Welche Labordaten werden gebraucht?

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2 Welche Labordaten werden gebraucht? A 1 Postoperative oberflächliche Wundinfektion Infektion an der Inzisionsstelle innerhalb von 3 Tagen nach der Operation, die nur Haut oder subkutanes Gewebe mit einbezieht, und eines der folgenden Kriterien trifft zu: 1. Eitrige Sekretion aus der oberflächlichen Inzision. 2. Kultureller Nachweis von Erregern aus einem aseptisch entnommenen Wundsekret oder Gewebe von der oberflächlichen Inzision. 3. Eines der folgenden Anzeichen: Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit, lokalisierte Schwellung, Rötung oder Überwärmung, und Chirurg öffnet die oberflächliche Inzision bewusst. Dieses Kriterium gilt jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur von der oberflächlichen Inzision. 4. Diagnose des behandelnden Arztes.

3 Defintionen A 2 Postoperative tiefe Wundinfektion Infektion innerhalb von 3 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1 Jahr, wenn Implantat1 in situ belassen), und Infektion scheint mit der Operation in Verbindung zu stehen und erfasst Faszienschicht und Muskelgewebe, und eines der folgenden Kriterien trifft zu: 1. Eitrige Sekretion aus der Tiefe der Inzision, aber nicht aus dem operierten Organ bzw. der Körperhöhle, da solche Infektionen dann zur Kategorie A3 gehören würden. 2. Spontan oder vom Chirurgen bewusst geöffnet, wenn der Patient mindestens eines der nachfolgenden Symptome hat: Fieber (> 38 C), lokalisierter Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit. Dieses Kriterium gilt jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur aus der Tiefe der Inzision. 3. Abszess oder sonstige Zeichen der Infektion, die tieferen Schichten betreffend, sind bei der klinischen Untersuchung, während der erneuten Operation, bei der histopathologischen Untersuchung oder bei radiologischen Untersuchungen ersichtlich. 4. Diagnose des behandelnden Arztes.

4 Defintionen A 3 Infektion von Organen und Körperhöhlen im Operationsgebiet Infektion innerhalb von 3 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1 Jahr, wenn Implantat in situ belassen), und Infektion scheint mit der Operation in Verbindung zu stehen und erfasst Organe oder Körperhöhlen, die während der Operation geöffnet wurden oder an denen manipuliert wurde, und eines der folgenden Kriterien trifft zu: 1. Eitrige Sekretion aus einer Drainage, die Zugang zu dem Organ bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet hat. 2. Kultureller Nachweis von Erregern aus einem aseptisch entnommenen Wundsekret oder Gewebe aus einem Organ bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet. 3. Abszess oder sonstiges Zeichen einer Infektion des Organs bzw. der Körperhöhle im Operationsgebiet ist bei klinischer Untersuchung, während der erneuten Operation, bei der histopathologischen Untersuchung oder bei radiologischen Untersuchungen ersichtlich. 4. Diagnose des behandelnden Arztes.

5 Rolle des Wundabstriches Das mikrobiologische Ergebnis eines Wundabstriches ist jeweils eines von vier Kriterien zum Ausschluss oder Nachweis einer Wundinfektion

6 Auswertungen Wunden (21, gesamtes Krankenhaus) Anzahl Abstriche Krankenhaus

7 Abstriche MRSA Auswertungen Wunden (21, gesamtes Krankenhaus) Anzahl Abstriche MRSA Krankenhaus

8 Auswertungen Wunden (21, gesamtes Krankenhaus) Anteil sterile Anzahl Abstriche Krankenhaus

9 Auswertungen Wunden (21, gesamtes Krankenhaus und chirurgische Abteilung (C)) Anteil sterile Anteil sterile C Anzahl Abstriche Anzahl Abstriche C N=1! Krankenhaus

10 Auswertungen Wunden (21, gesamtes Krankenhaus) Anteil sterile Anteil sterile C Anzahl Abstriche Anzahl Abstriche C Krankenhaus

