Leitartikel vom Chefredakteur

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3 TAWAN- Zeitschrift des Vereins Iranischer Ingenieure/innen in Österreich Ausgabe 1/2011 Homepage: de.tawan.vii.at -Adresse der Redaktion: Grundlegende Richtung: Objektive parteiunabhängige Information der Iranischen Ingenieure/innen und Technikstudenten/innen in Österreich und Förderung ihrer gemeinsamen beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Belange. Darüber hinaus hat die Zeitschrift TAWAN die Aufgabe, die Kontakte mit unseren österreichischen Freunden und Kollegen durch Information zu fördern und zu vertiefen. Sie erscheint zweimal im Jahr (Herbst und Frühling). Medieninhaber und Herausgeber: Verein Iranischer Ingenieure/innen in Österreich (VII) ZVR-Zahl: Postadresse: Postfach 183, 1011 Wien, Austria Besuchadresse: TU Wien, Getreidemarkt 9, 1060 Wien Institut für Chemische Technologie & Analytik Chemiehochhaus, 4. Stock / Seminarraum 164/1 Homepage: Facebook: Chefredakteur & Publishing Manager: Dr. Ahmad Ghods Grafik & Layout : Dipl-Ing. Nassir Zarrin-Panah Anzeigen und Public Relations: Dr. Ahmad Saberi, Tel: Coverdesign: Kamran Bahmani Druck: intercopy.at Bankverbindung: BAWAG-PSK, BLZ: Ktn: Mit freundlicher Unterstützungen: 1. Dr. Zia Taheri 2. Dr. Leopold Fischl 3. Kulturabteilung der Stadt Wien Die namentlich gekennzeichneten Beiträge sind als persönliche Meinung des jeweiligen Autors aufzufassenund müssen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion bzw. des Vereins übereinstimmen. Cover: Technische Universität Wien Bild-Copyright TU Wien Leitartikel vom Chefredakteur Liebe Leserinnen und Leser, es war ein sehr ereignisreiches Jahr und wir haben wieder eine interessante und vielseitige Ausgabe für Sie zusammengestellt. Es ist mir ein Anliegen, nach den schrecklichen Vorfällen vom in Fukushima einiges dazu anzumerken: Dieser Vorfall hat bewirkt, dass jene Länder, die den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben haben, plötzlich aufwachen mussten. Nun stehen alle alten Atomkraftwerke auf dem Prüfstand und man macht sich Gedanken, wie es mit der Nutzung der Atomkraft weitergeht. Viktor Ivanov, Sicherheitschef der russischen Atombehörde, sagt, dass die Anzahl der Neugeborenen mit körperlichen Beeinträchtigungen in der Ukraine, in Russland und in Weißrussland in den letzten 20 Jahren 10 bis 20 Mal höher war als in anderen Regionen. Er stellt hierzu folgende Frage: Wirken sich auch die Strahlen der einwandfrei funktionierenden Atomkraftwerke auf ihre Umgebung aus? Diese Frage beantworten deutsche und US-Forscher mit Ja. Besonders gefährlich sind vor allem alte AKWs, von denen eine krebserregende Wirkung ausgeht. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind seit dem AKW-Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986 ca Menschen an den Folgen der Katastrophe gesundheitlich geschädigt. Andere Institutionen wiederum sprechen sogar von über betroffenen Menschen. Ich vertraue darauf, dass vor allem der Westen, China und Indien neue Konzepte zur Energiegewinnung entwickeln. Nach den Ereignissen vom 11. März 2011 ist kein Stein auf dem anderen geblieben und Umdenken ist angesagt. Viele Länder, die den Bau von AKWs forciert haben, müssen sich nach Alternativen umsehen. Länder wie Deutschland und Frankreich, die von dieser Technologie abhängig sind, haben ihre Euphorie eingebremst. Alternative Energien wie Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und Biogas müssen in Zukunft eine bedeutendere Rolle spielen. Ich weiß, dass diese Technologien viele Ressourcen und Geldmittel kosten, aber dieser Aufwand bleibt der Menschheit nicht erspart. Wie auch immer, viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Herzlichst Ihr TAWAN Dr. Ahmad Ghods Ausgabe 1/2011 1

4 Inhaltsverzeichnis 4 Reflexionen über die Kosten/ Nutzen- Rechnung des Nuklearprogramms (NP) von Iran für Energiegewinnung Cover Story TU Wien Liebe LeserInnen! 9 10 des Einer der erfolgreichen iranischen Wissenschaftler in Österreich Prof. DI Dr. Soheyl Bahrami Physiologische Wirkung Magnetfeldes Diese Ausgabe der TAWAN wollen wir der Technischen Universität Wien widmen. Wir nehmen das zum Anlass, der neuen Rektorin, Frau Univ.Prof. Dr. Sabine SEIDLER und ihrem Rektorat sowie allen Angehörigen und Studierenden der TU Wien viel Erfolg und alles Gute zu wünschen! 13 ab 14 Malereientwicklung Ausländische Studenten beschäftigen/ Neuregelung im Ausländerbeschäfigungsgesetz im Iran Dr. Juliane Mikoletzky Universitätsarchiv der TU Wien Die Gründung als k.k. polytechnisches Institut 2 16 auf Ausgabe 1/2011 Zugangsbeschränkungen den Unis Teheraner Bürgermeister hat seine Stadt rundum 18 aufgeputzt Ist Wien eine multikulturelle 19 Stadt? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wollte Kaiser Franz I. ein nationales Spitzeninstitut für die Ausbildung in den technischen Fächern schaffen, um die Wirtschaft des österreichischen Kaiserreichs zu stärken. Zum ersten Direktor des geplanten Instituts wurde Johann Joseph Ritter von Prechtl berufen. Er erstellte das erste Organisationstatut. Abweichend vom Modell der Pariser Ècole polytechnique (gegründet 1795) entwickelte er für Wien ein Konzept, das ausdrücklich nicht militärisch orientiert, sondern auf die Bedürfnisse der Bürgergesellschaft ausgerichtet war. Zukunftsweisend war sein Entwurf einer universitätsähnlichen Institution für die technischen Wissenschaften, mit Lehr- und Lernfreiheit für Professoren und Studenten und mit weit über den eigentlichen Lehrbetrieb hinausgehenden Aufgaben. Mit der feierlichen Eröffnung am 6. November 1815 nahm das k.k. polytechnische Institut als erste technische Universität des deutschsprachigen Raums den Studienbetrieb auf.

5 Bild-Copyright TU Wien Zur Geschichte der Technischen Universität Wien Meilensteine in der Geschichte der TU Wien 1865 wurde das polytechnische Institut vollkommen neu strukturiert. Erstmals wurde eine Gliederung in Fachschulen eingeführt (seit 1928 als Fakultäten bezeichnet) sowie eine Rektoratsverfassung. Die Reorganisation bedeutete eine Konzentration auf die eigentlichen technischen Disziplinen, die bisher ebenfalls angebotene Ausbildung in den kommerziellen Fächern wurde aufgelassen wurde das polytechnische Institut in k.k. technische Hochschule in Wien umbenannt. Das neue Organisationsstatut überdauerte zwei Weltkriege und blieb bis 1945 bestehen. Wichtige Neuerungen in dieser Zeit waren die Verleihung des Promotionsrechts an die technischen Hochschulen im Jahr 1901 und der Studienzugang für Frauen im Jahr Außerdem kamen ab 1903 mit dem Bau des Elektrotechnischen Instituts und ab 1918 mit der Übernahme der Gebäude des ehemaligen k. u. k. technischen Militärkomitees am Getreidemarkt erstmals zwei neue Standorte hinzu. Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 brachte der Technischen Hochschule in Wien zwar Zugang zu den Forschungsressourcen des NS-Staates, insbesondere im Bereich der Rüstungsforschung. Zugleich war er mit schmerzhaften Verlusten verbunden. Zahlreiche Wissenschafter und Studierende wurden aus rassischen und politischen Gründen vom Hochschulbetrieb ausgeschlossen, zur Emigration gezwungen, verschleppt oder ermordet. Viele Angehörige der Hochschule kamen im Krieg ums Leben. Der Wiederaufbau nach 1945 war schwierig, und erst seit Mitte der 1960er Jahre erlebte die Hochschule einen wirklichen Aufschwung - auch vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung des technischnaturwissenschaftlichen Wissens und der in allen Lebensbereichen steigenden Bedeutung der Technik. Seit den 1970er Jahren stiegen die Hörerzahlen deutlich an. Ausbauprojekte, u.a. das Freihaus an der Wiedner Hauptstrasse, sorgten für eine verbesserte Infrastruktur und mehr Platz. Die Umwandlung in eine Universität 1975 durch das Universitäts- Organisationsgesetz stellte einen wichtigen Eckpunkt der weiteren Entwicklung dar konnte die TU Wien ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Die volle Autonomie für alle österreichischen Universitäten brachte das Universitätsgesetz 2002, das mit 1. Jänner 2004 in Kraft getreten ist. Zugleich wurde die Universität in acht Fakultäten neu gegliedert, die Leitung liegt nun beim Rektorat und einem neu geschaffenen Universitätsrat. Ab Oktober 2011 wird erstmals eine Rektorin an der Spitze der TU Wien stehen. Ausgabe 1/2011 3

