Service Description SIX x-clear AG

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1 xcl-800 Mai 2015

2 Inhaltsverzeichnis 1.0 Einleitung Anwendungsbereich Konzept der Zentralen Gegenpartei (CCP) Clearing Clearingmodell für an SIX Swiss Exchange ausgeführte Transaktionen SIX x-clear als Zentrale Gegenpartei Beziehung zwischen SIX x-clear und LCH.Clearnet Limited (LCH) Mitgliedschaft bei SIX x-clear Generelle Anforderungen Mitgliederstruktur Individual-Clearing-Member (ICM) Mindestrating Default Fund Margining General-Clearing-Member (GCM) Mindestrating Default Fund Margining Operative Fähigkeiten Informationspflicht Generelle Meldepflichten Depot-/Kontostruktur Clearing Clearing-Accounts Margining Hinterlagen-Konten/-Depots (Collateral-Accounts) für Margen Risikomanagement Ziele/Überblick Risikomanagement-Prozess Offene Positionen Margen Berechnung der Margen In Echtzeit ermittelte Initial Margin (IM) Risiko-Buckets Risiko-Netting-Koeffizient I (Intra-Bucket-Netting-Koeffizient oder Intra-BNC) Risiko-Netting-Koeffizient II (Inter-Bucket-Netting-Koeffizient oder Inter-BNC) Validierung und Kalibrierung der Initial Margin Simulationstechnik Anpassung der Initial Margins Aufgliederung der Initial-Margin-Anforderung im Kunden-Reporting Variation Margin (VM) 19 xcl M1P xcl-800-d.doc 2 37

3 6.5.4 Total Margin Margin-Calls Cash Market Default Fund Anpassungspflicht Defense Lines Zugelassene Collateral-Arten Open-Offer Prinzipien des Open-Offer Open-Offer bei SIX x-clear Off-Order-Book-Transaktionen Competitive Clearing Abwicklung Einleitung zur Abwicklung Abwicklungsorganisation Abwicklungsmodus Order-Routing Abwicklung zwischen GCM und NCM (SIX x-clear) nur für Schweizer Wertschriften Settlement-Netting-Prozess Settlement-Netting für CSD-zentrierte Transaktionen Netting bei SIX SIS Shaping bei SIX SIS Settlement-Netting für CCP-zentrierte Transaktionen Trade-Date-Netting (TDN) und fremde/exotische Nettoverarbeitung bei ausländischen Wertschriften Shaping von ausländischen Wertschriften Abwicklung von Schweizer Wertschriften Abwicklung von Schweizer Wertschriften bei SIX SIS Abwicklungsinstruktion bei SIX SIS Bruttoabwicklung bei SIX SIS Splitting von Schweizer Wertschriften Abgleichung für Schweizer Wertschriften Abwicklung ausländischer Wertschriften in SLS Generierung von Abwicklungsinstruktionen Splitting von ausländischen Wertschriften Verspätete Lieferung Verwaltungsoperationen (Corporate Actions) Zwingende Verwaltungsoperationen (Mandatory Corporate Actions) Verwaltungsoperationen mit Wahlmöglichkeit (Elective Corporate Events) Buyer-Election im Fall von Schweizer Wertschriften Ausfall (Default) 35 xcl M1P xcl-800-d.doc 3 37

4 14.0 Britische Stempelsteuer (Stamp Duty Reserve Tax, SDRT) Betriebskalender Schnittstelle der Mitglieder zu SIX x-clear Preise 36 xcl M1P xcl-800-d.doc 4 37

5 1.0 Einleitung SIX x-clear nimmt als Zentrale Gegenpartei (Central Counterparty, CCP) für den Wertschriftenhandel im Wesentlichen die folgenden Aufgaben wahr: - Sicherstellen der Post-Trade-Anonymität zur Vermeidung von Marktverzerrungen; - Eliminieren des bilateralen Gegenparteirisikos vom Handelsdatum bis zum Abwicklungsdatum eine Anforderung, die angesichts der Internationalisierung elektronischer Handelsplattformen immer wichtiger wird; - Ermöglichen von Settlement-Netting und damit die Reduktion des Abwicklungsvolumens. Die Gewichtung dieser drei Aspekte ist von Marktteilnehmer zu Marktteilnehmer unterschiedlich und kann abhängig von den Finanzmarktentwicklungen variieren, beispielsweise im Zusammenhang mit Basel II. Neben den Netting-Funktionalitäten spielt die Risikominimierung eine wichtige Rolle. Aufgrund des vollautomatischen Zusammenführens von Aufträgen auf elektronischen Handelsplattformen («order matching») kann die Gegenpartei nicht frei gewählt werden. Das Kredit- bzw. Gegenparteirisiko ist für den einzelnen Börsenteilnehmer angesichts der zunehmenden Öffnung der Märkte immer schwieriger einzuschätzen, da die Börsenmitglieder nicht mehr einer lokal überblickbaren Gruppe angehören. Die vorliegende Dienstleistungsbeschreibung beschreibt die wesentlichen Funktionalitäten und Eigenschaften der Zentralen Gegenpartei SIX x-clear, die von SIX für Aktien- und ETF- Transaktionen an SIX Swiss Exchange angeboten werden. 1.1 Anwendungsbereich In diesem Dokument werden die Clearingdienstleistungen von SIX x-clear für Aktiengeschäfte an SIX Swiss Exchange beschrieben. Die Dienstleistungsbeschreibung der Clearingdienstleistungen für Anleihen sowie der Clearingdienstleistungen für das CCPzentrierte Post-Trade-Modell (CCP Centric Post-Trade Model) finden Sie unter > Clearing > Download Center. 2.0 Konzept der Zentralen Gegenpartei (CCP) 2.1 Clearing Das Clearing erfolgt nach dem Abschluss des Handelsgeschäftes (Matching) aber vor dessen Erfüllung (Settlement). Zweck des Clearings ist die effiziente Handhabung der Risiken, die aus den abgeschlossenen, aber noch nicht erfüllten Verträgen (auf Handelsebene) resultieren. Die Zentrale Gegenpartei tritt als Intermediär in die Verträge ein und wird zum Käufer gegenüber jedem Verkäufer bzw. zum Verkäufer gegenüber jedem Käufer. xcl M1P xcl-800-d.doc 5 37

6 2.2 Clearingmodell für an SIX Swiss Exchange ausgeführte Transaktionen SIX x-clear übernimmt das Clearing von Geschäften, die an verschiedenen Segmenten von SIX Swiss Exchange wie Blue Chips, Small & Mid Cap und Exchange Traded Funds (ETF) sowie SIX Swiss Exchange Liquidnet Services (SLS) ausgeführt werden. Die Mitglieder können ihre zentrale Gegenpartei wählen (SIX x-clear oder LCH.Clearnet). Für Mitglieder findet die Abwicklung bei einem nationalen CSD statt. Schweizer Wertschriften werden bei SIX SIS und ausländische Wertschriften über ihren entsprechenden nationalen CSD abgewickelt. Die nachfolgenden Abschnitte dieses Dokuments informieren detailliert über das Dienstleistungsangebot bezüglich Netting, Abwicklung und Member-Reporting für Schweizer und ausländische Wertschriften. 2.3 SIX x-clear als Zentrale Gegenpartei SIX x-clear ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von SIX Group. Das Unternehmen verfügt über eine Bankenlizenz nach Schweizer Recht und unterliegt damit der Regulierung bzw. der Überwachung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA). Zudem hat die britische Financial Services Authority SIX x-clear als Recognised Overseas Clearing House (ROCH) anerkannt. SIX x-clear nahm ihren operativen Betrieb im Mai 2003 auf. SIX Group bietet ein Schweizer Clearinghaus an, das vollständig in die kostengünstige und effiziente Swiss Value Chain integriert ist. Mitglieder von SIX x-clear (nachstehend xcl M1P xcl-800-d.doc 6 37

7 Mitglieder) profitieren von dieser nahtlosen Erweiterung der Swiss Value Chain ohne zusätzliche Schnittstellen sowie vom Angebot, Clearing und Abwicklung (Settlement) unter Schweizer Recht vorzunehmen. SIX x-clear bietet folgende Funktionalitäten an: - Übernahme des Gegenparteirisikos: SIX x-clear wird automatisch zur Gegenpartei für alle Mitglieder, die Börsengeschäfte mit clearingfähigen Wertschriften an SIX Swiss Exchange tätigen. Ergibt sich auf der Börsenplattform ein Abschluss des Handelsgeschäftes (Matching), entsteht zwischen den beiden Börsenteilnehmern neu kein Vertrag mehr, sondern die Zentrale Gegenpartei tritt nun in das Geschäft ein, indem sie für jeden Verkäufer zum Käufer sowie für jeden Käufer zum Verkäufer wird. - Post-Trade-Anomymität: Die Zentrale Gegenpartei nimmt als Clearinghaus eine intermediäre Stellung zwischen den Handelsparteien ein. Dies gewährleistet eine vollständige Post-Trade-Anonymität auf der Ebene der Zentralen Gegenpartei und des CSD. - Settlement-Netting: Die optionale Aufrechnung von Liefer- und Zahlungsverpflichtungen ermöglicht eine Reduktion des gesamten Abwicklungsvolumens und der Anzahl der Lieferinstruktionen. - Risikomanagement: Ein zentrales Risikomanagement dient der Ermittlung der jeweiligen Risikopositionen und Margenanforderungen an die Mitglieder. Das Net-Exposure, d.h. das Aufrechnen der Risikopositionen, verringert den Bedarf an zu hinterlegenden Sicherheiten im Vergleich zu einer Berechnung auf Brutto-Basis. 3.0 Beziehung zwischen SIX x-clear und LCH.Clearnet Limited (LCH) Im Rahmen des Clearing-Modells ist SIX x-clear eine gleichberechtigte CCP (Co-CCP) neben London Clearing House (LCH) und hat je nach Konstellation des Börsengeschäftes unterschiedliche Funktionen als Zentrale Gegenpartei (CCP) resp. Co-CCP von LCH inne: - SIX x-clear stellt die Zentrale Gegenpartei für alle Börsenabschlüsse zwischen Clearing- Teilnehmern dar, wenn beide Handelsparteien entweder Mitglied (ICM/GCM) oder Non- Clearing-Mitglied (NCM) von SIX x-clear sind. - SIX x-clear ist Co-CCP von LCH für Börsengeschäfte zwischen Clearing-Teilnehmern, wenn einer davon Mitglied von LCH ist und der andere ein Mitglied von SIX x-clear ist. 4.0 Mitgliedschaft bei SIX x-clear 4.1 Generelle Anforderungen Mitglieder von SIX x-clear können nachstehend genannte natürliche und juristische Personen werden, die im Effektenhandel bzw. dessen Abwicklung für Drittpersonen gewerbsmässig tätig und SIX Swiss Exchange-Mitglieder sowie SIX SIS-Teilnehmer sind: xcl M1P xcl-800-d.doc 7 37

