Ausweg aus dem Zins Dilemma?

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1 Das Monatsmagazin für strukturierte Produkte der Bank Vontobel Juli/August 2012 Ausgabe Schweiz Ausweg aus dem Zins Dilemma? Marktfokus, Seite 8 Outlook 2012: Unsere Vontobel Experten geben Auskunft Outlook 2012, Seite 6 Die Zinsentwicklung Ein Blick zurück Know-how, Seite 14

2 2 Inhaltsverzeichnis 3 Editorial 4 Marktbericht Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt 6 Outlook 2012 Interview mit Christophe Bernard und Panagiotis Spiliopoulos, Bank Vontobel AG 8 Marktfokus Ausweg aus dem Zins-Dilemma? 12 Themenrückblick Chocolate II Basket Süsse Stimmung in bitteren Zeiten 13 Schweizer Aktienmarkt Swisscom unter den TOP 10 mit 6 % Dividendenrendite 14 Know how Die Zinsentwicklung Ein Blick zurück 16 Rohstoff Kolumne Interview mit Jochen Stanzl, Rohstoffanalyst Godmode-Trader.de 17 Antworten auf Ihre Fragen Was sagt die Kennzahl «Delta» aus? 18 Wussten Sie, dass 19 News und Tipps «Aufgrund des rekordtiefen Niveaus der Renditen in Deutschland und der Schweiz ist das Risiko eines Kursverlustes wegen eines Zinsanstiegs wesentlich grösser als die Chance eines Kursgewinns aufgrund eines weiteren Rückgangs der Zinsen.» Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe, Vontobel Asset Management

3 3 Editorial Liebe derinews-leserinnen und -Leser Jessica Tresch Redaktionsleiterin, Financial Products/ Content Management, Bank Vontobel AG Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2012 geben wir Ihnen in der Rubrik «Outlook» einen Überblick über die weltweiten Marktentwicklungen. Wir haben dazu unsere Vontobel-Experten befragt: Dr. Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel- Gruppe, gibt einen Ausblick auf die Weltwirtschaft, Inflation, Zinsen, Wechsel kurse und Rohstoffe. Unser Leiter des Vontobel Research Investment Bankings, Panagiotis Spiliopoulos, analysiert den Schweizer Aktienmarkt. In dieser Doppelausgabe setzen wir den Fokus auf das aktuelle Thema Zinsen. Anleger suchen in diesem Zins-Dilemma nach Anlageideen, die noch eine ansehnliche Rendite erwirtschaften. Diese Aufgabe ist in der Tat nicht einfach, denn die Zinsen im Euroland und in den Vereinigten Staaten befinden sich auf dem Tiefststand. Die Gründe für die Einbrüche an den Märkten resultieren aus der weltweiten Konjunkturschwäche und der sich weiter verschärfenden Schuldenkrise in Europa. Strukturierte Produktelösungen ermöglichen es, trotz des Tiefzinsumfeldes eine Rendite zu bescheren, die über den Kapitalmarktzinsen liegen kann. Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in der Rubrik «Marktfokus». Zudem geben wir Ihnen in der Rubrik «Know-how» einen Exkurs zur Geschichte des Zinses. Wir freuen uns, Ihnen die nächste derinews-ausgabe nach der Sommerpause per September 2012 wieder zuzustellen. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und erfolgreiche Anlageideen. Freundliche Grüsse Jessica Tresch Redaktionsleiterin, Financial Products/ Content Management, Bank Vontobel AG Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Ihr Feedback zu «derinews». Senden Sie uns ein an In der Rubrik «Antworten auf Ihre Fragen» werden unsere Spezialisten Stellung nehmen.

4 4 Marktbericht Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt Aktienmärkte Swiss Market Index (SMI ) 6400 EURO STOXX Bovespa Index 7000 Indexpunkte Indexpunkte Indexpunkte Jun 11 Jun Jun 11 Jun Jun 11 Jun 12 Swiss Market Index (SMI ) EURO STOXX 50 Bovespa Index USA 3 Die US-Börsen hatten im Juni unter Anzeichen einer weltweiten Konjunkturschwäche und der sich weiter verschärfenden Schuldenkrise in Europa zu leiden. Der Markt musste darüber hinaus mit immer neuen Hiobsbotschaften aus dem konjunkturellen Umfeld der USA zurechtkommen. Sowohl die Arbeitsmarktdaten als auch die rückläufige Industrieproduktion und das gesunkene Verbrauchervertrauen leisteten dem um sich greifenden Konjunkturpessimismus Vorschub. Vor diesem Hintergrund konnte auch eine neue Konjunkturstütze der US-Notenbank die Anleger nicht zuversichtlich stimmen: Investoren an der Wall Street reagierten enttäuscht, weil die US-Notenbank Fed der lahmenden Wirtschaft zwar weiter unter die Arme greifen will, aber nicht so umfassend wie von vielen erwartet. Anstelle eines neuen «Quantitative-Easing-Programms» hat die Fed beschlossen, ihre im Juni auslaufende «Operation Twist» bis zum Jahresende zu verlängern und dafür rund 267 Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Für etwas Erleichterung an den US-Börsen sorgte immerhin die Nachricht, dass Europa den G20-Partnern am Gipfeltreffen im mexikanischen Los Cabos eine wirksame Krisenbekämpfung zugesichert hat. Schweiz 2 Nach Erreichen des bisherigen Jahrstiefs Anfang Juni setzte der Schweizer Aktienmarkt zu einer moderaten Erholung an. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone, China, USA und der Schweiz liessen die Investoren aus Finanzwerten und Zyklikern vermehrt in die üblichen defensiven Werte flüchten. Die Credit Suisse litt zusätzlich unter erneut aufkommenden Ängsten hinsichtlich ungenügender Kapitalisierung und fing eine schlecht getimte Rüge der SNB ein. Die Wahlen in Griechenland endeten mit einem Sieg der Pro-Euro-Parteien, doch die Freude währte nur kurz. Spanische und italienische Renditen setzten zu erneuten Höhenflügen an, bevor der lang aufgeschobene Hilferuf von Spanien ein Hilfsprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro für seine Banken hervorbrachte. Die Gefahr einer erneuten Rezession in Europa, einer harten Landung in China und einer Abschwächung in den USA hat den Ruf nach stärkeren Stimulusmassnahmen aufkommen lassen bisher jedoch ohne Effekt. Die Mitte Juli startende Berichtssaison dürfte von zahlreichen Enttäuschungen (Gewinnwarnungen, vorsichtige/reduzierte Ausblicke) gekennzeichnet sein, was erst teilweise in den Kursen berücksichtigt ist. Die Volatilität dürfte anhalten und den Index in den bisherigen Bandbreiten halten. 1 Beitrag Vontobel Research Asset Management 2 Beitrag von Vontobel Research Investment Banking 3 Beitrag von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)

5 5 Marktbericht Rohstoffmärkte Zinsen Währungen JPMCCI Aggregate 3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap EUR/CHF USD/CHF Wertentwicklung (in %) Jun 11 JPMCCI Aggregate Jun 12 Absoluter Wert (in CHF) Absoluter Wert (in CHF) Absoluter Wert (in CHF) Jun 11 Jun 12 Absoluter Wert (in CHF) Jun 11 Jun 12 3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap EUR/CHF USD/CHF Europa 3 Die Schuldenkrise mit Griechenland und Spanien im Mittelpunkt sowie schlechte Konjunkturdaten hielten die Anleger im Monat Juni in Atem. Die von den Finanzministern der Eurozone zugesagte Kreditspritze von über 100 Milliarden Euro für den notleidenden spanischen Bankensektor sorgte Mitte des Monats kurzzeitig für steigende Kurse. Jedoch stellte sich schnell Ernüchterung ein, weil die genaue Höhe des benötigten Finanzbedarfs der spanischen Banken noch gar nicht exakt ermittelt worden ist die Daten sollen erst Ende Juli folgen. Ähnlich die Lage im Zusammenhang mit Griechenland: Nachdem eine Mehrheit der Euro-Befürworter aus der Wahl hervorgegangen ist, zeigten sich Anleger zuerst erleichtert; doch dann kehrte schnell wieder Ernüchterung ein. Zusätzliche Sorgen bereiteten im weiteren Monatsverlauf neue Rekordrenditen am Anleihemarkt: Italien und Spanien mussten hohe Risikoaufschläge für ihre Staatspapiere zahlen. So kletterte die Rendite für spanische 10-Jahres titel über die kritische Marke von 7 % und erreichte den höchsten Stand seit Einführung des Euros. Emerging Markets/Brasilien 1 Enttäuschende Industrieproduktionszahlen, aber auch sich eintrübende Stimmungsindikatoren der Schwellenländer haben in den letzten beiden Monaten die Konjunkturerholung dieser Länder teilweise in Frage gestellt. Die aggressiven geldpolitischen Lockerungsmassnahmen der brasilianischen Zentralbank (Bacen) mit Zinssenkungen in der Höhe von 400 Basispunkten und Massnahmen zur Schwächung des brasilianischen Wechselkurses stimmen die Experten von Vontobel Research Asset Management jedoch hinsichtlich der moderaten Wachstumserholung im zweiten Halbjahr 2012 optimistisch. In Kombination mit einer Bodenbildung der Inflation in den kommenden Monaten sollte die Zentralbank die Leitzinssenkungen in den kommenden Monaten beenden. Dies könnte aller Voraussicht nach eine stabilisierende Wirkung auf den Real haben. Mit dem Verkauf von US-Dollar zugunsten des BRL auf dem Terminmarkt, bei einem Kurs von 2.10 Real zum US-Dollar, gab die Bacen erstmals ein Signal, die Abwertung des Reals stoppen zu wollen. Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 3 Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will weiter eisern an der Euro- Untergrenze festhalten, bekräftigten die Schweizer Währungshüter anlässlich ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung in Bern. Die SNB sei nach eigener Aussage weiterhin bereit, zur Verteidigung der Kursuntergrenze «unbeschränkt Devisen zu kaufen». Eine Aufwertung hätte «schwerwiegende Folgen für die Preis- und Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz», verteidigt die SNB ihre Politik. In den ersten Juniwochen war in der Schweiz aus Bankenkreisen und von rechtsbürgerlichen Politikern Kritik an der Kursuntergrenze aufgekommen. Das Währungspaar EUR/USD befindet sich seit Monatsbeginn in einer Aufwärtsbewegung, die allerdings wegen der grossen Unsicherheiten zum Ende des Monats viel Potenzial für eine Abwärtskorrektur aufwies. Nachdem Griechenland eine neue Regierung gewählt hatte und die Fed ihre «Operation Twist» bis Ende des Jahres verlängerte, kletterte das Währungspaar EUR/USD über USD Doch damit scheint das Ende der Fahnenstange vorerst erreicht. Quelle: Bloomberg, Stand am Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

