabei insbesondere den profilbasierten Aufbau der IGEL UMS. Für jede einzelne Konzerntochter wurden verschiedene Profile angelegt, die den Thin Clients nach dem Anschluss ans Netzwerk automatisch zugewiesen werden. Danach muss die IT- Abteilung praktisch nicht mehr eingreifen. Zugriff auf unterschiedliche Anwendungen Neben der Warenwirtschaftslösung nutzen die Mitarbeiter über die Thin Clients insbesondere Microsoft Office, Internet Explorer sowie ein Dokumentenmanagement- System (DMS). Gehostet sind diese und weitere Anwendungen auf fünfzehn physischen Servern und einem IBM Bladesystem mit 40 Servern, die mittels VMware ESX Server virtualisiert sind. Im nächsten Schritt sollen die im Serverbereich erprobten Technologien auch auf die Desktops übertragen werden. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurden die ersten drei Filialen Mitte 2012 komplett auf VMware View umgestellt. Für die Anwender bedeutet die Einführung der Desktop-Virtualisierung eine bessere Benutzererfahrung sowie einen gewissen Zeitgewinn. Mit Hilfe des von IGEL entwickelten Appliance Mode für VMware View gelangen sie sofort nach dem Einschalten bzw. Aufwecken aus dem Sleep-Mode ohne Umweg über die lokale Thin Client-Oberfläche zur Anmeldemaske ihres virtuellen Desktops. Schrittweise Umstellung Die Umstellung auf Thin Clients von IGEL erfolgte in der Zentrale abteilungsweise, ansonsten filialweise. Das gesamte Projekt erstreckte sich über drei Jahre, wobei auf die Thin Client-Installation insgesamt 25 Personentage entfielen. Nachdem alle Hintergrund-PCs in den rund 80 Filialen der Görgens Gruppe ausgetauscht worden sind, bilden die IGEL Thin Clients den heutigen Standard für Desktop-Geräte. Projekthighlights Kostenersparnis von 40 Prozent Bereitstellungszeit pro Shop halbiert Desktop-Anschaffungskosten um etwa zwei Drittel reduziert Lebensdauer der Geräte vervierfacht (von 1,5 auf 6 Jahre) Reduzierte Bandbreiten-Anforderungen Erhöhte Zuverlässigkeit Zitate des Kunden zum Projekt "Unsere Systeme laufen heute deutlich zuverlässiger und unterstützen die aktuellen Expansionsvorhaben. Wir rollen pro Jahr zwischen 10 und 20 Standorte im Aus- und Inland aus. Im Vergleich zu früher haben sich die Zeiten für die Bereitstellung der Filial-IT halbiert, was Neueröffnungen deutlich vereinfacht." Von: Martin Fuhr, Leiter der Abteilung IT der Görgens Gruppe 2013 IDC #MCVCC13 11

15 C O P Y R I G H T Copyright Hinweis Die externe Veröffentlichung von IDC Information und Daten dies umfasst alle IDC Daten und Aussagen, die für Werbezwecke, Presseerklärungen oder anderweitige Publikation verwendet werden, setzt eine schriftliche Genehmigung des zuständigen IDC Vice Presidents oder des jeweiligen Country-Managers bzw. Geschäftsführers voraus. Ein Entwurf des zu veröffentlichenden Textes muss der Anfrage beigelegt werden. IDC behält sich das Recht vor, eine externe Veröffentlichung der Daten abzulehnen. Für weitere Informationen bezüglich dieser Veröffentlichung kontaktieren Sie bitte: Katja Schmalen, Marketing Manager, +49 (0)69/ oder Urheberrecht: IDC, Die Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne schriftliche Erlaubnis strengstens untersagt. 12 #MCVCC IDC

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