8 - Banken gemäss den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Banken und Sparkassen vom 8. November 1934 (Bankengesetz), - Ausländische Banken, die einer gleichwertigen Regulierung und Aufsicht wie Banken in der Schweiz unterstehen, - Effektenhändler gemäss den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel vom 24. März 1995 (Börsengesetz), - Ausländische Effektenhändler, die einer gleichwertigen Regulierung und Aufsicht wie Effektenhändler in der Schweiz unterstehen, Zudem muss jedes Mitglied verschiedene Anforderungen hinsichtlich Hardware, Software sowie bezüglich des Gesamtsystems erfüllen. Das Aufnahmegesuch für eine Mitgliedschaft bei SIX x-clear ist schriftlich einzureichen, zusammen mit den Bestätigungen seitens SIX Swiss Exchange oder SIX SIS über die Zulassung als Börsenmitglied bzw. als SIX SIS-Teilnehmer. 4.2 Mitgliederstruktur SIX x-clear stellt zwei Kategorien von Clearing-Mitgliedschaften zur Verfügung: - Individual-Clearing-Member (ICM) - General-Clearing-Member (GCM) GCM können im Gegensatz zu ICM das Clearing für andere Börsenteilnehmer, die nicht über eine Clearing-Mitgliedschaft verfügen (so genannte Non-Clearing-Member, NCM), übernehmen. 4.3 Individual-Clearing-Member (ICM) ICM führen das Clearing für eigene Börsengeschäfte sowie für die Geschäfte ihrer Kunden durch. Hierunter fallen auch konzerninterne Geschäfte für die übrigen mit dem Konzern verbundenen Gesellschaften, sofern das Mitglied innerhalb des Konzerns zu 100% konsolidiert ist und die übrigen Konzerngesellschaften über keine Bewilligung als Effektenhändler und/oder über eine Börsenzulassung verfügen Mindestrating Ein externes langfristiges Gegenparteien-Rating von mindestens A-/A3 ist erforderlich. Als Basis gilt jeweils das zweitbeste vorhandene Rating. Falls kein externes Rating vorhanden ist, wird mittels Benchmarking ein internes Rating festgelegt. Das Rating stellt kein Ausschlusskriterium dar, hat aber Einfluss auf das Festlegen der Sicherheitsleistungen (Margining) sowie auf die Risikoprämie. xcl M1P xcl-800-d.doc 8 37

9 4.3.2 Default Fund Margining Siehe Kapitel 6.6 Cash Market Default Fund. Die Initial Margin wird laufend anhand der Nettopositionen aller offenen Verträge pro Titel des Mitglieds bestimmt. Die Berechnung der Initial Margin erfolgt auf Basis eines historischen Value-at-Risk (VaR). Die Titel werden danach für die Berechnung unterschiedlichen Risiko-Buckets zugeordnet, abhängig vom jeweiligen VaR der Effekten. Gegenläufige Positionen innerhalb eines solchen Risiko-Buckets werden verrechnet (genettet). Zusätzlich werden Risiko-Netting-Koeffizienten zwischen den einzelnen Buckets angewendet. Die detaillierte Berechnung, Validierung und Kalibrierung der Initial Margin wird weiter unten erklärt. Je nach Rating des Mitglieds erhöhen sich die Margen um den anzuwendenden Risiko-Rating-Koeffizienten. Hinzu kommt die Variation Margin, die sich aus dem Resultat der Mark-to-Market-Bewertung der Nettopositionen aller offenen Verträge pro Titel des Mitglieds ergibt. 4.4 General-Clearing-Member (GCM) GCM stehen für das Clearing eigener Börsengeschäfte, Geschäfte ihrer Kunden sowie Geschäfte von Dritten, d.h. Börsenteilnehmern ohne direkten Zugang zu einem Clearinghaus, ein. Das GCM ist dabei verantwortlich für die Einhaltung sämtlicher Bestimmungen und Regeln von SIX x-clear durch seine Non-Clearing-Mitglieder (NCM) Mindestrating Das erforderliche Mindestrating beträgt A+/A1 (im Weiteren vgl. Kapitel Mindestrating) Default Fund Margining Siehe Kapitel 6.6 Cash Market Default Fund. Siehe Kapitel Margining. Das GCM ist verpflichtet, mindestens dieselben Margen von seinen NCM d.h. in derselben Höhe wie die eigenen zu verlangen Operative Fähigkeiten Da GCM auch für Geschäfte Dritter, d.h. für ihre NCM, verantwortlich sind, muss einerseits die Funktionsfähigkeit ihrer Handels-, Betriebs- und Abwicklungssysteme sowie andererseits das Vorhandensein ausreichender personeller Ressourcen gewährleistet sein. xcl M1P xcl-800-d.doc 9 37

10 4.4.5 Informationspflicht Das GCM ist verpflichtet, gegenüber SIX x-clear die Identität der NCM offenzulegen. 4.5 Generelle Meldepflichten Das Mitglied hat SIX x-clear schriftlich zu benachrichtigen, wenn: - sich sein aufsichtsrechtlicher Status ändert, - Gründe bekannt werden, die wesentliche Änderungen bezüglich der Stabilität oder der Bonität des Mitglieds erwarten lassen, - es für die Abwicklung seiner Geschäfte einen zusätzlichen bzw. anderen CSD bestimmt, - das Einhalten von technischen Anforderungen nicht mehr möglich ist. Jedes Mitglied ist verpflichtet, SIX x-clear jährlich seinen Geschäftsbericht unaufgefordert zuzustellen. 5.0 Depot-/Kontostruktur 5.1 Clearing Unabhängig von heute schon bestehenden Konto- bzw. Depotverbindungen zu SIX SIS oder anderen Abwicklungsorganisationen benötigt jedes Mitglied für das Clearing durch SIX x-clear bestimmte Konten und Depots. Für alle Konten und Depots werden die Positionen aus Geschäften an SIX Swiss Exchange jeweils konsolidiert geführt. Die nachstehend aufgeführten Konten/Depots werden im Auftrag und auf Rechnung von SIX x-clear bei SIX SIS geführt Clearing-Accounts Margining Die offenen Positionen des Mitglieds werden mittels Clearing-Accounts erfasst. Diese werden pro Anlageklasse innerhalb der Clearing-Accounts und getrennt nach Aktien und Anleihen gehalten. Die Mitglieder, die GCM sind, haben die Möglichkeit, das Clearing ihrer eigenen Transaktionen in einem Home-Clearing-Account vorzunehmen und das Clearing von Kundentransaktionen (von NCMs) in einem Client-Clearing-Account Hinterlagen-Konten/-Depots (Collateral-Accounts) für Margen SIX x-clear eröffnet bei SIX SIS pro Mitglied auf den Namen von SIX x-clear lautende Collateral-Accounts. Diese Konten dienen der Übertragung und Bestandshaltung der gestellten Margin-Sicherheiten. Das Collateral wird als irreguläres Pfand mit xcl M1P xcl-800-d.doc 10 37

11 Rückerstattungsanspruch an SIS SIX x-clear übertragen bzw. zediert. SIX x-clear wird damit Eigentümerin des Collaterals. Die folgenden Collateral-Accounts stehen dem Mitglied zur Verfügung: 1. Custody-Collateral-Account Die Übertragung von Sicherheiten in Form von Wertschriften kann durch Übertragung aus dem Depot des Mitglieds bei SIX SIS erfolgen. 2. Cash-Collateral-Account - Die Geldüberträge können von einem Konto bei SIX SIS oder Swiss Interbank Clearing (SIC) erfolgen. - Geldüberträge in GBP oder EUR können von einem bei einer britischen Protected Payment System Bank (PPS Bank) eröffneten/geführten Konto eines Clearing-Mitglieds erfolgen. 3. Dispo-Collateral-Account SIX x-clear eröffnet bei SIX SIS für jedes Mitglied entsprechende Dispo-Collateral- Accounts. Diese lauten auf den Namen des Mitglieds und sind mit den SIX x-clear Collateral-Accounts des Mitglieds verknüpft. 4. Default-Fund-Collateral-Account SIX x-clear eröffnet bei SIX SIS für jedes Mitglied ein Collateral-Account für den SIX x-clear Default Fund. Das Konto lautet auf den Namen des Mitglieds. Die Bestände dieses Collateral-Accounts werden mittels regulären Pfandrechtes an SIX x-clear verpfändet. Für nähere Informationen zu den benötigten Konten und Depots sei auf die Clearingbestimmungen von SIX x-clear für SIX Swiss Exchange verwiesen. 5. Collateral-Accounts für Linked Margin Element (LME) Für Mitglieder, die zur Erfüllung der Link-Margin-Element-Anforderungen den Collateral- Management-Service von SIX SIS in Anspruch nehmen, eröffnet SIX x-clear bei SIX SIS Collateral-Accounts im Namen von SIX x-clear. Diese Collateral-Accounts werden zur Übertragung der hinterlegten Linked Margins verwendet. Das Collateral wird mittels irregulären Pfandrechtes an SIX x-clear übertragen, welches SIX x-clear zur Wiederverwendung des Collaterals berechtigt. xcl M1P xcl-800-d.doc 11 37