6 6 Outlook 2012 «Ohne die Zinsschritte der Zentralbanken hätten wir seit 2008 höchstwahrscheinlich eine Depression erlebt.» Interview zur Entwicklung der Weltwirtschaft, Inflation, Zinsen, Wechselkurse und Rohstoffpreise mit Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe, Vontobel Asset Management derinews: Das erste Halbjahr 2012 wird als ein turbulentes Halbjahr in die Finanzgeschichte eingehen. Welche zentralen Fragen werden uns auch im restlichen Jahr noch begleiten? Momentan steht die Schuldenkrise in der Europäischen Währungsunion im Vordergrund. Wir gehen davon aus, dass im Laufe dieses Jahres eine Beruhigung eintritt. Da die Unwägbarkeiten der europäischen Politik jedoch gross sind, bleiben wir bei Aktien untergewichtet. Von eminenter Wichtigkeit ist auch die weitere Entwicklung der Volkswirtschaften der USA und Chinas. derinews: Wie sehen Sie die globalen Konjunkturprognosen für 2012/2013? Von welchem Szenario gehen Sie aus? In den USA erwarten wir für die Jahre 2012 und 2013 ein Wirtschaftswachstum von je 2.3 %. Dieses wird hauptsächlich von der Erholung beim Wohnungsbau getragen. China wächst zwar nicht mehr zweistellig, doch die geschätzten BIP-Zuwachsraten von etwa 8.1 % (2012) und 8.3 % (2013) lassen westliche Beobachter immer noch vor Neid erblassen. Europa wird weiter vor sich hin dümpeln: Auf eine leichte Schrumpfung 2012 folgt 2013 ein Anstieg von rund 1.4 %. derinews: Nicht nur die europäische Staatsschuldenkrise, sondern auch die US Staatsschulden belasten das Vertrauen der Anleger. Was erwarten Sie für das zweite Halbjahr? Die US-Wirtschaft steht zwar relativ gut da, doch gleichzeitig haben die Vereinigten Staaten mit grossen Problemen zu kämpfen. Das Haushaltsdefizit in der Höhe von 8 % des BIP gibt Anlass zu Sorge. Zudem laufen Ende 2012 Programme zur Förderung der US-Konsumnachfrage aus. Um solche Massnahmen zu verlängern, müssten die beiden Kongressparteien am selben Strick ziehen. Das ist zwar möglich, aber nicht sicher. derinews: Wie beurteilen Sie die Entwicklungen am Währungsmarkt rund um den starken Franken, aber auch hinsichtlich Euro und US Dollar? Der Euro wird äusserst volatil bleiben. Der Schweizer Franken wird als klassische Fluchtwährung mit Aufwärtsdruck zu kämpfen haben. Wir gehen aber davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank den Kurs von 1.20 Franken per Euro wird halten können. Die grossen fundamentalen Probleme in den USA könnten den Dollar zumindest temporär schwächen. derinews: Die Leitzinsen vieler Industrieländer befinden sich auf Tiefstniveau. Ist in absehbarer Zukunft wieder mit einem Anstieg zu rechnen? Wie beurteilen Sie in diesem Zusammenhang die Inflationsentwicklung? Im Gegensatz zu vielen Beobachtern erwarten wir eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank auf 0.75 %. Eine markant höhere Inflation ist in Europa nicht zu erwarten. Die natürlichen Kräfte, die mit dem Abbau der Überschuldung einhergehen, sind prinzipiell deflationär. Ohne die Zinsschritte der Zentralbanken hätten wir seit 2008 höchstwahrscheinlich eine Depression erlebt. derinews: Und wie sieht es mit den Rohstoffmärkten aus, was dürfen Anleger für das 2. Halbjahr 2012 erwarten? Der Goldpreis ist derzeit zu niedrig und wir rechnen mit einem Anstieg in den nächsten Monaten. Was das Erdöl betrifft, so ist der Rückgang der Notierungen seit Mai unserer Meinung nach zu weit gegangen. Die Nachfrage der Schwellenländer dürfte schon bald wieder anziehen. Ausserdem sind die US-Rohöllager weniger gefüllt als vor einem Jahr, was den Preis des schwarzen Goldes ebenfalls stützen sollte. derinews: Ihre Vorhersagen zum Immobilienmarkt? Die globalen Immobilienaktien konnten sich ab April 2012 vom Weltaktienmarkt abkoppeln und legten deutlich zu. Die Perspektiven für die nächsten Monate sind weiterhin moderat positiv. Allerdings bestehen ähnlich wie bei Aktien erhebliche Rückschlagsrisiken. derinews: Was würden Sie im Anleihen Bereich empfehlen? Aufgrund des rekordtiefen Niveaus der Rendi ten in Deutschland und der Schweiz ist das Risiko eines Kursverlustes wegen eines Zinsanstiegs wesentlich grösser als die Chance eines Kursgewinns aufgrund eines weiteren Rückgangs der Zinsen. Hinzu kommt, dass bereits bei einer teilweisen Beruhigung der Eurozone (Stichwort: «Schuldentilgungsfonds») die deutschen Renditen deutlich ansteigen. Als Alternative sind hochverzinsliche Unternehmensanleihen, sogenannte High-Yields Bonds, attraktiv. Christophe Bernard Chefstratege der Vontobel-Gruppe, Vontobel Asset Management Christophe Bernard ist seit Februar 2012 bei Vontobel als Leiter der Balanced/ Multi Asset Class Boutique (MAC) tätig. Ferner ist er Vorsitzender des Anlageausschusses. Von 1991 bis 2005 arbeitete Christophe Bernard für die Deutsche Asset Management (DeAM), wo er zwischen 1997 und 1999 Leiter des Equity Portfolio Managements war. Im Jahr 2000 wurde er CIO der Filiale in Frankfurt und 2005 CIO für Europa. Von 2005 bis 2012 war er bei der Union Bancaire Privée tätig, wo er Chief Investment Officer sowie Mitglied des Geschäftsleitungsausschusses der Bank war.

7 7 Outlook 2012 «Es ist zu erwarten, dass die Volatilität auch im zweiten Halbjahr hoch bleibt.» Interview zum Ausblick des Schweizer Aktienmarkts mit Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Bank Vontobel AG derinews: Die Volatilitäten sind wieder stark angestiegen. Werden wir diesen Trend auch ins zweite Halbjahr mitnehmen? Es ist zu erwarten, dass die Volatilität auch im zweiten Halbjahr hoch bleibt, zumal für die wesentlichen Probleme (Euroland- Schuldenproblematik, ungenügend kapitalisierte Banken, USA-Schulden, nachlassendes Wirtschaftswachstum in aufstrebenden Märkten) bisher noch keine nachhaltigen Lösungen präsentiert wurden. Die Verunsicherung bei Investoren bleibt entsprechend hoch. derinews: Welche Risiken sehen Sie für den Schweizer Aktienmarkt? Der Schweizer Markt kann sich in seiner Entwicklung nicht den globalen Trends entziehen. Zwar läuft die Wirtschaft auch in der Schweiz verhältnismässig gut, doch die Schwächeanzeichen sind deutlich sichtbar und die Auswirkungen der Euroland- Schuldenkrise werden sich in den Halbjahresabschlüssen und insbesondere den vorsichtigen und allenfalls reduzierten Ausblicken der Schweizer Unternehmen zeigen. derinews: Was sind die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen für den Bankensektor in der Schweiz und in Deutschland? Im Gegensatz zu den USA haben es die Banken in Europa verpasst, die Erholungsphase ab Mitte 2009 bis 2010 zum substanziellen Aufbau von Eigenkapital in ihren Bilanzen zu nutzen. Zwar wurden mit den zuständigen Regulatoren lange Übergangsfristen bis Ende 2018 vereinbart, doch der Markt wendet die für die Zukunft geltenden Regeln bereits heute an, weshalb einzelne Banken unter Druck sind, rascher als erwartet Kapital aufzubauen. derinews: Sie SNB hat am 14. Juni 2012 verlauten lassen, dass sie den Mindestkurs von 1.20 auch weiterhin mit allen Mitteln verteidigen wird. Wird die SNB den Mindestkurs halten können? Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass die SNB den Mindestkurs wird halten können, auch wenn seit Mai der Druck aufgrund erneut aufkommender Sorgen im Euroraum (spanische Banken) deutlich zugenommen hat. Eine Aufgabe würde zu einer massiven Beeinträchtigung der Schweizer Wirtschaft führen. derinews: Jede Krise beinhaltet auch Chancen. Welchen Titeln trauen Sie im restlichen Jahr das grösste Potenzial zu und welche Anlagestrategie würden Sie empfehlen? Angesichts der aktuellen Marktsituation favorisieren wir dividendenstarke Titel oder solche, bei denen die Kurseinbussen ein überdurchschnittliches Mass angenommen haben: Wir favorisieren Actelion, ABB, Kuoni, Roche, Sika, Swiss Re und Syngenta. derinews: Sie waren ja neulich in Ihrer Heimat Griechenland im Urlaub. Wie ist die Stimmung vor Ort? Die Stimmung in Griechenland lässt sich in weiten Teilen nicht direkt mit den Bildern im Fernsehen vergleichen. Auf den Inseln spürt man eine gewisse Zurückhaltung, aber keineswegs im gleichen Ausmass wie in Athen. Es ist den meisten Menschen klar, dass sich nachhaltig etwas ändern muss, wobei die Erkenntnis dafür erst in den letzten Monaten zugenommen hat. Die grosse Verunsicherung wurde von populistischen Kräften ausgenützt, doch der Ausgang der Wahlen sollte temporär zu einer Beruhigung führen. Panagiotis Spiliopoulos Leiter Research des Vontobel Investment Bankings Panagiotis Spiliopoulos leitet seit 2008 das Research der Bank Vontobel. Er war bis dahin seit 2001 für die Analyse von Technologie-, Industrie- und Bankwerten zuständig. Davor war er für die Bank Julius Bär tätig und bei einer Investment Gesellschaft als Leiter für die Auswahl der Investments verantwortlich. Seine Karriere begann er 1995 als Consultant bei einer weltweit führenden Unternehmensberatung.

