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1 ktuell web 18 I Juli 2005 WEB-Strom aus Wasserkraft Seite 5 Rekordwachstum Seite 3 Neue Turbinen Seite 4 Kapitalerhöhung Seite 7

2 Editorial Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Gesellschafterinnen und Gesellschafter. Winfried Dimmel Verantwortlicher für das WEB-Marketing Die 8. Kapitalerhöhung soll eine der letzten werden. Nur für den Fall, dass sich außergewöhnlich lukrative Projekte mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Firmenwert auftun, will die Unternehmensführung in Zukunft wieder neue WEB- Aktien zur Zeichnung auflegen. Der Grund liegt nicht zuletzt in dem beachtlichen Wachstum der vergangenen Jahre das nun erfreuliche Früchte trägt: Mit nächstem Jahr produziert die WEB jährlich eine Strommenge, die dem Verbrauch von mehr als Haushalten entspricht. Der Erlös aus dem Stromverkauf ermöglicht, jedes Jahr einen Windpark mit sechs bis acht Windmühlen neu ans Netz zu bringen Wachstum aus eigener wirtschaftlicher Kraft. Heuer werden es 31 Mühlen mit dem WEB-Schriftzug sein, die neu ans Netz gehen plus ein Wasserkraftwerk die WEB-Gruppe bringt 2005 mehr als 65 Megawatt zusätzliche Leistung ans Netz mehr als jedes andere Bürgerbeteiligungsunternehmen der heimischen Ökostrombranche. Um diesen imposanten Wachstumsschritt umzusetzen, wird zwischen 1. August und 30. November die Eigenkapitalbasis mittels Kapitalerhöhung erweitert junge WEB-Aktien werden zur Zeichnung neu aufgelegt eine gute Gelegenheit nachzuzeichnen und sein Portfolio mit WEB-Wertpapieren aufzuwerten. Gleichzitig erhält das WEB-Papier zusätzlich Fantasie: Der Markteinstieg in Frankreich und Tschechien mit Partnern eröffnet dynamische Entwicklungserwartungen für die nahe Zukunft: Während in Österreich und Deutschland der Windkraftboom politisch schaumgebremst wird, erschließt die WEB zwei neue Märkte in Europa in denen die Windkraftbranche in den kommenden Jahren erst so richtig durchstarten wird. Die WEB ist dabei aus österreichischer Sicht einmal mehr Vorreiterin: Sowohl in Frankreich als auch in Tschechien ist die WEB das erste Unternehmen mit rot-weiß-roter Visitenkarte, das Ökostrom in die E-Netze speist. Die WEB-Aktie hat auch mittelfristig einiges an Fantasie zu bieten, denn sowohl in Tschechien wie auch in Frankreich haben Tochterunternehmen und Partner viel versprechende Standorte in der Projektpipeline. Wenig verwunderlich ist daher, dass sich bereits im Vorfeld der anstehenden Kapitalerhöhung wieder großes Interesse an Nachzeichnungsmöglichkeiten bemerkbar macht. Alt-AktionärInnen können auf zweierlei Art profi tieren. Indem sie ihre Bezugsrechte wahrnehmen und nachzeichnen oder indem sie Bezugsrechte verkaufen. Während der gesamten Laufzeit wird es nur für Besitzer von Bezugsrechten möglich sein, Aktien zu kaufen. Der Verkauf kann direkt an andere Interessenten erfolgen, über das Bezugsrechtsforum auf der WEB-Homepage oder über einen erstmals eingerichteten Bezugsrechtspool. (Seite 7) Begleitet wird die Kapitalerhöhung von einer Reihe von Marketingaktivitäten: Mediale Berichterstattungen, direct mailings an Interessenten und Zielgruppen sowie Präsentationen und Infostammtische in den Regionen mit den meisten WEB-Aktionären (Seite 12). Wenn Sie Freunde oder andere Interessierte mit unserem Unternehmen näher bekannt machen wollen, dann nutzen Sie diese Gelegenheit. Mit sonnigen Grüßen Aktien-(Firmen-)wert sowie Rückkaufwert der WEB Windenergie AG Aktie Aktueller Firmenwert nach DCF: 276 Euro Impressum: WEB Windenergie AG Schwarzenberg Pfaffenschlag Telefon: Fax: Für den Inhalt verantwortlich: Winfried Dimmel März 03 Sept 03 März 04 Sept 04 März 05 Gedruckt mit Pfl anzenölfarben auf umweltfreundlichem Papier

3 WEB peilt 2005 Rekordwachstum an 65,34 Megawatt gehen für die WEB in diesem Jahr neu in Betrieb In den kommenden sechs Monaten steht der WEB Windenergie AG der größte Wachstumsschub der Unternehmensgeschichte bevor: Gehen alle Projekte planmäßig in Betrieb, dann sind zum Jahreswechsel 65 Megawatt Kraftwerksleistung mehr am Netz als im Jahr davor. Die nächsten Monate werden zwar noch die eine oder andere Herausforderung für uns bereithalten, die Dimensionen die wir derzeit bewegen sind aber in jedem Fall für uns historisch, weiß Vorstandsvorsitzender Andreas Dangl. Mehr als 50 Millionen Euro investiert die WEB heuer in die Ökostromproduktion der Zukunft: 37 Windkraftwerke und ein Wasserkraftwerk nehmen für die WEB in diesem Rekordjahr den Betrieb auf. Mehr als 314 Millionen Kilowattstunden sauberen Ökostrom werden sie nächstes Jahr produzieren. Internationales Engagement Die elf Windkraft-Standorte verteilen sich auf vier Staaten, in zwei davon vollzieht die WEB heuer den Eintritt in Märkte denen eine große Entwicklungsdynamik im Windstrombereich der kommenden Jahre vorausgesagt werden. Bisher war 2003 das wachstumsstärkste Jahr der WEB-Geschichte gewesen: 32 Windmühlen waren damals neu in Betrieb gegangen. Mit den Windparks Altentreptow und Wörbzig nahmen die bisher größten WEB-Projekte ihre Produktion auf. In Summe gingen ,74 MW Leistung für die WEB neu ans Netz sind es kleinere aber deutlich mehr Windparks, die den Rekordzuwachs erwarten lassen. Der Produktions- und Investitionsschwerpunkt liegt in diesem Jahr mit 15 Maschinen an fünf Standorten und dem Wasserkraftwerk in Neubruck an der Erlauf eindeutig in Niederösterreich. Die zusätzlich im Burgenland geplanten Turbinen machen Österreich für die WEB in diesem Jahr wieder zum wichtigsten Investitionsgebiet. Neue Kapitalerhöhung Um alle Projekte plangemäß umsetzen zu können, wird zusätzliches Eigenkapital aufgenommen: Zwischen August und November werden neue Aktien zur Zeichnung aufgelegt. Neben der Projektabteilung werden daher auch die Marketing-Beauftragten in den kommenden Monaten eher Staub aufwirbeln denn Staub ansetzen. 3