11 Daten Wundabstriche Probleme: Bezeichnung des Material: Abstrich, Wundabstrich, Drainageflüssigkeit, Eiter, intraoperativer Abstrich Art der Wunde (oft nicht angegeben) Posttraumatische Wunde, Bisswunde, chronische Wunde (Ulcus), postoperative Wunde, Verbrennungswunde Mögliche Einsender bei V. a postoperative Wundinfektion: Chirurgische Station, Intensivstation, gemischte Station, OP- Abteilung, Ambulanz

12 Mikrobiologie basierte Surveillance Sensitivität: ca. 8 % (Olsen, ICHE 21 May;31:544-7) Sensitivität 84% und Spezifität 48% (Laxson, AJIC Dec;12:318-24). Kulturergebnisse können genutzt werden, um Fälle zu detektieren, eine klinische Bestätigung ist jedoch erforderlich

13 Definition Sepsis Durch Labor bestätigte primäre Sepsis muss einem der folgenden Kriterien entsprechen: 1. Kultureller Nachweis von pathogenen Erregern im Blut, welche nicht mit einer Infektion an anderer Stelle assoziiert sind. 2. Patient hat mind. eines der folgenden Zeichen oder Symptome: Fieber (> 38 C) oder Schüttelfrost oder Hypotonie und Zeichen, Symptome und mikrobiologische Befunde sind nicht zu einer Infektion an anderer Stelle assoziiert und gewöhnlicher Hautkeim, wurde aus mindestens zwei, aus separaten Blutabnahmen beimpften Blutkulturen isoliert.

14 Rolle der Blutkultur Eine primäre Sepsis, bzw. eine Katheterassoziierte Sepsis kann nur mit der mikrobiologischen Kultur diagnostiziert werden

15 Auswertungen Blutkulturen (21, gesamtes Krankenhaus) Anzahl Blutkulturen Krankenhaus

16 Auswertungen Blutkulturen (21, gesamtes Krankenhaus) Anteil positive Anzahl Blutkulturen Krankenhaus

17 Auswertungen Blutkulturen (21, gesamtes Krankenhaus) Anteil positive Anzahl BK Krankenhaus

18 Blutkulturen/Patient Anteil positiv für KNST [%] Auswertungen Blutkulturen (21, gesamtes Krankenhaus) Anteil KNST Anzahl BK/Patient N= Krankenhaus

19 Daten Blutkulturen Haus 2 (2,4BK/Pat) 165 BK mit Nachweis von KNST bei 19 Patienten Rechnerisch mindestens 53 Patienten mit nur einer positiven BK 327 Patienten mit positiven Blutkulturen 16% Kontamination Haus 18 (5,1BK/Pat) 13 BK mit Nachweis von KNST bei 52 Patienten Rechnerisch kein Patienten mit nur einer positiven BK (Einzelanalyse 13 Patienten) 274 Patienten mit positiven Blutkulturen 5% Kontamination

20 Bewertung Blutkulturen Probleme: Bezeichnung des Materials: andere Materialien in der Kulturflasche Entnahmeort (oft nicht angegeben) zentral / peripher Auswertung auf Patientenebene extrem aufwändig Mögliche Indikatoren Anzahl Blutkulturen / 1 Patiententage Anzahl Blutkulturen / Patient Kontaminationen

21 Zusammenfassung Ergebnisse mikrobiologischer Untersuchungen von Wunden können zur Verfügung gestellt werden. Ein Zusammenhang zur Rate von postoperativen Wundinfektionen wäre nur dann gegeben, wenn der mikrobiologische Befund als einziger Indikator für die Falldetektion verwendet würde. Die Daten haben eine geringe Spezifität und eignen sich schlecht als Indikator Ergebnisse mikrobiologischer Untersuchungen von Blutkulturen können zur Verfügung gestellt werden. Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Frequenz und Qualität der entnommenen Blutkulturen mit der Nachweisrate der primären und katheterassoziierten Sepsis. Blutkultur-Raten und Qualität könnten ein guter Indikator für die Diagnostische und Behandlungs-Qualität sein und wären zur Stratifizierung von Sepsis-Raten erforderlich

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