8 8 Marktfokus Ausweg aus dem Zins-Dilemma? USA: 200-Jahrestief, Frankreich: 260-Jahrestief, Niederlande: 500-Jahrestief. Die Zinsen rutschten in diversen Staaten auf einen Tiefststand, welcher seit mehreren hundert Jahren nicht mehr erreicht wurde. Im derzeitigen Umfeld der Anleihenmärkte sind deshalb Alternativen zu den klassischen Renditequellen gefragt. Strukturierte Produkte bieten gute Möglichkeiten, zusätzliche Ertragsquellen zu erschliessen und das Rendite-/Risiko-Profil eines Portfolios zu verbessern. Im aktuellen Anlageumfeld tun sich Anleger schwer, adäquate Investitionsmöglichkeiten zu finden. Die Zinsen befinden sich in den Industrienationen mit den aktuellen Niveaus auf einem Tiefststand. Dagegen ist das Risiko, dass die Zinsen infolge eines massiven Inflations drucks bedingt durch die stark erhöhte Geldmenge im gesamten Finanzsystem steigen könnten, nicht von der Hand zu weisen. Die politischen Entwicklungen in den letzten zwei Monaten liessen die Renditen der Staatsanleihen verschiedenster Länder dramatisch einbrechen. Auf zwei Jahre betrachtet, befinden sich z. B. die Zinsen deutscher Anleihen auf dem Tiefststand. Jüngste Anzeichen deuten zwar darauf hin, dass die Renditen für deutsche Staatsanleihen wieder etwas ansteigen. Dennoch bleibt das Fazit: Anleihen verschiedenster Laufzeitbänder lohnen sich im aktuellen Umfeld nicht. Anleger haben mittels strukturierten Produkten die Chance, trotz eines solchen Tiefzinsumfeldes eine Rendite zu erwirtschaften, die über den Kapitalmarktzinsen liegt. Je nach Rendite-/Risikoprofil bietet Vontobel attraktive Zinsprodukte oder Hebelzertifikate auf diverse Zinssätze an. Mehr dazu auf Seite 10 und 11. Währungen einzelner Eurostaaten eingegangen wird. Ein solches Szenario dürfte zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch eher unwahrscheinlich sein, doch die Folge wären tektonische Verwerfungen im europäischen Zinsgefüge. In einem positiven Szenario dürfte also davon ausgegangen werden, dass die deutschen Renditen wieder ansteigen, da diese Staatsanleihen nicht mehr als «Safe Haven» angesehen werden und eine geringere Nachfrage die Folge wäre. Gleichzeitig würden die Renditen der Staatsanleihen der Peripherieländer sinken, da die Bonität wieder gestiegen wäre und damit das Ausfallrisiko sinken würde. Somit wäre keine Risikoentschädigung in der Höhe von heute mehr nötig. Die Frage bleibt offen, wie es weiter gehen wird. Werden die Zinsen vorerst auf dem aktuellen Niveau verharren oder könnte es noch zu neuen Renditetiefs kommen? Spanien und Griechenland im Fokus Die Gründe für die Einbrüche an den Aktienmärkten resultieren aus der weltweiten Konjunkturschwäche und der sich weiter verschärfenden Schuldenkrise in Europa (vgl. Marktbericht USA und Europa). Diese hält mit Griechenland, Spanien und jüngst auch Zypern den globalen Kapitalmarkt in Atem. Die Euro-Gruppe hat Spanien beispielsweise bis zu EUR 100 Milliarden für dessen Bankenrestrukturierung zugesagt. Wie hoch genau jedoch der benötigte Finanzbedarf der spani schen Banken sein wird, dürfte Ende Juli bekannt werden. Die Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) trugen dazu bei, dass sich die Lage in Zusammenhang mit dem Abfluss von Einlagen und die generell schwierigen Finanzierungsbedingungen für Banken etwas entspannt haben Inwieweit dem nach dem Bruttoinlandprodukt gemessenen viertwichtigsten Staat (12 %-Anteil) im Euroraum die Wiederherstellung des Anlegervertrauens in das Banken system gelingt, wird sich zeigen. Die Mitte Juni abgehaltenen Wahlen in Griechen land beruhigten die Anleger nur für wenige Stunden und schnell kehrte wieder Ernüchterung ein. Mit dem Ergebnis, dass sich die Konservativen gegenüber den Linksradikalen durchsetzten und als Gewinner aus der Staatsverschuldung von Griechenland/Spanien vs. Rendite 10 jährige Staatsanleihe Blick auf die Eurozone Die politischen Entwicklungen in der Eurozone haben einen entscheidenden Einfluss auf die derzeitigen Zinsniveaus. Grundsätzlich ist die Chance eines Zinsanstiegs bei solch tiefen Zinssätzen wahrscheinlicher als das Risiko eines Zinsrückgangs. Dieses Marktphänomen gilt insbesondere für die deutschen Staatsanleihen. Eine nachhaltige politische Lösung der Staatsschuldenkrise in Europa würde theo retisch zu einem signifikanten Anstieg der Zinsen in Deutschland und einem Rückgang der Zinsen in den europäischen Peripherieländern führen. In der Presse ist auch von einem Negativszenario zu lesen, in dem auf das Auseinanderbrechen der Währungsunion und die Wiedereinführung der nationalen Staatsverschuldung (absolut in Mio.) % 59.4 % Griechenland % 55.6 % % 52.6 % 97.4 % 48.8 % 98.6 % 46.3 % Spanien Quelle: Bloomberg (Eurostat), Stand am Zahlen in % des BIP 100 % 43.2 % % 39.7 % % 36.3 % 113 % 40.2 % % 53.9 % 145 % 61.2 % % 68.5 % 2011 (1.HJ) Rendite 10-jährige Staatsanleihe in %

9 9 Marktfokus Bild links: Aktuell befinden sich die Zinssätze vieler Industrienationen auf rekordverdächtigen Tiefstniveaus. Bild rechts: Die Frage, wie sich diese in Zukunft weiterentwickeln werden, bleibt offen. Wahl hervorgegangen sind, wird das Szenario wieder wahrscheinlicher, dass Griechenland Teil der Eurozone bleibt. CH Renditen unter japanischen Niveaus Nicht nur auf lange Sicht, sondern auch am kurzen Ende verharren die Renditen auf Staatsanleihen nahe dem Allzeit-Tief. In der Schweiz notieren die 3-Monats-LIBOR-Fixierungen derzeit knapp unter 10 Basispunkten (1 % = 100 Basispunkte). Ein vorübergehen der Rückgang ist durchaus möglich, da die Unsicherheit in Bezug auf Europa weiter steigt. Bereits im Sommer 2011 notierten aufgrund der erhöhten Unsicherheiten die Fixierungen für kürzere Laufzeiten im negativen Bereich. Marktexperten gehen in diesem Fall jedoch davon aus, dass das Transaktionsvolumen niedrig bleiben wird und die Phase der negativen Fixierungen am Interbankenmarkt temporärer Natur sein dürfte. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die negativen Zinsen auf relativ kurze Laufzeiten beschränken. Auch die derzeit niedrigen Renditen für lang laufen de Eidgenossen und Schweizer Swap- Sätze liegen mittlerweile unter dem japanischen Rendite niveau. Doch im Gegensatz zu Japan geht der Rückgang der nominalen Renditen nicht mit einer Deflation einher. Während die japanischen Renditen infolge der Deflation trotz niedriger nominaler Zinsen im positiven Terrain bleiben, fallen die realen Renditen in der Schweiz negativ aus. Wie sind Zinsen in der Geschichte eigentlich entstanden? Wir geben Ihnen einen Exkurs. Lesen Sie mehr dazu in der Rubrik «Know-how» auf Seite 14. Wird SNB die Wechselkurs Untergrenze EUR/CHF verteidigen können? Die Entwicklungen in Griechenland und der damit verbundene Druck auf den Euro haben erneut die Frage aufgeworfen, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) die von ihr im September verkündete Untergrenze für EUR/CHF von 1.20 dauerhaft verteidigen kann. Nachdem die implizite Volatilität von USD/CHF und EUR/CHF zuvor mehrere Monate kontinuierlich gesunken war, ist sie nun wieder deutlich gestiegen. Spekulative Investoren haben verstärkt CHF gekauft und die Preise für CHF-Kaufoptionen haben ebenfalls zugelegt. Auch die Devisenreserven verzeichnen einen Anstieg. Der für Mai gemeldete Anstieg der Giroeinlagen deutet darauf hin, dass die SNB interveniert hat, um den Druck auf die Währung zu mindern. «Der Euro wird äusserst volatil bleiben. Der Schweizer Franken wird als klassische Fluchtwährung mit Aufwärtsdruck zu kämpfen haben.» Christophe Bernard, Chefstratege Vontobel Asset Management Um die Untergrenze zu verteidigen, verfolgt die SNB seit dem 16. September 2011 eher eine Währungs- als eine Zinsstrategie. Sollte sich wider Erwarten das Negativszenario bewahrheiten und kommt es zu einer Ausgliederung Griechenlands aus der EU, oder gerät Spanien weiter in Schieflage, könnte der Schweizer Franken aufgrund seiner Funktion als Fluchtwährung weiterhin unter Aufwertungsdruck geraten. Je nach Massnahme der SNB um die Untergrenze von CHF 1.20 zu verteidigen, könnten die kurzfristigen Zinssätze wiederum in negatives Terrain rutschen. SNB-Präsident Jordan stellt in einem Interview der NZZ sogar in Aussicht, Kapitalverkehrskontrollen einzuführen, sollten andere Massnahmen nicht mehr ausreichen. Gemäss Experten des Vontobel Asset Managements dürfte der Euro auch in den nächsten Monaten äusserst volatil bleiben und der Schweizer Franken als klassische Fluchtwährung mit Aufwärtsdruck zu kämpfen haben. Weiterhin sind die Ökonomen bei Vontobel davon überzeugt, dass die SNB den Kurs von 1.20 Franken per Euro halten kann. Vontobel-Chefstratege Christophe Bernard gibt uns weitere Impulse zum Thema Zinsen. Lesen Sie mehr zu diesem und zu weiteren Entwicklungen der Weltwirtschaft, Inflation sowie Wechselkurse im Ausblick auf Seite 6. Wie der Ausblick aus Sicht der Bank Vontobel für den Schweizer Aktienmarkt ausfällt, lesen Sie im Interview auf Seite 7 mit Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research der Bank Vontobel. Was tun, wenn Festverzinsliche nicht mehr rentieren? Fest steht, dass die Zahlungsfähigkeit respektive die Bonität einiger Staaten, wie z. B. jene der PIIGS-Staaten, nicht mehr so hoch wie vor einigen Jahren eingestuft wird. Zudem werfen Direktinvestitionen in Staatsanleihen wie jene für Deutschland oder die Schweiz keine attraktiven Renditen mehr ab. Eine interessante Lösung bietet sich mit strukturierten