12 6.0 Risikomanagement SIX x-clear übernimmt als Zentrale Gegenpartei das Risiko auf der Kauf- bzw. Verkaufsseite und ist gegenüber dem jeweiligen Mitglied bei Börsengeschäften beidseitig für die Erfüllung der geld- oder titelmässigen Verpflichtung verantwortlich. SIX x-clear garantiert dabei die Erfüllung dieser Verpflichtungen auch bei Default eines Mitglieds, nicht aber die termingerechte Abwicklung der Transaktionen am geplanten Abwicklungsdatum («intended settlement date»). 6.1 Ziele/Überblick Primäres Ziel ist es, durch ein effektives und präzises Risikomanagement die möglichen Risiken zu minimieren. Bei Ausfall eines Mitglieds soll das Risiko in erster Linie durch das ausfallende Mitglied selbst getragen werden. Die Risikominimierung erfolgt deshalb mittels folgender Massnahmen: - Absichern des zu erwartenden Marktrisikos infolge Ausfalls eines Mitglieds durch die vom Mitglied selbst hinterlegten Margen und Sicherheiten - Schutz vor unvorhersehbaren Verlusten mittels gepfändeter Sicherheiten im Default Fund 6.2 Risikomanagement-Prozess Die nachstehende Abbildung zeigt eine Übersicht des Risikomanagement-Prozesses: xcl M1P xcl-800-d.doc 12 37

13 6.3 Offene Positionen 6.4 Margen Die Initial Margin und die Variation Margin werden aufgrund der offenen Positionen eines Clearing-Accounts eingefordert. Sämtliche nicht abgewickelte Transaktionen im Clearing- Account eines Mitglieds werden pro ISIN und Transaktionswährung in einer so genannten «offenen Position» zusammengefasst. Demzufolge enthält ein Clearing-Account in der Regel eine offene Position pro gehandelte ISIN. Die offenen Positionen werden durch SIX x-clear in Echtzeit berechnet und beinhalten auch Ansprüche aus nicht abgewickelten Verwaltungsoperationen (Corporate Actions). Die folgenden Transaktionen bewirken Veränderungen in den offenen Positionen eines Clearing-Accounts: - Eine clearingfähige SIX Swiss Exchange-Transaktion - Abwicklung solcher Transaktionen - Einforderung von Anrechten im Zusammenhang mit Corporate Actions durch SIX x-clear, wenn eine Berechtigung zu Anrechten/Kompensationen aufgrund einer entsprechenden Corporate Action besteht - Abwicklung/Verbuchung solcher Anrechte/Kompensationen - Annullierung einer SIX Swiss Exchange-Transaktion (eine Annullierung kann durch Netting, eine Umwandlung einer Corporate Action oder eine Annullierung durch SIX Swiss Exchange bedingt sein) - Abwicklungsinstruktion, die aufgrund von Anrechten generiert wird Mit der Berechnung der offenen Positionen werden alle nicht abgewickelten Transaktionen verrechnet (Netting), soweit diese dasselbe Clearing-Account und dieselbe ISIN und Währung betreffen. Somit ist es in Bezug auf die offenen Positionen eines Clearing-Accounts unerheblich, ob ein Mitglied für die Abwicklung seiner Transaktionen das Netting-Verfahren gewählt hat oder nicht. Ein Clearing-Mitglied hat die Möglichkeit, täglich (bei Tagesendverarbeitung) eine Übersicht über seine offenen Positionen in den Report- Formaten RDXL040 oder RDXL050 zu erhalten. Das Total aller Margenanforderungen (Total Margin) ergibt sich aus der in Echtzeit ermittelten Initial Margin, multipliziert mit dem Lambda-Faktor und dem Risiko-Rating- Koeffizienten, plus der Variation Margin. Das Risikomanagement wird wie folgt vorgenommen: - Berechnung, Validierung und Kalibrierung von Margenanforderungen - Bewertung der hinterlegten Sicherheiten (Collateral) - Prüfung der Margenabdeckung xcl M1P xcl-800-d.doc 13 37

14 - Margin-Call bei unzureichenden Margen Die tägliche Bewertung der Sicherheiten erfolgt üblicherweise aufgrund des Schlusskurses am Vortag. Je nach Marktverhältnissen findet auch mehrmals täglich eine Bewertung statt. Die Initial Margin dient als Sicherheit, um zukünftige Kursschwankungen (Marktrisiken) zwischen dem allfälligen Default eines Mitglieds und der Glattstellung der offenen Titelpositionen durch die Zentrale Gegenpartei (CCP) aufzufangen, während die Variation Margin die Sicherheitsleistungen den aktuellen Marktpreisen rückwirkend anpasst. Die Variation Margin deckt die Bewertungsbewegungen (Mark-to-Market) der offenen Positionen eines Clearing-Mitglieds. Sie hilft der CCP, sich gegen Verluste aufgrund der offenen Positionen eines Clearing-Mitglieds zu schützen. Falls aus einer offenen Position eines Clearing-Mitglieds aufgrund günstiger Preisbewegungen ein Gewinn resultiert, wird die Variation Margin mit der erforderlichen Initial Margin verrechnet. Die Margenanforderung des Mitglieds wird in CHF berechnet. SIX x-clear berücksichtigt das Währungsrisiko beim Mark-to-Market und verwendet die aktuellen Wechselkurse, um die gesamte Margenanforderung der Mitglieder zu ermitteln. Die Wechselkurse werden stündlich in nahezu Echtzeit geliefert und jede Stunde neu ermittelt. Die gesamthaft erforderlichen Margen (Total Margins) werden ebenfalls stündlich anhand der aktuellen Wechselkurse neu berechnet. 6.5 Berechnung der Margen Die an SIX Swiss Exchange bestehenden Nettopositionen aller offenen Verträge pro ISIN werden laufend berechnet, d.h. bei jeder Positionsveränderung erfolgt automatisch eine Aktualisierung der Werte. Diese offenen Positionen sowie noch nicht abgewickelte Corporate Actions bilden die Basis für die Berechnung der Initial Margin und der Variation Margin. Es gilt zu beachten, dass sowohl die Initial Margin als auch die Variation Margin immer für alle von SIX x-clear bedienten Börsen konsolidiert berechnet werden In Echtzeit ermittelte Initial Margin (IM) Die Berechnung der Initial Margin beruht auf dem VaR der entsprechenden Titel. Gemäss diesem System werden die Margen je nach Volatilität der Wertschriften differenziert und in Echtzeit belastet. SIX x-clear berechnet die offenen Positionen und Margen für Aktien und Anleihen separat. Der VaR für Aktien und ETFs basiert auf der historischen Preisänderung der Effekten. Value-at-Risk definiert das grösstmögliche Verlustrisiko eines Portfolios auf Basis des angestrebten Konfidenzniveaus. Ist der 2-Tages-VaR von Nestlé 5.6% bei einem Konfidenzniveau von 99%, bedeutet dies, dass die 2-Tages-Preisveränderung von Nestlé nur einmal innerhalb von 100 Beobachtungen den Wert von 5.6% übersteigt. Für jede zum Clearing zugelassene Effekte wird der 2-Tages-VaR periodisch unter Anwendung der historischen Preisentwicklung berechnet. Neben dem langfristigen VaR, der xcl M1P xcl-800-d.doc 14 37

15 auf der Preisentwicklung der letzten zwei Jahre (ca. 500 Börsentage) basiert, wird zusätzlich ein kurzfristiger VaR, basierend auf der Preisentwicklung der letzten drei Monate (ca. 63 Börsentage), berechnet. Bei Effekten, welche nicht Handelspreise von mindestens 250 Börsentagen während der vergangenen zwei Jahre aufweisen, liegt der vermutete VaR beim Risiko-Bucket 3 (BU03). Die entsprechende Initial Margin wird auf die Nettoposition dieser Effekten angewandt. Der VaR eines Titels wird wie folgt berechnet: - Berechnung der historischen 2-Tages-Rendite mittels einer 2-jährigen bzw. einer 3- monatigen Preishistorie - Aufreihung der 2-Tages-Renditen in aufsteigender Form (grösste negative Rendite zuerst) - Von den 500 Preisentwicklungen über zwei Tage wird der sechstgrösste Negativwert ausgewählt, d.h. dies ist der Wert, der nur in 1% aller Fälle überschritten wird. Die Feststellung des kurzfristigen VaR erfolgt ebenfalls auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99%. Bei abweichenden Werten für den kurzfristigen bzw. langfristigen VaR pro ISIN wird der grössere der beiden Werte berücksichtigt. Der VaR wird mindestens wöchentlich neu kalkuliert und angepasst. Ist die Marktsituation turbulent, kann der VaR nötigenfalls auch täglich berechnet werden Risiko-Buckets Wertschriften werden in Risiko-Buckets gruppiert und abhängig vom VaR eines Titels einem Risiko-Bucket zugeordnet. Dabei werden die folgenden sechs Risiko-Buckets und Parameter verwendet: Für Aktien und ETFs Bucket-Name Mindest-VaR Maximaler VaR Initial Margin (%) BU BU BU BU BU BU und höher Die Bildung dieser Risiko-Buckets erfolgt immer nach der Berechnung des VaR, welcher wöchentlich kalkuliert wird Risiko-Netting-Koeffizient I (Intra-Bucket-Netting-Koeffizient oder Intra-BNC) Gegenläufige offene Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets, d.h. eine Netto-Long- Position in einem Titel bzw. eine Netto-Short-Position in einem anderen Titel, reduzieren das Marktrisiko dieser offenen Positionen insgesamt. Es besteht keine perfekte positive Korrelation zwischen den einzelnen Titeln innerhalb eines Risiko-Buckets. Es wird deshalb xcl M1P xcl-800-d.doc 15 37