6 Wissenschaft Reflexionen über die Kosten/Nutzen- Rechnung des Nuklearprogramms (NP) Irans für die Energiegewinnung Dr. Behrooz Bayat In Anbetracht der hitzigen internationalen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten über das Nuklearprogramm Irans empfiehlt es sich, darüber nachzudenken, wie die Gewinn-Verlust-Gleichung dieses NP für das Land, insbesondere in der Nach-Fukushima-Ära, aussieht. das Wohlergehen der Bürger des Landes. Das würde auch heißen, dass die Nuklearenergie (NE) nicht ersetzt werden kann. Nun, ein Blick in die vorliegenden Statistiken über die Energieressourcen Irans zeigt: 4 Nun, im Folgenden wird versucht, verschiedene Aspekte der Nukleartechnologie (NT) in der Energiegeneration näher zu betrachten, um ihre Vor- bzw. Nachteile zu beleuchten. In der Diskussion über dieses Thema werden folgende Aspekte hervorgehoben: Ist NT zur Enegiegenerierung von vitaler Bedeutung? Kann die NT als Motor des technologischen Fortschrittes gesehen werden? It die NT die Basis für andere Technologien? Führt die Uran-Anreicherung zur Autarkie in der Stromversorgung? Ist der elektrische Strom, der durch NT gewonnen wird, preiswerter? Was unterscheidet den Iran von den Ländern, die im großen Maßstab NE generieren? Schlussfolgerung: Braucht Iran Atomkraftwerke (AKWs)? Ist die NT zur Energiegenerierung von vitaler Bedeutung? Wenn man annimmt, dass die NT für das Land von vitaler Bedeutung und deren Nutzung für die Zukunft des Landes unerlässlich ist, impliziert man damit, dass ein Verzicht darauf die Räder der Produktion zum Stillstand bringen würde mit unabsehbaren Folgen für Ausgabe 1/2011 Iran weist nach den USA und Russland den höchsten Energieverbrauch sowohl absolut als auch pro Kopf auf. Geschätzter energetischer Wert der Energieressourcen Irans (Exajoul ) Art Fest Flüssig Erdgas Uran Hydro Summe Volumen * Quelle: IAEA Energie und Ökonomie Database[1] * Erdgasreserven auf den neuesten Stand[15] korrigiert Aus der obigen Tabelle kann man entnehmen, dass der energetische Wert von Uran-Reserven lediglich 0,08% der Erdgas-, 0,13% der Erdöl- und 8,8% der Hydroreserven ausmacht. Mit anderen Worten ist die NE eine fast vernachlässigbare Ressource für Iran. Das Volumen der gegenwärtig verifizierten Erdgasreserven Irans beträgt Milliarden Kubikmeter[15]. Entsprechend der Förderung 2010 und dem Verbrauch 2008 würden die Reserven für 213 bzw. 250 Jahre ausreichen[14], um das Land zu versorgen. Diese Feststellung ist sicherlich eine Momentaufnahme, die durch eine Betrachtung der Dynamik des Verbrauchs sowie des Markts korrigiert werden müsste. Z.B.: Iran wird in Zukunft Erdgas exportieren müssen, so dass eine Erhöhung der Fördermenge erforderlich sein wird. Auf der anderen Seite könnte die Steigerung der Förderung zum Exportzweck zum Teil durch die Verbesserung der Energieeffizienz und infolgedessen durch die Reduktion des Verbrauchs kompensiert werden. Hierzu besteht ein enormes Potenzial, wenn man bedenkt, dass Iran nach den USA und Russland den höchsten Energieverbrauch sowohl absolut

7 als auch pro Kopf aufweist(2008 Jahresverbrauch absolut in Million m3/pro Kopf in m3:usa /2190, Russland /3200 und Iran /1700). Der absolute und der relative Verbrauch im Iran liegen weit über hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland( 1,24- bzw. 1,42-fach), Japan etc. (Deutschland Million m3/1197m3). Erdgasverbrauch /Jahr Absolut /Million m 3 Pro Kopf/ m 3 Iran USA Russland Deutschland Quelle: php [14] Lassen Sie uns überlegen, ob die NT eine Muttertechnologie und somit die Basis für andere Technologien ist Grundsätzlich hat NT zwei Kategorien von Anwendungen: Energiegewinnung Andere vielfältige Anwendungen auf den Gebieten der Industrie, Medizin, Landwirtschaft, Viehzucht, Umwelt, Hydrologie, wissenschaftlichen Forschung, Archäologie, Kriminologie, etc. Die Energiegewinnung selbst hat zwei Aspekte: a) die momentane Freisetzung der Energie mit einer enormen Zerstörungkraft zur Herstellung von Atombomben und b) die kontollierte, langsame Freisetzung der Energie für die Stromerzeugung in AKWs. Offensichtlich wird im Iran eine Vergeudung der Erdgasressourcen betrieben, der durch eine Reihe von Maßnahmen wie die Erhöhung der Effizienz und einer realistischen Preisgestaltung Einhalt geboten werden müsste. In diesem Zusammenhang wurde die Rolle der Solarund Windenergie außer Acht gelassen, obwohl sie zwei zukunftsträchtige Technologien zur Energieversorgung darstellen - die Solarenergie in Iran beträgt pro Tag im Jahresdurchschnitt 1800 kwh pro Quadratmeter [1]. Also, aus dem oben Erwähnten kann man leicht schlussfolgern, dass die NE für Iran nicht von vitaler Bedeutung sein kann. NT als Motor des technologischen Fortschritts? Es wird bisweilen behauptet, dass Iran durch die Anwendung der NE, insbesondere die Uran- Anreicherung, den Motor für den Fortschritt anwerfen würde, so dass das Land um Jahrzehnte vorwärts befördert worden wäre. Es ist zwar richtig, dass die Elektrizitätsversorgung und -bereitstellung eine wichtige Voraussetzung für die technische Entwicklung ist. Jedoch die Anwendungen des elektrischen Stroms fragen nicht danach, woher er stammt. Nehmen wir an, dass Iran trotz widriger Umstände in die Lage käme, die Uran-Anreicherung zu meistern, um eine ausreichende Menge elektrischen Stroms zu generieren. Es wird dann nicht von hoher oder minderer Relevanz sein, ob diese Menge über Atomkraftwerke (AKW) oder Gaskraftwerke (GKW) oder wie auch immer erzeugt wird. Beide genannten Methoden beruhen auf stateof-the-art-technologien, und es gibt nichts Mystisches an der NE. Ist NT eine Muttertechnologie? Im Kontrast zur gelegentlichen Annahme ist NT weder eine Mutter- noch eine Schlüsseltechnologie. Die zwei Anwendungkategorien der NT haben nur eine marginale Überlappung. Die einzige Überlappung ist, dass für beide Fälle angereichertes Uran benötigt wird. Ein Reaktor eines AKW kann nicht zugleich wie ein Forschungsreaktor zur Herstellung von Radionukliden genutzt werden. Im Kontrast zur gelegentlichen Annahme ist NT weder eine Mutter- noch eine Schlüsseltechnologie. Die Zeiten ihrer Prosperität gehen zurück auf die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg bis ca. zum Ende der 70-er Jahre des 20. Jahrhunderts. In dieser Periode sind zuerst Länder, die exorbitante Ressourcen für die Herstellung der Nuklearwaffen aufgewendet hatten, auf die Idee gekommen, die bereits getätigten finanziellen Aufwendungen auch für friedliche Zwecke nutzbar zu machen. Die unmittelbare Konsequenz war, dass viele Länder weitere enorme Ressourcen auf dem Feld der NT eingesetzt haben. Es wurden unzählige Institute und Forschungseinrichtungen gegründet, die sich der Forschung verschiedener Aspekte der NT gewidmet haben. Heute aber ist NT weder eine Mutternoch eine Schlüssel- noch eine Spitzentechnologie. Eine Blick in die Websites von renommierten Forschungseinrichtungen weltweit, die in den 50-er Jahren in vielen Fällen zum Zweck der Nuklearforschung gegründet worden sind, zeigt eine eindeutige, drastische Abnahme ihrer Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der NT. Ein Hinweis auf die gegenwärtige Forschungstätigkeit von zwei führenden Forschungseinrichtungen in den USA und zwei in Deutschland zeigt exmeplarisch, wie drastisch die Forschung auf dem Gebiet der Nuklearphysik zurückgegangen ist: Argonne National Laboratory[2] und Brookhaven Nati- Ausgabe 1/2011 5

8 6 onal Laboratory[3] in den USA und ehemals Kernforschungszentrum Jülich[4] sowie Kernforschungszentrum Karlsruhe[5] Brookhaven National Laboratory wurde im Jahre 1946 unter der Beteiligung der renommierten Universitäten der Ostküste der USA gegründet. Es besteht aus 14 Departments, von denen kein einziges sich ausschließlich mit der NT befasst. Unter den 5 bevorzugten Forschungsthemen gibt es nur eines, das sich mit der NT befasst, das ist jedoch ein Thema, das sich nicht auf den Energieaspekt bezieht. Forschungszentrum Jülich, vormals Kernforschungszentrumszentrum Jülich. Es wurde im Jahre 1953 gegründet und bis 1970 waren dessen Aktivitäten ausschließlich auf die Kernforschung fokussiert. Das Zentrum verfügte über zwei Kernreaktoren. Seither sind seine Forschungsschwerpunkte nach und nach in Richtung anderer aktuellerer Forschungsthemen verschoben worden. Gegenwärtig gibt es unter seinen acht Departments nur eines, das sich mit der NT befasst. Dieses Forschungszentrum befasst sich auch mit Schlüsseltechnologien, ohne die NT dazu zu zählen. Für die beiden anderen Forschungsinstitutionen ist die Situation vergleichbar. Es ist zwar auch richtig, dass die Nuklearindustrie mit einem hohen Qualitätsstandard arbeiten muss. Es ist aber historisch nicht belegt, dass Länder, die eine Nuklearindustrie für Energiegewinnung haben, zwangsläufig auf anderen Gebieten der Industrie auf hohem Qualitätsniveau angekommen sind. Beispiele: Russland als eines der ersten Länder der Welt, das AKW produziert hat, Pakistan, Nordkorea. Mit anderen Worten: Solange die Nuklearindustrie auf einer Insel ohne eine organische Verbindung mit einem auf hohem Qualitätsniveau arbeitenden industriellen Umfeld gedeiht, wird sie keinen nennenswerten Einfluss auf die Gesamtindustrie ausüben. Bei einer kohärenten Entwicklung aller Bereiche der Industrie könnte man durch die Interdependenz einen förderlichen Einfluss erwarten. Führt die Urananreicherung zur Energieautarkie? Im Allgemeinen könnte die Uran-Anreicherung im Hinblick auf die Autarkie im Energiesektor einen Vorteil darstellen. Lassen Sie uns diesen Sachverhalt partikular für Iran verifizieren. Ohne ins Detail der Diskussion pro oder kontra einer Betonung der Autarkie in einer von der Arbeitsteilung geprägten, globalisierten Welt eingehen zu wollen, kann man feststellen: Ausgabe 1/2011 AKWs für die Elektrizitätsgenerierung im Allgemeinen und die Gewährleistung ihrer umfassenden Sicherheit im Besonderen sind hoch komplexe und sensitive Angelegenheiten. Die Anforderung an die Bestandteile und verwendeten Materialien ist extrem hoch, damit ihre Funktionalität unter den außerordentlichen Bedingungen, die in und um die AKWs herrschen, noch zuverlässig erhalten bleibt. Die Konsequenz daraus ist: AKWs für Elektrizitätsgenerierung und die Gewährleistung ihrer umfassenden Sicherheit sind hoch komplexe und sensitive Angelegenheiten. Die Herstellung dieser Bestandteile und Materialien erfordert sehr forgeschrittene Kenntnisse, langjährige Erfahrungen und ausgewiesene Expertise innerhalb der iranischen Wissenschaft, Technik und Industrie. Ein Zustand, der nicht einmal mittelfristig erreichbar ist. Daher wird Iran auf lange Sicht von den Lieferungen aus dem Ausland abhängig bleiben. Die Abhängigkeit Irans von Russland in den letzten 15 Jahren trotz dessen offensichtlicher Vertragsuntreue und Hinhaltetaktik in Bezug auf das AKW von Bushehr ist ein Beleg dafür. Gesetzt den Fall, Iran würde die technologischen Hürden für eine industrielle, auf den Weltmärkten konkurrenzfähigen Uran-Anreicherung trotz widrigen internationalen Umfelds überwindenwas äußerst unwahrscheinlich erscheint-, dann ist es gemäß der von IAEA publizierten, auf den Angaben der iranischen Regierung basierenden Informationen so, dass Iran über 3000 Tonnen sicher ausgewiesenen und [1] vermuteten Uran-Reserven verfügt. Lassen Sie uns überlegen, inwieweit die anvisierte Autarkie der Stromerzeugung im Iran sich bewerkstelligen lässt: Das beabsichtigte NP Irans beinhaltet MW, d.h. ca. 23 AKWs. Lassen Sie uns annehmen, dass Iran in der Lage sein wird, 20 AKWs herzustellen und in Betrieb zu setzen. Jedes AKW verbraucht im Schnitt ca SWU (Separation Work Units) pro Jahr äquivalent ungefähr 150 T Uran[6]. In so einem Fall würden die gesicherten und leicht zu exploitierenden Reserven gerade für ca. ein einziges Jahr des NP ausreichen. Wenn man von den eher optimistischen aber ungesicherten Reserven von T ausgeht, dann würden die geplanten Reaktoren für ungefähr Jahre durch einheimische Reserven versorgt werden können. Nach dem Ablauf dieser Zeit wird Iran gezwungen sein, Uran vom Ausland einzuführen. Nun ist weithin bekannt, dass die AKWs eine mittlere Lebensdauer von Jahren