10 10 Marktfokus Produkten. Diese ermöglichen trotz des aktuellen Tiefzinsumfeldes eine Rendite bei entsprechendem Risiko zu erwirtschaften, die über den Kapitalmarktzinsen liegen kann. Wir zeigen Ihnen zu diesem Thema Produktideen wie Bondbasket auf Schwellenländerobli gationen, Floored Floater Produkte mit Referenz anleihe (Referenzschuldner-Zertifikat mit bedingtem Kapital schutz) sowie Hebelprodukte Call & Put auf Bund Futures auf. Produktidee 1: Investitionsmöglichkeiten mit Partizipation Im Gegensatz zu den europäischen Staaten weisen Emerging Market Staaten eine geringere Verschuldung auf und sind nur bedingt von den Unsicherheiten europäischer Staatsfinanzen tangiert. So sind die Risiken, gemessen an der CDS-Prämie, tiefer als in manchen Industrieländern. Zudem sind die Renditen vielfach höher, was gleichbedeutend mit einer besseren Risikoentschädigung ist. Da Schwellenländerregionen grösstenteils eine vorteilhafte demographische Entwicklung vor sich haben und bis anhin mit guten Fundamentaldaten überzeugten, darf ihre Zukunft als vielversprechend bezeichnet werden. Für das 2. Halbjahr 2012 gehen die Experten vom Vontobel Asset Management von einer moderaten Wachstumserholung aus (vgl Marktbericht Emerging Markets S. 4). Für Anleger, die sich für ein Investment in Emerging Market-Bonds interessieren, liegt aktuell ein Tracker-Zertifikat zur Zeichnung auf. Das VONCERT auf einen «Emerging Markets» Bondbasket notiert in USD und bietet Anlegern die Möglichkeit, in das spannende Anlagethema «Schwellenländerobli gationen» zu investieren. Das Produkt bietet Ihnen eine Partizipation an der Wert entwicklung des zugrunde liegenden statischen Bondbaskets, Zinsen auf Jahrhundert Tief Die amerikanischen Zehnjahreszinsen sackten auf ein Tief, das in den letzten 200 Jahren nie niedriger lag. Die Zinsen in Grossbritannien befinden sich seit Juni auf einem 110 Jahrestief, während sie in Frankreich ein 260 Jahrestief erreicht haben. Die Renditen niederländischer Staatsanleihen sind gar auf ein 500 Jahrestief gefallen. Quelle: Finanz und Wirtschaft Basketzusammensetzung per Anfangsfixierung* Anleihe Verfall Moody s Rating Sektor Land 9.0 % CEMEX S.A.B de C.V B- (S&P) Bau Mexiko 7.5 % Türkei, Republik Ba1 Staat Türkei 6.70 % Severstal Steel Capital S.A Ba1 Rohstoff Russland 6.5 % Hypermarcas S.A Ba3 Pharma Brasilien % Lukoil International Baa2 Rohstoff Russland Finance B.V % Brasilien Baa2 Staat Brasilien % Mexiko Baa1 Staat Mexiko 4.95 % Sberbank Capital S.A A3 Finanzdienstleistung Russland % Indonesien Repuplik Baa2 Staat Indonesien % China National Offshore Oil Corp Finance Aa3 Rohstoff China *Angaben sind indikativ und werden am fixiert. Hinweis: Bei einer Investition in das VONCERT sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei einer Direktanlage in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und Kursrisiken. VONCERTs erbringen keine laufenden Erträge und verfügen über keinen Kapitalschutz. der regional diversifiziert in 10 Bonds von Schuldnern aus Brasi lien, Mexico, Russland, China, Türkei und Indonesien investiert. Die während der Laufzeit anfallenden Couponzahlungen der einzelnen Anleihen werden jeweils reinvestiert und fliessen in die Performance des VONCERT ein. VONCERT auf einen USD «Emerging Market» Bondbasket Partizpation an einem statischen USD Bondbasket von 10 gleichgewichteten «Emerging Markets» Bonds Valor/Symbol: /VZBDH Schuldnerqualität: mindestens B- bis A3 Rating Anfangsfixierung: Liberierung: Laufzeit: bis Januar 2017 Produktwährung: USD Management Fee: 0.25 % p. a. Zeichnungsfrist: , Uhr Produktidee 2: Investitionsmöglichkeiten mit bedingtem Kapitalschutz Floored Floaters mit Referenzanleihe bieten die Möglichkeit, über den Coupon an zukünftig steigenden Zinsen des CHF 3-Monats LIBOR bzw. dem EUR 3-Monats EURIBOR zu partizipieren und von einem garantiertem Minimum Coupon sowie eine von der Referenzanleihe abhängige, bedingte Rückzahlung zum Nennwert von 100 % zu profitieren. Bei diesen Produkten wird das Emittentenrisiko mit COSI -Pfandbesicherung auf ein Minimum reduziert. Dieses Produkt eignet sich für Anleger Differenzierung über fünf Sektoren Quelle: Bank Vontobel AG Pharma 10 % Bau 10 % Finanzdienstleistung 10 % Staat 40 % Rohstoff 30 % mit einer konservativen Anlagestrategie, die sich nicht wie bei einer herkömmlichen Zinsanlage (Obligation) auf einen fixen Coupon festlegen, sondern von allenfalls steigenden Zinsen profitieren möchten. Die Couponzahlungen erfolgen vierteljährlich. Solange kein Ausfall- bzw. Rückzahlungsereignis der Referenzanleihe eintritt, erhält der Anleger bis Verfall entweder den Referenzzinssatz oder den Minimum Coupon. Entscheidend ist der am Beobachtungszeitpunkt höhere Zinssatz. In folgender Tabelle (rechts) zeigen wir Ihnen drei Produktideen auf Floored Floaters mit Referenzanleihe aus dem Industriesektor. Produktidee 3: Investitionsmöglichkeiten mit Hebelprodukten Für Anleger, die von den Entwicklungen im Obligationenmarkt profitieren möchten und klare Kurserwartungen haben, bieten Hebelprodukte eine passende Investmentlösung. Schon mit kleinen Beträgen können Investoren bei zutreffenden Markterwartungen beachtliche Gewinne erzielen. In dieser Produktidee

