29. Mai Schutz gegen DoS-Angriffe auf Webapplikationen

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1 29. Mai 2008 Schutz gegen DoS-Angriffe auf Webapplikationen

2 Agenda Bedrohung Schutz aktiv passiv , Seite 2

3 Bedrohung Definition Denial of Service Angriffe auf Webapplikationen erfolgen auf Schicht sieben des OSI Modells (Applikationsschicht) Angriffsvektor ist das http(s) Protokoll Angriffsfläche ist eine Webapplikation Ziel des Angriffs ist die Nutzung der Applikation zu verhindern , Seite 3

4 Bedrohung Ziele Ziele können sein Komponenten (über Injection-Angriffe) Funktionalität (z.b. begrenzte Anzahl von Login-Versuchen) Infrastruktur-Ressourcen (Überlastung) in der Regel wird versucht Infrastruktur-Ressourcen zu überlasten Ziel eines solchen Angriffs ist ein Ressourcenengpass in oder hinter der Webapplikation Angriffe dieser Art können nicht einfach von der legitimen Nutzung einer Applikation unterschieden werden , Seite 4

5 Bedrohung Angriffsfläche und Ziele Web-Schicht Applikationsschicht Persistenzschicht Webserver Applikationsserver Directory/ Datenbank Inter- /Intranet Firewall Loadbalancer Webserver Firewall Applikationsserver ESB ERP- System Legacy- System Webserver Applikationsserver , Seite 5

6 Bedrohung Angriffswerkzeuge und Motivation die für DoS-Angriffe auf Webapplikationen benötigten Fähigkeiten sind minimal Angriffswerkzeuge können Skripte Lasttest Werkzeuge (z.b. JMeter) andere Applikationen (z.b. Crawler) sein DoS-Angriffe erfolgen absichtlich (DDoS mit Hilfe von Botnetzen) als Nebeneffekt anderer Angriffe (Brute-Force Angriff auf Passwörter) versehentlich (Lasttest auf der Produktions- anstatt auf der Testumgebung) , Seite 6

7 Agenda Bedrohung Schutz passiv aktiv , Seite 7

8 Schutz Übersicht passive Schutzmaßnahmen Erhöhung der Performance einzelner Komponenten der Applikation oder Aufhalten des Angriffs bevor kritische Systeme erreicht werden aktive Schutzmaßnahmen Erkennung eines Angriffs mit Sensoren und Einleitung von Gegenmaßnahmen , Seite 8

9 Agenda Bedrohung Schutz passiv aktiv , Seite 9

10 passive Schutzmaßnahmen exponierte Komponenten robust und performant gestalten übliche exponierte Komponenten von Webapplikationen und Schutzmaßnahmen Login alle Nutzer-IDs im RAM halten und zuerst validieren lokale Kopien der Authentisierungs- und Autorisationsdaten (Directories, Datenbanken) für performanteren Zugriff nutzen Suche Sucheingabe vor der Weitergabe an die Suchmaschine validieren Suche auf separate Hardware auslagern (z.b. VM) Kontaktformular Performanceoptimierung der Eingabevalidierung (z.b. reguläre Ausdrücke) in einem Cache halten, bevor die Kontaktdaten im Batchverfahren (limitierte Anzahl) zum Backend übertragen werden , Seite 10

11 passive Schutzmaßnahmen Zugriff auf Backendsysteme vermeiden Backend Systeme z.b. Datenbanken, ERP-Systeme oder Legacy-Systeme werden normalerweise durch hohe Last stärker beeinträchtigt als Webapplikationen Webapplikationen haben häufig Schnittstellen zu einigen dieser Backendsysteme uneingeschränkter Zugriff über eine Webapplikation exponiert diese Backend Systeme indirekt im Intra- oder Internet indirekter Zugriff auf diese Systeme sollte deshalb wie direkter Zugriff behandelt werden, der Zugriff sollte also auf legitime Nutzer beschränkt werden alternativ können Daten von kritischen Backendsystemen in der Webapplikation dupliziert werden (z.b. materialized views bei Datenbanken) , Seite 11