9 aufweisen. D.h., Iran würde in jene abhängige Situation kommen, deren Vermeidung beabsichtigt war. transportieren müssen, immer noch die NE wesentlich teurer ist. Eine Studie des MIT[12] weist in dieselbe Richtung. Sollte man sich mit einem kleineren NP begnügen wollen, dann macht es auch keinen ökonomischen Sinn, bei einem kleineren Nuklearprogramm für wenige AKWs selbst Uran anzureichern, da es auch wohl bekannt ist, dass eine Produktion im kleinen Maßstab nie profitabel sein kann. Z.B. Urenco, ein multinationales, auf die Anreicherung von Uran spezialisiertes Unternehmen, versorgt mit 23% der Weltproduktion 17 Länder[7]. Ist Nuklearstrom preisgünstiger? Eine wichtige Frage ist auch, ob und inwieweit die Bereitstellung des elektrischen Stromes mittels der NT preisgünstiger ist. Die ausschlaggebenden Faktoren sind: Das Ereignis vom 11.März 2011 in Fukushima ist in seiner Konsequenz für die NE-Politik vergleichbar mit dem 11. Sept für die Weltpolitik. Ist das Uran in Anbetracht des explodierenden Ölpreises ein preisgünstigerer Energieträger? Auf lange Sicht kann man diese Frage verneinen, da in absehbarer Zeit der Preis aller Energieträger durch die Entwicklung des Ölpreises dominiert und determiniert ist. Eine Extrainsel für das Uran wird es nicht geben. Ein Blick in das folgende Diagramm[10] verdeutlicht diese Feststellung. Insbesondere ist zu beobachten, wie sich der außergewöhnliche Anstieg des Ölpreises um das Jahr 2008 auf den Uran-Preis auswirkt. Anfangsinvestitionen: Die Herstellung eines MW AKW beträgt 4-5 Milliarden Euro (die Kosten für ein z.z. im Bau befindliches AKW in Finnland, projektiert für 3,5 Milliarden Euro, belaufen sich im Moment auf ca. 5,5 Milliarden Euro). Und für die Errichtung eines 900 MW Gaskraftwerks (GKW) sind ca. 500 Millionen Euro[8] erforderlich, bei einer viel kürzeren Herstellungszeit. D.h., mit der Anfangsinvestition für ein AKW kann man acht GKWs für die gleiche Gesamtleistung errichten. Nach den Schätzungen der Rating Agenturen Standard& Poors[16] und Moodys[17] [18] betragen die Investitionskosten für die Bereitstellung von 1 kw Leistung bei neuen Projekten zwischen $/kw in den USA, was im Vergleich zum GKW mit $/kW erheblich höher ist. Ein Expertenbericht für den US-Kongress[13] zeigt auch, dass die geschätzten overnight Kosten für die existierenden AKWs und GKWs 3930-$/kW bzw. 1160,-$/kW betragen. Die Angaben im Nuclear Technology Review 2010 der IAEA[11] bestätigen diesen Trend. Wie verhalten sich die umfassenden laufenden Kosten der Energieproduktion mittels verschiedener Technologien? Laut Angaben der OECD bewegen sich die unmittelbaren Kosten der Bereitstellung von 1 kwh Energie in den europäischen Ländern für die AKWs im Bereich 0,034-0,059 /kwh, und für die GKWs 0,026-0,035 m /kwh [9]. Dies bedeutet, dass selbst für die europäischen Länder, die ihr benötigtes Erdgas über weite Strecken Ein weiterer, für Iran nicht unerheblicher Aspekt ist die Tatsache, dass die Nuklearindustrie zwar sehr kapitalintensiv aber nicht arbeitsintensiv ist. Um ein Beispiel zu nennen: Die USA verfügen über 104 AKWs, die insgesamt Mitarbeiter beschäftigen. D.h., im Mittel 300 Mitarbeiter per AKW. In einem Land wie Iran, wo jährlich Millionen junge BürgerInnen nach einer Beschäftigungsgelegenheit suchen müssen, ist eine hohe Investition in der NT nicht gerechtfertigt. Was unterscheidet Iran von den Ländern, die im großen Maßstab NT anwenden? Laut Angaben der IAEA[11] gibt es gegenwärtig weltweit 437 AKWs in 31 Ländern. Die Länder im Besitz von Nuklearwaffen beherbergen davon 260 AKWs (59%). Weitere 30% der AKWs befinden sich in den sechs Ländern Japan, Süd-Korea, Deutschland (vor der Abschaltung), Kanada, Schweden und Spanien. Fünf von diesen sechs Ländern sind arm an Energieressourcen. Daher war die Nutzung der AKWs getriggert u.a. durch strategische Überlegungen in Hinblick auf die Diversifikation der Energieressourcen und somit auf die Verminderung der strategischen Verwundbarkeit. Unter den sechs Ländern verfügt nur Kanada mit dem Uran über große Energiereserven. In der Tat, alle 31 Ausgabe 1/2011 7

10 8 Länder mit Ausnahme der USA, Russland und Kanada, leiden mehr oder minder unter einem Mangel an einheimischen Energiequellen. Iran aber verfügt über schier unerschöpfliche Reserven von fossilen- sowie regenerativen Energieträgern. Daher ist es nicht ökonomisch vernünftig, denselben Weg zu beschreiten wie die erwähnten Länder. Wie stellt sich die Frage nach der Zukunft der NE für Iran in Anbetracht der Katastrophe von Fukushima? Die Katastrophe von Fukushima markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der NE weltweit. M.E. ist dieses Ereignis vom 11.März 2011 in seiner Konsequenz für die NE-Politik vergleichbar mit dem 11. Sept für die Weltpolitik. Es ist insoweit von einer größeren Brisanz, als es in einem der technologisch höchst entwickelten Länder der Welt stattfand. Es wurde unter Beweis gestellt, welche verheerenden Konsequenzen das häufig bagatellisierte Restrisiko haben kann. Die in den letzten Jahren angesichts des Treibhauseffekts und der damit einhergehenden tendenziellen Erderwärmung heraufbeschworene Renaissance der NE hat nun höchstwahrscheinlich ein abruptes Ende gefunden. Länder wie Deutschland, die Schweiz, Italien haben beschlossen, sich ganz von NE zu trennen. Selbst in Japan laufen lediglich noch 18 AKWs von 54 und die Regierung hat angedeutet, dass sie den weiteren Ausbau der NE nicht mehr vorantreiben würde. Viele Länder überdenken ihre NP. In so einer Situation ist es umso weniger vertretbar, dass Iran trotz widriger politischer Umstände, die auch die Kosten des NP hochtreiben, an einem ausgedehnten NP festhält. Wenn schon so ein Land wie Japan, das als Symbol der Qualität, des Veranwortungsbewusstseins und der Genauigkeit gilt, die NT nicht beherrschen kann, dann ist es naheliegend, dass Iran mit der Verfolgung seines NP- ohne Not am Platz - sich selbst großen Gefahren aussetzt. Was das AKW von Bushehr anbelangt, so muss man mit höchster Vorsicht herangehen. Es ist aus vielerei Erwägungen weit mehr gefährdet als die AKWs von Fukushima: Die hybride Technologie Deutsch-Russisch ist auf jeden Fall für die Sicherheit nicht förderlich. Das Niveau der technologischen Entwicklung im Iran und in Russland sowie der Qualitätsstandard und das Qualitätsbewusstsein sind in beiden Ländern niedriger als in Japan. Die verwendeten Materialien und Teile stammen zum Teil aus den Siebzigerjahren, somit entsprechen Ausgabe 1/2011 Die Nicht-Beherrschbarkeit der NT ist allein Grund genug, auf die Verwendung dieser Technologie zu verzichten. sie nicht dem heutigen Standard. Sie waren außerdem in dieser langen Zeitperiode von über 35 Jahren dem natürlichen Verschleiß ausgesetzt. Sie für weitere 40 Jahre zu verwenden, verbirgt in sich sicherlich ein höheres Gefahrenpontenzial. Die westlichen Sanktionen gegen Iran haben dem Land die Möglichkeit des Beschaffens der nach dem heutigen Standard erzeugten Teile beraubt. Schlussfolgerung: Das Hinauszögern der Fertigstellung über viele Jahre hinweg (35 Jahre insgesamt, davon ca. 16 Jahre durch Russland) hat die personale Kontinuität der Ingenieure und der Techniker beeinträchtigt und die individuelle Verantwortung unsichtbar gemacht. Es ist weder im ökonomischen Interesse Irans, ein extensives Nuklearprogramm zu führen, noch in seinem Sicherheitsinteresse. Selbst, wenn man die politischen Implikationen nicht in Betracht zieht, ist die Nicht- Beherrschbarkeit der NTs allein Grund genug, speziell für Iran, auf die Verwendung dieser Technologie zur Stromerzeugung zu verzichten. Die anderen, nicht-energiebezogenen Anwendungen der NT haben eine große Zukunft sowie eine größere ökonomische Bedeutung und bleiben von dem oben Gesagten unberührt. Sie stellen weder ein unbeherrschbares Sicherheitsrisiko dar noch sind sie international umstritten. Unter einem veränderten politischen Umfeld könnte Iran sich umso mehr hierauf konzentrieren. Referenzen: [1] [2] [3] [4] [5]http://www.fzk.de/fzk/idcplg?IdcService=FZK&node=0096. [6] [7] [8] [9] [10] [11] Nuclear Technology Review 2010, IAEA Publication [12] [13] [14]http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/erdgas-verbrauch.php [15] [16] Which Power Generation Technologies Will Take the Lead in Response to Carbon Controls? Standard& Poor s Viewpoint, May 11, [17] Moody s Investors Service, New Nuclear Generation in the United States: Keeping Options Open versus Addressing an Inevitable Necessity, October 10, [18] Moody/s Investors Service, New Nuclear Generating Capacity: Potential Credit Implications for US