16 mittels des Risiko-Netting-Koeffizienten I eine durchschnittliche Korrelation innerhalb eines Risiko-Buckets abgebildet und diese kommt zum Tragen. Gegenläufige offene Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets werden unter Anwendung dieses Intra-Bucket-Netting- Koeffizienten genettet. Das nachstehende Beispiel erläutert diesen Prozess unter Verwendung eines Intra-BNC von 0.8. Risiko- Bucket BU02 BU03 Titel Long oder Short Offener Betrag (CHF) Initial Margin (%) Initial Margin (CHF) Initial Margin des Risiko-Buckets (CHF) A Long (52.5 * 0.80) = 7.50 B Short C Long (50 * 0.80) = D Short Formel: Initial Margin des Risiko-Buckets = Der höhere Wert von «Bucket IMLong» oder «Bucket IMShort», abzüglich des kleineren Wertes multipliziert mit dem Risiko-Netting- Koeffizienten I, d.h. - Bucket IMLong ist die Summe der Initial Margins aller Long-Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets - Bucket IMShort ist die Summe der Initial Margins aller Short-Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets Der tiefere Wert (von Bucket IMLong und Bucket IMShort) multipliziert mit dem Risiko- Netting-Koeffizienten I entspricht der Reduktion der Margen für gegenläufige Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets Risiko-Netting-Koeffizient II (Inter-Bucket-Netting-Koeffizient oder Inter-BNC) Gegenläufige Positionen innerhalb eines Risiko-Buckets bedeuten eine Minderung des Marktrisikos, dies gilt auch bei gegenläufigen Positionen von unterschiedlichen Risiko- Buckets. Dieser Inter-Bucket-Netting-Koeffizient II wird über die verschiedenen Risiko- Buckets hinweg angewandt, wenn gegenläufige Nettopositionen in diesen Risiko-Buckets bestehen. Diese reduzieren die Initial Margin-Anforderung. Der Risiko-Netting-Koeffizient II wird für die berechneten Margen pro Risiko-Bucket verwendet. xcl M1P xcl-800-d.doc 16 37

17 Im nachstehenden Beispiel wird ein Inter-Bucket-Netting-Koeffizient von 0.4 angewendet: Risiko- Bucket BU02 BU03 Titel Long oder Short Offener Betrag (CHF) Initial Margin (%) Initial Margin (CHF) Initial Margin des Risiko- Buckets (CHF) Netto- Bucket- Margin (CHF) A Long (52.5 * ) = B Short C Long (50 * Short ) = D Inter- Total Bucket- Initial Margin- Margin Offset (CHF) (CHF) * 0.40 = = Jedes Risiko-Bucket hat ein «Net Bucket IM», das positiv oder negativ sein kann. Positive Werte des «Net Bucket IM» sollten über alle Risiko-Buckets hinweg addiert werden. Daraus resultiert der «Total Net Long IM». Ebenso sollten negative Werte von «Net Bucket IM» über alle Risiko-Buckets hinweg addiert werden, um die «Total Net Short IM» zu ermitteln. Der kleinere der beiden Werte (absolut) mit dem Inter-Bucket-Netting-Koeffizienten multipliziert ergibt den Wert, um den die Margen reduziert würden (Inter-Bucket-Reduktion). Total IM = (IM für jedes Risiko-Bucket) abzüglich «Inter-Bucket Margin Offset», wobei - «(IM für jedes Risiko-Bucket)» die Summe der Margen für alle Risiko-Buckets ist. «IM für jedes Risiko-Bucket» hat den Effekt eines Intra-BNC. - «Inter-Bucket Margin Offset» den Betrag bezeichnet, um den die Margen reduziert würden, um der Gegenläufigkeit von Nettopositionen über Risiko-Buckets hinweg Rechnung zu tragen = (der kleinere Wert von «Total Net Long IM» oder «Total Net Short IM») * Inter-BNC. - «Total Net Long IM» die absolute Summe der «Net Bucket IM» ist, wenn die «Net Bucket IM» positiv ist. - «Total Net Short IM» die absolute Summe der «Net Bucket IM» ist, wenn die «Net Bucket IM» negativ ist. - «Net Bucket IM» die Summe der IM aller Effekten innerhalb eines Risiko-Buckets (mit Vorzeichen) ist Validierung und Kalibrierung der Initial Margin Die Berechnung der Initial Margin in Echtzeit wird durch einen Margenvalidierungs- und - kalibrierungsprozess ergänzt, der täglich bis zu sechs (sofort, soweit erforderlich) risikofaktorbasierte Monte-Carlo-Simulationen der Margenanforderungen durchführt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine unabhängige und portfoliobasierte Beurteilung der Margenanforderung und einen Vergleich mit den anfänglichen Margen (Initial Margins), die mit dem Echtzeit-Margining-Modul berechnet werden. SIX x-clear behält sich vor, die xcl M1P xcl-800-d.doc 17 37

18 Margenanforderungen auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Margenvalidierung anzupassen Simulationstechnik Die Berechnung der Initial Margin in Echtzeit basiert im Wesentlichen auf historischen Volatilitäten der zugrundeliegenden Instrumente, Volatilitätsbuckets und statischem Intra- Bucket- und Inter-Bucket-Netting. Das Margenvalidierungs- und -kalibrierungsmodul von SIX x-clear nutzt eine Monte-Carlo-Simulationstechnik für eine moderne, portfoliobasierte Bewertung des Wiedereindeckungsrisikos der Clearing-Portfolios. Diese Simulationstechnik berücksichtigt die aktuellen Volatilitäten und Korrelationen zwischen den Risikofaktoren. Zudem werden die aktuelle Regressionszuordnung der Renditen der zugrundeliegenden Wertschriften in den Clearing-Portfolios zu den Renditen der Risikofaktoren sowie das verbleibende intrinsische Risiko der Wertschriften berücksichtigt. Die Methode des Initial-Margin-Validierungs- und -kalibrierungsmoduls von SIX x-clear wird in den Clearingbestimmungen von SIX x-clear ausführlich beschrieben Anpassung der Initial Margins SIX x-clear kann die Margenanforderung für die Initial Margin auf der Grundlage der Ergebnisse der in Kapitel Simulationstechnik beschriebenen Margenvalidierung anpassen. Zu diesem Zweck wurde ein Skalierungsfaktor (Lambda) implementiert, um die Initial Margins mit dem Portfolio-VaR (der mit dem Margenvalidierungsmodul berechnet wird) der offenen Positionen des Clearing-Mitglieds abzustimmen. Die Anpassung der Margenanforderung durch Lambda basiert auf einem Vergleich der Initial Margin (die mit dem Echtzeit-Margining-Modul berechnet wird) mit dem aus dem Margenvalidierungsmodul abgeleiteten Portfolio-VaR. Das bedeutet: Die in Echtzeit ermittelte Initial Margin ( IM ) wird mit dem Portfolio-VaR der offenen Positionen verglichen und der Lambda-Wert, der zur Anpassung der Margenanforderung verwendet wird, errechnet sich wie folgt: VaR IM Beispiel: Angenommen, die Initial Margin eines Mitglieds (die mit dem Echtzeit-Margining- Modul berechnet wird) beträgt CHF 5 Mio. und der Portfolio-VaR aus dem Margenvalidierungsmodul beträgt CHF 5.5 Mio. Zur Anpassung der Margenanforderung für die Initial Margin an die Höhe des Portfolio-VaR wird die Initial Margin des Mitglieds mit dem Faktor 1.1 (= CHF 5.5 Mio. / CHF 5 Mio.) skaliert, so dass die angepasste Initial Margin CHF 5.5 Mio. entspricht. Um prozyklische Wirkungen zu vermeiden, ist jedoch der Lambda-Wert, der zur Skalierung der Initial Margins verwendet wird, nie kleiner als 1. xcl M1P xcl-800-d.doc 18 37

19 Die Anpassungen des Lambda und des Risiko-Rating-Koeffizienten sind grundsätzlich voneinander unabhängig, d.h. die Regelung zur Anpassung des Risiko-Rating-Koeffizienten bleibt von der Margenkalibrierung durch den Lambda-Faktor unberührt Aufgliederung der Initial-Margin-Anforderung im Kunden-Reporting Nachdem die Initial Margin für ein Mitglied mit dem Echtzeit-Margining-Modul berechnet wurde (= Clean Initial Margin), werden mit Hilfe der nachstehenden Formeln mit dem Lambda-Faktor und dem Risiko-Rating-Koeffizienten die zusätzlichen Margen abgeleitet. IM λ = IM CL x (λ - 1) IM RC = (IM CL + IM λ ) x (RC 1) Die den Clearing-Mitgliedern mitgeteilte Total Initial Margin wird in die folgenden drei additiven Elemente zerlegt: IM = IM CL + IM RC + IM λ Wobei: λ= Lambda-Faktor für die Kreditgruppe des Mitglieds RC = Risk Rating Coefficient (Risiko-Rating-Koeffizient) des Clearing-Mitglieds IM CL = Clean Initial Margin (Bereinigte Initial Margin), wie vom Echtzeit-Margining-Modul berechnet IM λ = Zusätzliche Initial Margin nach Berücksichtigung des Lambda-Faktors IM RC = Zusätzliche Initial Margin nach Berücksichtigung des Risiko-Rating-Koeffizienten (RC) Eine ausführliche Erläuterung der Margenkalibrierung mit dem Lambda-Faktor finden Sie im betreffenden Kapitel der Clearingbestimmungen von SIX x-clear Variation Margin (VM) Die Berechnung der Variation Margin erfolgt mehrmals täglich, in der Regel stündlich, sowie am Tagesanfang und -ende auf Grundlage der aktuellen Kurs-/Marktentwicklungen (Mark-to- Market), basierend auf den Nettopositionen aller offenen Verträge pro ISIN. Im Small & Mid Cap- und CHF-Anleihenssegment wird die VM aufgrund von Geld-/Brief-Kursen berechnet Total Margin Das Total der benötigten Margen für jede Kreditgruppe wird wie folgt berechnet: Total Margin = (Initial Margin * Lambda * Risiko-Rating-Koeffizient) + Variation Margin Hat ein Mitglied also einen «Gewinn» bei der Variation Margin aufgrund günstiger Marktentwicklungen erzielt, wirkt sich dies reduzierend auf die insgesamt nötigen Margen aus. Die Margenanforderung kann aber nie unter Null fallen. xcl M1P xcl-800-d.doc 19 37