12 passive Schutzmaßnahmen automatsisierten Zugriff verhindern Benutzung von CAPTCHAs (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) CAPTCHAs beruhen auf nicht vorhersagbaren Abfragen, die automatisiert nicht einfach beantwortet werden können die meisten CAPTCHAs beruhen auf der Erkennung von verzerrten Zahlen und/oder Buchstaben , Seite 12

13 passive Schutzmaßnahmen künstliche Ressourcenengpässe künstliche Ressourcenengpässe können in Applikationen eingebaut werden, um unperformante Komponenten oder Backend-Systeme zu schützen begrenzte Ressourcen (RAM, Festplattenplatz, ) zu schützen Ressourcenengpässe erstellt man durch Limitierung von Ressourcen (Durchsatz, Threads, Anzahl von Instanzen,...) Inter- /Intranet Firewall Webserver Firewall Applikationsserver ERPsystem Verzögerungen für die folgenden Anfragen (z.b. 3 s Wartezeit nach erfolglosen Login- Versuch) , Seite 13

14 Agenda Bedrohung Schutz passiv aktiv , Seite 14

15 aktive Schutzmaßnahmen Platzierung von Sensoren Web-Schicht Applikationsschicht Persistenzschicht WAF WAF Webserver WAF IDS/ IPS WAF Logik Applikationsserver Directory/ Datenbank Inter- /Intranet Firewall WAF Loadbalancer WAF Webserver Firewall IDS/ IPS WAF Logik Applikationsserver ESB ERP- System WAF Webserver IDS/ IPS WAF Logik Applikationsserver Legacy- System , Seite 15

16 aktive Schutzmaßnahmen Sensorarten IDS/IPS WAF erkennt Quell- und Ziel-IPs und zugehörige Ports eingeschränkte Erkennung von Sessions (maximal http(s)) Erkennung von Sessions (http(s), eingeschränkt Applikation) begrenzte Kenntnis der Applikationslogik Applikation vollständige Erkennung von eigenen Sessions (http(s) und Applikation) vollständige Kenntnis der Applikationslogik begrenzte Kenntnis angrenzender Systeme , Seite 16

17 aktive Schutzmaßnahmen Identifikationsmöglichkeiten IDS/IPS WAF Applikation Einfaches Skript Quelle: einzelne IP Ziel: einzelne URL Lasttest-Tool Quelle: einzelne IP Ziel: mehrere URLs Botnetz auf einzelne App. Quelle: viele IPs Ziel: wenige URLs Botnetz auf Backend Quelle: viele IPs Ziel: viele URLs gut gut gut eingeschränkt gut gut schlecht eingeschränkt gut schlecht eingeschränkt eingeschränkt , Seite 17

18 aktive Schutzmaßnahmen Erkennung von Angriffsmustern Brute-Force Angriff auf Passwörter ungewöhnlich hohe Zahl von erfolglosen Login-Versuchen Lasttest Tool spezifisches Muster, möglicherweise von einer IP oder innerhalb einer Session hohe Anzahl von Anfragen pro Minute innerhalb einer Session Angriff mittels Botnetz auf eine einzelne Applikation spezifisches Muster sehr hohe Anzahl von Anfragen Angriff mittels Botnetz auf Backend-Systeme hohe Gesamtzahl von Anfragen (von bisher unüblichen IPs aus) , Seite 18

19 aktive Schutzmaßnahmen Reaktion bei Überschreitung definierter Schwellwerte Übergang in den Verteidigungsmodus Administratoren benachrichtigen Login: IP nach erstem erfolglosen Login-Versuch für begrenzte Zeit blockieren blockieren oder Verzögern aller Anfragen von IPs mit ungewöhnlich hoher Anzahl von Anfragen pro Minute , Seite 19

20 aktive Schutzmaßnahmen Platzierung von Effektoren Web-Schicht Applikationsschicht Persistenzschicht Webserver Applikationsserver Directory/ Datenbank Firewall Firewall ESB ERP- System Webserver Applikationsserver Inter- Loadbalancer /Intranet Webserver Applikationsserver Legacy- System , Seite 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit , Seite 21

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