11 Einer der erfolgreichen iranischen Wissenschaftler in Österreich Prof. DI Dr. Soheyl Bahrami Abstrakt Einsatz einer Ontologie als zentrale Wissensplattform aus heterogenen Datenquellen für frühe Entwicklungsphasen im Produktentwicklungsprozess Univ. Ass. Dipl. Ing. Touba Rahmani Dr. Soheyl Bahrami ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler im Bereich der experimentellen und klinischen Traumatologie. In seiner Tätigkeit als Leiter der Forschungsgruppe für Schock und Sepsis am Ludwig Boltzmann Institut und als Universitätsprofessor an der medizinischen Fakultät der Universität Wien arbeitet er mit Forschungsgruppen aus Deutschland, Holland, Japan, Italien, Ungarn und den USA zusammen. Den zentralen Forschungsschwerpunkt bilden die durch Schock/Trauma induzierten Komplikationen, die oft zur Entwicklung des Multiorganversagens und zum Tod des Patienten auf der Intensivstation führen. Der 1948 in Isfahan geborene Wissenschaftler studierte an der Technischen Universität Wien Biochemie und Lebensmittelchemie und promovierte Elf Jahre später habilitierte er an der medizinischen Fakultät, an der er anfangs als Dozent arbeitete und seit 2001 als außerordentlicher Professor tätig ist. Darüber hinaus ist er im wissenschaftlichen Beirat mehrerer internationaler Fachzeitschriften. Dr. Bahrami ist derzeit Präsident der European Shock Society. Die wissenschaftlichen Tätigkeiten und Funktionen: medizinische Grundlagenforschung mit dem Schwerpunkt Schock/Trauma induzierte Komplikationen auf der Intensivstation (Diagnose & Therapie). postpromotionelle Aus-und Weiterbildung von Kollegen aus In-und Ausland Gutachter wissenschaftlicher Forschungsprojekte im In-und Ausland Gutachter verschiedener internationaler wissenschaftlicher Fachzeitschriften Gutachter in den wissenschaftlichen Komitees verschiedener Kongresse Präsidium-Mitglied der European Shock Society, (Präsident ) Editorial Board Mitglied von mehreren wissenschaftlichen Fachzeitschriften (Shock, American Journal for Surgery, The Open Critical Care Medicine Journal) Inhaber von 16 nationalen und internationalen Forschungsfonds. Für die heutige Produktentwicklung ist bezeichnend, dass für spätere Phasen der Serienentwicklung eine Vielzahl an Tools und Plattformen existieren, die selbst komplexe Produkte über ihren Entstehungszeitraum gut unterstützen können, während für die frühen Phasen (insbesondere für die Angebotslegung) kaum Unterstützung vorhanden ist. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur: Gerade zu Beginn einer Produktentwicklung besteht großer Zeitdruck, der auf den verantwortlichen Personen lastet. Dadurch fehlt es an Zeit, um Systeme mit den entsprechenden Daten einzurichten. Die erforderlichen Informationen sind auch nur zum Teil vorhanden. Zusätzlich lassen sich die Abläufe und Prozesse in dieser Phase nur schwer formalisieren, da zu diesem Zeitpunkt die beteiligten Personen, entsprechend ihrem Wissensstand, oft sehr individuell vorgehen. Deshalb wird auf unterschiedliche Methoden zurückgegriffen, die im Laufe der Zeit erarbeitet wurden. In der Regel bestehen diese aus einer Sammlung von Tabellenkalkulationen und ähnlichen Dokumenten, die in den frühen Phasen herangezogen werden. Diese Methoden unterscheiden sich jedoch von Person zu Person, womit eine Vereinheitlichung nur schwer möglich ist. Es gilt nun, Technologien einzusetzen, die es ermöglichen, die Arbeitsabläufe und die benötigten Informationen besser zu strukturieren und dabei dennoch auf oben erwähnte vorhandene Methoden zuzugreifen. Für diese benötigte Strukturierung können semantische Netze herangezogen werden. Diese regelbasierten Zusammenhänge nutzen eine Ontologie als gemeinsame Wissensabbildung. Eine Ontologie beschreibt dabei einen Wissensbereich (knowledge domain) mit Hilfe einer standardisierenden Terminologie sowie Beziehungen und Regeln. Diese dient als neutrale Zwischenschicht, die eine strukturierte und gezielte Bereitstellung der Daten aus heterogenen Quellen (ERP 1, PDM 2 etc.) ermöglicht. Daraus lassen sich grundlegende Daten der Angebotslegung harmonisieren und als Planungsgrundlage des Projekts einsetzen. In diesem Lösungsansatz wird die Idee verfolgt, durch den Einsatz einer Ontologie für die Angebotsphase eine Durchgängigkeit der Informationen über unterschiedliche Systeme im Produktentwicklungsprozess zu erreichen. Schlüsselworte: Produktentwicklungsprozess, Entwicklungsphasen, Angebotsphase, semantische Netze, Ontologie, Planungsgrundlage Ausgabe 1/2011 9

12 Wissenschaft Physiologische Wirkung des Magnetfeldes Energiemedizin, die neue Dimension der sanften Medizin Dipl.-Ing. Dr. Djawad Lamei 10 In vielen Ländern der Welt beschäftigen sich namhafte Wissenschaftler mit der Energiemedizin. Sie stellen umfangreiche Forschung über die Natur des Magnetfeldes und seine Wirkung auf lebende Organismen an. Dabei sind erstaunliche Tatsachen entdeckt worden: Unter dem Einfluss eines Magnetfeldes verändert sich der Bakterienhaushalt eines Organismus. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen dem zentralen Nervensystem und Magnetfeldern. Setzt man den Organismus länger einem konstanten oder veränderlich starken Magnetfeld aus, bewirkt das biologische Veränderungen im Blutbild. Qualitative wie auch quantitative Wirkungen eines Magnetfeldes bei Geweben und Zellstoffwechsel. Ein Magnetfeld kann einen direkten Einfluss auf die Hypophyse haben und somit auf die Hormonsekretion einwirken. Diese einzelnen Schlussfolgerungen fügen sich zu einem Bild zusammen und erklären, wie und warum die Magnetkräfte in der Lage sind, eine Anzahl von Krankheiten ohne medikamentöse Hilfe positiv zu beeinflussen. Einführung Da jeder Organismus von Energiemustern durchdrungen ist und in jedem Teil seines Körpers Magnetfelder existieren, haben Magnete, wenn sie angemessen angewendet werden, eine positive Auswirkung auf seine energetischen Reaktionsmuster. Die Untersuchungen zeigten, dass der Energiestrom eines Magneten den Stoffwechsel anregt und die Bildung von Aminosäuren (Eiweißbausteinen) fördert. Zudem verbessern sich Schmerzzustände, die durch Mangeldurchblutung und Muskelverhärtung hervorgerufen werden. Lebensenergie als Ausdruck einer inneren Dynamik Die ganze Problematik von Krankheit und Schmerzen hängt untrennbar mit der Biophysik der Elemente zusammen. Die Magnettherapie ist eine elementare Therapie, die am kleinsten Baustein der Materie, Ausgabe 1/2011 Alles ist in Bewegung, alles ist Energie, und unser Leben ist überhaupt nur möglich und denkbar unter dem Schirm des Magnetfeldes unserer Erde. dem ATOM ansetzt, das seinerseits wieder aus dem Atomkern und der um diesen kreisenden Atomhülle, den Elektronen besteht. Alles ist in Bewegung, alles ist Energie, und unser Leben ist überhaupt nur möglich und denkbar unter dem Schirm des Magnetfeldes unserer Erde. Wissenschaftliche Grundlagen Nach physikalischem Gesetz sollten Atomkern und Atomhülle wegen ihrer entgegengesetzten Ladungen in einem elektrischen Gleichgewicht sein. Im gesunden lebenden Organismus ist dieses Gleichgewicht in ständigem Fluss. Gesundheit setzt also voraus, dass sich die polaren Urkräfte des menschlichen Körpers untereinander und mit ihrer Umgebung in der Natur in einem ständig fließenden Gleichgewicht befinden. Jede Störung dieses Gleichgewichts Krankheit. bedeutet Der japanische Arzt Prof. Dr. Nakagawa, der Untersuchungen mit der Magnettherapie an weit über Patienten durchführte, sieht die Ursache für viele Befindlichkeitsstörungen in einem zu schwachen den Menschen umgebenden Erdmagnetfeld. Dieses hat sich im Laufe der letzten Jahre schätzungsweise halbiert. Das Erdmagnetfeld beträgt derzeit zwischen 0,3 und 0,5 Gauß je nach Standort. Hiezu kommt, dass das bereits stark abgeschirmte Erdmagnetfeld bei vielen Neubauten wegen des verwendeten Stahlbetons zusätzlich abgeschirmt wird und dem Menschen nicht mehr in der seit Jahrtausenden gewohnten Art zur Verfügung steht. Nakagawas nennt diesen entstanden Zustand das: MAGNETFELD-SYNDROM Für Nakagawa besteht dennoch ein echter Magnetfeldmangel, der beim Menschen zu zahllosen Störungen führt. Ihre wesentlichen Symptome sind röntgenologisch nicht nachweisbare Steifigkeit der Schultern und des Rückens, des Nacken- und Lendenbereichs, Brustkorbschmerzen ohne erkennbare Ursache, hartnäckige Migräne, Schlaflosigkeit und chronische Müdigkeit usw.