4 Vier Enercons mit WEB-Logo vor den Toren St. Pöltens Anfang Juni nahmen im Windpark Stattersdorf vier E-40/6.44 für die WEB den Betrieb auf Freitag, 10. Juni war es so weit: Die vierte Enercon in Stattersdorf setzte ihre Rotorblätter in Gang. Seitdem hat die WEB 79 Turbinen am Netz 45 in Deutschland und 34 in Österreich. Mit den 2,4 Megawatt aus Stattersdorf bringt die WEB nun insgesamt 108,29 Megawatt Leistung ans Netz. Als zwei Maschinen bereits aufgestartet waren, wurde unser Montagetrupp kurzfristig nach Ungarn beordert. Deshalb hinken wir terminlich der optimalen Aufstart-Planung ein paar Tage nach, erläutert DI Stephan Parrer, Regionalbeauftragter der WEB im Großraum St. Pölten die Gründe die den Aufstart im Endeffekt um vier bis fünf Tage verzögert haben. Einige Wochen wird der Probebetrieb der vier ENERCON E-40/6.44 noch dauern. In dieser Phase werden vor allem im elektrotechnischen Bereich Optimierungen getroffen. Danach gehen die Anlagen in den Regelbetrieb über. Jährlich sollen die vier 600 kw Maschinen mit 78 Meter hohen Türmen 4,2 Mio kwh Windstrom produzie- ren. Diese Strommenge entspricht dem Jahresbedarf von Durchschnittshaushalten. Die vier Turbinen vor der Haustür St. Pöltens sind aber auch aus marketingtechnischer Sicht nicht uninteressant, sind die WEB-Aufschriften auf den Gondeln doch weithin sichtbar. Ein Faktum das angesichts der Frequenz auf der Schnellstraße 33 und der Westautobahn nicht zu unterschätzen ist. Der jüngste WEB-Windpark wurde am 7. Juli um 14 Uhr mit einem Festakt direkt bei den Anlagen offiziell eröffnet. Windfest eröffnete Windpark Langmannersdorf Die drei Vestas V80 decken den Stromverbrauch von rund Durchschnittshaushalten Mehr als 300 Windfreunde und Anrainer stürmten am 5. Juni den Hausberg von Langmannersdorf. Blasmusik und Kindergruppe wurden aufgeboten, um der Eröffnung der drei Windmühlen den gebührenden Rahmen zu verleihen. Windkraftanlagen müssen nicht jedem gefallen. Gerade aber an einem Ort wie diesem, wo Zwentendorf und Dürnrohr in Sichtweite liegen, sollte sich jeder die Frage nach der Energiezukunft stellen. Die Niederösterreichische Landesregierung hat immer klar gestellt, dass Windkraft ein Teil im Energiemix der Zukunft sein soll. Es freut mich daher, diese drei Anlagen heute eröffnen zu dürfen, sagte Landesrat Josef Plank in seiner Festrede. Reinhard Breitner, Bürgermeister in Weißenkirchen an der Perschling unterstrich, dass der Windpark Langmannersdorf die größte Investition in der Geschichte von Langmannersdorf sei und jährlich mehr Strom produziere als in der gesamten Gemeinde verbraucht werde. Über die große Akzeptanz vor Ort freute sich WEB-Vorstand Andreas Ein großes Fest für die Windkraft. 300 Personen kamen auf den Hausberg von Langmannersdorf. Dangl, der den örtlichen Windkraftinteressierten das Angebot machte, wirtschaftlich in die Windernte am Langmannersdorfer Hausberg einzusteigen und Beteiligte an der WEB zu werden. Drei Windkraftanlagen umfasst der Windpark Langmannersdorf. Zwei Windkraftanlagen betreibt die WEB Windenergie AG, eine Anlage steht im Eigentum der örtlichen Betreibergemeinschaft LGM Windkraftanlagen GmbH. Der Park ist seit November 2004 in Betrieb, mehr als sieben Millionen Kilowattstunden haben die drei Maschinen des Typs Vestas V80 mit 78 Meter hohen Türmen seitdem produziert. Die prognostizierte Stromproduktion des Windparks in einem Durchschnittswindjahr entspricht dem Verbrauch von mehr als Haushalten. 4

