Gesundheitsschutz für Frauen und Männer

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1 Wenn zwei das Gleiche tun: Arbeits- und Gesundheitsschutz für Frauen und Männer Arbeitsschutz Aktuell 18. Oktober 2012 Veranstaltung Chancen durch Vielfalt - Angelika Braun, BGV, Amt für Arbeitsschutz, Abt. Ministerial- und Rechtsangelegenheiten g 1

2 in Hamburg 2001 Prof. Dr. :.. Praxisinhaber, Ende 50 Rezeption: Krankenschwester, Diplomgeographin, Referentin für betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz, verheiratet, Mutter einer 3-jährigen Tochter, Minijobberin 2

3 Wenn Frauen und Männer das Gleiche tun -, ist es nicht immer das Gleiche... - die Dimension Geschlecht / Gender Gesellschaftlich verbreitete Bilder von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern sind von Kind an prägend, geben Orientierung und bedeuten aber auch Beschränkungen: rosa blau, Prinzessin Ritter, mit Puppen / Autos spielen Diese Geschlechterrollenbilder geben Sicherheit - Abweichungen davon irritieren. Verbunden damit sind Wertungen: du heulst ja wie ein Mädchen, du bist ja mutig wie ein Junge Frau sein bzw. Mann sein wird nicht nur von biologischen Gegebenheiten bestimmt, sondern wesentlich durch gesellschaftliche kulturelle Prozesse geprägt. Soziale und kulturelle Zuschreibungen zum Geschlecht / Gender sind veränderbar und gestaltbar. contrastwerkstatt - Fotolia.com 3

4 DGUV-Film 1964: Denn bei mir liegen Sie richtig Folge 2: Zweckmäßige Arbeitskleidung tragen (Haarschutz) 4

5 In der EU der 15 Mitgliedsstaaten war seit den 1980er-Jahren und bereits früher ein enormer Zustrom von Frauen auf den Arbeitsmarkt zu verzeichnen, ohne dass jedoch die vorherrschende h Trennung nach Sektoren und Berufen aufgebrochen worden wäre. Die meisten Frauen arbeiten noch immer in einigen wenigen Sektoren und Berufen, hauptsächlich in Teilzeit, sind weitgehend von höher dotierten Berufen ausgeschlossen, verdienen weniger als Männer, sind häufiger arbeitslos als Männer und haben ein höheres Armutsrisiko als Männer. Europäische Kommission, EQUAL-Leitfaden Leitfaden zu Gender Mainstreaming, 2004 Unterschiedliche Arbeits- und Lebenswelten von Frauen und Männern wirken sich auf Arbeits- und Gesundheitsschutz aus, zb: z.b.: Arbeitsmarktsegregation Wechselwirkungen von Erwerbs- und Nichterwerbsarbeit Geschlechterstereotype Rollenerwartungen 5

6 Arbeitsschutz ist doch das mit Helm und Rüstung, und Stress gehört das auch dazu?... in einer 8. Klasse Einteilung in männlich / weiblich spielt eine Rolle - auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz Tradierte Wertungen und Zuschreibungen im Arbeitsschutz t sind z.b.: Frauenarbeit ist leicht Männerarbeit ist schwer, Männer lieben das Risiko Frauen sind ängstlich Aufgrund der Rollenerwartungen kann die gleiche Arbeitssituation unterschiedliche Belastungssituationen für Frauen und Männer bedeuten, z.b. Einzelhandel: Frauen: Freundlich sein müssen (Belastung), unsicher / schwach sein dürfen (Ressource) Männer: Sicher / stark sein müssen (Belastung), unfreundlich sein dürfen Handlungshilfe Arbeitsbedingungen beurteilen Geschlechtergerecht (Ressource) Sujet GbR, Hans Böckler Stiftung, ver.di Genderpolitik 6

7 Arbeits- und Gesundheitsschutz geschlechtersensibel gestalten bedeutet mehr Chancengleichheit für Frauen und Männer Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsschutz hat das Ziel: Ressourcen, Belastungen und berufsbedingte b Unfälle und Erkrankungen k von Frauen und Männern besser erkennen, öffentlich machen und für Entscheidungen und Maßnahmen nutzen Gleichstellung ist von Anfang an mitzudenken In der Gefährdungsbeurteilung Bei der Qualifikation In Programmen und Projekten Quelle: Abi extra, typisch Frau typisch mann 7

8 Geschlechtersensibel heißt die Aktivitäten im Arbeits- und Gesundheitsschutz von vorneherein mit der Geschlechterbrille zu betreiben und zu beurteilen. Wesentliche Elemente sind: E Europäische Kommission, i EQUALL EQUAL-Leitfaden zu Gender Mainstreaming, i 2004 Sensibilisierung für Gender in den verantwortlichen Teams. Betrachtung des Aspektes Repräsentation und Beteiligung (Wer wird von den Programmen und Maßnahmen wie und mit welcher Wirkung erreicht?) Betrachtung des Aspektes Ressourcen (Wie sind wichtige Ressourcen zwischen Männern und Frauen verteilt? Geld, Zeit, Informationen, Qualifikation, Beschäftigungsart und Karrieremöglichkeiten, Mobilität, Zugang zu Leistungen) Überlegungen bezüglich der Auswirkungen sozialer Normen und Werte (Gibt es geschlechtsspezifische Verhaltensnormen für Frauen und Männer z.b. nett sein oder hart sein?) Feststellung, welche spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Männern in Bezug auf die geplanten Programme und Maßnahmen vorliegen

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14 Mehr Chancengleichheit im Arbeits- und Gesundheitsschutz in Hamburg Der Senat setzt sich für eine stärkere Einbeziehung der Geschlechterperspektive in den Arbeits- und Gesundheitsschutz ein: Beteiligung an der GFMK-AG Geschlechterperspektive für wirksameren Arbeits- und Gesundheitsschutz Erstellung einer Informationsgrundlage für die Arbeitsschutzbehörden der Länder Integration von Geschlechteraspekten bei Projekten und Schwerpunkt- Aktionen z.b. im Rahmen der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg Sensibilisierung und Aktivierung von Arbeitsschutzakteuren (Publikationen, Veranstaltungen, Vernetzung) 14

15 Angelika Braun Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg Amt für Arbeitsschutz - Abt. Ministerial- und Rechtsangelegenheiten ArbeitsschutzPartnerschaft Billstr Hamburg Tel.: E-Fax.: Internet: 15

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