13 Die Wirkung des Magneten auf den Schmerz Trifft ein Magnetfeld auf eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit (Blut), so erfolgt eine Ionentrennung, die positiv geladenen Ionen (+) werden vom Südpol (+) des Magnetfeldes abgestoßen, die negativ geladenen Ionen (-) angezogen. Beim Nordpol (-) vollzieht sich dies in genau umgekehrter Weise. E desox = -1, H 2 Die magnetische Energie der oxygenierten Erythrozyten ist: E ox = 4, H 2. Mit magnetischer Feldstärke H in A/m erhalten wir die Energie-Aufnahme in Wattsekunden (WS) =Joule. Die magnetische Energie der Erythrozyten hängt daher von der magnetischen Feldstärke ab. Beispielsweise erhalten wir in einem Magnetfeld von H A/m (ca. 125 Gauß) die Energie-Aufnahme von: E ox = 4, Ws E desox = 1, Ws Eine grobe Abschätzung zeigt, dass sie deutlich unter der magnetischen Energiedifferenz zwischen der oxygenierten und der desoxygenierten Form eines Hämoglobin Moleküls liegen dürfte. Der Halleffekt Wird auf bewegten Ladungsträgern senkrecht zur Stromrichtung ein Magnetfeld angelegt, werden die Ladungsträger entsprechend der Polarität abgezogen, wodurch eine messbare Potentialdifferenz (Hallspannung) entsteht. IRNICH (1975) hat dazu eine Überschlagsrechnung angestellt, nach der bei einem Blutgefäß mit einem Durchmesser von 3 mm, einer Fließgeschwindigkeit von 5 m/s und einem Magnetfeld mit 1000 Gauß (0,1 Tesla) die Hallspannung 0,2 mv beträgt. Dies ist im täglichen Leben nicht viel; an einer Grenzfläche angelegt, kann aber die Oberflächenspannung und damit der Energie- und Stofftransfer erheblich verändert werden. Unser Blutplasma stellt ebenfalls eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit (Elektrolyt) dar und enthält eine Unzahl von Ionen, z.b. Natrium (+), Chlor (-). Wenn ein Permanentmagnet auf einem bestimmten Körperteil liegt und dessen Blutgefäße sich im Bereich der Magnetfeldlinien befinden, muss das sich fortbewegende Blutplasma die unterschiedlichen Polfelder durchqueren, wobei die oben beschriebene Ionentrennung zwangsweise erfolgt. Magnetfeldbedingte Sauerstoff-Abgabe: Das Bild zeigt die Abhängigkeit der Sauerstoff- Bindungskurve des Blutes bzw. des darin enthaltenen Hämoglobins vom angelegten Magnetfeld. Abhängigkeit der magnetfeldbedingten Sauerstoff- Bindungskurve von der Stärke des angelegten Magnetfeldes H (A/m) Durch ein angelegtes Magnetfeld H können wir eine ganz beachtliche Steigerung der Sättigungsänderung und damit des Sauerstoffangebotes in Kapillaren und Gewebe des Feldbereiches erwarten und schon mit verhältnismäßig niedrigen Feldstärken wie z.b. H = A/m (62,5 Gauß). Möglichst sollte sich ein großer Bereich der Lunge nicht gleichzeitig im Magnetfeld befinden. Denn nur in diesem Bereich mit H = 0 gilt die Sauerstoffsättigung von etwa 97%. Magnetfeldinduzierte Energie-Aufnahme Entscheidend für die physiologische Wirkung des Magnetfeldes ist, dass oxygeniertes und desoxygeniertes Hämoglobin deutlich unterschiedliche Werte der magnetischen Energie besitzen und dementsprechend auch die Erythrozyten. Die magnetische Energie der desoxygenierten Erythrozyten ist: Daher kann man feststellen, dass die Sauerstoffbereitstellung der Erythrozyten gegenüber dem Gewebe durch Magnetfelder ganz beachtlich gesteigert wird. Mit einem arteriellen bzw. venösen Ruhe-Partialdruck O2 von 100 mm Hg bzw. 40 mm Hg haben wir eine Sauerstoffänderung von 24%, und die Sauerstoffbereitstellung beträgt mit H = A/m (ca. 125 Gauß) jetzt ca. 56 % (Rechte Ordinate) Ausgabe 1/

14 Die Wirkung der Magnetpole auf lebende Systeme Das Potential wie die Art der von jedem der Pole ausgehenden magnetischen Energie ist verschieden. Die rotierenden Elektronen drehen sich im Uhrzeigersinn (rechtsdrehend), wenn sie aus dem Südpol und im entgegengesetzten Sinn (linksdrehend), wenn sie aus dem Nordpol austreten. Der Nordpol ist negativ Minuspol Der Südpol ist positiv Pluspol Im Zentrum eines Magneten befindet sich eine neutrale Zone, in der sich das Vorzeichen ebenso umkehrt wie die Richtung des Elektronenflusses. Mit magnetischer Feldstärke H in A/m erhalten wir die Energie-Aufnahme in Wattsekunden (WS) =Joule. man den Körper mit einem scheinbar neuartigen Reiz überraschen. Das wurde mit einer Kombination einzelner Impulse geschafft. Diese Zusammensetzung von Impulsen kombiniert mit Pausen ergibt schlussendlich die genannte Trägerfrequenz. Diese reicht von 0,5 bis 16 Hertz. Man kann mit unterschiedlichen Schwingungen auch die verschiedenen Frequenzen der Organe beeinflussen. Weiters lassen sich die Tagesrhythmen der Körperfunktionen mit den angepassten Schwingungen gezielt beeinflussen. Es kommt nicht nur auf die Stärke des erzeugten Magnetfeldes an sondern auf die Impulsform - die wirkungsvollste Technologie ist der SÄGEZAHN Impuls. 12 Ein wichtiger Hinweis Elektronische Bauelemente und Schaltungen können magnetfeldempfindlich sein. Auch bei der angegebenen Feldstärke, wie generell, ist größte Vorsicht im Hinblick auf Träger elektronischer Körperhilfen, vor allem von Herzschrittmachern (das Magnetfeld kann z. B. einen im Herzschrittmacher befindlichen Reed-Schalter aus Versehen betätigen), geboten, von denen Magnetfelder ferngehalten werden müssen. Die Angaben der Magnetfeldhersteller und Lieferanten über Vorsichtsmaßnahmen und Nichtanwendungsfälle müssen sicher besonders beobachtet werden. Hier finden wir z. B. unter den Nichtanwendungsfällen der Magnetfeldbehandlungsgeräte eines Herstellers neben Herzschrittmachern angegeben: Schwangerschaft, akute Blutungen, Diabetes, akute Tbc und Viruserkrankungen. Zeitlich veränderliche Magnetfelder Zur Übersicht biologischer Wirkungen von Umweltfaktoren, insbesondere von therapeutischer Wirkung eines Permanentmagneten liegt ausreichend Literatur vor. Es liegt die Vermutung nahe, dass solche und ähnliche, am Körper getragene Magnetbestände, durch die Körperbewegung Akupunktur-Punkte treffen und über den O 2 -Effekt stimulieren. Da bei Permanentmagneten nach einer gewissen Zeit ein Gewöhnungseffekt auftreten kann, müsste Ausgabe 1/2011 Wissenschaftliche Arbeiten: Eine Reihe von wissenschaftlichen Instituten hat sich mit der Erforschung von Magnetfeldern und deren Einfluss auf den menschlichen Körper befasst. Die wichtigsten und umfangreichsten Arbeiten wurden vorgelegt von: Massachusetts, Institute of Technology Cambridge Basic Concepts of BIO-Magnetics, Avon Klinischer Test, Institut f. Biophysik Wien Test der World Health Organisation Geneve Max Planck - Institut, Andechs Helmholtz-Institut für Biomedizin, Aachen Med. Uni-Klinik, München Literatur und Wissenschaftliche Veröffentlichungen: * Schulz, J. Perkutane, risikolose Schmerzbehandlung mit Wechselmagneten. Zt. Erfahrungsheilkunde 10/1988 * Davis, A. R.: Magnetism and its effects on the Living System, www. Acessusa.com * Kokoschnigg, P.: Magnetfolien und ihre Anwendung in der Humanmedizin. Institut für Biophysik und Strahlungsforschung. * Kokoschnigg, P.: Über die Wirksamkeit statischer magnetischer Felder auf den Menschen. Dtsch. Zschr. Akupunktur * Stamme, O. Physiologie der Magnetbehandlung. Eigenverlag * Moser, H. Über Magnetfeldtherapie: Eine ungenutzte Kraft aus der Natur, Zschr. Ganzheitsmedizin: 3/1995 * Fischer, G. Grundlagen der Quantentherapie, Hecataeus Verlag * Hanemann, H. Energiemedizin, Der Quantensprung zur Selbstheilung, Arison Verlag, Genf * Neil, A. Segal, MD. Two Configurations of static Magnetic Fields for Treating Rheumatoid Arthritis of the Knee: A Double-Blind Clinical Trial. Arch Phys Med Rehabil, Vol. 82, Oct 2001 * Literatur beim Verfasser