5 WEB produziert erste Kilowattstunden aus Wasserkraft Wasserkraftwerk an der Erlauf in Niederösterreich erworben meln, die uns in Zukunft bei weiteren Investments im Wasserkraftbereich dienlich sein können. Wir produzieren hier kalkulierbarere Strommengen mit geringeren Produktionsschwankungen. Im heimischen Energiemix ist Strom aus Wasserkraft die ideale Ergänzung zum Windstrom. Traditionelle Wasserkraftnutzung. Das erste WEB-Wasserkraftwerk diente einst der Papiererzeugung. Seit erstem Juli produziert die WEB Strom aus Wasserkraft. Um Mitternacht ging das Eigentum am Laufkraftwerk Neubruck an der Erlauf an die Neuhof I Windkraftanlagen Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m. b. H. über. Die WEB hält 55,55 Prozent an dieser Gesellschaft und ist somit Mitbetreiberin des Wasserkraftwerkes. Der verträumten Lage am Zusammenfluss von Jesnitz und Erlauf kann man sich nur schwer entziehen. Das stolze Gebäude der ehemals modernsten Papierfabrik der Habsburgermonarchie prägt das reizvolle Ensemble. Hier drehten sich die ersten Walzmaschinen der österreichisch-ungarischen Papierindustrie. Ihr Betriebslärm ist bereits vor vielen Jahren für immer verstummt. An den früheren Wohlstand der Werke erinnert das imposante Herrenhaus, unmittelbar neben dem Fabriks- und Kraftwerksareal. Drei Francisturbinen im Dienst der WEB Technisch betrachtet sind es sogar zwei Flusskraftwerke, die von einer alteingesessenen Industriellendynastie erstanden wurden: Kurz vor ihrer Mündung in die Erlauf wird die Wasserkraft der Jesnitz mit 5,2 Meter Fallhöhe von einer Francisturbine mit 50 Kilowatt installierter Nennleistung genutzt. Unweit davon steht das größere Maschinenhaus an der Erlauf: Zwei Francis- Zwillingsturbinen mit je 235 Kilowatt Nennleistung nutzen hier 7,9 Meter Fallhöhe. Im 15-jährigen Mittel produzierte das Kraftwerk 2,95 Millionen Kilowattstunden jährlich. Daran orientieren sich auch die Mindest-Erwartungen für die Zukunft. Anlage wird modernisiert Betriebsoptimierung lautet das Zauberwort, von dem sich Neuhof-Geschäftsführer Andreas Pasielak kurzfristige Effizienzsteigerungen von 17 Prozent erwartet. Die Revision der Turbinen, die Überholung des Generators und die Modernisierung der Steuerung nennt er als die drei vordringlichen Maßnahmen, die umgehend beauftragt werden. Die Zustimmung der zuständigen Behörden vorausgesetzt, sollen in geraumer Zeit umfangreichere Optimierungsmaßnahmen folgen. Vor allem bei längerfristiger Betrachtung ist dieses Investment sehr lukrativ, freut sich Pasielak über die Erwerbung und ortet strategischen Zusatznutzen: Mit diesem Kraftwerk werden wir erste Erfahrungen sam- Strategischer Zusatznutzen. Wasserkraft ist die optimale Ergänzung zur Windenergie. Schwerpunkt bleibt bei Windkraft Ein Jahr nach dem Grundsatzbeschluss der 5. ordentlichen Hauptversammlung ist der erste Schritt zum Einstieg in die Wasserkraftbranche gesetzt. Vor einem Jahr waren die WEB-Statuten durch die Aktionärsversammlung von der Zielsetzung auf reine Windstromproduktion um Wasserkraft und Fotovoltaik erweitert worden. Nun werden die ersten Kilowattstunden aus Wasserkraft eingespeist. Weitere Projekte werden derzeit noch geprüft, fest steht aber: Die WEB bleibt bis auf weiteres zum überwiegenden Teil Windstromproduzent. Andere Ökoenergieformen werden prozentuell im Energiemix der WEB nur eine geringfügige Rolle spielen. 5

6 Zwei Kapitalerhöhungen und 27 neue WEB-Mühlen Positive Bilanzergebnisse und die Erweiterung der Kapitalausstattung sowie des Windmühlenparks standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung am 24. Juni. Mit 57 Prozent im zweiten Wahlgang gekürt. Neues Aufsichtsratsmitglied: Stefan Bauer Aus einer spannenden Stichwahl um die Funktion eines WEB-Aufsichtsrates ging Ing. Stefan Bauer als Wahlsieger hervor. 57 Prozent entschieden bei der Hauptversammlung am 24. Juni im zweiten Wahlgang für den 27-jährigen Wirtschaftsingenieur. Nach dem Ausscheiden von Martin Steininger war die Nachbesetzung notwendig geworden, um die Funktionsfähigkeit des WEB-Kontrollgremiums auch für den Fall zu gewährleisten, dass ein weiterer Aufsichtsrat in dieser Funktionsperiode ausscheidet. Stefan Bauer stammt aus Vitis, Bezirk Waidhofen an der Thaya. Derzeit ist er für die Moeller Gebäudeautomation KG als Projektleiter von Studien- und Entwicklungsprojekten in Wien tätig. Sein Hauptaufgabenfeld: Er koordiniert die Herstellung und Assemblierung von Prototypen und Vorserienmustern. Aktionär der WEB ist er seit Einbringung der Waldwind KG. Zur Motivation für seine Kandidatur befragt, meint der Neo-Aufsichtsrat: Die WEB ist im Waldviertel für mich sicherlich DAS aufstrebende Öko-Unternehmen auf das viele Blicke gerichtet sind. Da ich selbst berufl ich für einen internationalen Konzern mit Sitz im Waldviertel tätig bin, weiß ich wie wichtig diese Unternehmen für diese Region sind. Es freut mich besonders, an den Geschicken der WEB künftig mitzuentscheiden. Fast 250 Aktionäre waren in den Stadtsaal von Waidhofen an der Thaya gekommen, um über die Wachstumspläne der Unternehmensführung abzustimmen. 10,6 Millionen Euro stimmberechtigtes Kapital waren anwesend, rund die Hälfte davon durch bevollmachtete Vertreter. Drei Themen prägten die Veranstaltung: Die Einbringung der Pannonia Ökostrom GmbH, die 8. Kapitalerhöhung und die Wahl des fünften Aufsichtsrates. Aus dem Vorjahr konnte der Vorstand der WEB Windenergie AG einige Rekordergebnisse präsentieren: Die Umsätze aus Stromerlösen stiegen 2004 auf 313 %. Die Bilanzsumme kletterte auf 131 Mio. Euro, die Gewinne stiegen erstmals auf über 2,1 Mio. Euro. Mehr als 173,6 Mio. Kilowattstunden Windstrom produzierte die WEB-Gruppe im Vorjahr eine Strommenge, die den Jahresverbrauch von Durchschnittshaushalten decken könnte, rief WEB-Vorstandsvorsitzender Andreas Dangl das Potenzial des Unternehmens in Erinnerung. Die Installierung von 31 Windmühlen im laufenden Jahr soll den nächsten Wachstumsschub bringen: 2006 Hauptversammlung in Waidhofen an der Thaya. Rund 250 WEB-Aktionäre nutzten ihr Stimmrecht sollen 314 Millionen Kilowattstunden WEB-Strom in die Netze gespeist werden um 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Vier der neuen Maschinen im WEB- Anlagenpark stammen aus der Einbringung der Pannonia Ökostrom GmbH. An einem Standort im Burgenland und einem in Niederösterreich gehen heuer noch vier Zweimegawatt-Turbinen in Betrieb. Die vier Pannonia-Gesellschafter erhalten im Gegenzug insgesamt WEB-Aktien. Diese Einbringung stellt rechtlich die 7. Kapitalerhöhung der WEB- Geschichte dar. Finanziert wird die heuer noch bevorstehende Installation von 31 Windkraftanlagen mit der 8. Kapitalerhöhung in der sechs Jahre jungen Unternehmensgeschichte. Ab August können wieder junge WEB-Aktien gezeichnet werden. Bis zu neue Aktien werden aufgelegt. Beide Kapitalerhöhungen erhielten deutlich über 97 Prozent Zustimmung. Als fünfter Aufsichtsrat setzte sich Ing. Stefan Bauer mit 57 Prozent Zustimmung gegenüber Dipl. Ing. Stephan Parrer durch. 6

