Mobilität philosophisch betrachtet

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1 Vortrag am im Rahmen der Tagung Moralische Aspekte der Verkehrsmittelwahl

2 "Die Philosophie kann nicht so viele Fragen beantworten, wie wir gern möchten, aber sie kann wenigstens Fragen stellen, die unser Interesse an der Welt vergrößern und uns zeigen, wie dicht unter der Oberfläche der alltäglichen Dinge alles seltsam und erstaunlich wird." (Bertrand Russell)

3 Philosophieren lernen bedeutet, lernen philosophische Fragen zu stellen.

4

5 Welche Fragen wirft dieses Photo auf? Welche philosophischen Fragen wirft Welche philosophischen Fragen wirft dieses Photo auf?

6 Welche Fragen wirft dieses Photo auf? -Wo ist das? -Wer ist das? -Wann ist das aufgenommen worden? -Was ist das für ein Zählgerät? -Warum stehe ich vor dem Zählgerät mit meinem Fahrrad?

7 Wie lauten die klassischen philosophischen Fragen? Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Von Bedeutungsfragen zu Begründungsfragen

8 Welche philosophischen Fragen wirft dieses Photo auf? -Warum verwende ich ein Fahrrad, um zur Schule zu fahren? -Welche Gründe sprechen gerade für dieses Verkehrsmittel? -Nach welchen Prinzipien wähle ich das Verkehrsmittel aus, wie kann ich diese Entscheidung rechtfertigen?

9 Prinzipien: -Ökonomisches (Fahrradfahren ist eine preisgünstige Fortbewegungsart) -Ökologisches (Fahrradfahren ist gesund und umweltverträglich) -Moralisches (Fahrradfahren liegt im allgemeinen Trend und ist akzeptiert, d.h. ich kann es vor Mitmenschen rechtfertigen)

10 PüV (Philosophisches Prüfungsverfahren) Philosophie erzeugt keine neuen moralischen Prinzipien und Regeln, sie prüft moralische Prinzipien auf ihre Schlüssigkeit und Vernünftigkeit. Ethik ist Philosophie der Moralen

11 PÜV Alle Verkehrsmittel, die natürliche Ressourcen schonen, sind ökologisch Fahrradfahren schont natürliche Resourcen Also ist Fahrradfahren ökologisch

12 PÜV Alle Verkehrsmittel, die natürliche Resourcen schonen, sind ökologisch. Autofahren schont keine natürlichen Resourcen. Also ist Autofahren auch nicht ökologisch.

13

14 Prinzipien im Konflikt: Dilemma In diesem Fall habe ich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Der Handelnde befindet sich in einer Zwickmühle, zwei Prinzipien schließen sich gegenseitig aus. Entweder p oder nicht-p. Wenn p, dann r. Wenn nicht-p, dann r.

15 Das Heinz-Dilemma Die Frau von Heinz ist schwer krank. Es besteht nur Hoffnung, dass sie gerettet werden kann, wenn sie ein neu entwickeltes Medikament bekommt. Dieses Medikament kostet 4000 $. Der Preis ist insbesondere so hoch, weil der Erfinder mit dem Medikament einen hohen Gewinn machen will. Heinz ist es nicht gelungen, die 4000 $ aufzutreiben. Heinz hat auch vergeblich den Erfinder gebeten, ihm das Medikament billiger zugänglich zu machen. Sollte Heinz das Medikament für seine Frau stehlen? Was denken Sie?

16 Dilemma-Diskussion: 1. Präzisierung der Fragestellung 2. Vorläufige Position formulieren. 3. Sammlung und Diskussion der Argumente mit Zuordnung zu ethischen Grundpositionen. 4. Abschließendes eigenes Urteil festhalten

17 Pro Heinz sollte das Medikament stehlen, da seine Frau vielleicht eine bedeutende Person ist (...) Heinz sollte das Medikament stehlen, weil seine Frau ihm eines Tages auch einen Gefallen tun könnte. Heinz sollte das Medikament stehlen, selbst wenn er seine Frau nicht liebt oder es für einen Fremden ist, denn wir sollen bereit sein, anderen zu helfen. Heinz sollte das Medikament stehlen, weil Menschen zum Nutzen der Gesellschaft Verantwortung für andere übernehmen müssen. Contra Heinz sollte es nicht stehlen, da er dafür ins Gefängnis kommen kannn. Heinz sollte es nicht stehlen, wenn er seine Frau nicht liebt, denn dann wäre es die ganzen Schwierigkeiten nicht wert Heinz sollte es nicht stehlen, um einen guten Eindruck in der Gemeinschaft zu hinterlassen. Man sollte das Gesetz achten, denn der Respekt vor dem Gesetz würde zerstört, wenn die Bürger meinten, sie könnten jederzeit Gesetze brechen, wenn sie nicht mit ihnen übereinstimmen.

18 Ethische Grundpositionen Konsequentialistische Argumentation: (Utilitarimus) Der größte Nutzen für die größte Zahl (Bentham) Deontologische Argumentation: Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. (Kant)

19 Pro Ich sollte mit dem Bus fahren, denn dadurch habe nicht nur ich, sondern auch alle anderen Menschen den Nutzen eines günstigen Preises und zugleich wird der Konkurrenzdruck erhöht, der für die Verbraucher ebenfalls von Nutzen ist. Contra Ich sollte nicht mit dem Bus fahren, denn wenn das zum allgemeinen Gesetz würde, wäre die öffentliche Versorgung mit Verkehrsmitteln gefährdet.

20 Moralische Rechtfertigungen von A-Z

21 Shared Space Welche philosophischen Fragen wirft das Konzept auf?

22 Share Space-teile Raum, nimm Rücksicht. - Warum wird von Normen wieder radikal auf Werte umgestellt? - Wie kann eine Rückkehr zur antiken Tugendethik begründet werden?

23 Tugendethiken Platon: Tugend ist das Wissen um das Gute, wer das Gute kennt, der handelt auch danach (Gerechtigkeit, Besonnenheit, Weisheit, Tapferkeit, christl. Tugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe) Aristoteles: Wie äußert sich tugendhaftes Leben? Als glückselig galt der Mensch, der glücklich und tugendhaft zugleich war und dessen geistige und körperliche Kräfte sich ungehindert entfalteten. (menschliche Willensschwäche, Freiwilligkeit, das richtige Maß zwischen Extremen)

24 Gegen eine Rückkehr zu Tugendethiken - Jede Tugendethik basiert auf einem geschlossenen Weltbild, das ontologische Weltbild der Antike und des Christentums gingen jeweils von einer übermenschlichen Ordnungskraft aus. - Normative Ethiken sind Sollensethiken, die seit dem mentalistischen Paradigma moralische (Selbst)-Verpflichtungsurteile fällen. - Die Diskursethik sucht nach der Lösung von Konflikten durch kommunikative Entscheidungsfindung im Diskurs.

25 [Die Philosophie] untersucht die Welt nicht direkt, sondern indirekt. Philosophieren ist nicht primär ein Nachdenken über die Welt, sondern ein Nachdenken über das Denken über die Welt (Jonas Pfister)

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