15 Ausländische Studenten beschäftigen Neuregelung im Ausländerbeschäftigungsgesetz ab Bei der Beschäftigung von ausländischen Studierenden und Absolventen aus Drittstaaten und mittels Rot-Weiß-Rot-Karte gibt es wesentliche Neuerungen. Eine Beschäftigungsbewilligung für ausländische Schüler und Studierende aus Drittstaaten kann ohne Arbeitsmarktprüfung und ohne öffentliche Interessenabwägung erteilt werden, wenn: für Schüler und Studierende die Beschäftigung 10 Wochenstunden nicht überschreitet, bzw. für Studierende nach Abschluss des ersten Studienabschnitts eines Diplomstudiums bzw. nach Abschluss eines Bachelor-Studiums die Beschäftigung 20 Wochenstunden nicht überschreitet. Die Ausnahmeregelung erfasst nur Schüler und Studenten bestimmter inländischer Bildungseinrichtungen, also insbesondere öffentliche Schulen, Schulen mit Öffentlichkeitsrecht, das ordentliche und außerordentliche Studium an Universitäten, Fachhochschulen sowie akkreditierte Privatuniversitäten. In diesen Fällen ist die beantragte Beschäftigungsbewilligung jedenfalls zu gewähren. Kommt es im Rahmen der erteilten Beschäftigungsbewilligung zur Überschreitung der Wochenarbeitszeit von 10 bzw. 20 Stunden, liegt eine rechtswidrige und demnach strafbare Beschäftigung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz vor. Die Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung für eine Beschäftigung von über 10 bzw. 20 Wochenstunden ist nach der neuen Regelung zwar nicht ausgeschlossen, kann aber nur erfolgen, wenn die Arbeitsmarktprüfung ergibt, dass die Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes die Beschäftigung zulassen. Die korrekte Beschäftigung eines Schülers bzw. Studenten nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz kann am sichersten durch die korrekte Arbeitszeitaufzeichnung nachgewiesen werden. Sind Gratulation im Unternehmen die Arbeitszeitaufzeichnungen nicht vorhanden, kann dies eine Strafbarkeit nach dem Arbeitszeitgesetz wegen fehlender Arbeitszeitaufzeichnungen sowie im Ergebnis auch eine Strafbarkeit wegen unzulässiger Beschäftigung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz zur Folge haben. Abgeschlossenes Studium Ausländer werden zu einer Beschäftigung als Schlüsselkraft zugelassen, wenn sie ein Diplomstudium zumindest ab dem zweiten Studienabschnitt bzw. ein Masterstudium an einer inländischen Universität, Fachhochschule oder akkreditierten Privatuniversität absolviert und erfolgreich abgeschlossen haben und für die beabsichtigte Beschäftigung, die ihrem Ausbildungsniveau zu entsprechen hat, ein monatliches Bruttoentgelt erhalten, das mindestens dem ortsüblichen Entgelt inländischer Studienabsolventen mit einer vergleichbaren Tätigkeit und Berufserfahrung entspricht, jedenfalls aber mindestens 45 Prozent der monatlichen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage zuzüglich Sonderzahlungen beträgt (= 1890 Euro im Jahr 2011). Ausländische Studienabsolventen brauchen das Punktesystem der Rot-Weiß-Rot-Karte nicht zu durchlaufen. Auch die Arbeitsmarktprüfung entfällt. Weitere Informationen: WK Wien-Abteilung Sozialpolitik, Tel: Quelle: Wiener Wirtschaft, Die Zeitung der Wirtschaftskammer Wien, Nr. 25, 24. Juni 2011 Der Verein Iranischer Ingenieure/innen in Österreich hat erfahren, dass Herr Prof. Dipl.-Ing. Dr. Herbert Danninger, unser langjähriges Ehrenmitglied und Unterstützer, ab Oktober 2011 das Amt des Dekans der Fakultät für Technische Chemie an der Technischen Universität Wien übernehmen wird. Diese Fakultät umfasst die folgenden Institute: Institut für Angewandte Synthesechemie Institut für Chemische Technologien und Analytik Institut für Materialchemie Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Techn.Biowissenschaften Wir wünschen ihm auf diesem Weg viel Erfolg und alles Gute! Ausgabe 1/

16 14 Kunst & Kultur Malereientwicklung im Iran 1. Teil: von 4000 v. Chr. bis 651 n. Chr. Präachamänidische Periode ( v. Chr.) Behauene Feuersteine bezeugen das Auftreten des Menschen, der durch Sammeln und Jagen seine Nahrung beschaffte, während des Paläolitikums, vor mehr als Jahren, im Westiran. In diesem an die mesopotamische Ebene angrenzenden Hochland fand der frühsteinzeitliche Mensch günstige Lebensbedingungen vor, die ihn sesshaft werden ließen. Um 7000 v. Chr. kam man in Gandsch-e Darreh auf die Idee, Ziegelsteine zu modellieren und beim Brennen der Tonerde fand man heraus, dass die gut zum Herstellen von Gefäßen geeignet ist. So entstand die Töpferei. Die Tonbehälter wurden von den neolithischen Handwerkern mit besonderer Vorliebe verziert und bemalt. Razmgah, Lorestan, (Süd-West Iran), Felsenmalerei. Ausgabe 1/2011 Die ersten Töpfer begnügten sich mit der Gestaltung von Gefäßen, die eine einfache Form und einen noch kaum entwickelten geometrischen Dekor aufwiesen. Um das Jahr 4200 v. Chr. wurde Susa gegründet. Um 4000 v. Chr. hatten die Bewohner der Ebenen im Südwesten des heutigen Iran erste Siedlungen errichtet. Die erste Stadt war Susa (im Südwest-Iran), die Hauptstadt der Ilamiten (Elam - Zivilisation). Als der assyrische König Assurbanipal im Jahre 647 v. Chr. Susa einnahm, waren die Ilamiter bereits von einem der arischen Stämme, nämlich den Medern verdrängt worden, die danach auch die Assyrer als führende Macht in der Region ablösten. Jedoch mussten sie ihre Vormachtstellung an die Perser, (Achamäniden- Dynastie), ebenfalls von arischem Stamm, abtreten. Eine kurze Geschichte der Präachamänidischen Zeit im Iran verschafft uns Klarheit über den notgedrungenen Wechsel der Malkunst von der Wand- und Felsmalerei zur Buchmalerei. Wir erkennen erstaunt, dass dieses Land sich vom fünften Jahrtausend an, trotz aller politischen Veränderungen, trotz des Kommens und Gehens von Völkern und Dynastien, trotz des Einströmens von immer neueren Kultureinflüssen aus dem Osten und Westen, zu allen Zeiten seinen ursprünglichen kulturellen Charakter erhalten hat. Diese Feststellung wird von vielfältigen iranischen Kulturschätzen in berühmten Museen der Welt bestätigt. Die archäologischen Forschungen auf dem Hochplateau des Iran bringen es zustande, die Entwicklung der Mag. Javad Parsay Museumspädagoge Kaghsh-e Sofal, Shahr-e suxte. Abbildung auf der Tonschüssel, 4000 v. Chr. Kunst in diesem Lande in ununterbrochener Folge vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis ins 20. Jahrhundert zu veranschaulichen. In einem neolithischen Dorfe am Tappe-Sarab (bei Kermanschah, West-Iran), sind auch Tonfiguren gefunden wurden, in denen eine Kulturidee zum Ausdruck gebracht worden ist, und zwar: Die weiblichen Figuren vermitteln uns mit ihren mehr oder weniger schematisierten Körperformen tanzähnliche Bewegungen. Es gibt auch u.a. männliche Abbildungen, die mit ihren Standformen eine zeremonielle Haltung weiter geben dürfen. Diese Figuren, die auch sich in den frühen Dorfkulturen des Nahen Orients (ca v. Chr.) von Tappe-Sarab im Iran bis Hacilar in der Türkei befinden, müssen eine bestimmte Bedeutung haben, wahrscheinlich bestand der Glaube, dass Fruchtbarkeit und Wohlstand durch wirksame Darstellung in Plastik und Malerei gefördert werden können. Abbildungen von Keramikstücken aus Tappe Sarab Die archäologischen Ausgrabungen im Iran haben die Kunst des Alt-Iran ans Tageslicht gebracht. Eine der schönsten Werke ilamischer Skulpturen ist die Statue der Napirasu, Gemahlin des Untashgal, im Louvre- Museum in Paris zu bewundern. Die Statue zeigt, wie sich die Künstler damals bemüht haben, die Verzierung des Kleides der Königin wiederzugeben. Ein Muster aus kleinen Ringen mit mittleren Punkten bedeckt das Gewand des Oberkörpers. Lange Fransen verzieren den oberen Teil des Rockes und sind nach vorn geführt, wo das Gewand mit Streifen und rahmenden