7 8. Kapitalerhöhung startet am 1. August WEB Aktien werden neu begeben eine der letzten Kapitalerhöhungen Mehr als 65 Megawatt Kraftwerksleistung wird die WEB heuer noch in Betrieb nehmen der größte Wachstumsschub in der Unternehmensgeschichte. Zur Finanzierung dieser markanten Erweiterung des bestehenden Windmühlenparks wird die Eigenkapitalquote der WEB aufgestockt: Ab 1. August können junge WEB Aktien neu gezeichnet werden. Sieben Kapitalerhöhungen haben die WEB in sechs Jahren zum größten Bürgerbeteiligungsunternehmen der heimischen Ökostrombranche gemacht. Nun zeichnet sich ein Strategiewandel ab: Wir haben eine Unternehmensgröße erreicht, bei der wir aus unseren laufenden Erträgen jährlich einen Windpark mit sechs bis acht Anlagen finanzieren können. Nur bei besonders attraktiven Projekten, die unseren Firmenwert nachhaltig steigern, werden wir in Zukunft wieder Kapitalerhöhungen durchführen, bekräftigt Eckpunkte der 8. Kapitalerhöhung Volumen: neue WEB Aktien Bezugsrechte: für vier Aktien ein Bezugsrecht für eine neue Aktie Zeitlicher Rahmen: 1. August 2005 bis 30. November 2005 Ausgabepreise: August 255 Euro September 270 Euro Oktober 275 Euro November 280 Euro Finanzvorstand Andreas Pasielak den Strategiewechsel. Die kommende Kapitalerhöhung könnte auf absehbare Zeit die letzte Chance sein, sich mit WEB-Aktien günstig einzudecken, so Pasielak. Vor allem Altaktionären wird das Nachzeichnen mit Bezugsrechten versüßt: Gegenüber dem zuletzt berechneten Aktienwert mit 276 Euro fällt der Ausgabepreis von 255 Euro im August deutlich billiger aus. Vorausset- zung: Der Besitz von Bezugsrechten. Für vier WEB-Aktien erhalten Aktionäre ein Recht auf den Bezug von neu aufgelegten WEB-Aktien zum begünstigten Ausgabepreis. Anders gegenüber vorhergehenden Kapitalerhöhungen ist nicht nur die verkürzte Laufzeit von vier Monaten, sondern auch der Umstand, dass die neu begebenen Aktien während der gesamten Laufzeit nur mit Bezugsrechten gekauft werden können. Jeder Neueinsteiger muss sich daher zuerst am Bezugsrechtemarkt eindecken. Ein Entgegenkommen der WEB an ihre treuen Altaktionäre, wie Andreas Pasielak betont, denn diese Regelung sollte den Bezugsrechtshandel positiv stimulieren. Wie im Vorjahr wird ein Bezugsrechtsforum auf der WEB Homepage eingerichtet. Verkaufswillige Bezugsrechtsbesitzer und kaufwillige Interessenten können hier ihre Angebote deponieren. Neu ist ein Bezugsrechtspool (siehe Text unten). Handel mit Bezugsrechten Bereits bei der vergangenen Kapitalerhöhung bewährt hat sich das Bezugsrechtsforum auf der WEB-Homepage Kauf- und Verkaufswillige haben hier auf einer eigens eingerichteten Plattform seit kurzem wieder die Möglichkeit ihre Angebote bekannt zu geben. Telefonisch oder per treten Anbieter und Nachfrager miteinander in Kontakt und wickeln den Bezugsrechtshandel miteinander ab. Der WEB kommt dabei lediglich eine Mittlerrolle zu, indem das Bezugsrechtsforum als Plattform eingerichtet wird. Neu ist der Bezugsrechtspool: Aktionäre können bis 15. August ihre Bezugsrechte vertraglich einem Pool zum Handel übertragen. Käufer die über das WEB-Büro junge Aktien erwerben wollen, scheuen oft den für Außenseiter kompliziert wirkenden Erwerb von Bezugsrechten von Dritten etwa über das Bezugsrechtsforum. Oft gehen so potenzielle Neuaktionäre verloren. Mit dem Bezugsrechtsforum wird nun Erstkäufern der Einstieg bei der WEB erleichtert, denn: An einer Anlaufstelle können somit aus dem Bezugsrechtspool Bezugsrechte und somit junge Aktien zu einem fi xen Preis erworben werden. Der Preis pro Bezugsrecht wird im August drei und danach zwei Euro betragen. Vier Bezugsrechte sind zum Erwerb einer neuen Aktie notwendig. Zum Ausgabepreis fallen für Aktienzeichner über den Bezugsrechtspool somit zusätzlich zwölf Euro an, danach acht Euro. Aktionäre die ihre Bezugsrechte vertraglich zum Handel an den Pool übertragen haben erhalten nach Abschluss der Kapitalerhöhung entsprechend der Zahl ihrer Übertragungen an den Pool ihren Anteil am Verkaufserfolg aus dem Pool. Beispiel: Insgesamt werden Bezugsrechte bis 15. August zum Handel an den Pool übertragen Bezugsrechte daraus werden im August gekauft, in der Laufzeit danach Bezugsrechte verfallen in diesem Rechenbeispiel daher. Ergebnis: x 3 Euro plus x 2 Euro = Euro Ertrag aus dem Poolhandel Euro Ertrag dividiert durch Bezugsrechte die in den Pool eingebracht wurden ergibt den anteiligen Ertrag der aus dem Poolhandel pro Bezugsrecht erzielt werden konnte in unserem Beispiel: 1,33 Euro pro Bezugsrecht. Nähere Informationen und eine Erklärung zur Übertragung von Bezugsrechten werden demnächst mit der Post zugesandt. Kapitalerhöhungen von Publikumsgesellschaften dürfen nach österreichischem Kapitalmarktgesetz nur nach positiv erledigter Prospektprüfung durchgeführt werden. Die WEB Windenergie AG lässt ihre Eigenkapitalaufstockung derzeit gesetzeskonform prüfen. Sowohl die angekündigte Kapitalerhöhung als auch der Bezugsrechtshandel über Bezugsrechtsforum und pool werden termingerecht nur vorbehaltlich einer positiven Prospektprüfung umgesetzt. Sollte wider Erwarten kein positiver Prüfungsabschluss zustande kommen, dann sind Verträge betreffend die Übertragung von Bezugsrechten an die Pool-Verwaltung rückwirkend ungültig. 7