20 Üblicherweise wird ein Risiko-Rating-Koeffizient von 1.0 angewandt, sofern der Teilnehmer über ein Rating von A- oder besser verfügt. Für Mitglieder mit einem tieferen Rating wird der Koeffizient entsprechend erhöht. Bei extrem einseitigen und hohen Netto-Long- oder Short-Positionen eines Mitgliedes kann der Risiko-Rating-Koeffizient temporär erhöht werden. Solche Massnahmen werden dem Mitglied mündlich mitgeteilt und gelten nur für die Dauer der nötigen Abwicklung dieser Positionen. Im Weiteren kann der Risiko-Rating-Koeffizient generell für alle Mitglieder bei ausserordentlichen Marktsituationen oder bei Anweisung durch die zuständige Regulierungsbehörde erhöht werden Margin-Calls Falls die Margenanforderungen höher sind als der Wert der hinterlegten Sicherheiten, wird automatisch ein Margin-Call in Echtzeit ausgelöst und die Differenz eingefordert. Ein Margin-Call ist spätestens innerhalb Stundenfrist nach Aufforderung zu erfüllen und erfolgt ausschliesslich durch (geldmässige) Direktbelastung des SIC-Kontos oder eines Kontos bei SIX SIS (mittels Einzugsermächtigung). Bei Nichterfüllen eines Margin-Calls hat SIX x-clear die Möglichkeit, dem Mitglied den Default zu erklären. 6.6 Cash Market Default Fund Die Initial Margin und die Variation Margin sollten zusammen alle erwarteten Marktrisiken abdecken, die durch den Ausfall eines Mitglieds entstehen können. Allerdings besteht keine Gewähr, dass eine aus Zahlen der Vergangenheit berechnete Initial Margin allen zukünftigen Kursentwicklungen bei extremen Marktverhältnissen standhält. Deshalb wird zusätzlich ein Default Fund eingerichtet, der als Sicherheit für nicht vorhersehbare Risiken und Verluste dient. Insbesondere dient der Default Fund auch der Abdeckung des systemischen Risikos (Dominoeffekt). Es wird ein einheitlicher Default Fund für Cash Markets (Aktien und Anleihen) unterhalten. Deshalb müssen Teilnehmer, die in mehreren Segmenten handeln, nur einen einzigen Beitrag leisten. Der Default Fund wird durch Beiträge der Mitglieder unterhalten. Die Beitragshöhe jedes Clearing-Mitglieds an den Default Fund basiert zum einen auf der Mitgliedschaftskategorie (ICM/GCM), zum anderen wird ein eher risikosensitiver Ansatz verwendet, wobei der Default- Fund-Beitrag auf Basis der Durchschnittlichen Initial Margin des Mitglieds der letzten 30 Geschäftstage (Business Days) bzw. der letzten 90 Business Days berechnet wird, je nachdem, welche höher ist. Im Falle einer Anpassung der Beitragshöhe wird das Mitglied benachrichtigt. Die Anpassung hat innerhalb der mitgeteilten Periode zur erfolgen. Falls die Erhöhung nicht innerhalb des geforderten Zeitraums erfolgt, wird SIX x-clear einen Margin- Call (Nachschuss-Aufforderung) senden und eine Direktbelastung durchführen. xcl M1P xcl-800-d.doc 20 37

21 Eine ausführliche Erläuterung der Berechnung des Default-Fund-Beitrags finden Sie im betreffenden Kapitel der Clearingbestimmungen von SIX x-clear. Das untenstehende Diagramm zeigt den Ansatz von SIX x-clear hinsichtlich der Beiträge an den Default Fund. Bei unzureichenden Margen werden der Default-Fund-Beitrag des ausfallenden Mitglieds und/oder die Beiträge aller übrigen Mitglieder zur Erfüllung der Verpflichtungen des ausfallenden Mitglieds eingesetzt. Beiträge an den Default Fund von SIX x-clear sind durch Geld oder Wertschriften sicherzustellen. Der Beitrag an den Default Fund kann mittels Hinterlage kuranter Wertpapiere in einem separaten Depot geleistet werden. Die entsprechenden Wertpapiere werden täglich neu bewertet (Mark-to-Market) und der Belehnungswert darf die jeweilige Höhe der notwendigen Beitragsleistung nicht unterschreiten. Massgebend für die Berechnung des Wertes ist der jeweilige Marktwert und nicht der Nominalwert der hinterlegten Wertschriften. Unterschreitungen aufgrund der Marktbewertung lösen eine Nachschusspflicht (Margin-Call) aus, die innerhalb vorgegebener Fristen zu erfüllen ist. Default-Fund-Beiträge werden mittels eines regulären Pfandrechtes gesichert. xcl M1P xcl-800-d.doc 21 37

22 6.6.1 Anpassungspflicht Für jedes Mitglied bestehen zugunsten des Default Fund Anpassungspflichten. Die Beitragshöhe jedes Clearing-Mitglieds an den Default Fund basiert zum einen auf dessen Durchschnittlicher Initial Margin der letzten 30 Business Days bzw. der letzten 90 Business Days, je nachdem, welche höher ist, und Änderungen der Durchschnittlichen Initial Margin können Anpassungen der Default-Fund-Beiträge auslösen. Zum anderen ziehen Kursschwankungen, die negative Wertveränderungen der hinterlegten Sicherheiten zur Folge haben, eine Nachschusspflicht seitens des Mitglieds nach sich. Jede Beanspruchung des Default-Fund-Segments sei sie eine vollständige oder eine teilweise die durch den Default eines SIX x-clear-mitglieds verursacht wird, führt bei jedem Non-Defaulting-Mitglied von SIX x-clear zur Verpflichtung, dieses Default-Fund-Segments durch Ergänzende Beiträge (Supplementary Contributions) aufzustocken und somit den Gesamtbetrag des Default-Fund-Segments wieder auf das zum Zeitpunkt der Neuermittlung erforderliche Niveau zu erhöhen («Wiederaufstockungspflicht»). Diese Ergänzenden Beiträge können gesamthaft oder bei Bedarf in Teilbeträgen eingefordert werden. SIS x-clear kann generell im Falle der ein- oder mehrmaligen Beanspruchung des Default Fund eine Wiederaufstockung fordern. Die Wiederaufstockungspflicht wird jeweils verhältnismässig (prozentueller Mitgliedsbeitrag zum bestehenden Gesamtvolumen des Default Fund) berechnet. Die Neuermittlung wird fünf Business Days vor dem Ende der Nachfrist (Cooling-off Period) (gemäss nachstehender Definition) vorgenommen. Nach einer vollständigen oder teilweisen Beanspruchung eines Default-Fund-Segments beginnt eine Cooling-off Period von 20 Business Days. In diesem Zeitraum werden die Non-Defaulting-Mitglieder von SIX x-clear von der Pflicht entbunden, Ergänzende Beiträge betreffend diese Beanspruchung zu leisten. 6.7 Defense Lines Neben der Initial Margin, der Variation Margin sowie dem Default Fund bestehen seitens SIX x-clear weitere Möglichkeiten, um Verluste aufzufangen. Die Defense Lines von SIX x-clear kommen in der aufgeführten Reihenfolge zum Einsatz: - Vom ausfallenden SIX x-clear-mitglied zur Verfügung gestellte Margen - Default-Fund-Beiträge des ausfallenden SIX x-clear-mitglieds an den Default Fund - Maximal 25 Prozent des Kapitals von SIX x-clear (wie im Schweizer Recht definiert, insbesondere im FINMA-Rundschreiben 15/1 «Rechnungslegung - Banken») - Default-Fund-Beiträge des nicht ausfallenden SIX x-clear-mitglieds an den Default Fund zu Gunsten des Default Fund - Zusätzliches Collateral (unabhängig davon, ob es sich um Zulässiges Collateral handelt oder nicht), das aus der Wiederaufstockung des Default Fund entsteht xcl M1P xcl-800-d.doc 22 37

23 - Die restlichen Rückstellungen von SIX x-clear sowie ihr Kapital und ihre Reserven Die Defense Lines bzw. der Default Fund sollen systemische Risiken (Dominoeffekt) für den gesamten Finanzmarkt verhindern. 7.0 Zugelassene Collateral-Arten SIX x-clear akzeptiert in der Regel verschiedene Collateral-Arten als Zulässiges Collateral (Permissible Collateral). Für weitere Angaben wird auf die separaten Regeln der Belehnungsnormen (Belehnungsnormen für SIX x-clear AG und SIX SIS AG) verwiesen, die auf der Website von SIX x-clear unter > Clearing abgerufen werden können. Hinterlegtes zulässiges Collateral wird zum Marktwert angesetzt, der einem Haircut unterliegt. Aufgrund der anwendbaren Gesetze können Wertschriften und andere Instrumente, die in den USA emittiert wurden, nicht als Sicherheiten akzeptiert werden. Zulässiges Collateral muss 15 Tage vor Endfälligkeit des jeweiligen als Collateral eingereichten Instruments ersetzt werden. Hat ein als Collateral eingereichtes Instrument die Fälligkeit erreicht, gilt es nicht mehr als ausreichend, um die Margenanforderungen des SIX x-clear-mitglieds zu erfüllen. Für Anleihen gilt, dass diese grundsätzlich zum Repo-Handel der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zugelassen sein müssen. 8.0 Open-Offer Andere Sicherheiten werden auf Anfrage fallweise durch SIX x-clear geprüft. 8.1 Prinzipien des Open-Offer Ein Open-Offer bringt mit sich, dass aus dem Matching ausschliesslich Verträge zwischen der Zentralen Gegenpartei und deren Clearing-Mitgliedern entstehen. 8.2 Open-Offer bei SIX x-clear SIX x-clear bietet an, als Zentrale Gegenpartei in die aufgrund des Matchings an SIX Swiss Exchange zusammengeführten Börsenaufträge einzutreten, sofern beide Matching-Parteien entweder Mitglieder oder NCM von SIX x-clear sind. Eine ausführliche rechtliche Erklärung zum Open-Offer und den damit verbundenen Mechanismen sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von SIX x-clear enthalten. 9.0 Off-Order-Book-Transaktionen SIX x-clear tritt als Zentrale Gegenpartei bei SIX Swiss Exchange-Transaktionen clearingfähiger Effekten ein, auch wenn diese ausserhalb des Auftragsbuches getätigt werden, jedoch unter der Bedingung, dass sie in der Zeit von Uhr und Uhr (MEZ) regelkonform zustande kommen und gemeldet werden. Eine auf diesem Weg xcl M1P xcl-800-d.doc 23 37