17 Napirasu, die Gemahlin des Untashgal Zickzackmustern reich verziert ist. Achamäniden ( v. Chr.) Die iranische Geschichte beginnt mit der Achamäniden- Dynastie in den Jahren vor Christus. Herodot, der griechische Geschichte-Schreiber des fünften Jahrhunderts v. Chr. schildert uns, wie die Reichtümer Jahr für Jahr dem Schatzamt des Großkönigs Daryusch zuflossen, sie stammten von den Völkerschaften des ersten, des iranischen Weltreichs, welches sich von Ägypten bis zum Pamir, vom Kaukasus bis zum Indischen Ozean erstreckte. Die achämenidische Kunst ist der Ausdruck einer Tradition, deren Anfänge in die Prähistorische Zeit zurückreichen. Herodot, der griechische Geschichtsschreiber des fünften vorchristlichen Jahrhunderts, beschreibt uns die Reichtümer, welche Jahr für Jahr dem Schatzamt des Großkönigs Dariusch zuflossen; sie stammten von Völkerschaften des ersten, des iranischen (persischen) Weltreichs, welches sich von Ägypten bis zum Pamir, von Kaukasus bis zum Indischen Ozean erstreckte. Dariusch ließ voll stolz auf den Mauern seiner Paläste in Perspolis (Apadana-Treppen) Abgesandte seiner 23 Untertanenvölker darstellen, welche die besten Erzeugnisse der Landesprodukte herbeibringen, um sie dem König zu präsentieren. Mittlerweile sind die meisten Historiker davon überzeugt, dass es sich bei den Darstellungen an den Mauern des Apadanas um das Noruzfest handelt, das persische Neujahrsfest, zu dem der Großkönig freiwillige Ehrengeschenke erhielt. Daryusch ließ voller Stolz auf den Mauern der Apadana- Treppen seiner Paläste auf der Persepolis Abgesandte seiner 23 Untertanenvölker darstellen, welche die besten Erzeugnisse der Landesprodukte herbeitrugen, um sie dem König zu präsentieren. Die Kunstobjekte dieser Zeit sind überall auf der Welt in Museen und Kunstgalerien zu bewundern. Diese sind von Persepolis bis zum Nil-Tal (in Ägypten) verstreut. Die Hofkunst der Achämeniden hatte unter dem Schutz des Königs und des Hofes geblüht und geriet daher nach dem Sturz der Dynastie in Verfall. Parther ( v. Chr. ) Nach der kurzlebigen Reichsgründung Alexanders herrschte im Iran seit 321. v. Chr. die Dynastie der Selukiden. In dieser Zeit fördern das Herrscherhaus, der Hof, sowie die große Masse der neuen Bewohner eine ihnen vertraute Art von Kunst, die demnach nicht iranischen Charakters sein konnte. Allmählich Der griechisch-iranische Stil wandelte sich zur neuiranischen Kunst um, wobei alte, bodenständige Traditionen wieder auflebten. bildet sich so die griechisch-iranische Kunst heraus. Die Eroberung Irans durch die Parther, welche der iranischen Völkerfamilie angehörten, führte zu einer allmählichen Rückkehr zu den alten Traditionen. Die parthischen Könige verstanden sich als Nachkommen der iranischen Könige und förderten weiter eine von Achämeniden bestimmte Kunst. Die Kunst der Parther verdrängte den griechischen Einfluss und fand zu ihrer eigenen Art zurück. Der griechisch-iranische Stil wandelte sich zur neuiranischen Kunst um, wobei die alten, bodenständigen Traditionen wieder auflebten. Die Welt hatte sich geändert, Rom dehnte seine Grenzen bis an den Euphrat aus. Die Griechen mussten sich zurückziehen. Im engeren Bereich Irans übernimmt die Kunst der Parther die Nachfolge der Achämeniden, deren Traditionen sie hochhält. Die Kunst der Parther als Ganzes übte weithin Wirkungen aus. Der Süden Russlands, Zentralasien und Indien gewährten den Formen, welche die neue Kunst Irans wiederaufleben ließen, Zutritt. Die Parther bauten die Tempel auf breiten Terrassen, in denen man iranische Gottheiten, Mithra und Anahita, verehrte, eine Kultur-Religion, die sich ins ganze damalige europäische Gebiet, bis nach Norden erweiterte. Immer wieder findet man fast in allen Länder Europas die Spuren von Mithra- Tempeln in unteren Geschoßen der berühmten Kirchen, wie Klemens in Rom. Die Parther sicherten die Kontinuität und bildeten das Bindeglied zwischen den Achämeniden und den Sassaniden. Sassaniden ( n. Chr.) Die letzte vorislamische Dynastie war die der Sassaniden in der Zeit von 224 bis 651 nach Christus. In der Anfangszeit der sassanidischen Herrschaft wurde das alte persische Reich beträchtlich ausgeweitet. Auf Ardaschir I ( ) besiegte seinen parthischen Lehensherrn und förderte eine nationale Kunst, wobei die Sassaniden das kulturelle Erbe der Achämeniden für sich beanspruchten. Typisch für ihre Architektur sind die Gewölbe und mit Ziegeln gebaute Kuppeln, die weite Innenräume zu schaffen erlaubten. Die sich nach außen öffnenden Eywan wurden später von der islamischen Architektur übernommen. Die Paläste waren zudem mit Mosaiken verziert. Die sassanidischen Könige erneuten die Tradition der Felsreliefs und ließen mit Vorliebe ihre Siege in großflächigen, lebendig gestalteten Szenen festhalten, wie etwa in Firuzabad, in Naghsh-e Rostam. Wir finden hier die Darstellung des über die römischen Kaiser Valerianus und Philipus Arabs triumphierenden Schapur I. ( ), der auch das gesamte Gebiet des heutigen Iran sowie Teile des Irak, Afghanistans, Pakistans und der Arabischen Halbinsel in sein Reich integrierte. Die Sassaniden- Kultur krönt eine tausendjährige Ausgabe 1/

18 16 Entwicklung der iranischen Völker. Diese Dynastie beschützte die Landesreligion Zartoscht (Zarathustra) und förderte eine nationale Kunst. Die Kunst der Sassaniden beeinflusste zahlreiche Kulturen vom Fernen Osten bis Europa, und Objekte sassanidischer Herkunft wurden über große Entfernungen transportiert. Sie waren große Liebhaber der Goldschmiedekunst und ließen sich Hofgeschirr aus Gold und Silber anfertigen, die mit Jagdzsenen und Festmotiven verziert sind. Man findet diese Kunst in vielen berühmten Weltmuseen. Das Handeln mit Stoffen vermittelte die Bildvorstellungen der Sassanidenzeit bis weit in den Westen hinein. Die koptische, die byzantinische, die vorromanische und die romanische Kunst des Abendlandes schöpften alle aus dem Reichtum der iranischen Bilderwelt. Die Kirche von Byzanz wandte sich gegen die übermäßige Verwendung von Stoffen, die mit Bildern und persischen Versen durchwebt waren. In den Kirchenschätzen des Abendlandes finden sich sehr viele Textilien aus der Sassanidenzeit. Auch viel farbige iranische Schmuckstücke gelangen durch verschiedene Hände bis nach Europa. Iranische Kleidermoden übernahm man in Byzanz. Das wahre Erbe der Kunst der Sassaniden- Dynastie wurde jedoch die Welt des Islam, die Träger der neuen Weltreligion, die Araber ohne künstlerische Vergangenheit. Während der folgenden Jahrhunderte ließ sich die islamische Kunst wieder und wieder von der reichen künstlerischen Hinterlassenschaft der Sassaniden- Zeit inspirieren. Selbst unter den Sassaniden war die Buchmalerei im Iran eine altbekannte Kunstrichtung. Über die Geschichte der Buchmalerei berichtet ein Gelehrter, namens Mas udi, der Verfasser des Al-Tanbih, in seinem Buch, von einem umfangreichen Band persischer Lehre und Überlieferung, worin alle persischen Könige der Sassaniden Dynastie dargestellt waren. Sie wurden in reichlichen Farben gemalt, und zeigten jeden König bei einer alltäglichen Handlung oder umgeben von seinen Höflingen. Dieses Buch wurde, laut Mas udi, aus dem Jahre 781 nach Christus kopiert. Dieses Buch bestätigt, wie die Entwicklung der Buchmalerei unter den Sassaniden hoch gestiegen war. Literatur: *) L Iran sous les Sassanidens, A. Christensen, Kopenhagen, 1936 *) Die Kunst Irans zur Zeit der Sassaniden, K. Erdmann, Berlin, 1943 *) Kunstgeschichte der Seidenweberei, O. Falke, Tübingen, o.j. *) Die Kunst des Alten Orients, Joseph Wiesner, Frankfurt/M- Berlin, 1963 *) Formen und Stile der Antike, Piere Amiet u.a. Bratislava 1994 Ausgabe 1/2011 Ausbildung und Arbeit Zugangsbeschränkungen auf den Unis Alle Leute, die im Iran in die Schule gegangen sind, kennen den Spruch: Tawana bowad har keh dana bowad (zu Deutsch: Wissen ist Können oder Wissen ist Macht ). Sie alle haben auch nach dem Schul- bzw. Studienabschluss und mit dem Eintritt in das wirkliche Leben am eigenen Leib erfahren müssen, dass das Motto der Bildungspolitik im Iran eine ziemlich leere Worthülse ist. Was mit wenigen Ausnahmen allen von uns gefehlt hat, war die Fähigkeit, das theoretisch erworbene Wissen auch praktisch zu nutzen und umzusetzen. Das haben wir nie gelernt. Warum? Weil das weder Unterrichtsgegenstand war und ist, noch von den Lehrern und Professoren so nebenbei vermittelt und abgefragt wurde und wird. Und nicht zuletzt, weil das auch kein Thema bei Konkur (Aufnahmetests auf der iranischen Uni) ist. Das praktische Können ist auch keine Fähigkeit, keine Qualifikation im Iran, die einen Einfluss darauf hätte, ob man einen gut bezahlten Job bekäme oder nicht. Es wird da und dort doch geschätzt, gelobt und in der Privatwirtschaft vielleicht auch gut bezahlt, aber und darauf kommt es an es wird nicht nur von einem Normalsterblichen, sondern auch von den Leuten in hohen Ämtern nicht erwartet und nicht vorausgesetzt. Es wird auch gar nicht als Ersatz für das theoretische Wissen oder gar als (mehr oder weniger) gleichwertig anerkannt. Im Gegenteil: Solche Leute, die beides einbringen das theoretische und das praktische Wissen sind zwar (in der Privatwirtschaft) hoch gefragt und auch gut bezahlt aber sie gelten als Ausnahmeerscheinungen und Zufallsprodukte der Bildungspolitik. Und wenn man nur praktisches Können an den Tag legt, wird bestenfalls mit einem freundlichen Lächeln auf die wartende Schlange der Uni-Absolventen auf den gerade zu besetzenden Job hingewiesen. Ich wage zu behaupten (wohlwissend, dass meine Meinung als einer, der nie Bildungspolitik studiert oder gar gelehrt hat, nicht zählt), dass diese Misere der Bildungspolitik im Iran mit der Einführung von Konkur (Aufnahmetests an den iranischen Unis) in den 60-er Jahren ihren Anfang genommen hat. Die Multiple- Choice- Fragen richten sich ja naturgemäß nach dem rein theoretisch gelernten Wissen. So wurde mit der Zeit der ganze Lehrinhalt in der Schule darauf hin getrimmt, in der Hoffnung, dass die Schulabgänger diese Aufnahmetests noch besser bestehen. Es etablierte sich mit der Zeit ein unsäglicher Kult,