8 Stromproduktion der WEB-Gruppe 2005 Standort Leistung Prognose Gesamt 04 Gesamt 05 % der Prognose WEB Windenergie AG - Österreich Breitenlee WP Grafenschlag Hagenbrunn WP Langmannersdorf WP Matzen Michelbach Oberstrahlbach WP Parbasdorf Pottenbrunn WP Seyring WP Stattersdorf Vösendorf Summe Österreich 3x850 kw 600 kw 1x600 kw, 2x660 kw 2x2.000 kw 750 kw 225 kw 3x600 kw 600 kw 5x500 kw, 2x600 kw 1x660 kw, 1x750 kw 4x600 kw 660 kw kw % 54 % 57 % 58 % 58 % 17 % 58 % 54 % 56 % 54 % 4 % 57 % 50 % Jan 05 Feb WEB Windenergie AG - Deutschland Altentreptow WP Glaubitz WP Görmin Kühndorf Kuhs WP Upgant Schott WP Vielau Weener WP Wörbzig WP Summe Deutschland 15x2.000 kw 8x850 kw 660 kw 600 kw 3x2.000 kw 2x600 kw kw 2x1.650 kw 12x1.650 kw kw % 53 % 53 % 53 % 67 % 51 % 26 % 43 % 47 % 56 % Beteiligungen der WEB Windenergie AG Bruck/Leitha WP 4,44 % Eschenau WP 30 % Neuhof I GmbH 55,55 % Simonsfeld WK KG 3,84 % Sternwind GmbH 49 % Stockerau WP 17,27 % Tauernwind GmbH 20 % Summe Beteiligungen Summe WEB Windenergie AG Gesamt 399,6 kw 300 kw kw 980,9 kw 980 kw 414,5 kw kw kw % 55 % 57 % 62 % 60 % 52 % 57 % 57 % 55 % Parbasdorf I, II Hagenbrunn IV Summe Steppenwind 2x600 kw 660 kw kw % 57 % % Betreibergesellschaft Grafenschlag Windstrom Gerasdorf 600 kw 600 kw % 64 % Aktuelle Zahlen der WEB Windenergie AG Kraftwerksleistung der WEB in MW 108,29 Jahresproduktionsvermögen der Kraftwerksleistung in MWh Versorgungsäquivalent in Haushalten AktionärInnen Bisherige Produktion der WEB in MWh Erdöläquivalent (bei Produktion in Heizkraftwerk) in Tonnen Entspricht einer Zahl von LKW Tankwagen Einsparung von CO2 nach österr. Aufbringungsstruktur in Tonnen Stromproduktion pro Aktie lt. Prognose 2005 in kwh 919 8

9 Mär Apr 05 Mai 05 Jun Ein unspektakulärer meteorologischer Frühling 2005 Wetter frosch Der heurige März war geprägt von großen Mengen spätem Schnee mit einem markanten Temperaturwechsel Ende des Monats, der den raschen Einzug des Frühling bewirkte. Spannend war auch die extreme Hochdruckwetterlage in den letzten beiden Maiwochen mit Temperaturen deutlich über 30 Grad. Anfang Juni folgte eine empfindliche Abkühlung (Schafskälte mit Schnee in den Bergen). Im gesamten Frühjahr 2005 blieben starke Sturmfronten gänzlich aus - ein wesentlicher Grund für das leicht unterdurchschnittliche Windaufkommen in den Frühjahrsmonaten. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Vergleich zur Sonneneinstrahlung: Deutlich kräftiger und häufiger spendete die Sonne vor allem im März ihre Energie - ein Highlightmonat für alle Betreiber von Solar- und Photovoltaikanlagen. Im Vergleich zum Rekordsonnenjahr 2003 verzeichnen Betreiber von Solaranlagen im ersten Halbjahr 2005 kaum geringfügigere Erträge. Deutlich über dem solaren Durchschnitt lagen auch die folgenden beiden Monate, der April und Mai - die in fast ganz Mitteleuropa sonnenkräftige Erträge sprießen ließen. Subjektiv wurde diese Wahrnehmung bei vielen durch regelmäßige Niederschläge beeinträchtigt - ein wesentlicher Unterschied zu Das Windwetter auf einen Blick Der Windfrühling 2005 (März, April, Mai) war in Bezug auf das Windangebot geprägt von drei aufeinander folgenden, leicht unterdurchschnittlichen Wind-Monaten. Österreich blieb dabei insgesamt etwas zurück. In Deutschland lag die Nordseeküste leicht über dem Durchschnitts-Windaufkommen dieser Jahreszeit. Der Großraum Ostsee erreichte die statistischen Werte eines Durchschnitts- Windfrühjahr ebenfalls nicht. Wir weisen darauf hin, dass die Erträge von Steppenwind, der Betreibergesellschaft Grafenschlag und der Windstrom Gerasdorf nicht zur WEB Windenergie AG gehören. Waldviertel - 5 % Marchfeld - 9 % Deutschland-Nordost - 8 % Deutschland-Nordwest + 3 % 9