24 zwischen zwei SIX Swiss Exchange-Teilnehmern zustande gekommene Transaktion führt zu einem bilateralen Vertrag zwischen den beiden SIX Swiss Exchange-Teilnehmern. Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Vertrag aufgehoben und SIX x-clear tritt als Zentrale Gegenpartei ein. Dabei entstehen zwei Verträge, einerseits zwischen dem verkaufenden Mitglied und SIX x-clear sowie andererseits zwischen SIX x-clear und dem kaufenden Mitglied. Ausserhalb der oben erwähnten Clearing-Zeiten tritt SIX x-clear nicht in die Transaktion ein und es erfolgt kein Clearing bzw. die Geschäfte werden wie bis dahin bilateral zwischen den zwei Handelsparteien abgewickelt Competitive Clearing Bei SIX Swiss Exchange handelt es sich um einen Handelsplatz in einem interoperativen Clearing-Markt (zur Zeit für Transaktionen in Aktien und ETFs) mit mehr als einer CCP. Wenn Mitglieder in interoperativen Märkten handeln, kann aufgrund unterschiedlicher CCP- Mitgliedschaften der involvierten Parteien ein Inter-CCP-Exposure zwischen zwei und mehreren CCPs entstehen. Solche Inter-CCP-Exposures müssen in Form von zusätzlichen Vermögenswerten gedeckt werden, unabhängig und getrennt von anderem durch das SIX x-clear-mitglied zur Erfüllung der Anforderungen von Co-CCPs in Bezug auf Inter-CCP- Exposures zur Verfügung gestelltem Collateral. Zusätzlich zur Bereitstellung von Margen und Default-Fund-Beiträgen ist jedes Mitglied von SIX x-clear verpflichtet, Beiträge zur Finanzierung von Inter-CCP-Collateral zur Verfügung zu stellen. Die Collateral-Anforderungen für die Inter-CCP-Exposures vom Co-operating Clearing House (Co-CCP) und/oder der Zentralen Gegenpartei werden von den Clearing-Mitgliedern in Form des Link Margin Element eingenommen. Der Betrag, den SIX x-clear zur Deckung der gesamten Co-CCP-Collateral-Anforderungen aller SIX x-clear-mitglieder für alle interoperativen Märkte festgelegt hat, wird Link Margin genannt. Der individuelle Beitrag des SIX x-clear-mitglieds wird Link Margin Element (LME) genannt. Das Link Margin Element wird monatlich anhand des verhältnismässigen Anteils der Link Margin ermittelt, auf Basis der Durchschnittlichen Initial Margin (AIM) des Mitglieds im Verhältnis zur Durchschnittlichen Initial Margin (AIM) aller SIX x-clear-mitglieder. Die von SIX x-clear festgesetzte Link Margin gilt so lange, bis eine neue Link Margin für notwendig erachtet wird, zum Beispiel bei unerwarteten Schwankungen der Margenanforderungen für SIX x-clear im Rahmen des Link-Vertrags bzw. der Link-Verträge. Die Berechnung des individuellen Finanzierungsbeitrags basiert auf der Durchschnittlichen Initial Margin des Mitglieds in den vorausgegangenen 30 Business Days. Dies wird in den Clearingbestimmungen im Detail erläutert. xcl M1P xcl-800-d.doc 24 37

25 11.0 Abwicklung 11.1 Einleitung zur Abwicklung SIX x-clear bietet ihren Mitgliedern das Clearing von ausgeführten Geschäften mit clearingfähigen Wertschriften an, die innerhalb des vom betreffenden Handelsplatz definierten Clearing-Zeitraums abgeschlossen werden. Die Abwicklung der mit Wertschriften abgeschlossenen Transaktionen, die vom Clearing ausgeschlossen sind, erfolgt nach dem Non-CCP-Abwicklungsmodell des Handelsplatzes, wobei die Transaktion bilateral zwischen den beiden Handelsparteien abgewickelt wird Abwicklungsorganisation In den Segmenten Small & Mid Caps, CHF-Anleihen, Schweizer Wertschriften in SLS, Blue Chips und ETF ist die Abwicklung nur über SIX SIS möglich. Alle Abwicklungsinstruktionen für T2S-fähige Wertschriften, die in EUR gehandelt werden, basierend auf der Marktpraxis, werden von SIX SIS in T2S abgewickelt. Transaktionen, die mit der Transaktionswährung CHF gecleart wurden, werden weiterhin in SECOM abgewickelt. Transaktionen mit ausländischen Wertschriften in SLS werden beim nationalen CSD des Titels abgewickelt. SIX x-clear nutzt SIX SIS als Abwicklungsagent. Die Abwicklung der an SIX Swiss Exchange abgeschlossenen Transaktionen erfolgt im Einklang mit dem für den Heimmarkt festgelegten Abwicklungszyklus. Das Mitglied ist verpflichtet, einen ausreichenden Effektenbestand bzw. genügend Geld am Abwicklungstag bereitzuhalten. Das Mitglied muss im CSSI-Formular (Clearing and Settlement Standing Instructions) angeben, mit welchem Konto bzw. in welcher Abwicklungsorganisation die Abwicklung erfolgen soll. SIX x-clear bietet ihren Mitgliedern das Clearing von On- und Off-Order-Book-Geschäften mit clearingfähigen Effekten an, die innerhalb des von SIX Swiss Exchange definierten Clearing- Zeitraums (08.00 Uhr bis Uhr (MEZ)) abgeschlossen werden Abwicklungsmodus Clearing-Mitglieder können pro Abwicklungsort zwischen Brutto- und Nettoabwicklung wählen. Das Mitglied muss im CSSI-Formular angeben, ob die Abwicklung auf Brutto- oder Nettobasis erfolgen soll. xcl M1P xcl-800-d.doc 25 37

26 Order-Routing Abwicklungsinstruktionen werden direkt von SIX Swiss Exchange (in den Segmenten Blue Chips und Mid Caps sowie für Schweizer Wertschriften im SLS-Segment) an SIX SIS übermittelt. SIX SIS verarbeitet die Abwicklungsinstruktionen aufgrund der bestehenden Buchungsinstruktionen. Diese so genannte Locked-in-Umgebung erfordert grundsätzlich keine manuelle Auftragseingabe durch das Mitglied. Für ausländische Wertschriften im SLS-Segment werden die Aufträge an SIX x-clear geroutet Abwicklung zwischen GCM und NCM (SIX x-clear) nur für Schweizer Wertschriften In einer GCM-/NCM-Struktur besteht für den NCM die Möglichkeit, entweder direkt gegen SIX x-clear oder aber gegen den GCM abzuwickeln. Davon nicht betroffen ist die vertragliche Konstellation, d.h. für SIX x-clear bleibt der GCM auch auf der Ebene eines einzelnen Geschäfts (Trade) die einzige vertragliche Gegenpartei. Falls die Abwicklung über das GCM erfolgt, hat dies zwei Abwicklungen zur Folge: SIX x-clear gegen ein GCM und ein GCM gegen ein NCM. Sämtliche dazugehörigen Abwicklungsinstruktionen werden automatisch an den CSD geroutet. Transaktionen zwischen dem GCM und dem NCM erfolgen immer auf Bruttobasis. Die involvierten Parteien (NCM und GCM) müssen im CSSI-Formular von SIX Swiss Exchange angeben, gegen welche Partei abgewickelt werden soll. xcl M1P xcl-800-d.doc 26 37

27 Hinweis: Für die Abwicklung bei SIX SIS ist es möglich, dass das NCM eine so genannte Assigned-Business-Partner(ABP)-Beziehung besitzt. In diesem Fall kann der ABP das Konto eines anderen SIX SIS-Teilnehmers benutzen (z.b. seines GCMs). Findet die Abwicklung zwischen dem ABP und SIX x-clear statt, handelt es sich um eine direkte Abwicklung zwischen dem NCM und SIX x-clear. Auch wenn das GCM dem ABP sein Konto zur Verfügung stellt, muss sich das GCM im CSSI-Formular als «nicht an der Abwicklungskette teilnehmend» («not participating in the settlement chain») bezeichnen. Der NCM muss angeben, dass er direkt gegen SIX x-clear abwickeln will. Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich auf Abwicklungen, an welchen SIX x-clear beteiligt ist (d.h. keine NCM-GCM-Abwicklungen) Settlement-Netting-Prozess SIX SIS und SIX x-clear bieten für Locked-in-Trades von SIX Swiss Exchange das Netting an. Um diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, muss der Teilnehmer vorgängig via CSSI-Formular von SIX Swiss Exchange die Option Netting wählen. Für ausländische Wertschriften im SLS-Segment wird das Netting von SIX x-clear vorgenommen Settlement-Netting für CSD-zentrierte Transaktionen Netting bei SIX SIS SIX SIS wendet ein Trade-Date-Netting für Schweizer Aktien und ETFs an. Als Resultat werden die einzelnen Geschäfte gelöscht und ein Netting-Auftrag wird erstellt. Nur der Netto- Auftrag gelangt zur Abwicklung. Die Verbindung zwischen den Bruttogeschäften und dem Netto-Auftrag erfolgt mittels einer POOL-Referenz. Das Netting erfolgt nach Schluss des Handelstages um ca Uhr (MEZ). Geschäfte, die sich zu diesem Zeitpunkt im Status «Hold» befinden, werden nicht genettet. Nicht genettete Geschäfte werden der Bruttoabwicklung zugeführt. Netting-Kriterien: Transaktionen mit identischem Inhalt werden in den folgenden Feldern genettet: - Business Partner-ID - Custody Account (Depot) - Money Account (Geldkonto) - Counterparty (Gegenpartei) (ist immer SIX x-clear) - ISIN - Currency (Währung) - Trade Date (Handelsdatum) - Settlement Date (Abwicklungsdatum) - Settlement Priority (Abwicklungspriorität) - Compensation Indicator (Kompensationsindikator) - Clearing Account (Clearing-Konto) xcl M1P xcl-800-d.doc 27 37