19 smarkt Und was die österreichischen Bildungspolitiker aus dem gescheiterten Weg der iranischen Bildungspolitik lernen könnten. wer welchen Rang bei den Tests erklommen hat und auf welcher Uni und in welcher Fachrichtung aufgenommen wurde. Ein Kult, der sich in den letzten Jahrzehnten bis hinein in den kleinsten Winkel jeder Dorfgemeinschaft fortgepflanzt hat. Ein Kult, der jedem praktischen Können mit völliger Ignoranz und Präpotenz gegenüber steht. Das Dumme daran ist aber, dass nach ein paar Perioden nur mehr Absolventen auf den Unis und Hochschulen gezüchtet werden, die das Handwerkszeug ihres Faches gar nicht mehr beherrschen, aber nicht allzu selten ein ziemlich hohes theoretisches Wissen aufweisen. Ein theoretisches Wissen, das sie nicht im Stande sind, in der Praxis zu nutzen. Wenn sie tüchtig und interessiert sind, dann lernen sie es nach langen Jahren Berufspraxis in mühsamer Kleinarbeit und nachdem sie jede Menge Fehler gemacht und der Gesellschaft damit geschadet haben, irgendwann einmal. Aber wie gesagt, sie sind die Ausnahmeerscheinungen und Zufallsprodukte der Bildungspolitik. Dieser Teufelskreis wird dadurch geschlossen, dass die Lehrer und Professoren an den iranischen Schulen und Universitäten genau aus diesem Sumpf hervorgegangen sind. Sie sind gar nicht mehr imstande, den Jugendlichen und Jungen das praktische Können zu vermitteln und abzufragen. Und die Jugendlichen und Jungen fordern den Lehrenden in dieser Richtung auch nicht heraus. Sie interessieren sich nämlich keinen Deut dafür. Sie sehen darin im Gegenteil eine reine Zeitverschwendung, weil sie ja nur die Konkur und den unsäglichen Kult darum herum im Auge haben, weil Familie und Freunde von ihnen erwarten, dass diese Haltung widerspruchslos übernommen wird. So ist es im Iran zu einer Klassengesellschaft gekommen, die sich der alte Marx hat nie denken können! Der gesellschaftliche Rang und das gesellschaftliche Ansehen einer Person wird danach gemessen, auf welcher Uni man welches Fach absolviert hat, bei den Jüngeren, welche Schule und welche Noten und welchen Konkur-Rang man hat. Man kann zwar diese unheilvolle Rangordnung mit Reichtum und/oder Posten etwas kalmieren, aber eben nur Was mit wenigen Ausnahmen allen von uns gefehlt hat, war die Fähigkeit, das theoretisch erworbene Wissen auch praktisch zu nutzen und umzusetzen. Dipl.-Ing. Mehrdad Madjdi kalmieren, nicht ersetzen. Jede (wohlhabende) Familie und jede gesellschaftlich wichtige Person versucht auf Biegen und Brechen ein schönes Abschlusszeugnis als Krönung für die Kinder oder für sich selbst zu organisieren, koste es was es wolle (im wahrsten Sinne des Wortes). Dass diese Bildungspolitik gescheitert ist, sieht man an der horrenden Jugendarbeits- und Perspektivlosigkeit im Iran, und dass man dort nach fünfzig Jahren beschlossen hat, die Aufnahmetests in ein paar Jahren abzuschaffen. Die Diskussion in Österreich, bei vielen Fächern Aufnahmetests an den Unis einzuführen, erinnert mich also unweigerlich an das Schicksal der Jugend im Iran. Auch wenn man bei der Gestaltung der Aufnahmetests in Österreich geschickter vorgeht als im Iran, hat dieser unheilvolle Kult bereits in bestimmten Kreisen Fuß gefasst. Man versucht in Österreich zwar, bei den Aufnahmetests ein wenig das praktische Können in einem persönlichen Interview abzufragen, am Ende wird aber der genommen, der die theoretischen Tests bestanden hat. Die Möglichkeit zu sagen: Bei den Tests bin ich durchgefallen, aber lasst mich zum Interview erscheinen steht für niemanden offen. Das vertieft auf lange Sicht nicht nur die Krise der Schulabgänger mit praktischem Können (was sich zum Beispiel an dem bereits vorhandenen Facharbeitermangel zeigt), sondern gipfelt in der Jugendarbeits- und Perspektivlosigkeit, die wir nicht nur von den Ländern wie Iran, sondern auch von namhaften europäischen Ländern kennen. Denn die Spanier, Engländer und Französen haben auch auf Konkur gesetzt (das Wort stammt ja aus dem Französischen). Beileid Sehr geehrter Herr Dr. Ahmad Saberi, zum Tode Ihrer Schwiegermutter sprechen wir im Namen des Vereins unser herzliches Beileid aus. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Frau viel innere Kraft zur Überwindung dieser Trauer. Verein Iranischer Ingenieure/innen in Österreich Ausgabe 1/

20 Kultur Teheraner Bürgermeister hat seine Stadt rundum aufgeputzt Das neue Teheran - jung, modern und dynamisch Arian Faal* Kian Moshiri spricht gern über Teheran, wenn er im Taxi sitzt. Besonders über den Realitätsverlust des - wie er sagt - verkommenen Nordens, der ihn stört: Seit 70 Jahren wohnt der 80-jährige Greis in seiner Stadt. Woran merke ich, dass ich bei uns nicht im Norden, sondern im Süden bin? Die Antwort ist einfach. Die Leute reden übers Leben, über das Überleben, sind sehr nervös und müssen sich richtig anstrengen, um die Tücken des Alltags zu überstehen. Einige nehmen Drogen zur Beruhigung, andere müssen ihren Körper verkaufen. Dritte sind Bettler und die große Masse schluckt und schluckt ihren Frust hinunter. Aber wie lange kann man schlucken? Doch im Norden kümmern sich die Leute nur darum, ob sie ihre Nase operieren sollen oder nicht, und ob irgendein Shahram Kashani (iranischer Popsänger, Anm.) schon eine neue CD herausgebracht hat oder nicht, ätzt er. Der Taxifahrer des Mercedes 180, der auch hier selten geworden ist, holt tief Atem. Während er im armen Süden wohnt, sind seine Kunden, die er chauffiert, vorwiegend aus dem Norden. Dort hat man eben mehr Geld. Er ist jetzt wieder im südlichen Teil Teherans angekommen. Hier dürfen nur ausgewählte Linientaxis und Fahrzeuge, die eine spezielle Erlaubnis haben, am Verkehr teilnehmen, z. B. jene, deren Besitzer auch hier wohnen. Diese Maßnahme wurde vor einigen Jahren notwendig, da der arme Süden der Millionenmetropole in Autos zu versinken drohte. Dieser geregelte Abschnitt im bevölkerungsreichsten Teil der Stadt wird Tarhe Traffic genannt. Verantwortlich dafür ist Bürgermeister Mohammad Bagher Ghalibaf. Der 48-jährige Politiker hat sich in den letzten fünf Jahren dafür eingesetzt, dass seine Stadt in einem neuen Glanz erscheint. Die Errichtung von 200 Sportanlagen in Parks, des 2136 Meter langen Tohid-Tunnels, der mehrere Autobahnen miteinander verbindet und des mit einer Höhe von 435 Metern viertgrößten Fernsehturms der Welt fallen in seine Amtszeit. Dennoch gibt es enorme regionale Disparitäten. Der Süden ( Payine Shahr ) unterscheidet sich maßgeblich vom Norden. Das Arm-Reich-Gefälle ist beachtlich. Die Lebenserhaltungskosten sind so hoch, dass es für viele Familien mittlerweile zum Luxus(!)geworden ist, Fleisch zu essen. Den Baharestan-Platz prägen alte, stinkende und mit einem Zweiabteilsystem ausgestattete Autobusse (vorne die Männer, hinten die Frauen), die in Westeuropa 1988 gänzlich aus dem Straßenbild verschwunden sind, junge Leute, die versuchen dies oder das zu verscherbeln, viele Taxis, Imbiss-Cafés ( Sandewiji ), Bettler und der Reigen von Geschäften und Restaurants. Nicht wenige sind hier schon erschrocken, als in der Vitrine eines Imbissgeschäftes plötzlich eine Kakerlake vorbeizischt. Ja, die Kakerlaken - neben Armut, Drogen und Arbeitslosigkeit werden sie als viertes Übel Teherans bezeichnet. Überall sind sie zu finden, nur im Norden hilft man sich mit teurem Sampashi (Desinfektion). Aber der Ghalibaf, das ist der erste Bürgermeister, der etwas tut für uns, nun wird Teheran wieder zu einer Weltstadt. Ich bin froh, dass er sich um uns kümmert, meint Moshiri. Tatsächlich ist das heutige Teheran mit dem Teheran vor vier Jahren nicht zu vergleichen. Drei modernste U-Bahn Linien haben zu einer deutlichen Entlastung des Verkehrs beigetragen, drei weitere Linien, unter anderem eine Schnellverbindung zum internationalen Khomeini Flughafen, sollen schon bald folgen. Außerdem hat Ghalibaf trotz des strikten islamischen Reglements des Gottesstaates den Einzug des 21. Jahrhunderts in Teheran ermöglicht. 3D - Kinosäle, moderne Handyshops und Labels wie Benetton und Adidas haben in Teheran viele Filialen eröffnet. Auch der Kampf gegen die Kakerlaken zeigt erste Erfolge. Durch eine effektivere Müllabfuhr und Massensprühungen sind die Insekten in manchen Stadtteilen bereits fast ausgerottet worden. 18 Rechtzeitig vor Sommerbeginn hat Ghalibaf eine Stadtsäuberung veranlasst, über die sich die Menschen in Teheran sehr freuen. Durch die Initiative Grün, bei der ständig neue Grünanlagen in dicht bewohnten Gebieten entstehen, haben die 22 Bezirke der 15 Millionen Metropole zudem mehr Lebensqualität bekommen. Parallel dazu wächst auch die Skyline der Stadt stetig und verleiht ihr einen Touch von Manhatten. Ausgabe 1/2011 Kritiker des Bürgermeisters werfen der Stadtregierung jedoch vor, nichts im Kampf gegen die Massenarmut und Kriminalität zu tun. Die Inflation und die daraus resultierende Teuerungswelle führen zu hoher Kriminalität in Teheran. Für sozial Schwache sollte es spezielle Einrichtungen geben, Bettler und Obdachlose sollten nicht in Parks herumlungern, sondern gezielt betreut werden, so die Forderung der Opposition. *Lektor MMag. Dr. Arian Hamidi Faal lebt und arbeitet als Journalist, Werbemodel, Moderator und Universitätslektor in Wien und Paris. Der Nahostexperte ist unter anderem für das französische TV, Kronehit und die Wiener Zeitung tätig.

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