10 Erfreulich positive Kennzahlen im ersten Quartal Rekordumsätze durch gute Winderträge zwischen Anfang Jänner und Ende März Gute Wirtschaftsdaten wurden im ersten Quartal 2005 erzielt: Vor allem die Winderträge zwischen Anfang Jänner und Ende März waren ausgezeichnet und bescherten der WEB Rekordumsätze. Um 50 % wurde die Planrechnung im ersten Quartal bei der Windstromproduktion übertroffen. Die Betriebskosten lagen unter den kalkulierten Erwartungen, die Personal- und Verwaltungskosten wurden fast punktgenau eingehalten. Der Finanzaufwand liegt rund 15 % unterhalb der Planrechnung, was auf anhaltend günstige Konstellationen am Kreditund Zinsmarkt zurückzuführen ist. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die guten Ergebnisse des ersten Quartals vor allem aus den hervorragenden Vorläufige Kennzahlen 2005 des WEB-Konzerns in tausend Euro in tsd Euro 1. Quartal Quartal 2004 Umsatz Betriebskosten Overhead Finanzaufwand Abschreibungen vorläufi ges Ergebnis Winderträgen in diesem Zeitraum resultieren. Eine Vorausschau ins zweite Quartal zeigt, dass die Hochrechnung dieser Ergebnisse auf das Gesamtjahresergebnis nicht zulässig ist: Schon im zweiten Quartal lagen die Umsätze aus der Windstromproduktion unter den Erwartungen und nivellierten dadurch einen Großteil der überdurchschnittlichen Ergebnisse des ersten Quartals. Neuhof: Die größten Windmühlen Österreichs Die Erweiterung des Windparks Neuhof schreitet planmäßig voran. Seit wenigen Tagen sind die beiden ersten Vestas V 90 errichtet. Mitte Juli gehen sie mit zwei Megawatt installierter Nennleistung in Betrieb. Mit ihren 105 Metern Nabenhöhe und 150 Metern Gesamthöhe sind die beiden Turbinen die größten Mühlen Österreichs. Die 45 Meter langen Rotorblätter überstreichen eine Kreisfläche von Quadratmetern drei Viertel eines Fußballfeldes. Betreiberin des Windparks ist die Neuhof I Windkraftanlagen Errichtungs- und BetriebsgesmbH, an der die WEB mit 55,55% beteiligt ist. Mit den beiden neuen Anlagen wird eine Lücke in der bestehenden Anlagenkette geschlossen. Bisher war dies wegen einer landwirtschaftlichen Bewässerungsanlage nicht möglich gewesen. Interessantes Detail: Die neun bestehenden Maschinen speisen ins BEWAG Umspannwerk in Parndorf, die beiden neuen ins fast gleich weit entfernte EVN-Netz mit dem Umspannwerk Schönabrunn. Andreas Pasielak in den BEB-Aufsichtsrat gewählt Der Aufsichtsrat der BEB Bioenergie AG wurde bei der Hauptversammlung am 17. Juni neu gewählt. Mit diesem Datum endete die Funktionsperiode von Andreas Dangl im BEB Aufsichtsrat. Einstimmig zum neuen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der BEB wurde WEB-Finanzvorstand Andreas Pasielak gewählt. Die WEB Windenergie AG hält derzeit 23 Prozent aller gezeichneten Aktien. Mit einer Aufsichtsratsfunktion auf fünf Jahre sind die Interessen der WEB adäquat im BEB-Gremium vertreten. Der WEB- Anteil an der BEB soll sich im Rahmen der laufenden Kapitalerhöhung weiter reduzieren: 300 Neuzeichnungen braucht die BEB noch, um das nächste Biogasprojekt zu realisieren. Das Startprojekt in Eggenburg nähert sich bereits der Fertigstellung. Voraussichtlich im August wird das Ökoenergie- Kraftwerk in Betrieb gehen. Mittelfristig will das Bioenergie-Unternehmen mit Sitz in Horn fünf Biogasanlagen in Niederösterreich am Netz haben. 10

11 WEB erntet in Zukunft noch mehr pannonischen Wind Die Einbringung der Pannonia Ökostrom GmbH erfolgte ohne Gegenstimme Pannonia-Gesellschafter und WEB-Vorstände nach der Unterzeichnung des Einbringungsvertrages: Ing. Andreas Patschka, Raimund Artner, Ludwig Strassner, Andreas Dangl, Harald Strassner, Andreas Pasielak (v.l.n.r.). Harmonisch vollzog sich die Einbringung der Pannonia Ökostrom GmbH in die WEB Windenergie AG: Der Antrag auf Einbringung des Unternehmens mit zwei Standorten für insgesamt vier Windkraftanlagen stieß bei der WEB-Hauptversammlung auf keine Gegenstimme. Spätestens zum Jahresende werden zusätzlich zu den Neuhofer Anlagen drei weitere WEB-Turbinen pannonischen Wind ernten. fahrungsaustausch gegeben, auch konkrete Unterstützung in entscheidenden Projektphasen. Wir haben uns für eine Einbringung in die WEB entschieden, weil sich für uns dadurch Synergie- Läuft alles nach Plan, dann bringt die WEB aus dieser Fusion noch heuer eine Zwei-Megawattanlage im Weinviertel und drei Zwei-Megawatt-Turbinen im Burgenland ans Netz. Formell stellt diese Einbringung die 7. Kapitalerhöhung der WEB-Geschichte dar: WEB und Pannonia wurden nach der DCF-Methode bewertet um das Austauschverhältnis zu ermitteln. Die vier bisherigen Gesellschafter erhalten für die Einbringung ihres Unternehmens in die WEB entsprechende Anzahl an WEB-Aktien. Mit Abschluss dieser Transaktion besteht die WEB somit aus Aktien. Mit der WEB sind wir schon seit längerem in fruchtbarem Kontakt, erzählt Ex-Pannonia-Geschäftsführer Harald Strassner. Bei der Entwicklung des Projektes habe es so manchen Er- Pannonia-Geschäftsführer Harald Strassner bei der Begutachtung seiner Rotorblätter. Effekte ergeben. Geplant waren von Anfang an Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung, mit der WEB haben wir dafür wahrscheinlich den kompetentesten Partner in Österreich gefunden. Außerdem waren uns die Erfahrungen der WEB im Betrieb von Windkraftanlagen wichtig, argumentiert Strassner. Auch bei der WEB sieht man Synergien: Andreas Dangl: Wir erwirtschaften mit denselben Verwaltungskosten mehr Umsatz und erzielen langfristig Wertsteigerungen durch diese Standortrechte. 11