28 Das Feld :22F::NETT//YNET in einer Statusmeldung zeigt an, dass das Geschäft für den Netting-Prozess zugelassen worden ist. Das Feld :22F::SETR/SCOM/NETT in einer Statusmeldung weist darauf hin, dass es sich um einen Netto-Auftrag handelt. Während des Netting-Prozesses werden die Bruttogeschäfte gelöscht und erhalten den Status 412 «Cancelled due to netting». Die Statusmeldung enthält im Feld :20C::POOL// eine fünfstellige Referenz, die sogenannte Nettoreferenz. Der nächste Abschnitt gibt ein Beispiel dazu. Die Statusmeldung enthält im Feld :20C::POOL// wiederum dieselbe Nettoreferenz. Netto- Aufträge sind für die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Auftragsarten möglich: Transaktion Titel Geld Transaktionstyp für MT Meldungstyp für SWIFT 1 Lieferung Erhalt DVP MT547 2 Erhalt Lieferung RVP MT545 3 Lieferung 0 DFP MT546 4 Erhalt 0 RFP MT Erhalt RMO MT Lieferung PMO MT545 7 Lieferung Lieferung DSM MT547 8 Erhalt Erhalt RSM MT NLR MT545 Die Nettotransaktionen DVP (Lieferung gegen Zahlung, «delivery versus payment»), PMO (reine Geldzahlung, «pay money only») und DSM (Lieferung gegen Titel und Geld, «delivery of security and money») erhalten den Status «201 matched». Die Nettotransaktionen RVP (Erhalt gegen Zahlung, «receive versus payment»), RMO (nur Erhalt von Geld, «receive money only»), RSM (Erhalt von Titeln und Geld, «receipt of security and money») und NLR (kein Erhalt, «null receipt») erhalten den Status «207 matched generated». Die Transaktionen durchlaufen die übliche Statusabfolge bis zum Status «601 Settled/Executed». Nettoaufträge können dem Shaping oder Splitting unterliegen Shaping bei SIX SIS Shaping ist Teil des Netting-Prozesses. Das Resultat des Nettings kann zu Netto-Aufträgen führen, die einen unerwünscht hohen Geldbetrag aufweisen. Um dies zu verhindern, kann der SIX SIS-Teilnehmer pro Währung eine maximale Obergrenze bei SIX SIS definieren lassen (Shaping-Limite). Ergibt das Netting einen höheren Geldbetrag als die Shaping-Limite, wird mehr als eine Nettotransaktion erstellt. Jede dieser Transaktionen hat einen Geldbetrag, der gleich gross oder kleiner ist als die Shaping-Limite. xcl M1P xcl-800-d.doc 28 37

29 Die Nettoreferenz im Feld :20C::POOL// ist bei allen Shaping-Transaktionen dieselbe. Die Referenz im Feld :20C::RELA// ist jedoch eindeutig pro Shaping-Transaktion Settlement-Netting für CCP-zentrierte Transaktionen Der Netting-Prozess bei SIX x-clear unterscheidet sich im Wesentlichen durch den Umstand, dass nach Abschluss des Trade-Date-Nettings bei SIX x-clear die Brutto-/Netto- Abwicklungsinstruktionen von SIX x-clear im Namen des entsprechenden Mitglieds an SIX SIS instruiert werden. Damit SIX x-clear Abwicklungsinstruktionen an SIX SIS senden kann, muss das Mitglied SIX x-clear eine entsprechende Vollmacht erteilen. Transaktionen von SIX Swiss Exchange, die nach dem Trade-Date-Netting bei SIX x-clear eintreffen, werden als Bruttotransaktionen abgewickelt. Es wird eine entsprechende Instruktion zur Bruttoabwicklung an SIX SIS übermittelt. SIX x-clear erteilt SIX SIS die Abwicklungsinstruktionen. Der Abwicklungsprozess bei SIX SIS ist in der entsprechenden SIX SIS-Dokumentation detailliert beschrieben Trade-Date-Netting (TDN) und fremde/exotische Nettoverarbeitung bei ausländischen Wertschriften SIX x-clear bietet seinen Clearing-Mitgliedern ein optionales TDN für Transaktionen über alternative und multilaterale Handelssysteme (Alternative Trading Systems, ATS und Multilateral Trading Facilities, MTF) an. Für diese Transaktionen werden die folgenden Netting-Parameter verwendet: Das Netting findet nach Beendigung/Schliessung des Clearing-Fensters statt. Im Falle von Netting-Resultaten mit aussergewöhnlichen Abwicklungstypen wie DSM, RSM, PMO, RMO oder NLD werden die Netto-Aufträge als spezielle Nettoverarbeitung berücksichtigt und in Verbindung mit Instruktionen gegen Zahlung und frei von Zahlung eingegeben. xcl M1P xcl-800-d.doc 29 37

30 Shaping von ausländischen Wertschriften Infolge der Aufrechnung von Brutto-Abwicklungstransaktionen kann die Netto- Abwicklungstransaktion einen unerwünscht grossen Geldbetrag aufweisen. Um dies zu verhindern, kann das Mitglied bei SIX SIS einen Maximalbetrag pro Währung definieren lassen. Übersteigt der Betrag der Nettotransaktion diesen Grenzwert, findet ein Shaping- Prozess statt. Hierbei wird die Nettotransaktion in kleinere Nettotransaktionen mit kleineren Beträgen aufgeteilt. Beispiel: Der Netting-Prozess führt zu einer Netto-DVP-Transaktion mit einem Zahlungsbetrag von CHF 120 Mio. Der Grenzwert für ein Shaping liegt bei CHF 100 Mio. Diese Nettotransaktion wird in zwei Transaktionen zu CHF 60 Mio. aufgeteilt. Für Details zur Nettoreferenz nach dem Shaping wird auf die Business Specifications verwiesen. Der Shaping-Prozess ist Teil des Netting-Prozesses und erfolgt am Ende des Clearing- Tages Abwicklung von Schweizer Wertschriften Abwicklung von Schweizer Wertschriften bei SIX SIS Die Teilnehmer von SIX SIS unterhalten für Wertschriften ein eigenes Depot bei SIX SIS. Die nachfolgenden Abschnitte beinhalten zentrale Informationen. Informationen zur Abwicklung bei SIX SIS sind im MarketGuide Operational Information von SIX SIS enthalten. Dieser ist abrufbar unter > Login > SIX SIS Private > MarketGuide > Operational Information > 2.0 Operationelle Abwicklungsinformationen Abwicklungsinstruktion bei SIX SIS Transaktionen an SIX Swiss Exchange (in den Segmenten Blue Chips, Small & Mid Caps sowie für Schweizer Wertschriften im SLS-Segment) werden als Locked-In-Transaktionen direkt von der Handelsplattform an SIX SIS übermittelt. Diese Locked-in-Transaktionen enthalten auch die Information, ob brutto oder netto abgewickelt werden soll. Die Wertschriften- und Geldkonten werden anhand der Teilnehmer-Stammdaten bestimmt, anhand der so genannten Buchungsinstruktionen. Änderungen dieser Buchungsinstruktionen sind SIX SIS direkt mitzuteilen Bruttoabwicklung bei SIX SIS Transaktionen, bei denen kein Netting vorgesehen ist, werden einzeln (brutto) abgewickelt. Der Prozess ist identisch mit der heutigen Inhouse-Abwicklung. Gegenpartei dieser Transaktionen ist immer SIX x-clear. xcl M1P xcl-800-d.doc 30 37

31 Splitting von Schweizer Wertschriften Der Splitting-Prozess und die betroffenen Referenzfelder werden im MarketGuide Operational Information von SIX SIS unter > Login > SIX SIS Private > Market Guide > Operational Information > 2.0 Operationelle Abwicklungsinformationen > Aufträge mit Gegenpartei SIX x-clear oder LCH und Cross-Border-Aufträge aufgeführt Abgleichung für Schweizer Wertschriften Für Schweizer Aktien und ETFs erhalten SIX SIS-Teilnehmer auf Wunsch den Report RDOS802, der jene Bruttotransaktionen anzeigt, die der Original-Nettotransaktion zugrunde liegen. Die Report-Spezifikationen, die auf denjenigen der SWIFT-Meldung MT537 basieren, sind in den BP-Specs von SIX SIS beschrieben. Für ausländische Wertschriften in SLS bietet SIX x-clear ihren Mitgliedern vielfältige Reporting-Optionen an. Die Meldung wird während der Intraday-/Tagesendverarbeitung von SIX x-clear gesendet. Weitere Informationen zum Reporting bei SIX x-clear finden Sie unter: > Clearing > Member Information > User Guides Abwicklung ausländischer Wertschriften in SLS SIX x-clear nutzt die Dienstleistungen von SIX SIS als Abwicklungsagenten, um Abwicklungen von ausländischen Wertschriften bei der jeweiligen nationalen CSD durchzuführen Generierung von Abwicklungsinstruktionen Ausländische Wertschriften werden auf OTC-Basis beim jeweiligen nationalen CSD unter Einsatz von bilateralem Input abgewickelt. SIX x-clear informiert ihre Mitglieder mittels Echtzeit-Meldungen (ISO15022) oder Reports über die Abwicklungsdetails. Die Inputs von SIX x-clear können von den Mitgliedern zur Instruktionserteilung an den Abwicklungsort genutzt werden. SIX x-clear bietet optional die Zusatzdienstleistung an, die Abwicklungsinstruktion im Auftrag des Mitglieds an den Abwicklungsagenten des Mitglieds im lokalen Markt zu erteilen. Möchte das Mitglied diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, muss es SIX x-clear eine entsprechende Vollmacht zur Verfügung stellen. Die Vollmacht ermöglicht es SIX x-clear, die Abwicklungsinstruktion mittels Echtzeit-Meldungen (ISO15022) oder als Reports im Namen des Clearing-Mitglieds an dessen Abwicklungsagenten zu senden Splitting von ausländischen Wertschriften Das Splitting der Abwicklungsinstruktion für ausländische Wertschriften wird vom Abwicklungsort (Place of Settlement, PSET) vorgenommen. Die Mitglieder müssen die notwendigen Instruktionen/Vereinbarungen mit dem PSET treffen. xcl M1P xcl-800-d.doc 31 37