11 11 Marktfokus stellen wir Ihnen zwei Hebelprodukte auf den Bund Future vor, bei welchen Sie auf steigende (Call) oder fallende Kurse (Put) setzen können. Sprinter Warrants sind im Gegensatz zu herkömmlichen Warrants mit einer zusätzlich vordefinierten Barriere ausgestattet und können vorzeitig verfallen. Wird diese Barriere während der Laufzeit einmal verletzt, verfallen die Sprinter sofort wertlos. Sprinter Warrants haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Warrants nur marginal durch die Volatilität beeinflusst werden. Hebelprodukte sind besonders risikoreiche und spekulative Instrumente der Kapitalanlage. Sie ermöglichen dem Anleger, an den Bewegungen des Basiswertes überproportional teilzunehmen. Durch die Möglichkeit der überproportionalen Partizipation ist der Anleger aber auch einem entsprechend hohem Verlustrisiko ausgesetzt. Der Vorteil bei Hebelprodukten: Der Anleger zahlt nur einen Bruchteil des Basiswertpreises. Dadurch ergibt sich für den Anleger die Hebelwirkung. Zahlt der Anleger beispielsweise nur ein Fünftel des Preises des Basiswertes, beträgt der Hebel fünf. Mit kleinem Einsatz können grosse Gewinne erzielt werden. Auf der anderen Seite ist aber auch das Risiko besonders gross. Geeignet sind diese Produkte deshalb für erfahrene und risikobereite Anleger. Kompakt Die weltwirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Monate liessen die Renditen verschiedener Staatsanleihen rund um die Erde dramatisch einbrechen. So notieren beispielsweise die Zehnjahreszinsen in Grossbritannien seit Juni auf einem 110-Jahrestief, während sie in Frankreich auf ein 260-Jahrestief gefallen und die Renditen niederländischer Staatsanleihen gar auf ein 500-Jahrestief gerutscht sind. Anleihen mit kurzen und langen Laufzeiten lohnen sich im aktuellen Umfeld nicht mehr. Richtig eingesetzt, bieten strukturierte Produkte in einem solchen Tiefzinsumfeld attraktive Investitions möglichkeiten, welche eine Renditechance ermöglichen, die über den Kapital marktzinsen liegen können. Lesen Sie mehr zum aktuellen Zinsumfeld und zu den Produktideen in der Rubrik «Marktfokus». Produkteckdaten Floored Floater in CHF mit Referenzanleihe Clariant Floored Floater in CHF mit Referenzanleihe Holcim Ltd Floored Floater in EUR mit Referenzanleihe Thyssen Krupp Emittentin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor s A; Moody s A2) SVSP-Bezeichnung Referenzschuldner-Zertifikat mit bedingtem Kapitalschutz (1410) Symbol / Valor VFRRF / VFRCM / VFRET / Basiswert CHF 3 Monats LIBOR Zinssatz CHF 3 Monats LIBOR Zinssatz EUR 3 Monats EURIBOR Zinssatz Referenzanleihe / S&P-Rating Emissionspreis / Nennwert Anfangsfixierung/ Liberierung Letzter Handelszeitpunkt / Rückzahlung CHF 3.25 % Clariant AG / BBB- 100 % / CHF / / CHF 4 % Holcim Ltd / BBB 100 % / CHF / / % Thyssen Krupp AG 12/17 / BB 100 % / EUR / / Minimum Coupon p. a.* 2.00 % 1.75 % % Couponperioden Vierteljährlich Vierteljährlich Vierteljährlich COSI Ja Ja Ja Zeichnungsfrist bis , Uhr , Uhr , Uhr COSI Collateral Secured Instruments Investor Protection engineered by SIX. *Angaben der drei Produkte sind indikativ und werden am resp fixiert. Hinweis: Floored Floater [SVSP-Bezeichnung: Kapitalschutz-Zertifikat mit Coupon (1140)] zeichnen sich durch einen Kapitalschutz von 100 % in der Referenzwährung per Verfall aus. Darüber hinaus erfolgen periodisch Coupo n- zahlungen, die sich nach einem bestimmten Referenzzins richten und deshalb in ihrer Höhe variabel ausfallen können. Ein Minimum Coupon ist jedoch garantiert. Der maximal mögliche Gewinn ist auf die Coupons begrenzt. Das Risiko eines Floored Floater ist damit verbunden, dass der Kapitalschutz erst am Ende der Laufzeit garantiert ist. Während der Laufzeit kann der Wert unter den Rückzahlungspreis fallen. Produkteckdaten Sprinter Warrant (Call) Sprinter Warrant auf Bund Future Sep 2012 Valor / Symbol / SBUNB / SBUNK Basiswert Bund Future September 2012 Bund Future September 2012 Risikopuffer 6.10 % 2.57 % Ratio 05:01 05:01 Leverage Verfall Aktueller Briefkurs* CHF 2.10 CHF 0.90 Produkteckdaten Sprinter Warrant (Put) Sprinter Warrant auf Bund Future Sep 2012 Valor / Symbol / SRXUA / SRXUD Basiswert Bund Future September 2012 Bund Future September 2012 Strike / Knock-out Preis CHF CHF Risikopuffer 4.58 % 2.46 % Leverage Verfall Aktueller Briefkurs* CHF 1.60 CHF 0.87 *Stand am Hinweis: Sprinter Warrants [SVSP-Bezeichnung: Warrant mit Knock-out (2200)] sind Hebelprodukte. Es besteht bei Hebel produkten ein Totalverlustrisiko des eingesetzten Kapitals. Hebelprodukte verfügen über keinen Kapitalschutz.

12 12 Themenrückblick Chocolate II Basket Süsse Stimmung in bitteren Zeiten Symbol Valor Basiswert Verfall Währung Aktueller Preis* Performance seit Lancierung* Performance 1 Monat VZTUR Türkei Basket CHF % 5.5 % VZIDS International Dividend Stocks CHF % 4.6 % VZINU India IV Bsk USD % 4.5 % VZSTB Strombasket IV CHF % 4.1 % VZINN India IV CHF % 4.1 % VZSVE CH Versicherungen IV Bsk CHF % 3.9 % VZPHB Pharma IV CHF % 3.8 % VZSWD Dividendentitel Schweiz CHF % 2.8 % VZCOB Chocolate II Basket CHF % 1.8 % VZGNB Generica IV Basket CHF % 2.1 % VZIDL Swiss Industrials II Basket CHF % 6.6 % VZGEX Selected German Exporters EUR % 6.7 % ETCENC JPMCCI Energy TRI Open End q CHF % 7.0 % VZSEB Seltene Erden CHF % 8.1 % VZCAC Solactive China Automobile Performance Index Open End CHF % 8.8 % * Stand am Hinweis: Bei einer Investition in ein VONCERT [SVSP-Produkttyp Tracker-Zertifikat (1300)] sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei einer Direktanlage in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und Kursrisiken. VONCERTs erbringen keine laufenden Erträge und verfügen über keinen Kapitalschutz. Kommentar von unserem Vontobel Research Investment Banking Türkei Basket Die Türkei zeichnet sich durch ein solides wirtschaftliches Fundament, eine steigende Industrieproduktion, eine geringe Verschuldung (28 % des BIP) und einer vorteilhaften Demografie aus. Trotz globaler Rezessionsängste wird für 2012 ein gesundes Wirtschaftswachstum erwartet. Die fortschreitende Industrialisierung (Agrarwirtschaft 30 % des BIP) und die geringe Sparquote einer wachsenden Mittelschicht stellen eine gute Ausgangslage für binnenmarktorientierte Unternehmen dar. Die Türkei verfügt über ein gesundes Finanzsystem (keine Bankenkrise) und eine disziplinierte Fiskalpolitik. Die sehr starke Jahresperformance von + 36 % verdankt der Basket einer deutlichen Kurssteigerung des Finanzwerts Turkiye Is Bankia und eine Verdreifachung des Werts von Brisa Bridgestone. Chocolate II Basket Mit einer Performance von 13 % konnte der Chocolate II Basket im bisherigen Jahresverlauf die meisten Indizes deutlich schlagen. Nach einer verhaltenen Performance in den ersten zwei Monaten profitierte danach der Basket von den aufkommenden Konjunkturängsten und der Flucht der Investoren in dividendenstarke und defensive Titel. Schokolade als Unterkategorie des Nahrungsmittelsektors bietet genau den erforderlichen Mix von Substanz, Rendite und Exposure in die aufstrebenden Märkte. Titel wie Petra Foods (Singapur), Hershey (USA) und Lindt (CH) waren die Haupttreiber der guten Per formance. Solange die Konjunkturängste anhalten, dürften Investoren mit einer Anlage im Chocolate II Basket gut aufgehoben sein. Generica IV Basket Der weltweite Generica-Markt zeichnet sich durch überdurchschnittliches Wachstum gekoppelt mit überdurchschnittlichen Risiken aus. Der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen generiert eine steigende Nachfrage, doch die regulatorischen Anforderungen an die Generika-Hersteller nehmen ebenfalls zu. Die Konzentration auf fokussierte Player im Gegensatz zu integrierten Konzernen (Novartis: Pharma und Generika (Sandoz) unter einem Dach) ermöglicht eine rasche Reaktionsfähigkeit auf neue Herausforderungen. Die überdurchschnittliche Wertsteigerung von + 7 % seit Anfang Jahr verdankt der Basket Werten wie Acino (CH), Stada Arzneimittel (GR) und Watson Pharmaceuticals (US). Die fundamentalen Treiber für die Generica-Industrie bleiben unverändert intakt. Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Vontobel Investment Banking Das Vontobel-Aktien-Research betreut weltweit die wichtigsten Investoren und ist in den entscheidenden Finanzzentren präsent. Rund 150 Schweizer und 20 internationale Unternehmen deckt das Research ab. Mit einem sehr breiten Know-how im Bereich der kleinen und mittelgrossen Unternehmen können Kundenwünsche rasch und kompetent umgesetzt werden.