12 Medialer Stimmungswandel pro Windkraft? Das mediale Interesse an der WEB wächst - das deutsche Windkraft-Journal brachte die WEB sogar am Cover Nicht nur der metereologische Wind ist ein launischer und schwer berechenbarer Gesell. Auch mediale Strömungen sind äußerst wandlungsfreudig: Wehte der heimischen Windszene vor eineinhalb Jahren aus dem Blätterwald so manch frostige Brise entgegen, so erfreuen sich Österreichs Windmüller seit einigen Monaten wieder freundlicherer Windverhältnisse. Die WEB ist als Publikumsgesellschaft naturgemäß an öffentlicher Resonanz interessiert und konnte öffentlich punkten: Eine Reportage zur Internationalisierung der WEB-Windernte in der Business-Beilage der Presse spiegelt dieses wieder erwachende positive Interesse. Berichte im Wirtschaftsblatt, im Report, auf TW1 und im NÖ Rundfunk rundeten das Bild ab. Eine besondere Anerkennung wurde der WEB in Europas Windstrommarkt-Publikation Nummer eins zuteil: Das Windkraft Journal, das auflagenzweitstärkste Windenergie- Magazin Deutschlands, widmete der WEB eine Titelstory: Auf zwei Seiten werden das Engagement der WEB als größtes österreichisches Bürgerbeteiligungsmodell hervorgehoben und eigenständige Wege bei der Betriebsführung beleuchtet. Zehn Jahre Michelbach waren als Auftakt der österreichischen Bürgerwindprojekte ebenso wie Betriebserfahrungen aus dem Tauernwindpark eine Seite Berichterstattung wert. Die WEB spielt mit bald hundert Windkraftanlagen zunehmend in einer höheren Liga. Nach zehn Jahren als Abonnent des Windkraft Journals auf einmal das Foto einer WEB-Mühle auf dem Cover zu haben, ist für mich ein tolles Gefühl der Bestätigung, freut sich Winfried Dimmel. Auch die erneuerbare energie, mit Redaktionssitz in Hannover, widmet der WEB in der nächsten Ausgabe einen Beitrag. WEB Termine 19. August, 19:00 Uhr Windkraft für Einsteiger Extrazimmer im Dorfwirtshaus 3931 Sallingstadt August, 19:00 Uhr WEB wind-news 2005 Thayatal Hotel- und Golfanlagen Errichtungsund Betriebsges.m.b.H., Am Golfplatz Waidhofen an der Thaya 12. September, 17:00 Uhr Windstammtisch für Aktionäre Volkshaus Vösendorfplatz 1, 8650 Kindberg 12. September, 19:00 Uhr WEB wind-news 2005 Volkshaus Vösendorfplatz Kindberg 13. September, 19:00 Uhr WEB wind-news 2005 Solarier Katsdorf Bach Katsdorf Das Windkraft-Journal gehört in Deutschland zu den wichtigsten Medien im Bereich Erneuerbare Energie Nähere Informationen über die Abo- Konditionen: Windkraft-Journal, 0049/4353/551 (Luise Junge) Die erneuerbare energie bietet auch Probehefte, die im Internet auf der Seite bestellt werden können. 12

13 Partner für die Ernte von tschechischem Wind Das neue Ökostromgesetz verspricht kräftigen Aufwind für die Windstrombranche in Tschechien Partner Portrait Der gesetzliche Rahmen in Tschechien Franz Blochberger (im Bild rechts) projektiert mit seinem Team die tschechischen WEB-Standorte. Drei Windmühlen will die WEB noch dieses Jahr in Tschechien ans Netz bringen. Der Windpark Brezany wird der erste in ganz Südmähren sein. Wenige Kilometer nördlich davon wird an 16 weiteren Windturbinen für die WEB projektiert. Zentraler Partner in Tschechien ist die Ventureal s.r.o.: Bei der Erschließung neuer Märkte sind kompetente Partner von entscheidender Bedeutung. In Tschechien haben wir mit der Ventureal einen solchen Partner gefunden, betont WEB-Vorstand Andreas Dangl die Bedeutung der strategischen Partnerschaft mit dem Brünner Unternehmen. Ein Stab von sechs Mitarbeitern ist für die Planungsfirma mit Sitz in der Wiener Straße mittlerweile tätig. Kernkompetenz ist die Projektierung von Windparks. In Brezany wurde die Ventureal aber auch mit der Bauaufsicht beauftragt. In absehbarer Zukunft will die Ventureal aber auch selbst zum Windstromproduzenten aufsteigen: In Südmähren hat das Unternehmen Rechte auf acht Zweimegawattmaschinen in Windparks an denen auch die WEB und die Windkraft Simonsfeld beteiligt sind. Projektiert wird in Tschechien aber auch im Auftrag und gemeinsam mit der BEWAG. Im Jahre 2002 habe ich Andreas Dangl um Rat gebeten, weil ich auf meinem Gutsbetrieb zwischen Tabor und Pelhrimov eine Windmühle installieren wollte. Nach unserer Begehung war dieser Standort vom Tisch, die Windkraft hat mich aber seitdem nicht mehr losgelassen und ist heute zu meinem zweiten wirtschaftlichen Standbein geworden, erinnert sich Ventureal-Eigentümer Franz Blochberger. Sein damaliger Startvorteil waren vor allem Kontakte und Erfahrungen bei der Abwicklung von Liegenschaftsprojekten. Die bestehende Bürostruktur wurde aufgestockt, noch im Herbst 2002 fiel der Startschuss für die Planungen des Windparks Brezany. Bürgermeister Rebenda war von Anfang an begeistert von dem Projekt und Windkraftwerke die in Tschechien 2005 in Betrieb gehen, können ca. 8,6 Cent (2,6 CZK) pro Kilowattstunde lukrieren. Der Tarif für 2006 wird November 2005 von der Stromregulierungsbehörde nach einem komplexen Schlüssel festgelegt. Darin werden Faktoren wie Veränderungen bei Stahlpreisen und beim Wechselkurs der Krone zum Euro, technische Effi zienzsteigerungen in der Windbranche und Infl ationsentwicklungen eingerechnet. Noch im Sommer 2005 tritt das neue tschechische Ökostromgesetz in Kraft. Die Eckdaten: Gesetzlich garantiertes Einspeiserecht bei entsprechender Netzkapazität Tarife gelten auf 15 Jahre ab Inbetriebnahme Tarife werden nach obigen Kriterien jährlich festgesetzt Maximale Degression der Tarife beträgt 5 % ab 2007 Die letzte derzeitige Planungsunsicherheit stellt der Tarif für 2006, der die Basis für die darauffolgenden Jahre darstellt. will zwei der fünf Anlagen für die Gemeinde realisieren. Wir haben Brezany als unser tschechisches Startprojekt konzipiert und mit den 850 KW-Maschinen daher mittelgroße Anlagentypen gewählt, erläutert Blochberger, der sich 2003 für die WEB auch als Geldanlage entschieden hat. Größte aktuelle Herausforderung ist die erfolgreiche Beendigung der laufenden Projekte, die zum Teil bereits unter das neue Umweltverträglichkeitsgesetz fallen. Danach steht einer kräftigen Ausbauwelle nichts mehr im Wege. 13