32 11.5 Verspätete Lieferung Können fällige Lieferungen am Abwicklungstag (T+2) bis Uhr (MEZ) nicht abgewickelt werden, so wird SIX x-clear versuchen, die Abwicklung mit geliehenen Titeln durchzuführen. Die Wertschriftenleihe (Borrowing) seitens SIX x-clear gilt nicht für Instruktionen, die auf der T2S-Plattform abgewickelt werden. Die Kosten dieses Borrowings gehen zu Lasten derjenigen Verkäufer, die ihre Titel nicht fristgerecht bis EOD an SIX x-clear geliefert haben. Erfolgt die Abwicklung nicht T+2, wird gegenüber dem säumigen Verkäufer eine Gebühr für verspätete Abwicklung («late settlement fee») erhoben. Diese Gebühr wird zur Hälfte an den Käufer weitergegeben, sofern kein Borrowing und damit keine rechtzeitige Lieferung möglich war. Falls SIX x-clear und das Mitglied mit der Lieferung derselben Effekte mit gleichem Fälligkeitsdatum in Verzug sind, schuldet das Mitglied SIX x-clear keine Gebühr für verspätete Abwicklung. Erfolgt die Lieferung nicht in einem definierten Zeitraum, findet ein Buy-in statt. Die Kosten dieses Buy-in gehen zulasten der säumigen Partei. SIX x-clear kann zusätzlich den Ausschluss der Lieferpartei vom Handel mittels Default-Prozedere veranlassen. Ist eine Wertschriftenbeschaffung nicht möglich, erfolgt eine adäquate Entschädigung gemäss den Clearingbestimmungen von SIX x-clear. Informationen zu verspäteten Lieferungen und zum Buy-In-Prozess für ausländische Wertschriften finden Sie unter > Clearing > Download Center > Late Settlement and Buy-In Rules Verwaltungsoperationen (Corporate Actions) Die Durchführung von Verwaltungsoperationen unterscheidet sich bei Titeln, die bereits im Depot liegen (bestehende Positionen) und bei Titeln, die zwar gekauft, aber noch nicht geliefert worden sind (offene Transaktionen). Die Ausschüttung auf bestehende Positionen erfolgt nach den Regeln der Abwicklungsorganisation, bei der die Titel hinterlegt sind. Ausschüttungen auf Positionen, die bei SIX x-clear als Sicherheit hinterlegt sind, werden von der Hauptzahlstelle direkt den Mitglieder von SIX x-clear gutgeschrieben (ohne Umweg über SIX x-clear). Bei der Ausschüttung auf offenen Transaktionen muss zwischen zwei Kategorien von Verwaltungsoperationen unterschieden werden: - Zwingende Verwaltungsoperationen (Mandatory Corporate Actions), beispielsweise Bardividenden, Zinsen oder Gratisaktien - Verwaltungsoperationen mit Wahlmöglichkeit (Elective Corporate Events), beispielsweise Übernahmeofferten, Rückkaufofferten, Bezugsrechtsemissionen/Kapitalerhöhungen xcl M1P xcl-800-d.doc 32 37

33 12.1 Zwingende Verwaltungsoperationen (Mandatory Corporate Actions) Bei Transaktionen, die cum abgeschlossen (d.h. mit Handelsdatum vor Ex-Tag) und ex abgewickelt werden (d.h. mit Abwicklungsdatum am oder nach dem Ex-Tag), wird mittels Kompensationsverfahren sichergestellt, dass die aus Corporate Actions entstehenden Berechtigungen (Entitlements) vom Verkäufer auf den Käufer übertragen werden. Die dazu nötigen Transaktionen werden von den jeweiligen Abwicklungsorganisationen automatisch erstellt. SIX x-clear tritt in den Kompensationstransaktionen ihrer Mitglieder immer als Gegenpartei auf. Deshalb unterliegen die Transaktionen bis zu ihrer Buchung/Abwicklung auch dem Risikomanagement von SIX x-clear. Zeitpunkt der Verbuchung von Kompensationen Kompensationstransaktionen werden zu dem von der jeweiligen Abwicklungsorganisation bestimmten Zeitpunkt verbucht. SIX SIS nimmt die Buchung am Zahlbardatum der Corporate Action oder am Abwicklungsdatum der offenen Transaktion vor, und zwar am späteren der beiden Daten. Umgang mit Ansprüchen/Kompensationen Mit der Umstellung auf die EU-Harmonisierung werden Kompensationsansprüche als Abwicklungsinstruktionen behandelt. Verrechnungssteuersätze für Ansprüche/Kompensationen Sämtliche steuerpflichtigen Kompensationen werden in beiden Abwicklungsorganisationen zum gleichen Standardsteuersatz («non-treaty default rate») besteuert. Abrunden von Dezimalstellen bei Kompensationen in Form von Wertschriften Gelangen bei einer Corporate Action Wertschriften zur Ausschüttung, so können anfallende Dezimalstellen unterschiedliche gerundet werden (auf oder ab etc.). Im Falle von SIX Swiss Exchange-Transaktionen werden sie jedoch einheitlich abgerundet Verwaltungsoperationen mit Wahlmöglichkeit (Elective Corporate Events) Auch Verwaltungsoperationen mit Wahlmöglichkeit werden grundsätzlich nach den Regeln der Abwicklungsorganisationen durchgeführt. In gewissen Situationen ist SIX x-clear dabei jedoch Risiken ausgesetzt, die durch die Margen der Mitglieder nicht mehr gedeckt sind. Dies ist bei so genannten Buyer-Elections der Fall. Bei diesen handelt es sich um Wahlmöglichkeiten, die Käufer in offenen Transaktionen mit SIX x-clear als Verkäuferin wahrnehmen können. Für diese gelten spezielle Verarbeitungsregeln, die in diesem Kapitel aufgeführt sind. xcl M1P xcl-800-d.doc 33 37

34 Buyer-Election im Fall von Schweizer Wertschriften Liefert SIX x-clear im Falle von Verwaltungsoperationen mit Wahlmöglichkeit zu spät Wertschriften an ein Mitglied, so dass dieses die Wertschriften nicht mehr rechtzeitig an die Hauptzahlstelle weiterliefern kann, kann sich der Käufer durch eine Buyer-Election schützen. Buyer-Elections am Abwicklungsort werden von SIX x-clear in Auftrag gegeben. Steht am Abwicklungsort keine Buyer-Election zur Verfügung, folgt der Buyer-Election- Prozess dem nachstehenden Verfahren. Das Mitglied kontaktiert SIX x-clear und wählt die gewünschte Option via SIX x-clear. SIX x-clear ihrerseits verpflichtet ein verkaufendes Mitglied, das für die Verspätung verantwortlich ist, die vom Käufer ausgewählte Option zu erfüllen (Titellieferung bzw. die damit verbundene Corporate Action). Der Käufer hat seine Wahl zusammen mit einer Liability Request Notice per Fax an den SIX x-clear Settlement Desk zu übermitteln. SIX x-clear leitet die Wahl des Käufers an den säumigen Verkäufer weiter. Der Verkäufer ist verpflichtet, die Instruktion auszuführen und das Ergebnis je nach Wahl des Käufers zu liefern. Die Liability Request Notice und die Liability Allocation Notice finden Sie unter: > Clearing > Member Information > Formulare. Es gelten folgende Bedingungen: 1. Transaktionen, die Käufer zur Buyer-Election mit SIX x-clear berechtigen: - Der Käufer muss gemäss den Bedingungen der Corporate Action zulässig sein. - Election-Deadline = Hinterlegungstag - Vertragliches (geplantes) Abwicklungsdatum = Lieferdatum (Hinterlegungstag) oder früher - Die tatsächliche Abwicklung erfolgt nicht vor dem oder am Hinterlegungstag. 2. Zeitfenster für Käufer zur Kontaktaufnahme mit SIX x-clear über eine Liability Request Notice: Bis Uhr (MEZ) am Lieferdatum (Hinterlegungstag) Zeitfenster für SIX x-clear zur Kontaktaufnahme mit den Verkäufern über eine Liability Allocation Notice: Bis Uhr (MEZ) am Lieferdatum (Hinterlegungstag) +1 Ein Verkäufer liefert die zugrundeliegenden Aktien spätestens am Hinterlegungstag. Weder ein Käufer noch SIX x-clear sind verpflichtet, nach diesem Termin die Lieferung von Aktien zu akzeptieren. Die Lieferung kann daher an den Verkäufer zurückgegeben werden. Der Verkäufer bleibt dennoch zur Erfüllung der Wahl des Käufers verpflichtet. xcl M1P xcl-800-d.doc 34 37

35 Abwicklung der getroffenen Wahl Von SIX x-clear bezeichnete Verkäufer müssen eine der getroffenen Wahl entsprechende Lieferung am Zahlbardatum vornehmen. Die Lieferung hat zu den für die Corporate Action geltenden Konditionen zu erfolgen. Die Verkäufer müssen dafür sorgen, dass die zur Abwicklung nötigen Mittel (Geld/Wertschriften) am Zahlbardatum verfügbar sind. Die anschliessend erfolgende Abwicklung zwischen SIX x-clear und dem Käufer erfolgt ebenfalls am Zahlbardatum und zu den Konditionen der Corporate Action. Falls die zugehörigen Abwicklungsinstruktionen nicht automatisch vom Markt generiert werden, sind diese bilateral zwischen SIX x-clear und der Gegenpartei zu vereinbaren und werden manuell über SIX x-clear generiert Ausfall (Default) SIX x-clear kann ein Mitglied «in default» erklären, falls dieses Mitglied seine Verpflichtungen unter bestimmten Bedingungen nicht erfüllt. Nachdem SIX x-clear ein Mitglied «in default» erklärt hat, wird SIX x-clear eine Default-Mitteilung ausstellen und diese dem Mitglied sowie SIX Swiss Exchange zustellen. Die Folgen einer Default-Mitteilung treten unmittelbar nach deren Ausstellung ein. SIX x-clear wird ab dem Zeitpunkt der Default-Mitteilung keine neuen Verträge des Default- Mitglieds mehr registrieren. Zwecks Liquidation der bestehenden Positionen erfolgt via SIX Swiss Exchange ein Close-Out-Netting. Im Falle eines Schadensausgleiches wegen Defaults eines Mitglieds werden die Sicherheiten von SIX x-clear gemäss Kapitel 6.7 Defense Lines verwertet Britische Stempelsteuer (Stamp Duty Reserve Tax, SDRT) Das Mitglied ist für die Steuermeldungen an HMRC sowie für die Errichtung einer Depotstruktur verantwortlich, die es ermöglicht, das steuerbezogene Reporting korrekt vorzunehmen. xcl M1P xcl-800-d.doc 35 37

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