13 13 Schweizer Aktienmarkt Swisscom unter den TOP 10 mit 6 % Dividendenrendite ABB Ltd. Swisscom AG Geberit AG Performance-Entwicklung ABB Ltd. Performance-Entwicklung Swisscom AG Performance-Entwicklung Geberit AG Absoluter Wert in CHF Jun 11 Jun 12 Absoluter Wert in CHF Jun 11 Jun 12 Absoluter Wert in CHF Jun 11 Jun 12 ABB Ltd. Barriere bei CHF (70 %) Swisscom AG Barriere bei CHF (85 %) Geberit AG Barriere bei CHF (85 %) Quelle: Bloomberg, Stand am Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus. Seit der Publikation des 1Q12 Resultats hat die ABB Aktie deutlich an Terrain eingebüsst. Zwar hatte das Management bereits im Februar die Investoren aufgrund von margenschwachen Projekten im Auftragsbestand auf ein bescheidenes Quartalsresultat vorbereitet, doch die Publikation brachte dennoch eine herbe Enttäuschung. So war vor allem die Margenschwäche in der Division «Low Voltage Products» für das Verfehlen des Konsens verantwortlich. ABB litt an weniger Aufträgen aus China in den Bereichen Bau und Bahninfrastruktur sowie einer nachlassenden Nachfrage aus Italien. Normalerweise vermag die globale Diversifikation von ABB einzelne Schwachpunkte zu kompensieren, doch dieses Mal traten zu viele negative Punkte konzentriert auf. Das Management bestätigte jedoch, dass sich fundamental nichts geändert habe und bereits wieder erste Erholungs zeichen sichtbar würden, weshalb die Margen wieder eine Trendumkehr erfahren sollten. ABB dürfte profitieren, wenn der chinesischen Regierung eine «weiche» Landung gelingt. Dank des defensiven Profils hat sich die Aktie von Swisscom bei einer zwischenzeitlichen Schwäche seit Anfang des Jahres mit 4.7 % besser als der SMI (1.1 %) entwickelt. Die Erstquartalsresultate fielen robust aus und es gibt auch keine Anzeichen für substantielle Veränderungen. Wir erwarten keine Intensivierung des Wettbewerbs, obwohl Swisscom aktuell neue attraktive Mobilfunktarife einführt. Der Fokus bleibt weiterhin auf der Intensivierung des Glasfaserausbaus. Der erhöhte Kapitalbedarf führte auch zum Ausblick einer unveränderten Dividende für das laufende Jahr. Mit einer Dividendenrendite von rund 6 % gehört Swisscom jedoch immer noch zu den besten zehn Renditetiteln der Schweiz. Im Verlauf des Jahres wird auf politischer Ebene über eine Revision des Telekomgesetzes debattiert. Die Diskussionen sind jedoch noch in einem sehr frühen Stadium, weshalb die Experten von Vontobel Research Investment Banking keinen negativen Einfluss erwarten. Swisscom ist und bleibt eine grundsolide Unternehmung. Die Aktie von Geberit hat sich im Jahresverlauf leicht positiv entwickelt. Die Aufnahme in den SMI per Mitte Juni führte jedoch per saldo zu leichten Abgaben. Investoren mit Fokus auf kleine und mittelgrosse Werte mussten dentitel verkaufen, da er nicht mehr dem Small und Midcap Anlageuniversum zuzuordnen ist. Die hohe Abhängigkeit von der europäischen Baukonjunktur wird durch die überragende Bedeutung des boomenden deutschen Wohnbaumarktes (Umsatzanteil von über einem Drittel) sowie der bedeutenden in der Schweiz generierten Umsätze (rund 15 %) entschärft. Wir erwarten daher ein solides Umsatzwachstum. Dank der hohen Preissetzungskraft und der tendenziell tieferen Rohmaterialpreise erwarten wir einen Anstieg der schon sehr hohen Margen in Damit wird Geberit auch für das laufende Geschäftsjahr attraktive Dividenden ausschütten und das Aktienrückkaufprogramm mittels eigenen erwirtschafteten Mitteln finanzieren können. Produkteckdaten Produktname Defender Voncert auf ABB Ltd. Valor Barriere CHF (70 %) Ausübungspreis CHF (115 %) Anfangs / Schlussfixierung / Aktuelle Bonusrendite* % Aktueller Briefkurs* CHF Produkteckdaten Produktname Defender VONTI auf Swisscom AG Valor Barriere CHF (85 %) Coupon 6.20 % ( % p. a.) Anfangs / Schlussfixierung Max. Rendite* Aktueller Briefkurs* % / % ( % p. a.) Produkteckdaten Produktname Defender VONTI auf Geberit AG Valor Barriere CHF (85 %) Coupon 6.25 % ( % p. a.) Anfangs / Schlussfixierung Max. Rendite* Aktueller Briefkurs* % / % ( % p. a.) *Stand am Barriereangaben in % beziehen sich auf die Anfangsfixierung. Alle Beiträge von Vontobel Research Investment Banking. Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen finden Sie unter Hinweis: Defender VONCERTs [SVSP Produkttyp Bonus Zertifikat (1320)] bzw. Defender VONTIs [SVSP Produkttyp Barrier Reverse Convertible (1230)] zeichnen sich durch eine allerdings nur bedingte Rückzahlung zum Nennwert/Ausübungspreis aus. Falls der Basiswert die Barriere berührt oder durchbricht, entfällt die Rückzahlung/Mindestrückzahlung unmittelbar. Demnach sind die Risiken einer Anlage in solche Produkte erheblich, sie entsprechen weitgehend den Risiken einer Direktanlage in den Basiswert. Je tiefer der Schlusskurs des Basis wertes bei Verfall unter dem Emissionspreis resp. Ausübungspreis liegt, desto grösser ist der erlittene Verlust. Die angegebenen Renditen können durch Transaktionskosten wie Courtagen, Steuern und Abgaben geschmälert werden.

14 14 Know how Die Zinsentwicklung Ein Blick zurück Aktuell befinden wir uns in einer Zeit rekordtiefer Zinsen. Auch in naher Zukunft deuten die Zeichen auf keine unmittelbare Erhöhung des Zinsniveaus hin. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass dies kein neues Phänomen ist. Die Entstehung von Zinsen Ein Rückblick in die Geschichte offenbart, dass der Anspruch auf Zinsen schon viel älter ist als man vermuten würde. Zinsen sind so alt wie das Eigentum. Abgeleitet vom Eigentum ist eine Form des Kredits und somit des Zinses entstanden. Ökonomisch betrachtet entspricht der Zins dem Preis eines Kredits. Dabei kommt die Frage auf, wieso ein Kredit etwas kostet. Die Antwort liegt auf der Hand: Der Gläubiger, häufig eine Bank, verzichtet für eine bestimmte Zeit auf einen Teil seines Besitzes. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Geld und dafür möchte der Gläubiger entschädigt werden. Diskont, Lombard und Liborzinssatz (in %) 14 % 12 % 10 % 8 % 6 % 4 % 2 % 0 % Diskont Lombard 3-Monats-LIBOR Quelle: SNB Studie Zinssätze und Renditen November 2007 Zinsen gibt es schon länger als Banken In der Geschichte taucht der Zins schon viel früher auf als die Banken: Im Altertum musste man für einen Scheffel Saatgut auf Kredit mindestens zwei Scheffel zurückbezahlen. Somit ist die Finanzierung des Zinses aus dessen Ertrag selbst abhängig. Misslang die Ernte musste der Gläubiger einen Totalverlust hinnehmen. Somit kann auch der horrende Zins von 100 % begründet werden. Wohl aus dieser Entwicklung heraus ist der Gedanke des Wucherzinses nichts Neues: Bereits um 1800 vor Christus beschränkte der babylonische König Hammurabi den Zins auf 33.3 %, was speziell aus heutiger Sicht mit Zinsen beinahe bei Null immer noch als Wucherzins durchgehen würde. Vielfach wurden die Zinsen im Altertum mit Arbeit abgegolten, da dies oft das einzige Gut des Schuldners war. Ein weiterer Aufschluss zur Entstehung des Zinses ergibt sich aus dem Ursprung des Wortes «Zins»: das sumerische Wort Zins bedeutet auch «Lamm». Im Irak musste ein Pächter für ein Stück Weide wiese für sein Vieh eine bestimmte Anzahl Lämmer abtreten. Zinsen gibt es somit schon einiges länger als Banken. Die buchmässige Verrechnung von Forderungen wurde schon im 2. Jahrhundert vor Christus praktiziert, also lange bevor die erste Bank in den Geschichtsbüchern auftrat. Ein Blick in die Vergangenheit Möchte man die Zinsentwicklung in der Vergangenheit in der Schweiz betrachten, so fokussiert man sich am besten auf den Diskont- und den Lombardzinssatz bis ins Jahr 2000 bzw sowie den 3-Monats- LIBOR in jüngster Vergangenheit. Bei der Analyse der Zinsen lässt sich erkennen, dass die Leitzinsen in den letzten 100 Jahren noch nie so tief waren wie zum jetzigen Zeitpunkt. Dabei lassen sich schnell lokale Hochs und Tiefs erkennen : grosse Depression : Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg, in der, ähnlich wie heute, der sichere Hafen des Schweizer Frankens die Zinsen drückte. 1973/1979: Die starken Anstiege des Ölpreises in den Jahren 1973 und 1979/80 hinterliessen ihre Spuren. In beiden Fällen lässt sich ein signifikanter Zinsanstieg feststellen : Der starke Anstieg zwischen 1989 bis 1991 ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Die Schweizer Wirtschaft war überhitzt und es entstand eine spekulative Immobilienblase. Ebenfalls befand sich die Inflation auf einem hohen Niveau. Zudem waren die USA 1987 bis 1990 vom Börsencrash geprägt. Diskontkredit Der Diskontsatz war derjenige Zinssatz, welcher Banken für einen Diskontkredit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bezahlen mussten. Beim Diskontkredit erwarb die Nationalbank von den Banken Wertpapiere inländischer Schuldner und hielt diese bis zur Fälligkeit. Der Diskontkredit war zu Anfangszeiten der Nationalbank das wichtigste geldpolitische Instrument. Der Handelswechsel verlor jedoch nach dem Ersten Weltkrieg als Kredit- und Zahlungsmittel an Bedeutung; entsprechend spielte der Diskontkredit keine wichtige Rolle mehr. Die Signalwirkung des Diskontsatzes blieb jedoch bestehen. Seit 2000 publiziert die Nationalbank den Diskontsatz nicht mehr. Lombardkredit Die SNB stellte beim Lombardgeschäft den Banken Kreditlimiten zur Verfügung und ermöglichte ihnen damit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, wenn sie die benötigte Liquidität nicht am Markt beschaffen konnten. Im Rahmen dieser Kreditlimiten konnten die Banken gegen Verpfändung von Wertpapieren Gelder aufnehmen und bezahlten der SNB für den bezogenen Kredit den Lombardsatz. Die SNB schaffte den Lombardkredit auf Ende 2005 ab und ersetzte ihn durch das Repo-Geschäft zum Sondersatz. Quelle: SNB Studie Zinssätze und Renditen November 2007

15 15 Know how Ein Blick auf die Hypothekarzinsen Betrachet man die historische Entwicklung der Hypothekarzinsen in der Schweiz, erkennt man, dass wir uns auf einem rekordtiefen Zinsniveau befinden. So war das Geld für eine variable Hypothek in den vergangenen 160 Jahren noch nie so günstig wie heute. Auffallend ist, dass die Zinssätze seit ca stärker schwanken, das heisst, die Volatilität ist gestiegen. Was für den Eigenheimbesitzer attraktiv ist, kann jedoch auch eine Gefahr darstellen. So entbrannte in der Vergangenheit die Diskussion über die Entstehung einer Immobilienblase. Historische Entwicklung der Hypothekarzinsen seit 1850 Hypothekarzinsen in % Variable Hypothek Outlook Wie geht es weiter? Die Ökonomen des Vontobel Asset Managements erwarten keine unmittelbare Zinserhöhung. Vielmehr wird eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet, während der Ausblick für die Zinsen in den USA und der Schweiz unverändert bleiben. Quelle: Schweizerische Nationalbank, Datastream Entwicklung und Ausblick der Leitzinsen seit 2001 (in %) 7 % 6 % 6 % 4 % Es wird eine Zinssenkung im Euroraum um 25 Basispunkte auf 0.75 % innerhalb der nächsten 3 Monaten erwartet. Die Vorhersage der Zinsen für in einem Jahr ist unverändert auf diesem Niveau. In den restlichen Regionen wie USA, Japan, Grossbritannien, Schweiz und Australien wird von einem nahezu unverändertem Zinsniveau sowohl für einen Zeitraum von 3 Monaten wie auch für die nächsten 12 Monate ausgegangen. Grund dafür dürfte wohl die anhaltende Schuldenkrise in Europa sein. Solange die Krise noch andauern wird, könnten auch die Zinsen auf einem tiefen Niveau verharren (vgl. Rubrik «Marktfokus»). 3 % 2 % 1 % 0 % USA Schweiz Euro-Zone Quelle: Thomson Datastream Kompakt Zinsen gibt es wohl schon länger, als man vermuten würde. Denn das Verlangen eines Preises für einen Kredit bestand bereits, bevor es Banken überhaupt gab. Auch wenn die aktuelle Zinssituation sehr aussergewöhnlich ist, ist sie historisch gesehen kein Novum. Tiefe Zinsen hat es auch in der Vergangenheit bereits gegeben, lediglich die heutigen Gründe haben sich geändert. Es dürfte wohl noch eine Weile dauern, bis wir uns vom jetzigen Tiefzinsniveau entfernt haben Wie wirkt sich die Zinsänderung auf strukturierte Produkte aus? Grundsätzlich kann gesagt werden, dass sich für den Primärmarkt eine Zinserhöhung positiv für den Investor von Anlageprodukten auswirkt. Die darin enthaltene Obligation wirft eine höhere Rendite ab. Da der Anleger durch den Besitz eines strukturierten Produktes auch eine Long-Position an einer Obligation hält, werden dadurch die Konditionen attraktiver.