14 WEB-Tour 2005: Öko-Energie und Kultur in Sachsen Produktionsanlagen der Energiewirtschaft und sächsische Hochkultur waren die Highlights der WEB-Tour Lauchhammer im Süden Brandenburgs. WEB-Reisende konnten sich mit ihrer Unterschrift auf einem Rotorblatt verewigen, das in den kommenden Wochen in Neuhof die Windernte für die WEB aufnimmt. Dresden, Leipzig und Quedlinburg bildeten die Kulturhöhepunkte und wurden zu Fuß erkundet. 81 Energieinteressierte waren Ende Mai vier Tage in Sachsen und Sachsen-Anhalt unterwegs. Der Anreisetag schien aufgrund eines unfallbedingten Staus vor Prag und einer Sperre des Grenzübergangs Zinnwald unter keinem guten Stern zu stehen. Sächsische Spezialitäten und eine Stadtführung durch das beinahe mitternächtliche Leipzig entschädigten die Reisegruppe ein wenig für die ungeplant lange Anfahrt. Böhmische Brautradition wurde in Beneschau intensiv begutachtet - und verkostet. die Kulturfreunde auf ihre Rechnung kommen. Hightech bei der Rotorblatt-Produktion war der Höhepunkt am Freitag: In Kleingruppen konnten die WEB- Reisenden in Lauchhammer die Herstellung von Vestas-Flügeln - von der ersten Kunststoff-Wickelung bis zum Backen der Rotorblätter - besichtigen. Ein ausgedehnter Streifzug durch das Elbflorenz Dresden rundete den drit- Windkraft sichert Arbeitsplätze. In Stassfurth sind 80 % der Aufträge aus der Windbranche. Mit Helmen bewehrt und nach Erkenntnis begierig machte man sich ins Bioethanolwerk auf. Glück auf! wünschten einander die WEBler beim Einstieg in den Schaustollen am Zinnwald. wandigen Stahl millimetergenau zu Turmsegmenten zu verarbeiten war die imposante Produktionsstraße die es in Stassfurth zu bestaunen gab. Das malerische Quedlinburg mit seinem mittelalterlichen Stadtkern ließ nachmittags Groß war das Interesse an Deutschlands erstem Bio-Ethanol-Werk in Zörbig Tonnen Getreide werden hier pro Jahr in Tonnen Alkohol verwandelt, der zu maximal fünf Prozent Benzin beigemischt wird. Dickten Reisetag ab. Abschließender Höhepunkt war der Besuch eines Schaubergwerkes am Zinnwald bevor die WEB-Reisegruppe um viele Eindrücke und Erlebnisse reicher das Land der Sachsen verließ. 14

15 Condition Monitoring. Elektronische Onlineüberwachung zur Früherkennung von Schäden und Verschleiß Wind Surfer Das erste SKF WindCon System in Österreich wurde in Langmannersdorf installiert. Am 18. April dieses Jahres ging das erste elektronische Schwingungsmesssystem dieses Typs in einer WEB- Anlage in Betrieb. Dieses Onlinesystem ermöglicht rund um die Uhr Beobachtungen über den Zustand der Hauptkomponenten der Turbine. Vor allem Lagerschäden will man rechtzeitig erkennen. Außerdem sollen Folgeschäden vermieden und reparaturbedingte Stillstandszeiten reduziert werden. Das steigert die technische Verfügbarkeit und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Kooperationspartner der WEB ist die SKF Österreich AG, einer der bedeutendsten Entwickler und Hersteller von Diagnosesytemen der Schlüsseltechnologie für eine effektive und vorbeugende Instandhaltung. Die SKF ist ein Tochterunternehmen der schwedischen SKF AB, dem weltweit größten Wälzlagerproduzenten und Marktführer in Sachen Zustandsüberwachung. In Österreich ist die Testanlage von Langmannersdorf die erste Maschine an der SKF diese Technologie installiert. In Deutschland hat der internationale Konzern mittlerweile bereits 200 Windmühlen ausgerüstet und durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Für erkennt, ob eine Anlage den Schwingungs-Normbereich verlässt, weil sich ein Schaden andeutet, oder weil sie in den Wind dreht. Die Daten der Fernüberwachung stammen aus kontinuierlichen Messungen der Schwingungen einen Zeitraum von einem Jahr wurde mit SKF vereinbart, dass ein WEB Mitarbeiter gemeinsam mit einem SKF Spezialisten die Analyse der Messdaten durchführt. So erfolgt eine umfassende und fachgerechte Einschulung an dem Messsystem, die richtige und vollständige Nutzung der Software in der Schwingungsanalytik, denn die eigentliche Kunst der Fernüberwachung liegt nicht in der Installation der Hardware, sondern in der Auswertung der Messdaten. Schwingungen ändern ihre Frequenz und Amplitude in Abhängigkeit von zahlreichen Parametern. Ohne exakte Kenntnis der Umgebungsdaten, wie Drehzahl und Leistung, können die Ergebnisse der Messungen nur sehr schwer oder überhaupt nicht interpretiert werden. Nur der geschulte Analytiker an Triebstrang und Turm. Die Signale werden von acht Sensoren aufgenommen: Vier am Getriebe, zwei am Generator und jeweils ein Sensor an den beiden Hauptlagern. An der Turbine auftretende Schwingungen werden von der Messeinheit erfasst und mit voreingestellten Normbereichen verglichen. Kommt es zur Überschreitung der erlaubten Frequenzwerte, können sich anbahnende Schäden vorab erkannt werden. So sollen vorbeugend Teile getauscht und Folgeschäden vermieden werden. Weitere Informationen: SKF Österreich AG 07252/

16 Wir stellen uns der Herausforderung Heute erzeugen Tausende von Vestas Windturbinen in fast allen Teilen der Welt umweltfreundliche Energie. Über die Jahre hinweg wurden wir mit diversen Standortbedingungen konfrontiert und haben unter den widrigsten Klimabedingungen gearbeitet. Dennoch bedeutet jeder neue Standort für uns auch neue Herausforderungen. Und da wir bei Vestas stolz darauf sind, uns den Herausforderungen zu stellen und damit umzugehen, indem wir immer wieder neue und noch bessere Lösungen entwickeln, werden wir mit jeder dieser Herausforderungen stärker. Dies erklärt auch, warum Vestas der weltweit führende Hersteller von Windenergieanlagen ist.

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