16 16 Rohstoff Kolumne «Das zweite Halbjahr wird für Rohstoffe positiver.» Interview mit Jochen Stanzl, Rohstoffanalyst Godmode-Trader.de derinews: Herr Stanzl, Sie beschäftigen sich mit der Analyse der Rohstoffmärkte. Warum sind für Sie die Rohstoffe so interessant? Sehen wir uns einfach einmal Gold an: Gold wurde in den vergangenen zehn Jahren um 402 % teurer, Goldaktien im NYSE Arca Gold Bugs Index verteuerten sich in der gleichen Zeit um 350 %. Der DAX kommt da nur auf mickrige 18 % Zuwachs. Es wird schwierig sein, sich mit etwas anderem als Gold gegen eine Abwertung der Währungen abzusichern, und es wird problematisch, sich mit etwas anderem als Öl vor geopolitischen Spannungen zu schützen. Ausserdem ist der Rohstoffmarkt relativ ineffizient. Es gibt wissenschaftliche Studien, die Rohstoffe in der Kategorie Markteffizienz sehr weit unten ansiedeln. Ganz oben sind Märkte wie Währungen oder der FDAX: Wenn Sie da versuchen, mit Kursmustern aus einem Charttechnik-Buch Geld zu verdienen, das vor zehn Jahren geschrieben wurde, haben Sie keine Chance mehr. Der Wettbewerb der Trader an diesen hochliquiden Märkten ist einfach zu heftig, und Sie müssen schon ein ausgefuchster Hund sein, um in diesen Märkten Geld zu verdienen. Wir haben Trader bei Godmode-Trader.de, die das können. Aber bei den Rohstoffen ist es einfach leichter, an Rendite zu kommen, denn wer handelt schon Kupfer oder Baumwolle genauso gerne wie Hebelzertifikate auf den DAX? derinews: Die Märkte korrigieren wegen der Euroschulden Angst seit einigen Monaten. Wie ist Ihr Ausblick für das zweite Halbjahr? Der Anstieg im DAX zu Jahresbeginn war der stärkste seit 30 Jahren. Dieser Impuls dürfte sich nach oben fortsetzen. Bevor dies geschieht, ist aber abzusehen, dass es zu einer zeitlich wie preislich ausgedehnten Korrektur kommen wird. In dieser befinden wir uns gerade. Wir notieren momentan 20 % unter dem Hoch bei rund 7200 Punkten. Gemäss der Intermarket-Analyse, wo man die Beziehungen verschiedener grosser Märkte zueinander untersucht, kann ich sagen, dass rohstoffintensive Währungen wie der australische Dollar, konjunktursensible Rohstoffe wie Kupfer und Risikoaktiven wie der DAX gleichzeitig auf wichtigen Unterstützungen angelangt sind. Ich gehe davon aus, dass wir die Korrekturtiefs am DAX, bei Kupfer und Gold gesehen haben. derinews: Was macht Sie so zuversichtlich? Die Wahlen in Athen haben die Unsicherheit auf dem Markt beseitigt. Europas Politik strebt nun eine etwas wachstumsfreundlichere Wirtschaftspolitik an, während die EZB wahrscheinlich die Zinsen weiter senken wird. Ausserdem dürfte ab August die positive Marktzyklik beginnen zu wirken. Die US-Börsen steigen normalerweise immer Wochen vor den Präsidentschaftswahlen an. Darüberhinaus darf man China nicht vergessen. Dort regulierte man das Wachstum nach unten, und signalisierte im Mai die Bereitschaft, jetzt wieder für neues Wachstum zu sorgen, wo das Hauptziel erreicht ist, nämlich die Reduzierung der Inflation. derinews: Wenn es wirklich zu einer Erholung kommt, welche Rohstoffe sind für das zweite Halbjahr nun besonders interessant? Gold hat bei 1525 USD/Unze einen Boden ausgebildet. In der Tendenz spricht dies für die kommenden Monate für eine steigende Preise auch bei Silber, das eng mit Gold korreliert. Bestätigt sich die jüngste Verlangsamung der Geschwindigkeit, mit der sich die chinesische Konjunktur abschwächte, und kommt es zu einer neuen Beschleunigung des Wachstums, ist ausserdem Kupfer interessant. Davon gibt es in diesem Jahr zu wenig, der Markt ist nur mit einem knappen Angebot versorgt. Der Preis ist bei 7000 USD/Tonne gut unterstützt. Weiter dürften Zucker, Platin, Aluminium und Nickel wieder anziehen. Diese Rohstoffe sind auf ihre Produktionskosten gefallen. Gerade Platin traue ich angesichts neuer drohender Streiks in Südafrika hohe Kursgewinne zu, besonders wenn Gold den Widerstand bei 1650 USD/ Unze nach oben durchbricht. Jochen Stanzl Chefredakteur des Gold- & Rohstoff-Report Jochen Stanzl ist Chefredakteur des Gold- & Rohstoff-Report, der auflagenstärksten Publikation zum Thema Rohstoff-Investments im deutschsprachigen Internet. Der Mitbegründer des Münchner Finanzinformationsdienstleisters BörseGo AG (zu dem auch Godmode-Trader.de gehört) und Co-Autor des Sachbuchs «Der große Rohstoff-Guide» beschäftigt sich seit dem Jahr 2005 intensiv mit dem Rohstoffmarkt und versorgt einen wachsenden Zustrom an Lesern auf mehreren Kanälen mit den neuesten Informationen und Anlagetipps. Dazu zählt das Fundamental-Research im Gold- & Rohstoff-Report-PDF, das unter über den Menüpunkt PDF abonnieren kostenfrei bestellt werden kann.

17 17 Antworten auf Ihre Fragen Was sagt die Kennzahl «Delta» aus? Wie unterscheidet sich die historische von der impliziten Volatilität? Die Volatilität ist ein statistisches Mass für die Häufigkeit und die Stärke der Kursausschläge eines Basiswertes. Exakt zu berechnen ist die Volatilität nur in der Rückschau als so genannte historische Volatilität. Diese sollte Anlegern einen Anhaltspunkt bei der Analyse von Derivaten liefern. Sie trifft zwar eine Aussage über die Schwankungen eines Basiswertes in der Vergangenheit, entscheidend sind aber die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Häufigkeit und Stärke von Kursausschlägen des Basiswertes. Diese lässt sich nicht direkt ermitteln, sondern schlägt sich als implizite Volatilität im Preis nieder. Die implizite (erwartete) Volatilität kann höher oder niedriger sein als die Volatilität in der Vergangenheit, je nachdem, ob die Marktteilnehmer stärkere oder schwächere Kursausschläge erwarten. Was versteht man unter dem Begriff «Optionsprämie»? Unter Optionsprämie versteht man den Options preis, der für den Erwerb einer Option zu bezahlen ist. Die Preisfindung von Optionen ergibt sich nicht, wie beispielsweise bei Aktien, über Angebot und Nachfrage, sondern durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren. So sind im klassischen Optionspreismodell von Black and Scholes für Aktienoptionen folgende Einflussgrössen relevant: Preis des Basiswertes, Volatilität, Laufzeit, Zinsniveau und Dividenden. In der Praxis wird das Modell mit zahlreichen Änderungen modifiziert. Was sagt die Kennzahl «Delta» aus? Das Delta ist eines der Sensitivitätsmasse von Optionen und gehört somit zu den «Greeks». Es beschreibt, wie stark die Option auf eine Veränderung des Basiswertkurses reagiert. Da Optionen über ein asymmetrisches Auszahlungsprofil verfügen, ist das Delta nicht konstant. Grundsätzlich kann man sagen, je weiter die Option aus dem Geld ist, desto kleiner ist das Delta, d. h. desto weniger bewegt sich der Optionspreis zum Basiswert. Je tiefer die Option sich jedoch im Geld befindet, desto grösser wird das Delta. Bei Call-Optionen bewegt sich das Delta zwischen der Einheit 0 und 1. Put-Optionen verfügen über ein Delta von 0 bis 1. Das negative Vorzeichen kommt daher, weil ein Investor von einem Rückgang des Basiswertes profitiert. Eine köstliche Frucht. Ein wichtiger Bestandteil von Anti-Aging-Creme. Entdecken Sie das Potenzial. Es gibt viele Chancen, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Wie zum Beispiel jene von Strukturierten Produkten: Mit diesen können Sie mehr aus Ihrem Portfolio machen. Mehr Infos unter: svsp-verband.ch Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das Thema strukturierte Produkte. Senden Sie uns ein an oder rufen Sie uns an. Unsere Spezialisten geben Ihnen gerne Antwort auf Ihre Fragen zu strukturierten Produkten. Täglich teilen unsere Experten ihr Know-how mit Ihnen von 8.00 bis Uhr. Ihr «Advisory Financial Products»-Team in Zürich Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich Telefon , Telefax

18 18 Wissenswertes Wussten Sie, dass Zinsen galten lange Zeit als unmoralisch. Schon Thomas von Aquin und Martin Luther wetterten gegen Zinsnehmer und in der islamischen Gesellschaft sind Zinsen bis heute tabu. Dennoch überlebte der Zins während Jahrhunderten, nicht zuletzt in Form von Naturalabgaben. Eine kleine Zeitreise. Wussten Sie beispielsweise, dass das Wort Zinsen eigentlich «Vermögensschätzung» bedeutet? Abgeleitet vom lateinischen Wort census, hat es sich heute jedoch als Synonym für ein Entgeld eingebürgert. vor der Entstehung des Metallgelds Naturalzinsen üblich waren? Etwa wenn sich Bauern vor der Aussaat Getreide liehen, das sie nach der Ernte mit einem Aufschlag von 50 % und mehr zurückzahlen mussten. dieser Zins nach dem theoretischen Ertragsausfall berechnet wurde? Und zwar genau unter Berechnung des Ertrags, den der Getreideverleiher bei eigener Aussaat und entsprechender Ernte selber erzielt hätte. der Geldzins sich hingegen nach den Herstellungskosten des Münzgeldes richtete? Sein Ursprung liegt in den Herstellungs-, Verwaltungs- und Transportkosten des Münzgeldes. der Zins sank, als mit dem Wechsel sozusagen das Papiergeld der Kaufleute aufkam? Denn nun bezog er sich nur noch auf die günstigeren Herstellungskosten des Wechsels. Fastnachtshühner, Martinigänse oder Pfingstlämmer als so genannter lebender Zins galten? Benannt wurden sie nach dem Fälligkeitstermin oder dem ursprünglichen Verpflichtungsgrund. noch heute Hersteller von Konsumgütern Zinsen in Form von selbst hergestellten Naturalien ausschütten? So gibt es Unternehmen, die ihren Kapital gebern Wein-oder Trüffelzins in Form von Genussscheinen bezahlen. man mit diesen Genussscheinen seine eigenen Stammkunden als Kapitalanleger gewinnen will? Besonders attraktiv ist dies für Unternehmen, die eine grosse Kundendatei und eine hohe Rohertragsmarge haben. in der islamischen Gesellschaft Zins bis heute als tabu gilt? Auch Christen und Juden hatten im Altertum die Erhebung von Zinsen verboten. im 17. Jahrhundert in Flandern über regional organisierte Kreditmärkte entstanden? Der damalige wirtschaftliche Aufschwung verlangte nach finanziellen Ressourcen und man begann, sich über die Verbote aus der Antike hinwegzusetzen. der Zins im real existierenden Sozialismus abgeschafft wurde? In der DDR führte ihn Walter Ulbricht Anfang der 60er-Jahre wieder ein. Doch hiess er nun «Produktionsfondsabgabe».... der amerikanische Leitzins 1981 noch 19 % betrug? Der niedrigste Leitzinssatz seit 45 Jahren lag zwischen Juni 2003 und Juni 2004 bei 1 %. Bild links: Bereitsvor mehreren Tausend Jahren existierte Zins z. B. in der Form von Getreideabgaben. Bild rechts: Heute, im Zeitalter des Euros, sind die Zusammenhänge wesentlich komplexer geworden und einer Vielzahl von Einflussfaktoren unterworfen.

19 19 News und Tipps Vontobel Financial Products goes Singapore & Dubai Seit Ende Mai 2012 bietet Financial Products professionellen Kunden neu auch strukturierte Produkte in Singapur und Dubai an. Im Derivatmarkt Dubai war Vontobel schon seit einigen Jahren mit einer eigenen Emissionsplattform präsent. Nun wird die Vontobel-Expertise und die einzigartige Emissionsplattform Vontobel deritrade auch den Kunden vor Ort angeboten. Die 1924 in Zürich als Börsenagentur gegründete Vontobel-Gruppe ist heute längst nicht mehr nur in Zürich vertreten. Die Vontobel Holding verfügt mittlerweile weltweit über Standorte in 21 Ländern. Die Eröffnung der neuen Büros der Sparte Financial Products in Dubai und Singapur ist ein weiterer Schritt, um den Kunden vor Ort eine möglichst umfassende Betreuung zu bieten. Warum in den Osten expandieren? In Singapur werden in der Vermögensverwaltung für Privatkunden bereits häufig strukturierte Produkte eingesetzt. Dabei sind die Vertriebsprozesse jedoch noch nicht soweit entwickelt wie in der Schweiz oder in Deutschland. Vontobel deritrade kann hier einen deutlichen Mehrwert bieten. Im Derivatmarkt Dubai war Vontobel schon seit einigen Jahren mit der eigenen Emissionsplattform Vontobel deritrade präsent. Mit der Expansion will das führende Derivathaus in der Schweiz ihre Expertise auch im Osten anbieten. Konzentrieren will man sich in einer ersten Phase einerseits auf B2B4C-Partner, welche am Dubai International Financial Center (DIFC) ansässig sind. Andererseits stehen Partner im Fokus, welche Vontobel bereits aus der Schweiz betreut und diejenigen, die eine Private Banking Niederlassung in Dubai führen. Unterschiedliche Nachfrage nach strukturierten Produkten Im Vergleich zur Schweiz bevorzugen Asiaten kürzere Anlagehorizonte bei strukturierten Produkten. Vornehmlich werden Laufzeiten von drei bis sechs Monaten gekauft. Zudem unterscheidet sich die Wahl der Basiswerte, das heisst die Kunden aus den östlichen Regio nen bevorzugen hauptsächlich asiatische Basiswerte. Da die europäischen Vermögen in Singapur zunehmen, ist jedoch ein Trend zu europäischen und amerikanischen Basiswerten zu beobachten. Bild oben: Dubai hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte vom Erdölexporteur zum Handels- und Finanzzentrum des Nahen Ostens entwickelt. Öl trägt nur noch 20 % zur Wirtschaftsleistung in Dubai bei. Die anderen 80 % stammen inzwischen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen, inklusive Tourismus. Bild unten: Der Hafen in Singapur dient als Drehscheibe für den Handel in Südostasien. Rechtlicher Hinweis Die vorliegende Publikation dient lediglich der Information und stellt keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung dar und ersetzt nicht die vor jeder Kaufentscheidung notwendige qualifizierte Beratung, insbesondere auch bezüglich aller damit verbundenen Risiken. In der Vergangenheit erzielte Performance darf nicht als Hinweis oder Garantie einer zukünftigen Performance verstanden werden. Allein massgeblich sind die in den jeweiligen Prospekten enthaltenen vollständigen Bedingungen, die bei der Bank Vontobel AG, Financial Products, CH-8022 Zürich, unter Tel (0) , kostenlos erhältlich sind. Weiter verweisen wir auf die Broschüre «Besondere Risiken im Effektenhandel», die Sie bei uns bestellen können. Strukturierte Produkte gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und unterstehen deshalb nicht der Bewilligung und der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Werthaltigkeit von strukturierten Produkten kann nicht nur von der Entwicklung des Basiswertes, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängen. Der Anleger ist dem Ausfallrisiko des Emittenten/Garantiegebers ausgesetzt. Diese Publikation und die darin dargestellten Finanzprodukte sind nicht für Personen bestimmt, die einem Gerichtsstand unterstehen, der den Vertrieb der Finanzprodukte oder die Verbreitung dieser Publikation bzw. der darin enthaltenen Informationen einschränkt oder untersagt. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Juli/August Bank Vontobel AG. Alle Rechte vorbehalten. Lizenzhinweis Die Wertpapiere werden von J.P. Morgan Securities Ltd. nicht gesponsert, gefördert, verkauft oder unterstützt. J.P. Morgan bietet den Wertpapierinhabern oder sonstigen Personen keine ausdrückliche oder stillschweigende Garantie oder Zusicherung, weder hinsichtlich der Zweckmässigkeit, allgemein in Wertpapiere oder speziell in diese Wertpapiere zu investieren, noch hinsichtlich der Fähigkeit des JPMorgan Commodity Curve Index, ein festgelegtes Ziel zu erreichen. J.P. Morgan hat der Bank Vontobel AG («Lizenznehmerin») eine Lizenz zur Nutzung des JPMorgan Commodity Curve Index in Zusammenhang mit den Wertpapieren erteilt. J.P. Morgan ist nicht verantwortlich für die Ausgabe, Verwaltung, das Marketing oder den Handel der Wertpapiere und übernimmt in dieser Hinsicht keinerlei Verpflichtungen oder Haftung. J.P. Morgan ist der Marketingname für JPMorgan Chase & Co. und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften weltweit. Impressum Herausgeberin: Bank Vontobel AG, Financial Products, Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich Redaktion: Jessica Tresch, Adrian Kwasnitza, Tobias Müller Marketing: Isabelle Gruchow, Katia Bezzola Bussinger Wussten Sie, dass : Swisscontent Corp. Erscheinungsweise: monatlich Auflage: 7200 Exemplare Gestaltung: Kovikom Werbeagentur AG ASW, Zweierstrasse 35, 8004 Zürich, www. kovikom.ch Bestellen Sie via: Internet: oder schreiben Sie an: Bank Vontobel AG, Financial Products, Marketing, Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich COSI Collateral Secured Instruments Investor Protection engineered by SIX Group.

20 Bank Vontobel AG Financial Products Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon + 41 (0) Telefax + 41 (0) Das interaktive derinews-livepaper Vontobel präsentiert Ihnen das derinews-livepaper mit interaktiven Inhalten. Mit dem Online-Auftritt macht das Lesen am Bildschirm noch mehr Spass. Testen Sie das Livepaper unter: Features Livepaper: Interaktive Kurse der vorgestellten Produkte Direkt-Downloads von Termsheets und Broschüren oder Direkt-Links zu Produktdetailseiten, Themenseiten oder -Adressen der Bank Vontobel Grosse Darstellung von Grafiken und dynamische Bilderwelt Suchfunktion in der Menüleiste zu spezifischen Themen Links zu «Google Maps» für Events oder Veranstaltungen 07,08/ DE SC

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